09.02.2010
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Rund 3.000 Demonstranten zeigten am Wochenende in Bamberg, wie sie zum NPD-Parteitag in ihrer Stadt stehen. Mit Reden, Konzerten und Bauchtanz feierten sie ein friedliches "Fest der Demokratie".
Stand: 25.05.2008
Die Polizei spricht von 2.000 bis 3.000 Demonstranten, die am Wochenende in Bamberg gegen den dortigen Bundesparteitag der rechtsextremen NPD protestiert haben. Friedlich, größere Zwischenfälle habe es an beiden Tagen nicht gegeben. "Die Bürger der Stadt Bamberg haben mit ihren friedlichen Protestaktionen maßgeblich zu diesem störungsfreien Verlauf beigetragen", berichtet Ludwig Herzig, Einsatzleiter der Polizei. Insgesamt seien 25 Menschen wegen Verstößen gegen das Versammlungsrecht vorläufig festgenommen worden.
Die größte Kundgebung war ein buntes "Fest der Demokratie" am Samstag auf einem Platz im Stadtzentrum. Weitere Demonstranten kamen in der Nähe der Kultur- und Kongresshalle zusammen, in der die NPD tagte und Parteichef Udo Voigt in seinem Amt bestätigte. Am Sonntag feierten dort rund 500 Gegendemonstranten eine multireligiöse Feier mit Gebeten und Liedern.
Bildunterschrift: Die Proteste gegen den NPD-Parteitag verliefen friedlich.
Sozial-Staatssekretärin Melanie Huml sagte in Vertretung von Ministerpräsident Günther Beckstein (beide CSU), man müsse friedlich, aber energisch Mut und Zivilcourage zeigen. "Wir werden nie dulden und nie untätig zusehen, dass unsere Stadt von Extremisten jeglicher Art in die Knie gezwungen wird." Bambergs Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) erinnerte an das Prinzip der Gewaltfreiheit, das der Dalai Lama am Wochenende zuvor bei einem Bamberg-Besuch vertreten hatte. Die Stadt hatte vergeblich alle Rechtsmittel ausgeschöpft, um den NPD-Parteitag zu verhindern.
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