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09.02.2010


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Volkskrankheit Diabetes Zucker ist süß, Diabetes ist bitter

"Alterszucker" heißt so, weil früher vor allem ältere Menschen betroffen waren. Heute erkranken immer mehr Kinder und Jugendliche an dieser Art Diabetes. Als Risikofaktoren gelten Übergewicht und mangelnde Bewegung. Die gute Nachricht: Sie können etwas dagegen tun!

Finger mit kleinem Einstich, Blutzucker-Messgeräte

Übergewichtige Jugendliche, die sich wenig bewegen, haben ein hohes Risiko an Diabetes Typ 2 zu erkranken. Die Krankheit kommt schleichend und wird oft nicht erkannt - mit drastischen Folgen für die Gesundheit. Aber auch der genetisch bedingte Diabetes Typ 1, der schon im Babyalter beginnen kann, nimmt weiter zu - die Wissenschaftler rätseln, warum das so ist. Wer daran erkrankt ist, kommt um das Insulinspritzen oft nicht herum. Typ-2-Diabetiker dagegen können schon mit gesunder Ernährung und viel Bewegung die Krankheit gut in den Griff bekommen.

Zuckerfallen

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Diabetes - auf einen Klick
 
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Warum heißt die Krankheit "honigsüßer Durchfluss"?

Messgerät für Diabetiker Der Name beschreibt das eigentliche Hauptsymptom von Diabetes mellitus: Die Ausscheidung von Zucker im Urin. Und auch wenn die meisten dies heute als ekelhaft empfinden: Früher wurde die Krankheit durch eine Geschmacksprobe des Urins diagnostiziert, denn der schmeckt bei Personen mit Diabetes deutlich süß.

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Warum erkranken immer mehr Kinder an Diabetes?

Kind wird Blutzucker gemessen Wegbereiter für die steigende Anzahl der Typ-2-Diabetes-Erkrankungen ist das Übergewicht gekoppelt mit einer genetischen Veranlagung. Seit 1985 hat sich die Zahl der übergewichtigen Kinder und Jugendliche in Deutschland verdoppelt. Sie essen zu viel, zu süß und zu fett und sie bewegen sich zu wenig. Anders als beim Typ-2-Diabetes handelt es sich beim Typ-1-Diabetes um eine Autoimmunerkrankung, die unabhängig von der Lebensweise entsteht. Doch auch hier wächst die Zahl bei Kindern und Jugendlichen in rasantem Tempo. Die Ursachen für die ansteigende Typ-1-Diabeteshäufigkeit sind bisher noch unbekannt. Experten diskutieren unter anderem den Einfluss von Umweltfaktoren.

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Ist Diabetes wirklich so gefährlich?

Insbesondere beim Typ-2-Diabetes, der meist schleichend und beschwerdefrei beginnt, können schon im Anfangsstadium Organe geschädigt werden, wie beispielsweise Augen, Herz, Nieren, Gefäße und Füße. Daher sind regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen extrem wichtig. Erwachsene über 35 können ihre Blutwerte alle zwei Jahre beim Gesundheitscheck überprüfen lassen - die Krankenkasse zahlt.

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Woran merke ich, dass eine Diabetes-Erkrankung vorliegt?

Anzeichen für Diabetes Typ 1 sind starker Durst und häufiges Wasserlassen. Außerdem kommt starker Gewichtsverlust und allgemeine Mattigkeit dazu. Schlecht heilende Wunden, Sehstörungen, Wadenkrämpfe und ein Juckreiz können ebenfalls Hinweise auf eine Zuckerkrankheit sein. Bei Typ-2-Diabetes fehlen diese Symptome. Daher bleibt dieser Typ oft unerkannt.

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Darf ein Diabetiker gar nichts Süßes mehr essen?

Süßigkeiten Mittlerweile gibt es keine Nahrungsmittel mehr, die komplett verboten sind. Heute sind sogar Bonbons und Schokolade erlaubt. Man muss nur wissen, wie viel Zucker enthalten ist und wie man es richtig berechnet - also wie es sich auf den Blutzuckerspiegel auswirkt - und dann mit Insulin entsprechend gegensteuern.

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Kann man eine Erkrankung verhindern?

Die Ursache für den Typ-1-Diabetes ist vor allem eine genetische Veranlagung, aber auch Virusinfektionen wie zum Beispiel Röteln oder Herpesviren können Typ-1-Diabetes auslösen. Bei Typ-2-Diabetes gibt es ebenfalls eine genetische Veranlagung. Zum Ausbruch tragen aber auch Übergewicht, Fettsucht und Bewegungsmangel bei. Das Deutsche Diabetes-Zentrum in Düsseldorf und das Helmholtz Zentrum München haben herausgefunden, dass die ältere deutsche Bevölkerung im europäischen Vergleich ein hohes Risiko hat, an Typ-2-Diabetes zu erkranken. Männer zwischen 55 und 74 Jahren besitzen sogar ein doppelt so hohes Risiko wie Frauen.

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Kann ich das Risiko senken, an Diabetes zu erkranken?

Obstkorb Ja. Nehmen Sie mehr Obst und Gemüse und insgesamt fettarme Lebensmittel zu sich. Bewegen Sie sich täglich: 30 bis 60 Minuten wären perfekt. Wählen Sie Aktivitäten aus, die Sie in Ihren Alltag integrieren können, zum Beispiel an der Bushaltestelle auf den Zehenspitzen wippen oder abwechselnd Gesäß- und Bauchmuskeln anspannen.

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Darf ich Diabetes bei einem Jobgespräch verheimlichen?

Vorstellungsgespräch Häufig rechnen sich Diabetiker schlechtere Chancen auf einen Job aus und sind unsicher, wie sie sich bei einem Vorstellungsgespräch verhalten sollen. Daher hat der Gesetzgeber klar gestellt: Fragen zu Krankheiten sind nicht gestattet, solange es sich nicht um ansteckende handelt - auch Fragen zu Schwangerschaften, zur Religionszugehörigkeit oder zur sexuellen Orientierung dürfen übrigens bei einem Bewerbungsgespräch nicht gestellt werden. Die Frage nach einer Diabetes-Erkrankung ist daher grundsätzlich unzulässig. Kommen diese Themen doch zur Sprache, darf der potenzielle Job-Anwärter ganz offiziell die Unwahrheit sagen.

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Können auch Tiere an Diabetes erkranken?

Hund beim Tierarzt Ja, auch Tiere können an der Zuckerkrankheit leiden. Meistens wird Diabetes bei Hunden (Caniner Diabetes mellitus) und Katzen (Feliner Diabetes mellitus) diagnostiziert, gelegentlich auch bei Pferden und anderen Säugetieren. Auch ihnen kann durch das Spritzen von Insulin geholfen werden.

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