BR-online (zur Startseite)
Bayerischer Rundfunk

BR-Navigation

Kompass Medienkatalog  Finde Kontakt
Fächer Schularten Themenindex  
Übersicht
Arbeitsblätter
Audio
Didaktik
Fragen&Antworten
Glossar
Hintergrund
Links
Literatur
Manuskript
 
deutschHauptschuleRealschuleGymnasiumdeutsch
Das Haiku: Drei Zeilen, die alles sagen - Japanische Lyrik
Didaktik
VorarbeitEinsatz im Unterricht
NacharbeitLehrplanbezug

 
 Vorarbeit
  • Impuls
    Auf Tafel oder Folie werden die Schülerinnen und Schüler mit dem berühmtesten Haiku der Literaturgeschichte überrascht. Der Autor bleibet zunächst zugedeckt. Nach kurzer "Einwirkung" sollen die Schülerinnen und Schüler spontan ihre Meinung äußern: Ist das ihrer Ansicht nach ein Gedicht? Gefällt es der Klasse? In welchen Kulturkreis würden die Schüler das Gedicht verorten? Hat schon einmal jemand von Haiku gehört?

  • Themenfrage
    Kurze Rede, tiefer Sinn: Was zeichnet dieses Haiku aus? (Kürze, Silbenfolge, Jahreszeitenwörter, Naturbezug, Gegenwärtigkeit) Welchen Zweck haben die strengen formalen Vorgaben? (Beschränkung auf das Wesentliche, konzentrierte Aussage) Wie lässt sich das "Geheimnis" des Haiku formulieren? (ergebnisoffen)


 
 
 Einsatz im Unterricht
  • Hören
    Der Beitrag "Das Haiku: Drei Zeilen, die alles sagen" wird angehört. Unmittelbar danach halten die Schülerinnen und Schüler auf Arbeitsblatt 2 ihre Eindrücke fest.


 
 
 Nacharbeit
  • Ergebnissicherung
    Die Notizen werden verglichen, daran anknüpfend wird das Tafelbild erstellt.

  • Intensivierung
    Auf Arbeitsblatt 5 beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler mit drei Haikus der Altmeister Basho, Issa und Shiki. Die Gedichte werden vorgetragen, anschließend machen sich die Schüler Gedanken zu einer Deutung.

  • Wettbewerb
    Die Deutungen werden vorgelesen und besprochen. Mithilfe von Arbeitsblatt 6 probieren sie sich selbst daran, ein Haiku zu schreiben. Dabei sollten sie sich am Arbeitsblatt orientieren und mit den Jahreszeitenwörtern erst ein traditionelles Haiku dichten, bevor sie sich an eine freiere Form wagen. Die Haikus werden vor der Klasse vorgetragen. Die Schülerinnen und Schüler entscheiden, welche Haikus am besten gelungen sind. Danach kann sich die Projektarbeit anschließen.

  • Projekt
    In Gruppen versuchen die Schülerinnen und Schüler mit einer Fotocollage (zum Beispiel mit PowerPoint) die drei (vier, fünf, …) besten Haikus der Klasse mit Bildern, Fotos und/oder Zeichnungen zu unterlegen. Da es oft einen Jahreszeitenbezug gibt, wird die Bildbeschaffung nicht zu schwierig sein, der Zugang sollte assoziativ sein und im besten Fall das "Geheimnis" des Haiku widerspiegeln.

  • Diskussion
    Im Anschluss kann eine Diskussion stattfinden über den persönlichen Eindruck der Schülerinnen und Schüler:
    - können sie sich vorstellen eher Haiku zu dichten als "klassische" Gedichte?
    - warum ist das so?
    - ist es schwer, ein gelungenes von einem eher schlechten Haiku zu unterscheiden?
    - bleibt das Haiku als eine Art japanische Nationaldichtung im Grunde unübertragbar?
    - sollte Dichtung frei sein oder kann es einen festen Landes- bzw. Kulturbezug geben?


 
 
  Lehrplanbezug
  • Lehrplan für bayerische Hauptschulen:
    Deutsch, 9. Jahrgangsstufe: Zugang zu literarischen Texten finden (Gedichte)

  • Lehrplan für die bayerische Realschule:
    Deutsch, 10. Jahrgangsstufe: 4 Mit Texten und Medien umgehen. Offenheit und Interesse für Texte weiterentwickeln – sich mit weiteren Beispielen literarischer Kurzformen beschäftigen

  • Lehrplan für das bayerische Gymnasium:
    Deutsch, 10. Jahrgangsstufe: Sich mit Literatur und Sachtexten auseinandersetzen. Traditionelle und moderne Gestaltungsformen der Lyrik