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 | Oswald von Wolkenstein |
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Afterlehen
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Im Mittelalter wurden Dienste als Gefolgsmann nicht finanziell, sondern durch Belehnung (lebenslange Überlassung) mit Grundbesitz vergolten. Ein Afterlehen war ein Lehen, das der Lehnsgeber seinerseits von einem höher gestellten Lehnsherrn empfangen hat.
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Höfische Konvention
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Sitten und Gebräuche bei Hof. Später entwickelte sich daraus unsere "Höflichkeit".
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Klerus
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Stand der Geistlichen in der mittelalterlichen Ständegesellschaft.
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loyal
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dem Vorgesetzten, in diesem Fall König Sigmund, treu ergeben.
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Minnelied, Minnelyrik, Minneklage, Minnesang
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Minne ist eine besondere Art der Liebe, in der die Verehrung einer meist verheirateten, angesehenen Dame des Hofes im Vordergrund steht. Die Minneklage entsteht, wenn der Minnedienst des Minnesängers ohne die ersehnte Erfüllung bleibt.
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Reichsunmittelbarkeit
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Direkte Unterstellung unter die Oberhoheit des Königs. Dadurch verliert der Herzog seinen Einfluss auf den Adel in seinem Gebiet.
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Renaissance
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Zeitalter zwischen Mittelalter und Barock, in dem der Mensch im Mittelpunkt steht und man sich auf klassische Werte zurück besinnt.
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Ständegesellschaft
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Die mittelalterliche Gesellschaft war in drei Stände gegliedert: die Geistlichkeit (Klerus), den Adel und den dritten Stand, der Bauern und Bürger umfasste.
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Tagelied
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Sonderform des Minnelieds, in dem bei Tagesanbruch nach einer Liebesnacht die notwendige Trennung von der Geliebten beklagt wird.
Personen
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Friedrich
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Herzog von Tirol, Landesherr, dessen Gerichtsbarkeit Oswald unterworfen war, gegen den er aber kämpfte und dem er schließlich unterlag.
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Hausmann, Anna
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Geliebte Oswalds, die er verließ und die ihn deshalb später beinahe in den Ruin trieb.
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Isabeau (1371-1435)
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Von 1485 bis ca. 1422 Königin von Frankreich, die unter anderem Oswald auszeichnete.
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Jäger, Martin
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Mit ihm musste Oswald den Besitz an der Burg Hauenstein teilen, was zu gegenseitigen Reibereien und schließlich zum Verlust des Besitzes Oswalds führte.
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Margarete von Schwangau
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Ehefrau Oswalds. Er nannte sie die "stolze Schwäbin".
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Nadler, Josef (1884-1963)
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Germanist und Literaturhistoriker, der sich mit Oswald von Wolkenstein befasst hat.
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Oswald von Wolkenstein (1376-1445)
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Spätmittelalterlicher Liedermacher aus ritterlichem Geschlecht. Zweiter Sohn des Ritters Friedrich von Wolkenstein. 1417 Heirat mit Margarete von Schwangau. Aus der Ehe gingen sieben Kinder hervor.
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Sigmund bzw. Sigismund von Luxemburg (1368 – 1437)
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unter anderem römisch-deutscher König seit 1410 und römisch-deutscher Kaiser seit 1433. König, in dessen Auftrag Oswald als Gesandter durch Europa reiste. Oswald verließ dessen Gefolgschaft, als er Margarete kennen lernte. Später hinterging Sigmund seinen ehemaligen Gefolgsmann Oswald.
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Schwob, Anton
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Ordinarius für Ältere Deutsche Sprache und Literatur am Institut für Germanistik der Karl-Franzens-Universität Graz, Biograph Oswalds
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Ulrich I.
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Bischof von Brixen, Lehnsherr über die Burg Hauenstein und damit auch über seinen Lehensmann Oswald. Mit ihm kam Oswald zum Konzil von Konstanz, wo er König Sigmund kennen lernte.
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