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Den Schwächen der Menschen auf der Spur … Molière
Molière-Schauspielerin © dpa, Report. Foto: Claudia Esch-Kenkel Jean-Baptiste Poquelin, genannt Molière, hat als Dramatiker der französischen Klassik die Welt erobert. Aber er war mitnichten nur ein Schreibtischtäter, sondern vor allem auch ein Mann der Praxis. Das Theater, das er mit ein paar Freunden 1643 mit viel jugendlichem Enthusiasmus, aber wenig wirtschaftlichem Geschick gründete, ging schon nach kurzer Zeit Pleite. So zog die Truppe 13 Jahre lang durch die französische Provinz, ständig bedroht von Geldmangel, Hunger, Kälte, Schmutz und Krankheiten. Blad begann Molière - Schauspieler, Regisseur, Bühnenbildner, Theaterdirektor und Kartenabreißer in einer Person - auch eigene kleine Szenen zu schreiben, in denen er v.a. die Schwächen der Reichen und Mächtigen, aber auch die der kleinen Leute aufs Korn nahm. 1658 kehrte er nach Paris zurück und konnte die Gunst des Königs gewinnen. In den Genuss der jährlichen königlichen Zuwendung von 6.000 Livres kam Molière aber nicht lang: völlig entkräftet, von Fieber und Schmerzen geplagt, starb er im Alter von nur 55 Jahren nach einer Aufführung (in der er selbst die Hauptrolle spielte) des "Eingebildeten Kranken" am 17. Februar 1673.


Stand: 31.07.2007