02.09.2010
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(Teamwork + Kreativität) * Spaß = Wilde Tage 2008. Diese Gleichung ist aufgegangen: Zwei Tage lang haben rund 1.800 Jugendliche erlebt, dass Hörfunk alles andere als langweilig ist im Gegenteil: Radio lebt!
Von Petra Mack
Stand: 29.09.2008
Auf dem Gelände des BR-Studios Franken gingen Schülerinnen und Schüler auf akustische Entdeckungstour und wurden dabei von Redakteurinnen und Redakteuren des Bayerischen Rundfunks angeleitet. Bei den künstlerischen Kursen stand die Selbsterfahrung im Mittelpunkt.
Insgesamt gab es 43 verschiedene Workshopangebote:
von der Recherche über Musikredaktion, Hörspiel und Podcasting bis hin zu Bodypercussion, Hip Hop, Gesang oder Körpersprache.
Bildunterschrift: Sebastian Fuchs und Kurt Achatz geben Beatbox-Unterricht
Besonders beliebt waren die Beatbox-Workshops:
Hier lernten die Jugendlichen, mit den Resonanzräumen von Mund und Nase Töne und Rhythmus zu erzeugen. Bei der Bodypercussion entdeckten sie das "Instrument Körper", die Chor-Sängerinnen und –Sänger feilten an Ausdruck und Präsentation - so dauerte es nicht lange, bis das ganze Studiogelände bunt zu klingen begann.
Bereits erfahrene Schulradio-Macher hatten ihre Beiträge und Sendungen auch heuer wieder beim "HörMal-Wettbewerb" eingereicht. Die große Preisverleihung fand wie immer im Rahmen der Wilden Tage statt.
Ausgelassene Stimmung verbreitete sich zum Abschluss des ersten Festival-Tages bei der Sommerparty KlassiXmiX.
"Learning by doing" lautete die Devise in den journalistischen Workshops. Den Jugendlichen wurde ein seltener Blick hinter die Kulissen des Redakteur-Alltags gewährt: In dreistündigen Workshops erstellten sie selbst Beiträge, Interviews, Umfragen oder Porträts – und wer neugierig genug geworden war, informierte sich anschließend über das "Berufsbild Radio-Journalist" und über mögliche Ausbildungswege.
Wie im normalen Radio-Alltag war auch während der Wilden Tage von allen viel Improvisationstalent gefragt: Weil sich nur drei Pädagogen dem geplanten Fußball-Match „Lehrer gegen Coaches“ stellen wollten, trat kurzfristig ein Schüler-Team an, das sich am Ende mit einem absolut verdienten 2:2 von den Workshopleitern trennte. Die Partie wurde von neun mutigen und hochmotivierten Schülern live kommentiert. Unterstützt wurden sie dabei von BR-Sportreporter Hans-Peter Pull, der sie zuvor gemeinsam mit seinem Kollegen Martin Raspe angelernt hatte.
Gerwald Herter, der ARD-Experte für Terrorismus und Innere Sicherheit, war in die Rolle des Schiedsrichters geschlüpft.
Bildunterschrift: Workshopleiter improvisieren: Kurt Achatz, Edi van Beek, Sebastian Fuchs, Karsten Hembold, Clemens Nicol (v.l.)
Bei der Abschluss-Show, die zwei Schülerinnen live moderierten, wurden die produzierten Beiträge präsentiert und allen Gruppen noch einmal Gelegenheit gegeben, auf der großen Festbühne zu zeigen, was sie in den Workshops gelernt hatten. Bei schwül-warmen Temperaturen und nach zwei aufregenden, teils anstrengenden Wilden Tagen wurde es ein Abschiedsfest in vergleichsweise kleiner Runde. Deshalb holten die Moderatorinnen spontan fünf Workshopleiter auf die Bühne: Sie bereicherten das Wilde-Tage-Finale mit einer improvisierten Session aus Beatbox und Gesang und wurden dabei von Cajons und Kongas begleitet.
Die Wilden Tage 2008 im BR-Studio Franken waren ein voller Erfolg: "Super Stimmung, super Programm, super Studio-Park", resümierten viele Teilnehmer. Entsprechend groß war die Freude unter den zahlreichen Helfern, die die Herausforderungen wieder einmal hervorragend gemeistert haben. Das große Engagement aller Beteiligten hat die Hörer von morgen nachweislich für den BR begeistert. Was von den Wilden Tagen 2008 bleibt, ist die Gewissheit: Radio lebt!
"Audiomaxx" ist Radiomachen im Baukastensystem: Nicht nur beim Radiofest "Wilde Tage", auch unter dem Jahr bieten der Bayerische Rundfunk und die Stiftung Zuhören viele spannende Projekte rund ums Radio-Selbermachen. Alle Informationen im Dossier zur Stiftung Zuhören.