09.02.2010
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Das milde Wetter führt in diesem Herbst dazu, dass die Duftveilchen noch einmal blühen. Rosen können Sie noch problemlos einsetzen, solange der Boden nicht gefroren ist.
Von Karin Greiner
Stand: 26.11.2009
So schau in der Andreasnacht (30.11.),
was für ein Gesicht das Wetter macht.
So, wie es ausschaut, glaub's fürwahr,
bringt's gutes oder schlechtes Jahr.
Wasser brauchen die Gartenpflanzen jetzt kaum mehr. Zeit also, dass die Regentonnen geleert werden. Schütten Sie das Wasser nicht in die Kanalisation, geben Sie es besser den immergrünen Pflanzen - diese nehmen solche späten Wassergaben dankbar entgegen. Reinigen Sie die Tonnen anschließend mit einer Wurzelbürste und spritzen Sie sie aus. Umgedreht oder abgedeckt kommen die Tonnen dann gut über den Winter.
Solange man mit einem Spaten problemlos in den Boden kommt, ist Pflanzzeit - heißt eine alte Gärtnerregel. Noch immer können Sie Rosen pflanzen. Insbesondere bei frisch eingesetzten Rosen muss die Veredelungsstelle gut geschützt werden. Häufeln Sie die Rosen deshalb mit lockerer Erde an, bis die Triebe gut Handbreit damit eingepackt sind. Noch einige Zweige Fichten- oder Tannenreisig außen herum stecken, das schützt die Zweige.
Nicht alle Kübelpflanzen müssen an einer hellen Stelle überwintern. Alle immergrünen und solche, die ihr Laub behalten sollen, brauchen unbedingt Licht. Gewächse, die im Winter sowieso ihre Blätter abwerfen, einziehen oder stark zurückgeschnitten worden sind, können Sie auch dunkel aufstellen. Korallenstrauch, Veilchenstrauch, Oleander, Enzianbäumchen, Feigen, Engelstrompeten, Schmucklilie, Fuchsie - all diese können in den dunklen Keller. Sie sollten dort aber recht kühl stehen, bei fünf bis zehn Grad Celsius beginnen sie nicht wieder auszutreiben. Gießen Sie dunkle stehende Kübelpflanzen äußerst sparsam.
Nach alter Tradition schneidet man nicht nur am Barbaratag (4.12.) knospende Zweige, sondern schon in der Andreasnacht (30.11. auf 1.12.) Andreasreiser. Sie sollen von sieben oder neun verschiedenen Bäumen oder Sträuchern stammen, z.B. von Apfel, Birne, Kirsche, Pflaume, Quitte, Holunder, Himbeere, Johannisbeere, Rosskastanie. An jedem Zweig wird ein Zettel mit einem Wunsch befestigt. Der Wunsch an dem Zweig, der zuerst austreibt, geht in Erfüllung.