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Brustkrebs Erfahrungsbericht: Der Sieg über den Krebs

Stand: 09.04.2008

Haidrun Wietler

Bildunterschrift: Haidrun Wietler

Haidrun Wietler war 38 Jahre alt, als sie einen Knoten in ihrer Brust ertastete. Sie hatte regelmäßig beim Duschen ihre Brust abgetastet, war jährlich zur Vorsorgeuntersuchung gegangen und sogar einmal im Jahr zur Mammographie. Ihr Frauenarzt hatte nur eine Zyste diagnostiziert. Einzig der Aufmerksamkeit eines befreundeten Radiologen verdankt sie ihr Leben: Der ließ sich die Aufnahmen zeigen und bestellte sie in die Klinik. Dort hieß es: "Diagnose Brustkrebs".

Halt in der Familie

Sie erinnert sich an ihre Empfindungen damals: "Die Gefühlswelt brach natürlich zusammen. Brustkrebs - das war wirklich ein totaler Schock. Und der zweite Gedanke: Warum jetzt ich?" Das Gefühl des absoluten Alleinseins hatte auch Haidrun Wietler - obwohl sie Halt in der Familie und bei Freunden bekam: "Wenn man nicht einen festen Anker hat, sei es in einer intakten Familie oder einem intakten Freundeskreis, dann ist es unglaublich schwer. Auch diese Anker können einem letztendlich nur Kraft geben, man ist alleine."

Mehr psychologische Betreuung

Heute fordert die Schmuckexpertin, die regelmäßig in der Fernsehsendung "Kunst und Krempel" zu sehen ist, eine bessere psychologische Betreuung der Patientinnen während Diagnose, Therapie und Nachsorge. Sie selbst hat ihre Krebserkrankung mit Hilfe von Gesprächstherapie, Shiatsu und Akupunktur auch seelisch bewältigt: "Der Brustkrebs ist allgegenwärtig, aber nicht mehr bedrohlich." Dass man sie brusterhaltend operieren konnte, war für sie "lebenswichtig".

Seit elf Jahren hat sie den Krebs besiegt, ihr Leben aber hat er verändert: Sie lebt bewusster, ist wählerischer, unangepasster, egoistischer ...

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