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Dieses war der erste Streich - Wilhelm Busch
Glossar
Biedermeier/biedermeierlich
Bezeichnung für einen selbstzufriedenen, biederen Spießbürger; Kleinbürgertum; seit den 1920er Jahren auch Epochenbezeichnung für die Zeit zwischen 1815 und 1848, vor allem für einen wertkonservativen Stil hinsichtlich Wohnkultur, Literatur und Malerei. In der Literaturgeschichte wird die unpolitische, bürgerlich-konservative Dichtung dieser Zeit so genannt.

 
bigott
scheinheilig, übertrieben glaubenseifrig, frömmelnd

 
Fidibus
Holzspan oder (gefalteter) Papierstreifen zum Feuer- oder Pfeifeanzünden

 
Jung-München
Künstlerverein, dem Wilhelm Busch – zusammen mit Franz von Lenbach und Friedrich August von Kaulbach (beides Maler) – angehörte

 
Karikatur
In der bildenden Kunst eine humorvolle, groteske oder satirisch verzerrte grafische Darstellung von Personen oder Ereignissen.

 
Klerus
der geistliche Stand, die katholische Geistlichkeit im Kontrast zu den Laien

 
Kruke
flaschenartiger Ton- oder Steingutbehälter

 
lapidar
knapp, kurz und bündig, auf das Wesentliche beschränkt

 
Mudde
(Faul-)Schlamm

 
Perpetuum mobile
Lateinisch: das sich ständig Bewegende, dauernd laufend

 
Posse
derb-komisches Bühnenstück, das auf Verwechslungen, Zufällen und unwahrscheinlichen Übertreibungen basiert

 
puritanisch
Die Puritaner waren die Glaubensanhänger des Calvinismus und der englischen Calvinisten, die sich gegen katholische Tendenzen in der anglikanischen Staatskirche wandten. Ihr Leben war geprägt von Einfachheit und enger Moral. Heute bezeichnet der Begriff allgemein Menschen mit besonders sittenstrenger Einstellung

 
Personen
 
Kant, Immanuel (1724-1804)
Prägte wie wohl kein Zweiter die deutsche Philosophie des 19. Jahrhunderts. Kants Analysen und Theorien zu einem Neuentwurf des Denkens und des sittlichen Handelns des Menschen gipfeln in den ersten drei seiner berühmten kritischen Schriften. Mit der "Kritik der reinen Vernunft" (1781) sollte die Aufklärung endlich durch eine Verbindung von Empirismus und Rationalismus überwunden werden. In der "Kritik der praktischen Vernunft" (1788) stellt er den "kategorischen Imperativ" auf, der besagt, dass die Freiheit des Einzelnen nur von der Freiheit des Nächsten begrenzt wird. In der 1790 erschienenen "Kritik der Urteilskraft" setzte Kant sich mit den Grundsätzen des Schönen und Erhabenen in Natur und Kunst ebenso auseinander wie mit dem Prinzip der Zweckmäßigkeit in allem Lebenden.

 
Kaulbach, Friedrich August von (1850-1920)
Münchner Maler, der unter anderem eine Vielzahl von Selbstbildnissen, Porträts von Familienangehörigen und der gehobenen Gesellschaft schuf.

 
Lenbach, Franz von (1836-1904)
Deutscher Maler, der vor allem aristokratische Bildnisse – etwa von Bismarck oder Kaiser Wilhelm I. – sowie farbenprächtige Landschaften in Öl schuf.

 
Rubens, Peter Paul (1577-1640)
Flämischer und einer der bekanntesten Maler des Barock. Rubens schuf Altarbilder, Porträts, zyklische Folgen, mythologische Szenen, Landschaften, Tiere sowie Jagdstücke. Zu seinen Hauptwerken zählen unter anderem die "12 Halbfiguren der Apostel" (1603) und "Venus vor dem Spiegel" (1613-1615)

 
Schopenhauer, Arthur (1788-1860)
Deutscher Philosoph, der in seinem zentralen Werk "Die Welt als Wille und Vorstellung" (1819-1844) die Idee vertrat, die äußere Welt sei Vorstellung oder Wille, ein in allen Bereichen identischer, blinder Lebenstrieb.

 
Van Dyck, Anthonis (1599-1641)
Flämischer Maler, der wie Rubens zu den wichtigsten Meistern des Barock zählt. Neben religiösen Darstellungen schuf er hauptsächlich Porträts. Eines seiner wichtigsten Werke, die "Ikongrafie", entstand um 1630 und bildet eine Folge von 100 Radierungen und Kupferstichen mit Bildnissen berühmter Zeitgenossen.