Vorarbeit
Vorwissen Im Vorfeld sollten bereits Merkmale des literarischen Realismus herausgearbeitet worden sein. Im Hinblick auf das "lange Jahrhundert" ist eine mehrstündige Beschäftigung mit dem poetischen bzw. bürgerlichen Realismus lohnenswert. Als Einstieg bietet sich der Radiobeitrag an, um seinen bekanntesten Vertreter, Theodor Fontane, durchzunehmen.
Einsatz im Unterricht
Hören Der Radiobeitrag soll in zwei Etappen angehört werden: Teil 1 : Fontanes Jugend und Selbstfindung bis zum Zitat "Das Poetische hat immer recht …" (im Manuskript auf Seite 6), Teil 2: Fontane als Romanschreiber.
Arbeitsauftrag Während die Schülerinnen und Schüler den ersten Teil der Radiosendung anhören, notieren Sie sich auf dem Arbeitsblatt, welche Erlebnisse Fontane nachhaltig so prägten, dass sich diese Themen später in seinen Romanen wiederfinden. Welche Romane, die auch in der Sendung erwähnt werden, tragen autobiographische Züge? Die Ergebnisse werden anschließend im Plenum vorgestellt und besprochen.
Diskussion Die Schülerinnen und Schüler diskutieren Theodor Fontanes Zerrissenheit: Theodor Fontane ist eine typische Künstlerfigur. Er lebt im Zwiespalt zwischen Beruf und Berufung. Welche anderen Künstler/Schriftsteller mussten für ihren Lebensunterhalt einen bürgerlichen Beruf ergreifen?
Nacharbeit
Lektüre Exemplarisch für die Merkmale des Realismus, sowie der in der Sendung erarbeiteten Ergebnisse, sollte ein Roman von Fontane durchgenommen werden. Als typische Schülerlektüre bietet sich an: "Effi Briest" (1894/1895).
Lehrplanbezug
Lehrplan für das bayerische Gymnasium:
Deutsch, Jahrgangsstufe 11: realistische Strömungen des 19. Jahrhunderts: Kennen und Interpretieren von literarischen Werken: Erzähltechnik des bürgerlichen Realismus. Überblick über realistische Strömungen im 19. Jahrhundert: Junges Deutschland, Vormärz, Biedermeier, bürgerlicher Realismus, Naturalismus Lektürevorschlag: Roman
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