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 | Wolfgang Borchert: "Draußen vor der Tür" - Das Schicksal eines Kriegsheimkehrers |
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Autorin: Hildegard Hartmann
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Auszug aus dem Sendemanuskript
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Zuspielung:
Hier kommt ein Mann nach Deutschland. Er war lange weg, der Mann. Sehr lange. Vielleicht zu lange. Und er kommt ganz anders wieder, als er wegging. Äußerlich scheint er ein naher Verwandter jener Gebilde, die auf den Feldern stehen, um die Vögel – und abends manchmal auch die Menschen – zu erschrecken. Innerlich – auch. Er hat tausend Tage draußen in der Kälte gewartet. Und als Eintrittsgeld musste er mit seiner Kniescheibe bezahlen. Und nachdem er nun tausend Nächte draußen in der Kälte gewartet hat, kommt er endlich doch noch nach Hause.
Sprecherin: Nach Hause? Alles gut? Eben nicht – im Gegenteil.
Zuspielung: Ein Mann kommt nach Deutschland. Einer von denen, einer von denen, die nach Hause kommen und die dann doch nicht nach Hause kommen, weil für sie kein Zuhause mehr da ist. Und ihr Zuhause ist dann draußen vor der Tür. Ihr Deutschland ist draußen, nachts im Regen, auf der Straße. Das ist ihr Deutschland.
Das vollständige Manuskript zum Herunterladen:
pdf-Datei
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