|
|
 | Dem Fass die Krone ins Gesicht... Woher kommen Redensarten? |
 |
 |
 |
 |
-
Advokat
-
(Rechts-)Anwalt
-
althochdeutsch
-
Älteste Form der deutschen Sprache, gebräuchlich vom 7. Jahrhundert an (Beginn der schriftlichen Überlieferungen) bis Ende des 11. Jahrhunderts
-
Aphorismus
-
Literarischer Gedankensplitter oder Sinnspruch, oft kritisch und mit origineller Wirkung
-
Aurora
-
Göttin der Morgenröte
-
Femegericht
-
Das Femegericht war ursprünglich eine ordentliche Gerichtsbarkeit im Mittelalter, zunächst in Westfalen und ab dem 14. Jahrhundert in ganz Deutschland. Später verhandelten Femegerichte geheim und ihre Urteilsprüche wurden zunehmend willkürlicher. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurden sie endgültig abgeschafft. Im heutigen Sprachgebrauch bezeichnet ein Femegericht ein willkürliches, nicht legitimiertes Gericht und steht in enger Nähe zur Selbstjustiz.
-
Flinte
-
Jagdgewehr, meist eine Schrotflinte
-
hoffärtig
-
veraltet für hochmütig, dünkelhaft
-
Knappe
-
Junger Adeliger, der noch nicht in den Ritterstand gehoben wurde
-
Kommis
-
veraltet für kaufmännischer Angestellter
-
Novelle
-
geradlinige, einfache , kürzere (Prosa-)Erzählung über einen Konflikt, die direkt auf einen Höhe- und Wendepunkt hinsteuert
-
Parodie
-
humorvoll übertriebene Imitation
-
Prinzipal
-
veraltet für Geschäftsführer, Geschäftsinhaber
-
Vormund
-
gesetzliche Vertretung eines Menschen, der noch nicht mündig ist oder entmündigt wurde
Personen
-
Brecht, Bertolt (1898-1956)
-
Der wichtigste deutscher Dramatiker des 20. Jahrhunderts entwickelte das "epische Theater" (im Gegensatz zum Theater aristotelischer Prägung). Von zentraler Bedeutung im epischen Theater ist der Verfremdungseffekt (V-Effekt), mithilfe dessen eine Identifizierung des Publikums mit dem Bühnengeschehen verhindert und kritische Distanz hergestellt werden soll. Aus der großen Vielfalt seiner Werke seien "Die Dreigroschenoper", "Mutter Courage und ihre Kinder" und "Der kaukasische Kreidekreis" erwähnt. Brecht schrieb jedoch nicht nur fürs Theater, sondern u.a. auch Lyrik und die Kalendergeschichten von denen besonders die 17. und letzte, die 39 Geschichten vom Herrn Keuner, bekannt ist.
-
Goethe, Johann Wolfgang von (1749-1832)
-
Deutscher Schriftsteller, der 1782 in den Adelsstand erhoben wurde. Er gilt als der bedeutendste deutsche Schriftsteller des Sturm und Drangs und der Klassik. Neben einer Vielzahl von Gedichten, Dramen und Romanen aller Art, verfasste Goethe auch einige naturwissenschaftliche Schriften. Ebenso hinterließen seine Freundschaften mit Schiller, den Brüdern Humboldt und anderen wertvolle Briefwechsel für die Nachwelt. Seine wichtigsten Dramen sind: "Clavigo" , "Götz von Berlichingen" "Torquato Tasso", "Iphigenie auf Tauris" und "Faust" I und II. Seine bedeutendsten Romane sind: "Die Leiden des jungen Werthers", "Wilhelm Meisters Lehr- und Wanderjahre" und "Die Wahlverwandtschaften
-
Gotthelf, Jeremias (1797-1854)
-
Eigentlich Albert Bizius. Gotthelf war protestantischer Pfarrer in Lützelflüh (Schweiz) und Volksschriftsteller zur Zeit des Biedermeier. Seine Werke haben oft einen pädagogischen Ursprung. Zu seinen bekanntesten Werken zählen "Wie Uli der Knecht glücklich wird", "Uli der Pächter" und "Die schwarze Spinne".
-
Kraus, Karl (1874-1936)
-
Der österr. Schriftsteller und Publizist war ein beißend scharfer Kultur- und Sprachkritiker. 1899 beginnt er mit der Herausgabe der kritischen Zeitschrift "Die Fackel", in der er vehement gegen die vorherrschenden Verhältnisse im kulturellen, politischen und literarischen Leben vorgeht. Dabei kritisierte er stets die Verwahrlosung der Sprache. Werke: "Sittlichkeit und Kriminalität", "Die chinesische Mauer", "Heine und die Folgen", "Die letzten Tage der Menschheit", "Literatur und Lüge".
-
Morgenstern, Christian (1871-1914)
-
Deutscher Dichter, Verfasser einerseits humorvoller Gedichte, Grotesken und Parodien mit zahlreichen Sprachspielen und -neuerungen, andrerseits tiefer melancholischer Gedichte und Aphorismen, Sprüche und Epigramme. Zu seinen bekanntesten Gedichtzyklen gehören die "Galgenlieder", "Palmström" und der "Gingganz".
-
Nestroy, Johann Nepomuk (1801-1862)
-
Österreichischer Schriftsteller und Schauspieler. Der Vertreter der Altwiener Volkskomödie schrieb ca. 80 Bühnenwerke. Die boshaften Satiren auf die Schwachstellen der Gesellschaft seiner Zeit machten ihn berühmt. Viele seiner Werke werden heute noch gespielt, wie zum Beispiel: "Der Talisman" (1841) oder "Einen Jux will er sich machen" (1844).
-
Salomo
-
König von Israel und Juda. Der Sohn von David und Bathseba regierte fast 40 Jahre lang von 965 bis 926 v. Chr. in Jerusalem. Sein hebräischer Name bedeutet übersetzt "der Friedensreiche" und tatsächlich gab es während seiner Regierungszeit kaum kriegerische Auseinandersetzungen. Im In-und Ausland war er für seine Weisheit bekannt. Berühmt ist die Geschichte um die Auseinandersetzung zweier Frauen, die beide behaupteten Mutter eines Kindes zu sein. Salomon befahl, das Kind mit dem Schwert in der Mitte zu zerteilen, woraufhin die richtige Mutter sich zu erkennen gab, indem sie auf das Kind verzichtete, um es am Leben zu erhalten. (1 Kön. 16 ff). Salomon öffnete sich fremden Religionen und erbaute den ersten Tempel in Jerusalem. Nach seinem Tod zerfiel sein Reich.
-
Tobler, Ludwig (1827-1895)
-
Der schweizerische Germanist begann zusammen mit Friedrich Staub das "Schweizerische Idiotikon", ein Wörterbuch der Schweizerdeutschen Sprache herauszugeben. Er war zudem Sammler des schweizerischen Wortschatzes und Herausgeber der "Schweizerischen Volkslieder".
-
Vegesack, Siegfried von (1888-1974)
-
Der deutsche Schriftsteller schilderte seine Heimat in der Romantrilogie "Baltische Trilogie" 1933-1935.
-
Voß, Johann Heinrich (1751-1826)
-
Der deutsche Dichter war Mitglied des Göttinger Hains und 1776-1780 Herausgeber des "Göttinger Musenalmanachs", schrieb ländliche Idyllen ("Der siebzigste Geburtstag" 1780; "Luise" 1795), z. T. in niederdeutscher Mundart. Er übersetzte die Odyssee und die Ilias von Homer, außerdem Werke von Vergil, Horaz, Ovid u.a. Voß war ein streitbarer Gegner der Romantiker.
-
Wackernagel, Karl Heinrich Wilhelm (1806-1869)
-
Deutscher Germanist. Zusammen mit Jacob Grimm zählt er zu den wichtigsten Germanisten seiner Zeit. Er versuchte seinen Studenten die Gesetze der Poetik nicht nur abstrakt beizubringen, sondern von Gedichten abzuleiten. Deshalb verfasste er selbst mitunter poetische Werke zu Unterrichtszwecken.
-
Zuckmayer, Carl (1896-1977)
-
Deutscher Lyriker und Dramatiker. Er war Verfasser realistisch-sentimentaler Volksstücke, in denen er sich mit aktuellen Themen kritisch auseinander setzte. Zu seinen bekanntesten Werken gehören "Der fröhliche Weinberg", "Der Hauptmann von Köpenick" und "Des Teufels General". Darüber hinaus verfasste er das Drehbuch zu dem Film "Der blaue Engel" nach dem Roman "Professor Unrat" von Heinrich Mann.
|
 |
 |  |
|