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 | Mythen - Deutungen menschlichen Lebens: Medea |
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Autor: Wolf Euba
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Auszug aus dem Sendemanuskript
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Amme:
Ich wünschte, das lange Schiff, die Argo, hätte nie die Meeresenge bei den Symplegaden überstanden. Ich wünschte, dass die Kiefern, die ihm Mast und Ruder lieferten, sich noch im Winde des Pelion wiegten, dass der Fischadler noch in ihnen nistete, und dass die großen Abenteurer sich nie zum Sonnenaufgang Asiens und zur morgendlichen Küste einschifften, das Goldene Vlies zu holen. Dann hätte meine Herrin, Medea, den Jason nicht gesehen, nicht geliebt und nicht gerettet und hätte sich von unserer Heimat nicht getrennt, um ihm zu folgen in dieses Land der lächelnden plappernden Griechen und zu den Dächern von Korinth, auf denen sich das Unheil auftürmt: Wolke über Wolke. Denn sie ist nicht sanftmütig, sondern ungebärdig - eine Königstochter.
Das vollständige Manuskript zum Herunterladen:
pdf-Datei
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