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Die unruhige Erde: 2. Tiefsee zwischen Magmafluss und Meeresbeben
Manuskripte
Autor: Florian Hildebrand
 
Auszug aus dem Sendemanuskript
 
Zitatorin:
„42 Grad!“ sagte Nemo.
„Und wenn es noch heißer wird?“, antwortete ich.
„Die Hitze steigt nur, wenn wir wollen.“
„Sie können sie ändern?“
„Nein, aber ich kann mich von der Hitzequelle entfernen. Wir fahren nämlich in siedendem Wasser.“
„Wie bitte?“
„Sehen Sie selbst!“
Er ließ die Fensterwände zurückgleiten, und ich sah, dass das Wasser um die Nautilus ganz weiß schäumte. Durch die Wasserschichten wirbelten Schwefeldünste. Ich geriet mit einer Hand ans Fenster und verbrannte sie mir prompt.


Sprecher:
Eine Szene aus Jules Vernes Zukunftsroman „20.000 Meilen unter dem Meer“, Kapitän Nemos sagenhafte Reise mit dem U-Boot Nautilus. Was Jules Verne noch nicht wusste: Wasser siedet in der Tiefsee auch weit über 100 Grad nicht. Dazu ist der atmosphärische Druck in der Tiefe des Meeres zu hoch. Um das per Augenschein zu sehen, hat sich ein Forscher hinunter sinken lassen: der Regensburger Mikrobiologe Karl Otto Stetter. Unerschrocken ist er mit dem amerikanischen Tauchboot Alvin sage und schreibe 4.000 Meter tief in die Karibische See vorgedrungen. Hier, in der schwärzesten Nacht und mit einem Druck von 400 Atmosphären bemerkt er eine merkwürdige Unruhe im Wasser. Im Kegel des Scheinwerfers tut sich eine bizarre Landschaft auf. Vom Boden wachsen haushohe Schlote auf, Kamine, aus denen es schwarz heraus brodelt.

 
 
Das vollständige Manuskript zum Herunterladen: pdf-Datei