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Die unruhige Erde: 2. Tiefsee zwischen Magmafluss und Meeresbeben
Didaktik
VorarbeitEinsatz im Unterricht
NacharbeitLehrplanbezug

 
 Vorarbeit
  • Bildimpuls: Island Geysir
    Heiße Quellen im kalten Norden, wie kommt es dazu? Die Schüler aktivieren ihr Wissen über Energie aus dem Erdinneren und über Tiefseeforschung.


 
 
 Einsatz im Unterricht
  • Hörauftrag/Arbeitsauftrag
    Auf dem Arbeitsblatt "Hot spots und Gashydrate" machen sich die Schülerinnen und Schüler Notizen zur Sendung. Für die Mitschrift wird sie an folgenden Stellen unterbrochen:

  • Hören
    Unterbrechung 1:
    Nach Sprecherin "Der Autor hatte dort ein ungewöhnliches Erlebnis:" (Manuskript S. 2)

    Unterbrechung 2:
    Nach Sprecherin "Ein dritter umrundet Australien und endet vor Neuseeland." (Manuskript S. 6 oben)


 
 
 Nacharbeit
  • Diskussion
    "Die Erde als Untertan?" Sind die Energiereserven der Erde unerschöpflich, wenn man nur tief genug bohrt und erfinderisch ist? Ist es legitim, innerhalb weniger Jahrzehnte die im Lauf von Jahrmillionen entstandenen fossilen Brennstoffe zu verbrauchen? Die Schüler diskutieren über Energiereserven und erneuerbare Energien. (Arbeitsblatt 3)

  • Referate

      Theorie der Plattentektonik und ihre Entwicklung
    • Vulkanismus und die verschiedenen Formen von Vulkanen
    • Arbeitsmethoden der Seismographie
    • Arbeitsmethoden der Geologie
    • Fossilien, Mineralien und Gestein als Zeugen geologischer Prozesse
    • Karstentstehung und –morphologie
    • Klimadiagramm z.B. anhand von Aufzeichnungen der Wetterstation auf der Zugspitze
    • Die Entwicklungsgeschichte des Menschen im Rahmen der Erdgeschichte

  • Fächerübergreifendes
    Wirtschaft/Ethik: Anhand z.B. des Buches von Ernst Ulrich von Weizsäcker: Erdpolitik. Primus TB Verlag, Darmstadt 1997 (ISBN 3-89678-046-8) diskutieren die Schüler über Geopolitik und globalen Umweltschutz.

    Biologie: Stabilität und Gleichgewicht der Natur, Anpassungsfähigkeit und Biodiversität werden erläutert, z.B. ausgehend von dem Buch von Josef H. Reichholf: Der blaue Planet. Einführung in die Ökologie. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1998 (ISBN 3-423-33033-3)

    Deutsch/Literatur: Naturkatastrophen erschüttern das Bild von der "vollkommenen" Welt und setzen das Denken in Bewegung. Nachbeben in der Literatur findet man u.a. bei Heinrich von Kleist ("Das Erdbeben in Chili") und bei Johann Wolfgang von Goethe im 1. Buch von "Dichtung und Wahrheit"

    Eine Ausnahmefigur ist "Candide" im gleichnamigen Roman von Voltaire. Er macht weite Reisen und jede Menge schlechte Erfahrungen, u.a. gerät er auch in das Erdbeben von Lissabon. Aber trotz Machtgier, Grausamkeit, Niedertracht und anderer Naturkatastrophen bleibt er davon überzeugt, dass alles zum Besten steht in der "besten aller möglichen Welten".

    Nach diesen Beispielen schreiben die Schüler eventuell eine Art "Kindheitsmemoiren", wann und durch welches Ereignis ihr Kindheitsgefühl von Geborgenheit und "heiler Welt" erstmals erschüttert wurde und wie sie darauf reagiert haben. Als zweite Möglichkeit schreiben sie ihren "Candide", der inmitten heutiger Katastrophen überzeugt ist, es sei alles bestmöglich eingerichtet und folge einem "höheren" Plan.

    Videofilm: Eine preisgekrönte Naturdokumentation des Regisseurs David Attenborough (Co-Produktion von BBC mit Time Life Film) ist auch als Video erhältlich: "Die Erde lebt" und ist erschienen in der Reihe DuMont Dokumente. Interessant ist vor allem Teil 1 (Spieldauer 120 Minuten).


 
 
  Lehrplanbezug
  • Lehrplan für das bayerische Gymnasium:
    Erdkunde 11. Jgst. Geowissenschaftliche Theoriebildung, S. 25