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 | Alfred Polgar – ein Caféhaus-Literat |
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Viele große Kollegen haben ihn gerühmt. Wenn er dem Lesepublikum auf den ersten Blick als „Meister der kleinen Form“ erschien, der immer behutsam und nie kränkend war, so wiesen die Kollegen stets darauf hin, dass viel mehr dahinter stecke. Franz Kafka schrieb über Polgar: „Es sieht aus wie eine Art unverbindlicher gesellschaftlicher Unterhaltung, aber unter dem Glacéhandschuh der Form verbirgt sich ein fester unerschrockener Wille als Inhalt.“ Alfred Polgar wurde 1873 in Wien als Sohn eines Musiklehrers geboren und starb 1955 in Zürich. „Ich wollte Musiker werden wie mein Vater, da ich aber nur seine Liebe zur Musik geerbt hatte, nicht aber sein Talent, wurde nichts daraus und ich wurde Journalist.“ Wie es dazu kam und wie er über Berlin, Prag, Wien und New York nach Zürich kam, wie er seine finanziellen Schwierigkeiten, die beiden Weltkriege erlebte und weshalb seine Theaterkritiken noch heute unübertroffen sind, erzählt uns Susanne Tölke.
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