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Ist die Erde ein Lebewesen?
Glossar
Anthropozentrismus
Weltanschauung, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt

 
Bakterium
ein einzelliges Lebewesen, oftmals ein Krankheitserreger

 
Bifurkation
Gabelung

 
Biochemie
Wissenschaftszweig, der die Zusammensetzung lebender Organismen und die chemischen Vorgänge, die in ihnen ablaufen, erforscht.

 
erodieren
abtragen des Untergrunds durch Wind, Eis, Meer und fließende Gewässer

 
Esoterik
aus dem Griechischen "esoterikos" = innerlich. Der Begriff bezeichnete zunächst geheimes, bzw. heiliges Wissen, das nur einem exklusiven Kreis Eingeweihter vorbehalten war. In den vergangenen Jahren wurde das Wort "Esoterik" zum Oberbegriff für spirituellen Aufbruch. Dieser umspannt nunmehr höchst unterschiedliche Rückbesinnungen auf das "Urwissen der Menschheit" und Neubelebungen sowohl okkulter Praktiken wie Astrologie, Magie und außersinnliche Wahrnehmung als auch ost-westlicher Spiritualität und Mystik im weitesten Sinn, wie Meditation, östliche Religionen, Theosophie, indianische Religiosität.

 
Evolution
die stammesgeschichtliche Entwicklung der Lebewesen von einfachen, urtümlichen Formen zu hoch entwickelten

 
Gattung
biologischer Begriff, mit dem verwandte Arten zusammengefasst werden

 
Geochemie
Wissenschaft von der chemischen Zusammensetzung der Erde

 
Geologie
Wissenschaft von Entstehung, Entwicklung und Aufbau der Erde und der fossilen Lebewesen

 
Kolonisation
Gründung und Entwicklung von Kolonien. Das sind Gebiete oder Länder, die von einer fremden Macht abhängen. Als Kolonien wurden hauptsächlich die in Übersee erworbenen Besitzungen der europäischen Staaten bezeichnet.

 
Legitimation
Berechtigung

 
makroskopisch
mit freiem Auge sichtbar

 
Mikroorganismus
mikroskopisch kleine, einzellige Organismen, beispielsweise Bakterien, Blaualgen und Pilze

 
Mythos
Aus dem Griechischen stammende Bezeichnung für eine Erzählung über Götter, Helden und Geschehnisse aus vorgeschichtlicher Zeit. Im weiteren Sinne steht Mythos auch für die Verklärung von Personen oder Ereignissen zu einer Erinnerung mit bildhaftem Symbolcharakter.

 
Ökologie
Wissenschaft, die sich mit den Wechselbeziehungen zwischen Organismen, belebter und unbelebter Umwelt befasst.

 
Ökonomie
Wirtschaftswissenschaft

 
Ökosystem
Eine natürliche Einheit, bestehend aus Lebensgemeinschaften und deren Lebensraum, die sich in einem dynamischen Gleichgewicht befindet. Organismen und Umweltfaktoren in einem Ökosystem wirken wechselseitig aufeinander ein, die Stoffkreisläufe sind ausgeglichen.

 
Organismus
Das Gesamtsystem der Organe in einem lebenden Körper

 
Ozonloch
Stellen der Ozonschicht, die stark zerstört sind, beispielsweise über der Antarktis. Als Schädiger gelten die Fluorchlorkohlenwasserstoffe, die bis vor Kurzem vor allem als Treibgas in Spraydosen, als Kältemittel und zum Aufschäumen von Kunststoff verwendet wurden. Wird die Ozonschicht, die den kurzwelligen Anteil der Sonnenstrahlen absorbiert, zu stark geschädigt, trifft dies auch die Menschen: Hautkrebs und Mutationen werden zunehmen.

 
Parasit
Schmarotzer. Lebewesen, das aus dem Zusammenleben mit anderen Lebewesen einseitig Nutzen zieht oder diese sogar schädigt.

 
Sozialdarwinismus
Sammelbegriff für alle sozialwissenschaftlichen Theorien, die Charles Darwins Lehre von der natürlichen Auslese auf die Entwicklung menschlicher Gesellschaften übertragen. Der Sozialdarwinismus diente zeitweise als Rechtfertigung für soziale Ungleichheiten und rassistische Ideologien.

 
Symbiose
Das Zusammenleben artverschiedener Organismen, die sich aneinander angepasst haben und sich gegenseitig Nutzen bringen. Ein Beispiel aus dem Tierreich ist das Zusammenleben von Putzer- mit Raubfischen.

 
Treibhauseffekt
Die fortschreitende Anreicherung der Erdatmosphäre mit so genannten Klimagasen, vor allem mit Kohlendioxid, führt dazu, dass die Wärmestrahlung der Sonne nicht mehr in ausreichendem Maße in den Weltraum zurück gestrahlt wird. Wissenschaftler fürchten, dass sich – ähnlich wie die Temperatur in einem Treibhaus – dadurch die Durchschnittstemperatur der Erde erhöht. Kohlendioxid entsteht bei der Verbrennung von Kohle, Öl und Gas.

 
Personen
 
Darwin, Charles (1809-1882)
Britischer Naturforscher, der auf seinen Reisen zu den Galapagos-Inseln, nach Tahiti, Neuseeland und Australien zu wegweisenden Erkenntnissen für die Naturforschung kam. Sein Hauptwerk "Die Entstehung der Arten durch natürliche Zuchtauswahl" (1859) stellte einen Wendepunkt in der Geschichte der Biologie dar. Darwins Selektionstheorie erklärt die zweckmäßige Anpassung der Lebewesen an die Umwelt.

 
Lovelock, James (*1919)
Englischer Chemiker und Geophysiker, der in den 1960er-Jahren die Gaia-Theorie entwickelte. Lovelock sieht die Erde als eine Art selbstregulierenden, lebenden Super-Organismus, in dem die Menschheit nur eine kleine Rolle spielt. Lovelock ist Ehrenprofessor mehrerer Universitäten und Autor von rund 200 wissenschaftlichen Veröffentlichungen, die nahezu gleichmäßig auf die Gebiete Medizin, Biologie und Geophysiologie verteilt sind.

 
Weizsäcker, Ernst-Ulrich von (*1939)
Deutscher Physiker und Ökologe, der als Autor des Buches "Faktor vier" nationale Berühmtheit erlangte. Darin stellt er die These auf, dass bei halbiertem Naturverbrauch doppelter Wohlstand zu erreichen sei. 1991 wurde Weizsäcker Gründungspräsident und Geschäftsführers des Wuppertal-Institus für Klima, Energie und Umwelt, heute eines der renommiertesten Forschungsinstitute im Umweltbereich.