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"Eine schmerzliche Wahrheit ist besser als eine Lüge" - Leben und Werk: Thomas Mann
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Lebensbilder Thomas Mann privat
Werke Romane
Erzählungen
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Lebensbilder

Erste Gedichte veröffentlichte der "Goethe des 20. Jahrhunderts" bereits in einer Schülerzeitschrift. Nach dem frühen Tod des Vaters im Jahre 1894 verließ Thomas Mann das Gymnasium ohne Abitur und ging nach München, wo er zunächst bei einer Versicherungsgesellschaft arbeitete. Nachdem seine erste Novelle Gefallen mit großem Erfolg aufgenommen wurde, arbeitete er nur noch als freier Schriftsteller. Von 1896 bis 1898 war er mit seinen Bruder Heinrich in Italien. Später arbeitete er an der satirischen Wochenzeitschrift Simplicissimus mit. Den endgültigen literarischen Durchbruch erzielte Mann 1901 mit seinem Roman Buddenbrooks, für den er 1929 den Nobelpreis für Literatur erhielt. 1905 heiratete er Katia Pringsheim, Tochter eines Münchner Professors, mit der er sechs Kinder hatte. 1933 ging er in die Schweizer Emigration. Als ihm 1936 die deutsche Staatsbürgerschaft sowie die Bonner Ehrendoktorwürde aberkannt und sein gesamtes Vermögen konfisziert wurde, nahm er die tschechoslowakische Staatsbürgerschaft an. 1939 emigrierte er in die USA, wo er als Gastprofessur an der Princeton University tätig war. In Pacific Palisades, Kalifornien, wurde er 1944 amerikanischer Staatsbürger. Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrte Mann nach Europa zurück und ließ sich in Kilchberg bei Zürich nieder, wo er am 12. August 1955 starb.

 
Thomas Mann privat

Thomas Mann war einer der erfolgreichsten Schriftsteller seiner Zeit. Dennoch sah er sich nicht gern als Künstler, deren bohèmehafter Lebenswandel ihm fremd blieb. Er liebte die großbürgerliche Atmosphäre, die er aus seinem Vaterhaus kannte. So zwang er sich zu regelmäßiger harter Arbeit am Schreibtisch, führte ein wohlgeordnetes Leben in angemessenem Luxus und pflegte sein Ideal, es Goethe in allem möglichst gleich zu tun.
Eine Schwäche, die er selbst gern als Faible bezeichnete, unterschied ihn jedoch von dem "Frauenhelden" Goethe. Thomas Mann hatte mitunter Mühe, seine homoerotische Neigung zu kompensieren. Deren Einfluss wird zum Beispiel in seiner Erzählung "Der Tod in Venedig" spürbar, in der ein alternder Schriftsteller einem schönen Knaben verfällt.

 
Werke

Das erzählerische Werk Thomas Manns umfasst mehrere umfangreiche Romane, Erzählungen und Essays. Während seine Gedichte erst in der Großen Kommentierten Frankfurter Ausgabe (GKFA) 2008 erscheinen sollen, ist sein erzählerisches Werk bereits in Einzelausgaben zugänglich. Während Manns Vorbild Goethe wesentlich durch sein dramatisches Werk zu Ruhm gelangte, hat Thomas Mann keine Dramen verfasst. Aber zwei seiner Romane erinnern namentlich an Goethe: "Lotte in Weimar" und "Dr. Faustus". Mit diesem Werk wollte Mann eigentlich sein Leben abschließen, aber das Schicksal ließ ihn erst acht Jahre später sterben, so dass er, in seinem vom ihn so genannten Nachleben noch weitere Werke bis 1955, seinem Todesjahr, verfasste.

 
Romane

Buddenbrooks. Verfall einer Familie 1901
Königliche Hoheit 1909
Der Zauberberg 1924
Joseph und seine Brüder 1933-1943
Lotte in Weimar 1939
Doktor Faustus 1947
Der Erwählte 1951
Die Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull. Der Memoiren erster Teil 1954

 
Erzählungen

Vision. Prosa-Skizze, 1893
Gefallen, 1894
Der Wille zum Glück, 1896
Enttäuschung, 1896
Der kleine Herr Friedemann, 1897
Der Tod, 1897
Der Bajazzo, 1897
Tobias Mindernickel, 1898
Der Kleiderschrank, 1899
Gerächt. Novellistische Studie, 1899
Luischen, 1900
Der Weg zum Friedhof, 1900
Gladius Dei, 1902
Tristan, 1903
Die Hungernden, 1903
Tonio Kröger, 1903
Das Wunderkind, 1903
Ein Glück, 1904
Beim Propheten, 1904
Schwere Stunde, 1905
Wälsungenblut [1921]
Anekdote, 1908
Das Eisenbahnunglück, 1909
Wie Jappe und Do Escobar sich prügelten, 1911
Der Tod in Venedig, 1912
Herr und Hund, 1918
Gesang vom Kindchen. Idylle, 1919
Tristan und Isolde, 1923
Unordnung und frühes Leid, 1926
Mario und der Zauberer, 1930
Die vertauschten Köpfe, 1940
Das Gesetz, 1944
Die Betrogene, 1953