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Psychosomatik – Krankheit als Sprache der Seele
Jugendlicher stützt Kopf in die Hände © Getty Images Oft führt man Erkrankungen auf klare, äußere Ursachen zurück. Doch schätzungsweise jeder zehnte Deutsche leidet an Krankheiten und Beschwerden, die sich körperlich nicht nachweisen lassen. Egal ob Kopfschmerzen, Tinnitus, Asthma oder chronisch entzündliche Magen-Darm-Erkrankungen – die psychosomatische Medizin interpretiert einen Krankheitsverlauf auch auf einer seelischen Ebene. Denn sie weiß, dass viele Krankheitsbilder auch seelische Ursachen haben können. Psychosomatik leitet sich aus den griechischen Wörtern "psyche" (Atem, Seele) und "soma" (Körper) ab. Psychosomatisch arbeitende Ärzte und Psychotherapeuten verstehen Krankheit als ein sinnvolles Geschehen, durch das die Seele ungelöste Konflikte ins Bewusstsein bringt. Sie versuchen daher, auch die symbolischen Bedeutungen von Krankheitssymptomen zu erfassen, also die Botschaft der Krankheit zu entschlüsseln.


Stand: 20.06.2007