|
|
 | Die Aggression – Unser animalisches Erbe |
 |
 |
 |
 |
-
Adrenalin
-
Hormon des Nebennierenmarks, Botenstoff im sympathischen Nervensystem, das so genannte "Stresshormon". Es dient zur raschen Bereitstellung von Energie und soll bei Bedrohung Kampf oder Flucht ermöglichen. Es erhöht folglich den Blutzuckerspiegel, steigert Blutdruck und Pulsfrequenz, erweitert die Bronchien und Pupillen.
-
Affekt
-
Intensive Gemütsbewegung, Aufwallung, kurzzeitige Erregung. Willentliche Steuerung, Kontrolle, sachliche oder moralische Erwägungen treten weitgehend in den Hintergrund.
-
Amygdala
-
Griechisch = "Mandelkern". Hirnregion von mandelförmiger Gestalt. Sie kommt jeweils paarig vor und ist ein Kerngebiet des Gehirns (im Temporallappen). Sie spielt eine wichtige Rolle bei der emotionalen Bewertung von Situationen und beim Erkennen möglicher Gefahren.
-
Erinnyen
-
Weibliche Rachegeister der griechisch-römischen Antike. Sie riefen bei ihren Opfern Wahnsinn hervor, daher ihr lateinischer Name "Furien" (abgeleitet von furor). Bekannt waren v.a. drei Erinnyen: Alekto, Megära, Tisiphone ("die nie Endende", "die Neidische", "die Mord Rächende").
-
Eros
-
Griechischer Gott der Liebe (entsprechend dem römischen Amor bzw. Cupido), Sohn der Aphrodite und des Ares. Philosophie und spekulative Mystik sehen in ihm eine menschen- und weltbewegende Macht, das Zusammenstreben alles Seienden. Eros und Thanatos, Lebensenergie und Todestrieb, sah der Psychoanalytiker Sigmund Freud als die beiden Hauptantriebe menschlichen Verhaltens.
-
Implosion
-
plötzliches Eindrücken der Wände eines luftleeren Behälters durch den äußeren Druck
-
Katharsis
-
Griechisch = "Reinigung". Reinigen, Abreagieren von Affekten. Sie ist ein zentraler Begriff in der "Poetik" des Aristoteles, der die Reinigung der Seele von Leidenschaften als vornehmliche Wirkung der Tragödie bezeichnete. Der Begriff ist in der Psychotherapie gebräuchlich, wenn durch intensives emotionales Erinnern und Nachholen eine Befreiung von psychischen Traumata erreicht werden soll.
-
Mügeln
-
Kleinstadt in Sachsen, mit knapp 5.000 Einwohnern. Im Sommer 2007 kam der Ort wegen eines ausländerfeindlichen Übergriffs weltweit in die Schlagzeilen.
-
Prävention
-
Zuvorkommen, Vorbeugen, Verhüten. Der Begriff ist u.a. gebräuchlich in der Medizin (Krankheitsvorbeugung), in der Politik und Sozialwissenschaft (Krisenprävention).
-
Sozialisation
-
Das Hineinwachsen eines Individuums in eine Gemeinschaft. Eine wichtige Rolle spielen Familie, Freundeskreis, Schule, auch Einflüsse des weiteren Umfelds wie z.B. Stadt, Vereine, Kirchen. Durch Lern- und Anpassungsvorgänge bildet der junge Mensch ein soziales Über-Ich aus und erwirbt seine Identität. Als primäre Sozialisation bezeichnet man die Lebensphase zwischen Geburt und Ende der Pubertät. Die sekundäre Sozialisation beinhaltet alle weiteren Anpassungsprozesse und dauert ein Leben lang. In den meisten Kulturen erfolgt Sozialisation abhängig von der jeweiligen gesellschaftlichen Klasse oder Schicht.
Personen
-
die ärzte
-
Deutschsprachige Punkrockband aus Berlin, gegründet 1982. Die derzeitigen Bandmitglieder sind Farin Urlaub, Bela B. und Rodrigo González.
-
Freud, Sigmund (1856–1939)
-
Österreichischer Neurologe und Psychiater, Begründer der Psychoanalyse. Ausgangspunkt seiner Arbeit war der Versuch, Neurosen und Hysterien mittels Suggestion und Hypnose zu behandeln. Seine Einsichten in die Triebstruktur (Eros–Thanatos) und in die Bedeutung des Unbewussten fanden großen Widerhall. Zu seinen Hauptwerken zählen u.a.: "Ich und das Es" (1923), "Das Unbehagen in der Kultur" (1929). Durch Einbeziehung des Unbewussten veränderte er die Psychologie und Medizin entscheidend.
-
Hacker, Friedrich (1914–1989)
-
US-amerikanisch-österreichischer Psychiater, Psychoanalytiker und Aggressionsforscher. Er gründete u.a. die Hacker Psychiatric Clinic in Kalifornien, war zuletzt Professor für Psychiatrie an der Universität von Kansas sowie Professor für Psychiatrie und Rechtswissenschaften an der Universität von Südkalifornien (USC) in Los Angeles.
-
Lorenz, Konrad (1903–1989)
-
Österreichischer Verhaltensforscher. Er war Leiter des Max-Planck-Instituts für Verhaltensphysiologie in Seewiesen, Professor in Münster und München. Für seine grundlegenden Arbeiten in der Verhaltensforschung erhielt er zusammen mit N. Tinbergen und K. von Frisch 1973 den Nobelpreis für Physiologie/Medizin. Zu seinen Hauptwerken zählen: "Das so genannte Böse. Zur Naturgeschichte der Aggression" (1963) und "Die acht Todsünden der zivilisierten Menschheit" (1973).
-
Waalkes, Otto * 1948
-
Deutscher Komiker, Autor vieler erfolgreicher Fernsehshows und Filme.
|
 |
 |  |
|