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 | Annette von Droste-Hülshoff: Die Judenbuche |
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Annette von Droste-Hülshoff schrieb mit der „Judenbuche“ nicht nur eine Kriminalgeschichte, sondern ihr ging es um das soziale Umfeld der Tat, psychologische Beweggründe des Täters und die Reaktionen der Umwelt auf das Verhalten der Tatverdächtigen. Durch das Leitmotiv der Buche wird die Novelle zu einem Musterbeispiel ihrer Gattung. Von der Romantik rührt die Darstellung der inneren Gestimmtheit der Personen durch entsprechende Bilder aus der Natur; vor allem schauerliche und magisch-abergläubische Motive stehen für die Schuld und das schlechte Gewissen der Personen. Der aufkommende Realismus zeigt sich in der detailgetreuen Schilderung der ärmlichen Lebensverhältnisse, die zusammen mit einem selbstgerechten Rechtsverständnis den Nährboden für massives Unrecht bilden.
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