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Gottfried Keller: Romeo und Julia auf dem Dorfe
Gottfried Keller © dpa Natürlich hatte Gottfried Keller an Shakespeare gedacht, als er 1856 seine Novelle „Romeo und Julia auf dem Dorfe“ zu Papier brachte. Aber Plagiatsvorwürfe fürchtete er nicht. Das Leben selbst wiederholt die Geschichte immer wieder: die Tragödie zweier Liebender, die an den Verfehlungen verfeindeter Eltern und am wachsamen Auge der Gesellschaft zugrunde gehen.
Als Kinder spielten Vrenchen und Sali hingegeben miteinander, während die Väter einträchtig ihre Äcker pflügten. Doch dann zerstört der Streit um ein verlassenes Stück Land die Freundschaft und den Wohlstand der beiden Familien. Jahre später sehen Vrenchen und Sali sich wieder – und aus der Erinnerung an vergangenes Kinderglück wird schnell eine heftig aufflammende Liebe. Aber es gibt keine Zukunft, denn den jungen Menschen fehlt eine Welt, die sie stützt und ihre Zuneigung gewähren lässt…


Stand: 15.01.2009