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radioThema ist die große Hintergrundsendung von Bayern 2. Hier spiegelt sich die ganze thematische Breite des Angebots von Bayern 2 wider. Aktuelles und Kulturelles wird hier ebenso intensiv behandelt wie Familienpolitik oder die Jahrestage besonderer Ereignisse.
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Infos zum Podcast:
Radiosendung:
Bayern 2 - radioThema | Zur Sendung
Sendezeit im Radio:
Donnerstags um 20.03 Uhr und an Feiertagen um 18.05 Uhr
Podcast-Aktualisierung:
Nach der Ausstrahlung im Radio
| Bayern 2 an Christi Himmelfahrt - Live vom 98. Katholikentag in Mannheim - 17.05.2012 | ||
| Berichte und Reportagen live vom 98. Katholikentag in Mannheim: "Einen neuen Aufbruch wagen". | ||
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Datum: 17.05.2012Länge: 00:40:33 Größe: 37.13 MB |
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| Harry Linser ist zurück - 03.05.2012 | ||
| Eine Lebens- und Überlebensgeschichte aus dem 20. Jahrhundert | ||
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Datum: 03.05.2012Länge: 00:55:12 Größe: 50.54 MB |
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| 10 Jahre Amoklauf Erfurt - 26.04.2012 | ||
| Am 26. April 2012 jährt sich der Amoklauf am Erfurter Gutenberg-Gymnasium zum zehnten Mal. Damals erschoss der 19-jährige Robert Steinhäuser 16 Menschen und sich selbst. Immer wieder hat es ähnliche Taten an deutschen Schulen gegeben: Emsdetten, Winnenden und auch das fränkische Ansbach haben sich ins öffentliche Gedächtnis förmlich eingebrannt. Jedes Mal überschlugen sich Politik und Gesellschaft mit Forderungen nach Sanktionen und Verboten einerseits und dem Plädoyer für mehr soziale Hilfsangebote andererseits. Geändert hat sich bis heute recht wenig. Weitgehend unbeachtet bleibt allerdings meist, welche langfristigen Konsequenzen ein Amoklauf bei den betroffenen Schülern, Lehrern und auch Polizeibeamten hat. Oft bleiben traumatische Erinnerungen zurück, die nur sehr schwer zu bewältigen sind. Lehrer können nicht mehr unterrichten, manche Schüler finden nur schwer zu ihrer alten Leistungsstärke zurück und auch Polizisten ringen mit den Folgen ihrer Einsätze. Vor allem an diesen Fragen soll das Feature anknüpfen. Es erkundet, wie es Amokopfern geht, wie sie mit den Konsequenzen umgehen. | ||
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Datum: 26.04.2012Länge: 00:54:22 Größe: 49.79 MB |
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| Grimms Bilder - Von europäischen Mythen in deutschen Märchen - 19.04.2012 | ||
| Wir feiern das Brüder-Grimm-Jahr. 1812 erschien die erste Ausgabe der Kinder- und Hausmärchen, 2012 wird in Hessen, Göttingen und Berlin - an allen Wohn- und Wirkungsorten von Jacob und Wilhelm Grimm also - gefeiert. Sie sind ernsthafte Forscher gewesen, politisch beflügelt von den Ideen der französischen Revolution, initiiert durch die Gedanken der deutschen Romantik, im Umfeld einer französisch parlierenden Intelligentia bestrebt, der deutschen Kleinstaaterei eine Identität zu suchen: eine gemeinsame Sprache, gemeinsame Mythen, eine gemeinsame Geschichte - alles kondensiert und konzentriert in den Märchen. Aber wer weiß schon, dass Rotkäppchen, Rapunzel et al. tatsächlich aus Frankreich, z.T. auch aus Italien überliefert wurden? Dass die erste deutsche Auflage, heute Welt-Dokumentenerbe der Unesco, in zehn Jahren ganze 900mal verkauft wurde? Heute gibt es allein in Deutschland 600 Millionen Bücher mit den Märchen der Brüder Grimm. Die Figuren sind von Japan bis ins Disneyland (Cinderella) so gut wie jedem Kind der Welt bekannt. Seit 200 Jahren definieren die Märchen der Brüder Grimm so etwas wie das ästhetische und moralische Programm der Kindheit - einer Lebensphase, die erst kurz zuvor durch Männer wie Rousseau ("Emile") oder den Pädagogen Pestalozzi in ihrer Eigenheit entdeckt worden war? Die Sendung schildert, wie es Jacob und Wilhelm G. geschafft haben, in ihren Märchen europäische Mythen zu vereinen und zum Inbegriff von Kindheit in aller Welt zu werden. | ||
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Datum: 19.04.2012Länge: 00:55:12 Größe: 50.54 MB |
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| Wem gehört das Theater? - 12.04.2012 | ||
| Wie sich deutsche Bühnen langsam der multikulturellen Realität stellen | ||
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Datum: 12.04.2012Länge: 00:52:36 Größe: 48.16 MB |
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| Wir Heimatlosen - Künstler und Autoren auf der Suche nach einer verlorenen Illusion - 09.04.2012 | ||
| "Die Heimatlosigkeit ist meine Heimat." konstatiert Daniel Spoerri, der Schweizer Künstler mit rumänischen Wurzeln. Man könnte das als den selbstbewussten Ausspruch eines "Weltbürgers" verstehen, der sich überall zu Hause fühlt. Doch bei ihm wie bei vielen anderen ist das Gegenteil der Fall: der Verlust von Bindung und Zugehörigkeit, ausgelöst durch die gigantischen Verwerfungen nach zwei Weltkriegen. Heimatlosigkeit wird empfunden als eine Urangst, aber auch ihr positives Gegenbild, die Bindung an eine Heimat, ist ambivalent, wie es etwa die Texte von Elfriede Jelinek oder Thomas Bernhard zeigen: "Heimat" als ein Ort dumpf-böser Gesinnung. Andreas Trojan im Gespräch mit Künstlern und Autoren - über den Verlust einer großen Illusion. | ||
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Datum: 09.04.2012Länge: 00:52:16 Größe: 47.86 MB |
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| Zuhause in der Fremde- Wenn Kirche Heimat gibt - 08.04.2012 | ||
| Zuhause in der Fremde - Wenn Kirche Heimat gibt | ||
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Datum: 08.04.2012Länge: 00:54:19 Größe: 49.73 MB |
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| Urkraft der Mystik - Über Gotteserfahrung im 3. Jahrtausend - 06.04.2012 | ||
| Urkraft der Mystik Über Gotteserfahrung im 3. Jahrtausend | ||
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Datum: 06.04.2012Länge: 00:54:18 Größe: 49.71 MB |
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| Ohnmächtig gegen Freund und Helfer. Von polizeilichen Übergriffen und den Mühlen der Justiz - 05.04.2012 | ||
| Schützen Strukturen und Korpsgeist Täter in Uniform? | ||
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Datum: 05.04.2012Länge: 00:54:03 Größe: 49.48 MB |
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| Wildwest in Radebeul - 29.03.2012 | ||
| Eine Sendung zum 100. Todestag des deutsch-deutschen Schriftstellers Karl May | ||
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Datum: 29.03.2012Länge: 00:55:30 Größe: 50.81 MB |
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| Für immer oder ewig - Über die Ehe in unruhigen Zeiten - 08.03.2012 | ||
| Jahrhundertelang galt die Ehe als Schicksalsgemeinschaft, als "Keimzelle der Gesellschaft", die besonders geschützt werden sollte. Doch die "problematische Institution" wie der Schriftsteller Phillip Roth die Ehe nennt, scheitert immer wieder, dramatisch und kläglich, unspektakulär und erschreckend. Dabei haben sich die Spielregeln in nur wenigen Jahren tiefgreifend geändert: die alten Rollenmodelle haben ausgedient - und sorgen doch immer wieder für Konfliktstoff. Hat die Ehe ihre soziale Stellung verloren? Wie hat sie die Reformen und Revolutionen der Intimität überstanden? Ute Mings nähert sich dem Phänomen Ehe in Gesprächen und literarischen Exkursen von Tolstoi bis Charlotte Roche. | ||
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Datum: 08.03.2012Länge: 00:54:09 Größe: 49.58 MB |
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| "Ich bin eine Kraft des Vergangenen" - 01.03.2012 | ||
| Der Schriftsteller und Filmemacher Pier Paolo Pasolini gehörte zu den führenden und gleichzeitig umstrittensten Persönlichkeiten im Nachkriegsitalien. Sein gewaltsamer Tod im Jahr 1975 gibt bis heute Rätsel auf. Pasolinis Werke sorgen immer noch für Gesprächsstoff. In dem Portrait „Ich bin eine Kraft des Vergangenen“ zeichnet Antonio Pellegrino den Lebensweg Pasolinis nach und lässt Weggefährten, Verwandte und den deutschen Verleger des vielseitigen Künstlers zu Wort kommen, der am 5. März 90 Jahre alt geworden wäre. Mit Adele Cambria, Angela Felice, Hans-Eckehard Bahr, Mario Fortunato, Alberto Moravia, Nico Naldini und Klaus Wagenbach | ||
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Datum: 01.03.2012Länge: 00:55:43 Größe: 51.02 MB |
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| Mut zum Scheitern - Von einer verpönten Tugend - 23.02.2012 | ||
| Scheitern - kein Thema mit dem man sich gerne befasst. Gesellschaftliches Ansehen, Wohlstand und beruflicher Erfolg: das sind die Maßstäbe für ein gelungenes Leben und individuelles Glück. Scheitern ist verpönt. Heutzutage gibt man höchstens zu "vorerst gescheitert" zu sein – und Schuld sind natürlich die anderen. Wirkliches, ehrliches Scheitern war dagegen immer auch Voraussetzung für Menschen, neue Wege zu gehen. Für das Radiothema hat sich BR-Autorin Antje Dechert auf die Suche nach einer Kultur des Scheiterns begeben um herauszufinden ob Scheitern schlicht Ansichtssache ist oder auch einen Sinn haben kann. | ||
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Datum: 23.02.2012Länge: 00:53:56 Größe: 49.38 MB |
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| "Meine Geschichte ist eigentlich undenkbar" - 16.02.2012 | ||
| Er ist ein israelischer Schriftsteller, spricht das Deutsch seiner Eltern, das Jiddisch der Großeltern, die damalige Amtssprache Rumänisch und die Umgangssprache Ukrainisch. Er wuchs im gutbürgerlichen Elternhaus im multikulturellen Czernowitz auf, der Stadt Rose Ausländers und Paul Celans. Aber seine Kindheit fand ein jähes Ende, als die Mutter von Antisemiten ermordet und er selbst mit seinem Vater in ein Lager in Transnistrien verschleppt wurde. Er konnte fliehen und sich in den Wäldern verstecken, als Gelegenheitsarbeiter und Küchenjunge der Roten Armee durchschlagen, unentdeckt als Jude, blond und blauäugig wie Aharon Appelfeld war. Mit 14 Jahren geriet er 1946 über Italien nach Palästina, machte Abitur, studierte, wurde Literatur-Professor und einer der bekanntesten und preisgekrönten Schriftsteller des Landes, auch für die jüngere Generation und Autoren wie Nava Semel und andere. Denn Aharon Appelfeld gehörte zu den ersten, die das große Schweigen durchbrachen und vom Holocaust sprachen. Wurde in Israel erst mit dem Eichmann-Prozess 1961 über die Shoa und die jüdischen Opfer geredet, erzählte Aharon Appelfeld schon in den fünfziger Jahren von den Problemen der Überlebenden. Erinnerungen, die unerwünscht waren im Pionierland Israel, das den neuen Juden, den Sabre schuf und nichts von Opfern im Faschismus wissen wollte. Aharon Appelfeld wurde Schriftsteller aus Verzweiflung. Er erschrieb sich die Kindheit, die er nie hatte. Er erfand sich Stellvertreter und andere Leben, Paul etwa in "Alles was ich liebte", oder Bruno in "Zeit der Wunder", der mit seiner Mutter im Zug stecken bleibt. Erst spät, in der "Geschichte eines Lebens", sagt Aharon Appelfeld "ich" und erkennt, daß sein individuelles Schicksal eigentlich ein kollektives ist. "Im Krieg war ich nicht ich selbst. Ich war ein winziges Tier" schrieb er über sich als jüdisches Kind während des Krieges. Am 16. Februar wird Aharon Appelfeld 80 Jahre alt. Sigrid Brinkmann besucht ihn in Israel. | ||
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Datum: 16.02.2012Länge: 00:54:18 Größe: 49.73 MB |
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| Weiß und grau - Hauptsache bunt! - 09.02.2012 | ||
| Welche Farben Fassaden brauchen Vor 20 Jahren war die Siedlung, in der ich lebe, grau. Ein Haus ein bißchen heller, ein anderes sogar fast weiß, viele andere dunkler, manche etwas warm getönt, manche richtig cool, aber vor allem: grau. Dabei hat es Farbe in der Stadt immer schon gegeben. Vielfach rührte sie einfach von den unterschiedlichen Materialien her. Dort, wo gestrichen wurde, schien es einen heimlichen Konsens gegeben zu haben, was geht und was nicht geht. Und mancherorts hat man sich Gestaltungssatzungen gegeben, die nur eine bestimmte Farbpalette zulassen. In den 50er und 60er Jahren war Fassadenkunst ein wichtiges Gestaltungselement, ausgeführt nicht selten von bekannten Künstlern. Fassadenkunst ganz anderer Art ist vor ein paar Jahren aus Frankreich zu uns gekommen: Mit Illusionsmalerei werden langweilige Wohnhäuser aus den 50er Jahren in „historische“ Geschäftshäuser verwandelt, mal mit Fachwerk(-Aufstrich), mal mit Jugendstil-Dekor. Eine Brandwand bekommt eine Fensterfassade mit Kolonialwarenladen darunter - Stadt als Illusion. Solche Ideen stammen aus dem Potsdamer Büro von „Creative Stadt“, das sich 2007 gegründet hat. Weil Stadt aber mehr ist als nur ihre Gebäude, Straßen und Plätze und immer auch mit dem Thema Farbigkeit zu tun hat, hat sich jetzt die Stiftung „Lebendige Stadt“ zusammen mit der HAWK Hildesheim (Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst) mit Fragestellungen der sogenannten Farbmasterplanung in Städten und Gemeinden befaßt. Farbe als Element bewußter Gestaltung, als Ankerpunkt der Stadtplanung, ein zukünftiges Element des Stadtmarketings - das sind die Aspekte, um die sich die aktuelle Diskussion dreht. Redaktion Dieter Heß | ||
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Datum: 09.02.2012Länge: 00:55:14 Größe: 50.58 MB |
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| Millionäre und Milizen - Marktwirtschaft radikal in Beirut - 02.02.2012 | ||
| Der Wiederaufbau des in Krieg und Bürgerkrieg zerstörten Beirut dauert bis heute an: Im alten Stadtzentrum, früher Treffpunkt aller Schichten und Kulturen, entsteht eine riesige, artifizielle Luxuszone. | ||
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Datum: 02.02.2012Länge: 00:53:35 Größe: 49.06 MB |
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| Friedrichs Erbe - Bayerns Tugend? - 26.01.2012 | ||
| Die Bayern sind notfalls die letzten Preußen, verkündete 1972 Franz-Josef Strauß unter dem Beifall seiner Parteifreunde. Damals ging es der CSU darum, die endgültige Teilung Deutschlands zu verhindern und gegen Willy Brandts Ostpolitik gerichtlich vorzugehen. Seit dieser Zeit scheint Preußen auch in Bayern aus der Mode gekommen zu sein. | ||
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Datum: 26.01.2012Länge: 00:54:12 Größe: 49.63 MB |
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| Bücher, Blogs und Blablabla - Eine Generation schreibt sich selbst - 19.01.2012 | ||
| Sie bloggen, schreiben Texte für Zeitschriften und Internet. Für die Generation der 20- bis 35-Jährigen scheint Schreiben zum Alltag zu gehören wie Essen und Trinken. So viele Worte! Wer liest das alles eigentlich? | ||
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Datum: 19.01.2012Länge: 00:55:46 Größe: 51.07 MB |
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| "Liebe Nachbarn" - Ressentiments zwischen Österreichern, Schweizern und Deutschen - 12.01.2012 | ||
| Die Schweiz und Österreich sind für Deutsche beliebte Urlaubsländer, die Grenzen zwischen den Nachbarländern sind nicht erst seit dem Schengen-Abkommen durchlässig, seit langer Zeit arbeiten, studieren, heiraten, wohnen Angehörige der jeweiligen Nationalitäten im Nachbarland, doch neuerdings scheint es, als ob die Differenzen von nationalspezifischer Mentalität und Lebensart intensiver erlebt und bewusster gepflegt werden als früher. Sind es die politischen und ökonomischen Auswirkungen der deutschen Wiedervereinigung und der Globalisierung, die bei den kleineren deutschsprachigen Nachbarn ein neues Bedürfnis nach kultureller und politischer Abgrenzung zur Folge haben? In der Schweiz jedenfalls gibt es eine verstärkte Hinwendung zum Schwyzerdütsch, Deutsche in Spitzenpositionen der Wirtschaft oder der Universitäten werden kritisch gesehen, und die "Ausschaffungsinitiative" indiziert Fremdenangst sowie das Erstarken patriotischer Gefühle und nationalistischer Politik. In Österreich erfreut man sich am "Deutschen-Bashing", es grassiert das Ressentiment vom rechthaberischen, humorlosen "Piefke", der den Einheimischen die Studienplätze wegnimmt, während die Deutschen sich gegenüber ihren deutschsprachigen Nachbarn indifferent bis herablassend verhalten, ihnen wachsenden Provinzialismus und das Erstarken ausländerfeindlicher Parteien vorwerfen. Woher rühren die gegenseitigen Abgrenzungsbedürfnisse? Was ist dran an den Stereotypen über den jeweiligen Nachbarn, und auf wie viel historische Gemeinsamkeit können sich die drei Länder noch beziehen? | ||
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Datum: 12.01.2012Länge: 00:55:50 Größe: 51.12 MB |
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| Heilige und Ikone: 600 Jahre Jeanne d'Arc - 01.01.2012 | ||
| „Die Schafe habe ich nicht gehütet!“ - Heilige, Superfrau, Hochstaplerin? Fragt die Berliner Schriftstellerin Felicitas Hoppe zum 600. Geburtstag der Heiligen Johanna von Orléans. - Man hat sie als „Frau des Jahrtausends“ bezeichnet, jenes kurzbeinige Lothringer Bauernmädchen, geboren um 1412, das behauptete, göttliche Stimmen zu hören und im hundertjährigen Krieg zwischen Frankreich und England kurzfristig die Engländer in die Flucht schlug, bevor man sie als Ketzerin in Rouen verbrannte. Jeanne d’Arc, Analphabetin und Kriegerin Gottes, ist eine der prominentesten und widersprüchlichsten Frauen der Weltgeschichte und ein ungelöstes Rätsel. Keine andere Frau der Weltgeschichte ist so oft bedichtet, besungen, veropert, verspottet und verfilmt worden. Und keine ist nach wie vor so lebendig. Sechshundert Jahre nach ihrem Tod spricht Johanna, Nationalheilige Frankreichs, Patronin des Rundfunks und aller Stimmen, immer noch für sich selbst, so geistesgegenwärtig wie klar. Die Schriftstellerin Felicitas Hoppe gratuliert ihr in Texten und Tönen zu ihrem 600sten Geburtstag und spricht mit drei Johanna-Darstellerinnen vom Theater. Redaktion: Cornelia Zetzsche | ||
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Datum: 01.01.2012Länge: 00:53:34 Größe: 49.05 MB |
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| Bayern 2 an Weihnachten - "Jauchzet. Frohlocket" - 26.12.2011 | ||
| Ohne Bachs Weihnachts-Oratorium wäre das Christfest nicht einmal halb so schön. Bald 300 Jahre nach der ersten Aufführung gehört das Weihnachtsoratorium für viele in der Advents- und Weihnachtszeit immer noch unbedingt dazu. Niels Beintker macht sich auf den Weg, um nach den Gründen für die Erfolgsgeschichte der sechs Kantaten zu suchen. | ||
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Datum: 26.12.2011Länge: 00:53:22 Größe: 48.87 MB |
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| Bayern 2 - Radio Revue - Freundschaftsanfrage an Gott - 26.12.2011 | ||
| Eine Glaubensreise durch das Social Web unternehmen Anna Schleinzer und Friederike Weede. Denn im Internet gibt es nicht nur alle möglichen religiösen Angebote, immer mehr Menschen verlagern ihre Kontakte dorthin. Und auch ihre Freundschaften, Begegnungen und Lebensfragen. Auch Gott ist im Internet zu finden, bei facebook zum Beispiel, dort nennt sich nämlich einer so. Was passiert, wenn man ihn "anklickt"? | ||
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Datum: 26.12.2011Länge: 00:52:00 Größe: 47.62 MB |
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| Bayern 2 an Weihnachten - Mahlzeit! - 25.12.2011 | ||
| Geschichten von Glaubensfesten und Gaumenfreuden. Ein Feature von Friederike Weede. | ||
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Datum: 25.12.2011Länge: 00:53:34 Größe: 49.05 MB |
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| Tango, Wolkenkratzer und Favela -Der Kampf ums Überleben in Lateinamerika - 22.12.2011 | ||
| Auf dem südamerikanischen Kontinent ist 40 Prozent der Bevölkerung arm. In Millionenmetropolen wie Buenos Aires, Rio de Janeiro oder Sao Paolo leben Menschen in vorstädtischen Slumsiedlungen, den Favelas, ohne Straßenbau, ohne Kanalisation, ohne fließendes Wasser. Kriminalität und Bandenherrschaft bestimmen das Bild. Seit Jahrzehnten versuchen weltweit operierende Hilfsorganisationen die verhängnisvolle Spirale aus Armut, mangelnder Bildung und Gewalt zu durchbrechen. Unzählige Programme wurden ins Leben gerufen und mit oder weniger Erfolg durchgehalten. Auch das katholische Hilfswerk „Adveniat“ setzt sich seit 50 Jahren für ein besseres Leben in Südamerika ein. In ihrer Sendung: Tango, Wolkenkratzer und Favela stellt Claudia Christophersen den täglichen Kampf ums Überleben vor. | ||
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Datum: 22.12.2011Länge: 00:51:30 Größe: 47.16 MB |
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| Kapverdische Samba - Vom Rhythmus des Lebens auf Santo Antão - 08.12.2011 | ||
| Als läge da ein riesiges Schiff aus Stein mitten im Atlantik verankert – das war die erste Assoziation des Autors und Radioreisenden Wolf Gaudlitz bei seinem Besuch auf den Kapverden im Atlantik - ein weitgespannter Archipel mit 15 Inseln, der zu Zeiten der ersten großen Seefahrer – Portugiesen und Venezianer – im 15. Jahrhundert entdeckt und teilweise bevölkert wurde. Die meisten Inseln sind gar nicht so grün, wie ihr portugiesischer Name nahelegt, sondern karg, trocken, wüstenartig. Vom senegalesischen Cabo Verde – dem westlichsten Punkt des afrikanischen Kontinents aus betrachtet, sind die Kapverden quasi eine Art Landverlängerung Richtung Südamerika. Die nordwestlichste Insel wiederum, die "Verlängerung der Verlängerung", ist Santo Antão, eine bemerkenswert grüne, unberührte, fruchtbare Insel, bis heute ohne Flughafen und vom Tourismus nur gestreift. Ihre Bewohner, Nachfahren der einstigen Sklaven- und Salzhändler und oft kreolischer Herkunft, wissen, was sie an ihrem Paradies haben. Ihre aus europäischen und afrikanischen Quellen gespeiste Kultur ist typischerweise von einer stetigen, leisen Melancholie geprägt; das, was anderen Orts "Blues" oder "Fado" heißt, ist hier die "Morna" – musikalisch von der Samba gleich überm großen Teich nur ein paar Töne entfernt. Wer heute so wie unser Reporter Wolf Gaudlitz die Begegnung mit den portugiesisch-afrikanischen Ureinwohnern auf Santo Antão sucht und ihrer Sprache, einem säuselnden, portugiesisch-französisch-afrikanisch-kreolischen Mix, wie einer Musik lauscht, wird wie in eine andere, fremde, unverfälschte Kultur der Ferne eintauchen. | ||
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Datum: 08.12.2011Länge: 00:55:46 Größe: 51.06 MB |
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| Wutbürger und Gutbürger - Der Aufstand gegen die müde gewordene Demokratie - 01.12.2011 | ||
| Überall in der westlichen Welt wächst das Misstrauen gegen die etablierte Politik und ihre Institutionen. Sind die so genannten Wutbürger „Egoisten und Besitzstandswahrer“ oder personifizieren auch sie die rasant wachsende Distanz des Volks gegenüber seinen Vertretern? | ||
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Datum: 01.12.2011Länge: 00:56:15 Größe: 51.50 MB |
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| Der Glanz der Vampire - 24.11.2011 | ||
| Zwischen Blutdurst und Marketing | ||
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Datum: 24.11.2011Länge: 00:55:36 Größe: 50.91 MB |
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| Der doppelte Abiturjahrgang geht ins Leben - Eine Bilanz - 17.11.2011 | ||
| Für die Bayerische Staatsregierung ist es vor allem ein arithmetisches Problem, für die Schüler eine Weichenstellung fürs Leben: 2011 absolvierte der letzte G9-Jahrgang sein Abitur - gemeinsam mit dem ersten G8-Jahrgang. Während sich die einen als Auslaufsmodell empfinden, fühlen sich die anderen als Versuchskaninchen. Wie geht der doppelte Abiturjahrgang ins Leben? Gabriele Knetsch hat Schüler des Ingolstädter Christoph-Scheiner-Gymnasiums zwei Jahre lang begleitet: von der neu eingeführten Oberstufe über das Abitur bis an die Uni. | ||
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Datum: 17.11.2011Länge: 00:56:05 Größe: 51.36 MB |
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| Zurück in die Zukunft - Strategien der Muße - 16.11.2011 | ||
| Klick, Switch, Piep. Wer seinen Alltag protokolliert, merkt schnell: Der Computer mit seinen Möglichkeiten, das Auto mit seiner Schnelligkeit, die Städte mit ihren Vielseitigkeiten verlangen viel von uns ab. Aufmerksamkeit, Konzentration, Schnelligkeit, Flexibilität, Technikbewusstsein. Unmerklich geht dabei etwas verloren: das Leben. Vor diesem Hintergrund macht sich Matthias Morgenroth auf die Suche nach den Zeitoasen und Zeitstrategien, die ein Leben im schnellen Getriebe ermöglichen. | ||
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Datum: 16.11.2011Länge: 00:53:03 Größe: 48.58 MB |
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| Eine offene Wunde in der Seele Kroatiens. Wie in Vukovar die Stadt und die Menschen erschossen wurden - 10.11.2011 | ||
| Vor zwanzig Jahren war Vukovar die erste Station im jugoslawischen Totentanz: Tausende Tote; zigtausende Vertriebene; zu 95 Prozent zerstört. Als ob man einer schönen Frau Säure ins Gesicht geschüttet hätte, urteilt einer, der die Stadt am Ufer der Donau vor dem Krieg gekannt hatte. | ||
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Datum: 10.11.2011Länge: 00:54:42 Größe: 50.09 MB |
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| Heilige Gebeine - 01.11.2011 | ||
| Am Reliquienkult scheiden sich die Geister: Für die einen sind "heilige Knochen" nichts anderes als ein kurioser Aberglaube aus einer längst vergangenen Zeit. Für die anderen gehört die Verehrung golden gefasster, hinter Glas gesetzter Totenschädel zu Kult und Brauchtum fest dazu. Andreas Estner und Matthias Morgenroth haben bei ihren Recherchen allerdings herausgefunden, dass Kurioses und Frommes in dem Fall nah beieinander liegen. Der Kult mit dem Tod kann Menschen auch ganz direkt Kraft zum Leben geben. | ||
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Datum: 01.11.2011Länge: 00:54:02 Größe: 49.48 MB |
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| Wunderkammer für das Volk - 175 Jahre Alte Pinakothek München - 20.10.2011 | ||
| Man staunte und war überwältigt: Als die Alte Pinakothek am 16. Oktober 1836 eröffnet wurde, konnten Bayerns Bürger eines der modernsten Museum betreten, das es damals gab: ein Haus - innovativ, konsequent an seiner Funktion orientiert, dazu die Versorgung der großen Säle mit Tageslicht von oben. Außerdem hatte man den langgestreckten Bau außerhalb des Stadtkerns errichtet, freistehend, um vor Feuersgefahr sicher zu sein. Die Münchner Alte Pinakothek wurde als Museumsarchitektur vorbildlich in Europa. Dafür hatten König Ludwigs I. von Bayern, Galeriedirektor Johann Georg von Dillis und Architekt Leo von Klenze gesorgt. Das neue Haus mit seiner Sammlung, die einst als Kunst- und Wunderkammer von den Wittelsbachern begründet worden war, sollte der Volksbildung dienen. Das ist bis heute so geblieben: Jahr für Jahr kommen Hundertausende, um die Meisterwerke etwa von Altdorfer, Dürer, Raffael, Rubens, Rembrandt, Poussin oder Murillo zu betrachten. Es ist ein Haus von Weltrang, ein Haus voller Geschichte und Geschichten. Wilhelm Warning erzählt nicht nur von der Architektur, sondern auch von den Bildern und den Sammlungen, warum und wie sie entstanden und in die Pinakothek kamen. Und er spricht über die Nöte, die es trotz allen Ruhms heute gibt: Zu wenig Geld, zu wenig Raum, kein Magazin - Zukunftssorgen für ein Haus mit Weltrang. Und er erzählt von der Kraft der Bilder, die auch noch nach Jahrhunderten lebendig ist. | ||
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Datum: 20.10.2011Länge: 00:55:24 Größe: 50.73 MB |
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| Diesseits von Gut und Böse - Oder: Wo bleibt die Moral in einer Welt ohne Glauben? - 13.10.2011 | ||
| In den modernen Gesellschaften ist das Göttliche überflüssig geworden - und doch ist die Sehnsucht danach ungebrochen: eine Sehnsucht nach Ordnung, Verbundenheit, Sinn. Doch die Grundlage der Religionen ist weniger ein Bedürfnis nach Sicherheit, sie liegt in einer religiösen Urerfahrung - der unmittelbaren Begegnung mit dem Übernatürlichen, für das es in einer säkularen Welt keinen Platz gibt. Wie reagiert die Moderne auf das Irrationale, das es doch eigentlich nicht mehr geben dürfte? Helmut Petzold unternimmt eine spannende Exkursion in das Innere unserer Kultur. | ||
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Datum: 13.10.2011Länge: 00:55:14 Größe: 50.58 MB |
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| Hunderttausende Westdeutsche wanderten nach Ostdeutschland ab - 03.10.2011 | ||
| Während die ostdeutschen Migranten sich nach der Wiedervereinigung in feste Strukturen einpassen mussten, fanden die Westdeutschen im Osten eine aufgelösten Staat, eine bankrotte Wirtschaft und eine verunsicherte Gesellschaft vor. Seit der Wiedervereinigung sind rund 1,8 Millionen Ostdeutsche in die westdeutschen Bundesländer abgewandert. Gleichzeitig „machte“ ungefähr eine Million die umgekehrte Richtung „rüber“: Westdeutsche, die in Thüringen, Sachsen, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern dauerhaft wurzeln schlugen. Während die ostdeutschen Migranten sich in feste, althergebrachte Strukturen einpassen mussten, fanden die Westdeutschen im Osten eine aufgelösten Staat, eine bankrotte Wirtschaft und eine verunsicherte Gesellschaft vor. Manche Wessis waren Glücksritter, die schnelles Geld witterten. Andere kamen als Beamte und Führungskräfte, weil politisch unbelastete Ostdeutsche rar waren. Ihnen gelangen Karrieren, die sie im Westen mit großer Wahrscheinlichkeit nicht gemacht hätten. Während sich in der Politik das Blatt mittlerweile gewendet hat, sind in der Justiz, der Wirtschaft und in vielen Instituten die attraktivsten Jobs noch immer fest in westdeutscher Hand. Traten diejenigen, die in den Osten gingen, eher als selbstherrlicher Kolonialherren auf oder als engagierte Aufbauhelfer? Wie ist man ihnen begegnet? Wie kamen ihre Familien zurecht? Susanne Betz hat ein unterfränkisches Adelspaar besucht, das endlich den Traum vom eigenen Schloss erfüllt hat, einen oberbayerischen Museumsdirektor, der mit der Himmelsscheibe von Nebra der Stadt Halle Auftrieb gibt, einen Juristen, der in der sächsischen Provinz seine wahre Heimat und einen rheinischen Offizier, der dort die große Liebe fand. Zwei Mütter aus dem Westen berichten über - die eine froh darüber, dass sie ihre drei Kinder in Ostdeutschland großziehen konnte, während die andere sich auch nach zwanzig Jahren in Leipzig noch von Ostdeutschen diskriminiert fühlt. Ein aus Niedersachsen stammender Landeschef der Linkspartei eckt dafür bei seinen thüringischen Genossen an, weil er praktizierender Christ ist und sich mit Opfern des Stasi-Systems trifft. Die Sendung verdichtet Einzelschicksale zu geliebter und gelegentlich gefrusteter, aber immer noch spannender deutsch-deutscher Gegenwart. | ||
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Datum: 03.10.2011Länge: 00:50:15 Größe: 46.01 MB |
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| Die Angst in uns - Vom diffusen Gefühl einer Gesellschaft - 29.09.2011 | ||
| Immer wieder taucht sie auf: Die Angst. Im privaten oder im beruflichen Umfeld, aber auch in politischen Zusammenhängen. Ganze Angstwellen durchlaufen in regelmäßigen Abständen die Gesellschaft. Gerade in Zeiten globaler Vernetzung und medialer Präsenz unterschiedlichster Regionen im eigenen Wohnzimmer fällt es vielen Menschen zunehmend schwer, reale Bedrohungen und unterstellte Gefahr auseinanderzuhalten. In der nun folgenden Sendung fragt Claudia Christophersen: Wie steht es um die Angst in unserer Gesellschaft? Welche Strategien und Konzepte gibt es, um ihr zu begegnen? | ||
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Datum: 29.09.2011Länge: 00:55:15 Größe: 50.60 MB |
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| Eltern und Schule - Zwangspartnerschaft oder produktives Bündnis? - 22.09.2011 | ||
| Theoretisch ist es ganz einleuchtend: Die Wirksamkeit von Schule hängt wesentlich von der guten und engen Zusammenarbeit zwischen Eltern und Lehrern ab. Die gemeinsame Verantwortung ist wichtig für das Kind. Doch die Praxis sieht oft anders aus. Viele Eltern scheuen den Kontakt mit der Schule, nutzen ihre Einflussmöglichkeiten nicht. | ||
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Datum: 22.09.2011Länge: 00:55:29 Größe: 50.81 MB |
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| Bayern 2 extra - Der Anschlag, der die Welt veränderte - Zehn Jahre nach den Anschlägen auf die Türme des World Trade Centers in New York - 08.09.2011 | ||
| Passagierflugzeuge, die als Geschosse missbraucht werden, der Einsturz der Zwillingstürme in New York, ein Angriff auf das Pentagon, 3000 Tote und Milliardenschäden - soweit im Stenogramm die schrecklichen Ereignisse des 11. September 2001. Nicht minder schrecklich waren die Folgen mit 2 Kriegen, weiterem Terror und mit nachhaltigen Eingriffen in Bürgerrechte. | ||
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Datum: 08.09.2011Länge: 00:55:12 Größe: 50.54 MB |
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| Frau Holle und Herr Düsentrieb - Der Traum des Wettermachens und die Realität des Geo-Engineering - 18.08.2011 | ||
| Früher war für den Schnee Frau Holle zuständig und wenn es regnen sollte ist man zu Trommelwirbeln ums Lagerfeuer getanzt. Heute gibt es Geo-Engineering und mancher Wissenschaftler träumt schon von gigantischen, über die Erde gespannten Sonnensegeln oder von der Möglichkeit, schädliches Kohlendioxid mit Hilfe von Eisendüngung der Weltmeere langfristig zu binden. Doch führende Stimmen des ökologischen Diskurses warnen vor naiver Technik-Gläubigkeit. Für sie erinnert Geo-Engineering im Grunde an den Traum eines kleinen Jungen, und wer ihn träumt scheint ein neuer Daniel Düsentrieb. | ||
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Datum: 18.08.2011Länge: 00:56:27 Größe: 51.69 MB |
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| Bayern 2 - an Mariä Himmelfahrt - Mamma Maria. Von Muttermythen und heutigen Mütter - 15.08.2011 | ||
| Heute begeht die katholische Kirche das höchste und älteste Marienfest. Die Aufnahme Mariens in den Himmel. Seit fast zweitausend Jahren nährt Maria die Sehnsüchte, Erwartungen und Bedürfnisse der Menschen in Kunst und Literatur. Schön, keusch und gehorsam, Jungfrau und leidende Mutter, so interpretierte eine von Männern geprägte Gesellschaft ihre Figur - Jahrhunderte lang. Aber es gibt auch andere Marienbilder, die dem verklärten Mutterideal eine starke, unabhängige Frau entgegensetzten. Antje Dechert hat Frauen besucht, die auf ganz eigene Art Mütter sind und alle etwas mit Maria gemeinsam haben. | ||
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Datum: 15.08.2011Länge: 00:52:19 Größe: 47.91 MB |
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| Das Patt der großen Brüder - Die Berlin-Krise und der Mauerbau 1961 - 11.08.2011 | ||
| Sonntag, der 13. August 1961 - ein Schicksalstag: die DDR beginnt, West-Berlin einzumauern. SED-Chef Walter Ulbricht will so die Fluchtbewegung von Ost nach West beenden. Aber: es beginnt die Ära der Ost-West-Dramen. Obwohl die Mauer 1989 fiel, hält sie bis heute an. | ||
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Datum: 11.08.2011Länge: 00:55:49 Größe: 51.11 MB |
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| "Small is Beautiful" - Zum 100. Geburtstag des Ökonomen Ernst Friedrich Schumacher - 04.08.2011 | ||
| Er gehörte in den 70er Jahren neben dem Ehepaar Meadows ("Grenzen des Wachstums") oder Ivan Illich ("Selbstbegrenzung") zu den Wegbereitern der neuen ökologischen Weltsicht. Ernst Friedrich Schumacher stand für sehr konkrete, menschen- und naturverträgliche Technik-Ideen und für eine menschengerechte Form der Ökonomie und der Arbeit. Sie wird geprägt, so E. F. Schumachers These, nicht durch ein Immer-mehr, Immer-größer und Immer- schneller, sondern durch Klugheit, Bedacht und Bewusstsein. Die Grundlage hieß für ihn: Klein und überschaubar - "small is beautiful". Eine Sendung von Claus Biegert und Renate Börger über E. F. Schumacher und die Rückkehr zum menschlichen Maß. | ||
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Datum: 04.08.2011Länge: 00:54:56 Größe: 50.30 MB |
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| Schöne Fremde, ganz nah - 28.07.2011 | ||
| Die Eifel ist vielen Deutschen fremder als die Toscana, und New York vertrauter als Nürnberg. Inzwischen finden deutsche Schriftsteller die Erkundung des eigenen Landes wieder reizvoll. Die schöne Fremde liegt manchmal ganz nah. Deutschlandreisen haben Konjunktur: Wolfgang Büscher lief zu Fuß entlang der bundesdeutschen Grenze, Roger Willemsen fuhr kreuz und quer von Rügen bis Konstanz, Burkhard Müller ließ sich von Bundesstraßen durchs Land leiten, und Torsten Körner sammelte Geschichten aus dem Speisewagen. Sie alle suchen das Neue im scheinbar Vertrauten, erkunden deutsche Geschichte und deutsche Mythen, und denken darüber nach, was die seit 2 Jahren wiedervereinte Nation im Innersten zusammenhält. Mit ihnen ist Jochen Rack unterwegs - auf einer Abenteuerreise durch das eigene Land. | ||
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Datum: 28.07.2011Länge: 00:52:37 Größe: 48.18 MB |
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| Ein Grenzfall - Wie eine DDR-Flucht zum Familiendrama wurde - 21.07.2011 | ||
| Kommenden Monat gedenken wir Deutsche des Baus der Berliner Mauer vor 50 Jahren. Was 1961 passierte, war der Schlusspunkt der Teilung Deutschlands und ist - bis heute - eine sehr aktuelle Thematik. Denn zwar sind die Mauer und der Stacheldraht verschwunden zwischen Ost und West. Aber viele Menschen kämpfen bis heute mit den Folgen der Teilung. Heike Otto schildert im heutigen RadioThema ein unglaubliches Drama, das 1984 mit der Flucht dreier Freunde über die innerdeutsche Grenze begann. | ||
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Datum: 21.07.2011Länge: 00:56:13 Größe: 51.48 MB |
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| Laptop und Lohndumping. Arbeit im 21. Jahrhundert - die neuen Unsicherheiten - 07.07.2011 | ||
| Die Wirtschaft wächst in Deutschland. Die Arbeitslosenzahlen liegen erstmals seit Jahren wieder unter der 3 Millionen Marke - gute Nachrichten also für Arbeitnehmer? Abgesehen von den guten statistischen Zahlen gibt es noch eine andere Realität am Arbeitsmarkt. | ||
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Datum: 07.07.2011Länge: 00:55:51 Größe: 51.14 MB |
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| Der alte Mann und die Inspiration - Annäherungen deutschsprachiger Autoren an Ernest Hemingway zu dessen 50. Todestag - 30.06.2011 | ||
| Ernest Hemingway liebte die große Pose. Boxen, Stierkämpfe, dicke Zigarren. Ein Autor, der wie eigentlich nur wenige andere Angehörige seiner Generation die Literatur einer ganzen Epoche prägte. Und heute, welche Bedeutung hat der Schriftsteller, Kriegsreporter, der Großwildjäger und Literaturnobelpreisträger Ernest Hemingway 50 Jahre nach seinem Freitod? Niels Beintker besuchte Autoren wie Dagmar Leupold, Michael Kleeberg, Clemens Meyer und Peter Stamm und befragte sie nach ihrem Blick auf Hemingway, nach dem Einfluss auf ihre Literatur. Der Weg, so viel darf verraten werden, führte durch Wälder, Parks, verrauchte Bars und Boxschulen. Der alte Mann und die Inspiration. Annäherungen an Ernest Hemingway von Niels Beintker. | ||
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Datum: 30.06.2011Länge: 00:55:56 Größe: 51.22 MB |
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| Der poetische Pilger - Zum 100. Geburtstag des polnischen Dichters Czeslaw Milosz - 23.06.2011 | ||
| Obwohl von Kennern als einer der größten Lyriker der Gegenwart angesehen, ist der polnische Dichter und Literaturnobelpreisträger Czeslaw Milosz, dessen Geburtstag sich am 30. Juni zum 100. Mal jährt, in Deutschland immer noch wenig bekannt. Seine Lyrik ist voller Stilisierungen und Anleihen, und auch die philosophische Tradition, an die sie anknüpft, macht sie auf den ersten Blick zu einem elitären Vergnügen. Was dieses Werk dennoch für jeden Leser faszinierend macht, ist die Tatsache, dass es all die Kulturen, Religionen und Landschaften bilanziert, mit denen Milosz in seinem Leben - in Litauen, Polen, Frankreich und Amerika - in Berührung gekommen ist. Er verstand sich als ein polnischer, aber auch als ein europäischer Dichter, und dies soll - in Verbindung mit der Tatsache, dass Polen 2011 zum "Milosz-Jahr" erklärt hat und dem Programm seiner EU-Präsidentschaft, die am 1. Juli beginnt, das Motto "Heimatliches Europa" (Titel eines der Essaybände von Milosz) gegeben hat - zum Leitgedanken der Sendung werden. | ||
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Datum: 23.06.2011Länge: 00:52:59 Größe: 48.52 MB |
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| Glaubenskrise oder Strukturkrise? - Die katholische Kirche ringt um eine tragfähige Zukunft - 16.06.2011 | ||
| Am vergangenen Sonntag, dem Pfingstsonntag, haben katholische Christen Gott um die Sendung des heiligen Geistes gebeten: Damit er das Angesicht der Erde erneuere, aber auch das Angesicht der katholischen Kirche. Ein Bitte, die in diesem Jahr eine besondere Gewichtung haben dürfte: Denn die deutschte katholische Kirche befindet sich in einer tiefen Krise. Zu nennen sind dabei nicht nur Rekordzahlen bei Kirchenaustritten, sondern auch der Unmut unter den Mitgliedern selbst. Längst überfällige Reformen hätten die Kirche unattraktiv und die jüngsten Skandale die Glaubensbotschaft unglaubwürdig werden lassen, so der Vorwurf. Ein Lichtblick versprach die von der Deutschen Bischofskonferenz initiierte Dialogoffensive zu werden. Doch erste Reformvorschläge wurden harsch in die Schranken gewiesen. Clemens Finzer hat den Dialogprozess innerhalb der Katholischen Kirche in Deutschland von Anfang an begeleitet und mit Menschen an der Basis über ihre Hoffnungen, Erwartungen und Leiden an ihrer Kirche gesprochen. | ||
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Datum: 16.06.2011Länge: 00:57:51 Größe: 52.97 MB |
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| Freundschaftsanfrage an Gott- Eine Glaubensreise durchs Social Web - 12.06.2011 | ||
| Im Internet gibt es nicht nur alle möglichen religiösen Angebote, immer mehr Menschen verlagern ihre Kontakte dorthin. Auch Gott ist im Internet zu finden, bei facebook zum Beispiel. Was passiert, wenn man ihn "anklickt"? | ||
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Datum: 12.06.2011Länge: 00:52:47 Größe: 48.34 MB |
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| Treibstoff Alkohol - Eine postsowjetische Reise von Moskau nach Petuschki - 09.06.2011 | ||
| Wenedikt Jerofejews Buch "Die Reise nach Petuschki" ist zweifellos das alkoholhaltigste Buch der Weltliteratur. Und damit die wahrhaftigste Bestandsaufnahme des sowjetrussischen Alltags. Es wird gesoffen und gesoffen, Subrowka, Kubanskaja, Senator, Sherry, Rosé, Shiguli-Bier und grausige Gemische wie beispielsweise "Kanaanbalsam", der sich aus Brennspiritus, dunklem Bier und Möbelpolitur mixen lässt und auch "Braunbär" genannt wird. Nach Lage der realsozialistischen Dinge konnte Jerofejews bitterböse Irrfahrt auf Schienen in der Sowjetunion nicht erscheinen; das wodkaselige Endspiel kam zu hochprozentig der Wahrheit nahe. 1969 hatte der Dichter die Arbeit an "Moskwa-Petuschki" abgeschlossen, erst 19 Jahre später, 1988, kam es zur Veröffentlichung. Dieroad novel wurde zu einem Riesenerfolg und erlangte schnell Kult-Status, Clubs und Vereine wurden gegründet, in Szene-Cafés konnte man die aberwitzigen Cocktails des Autors bestellen, wenn auch mit abgewandelten Zutaten, in Moskau und Kirowsk, wo Jerofejew 1938 geboren wurde, errichtete man dem Dichter ohne offizielle Erlaubnis Denkmäler. Und Petuschki, ein gottverlassenes Provinznest an der Bahnstrecke Moskau-Wladimir, stieg zu einem Ort der Weltliteratur auf. 20 Jahre nach dem Zerfall der Sowjetunion tritt auch Christine Hamel mit Jerofejews Poem als Vademecum die Reise nach Petuschki an - und zwar bis ans Ende. Wenitschka, Jerofejews Held, hat es ja bekanntlich nie bis zu seinem heiß ersehnten Ziel geschafft. Das Feature soll eine literarische Reise in die russische Wirklichkeit werden. Schriftsteller wie Vladimir Sorokin, Andrej Gelassimow, Natalja Kljutscherewa, Ljudmila Ulitzkaja u.a. sollen über ihre paradiesischen Sehnsuchtsorte sprechen, über ihr je eigenes Petuschki. | ||
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Datum: 09.06.2011Länge: 00:57:54 Größe: 53.02 MB |
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