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 | "Mit Worten ein Einsehen lernen" Über Ingeborg Bachmann |
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Auschwitz
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Polnische Stadt an der Weichsel. 1940 wurde hier von den Nationalsozialisten ein Konzentrationslager errichtet und ab 1941 zum Vernichtungslager ausgebaut. In den Einzellagern (darunter Birkenau) des rund 40 Quadratkilometer großen KZ-Bereichs starben bis November 1944 über 1 Mio. Menschen, vor allem Juden aus europäischen Ländern sowie Sinti und Roma und Polen, durch Giftgas. Das Konzentrationslager wurde 1979 zum Weltkulturerbe erklärt.
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Expressionismus
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Stilrichtung in bildender Kunst, Literatur und Musik, die sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts (um 1905/06) durchsetzte. Sie ist gekennzeichnet durch die Abkehr von der objektiven Weltdarstellung zugunsten einer subjektiven Ausdruckssteigerung der bildkünstlerischen und sprachlichen Mittel. Der Expressionismus kann als Reaktion auf Naturalismus und Impressionismus gedeutet werden. Die Erfahrung des 1. Weltkriegs gab ihm eine politisch-soziale Zielrichtung.
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Großer Bär
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Lat. Ursa major. Sternbild des nördlichen Himmels, ein Teil davon wird auch Himmelswagen genannt.
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Gruppe 47
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Kreis von Schriftstellern und Kritikern, der sich von 1947 bis 1967 unter Leitung von Hans Werner Richter zu gegenseitiger Kritik und Förderung zusammenfand, ohne dabei ein festes Kunstprogramm zu formulieren. Zu den Mitgliedern der Gruppe gehörten u. a. I. Aichinger, A. Andersch, I. Bachmann, H. Böll, G. Eich, H. M. Enzensberger, G. Grass, W. Hildesheimer, W. Höllerer, W. Jens, U. Johnson, K. Krolow, M. Reich-Ranicki, W. Weyrauch.
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Klagenfurt
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Hauptstadt des österreichischen Landes Kärnten (derzeit ca. 91.000 Einwohner). Es ist an der Glan gelegen, östlich des Wörther Sees, hat (seit 1970) eine Universität für Bildungswissenschaften.
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Libretto
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Italienisch "kleines Buch". Das Textbuch einer Oper oder Operette.
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Lupine
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Von Lateinisch lupus ("der Wolf"). Gattung der Schmetterlingsblütler, mit gefingerten Blättern und bunten, traubigen Blüten. Sie hat die besondere Eigenschaft, mit ihren Wurzelknollen Stickstoff zu binden und wird deshalb zur Gründüngung angebaut oder zur Kultivierung von Brachland benutzt.
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Minerva
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Alt-italische, später römische Göttin, deren Heimat vermutlich im Süden Etruriens liegt. Sie ist seit dem 3. Jahrhundert v. Chr. der griechischen Athene gleichgesetzt und als solche die Göttin der Weisheit, der Ärzte und Dichter, der Künstler und Handwerker.
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Surrealismus
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Stilrichtung der modernen Literatur und bildenden Kunst. Sie ist von der Tiefenpsychologie angeregt, wurde 1917 von G. Apollinaire erstmals so benannt und (1924 und 1930) von A. Breton in den "Surrealistischen Manifesten" programmatisch ausformuliert. Im Zentrum steht die Freilegung und Nutzung der Kräfte des Unbewussten und die Hinwendung zur Traum-, Symbol-, Märchen- und Mythenwelt. Logik und die rational arbeitende Psychologie treten dabei in den Hintergrund, ebenso die gewöhnlichen Dimensionen von Raum und Zeit.
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Undine
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Von Lateinisch unda ("die Welle"). Weiblicher Wassergeist. Nach der Beschreibung des Paracelsus (16. Jhdt.) ein Elementarwesen, das erst dann eine Seele erhält, wenn es sich mit einem Menschen vermählt. Die Figur diente als Stoff zur Märchennovelle von F. Fouqué (1811), außerdem zu Opern u.a. von E. T. A. Hoffmann (1816), A. Lortzing (1845) und H. W. Henze (1958).
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Utopia
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Von Griechisch ou topos ("kein Ort"). Schilderung eines erdachten idealen und nirgends realisierten Gesellschaftszustandes. Häufige Merkmale von Utopien sind Gleichheit bis hin zur Uniformität, Glaube an die Erziehung, Kollektivismus, prophetischer Anspruch sowie die Vorstellung der Harmonie als perfektem Zustand. Namengebend wurde Th. Morus' Roman "Utopia" (1516). Nach antiken und mittelalterlichen Vorformen (z.B. bei Platon und Joachim von Fiore) entstanden die ersten eigentlichen Utopienschriften in der Zeit der Renaissance. Neben Morus' Werk gelten v.a. Th. Campanellas "Sonnenstaat" (1602) und F. Bacons "Nova Atlantis" (1627) als prägende Werke. Im 17. und 18. Jahrhundert entstand v.a. in England und Frankreich eine umfassende utopische Literatur. In der deutschsprachigen Literatur zeigt J. G. Schnabels "Insel Felsenburg" (1731-1743) wichtige Tendenzen der utopischen Literatur auf. In der christlichen Religion zählt die Erwartung des "Reiches Gottes" nicht zu den Utopien, sehr wohl aber ein Leben in Einklang mit den Evangelien. Als Umsetzung einer politisch-soziologischen Utopie gilt die klassenlose Gesellschaft nach K. Marx und F. Engels.
Personen
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Adorno, Theodor Wiesengrund (1903-1969)
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Deutscher Philosoph, Soziologe, Musiktheoretiker und Komponist. Sein Denken ist geprägt durch das Musikleben Wiens (A. Berg, A. Schönberg) und die Philosophie von G. Lukács, W. Benjamin und E. Bloch. 1934 emigrierte Adorno nach Oxford, 1938 in die USA, wo er durch Vermittlung M. Horkheimers dem aus Frankfurt nach New York verlegten Institut für Sozialforschung beitrat. 1949 kehrte er nach Frankfurt zurück und war dort von 1950 bis 1969 Professor für Sozialphilosophie, seit 1959 Direktor des Instituts für Sozialforschung.
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Celan, Paul (1920-1970)
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Eigentlich P. Antschel, auch Anczel. Deutsch-jüdischer Lyriker. Er lebte, nach Flucht und Vertreibung, seit 1948 als Sprachlehrer und Übersetzer (u.a. W. Shakespeare, O. Mandelstam, A. Rimbaud, P. Valéry) in Paris. Seine Gedichte sind von biblischen, chassidischen und Ghetto-Erinnerungen geprägt, von Symbolismus und Surrealismus beinflusst, oft in magisch-assoziativer Metaphernsprache geschrieben.
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Enzensberger, Hans Magnus (* 1929)
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Deutscher Schriftsteller. Er war von 1965 bis 1979 Herausgeber der Zeitschrift "Kursbuch", von 1980 bis 1982 Mitherausgeber der Zeitschrift "Transatlantik", von 1985 bis 2005 Mitherausgeber der "Anderen Bibliothek" im Eichborn Verlag. Er verfasste zeitkritische und sprachvirtuose Gedichte und Essays, Aufsätze, Dramen und Prosawerke: u.a. "Verteidigung der Wölfe" (1957), "Die Furie des Verschwindens" (1980), "Die Geschichte der Wolken" (2003). In seinem wichtigen Drama vom "Untergang der Titanic" (1978) entgleitet der Fortschritt zur apokalyptischen Vision. Enzensberger erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u.a. den Georg-Büchner-Preis (1963).
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Frisch, Max (1911-1991)
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Schweizerischer Schriftsteller, bis 1954 auch als Architekt tätig. 1940 veröffentlichte er seine Erfahrungen im Militärdienst ("Blätter aus dem Brotsack"). Zwischen 1945 und 1953 verfasste er sechs Dramen, die die aktuelle Nachkriegssituation teils direkt zur Sprache bringen, teils parabelhaft thematisieren: u.a. "Nun singen sie wieder" (1946), "Die chinesische Mauer" (1947), "Graf Öderland" (1951). In Dramaturgie und politisch-moralischer Fragestellung war er von B. Brechts epischem Theater beeinflusst. Sein zunächst als Hörspiel geschriebenes Stück "Biedermann und die Brandstifter" brachte ihm seinen ersten großen Bühnenerfolg. Mit dem Roman "Stiller" (1954) gelang ihm der Durchbruch auf dem literarischen Markt, es folgten "Homo faber" (1957), "Mein Name sei Gantenbein" (1964) und Tagebuchveröffentlichungen. Mit dem Stück "Andorra" (1961) gelang ihm ein internationaler Theatererfolg. 1958 erhielt er den Georg-Büchner-Preis.
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Heidegger, Martin (1889-1976)
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Deutscher Philosoph. Er war von 1923 bis 1928 Professor in Marburg, von 1928 bis 1945 in Freiburg im Breisgau, Schüler und Nachfolger E. Husserls, dessen Phänomenologie Heidegger in seinem Hauptwerk "Sein und Zeit" (1927) unter Aufnahme von Gedanken W. Diltheys und S. Kierkegaards zur Existenzialontologie umbildete. Wegen seiner zeitweilig pro-nationalsozialistischen Haltung (Rektoratsrede von 1933) ist er politisch nicht unumstritten.
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Henze, Hans Werner (* 1926)
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Deutscher Komponist, Dirigent und Regisseur. Er befasste sich zunächst mit der Zwölftontechnik, die er aber unorthodox handhabte, und gab dann Klang und Melodie den Vorrang. 1953 übersiedelte er nach Italien, 1961 übernahm er eine Professur für Komposition am Salzburger Mozarteum, von 1980 bis 1995 lehrte er an der Musikhochschule in Köln. Sein umfangreiches Werk besteht aus den Opern, Orchesterkompositionen, Sinfonien, Solokonzerten und Kammermusik. Er verfasste u.a. Arbeitstagebücher und die Autobiografie "Reiselieder mit böhmischen Quinten" (1996).
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Rilke, Rainer (René) Maria (1875-1926)
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Österreichischer Dichter (geboren in Prag) und Übersetzer. Er führte ein ruheloses Wanderleben, mit Studium in Prag, München, Wien, Berlin, es folgten 1899 und 1900 Russlandreisen (mit L. Andreas-Salomé, Besuch bei L. N. Tolstoj), 1901 in Worpswede die Heirat mit der Bildhauerin C. Westhoff (1902 Trennung). Von 1905 bis 1914 lebte er in Paris (Sekretär bei A. Rodin), machte viele Reisen, besonders in die Mittelmeerländer (1911/12 als Gast der Fürstin Marie von Thurn und Taxis auf Schloss Duino bei Triest). Ab 1921 lebte er in der Schweiz (Turmschloss von Muzot). Sein Werk ist geprägt vom überfeinerten Geist des fin de siècle, religiös-ekstatischem Aufschwung, aber auch asketisch-strenger Arbeit. Zu seinen Hauptwerken zählen: "Leben und Lieder" (1894), "Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge" (1910) und die "Duineser Elegien" (1923).
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Wittgenstein, Ludwig Joseph Johann (1889-1951)
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Österreichischer Philosoph. Er war von 1939 bis 1947 Professor in Cambridge und gilt als ein Hauptvertreter der modernen Logik. Die Gesamtheit der elementaren logischen Aussagen ist nach Wittgenstein das Bild der Welt. Diese Lehre, formuliert im "Tractatus logico-philosophicus" (1921) wurde wichtig u.a. für den Wiener Kreis. Später gab Wittgenstein diese Lehre z. T. auf und entwickelte unter dem Einfluss G. E. Moores eine Philosophie der Sprachkritik, und aus dieser eine neue Theorie der Mathematik und Psychologie. Zu seinen Hauptwerken zählen neben dem "Tractatus logico-philosophicus": "Philosophische Untersuchungen" (1953), "Bemerkungen über die Grundlagen der Mathematik" (1956) und "Philosophische Bemerkungen" (1964).
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