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21.03.2010


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Diäten im Vergleich Low-Carb-Diäten

Stand: 28.03.2008

Fleisch

Fleisch satt! Dieser Diättyp ist nichts für Vegetarier. Low-Carb-Diäten haben viel Staub aufgewirbelt, da sie mit den Ernährungsregeln der letzten 40 Jahre brechen.

So funktioniert's:

Bei ihnen geht man mit Fett aus Fleisch- und Eiweißquellen gegen Fettleibigkeit vor. Die wahren Übeltäter sind hier Kohlenhydrate, die drastisch reduziert werden. Fett und Eiweiß sind dagegen in rauen Mengen erlaubt: Die Ernährungspyramide steht Kopf.

Das sagt die Wissenschaft:

Dieser Diättyp gilt als Fehlernährung, ist aber noch nicht gänzlich erforscht - vor allem seine Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System und die Nieren. Muskelkrämpfe, Durchfall, Schwächeanfälle und Hautausschläge treten angeblich häufiger auf als bei anderen Diättypen. Die Low-Carb-Diät steht in Verdacht, die Blutfettwerte und den Harnsäuregehalt im Körper zu erhöhen - und begünstigt damit Gichtanfälle. Laut Experten führt der Kohlenhydratmangel während der Diät zu unreiner Haut und schlechter Laune.

Überblick

Low-Carb-Diäten

  • "Die neue Atkins-Diät" nach Robert C. Atkins stammt aus den 70er-Jahren - und kommt seither immer wieder in Mode. Statt Obst und Getreide isst man bei Atkins Fleisch, Fisch, Eier, Käse und Salat mit Mayonnaise. Vitamine und Mineralstoffe werden durch Pillen ersetzt, wobei die empfohlenen Mengen teilweise über den geltenden Höchstwerten liegen. Der Fettgehalt beträgt über 50 Prozent, der Eiweißanteil 20 bis 35 und der Kohlenhydratanteil anfangs höchstens 20 Prozent. Man nimmt täglich knapp 2.000 Kilokalorien zu sich. Die Rate der Abbrecher ist bei dieser radikalen Low-Carb-Variante sehr hoch. Verhaltensänderungen werden nicht angesprochen, das Sportprogramm ist rudimentär. Der Autor wog 117 Kilogramm, als er bei einem Unfall starb.
  • "Die South-Beach-Diät" von Arthur Agatston ist eine entschärfte Atkins-Variante. Der Fett- und Eiweißgehalt liegt bei 40 bis 45 Prozent. Ballaststoffe, Obst und Gemüse muss man hier mit der Lupe suchen. Viele Zutaten sind teuer oder schwer zu beschaffen, da die Diät aus den USA stammt. Anfangs werden viele Lebensmittel verboten. Die dritte Diät-Phase ist als Dauerernährung gedacht, aber durch die mangelhafte Nährstoffzufuhr nicht empfehlenswert. Die Diät setzt auf "gute", also pflanzliche Fette. Auf Sport wird in dieser "Sensationsdiät" nicht weiter eingegangen.
  • Mit der "Logi-Methode" verfolgt Autor Nicolai Worm eine Mission: Der Ernährungswissenschaftler propagiert seit Jahren medienwirksam eine "Steinzeitdiät": Würden wir so essen wie unsere steinzeitlichen Vorfahren, wären wir gesünder, so Worm. "Artgerechte Haltung" nennt der Autor das. Mit seinen Büchern fordert er lautstark und polemisch ein Umdenken in den Ernährungswissenschaften. Das ist interessant zu lesen, aber häufig nicht überzeugend belegt. Zudem aßen die Jäger und Sammler in den Regionen Europas sehr unterschiedlich und Wildtierfleisch ist nicht mit dem Fleisch von Zuchttieren vergleichbar, sagen Experten. In seinem neuesten Werk "Die Logi-Methode" mischt Worm Low-Carb- und Glyx-Elemente. Logi steht dabei für Low Glycemic Index. Trotz viel Obst und Gemüse sowie Pflanzenölen ist die Diät zu fett- und eiweißlastig. Die Rezepte bestehen teilweise aus teuren Zutaten und sind recht aufwendig. Die Wichtigkeit von Sport wird eingehend besprochen. Ob eine so hohe Eiweißzufuhr wie in dieser Diät gesund ist, müssen Studien erst noch zeigen.
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