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"Die nackte Seele, der nackte Mensch" – Die Zeit des Naturalismus
Gespenster © dpa Der Mensch ist geprägt durch seine Erbanlage und durch das Milieu, in dem er lebt. Diese modern anmutende Feststellung ist der gedankliche Hintergrund des Schaffens der naturalistischen Künstler. In ihrer positivistischen Wissenschaftsgläubigkeit blieb nahezu kein Platz für die Entscheidungsfreiheit des Menschen. Ein anderer Ausgangspunkt war die Beobachtung der Verelendung großer Teile der städtischen Bevölkerung. Besonders in den Metropolen Berlin und München war dies nicht zu übersehen. So bildeten sich in diesen beiden Städten Zentren des Naturalismus heraus. Ziel der naturalistischen Künstler und Schriftsteller war es, diese Wirklichkeit so getreu wie möglich wiederzugeben. Émile Zola, August Strindberg und Henrik Ibsen und auch die deutschen Schriftsteller Arno Holz, Johannes Schlaf, Gerhart Hauptmann sowie Heinrich und Julius Hart sind Autoren, die für die Prosa, Dramatik und Lyrik des 20. Jahrhunderts wegweisend wurden und auch heute noch nicht in Vergessenheit geraten sind.


Stand: 13.11.2007