20.03.2010
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Die unsportlichen Vorkommnisse vor und nach der Zweitligapartie zwischen dem TSV 1860 München und RW Ahlen (0:1) haben Konsequenzen: Der Klub kündigte an, die "Fans" in Regress zu nehmen und außerdem bei Heimspielen in Zukunft mehr Sicherheitskräfte aufzubieten.
Stand: 09.02.2010
Der Verein teilte mit, er bedaure die Vorkommnisse vom Montagabend sehr. "Sowohl das wiederholte Werfen von Feuerzeugen in den Ahlener Strafraum als auch die "Fan-Attacke" gegen Schiedsrichter Markus Wingenbach könne nicht toleriert werden", heißt es in einer vom TSV 1860 veröffentlichten Pressemitteilung. Eines von mehreren geworfenen Feuerzeugen traf den Ahlener Torhüter Sascha Kirschstein am Kopf. Unmittelbar nach Spielende liefen zwei Zuschauer auf das Schiedsrichtergespann zu. Einer der beiden stieß Referee Wingenbach mit den Händen gegen den Oberkörper. Beide Zuschauer wurden daraufhin von Offiziellen und dem Ordnungsdienst überwältigt und von der Polizei in Gewahrsam genommen.
Bildunterschrift: Nimmt die Angreifer in die Pflicht: 1860-Geschäftsführer Manfred Stoffers
"Offensichtlich reichen 50 Sicherheitskräfte am Spielfeldrand nicht aus, um unkontrollierte Fanreaktionen zu verhindern", so 1860-Geschäftsführer Manfred Stoffers. Auf der Basis der bisherigen Erfahrungen habe niemand damit rechnen können, dass aufgebrachte Fans die Sicherheitslinien ausgerechnet an der als ruhig geltenden Gegengerade überwinden würden", so Stoffers weiter.
Um neuerlichen Übergriffen vorzubeugen, werde die Zahl der Sicherheitskräfte, speziell in diesen Bereichen, in Zukunft erhöht. Gegenseitige Provokationen von Spielern und Fans könne der Verein allerdings ebenso wenig mit hundertprozentiger Sicherheit verhindern "wie Frust-Eruptionen in den Fanlagern".
Die Löwen kündigten an, gegen beide Zuschauer ein dreijähriges Stadionverbot auszusprechen. Darüber hinaus sollen die beiden Fans für den entstehenden Schaden in Regress genommen werden. Es ist zu erwarten, dass der Deutsche Fußball-Bund (DFB) aufgrund der Zwischenfälle eine Strafe gegen den TSV 1860 verhängt. Dies kann eine Geldstrafe sein, möglicherweise aber auch eine Stadionsperre. Der DFB-Kontrollausschuss hat bereits ein Ermittlungsverfahren gegen die Löwen eingeleitet: "Wir haben den Bericht des Schiedsrichters erhalten und 1860 München zur Stellungnahme aufgefordert", sagte ein DFB-Sprecher.
In den beiden vergangenen Jahren war der Verein bereits wegen des Fehlverhaltens seiner Fans in acht Fällen zu insgesamt 37.000 Euro Geldstrafe verurteilt worden.
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