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30.07.2010


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Revolving-Kreditkarten Keine guten Karten

Wer sogenannte Revolving-Kreditkarten nutzt, hat meist keine guten Karten. Man zahlt nur einen gewissen Betrag zurück und stottert den Rest in Raten ab - und zahlt horrend hohe Zinsen. Wer den Überblick über seine Kartenzahlungen verliert, verschuldet sich schnell. Verbraucherschützer warnen daher vor diesen neuen Karten.

Stand: 30.04.2009

Kreditkarten | picture-alliance/dpa; Montage: BR
Zitat

"Die sind ja gerade für Leute gedacht, die Schwierigkeiten haben, etwas zurückzuzahlen. Die werden durch diese Karten verlockt, sich Dinge zu kaufen, die sie sich nicht leisten können."
Petra von Rhein, Verbraucherzentrale Bayern

In den USA und Großbritannien sind Revolving-Kreditkarten längst weit verbreitet. Bei den üblichen Kreditkarten, die von Bankern "unechte Kreditkarten" genannt werden, wird der gesamte ausgegebene Betrag vom Girokonto abgebucht. Nicht so bei den Revolving-Kreditkarten, hier steckt tatsächlich ein Kredit dahinter - und was für einer: Der Kunde muss regelmäßig einen festgelegten Mindestbetrag bezahlen und den Rest der Schuld in Raten abtragen. Wer dafür lange braucht, zahlt eine immense Summe an Zinsen: Bis zu 26 Prozent nehmen Banken bei dieser Art des Karten-Kredits. Zum Vergleich: Wer sein Girokonto überzieht und damit seinen Dispo-Kredit nutzt, zahlt je nach Bank zehn bis 15 Prozent Zinsen.

Besser schnell zurückzahlen

Zwei Menschen in einer Fußgängerzone | Bild: picture-alliance/dpa

Bildunterschrift: Shoppen und in Raten zahlen: Mit Revolving-Kreditkarten kann das eine teure Sache werden.

Die Kunden bekommen regelmäßig eine Rechnung, in der der Gesamtschuldbetrag, die Zahlungsfrist und der festgelegte Mindestbetrag stehen, der auf jeden Fall zurückzuzahlen ist. Man sollte seine Schuld möglichst schnell zurückzahlen. Wer nur den Mindestbetrag zahlt, zahlt meist kaum etwas von seinem Restbetrag ab, auf den weiterhin Zinsen gezahlt werden müssen. Wer mehrere dieser Karten gleichzeitig nutzt, muss besonders aufpassen. Petra von Rhein von der Verbraucherzentrale Bayern sagt dazu: "Man muss einen guten Überblick bewahren, sonst entstehen erhebliche Kosten."

Ministerin: "Ich warne alle Verbraucher"

Verbraucherschützer - allen voran Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) - sehen diese Karten daher sehr kritisch. Aigner dazu: "Ich warne alle Verbraucher vor diesen neuen Kreditkarten. Wer nicht aufpasst, landet schnell in der Schuldenfalle." Die Ministerin fürchtet, dass die Kunden den Überblick über ihre Ausgaben verlieren, denn die Abrechnung sei "nicht transparent und unübersichtlich".

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