10.02.2010
Direkt zu ...
Nach vielen Protesten gegen das geplante Factory-Outlet-Center in Herrieden sind nun die Befürworter auf die Straße gegangen. Auf dem für das Shopping-Zentrum vorgesehenen Gelände an der A6 haben 400 Demonstranten eine Menschenkette gebildet.
Stand: 16.10.2009
Die Projekt-Befürworter stellten sich in Form der Zahl "400" auf. Mittels Schildern mit der Aufschrift "1 Arbeitsplatz" wollten sie symbolisch die 400 Arbeitsplätze darstellen, die durch die Errichtung des Factory-Outlet-Centers geschaffen würden. Der Herriedener Stadtrat hatte sich kürzlich einstimmig für die Umsetzung des Projektes ausgesprochen.
Die letzte Entscheidungsgewalt über das Projekt hat aber das Bayerische Wirtschaftsministerium: Herrieden ist nach dem Landesentwicklungsplan zu klein für ein derart großes Shopping-Center. Daher hat die Gemeinde ein Raumabweichungsverfahren beantragt, um die Wichtigkeit des Projektes für die Region darlegen zu können.
Anfang Oktober hatten Händler in Ansbach, Crailsheim, Dinkelsbühl, Feuchtwangen und Rothenburg ihre Schaufester mit schwarzen Tüchern verhängt. So wollten sie zeigen, dass ihre Läden keine Chance mehr hätten, wenn das Factory-Outlet-Center kommt. Herriedens Bürgermeister Brandl sieht das anders. Ein Gutachten habe gezeigt, dass die Zentren in der Umgebung Herriedens nur sehr geringe Umsatzeinbußen zu erwarten haben.
Im Factory-Outlet-Center Herrieden sollen, ähnlich wie in Wertheim oder Ingolstadt, exklusive Markenartikel verkauft werden. Vor allem Luxusbekleidung soll in den 40 Läden mit insgesamt 8.000 Quadratmetern Verkaufsfläche über die Ladentische gehen.
Zur Übersicht: Aktuelles aus Franken