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 | Ludwig Thoma – Heimat und Welt |
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Antisemit
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Mensch, der eine Abneigung oder Feindschaft gegen Juden hegt.
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Assessor
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Anwärter auf eine Stelle in der höheren Beamtenlaufbahn.
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Atelier
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Arbeitsraum eines Künstlers.
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Babylon
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Hier Synonym für die "sündige Großstadt" (Berlin, München).
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Bohème
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Künstlermilieu. Gesellschaft von Künstlern, die sich oft nicht an die traditionellen Regeln der Gesellschaft halten.
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Bohèmien
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(Lebens-)Künstler
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Clinch
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Umklammerung, auch Streit.
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Compresse
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Druckverband, mit dem z. B. die Verletzung in einem Duell verbunden wurde.
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Defekt
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Fehler, Mangel, Makel.
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dekadent
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Abwertend: heruntergekommen
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Dissertation
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Umfangreiche schriftliche Erörterung, die für das Erreichen des akademischen Doktortitels wesentlich ist (Doktorarbeit).
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emigrieren
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Auswandern, oft aus politischem Anlass, um persönlicher Verfolgung zu entgehen.
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Episode
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In sich geschlossener Abschnitt in einer längeren Erzählung.
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expedieren
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Verschicken. Der Waisenknabe Thoma wurde zur Erziehung und zum Schulbesuch in eine fremde Stadt geschickt.
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Fauxpas
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Französisch = Fehltritt, (gesellschaftliches) Fehlverhalten.
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Hattrick
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Ursprünglich besonderer Erfolg im Fußball, im übertragenen Sinn mehrfacher Erfolg im Leben.
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Hormonaustausch
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Herstellung eines gesunden Gleichgewichts bestimmter Stoffe im Körper. Hier zynisch gemeint als Zweck, dem kurzzeitigen Liebesabenteuer dienen zu wollen.
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in Pension
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Zur Untermiete
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impotent
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Unvermögend, fortpflanzungsunfähig
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Juristische Fakultät
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Fachbereich der Rechtswissenschaft an der Universität. Dort lernt man u. a. die Anwendung von Recht und Gesetz, um später z. B. Anwalt zu werden.
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Karikaturist
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Zeichner, der meist politisch motivierte, kritische Grafiken (Karikaturen) für bestimmte Zeitschriften anfertigt.
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Koitus
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Geschlechtsverkehr
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konträr
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Gegensätzlich
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Korps, Korpsstudenten
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Verbindung bzw. Studenten, die einer Verbindung angehören. Eine solche Verbindung zeichnet sich mehr als ein unverbindlicher Verein durch ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl aus.
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korrespondieren
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In regelmäßigem gedanklichem Austausch (oft Briefverkehr) stehen.
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Makel
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Fehler, Mangel, Defekt.
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Matura
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Abitur
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Milieu, Bürgermilieu
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Umwelt, Umgebung, in der die Menschen, hier das städtische Bürgertum, leben.
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Nationalheros
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Nationalheld, hier ironisch als milde Beschimpfung gemeint.
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Ovationen
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Beifallsbekundungen, Klatschen.
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Praktikant
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(Wenig oder gar nicht bezahlter) Helfer.
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Preistango
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Tanzveranstaltung, bei der der beste Tangotänzer belohnt wird.
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Promiskuität
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Geschlechtsverkehr mit häufig wechselnden Partnern.
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sentimental
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Übertrieben gefühlvoll
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Redoute
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Maskenball
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Simplicissimus
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Eine satirische deutsche Wochenzeitschrift, die von 1896 bis 1944 in München herausgegeben wurde.
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Stereotypen
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Wenig durchdachte, immer wiederkehrende Behauptungen.
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Visage
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Abwertend für "Gesicht".
Personen
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Graf, Oskar Maria (1894-1967)
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Linksliberaler deutscher Schriftsteller. Vertreter der Arbeiter- und Exilliteratur.
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Mann, Thomas (1875-1955)
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Deutscher Schriftsteller. Redakteur des "Simplicissimus". Schon sein erstes Buch "Die Buddenbrooks" (1901) machte ihn berühmt. 1929 erhielt Thomas Mann den Literaturnobelpreis. 1905 Hochzeit mit Katia Mann, geb. Pringsheim, mit der er die Kinder Klaus, Erika, Golo, Monika und Victor bekommt. Er lebt von 1933 bis 1939 im Exil in der Schweiz und wird 1936 vom Naziregime offiziell ausgebürgert. Von 1939 bis 1952 wohnt er mit seiner Frau in den USA, ab 1944 ist er amerikanischer Staatsbürger. 1949 unternimmt Thomas Mann eine Reise in das geteilte Deutschland und erhält den Goethe-Preise der Städte Frankfurt am Main und Weimar.
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Mühsam, Erich (1878-1934)
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Politischer Aktivist, Publizist und Schriftsteller der von den Nationalsozialisten ermordet wurde.
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von Reznicek, Ferdinand (1868-1909)
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Österreichischer Maler, Zeichner und Illustrator, der auch für den Simplicissimus arbeitete.
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Reventlow, Fanny Gräfin zu (1871-1918)
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Eigentlich Fanny Liena Wilhelmine Sophie Auguste Adrienne Gräfin zu Reventlow, deutsche Schriftstellerin, Malerin und Übersetzerin, berühmt als die "Schwabinger Gräfin" der Münchner Bohème.
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de Rigardo, Marietta (1880-1967)
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In Manila auf den Philippinen geboren, wurde von Thoma ihrem Ehemann regelrecht abgekauft, um sie heiraten zu können. Thoma setzte ihr im 2. Band der Lausbubengeschichten – "Tante Frieda" – ein literarisches Denkmal. In Gestalt der Cora verdreht sie als dunkelhäutiges, exotisches, bildhübsches Mädchen aus einem fernen Land allen Männern den Kopf.
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Rilke, Rainer Maria (1875-1926)
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Österreichischer Autor und einer der bedeutendsten Lyriker deutscher Sprache.
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Taschner, Ignaz (1871-1913)
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Deutscher Bildhauer, Grafiker und Illustrator und Ludwig Thomas bester Freund.
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Tucholsky, Kurt (1890-1935)
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Deutscher Journalist und Schriftsteller, der Thoma als Vorbild betrachtete. Er tart auch unter den Pseudonymen Theobald Tiger, Ignaz Wrobel, Peter Panter und Kaspar Hauser auf. Gilt als extrem satirischer Kritiker seiner Zeit. Ein Teil seiner Werke ist auch in Mundart verfasst.
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