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09.02.2010


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Wettskandal Augsburg und Nürnberg betroffen?

Vom neuerlichen Fußball-Wettskandal könnten möglicherweise auch der FC Augsburg und der 1. FC Nürnberg betroffen sein. Angeblich wurden die Zweitligaspiele gegen den VfL Osnabrück von den Niedersachsen manipuliert.

Stand: 01.12.2009

Kameramann vor der Geschäftsstelle des VfL Osnabrück

Bild vergrößern Bildunterschrift: Wie tief ist der VfL Osnabrück in den Skandal verwickelt?

Nach Angaben der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sollen unter den verdächtigten Partien auch die Auswärtsspiele des VfL Osnabrück beim FC Augsburg (0:3) am 17. April und beim 1. FC Nürnberg am 13. Mai sein. Nach Informationen des Blattes habe ein 34-jähriger Verdächtiger hohe Summen auf die Tordifferenz der beiden Spiele gesetzt und gewonnen. Aus abgehörten Telefonaten gehe hervor, dass der Verdächtige zuvor zu mindestens einem VfL-Spieler Kontakt aufgenommen hatte.

Ex-Osnabrücker Schuon gesteht Verwicklung

Drittligist SV Sandhausen hat am Montag (30.11.2009) auf den Wettskandal regaiert und den ehemaligen Osnabrücker Marcel Schuon fristlos entlassen. Schuon hatte am Vortag bei der Bochumer Staatsanwaltschaft ausgesagt und eingeräumt, dass in der vergangenen Saison beim Spiel Osnabrück gegen Augsburg "die Abrede zur Spielmanipulation erfolgt ist, eine Manipulation aber nicht stattgefunden hat", wie sein Rechtsanwalt Siegfried Kauder dem kicker bestätigte. Nach Angaben des Anwalts wurden Schuon dafür frühere Wettschulden erlassen. Der VfL Osnabrück war am Ende der vergangenen Saison abgestiegen.

Schuon unter Druck

Schuons Anwalt hat erklärt, sein Mandant habe in seiner Aussage auch den Auftraggeber genannt. Bereits nach dem Spiel in Augsburg habe Schuon versucht, seinem Auftraggeber klarzumachen, dass er nicht manipulieren "könne und wolle". Als Mittelfeldspieler alleine könne er ohnehin nichts ausrichten. Daraufhin habe der Wettpate den Druck auf Schuon mit folgenden Worten erhöht: "Glaub' bloß nicht, dass wir das Geld nicht kriegen."

Osnabrücks letztjähriger Trainer Claus-Dieter Wollitz reagierte wütend auf das Teilgeständnis seines früheren Spielers Schuon. "Das reißt mir glatt die Füße weg. Wenn wir dringeblieben wären, hätte ich mit dem VfL noch viel erreichen können. Es tut so weh, all diese schrecklichen Dinge zu hören", sagte Wollitz in einem Zeitungsinterview.

Neben Osnabrück auch Ulm unter Verdacht

Auch Regionalligist SSV Ulm sollen vier Partien in der Endphase der vergangenen Saison beeinflusst worden sein. Der Verein kündigte den Davor Kraljevic, Marijo Marinovic und Dinko Radojevic. Die drei offenbar in den Wettskandal verwickelten Ex-Ulmer sollen einen direkten Draht zu dem inhaftierten Berliner Ante apina, einem der Hauptdrahtzieher des Skandals, gehabt haben. "Sapina hat bei Live-Wetten auf Auswärtsspiele des SSV Ulm 1846 sehr hohe Summen gesetzt - und getroffen", wird Ulms Präsident Rene Mick in der Südwest Presse zitiert. Betroffen sollen auch drei Spiele der aktuellen Saison sein.

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