03.09.2010
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Die 255. Bergkirchweih ist am Montagabend (31.05.10) zu Ende gegangen. Polizei und die Schaustellerverbände ziehen insgesamt eine positive Bilanz. Mit rund einer Million Gästen hat sich die Kirchweih erneut als Publikumsmagnet erwiesen.
Stand: 01.06.2010
Dies seien etwa so viele Besucher wie in den letzten Jahren, schätzt der Schaustellerverband. Obwohl es immer wieder Mal regnete, hätten die Leute trotzdem die Kirchweih besucht. "Die Bergkirchweih ist weiter der schönste Biergarten Deutschlands", so Erlangens Wirtschaftsreferent Konrad Beugel in einer Schlussbilanz.
Auch die Polizei Erlangen zieht in einer Pressemitteilung ein positives Fazit. Die Beamten hätten heuer 68 Anzeigen auf dem Berggelände bearbeitet, im letzen Jahr waren es noch 109. Auch die Zahl der gefährlichen Körperverletzungen, etwa wegen Volksfest- Schlägereien sei zurückgegangen. Dafür seien die Fahrten unter Alkoholeinfluss um das Doppelte gestiegen. Das Problem des "Koma-Saufens" bei Jugendlichen habe sich etwa auf dem Niveau des Vorjahrs bewegt. Insgesamt habe sich der Trend der letzten Jahre fortgesetzt, dass auf dem neuen Berggelände weniger Straftaten begangen werden als beim "Aften-Berg" in der Innenstadt und auf der Erlanger Party-Meile.
Bis auf zwei schwere Fälle von Widerstand gegen Polizeibeamte sei die Bergkirchweih im Großen und Ganzen friedlich verlaufen. Die Beamten machen dafür auch die vorgezogene Sperrfrist verantwortlich. Für die Besucher war in diesem Jahr um drei Uhr Schluss – letztes Jahr konnten die Kirchweihbesucher noch bis fünf Uhr feiern. Verstöße gegen die neue Regel gab es laut Polizei nur wenige: Gäste wie auch Wirte hielten sich weitestgehend an die geänderten Zeiten, so die Beamten.
Die Wirte und Schausteller zeigten sich schon zu Beginn der Bergkirchweih zufrieden: "Das Wetter hat uns absolut in die Hände gespielt", sagte der Chef des Süddeutschen Schaustellerverbandes, Lorenz Kalb. Nachdem es zum Anstich des ersten Fasses noch geregnet hatte, hat am Pfingstwochenende ausnahmslos die Sonne geschienen. 20 Festwirte und Betreiber von rund 100 Schausteller- und Imbissbetrieben haben die Gäste bewirtet und bei Laune gehalten. Rund 15.000 Sitzplätze auf den Bierkellern und in zwei großen Zelten standen den Festbesuchern am Erlanger Burgberg zur Verfügung.
Bildunterschrift:
Seit Jahren Markenzeichen der Bergkirchweih: das größte transportable Riesenrad Europas.
"Der Berg ist und bleibt eine ganz besondere Veranstaltung im Süden der Republik. Wir sind glücklich und stolz, dass wir hier täglich an die hunderttausend Menschen begrüßen dürfen, sagt der Vorsitzende des Süddeutschen Schaustellerverbandes, Lorenz Kalb. Adam Kunstmann, der Vorsitzende des Bayerischen Landesverbands der Marktkaufleute und der Schausteller (BLV) ist sich sicher, dass der Berg immer mehr Bedeutung als Familienveranstaltung gewinnt. Zahlreiche Rückmeldungen aus ganz Franken würden dies belegen.
Vor der Eröffnung der Bergkirchweih hatten Entscheidungen der Stadt Erlangen für Ärger gesorgt: Um den Andrang der Menschenmassen zwischen dem Hofbräu- und dem Niklas-Keller besser in den Griff zu bekommen, waren die Wege verbreitert worden. Leidtragende waren die Kellerbetreiber, weil einige Bierbänke dadurch weggefallen waren.
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