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09.02.2010


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Brech-Durchfall Das Noro-Virus grassiert wieder

Seit einigen Wochen wütet das Norovirus wieder - wie zum Beispiel in Augsburg, wo seit zwei Wochen besonders viele Fälle gemeldet werden. Furchtbare Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Bauchschmerzen sind die Symptome - für ältere und geschwächte Menschen eine tödliche Gefahr.

Von Astrid Hickisch
Stand: 19.01.2010

Elektronenmikroskopische Aufnahme von Noroviren, Schüler einer Grundschulklasse

Wer unter dem Brechdurchfall leidet, fühlt sich furchtbar, doch nach 48 Stunden ist der Spuk vorbei. Wer das durchleiden muss, hat sich wahrscheinlich mit Noroviren angesteckt. Für die meisten Menschen ist das "große Kotzen" zwar äußerst unangenehm, aber harmlos - doch für kleine Kinder, chronisch Kranke und alte Menschen kann das Virus durch den starken Flüssigkeitsverlust sogar tödlich sein.

Virus verbreitet sich epidemieartig

Frau leidet unter Übelkeit

Bildunterschrift: Zuerst kommt meist die Übelkeit - gefolgt von Erbrechen, Bauchkrämpfen, Durchfall.

In den vergangenen Jahren hat sich Zahl der gemeldeten Krankheitsfälle in Deutschland explosionsartig entwickelt. 2006 waren rund 7.000 Menschen betroffen, zwei Jahre später machten schon über 17.000 Menschen eine Noroviren-Infektion durch. In einem Fünftel der Fälle, so die Experten, müssen die Patienten im Krankenhaus behandelt werden. Zahlreiche Krankenhausstationen, Kindergärten und Schulen mussten im Winter 2007/2008 wegen des massenhaften Auftretens der Magen-Darm-Erkrankung zeitweilig geschlossen werden.

Im Vergleich zum vergangenen Winter mit enorm hohen Infektionsszahlen verlief die Noroviren-Saison im Winter 2008/2009 weitaus moderater: In den ersten beiden Januarwochen 2009 waren 1.215 Menschen in Bayern an Noroviren erkrankt, im Vorjahr waren es im gleichen Zeitraum fast doppelt so viele, nämlich 2.204. Das war zwar bereits die dritte Noroviren-Epidemie in Folge, aber sie verlief undramatischer als im Vorwinter.

Im Winter 2009/2010 schien es bisher ruhig um die Noroviren zu sein - der Erreger der Neuen Grippe hat die Noroviren zumindest medial verdrängt. Dennoch kommt es immer wieder zu lokalen Ausbrüchen von Noroviren - meist in Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindergärten, Kliniken und Seniorenheimen, in denen die Viren sich leicht weiterverbreiten können.

Weiter mit: Hochansteckend und hartnäckig
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