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Download & Podcast: radioTexte - Bayern 2 © Monacensia Literaturarchiv und Bibliothek München
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Die Lesungen in Bayern 2. Literatur im Ohr. Die Bibliothek zum Hören. Tipps zum Weiterlesen. Klassiker, neue Bücher, Romane, Briefe, Manuskripte – exklusiv, das alles in den radioTexten. Erfundene und wahre Geschichten, kommentiert von den Autoren, gelesen von den Autoren selbst oder von namhaften Schauspielern, wie Ulrike Kriener, Lisa Wagner, Gert Heidenreich, Axel Milberg und anderen.

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Radiosendungen:
radioTexte | Zur Sendung
 
Bayern 2 - radioTexte am Dienstag |
Sendezeit: dienstags um 21.05 Uhr
 
Bayern 2 - radioTexte am Donnerstag |
Sendezeit: donnerstags um 21.05 Uhr
 
Bayern 2 - radioTexte - Das offene Buch |
Sendezeit: sonntags um 11.00 Uhr
 
Podcast-Aktualisierung:
dienstags, donnerstags und sonntags

radioTexte / Hisham Matar: Die Rückkehr - 21.11.2017
In seinem Buch "Die Rückkehr" erzählt der libysche Autor und diesjährige Geschwister-Scholl-Preisträger Hisham Matar die Geschichte seines Vaters Jaballa Matar, der als Gegner des Gaddafi-Regimes vom libyschen Geheimdienst entführt wurde und spurlos verschwand. In seinem Erinnerungsbuch „Die Rückkehr“ erzählt der libysche Autor und diesjährige Geschwister-Scholl-Preisträger Hisham Matar die Geschichte seines Vaters Jaballa Matar, der als Mitglied der libyschen UN-Vertretung und Gegner des Gaddafi- Regimes vom libyschen Geheimdienst entführt wurde und im berüchtigten Gefängnis von Abu Salim spurlos verschwand. Für sein Buch ist Hisham Matar mit dem diesjährigen Geschwister-Scholl Preis ausgezeichnet. Lesung und Gespräch. Mitwirkende: Hisham Matar, Bijam Zamani, Johannes Hitzelberger. Redaktion und Moderation:Antonio Pellegrino
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[Audio]-Infos Datum: 21.11.2017
Länge: 00:54:14
Größe: 49.93 MB
Das offene Buch: Elnathan John: "An einem Dienstag geboren" - 19.11.2017
Dantala ist 15 und allein in den Straßen von Banyan Layi, im Norden Nigerias. Der Vater hat ihn in eine Koran-Schule gegeben, weil er nicht für den Sohn sorgen konnte. Nicht einmal einen richtigen Namen hat Dantala, was so viel heißt wie „An einem Dienstag geboren“. Mit seinem Kumpel Banda und der Gang zieht er durch die Stadt, schläft auf einem Stück Pappe unter dem Banyan-Baum, stiehlt, schlägert sich und kassiert Geld für Gewaltakte im Wahlkampf. Dantala sucht seinen Platz in der Gesellschaft, in einer Zeit täglicher Gewalt, politischer Korruption und religiöser Radikalisierung. Er findet Zuflucht in einer Moschee von Sokoto und in Sheik Jamal einen charismatischen Mentor. - Am 21.11.2017 ist Elnathan auf dem Literaturfest München zu Gast. Im Gepäck: seinen Bildungsroman aus Nigeria, mit Dantala zwischen politischen Ideologen und Boko Haram. Im Studio: Elnathan John, Anwalt. Satiriker, Autor. Lesung mit Shenja Lacher. Im Studio: Elnathan John. Cornelia Zetzsche.
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[Audio]-Infos Datum: 19.11.2017
Länge: 00:39:24
Größe: 36.34 MB
radioTexte / Eva Demski: Den Koffer trage ich selber - 14.11.2017
Mit Witz und Selbstironie erzählt Eva Demski in ihrem aktuellen Buch "Den Koffer trag ich selber" wie sie als unerwünschtes Kind allen Widerständen zum Trotz ihren Weg machte und sich in den unterschiedlichsten Lebenslagen behaupten konnte. Antoinio Pellegrino hat mit ihr gesprochen. Ein Koffer voller Leben - Eva Demski hat ihre Lebenserinnerungen geschrieben.
Mit Witz und Selbstironie erzählt Eva Demski in ihrem aktuellen Buch "Den Koffer trag ich selber", wie sie als Kind allen Widerständen zum Trotz ihren Weg machte und sich in den unterschiedlichsten Lebenslagen behaupten konnte. Antonio Pellegrino hat mit ihr über die Liebe zum Theater, Geistesgrößen der Bundesrepublik und den Literaturbetrieb gesprochen. Die ausgewählten Textausschnitte aus Eva Demskis Erinnerungen liest Lisa Wagner.
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[Audio]-Infos Datum: 14.11.2017
Länge: 00:54:08
Größe: 49.82 MB
radioTexte / Seneca: Das Leben ist kurz (2/2) - 01.11.2017
Warum sind wir geizig mit unserem Geld, gehen aber verschwenderisch mit unserer Lebenszeit um? In seinem Traktat "Das Leben ist kurz" plädiert Seneca für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Ressource Zeit. Lucius Annaeus Seneca wurde vermutlich 4 v. Chr. im heutigen Córdoba geboren. Der römische Dichter war ab 49 Erzieher des Prinzen und späteren Kaisers Nero. Sein Denken war von den Stoikern beeinflusst. Bis zum 18. Jahrhundert gehörte die Prosa des Tragödiendichters, der auch einige politische Ämter bekleidete, zu den meist gelesenen philosophischen Schriften. Unter Caligula verfolgt, unter Claudius verbannt und von seinem einstigen Schüler Nero zum Suizid (April 65) gezwungen, plädiert er in seinen brillanten Essays (u.a. "Das Leben ist kurz") für die Suche nach der inneren Freiheit, für das "Leben gemäß der Natur" und gegen die Vergeudung der Ressource "Zeit", da das Leben "kurz" sei. Es liest Reinhard Glemnitz. Redaktion und Moderation: Antonio Pellegrino
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[Audio]-Infos Datum: 01.11.2017
Länge: 00:29:42
Größe: 27.46 MB
radioTexte / Seneca: Das Leben ist kurz (1/2) - 31.10.2017
Warum sind wir geizig mit unserem Geld, gehen aber verschwenderisch mit unserer Lebenszeit um? In seinem Traktat "Das Leben ist kurz" plädiert Seneca für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Ressource Zeit. Lucius Annaeus Seneca wurde vermutlich 4 v. Chr. im heutigen Córdoba geboren. Der römische Dichter war ab 49 Erzieher des Prinzen und späteren Kaisers Nero. Sein Denken war von den Stoikern beeinflusst. Bis zum 18. Jahrhundert gehörte die Prosa des Tragödiendichters, der auch einige politische Ämter bekleidete, zu den meist gelesenen philosophischen Schriften. Unter Caligula verfolgt, unter Claudius verbannt und von seinem einstigen Schüler Nero zum Suizid (April 65) gezwungen, plädiert er in seinen brillanten Essays (u.a. "Das Leben ist kurz") für die Suche nach der inneren Freiheit, für das "Leben gemäß der Natur" und gegen die Vergeudung der Ressource "Zeit", da das Leben "kurz" sei. Es liest Reinhard Glemnitz. Redaktion und Moderation: Antonio Pellegrino
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[Audio]-Infos Datum: 31.10.2017
Länge: 00:29:36
Größe: 27.37 MB
Ernst Augustin zum 90. Geburtstag - "Robinsons blaues Haus" - 29.10.2017
Ernst Augustin, Schriftsteller, Psychiater und Erbauer phantastischer Welten ist einer der ungewöhnlichsten deutschsprachigen Autoren, mit forschendem Blick, Eigensinn, Hintersinn, Irrsinn. Ernst Augustin stammt aus dem Riesengebirge, arbeitete als Arzt an der Berliner Charité, dann in Afghanistan, war unterwegs zwischen Costa Rica und Indien und lebt sein halbes Leben in München. Legendär ist sein Haus, in dem er die Welt nachbaute: mit toskanischen Landschaften, Tropenparadies und Hongkong-Bar. Ihn interessieren die Innenräume von Häusern und Menschen, existentielle Fragen, die er wundersam leicht verhandelt. Zu seinen schönsten Büchern zählt "Robinsons blaues Haus", der Roman eines Lebens, in dem ein Mann mit viel Geld auf der Flucht ist zwischen Mecklenburg und Südsee. Wolfgang Hinze liest aus dem Anfang des Romans, Kindheitsbilder und Alltagsbeobachtungen. Moderation: Cornelia Zetzsche
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[Audio]-Infos Datum: 29.10.2017
Länge: 00:29:48
Größe: 27.55 MB
radioTexte / E. du Châtelet: Mathematik + Männer = Glück? - 17.10.2017
Femme de lettres.

Selbstbewusst, begabt und leidenschaftlich war Émilie du Châtelet, die 1706 in Paris geboren wurde und im Jahr 1749 auf Schloss Lunéville verstarb. Die langjährige Gefährtin Voltaires war eine Frau der Aufklärung und eine der gelehrtesten Wissenschaftlerinnen Frankreichs. Wissensdurstig war sie in den Wissenschaften, wissenshungrig war sie auch in der Liebe. Nachdem Emilie den Marquis Florent-Claude du Châtelet-Lomont heiratete und ihm drei Kinder schenkte, änderte die talentierte Marquise ihr Leben. Sie tat, was sie wollte, schrieb und studierte, und zum Erstaunen ihrer neidischen Zeitgenossinnen wurde die Liste ihrer Liebhaber und Bewunderer immer länger. Besonders glücklich war sie mit Voltaire. 1746/47 schrieb sie die „Rede vom Glück“. In diesem philosophischen Ratgeber folgt sie den Grundsätzen Epikurs, wobei sie zu dessen Glücksformeln – Mäßigung im Genuss, gesunde Lebensführung – ihre eigenen hinzufügt: Liebe und Leidenschaft, das Ablehnen von Vorurteilen und die Beschäftigung mit wissenschaftlichen Themen. Mit Caroline Ebner. Redaktion und Moderation: Antonio Pellegrino
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[Audio]-Infos Datum: 17.10.2017
Länge: 00:54:15
Größe: 49.94 MB
Das offene Buch: "Deutschland im Herbst" - 15.10.2017
Vor 40 Jahren drehte Alexander Kluge mit anderen Regisseuren den Autorenfilm „Deutschland im Herbst“, der begriffsbildend wurde. Dominik Graf zeigt nun seinen aktuellen Tatort am 15.10.2017 zum „Deutschen Herbst“. Beide erzählen – exklusiv auf Bayern 2 - Geschichten vom Herbst 1977 und lesen sie mit Hannelore Hoger: Ein Tübinger Professor begutachtet die Gehirne von Terroristen der Roten Armee Fraktion. Auf dem Dornhalden-Friedhof werden die Toten von Stammheim begraben, Alexander Kluge und Volker Schlöndorff sind mit ihrer Kamera dabei und besuchen am Vorabend Gudrun Ensslins Mutter. Und Dominik Graf entdeckt als junger Mann einen ehemaligen Mitschüler als Terroristen auf den Fahndungsplakaten. Moderation: Cornelia Zetzsche

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[Audio]-Infos Datum: 15.10.2017
Länge: 00:29:52
Größe: 27.61 MB
radioTexte / Romain Gary: Du hast das Leben vor Dir - 12.10.2017
Wenn gar nichts mehr geht und Madame Rosa in Apathie versinkt, dann hilft immerhin noch das Porträt von diesem Herrn Hitler, soviel weiß Momo. Manchmal ist es sein letztes Mittel, um die zusammengewürfelte Gemeinschaft aus elternlosen Kindern und traumatisierten Underdogs, in der er lebt, wieder in Gang zu bringen. Das Hitlerbild reißt seine jüdische Pflegemutter aus jeder Lethargie - manchmal allerdings verschwindet sie dann auch für Stunden in ihrem Versteck im Keller. Dabei ist die Sache mit den Deutschen längst vorbei, auch hier hat Momo den Durchblick. Hier in Paris unter Zuhältern und Ganoven, Huren und abgehauenen Eltern, im wilden Mix der Religionen, sind andere Dinge wichtig zum Überleben. Am allerwichtigsten Madame Rosa, aber lange, sagt Dr. Katz, wird sie es nicht mehr machen.
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[Audio]-Infos Datum: 12.10.2017
Länge: 00:53:46
Größe: 49.49 MB
Das offene Buch: Valery Tscheplanowa liest Aya Cissoko - "Von Paris nach Bamako" (4/4) - 08.10.2017
Mit „Ma“ schrieb Box-Weltmeisterin Aya Cissoko eine Hommage an ihre verstorbene Mutter, die als fünfzehnjährige Ehefrau aus Bamako nach Paris kam und zeitlebens versuchte, die Traditionen Malis auch in Frankreich zu leben und von ihren Kindern einzufordern. Valery Tscheplanowa, „Schauspielerin des Jahres“ 2017 liest aus der berührenden Migranten- und Mutter-Tochter-Geschichte. „Ma“ ist die vierte und letzte Lesung der frankophonen Bayern 2 - Reihe zum Frankfurter Buchmessen-Schwerpunkt "Francfort en français“/ „Frankfurt auf Französisch“. Juliane Köhler, Ulrike Kriener, Xenia Tiling und Valery Tscheplanowa lesen Geschichten von Aya Cissoko, Ali Zamir, Jean Echenoz und Joseph Andras. Im Gespräch: Aya Cissoko. Moderation: Cornelia Zetzsche.
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[Audio]-Infos Datum: 08.10.2017
Länge: 00:29:50
Größe: 27.59 MB
radioTexte / Boris Vian: Die Gischt der Tage - 05.10.2017
Sie duftet nach Wald, er feilt stundenlang am ersten Satz, ihre Liebe ist unsterblich, aber der Tod ist unbesiegbar: Auszüge aus Boris Vians berühmter Liebesgeschichte, in neuer Übersetzung von Frank Heibert, gelesen von Andreas Neumann. Sie sind so verliebt, alles ist möglich in dieser merkwürdigen Welt - Aale in den Wasserleitungen und Mäuse, die sprechen können, philosophische Texte auf Klopapier und lebende Wände. Chloé und Colin sind ein Paar von unglaublicher Leichtigkeit und unglaublichem Ernst, eines der berühmtesten Liebespaare der französischen Literatur. Merkwürdig eigentlich, dass sich immer die helle Hälfte ihrer Geschichte über die dunkle schiebt. Denn überleben lässt Boris Vian seine Liebenden ihr Glück nicht.
Aus Vians surreal-schräger Liebesgeschichte, in neuer Übersetzung von Frank Heibert. Gelesen von Andreas Neumann in der Regie von Irene Schuck. Moderation und Redaktion: Judith Heitkamp.

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[Audio]-Infos Datum: 05.10.2017
Länge: 00:54:13
Größe: 49.90 MB
Das offene Buch: "Von Paris nach Bamako" - Zur Buchmesse (3/4) - 01.10.2017
Anguille versinkt. Im Indischen Ozean. Beim Versuch, auf die französische Komoren-Insel Mayotte zu kommen. In höchster Not sieht sie ihr Leben vor sich. Anguille heißt sie, Aal. Der Vater gab ihr diesen Namen, weil Aale sich gut unter Steinen verstecken können. Sie selbst sieht sich als so fremd wie ein Aal. Enttäuscht von ihrer ersten Liebe, verstoßen vom Vater, war Anguille den Bootsflüchtlingen gefolgt, auf der Suche nach Freiheit. Sie kommt, wie ihr Autor, von Anjouan, einer Hauptinsel der Komoren zwischen Ostafrika und Madagaskar. Sie erzählt von der Schönheit der Insel, den Bergen, der Altstadt, den Fischern, dem Rauschen des Meeres. Aber die Armut treibt viele fort, in kleinen Booten übers Meer. Xenia Tiling liest aus Ali Zamirs Flüchtlingsgeschichte. "Das offene Buch" präsentiert, zum Buchmessen-Thema "Francfort en français“, Romane aus dem Französischen.
Moderation: Cornelia Zetzsche
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[Audio]-Infos Datum: 01.10.2017
Länge: 00:29:50
Größe: 27.59 MB
radioTexte / Marta Karlweis: Schwindel - 28.09.2017
„Schwindel“, heißt dieser Roman aus dem Jahr 1931, und schwindelig kann einem werden bei der Mischung aus Leidenschaften und Aussichtlosigkeit. Geschwindelt wird auch eine Menge, vor allem sich selbst lügen diese kleinen Leute an, die so gerne „hochkommen“ würden. Ein starker, expressionistischer Text einer österreichischen Schriftstellerin, die heute fast keiner mehr kennt – dabei war sie vor dem Exil eine bekannte Autorin.
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[Audio]-Infos Datum: 28.09.2017
Länge: 00:54:11
Größe: 49.88 MB
radioTexte / Gianni Rodari: "Bäumchen wechsle dich" und nemo: das Ratespiel - 26.09.2017
Nach Gianni Rodaris grotesker Kurzgeschichte stehen zwei große Frauengestalten im Mittelpunkt der neuen literarischen Spurensuche der nemo-Detektive, unterstützt von der jungen Lyrikerin und Philosophin Mara-Daria Cojocaru. Mit Hörerrätsel. Redaktion und Moderation: Antonio Pellegrino
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[Audio]-Infos Datum: 26.09.2017
Länge: 00:55:09
Größe: 50.76 MB
radioTexte / G. Casanova, wenn die Liebe im Spiel ist (6/6) - 12.09.2017
In den folgenden Jahren wird Casanova kaum seinen Lebensstil ändern. Er verfolgt und setzt seinen Lebensentwurf um: als Verführer, als Galan, Intrigant, als Spitzel – wird confidente der Staatsinquisition, fest besoldet. Bekommt sogar einen Decknamen: Antonio Pratolini. Als homme de lettre verkehrt er mit den literarischen und musikalischen Stars der Zeit.
1777 lernt er den berühmten Dichter und Libettristen Lorenzo da Ponte kennen. Und er greift selbst auch zur Feder. Veröffentlicht die Satire „Né amori né donne“. Im Jahr 1784 kommt es zu der ersten Begegnung mit dem Grafen Waldstein. Casanova schreibt einen fünfbändigen utopischen Roman „Isocaméron ou l’Histoire d’Edouard et Elisabeth“. Das abenteuerliche Leben des venezianischen Hochstaplers: un dramma erotico-gioioso, bis der berühmteste Sexprotz seiner Epoche seiner intrigenreichen Grand Tour durch die europäischen Fürsten- und Königshäuser, durch die vielen adligen Alkoven und billigen Absteigen ein Ende setzt und sich mehr oder weniger freiwillig nach Böhmen absetzt und als Bibliothekar in den Diensten von Graf Waldstein seinen Lebensunterhalt verdient. 1789 beginnt er mit der Niederschrift seiner Lebenserinnerungen. Auf Französisch. „Histoire de ma vie“. Reale Hauptfigur mit erfundenen Eigenschaften: Giacomo Casanova.
War der ewige Schürzenjäger womöglich ein Rebell, der mit seinem ausschweifenden Lebensstil gegen die Moral und die fest zementierte politische Ordnung des 18. Jahrhunderts Widerstand leistete?
„Es hilft nichts. Dieser Giacomo Casanova gehört nun einmal zur Weltliteratur“, urteilte lapidar Stefan Zweig, der – wie viele Künstler vor und nach ihm – von den Memoiren des venezianischen Gentiluomo tief beeindruckt war. Am 4. Juni 1798 starb Casanova in Dux, wo er auch begraben wurde. Mit Horst Raspe. Moderation und Redaktion Antonio Pellegrino
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[Audio]-Infos Datum: 12.09.2017
Länge: 00:54:07
Größe: 49.82 MB
Das offene Buch: "Ikarien" - Ulrich Noethen liest Uwe Timm (3/3) - 10.09.2017
Uwe Timm, der Meister fiktionaler Romane mit historischem Hintergrund, zeigt in seinem neuen Roman „Ikarien“ Anfänge und Aktualität von Ideen des Rassenhygienikers Alfred Ploetz und verbindet die Geschichte mit persönlicher Erinnerung. Seine Hauptfigur ist Michael Hansen, ein junger Literaturwissenschaftler und GI deutscher Herkunft. Er versucht, in Gesprächen mit dem 81jährigen Kommunisten Wagner die Geschichte der Eugenik zu verstehen. Geprägt hat diesen Begriff der Mediziner Alfred Ploetz. Zu den grausamen Forschungen dieses Rassenhygienikers und zu Michael Hansens einstigem Hamburger Elternhaus führt die dritte und letzte Lesung aus dem Hörbuch, das Ulrich Noethen kongenial gelesen hat, mit allen Stimmen und Stimmungen. Elf CDs, eine Koproduktion von Bayern 2 mit Random House. Es erscheint am 7. September, zeitgleich mit dem Roman bei Kiepenheuer & Witsch. Im Studio: Uwe Timm. Moderation: Cornelia Zetzsche.
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[Audio]-Infos Datum: 10.09.2017
Länge: 00:29:50
Größe: 27.58 MB
radioTexte / G. Casanova: Wenn die Liebe im Spiel ist (5/6) - 05.09.2017
Am 26.Juni 1755 wird der venezianische Lebemann und Libertin auf Befehl der Staatsinquisition verhaftet. Ihm werden mehrere Delikte vorgeworfen, unter anderem Atheismus, Magie, Unzucht, und er wird in die Piombi, Venedigs Gefängnisse im Dogenpalast, eingesperrt. In der Nacht vom 31. Oktober zum 1. November gelingt Casanova die Flucht aus den für die dort herrschende Brutalität berüchtigten Bleikammern. Welche Pläne verfolgt nun der berühmte Ausbrecher? Es liest Horst Raspe. Moderation und Redaktion: Antonio Pellegrino
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[Audio]-Infos Datum: 05.09.2017
Länge: 00:54:12
Größe: 49.63 MB
Das offene Buch: "Ikarien": Ulrich Noethen liest Uwe Timm (2/3) - 03.09.2017
In Herrsching, südlich von München, hat der junge GI Michael Hansen mit seinem Kameraden George ein luxuriöses Domizil gefunden und ein Vogelparadies am See. Beide arbeiten für die Psychological Warfare Division. George befragt ehemalige NS-Ärzte, die Euthanasie betrieben. Michael soll über den Antiquar und Kommunisten Wagner, der die Nazi-Zeit in einem Keller überlebte, herausfinden, welche Forschungen der Eugeniker Alfred Ploetz betrieb, der 1940 verstarb und zu Lebzeiten eine biologische Lösung der sozialen Frage propagierte, also die Eliminierung von Menschen, die Nationalsozialisten als angeblich „lebensunwertes Leben“ später ermordeten. - Wieder holt Uwe Timm ein verborgenes historisches Thema ans Licht und zeigt, wie aktuell viele dieser Gedanken sind. Am 7. September erscheint „Ikarien“ als Roman bei Kiepenheuer & Witsch, zeitgleich als Hörbuch bei Random House mit Ulrich Noethen, eine Koproduktion von Bayern 2 und dem Verlag. Bayern 2 – Hörer/Innen erfahren vorab, was es mit „Ikarien“ auf sich hat. In drei Lesefolgen und Gesprächen mit Uwe Timm im Offenen Buch. Moderation: Cornelia Zetzsche.

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[Audio]-Infos Datum: 03.09.2017
Länge: 00:29:45
Größe: 27.25 MB
radioTexte / G. Casanova: Wenn die Liebe im Spiel ist (4/6) - 29.08.2017
Die Sommerlesung der radioTexte am Dienstag 4. Folge
„Wenn die Lieb im Spiel ist …“ die Erinnerungen von Giacomo Casanova. Nach dem Studium der Rechte in Padua kehrt der intelligente und begabte junge Mann nach Venedig zurück, wo er 1740 die niederen Weihen erhält. Als Gönner gewinnt er den reichen Senator Malipiero, der ihm zu seinem ersten erfolgreichen Auftritt als Prediger verhilft. In der Liebe kommt Casanova nun durchaus schon zu Recht.
Am 26. Juni 1755 ereilt ihn eine böse Überraschung. Casanova wird verhaftet. im Auftrag der allmächtigen Staatsinquisition. Welche Delikte werden ihm wohl vorgeworfen?
Es liest Horst Raspe. Redaktion und Moderation: Antonio Pellegrino
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[Audio]-Infos Datum: 29.08.2017
Länge: 00:54:05
Größe: 49.52 MB
Das offene Buch: "Ikarien" - Ulrich Noethen liest Uwe Timm (1/3) - 27.08.2017
Als sich Michael Hansen nach dem Studium zur US-Army meldet, wird er als junger GI nach Deutschland geschickt, in sein Herkunftsland, das nun, im Frühjahr 1945, in Trümmern liegt. Michael Hansen kommt nach Coburg und München. Sein Auftrag: Er soll den 81jährigen Wagner befragen, einen Kommunisten und einstigen Adlatus von Alfred Ploetz, dem Begründer der Eugenik, der 1940 gestorben ist. In zehn Gesprächen mit Hansen erzählt Wagner von Ploetz, der als Kommunist in Breslau begann; der Étienne Cabets sozialistische Ideen erforschte, später mit den Nationalsozialisten paktierte und zum faschistischen Rassenwahn die vermeintlich wissenschaftliche Basis lieferte. Die Geschichte des Alfred Ploetz zwischen Breslau, Amerika, Paris und dem oberbayerischen Herrsching wird zum großen, schillernden Zeit- und Ideen-Panorama. - Ulrich Noethen liest den vielstimmigen Roman Uwe Timms mit großer Klugheit. Elf CDs sind daraus geworden, ein Hörbuch als Koproduktion von Bayern 2 mit Random House. Es erscheint, zeitgleich mit dem Roman bei Kiepenheuer & Witsch, am 7. September. Zuvor liest Ulrich Noethen an drei Sonntagen drei Auszüge, als Prehearing für Bayern 2 – Hörer/Innen. Teil 1 erzählt von Hansens Streifzügen durch das zerstörte München; auch davon, wie er ein luxuriöses Domizil findet – und dieses Anwesen ist nicht irgendein schönes Haus am See. Im Studio: Uwe Timm. Moderation: Cornelia Zetzsche
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[Audio]-Infos Datum: 27.08.2017
Länge: 00:29:45
Größe: 27.25 MB
radioTexte / G. Casanova: Wenn die Liebe im Spiel ist (3/6) - 22.08.2017
Die Sommerlesung der radioTexte am Dienstag 3. Folge
„Wenn die Lieb im Spiel ist …“ die Erinnerungen von Giacomo Casanova. Nach dem Studium der Rechte in Padua kehrt der intelligente und begabte junge Mann nach Venedig zurück, wo er 1740 die niederen Weihen erhält. Als Gönner gewinnt er den reichen Senator Malipiero, der ihm zu seinem ersten erfolgreichen Auftritt als Prediger verhilft. In der Liebe kommt Casanova nun durchaus schon zu Recht. Teresa, Laura, Nanetta und Martina, Angela und Giulietta. Unwiderstehlich zwar noch nicht in jedem Falle weiß er Gelegenheiten schnell zu nutzen wie bei der schönen, jungen frisch vermählten Pächtersfrau, die leichtfertig mit ihm eine Kalesche bestieg. Es liest Horst Raspe. Redaktion und Moderation: Antonio Pellegrino
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[Audio]-Infos Datum: 22.08.2017
Länge: 00:54:12
Größe: 49.63 MB
radioTexte / G. Casanova: Wenn die Liebe im Spiel ist (2/6) - 08.08.2017
Die Sommerlesung der radioTexte am Dienstag 2. Folge
„Wenn die Lieb im Spiel ist …“ die Erinnerungen von Giacomo Casanova. Nach dem Studium der Rechte in Padua kehrt der intelligente und begabte junge Mann nach Venedig zurück, wo er 1740 die niederen Weihen erhält. Als Gönner gewinnt er den reichen Senator Malipiero, der ihm zu seinem ersten erfolgreichen Auftritt als Prediger verhilft. In der Liebe kommt Casanova nun durchaus schon zu Recht. Teresa, Laura, Nanetta und Martina, Angela und Giulietta. Unwiderstehlich zwar noch nicht in jedem Falle weiß er Gelegenheiten schnell zu nutzen wie bei der schönen, jungen frisch vermählten Pächtersfrau, die leichtfertig mit ihm eine Kalesche bestieg. Es liest Horst Raspe. Redaktion und Moderation: Antonio Pellegrino

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[Audio]-Infos Datum: 08.08.2017
Länge: 00:54:12
Größe: 49.62 MB
radioTexte / G. Casanova: Wenn die Liebe im Spiel ist (1/6) - 01.08.2017
Verführung, Erotik, Sex sind Schlagworte, die der Name Casanova üblicherweise ins Gedächtnis ruft. Doch die Memoiren des italienischen Gelehrten, Hochstaplers und Frauenhelden enthalten mehr als das. Die meiste Zeit seines Lebens ist Giacomo Casanova in Bewegung, seine Biographie ist Ankommen und Aufbrechen, Hin und Her, von einem Ort zum anderen. Casanova ist dabei nicht der klassische Bildungsreisende der „Grand Tour“, sondern Getriebener und Strebender, dem nicht die geraden Wege, sondern die Ab- und Irrwege zur Erfahrung werden. “Wenn die Liebe im Spiel ist…“ – Die erste von sechs Folgen aus den Erinnerungen von Giacomo Casanova mit dem Originaltitel „Geschichte meines Lebens“, gelesen von Horst Raspe. Redaktion und Moderation: Antonio Pellegrino
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[Audio]-Infos Datum: 01.08.2017
Länge: 00:54:01
Größe: 49.47 MB
radioTexte / C. Baudelaire: Wein und Haschisch - 18.07.2017
Berauscht euch! - schleuderte Charles Baudelaire Mitte des 19. Jahrhunderts der Pariser Gesellschaft entgegen. Ein Appell gegen Rationalismus, Ökonomisierung und Anpassung. Bis heute Provokation und Inspiration gleichermaßen. Wein und Haschisch sind Wohltäter des Menschen: Charles Baudelaire schrieb nicht nur über solche Weisheiten, er lebte sie. Für den Dandy und Dichter war der Rausch Erlöser von irdischem Leid, Hebel für künstlerische Inspiration und Pfad in künstliche Paradiese. Auch in Essays wie „Wein und Haschisch“, „Auswahl tröstlicher Maximen über die Liebe“ ergründet Baudelaire die verheißungsvolle Wirkung von Alkohol, Drogen, Musik und Sexualität – und warnt vor deren Abusus. Redaktion und Moderation: Antonio Pellegrino
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[Audio]-Infos Datum: 18.07.2017
Länge: 00:54:00
Größe: 49.45 MB
radioTexte / M. Politycki: Schrecklich schön und weit und wild - 11.07.2017
Wochentrip oder Weltumrundung? Pauschal- oder Backpacker-Reise, Länderabhaken oder Last Minute? Wir reisen und reisen und reisen. Warum? Was denken wir dabei? Matthias Politycki, Schriftsteller und leidenschaftlicher Reisender, über Reiselust, Erlebnisse und Erfahrungen, Tops und Flops.
Autorenlesung. Redaktion und Gespräch: Antonio Pellegrino
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[Audio]-Infos Datum: 11.07.2017
Länge: 00:54:12
Größe: 49.63 MB
Das offene Buch: Die besten Texte aus Klagenfurt und Bachmann-Preisträger Ferdinand Schmalz - 09.07.2017
Vierzehn Autoren lasen und rangen in Klagenfurt um den Ingeborg-Bachmann-Preis. Mit seiner abgrundtief schwarzen, gleichwohl anrührenden Groteske gewann der 32 Jahre junge, längst preisgekrönte Dramatiker Ferdinand Schmalz den Bachmann-Preis 2017. Mit seiner Geschichte „mein lieblingstier heißt winter“ reagierte Schmalz auf unseren unnatürlichen Umgang mit dem Tod und entwarf einen ebenso unnatürlichen, grotesken Todesplan.John Wrays Babuschka-Story, aus der sich wenigstens fünf Binnengeschichten schälen, handelt von einem schreibenden Geschwister-Paar, von Vögeln, von einem legendären Ornithologen und flirrt zwischen Genres und Stilmitteln. Wray erhielt den neuen Deutschlandfunk-Preis. Diese und andere „beste Texte“ aus Klagenfurt vom Ringen um den Bachmann-Preis im Offenen Buch. Moderation. Cornelia Zetzsche
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[Audio]-Infos Datum: 09.07.2017
Länge: 00:29:02
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radioTexte / Henry David Thoreau: Ktaadn - 04.07.2017
Henry David Thoreaus Buch über den Aufstieg auf den Berg Ktaadn ist Abenteuerbericht, naturphilosophischer Essay und Pamphlet in einem. Reflexion darüber, wie die Erfahrung von Natur immer auch eine Selbsterfahrung ist. xxx
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[Audio]-Infos Datum: 04.07.2017
Länge: 00:54:09
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radioTexte / Henry D. Thoreau: Wilde Früchte - 27.06.2017
Zum 200. Geburtstag des amerikanischen Schriftsteller Henry David Thoreau
Er verbrachte fast sein ganzes Leben an einem abgeschiedenen Fleckchen in Massachusetts und doch ist er bis heute weltweit präsent: Umweltschützer, Aktivisten und Anarchisten beziehen sich auf Henry David Thoreau, den Einsiedler, Nonkonformist und Philosoph des 19. Jahrhunderts, der mit "Walden" und "Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat" amerikanische Literaturgeschichte schrieb. Mit seinen Ideen gilt Thoreau heute zu Recht als der amerikanische Vordenker der Umweltbewegung, die heute auf präsidialer Ebene verpönt ja geradezu in die Enge getrieben wird. Seine Beobachtungen haben nichts an aktueller Brisanz verloren.
Sein Spätwerk "Wilde Früchte" ist zugleich kenntnisreiche Studie und umfangreiche Liebeserklärung an die heimische Natur. Es liest Heiko Ruprecht. Redaktion und Moderation: Antonio Pellegrino
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[Audio]-Infos Datum: 27.06.2017
Länge: 00:54:10
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radioTexte / ARD-Themenwoche "Woran glaubst?" - Navid Kermanis "Ungläubiges Staunen - Über das Christentum" - 13.06.2017
Deutschlands bekanntester Orientalist staunt über christliche Kunst: In seiner Essay-Sammlung "Ungläubiges Staunen - über das Christentum" schildert der in Deutschland aufgewachsene Schriftsteller Navid Kermani, der u.a. mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet wurde, seine Eindrücke von Gemälden, Skulpturen, religiösen Objekten und Mosaiken in katholischen Kirchen zwischen Köln und Rom, gibt Deutungsmöglichkeiten, sucht religiöse Motive in anderen Glaubensrichtungen und setzt sie in Beziehung zueinander. Es lesen Thomas Loibl und Peter Weiß.
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[Audio]-Infos Datum: 13.06.2017
Länge: 00:54:07
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radioTexte / Michail Bulgakow: Meister und Margarita (2/2) - 08.06.2017
Der Meister aus dem Titel taucht erst nach einem Drittel der Handlung auf, er wird gefangen gehalten und verfasst einen Roman über Jesus vor Pontius Pilatus. Währenddessen langweilt sich seine frühere Geliebte Margarita. Doch dann wird für den Teufelsball noch eine Ballkönigin gebraucht. Und Margarita weiß, worauf sie sich einlässt, als sie mit Luzifer persönlich handelt. Der nächstliegende Besen wird lebendig und seine neue Besitzerin in die Moskauer Nacht entführt.
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[Audio]-Infos Datum: 08.06.2017
Länge: 00:54:19
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radioTexte / Der Glaube an Reinkarnation und Wiedergeburt - 06.06.2017
Nach dem alten indischen Gesetz des Karma, worauf die Wiederverkörperungsidee basiert, drängt das wahre Selbst immer zu einer neuen Existenz. In seiner politischen Schrift „Politeia“ beschreibt Platon, wie die Seelen aufgrund ihrer individuellen Lebensführung in die Unterwelt verbannt und gereinigt oder an einen himmlischen Ort versetzt werden. Nach tausend Jahren werden sie zur „Spindel der Ananke“ (Notwendigkeit) geführt, die die Gestirne in Bewegung hält. Dort werden die Seelen von den Moiren, den Schicksalsgöttinnen, beaufsichtigt, und sie können sich für ein neues Lebensmodell entscheiden, das sie in Zukunft verwirklichen wollen. Auf diesem können sie erneut in den Kreis der Inkarnation zurückfinden. Eine menschliche Seele kann in ein tierisches Leben übergehen, ein Tier, das früher ein Mensch war, kann wiederum zum Menschen werden. “Sind wir nur einmal auf Erden?“, fragt der Künstler und Philosoph Hans Torwesten in seiner gleichnamigen Abhandlung. “ Welche Rolle spielt der Reinkarnationsgedanke in der Neuzeit in den Weltreligionen und in den unterschiedlichen spirituellen Richtungen? Ist die menschliche Seele unsterblich? Gibt es eine Existenz vor und nach unserem Dasein? Redaktion und Moderation: Antonio Pellegrino
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[Audio]-Infos Datum: 06.06.2017
Länge: 00:53:56
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Fahrrad-Geschichten (2/2) - 05.06.2017
Fahrrad-Geschichten - Shenja Lacher liest David Coventry Als Karl von Drais, der adelige Forstbeamte, 1817 erstmals vor aller Öffentlichkeit seine Draisine erprobte und von Mannheim nach Schwetzingen fuhr – noch ohne Pedale -, da ahnte niemand, welchen Siegeszug sein Reitpferd-Ersatz weltweit antreten würde. Heute ist das Fahrrad für Millionen Menschen das wichtigste Gefährt und ein großes Freiheitsgefühl, denn Radfahren heißt mobil sein - im Rausch der Geschwindigkeit. Das erste Fahrrad ist den meisten präsent. Viele Fahrrad-Episoden sind Kindheitserinnerungen, auch die Geschichten von Büchner-Preisträger Martin Mosebach. Und Uwe Dick gräbt sich gleich danach in der ersten Lesefolge lautmalend per Fahrrad durch den Großstadtstau. – Am Pfingstmontag erinnert David Coventry aus Neuseeland in „Die unsichtbare Meile“ an die Tour de France 1928, als erstmals Neuseeländer und Australier antraten. Shenja Lacher liest aus Coventrys neuem preisgekröntem Roman. - In drei Etappen an zwei Tagen feiert „Das offene Buch“ den 200. Geburtstag des Fahrrads. Moderation: Cornelia Zetzsche.
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[Audio]-Infos Datum: 05.06.2017
Länge: 00:29:40
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radioTexte / Michail Bulgakow: Meister und Margarita (1/2) - 01.06.2017
Michail Bulgakows „Meister und Margarita“ ist ein Buch, das über 20 Jahre brauchte bis zur Veröffentlichung und mehr als weitere 20 sowie den Untergang der UdSSR, um das Kultbuch zu werden, das es für viele heute ist. Der Roman ist ein Moskauer Hexensabbat um Literaten, Künstler, Politiker, Genossen und des Teufels Spießgesellen. In der Karwoche taucht der schwarze Magier Voland in Moskau auf, begleitet von einem großen sprechenden Kater, und beginnt die Stadt auf den Kopf zu stellen.
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[Audio]-Infos Datum: 01.06.2017
Länge: 00:53:59
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radioTexte / E. T. Seton: Das Manifest des roten Mannes (2/2) - 23.05.2017
Als weißer Mann inmitten von Indianern, offen für ihre Kultur und beeindruckt von ihren Prinzipien. Ernest Thompson Seton war einer der Ersten, der den Ureinwohnern Amerikas Respekt zollte und ihnen ein Denkmal setzte. Der Untergang der amerikanischen Ureinwohner, die Ausrottung durch den weißen Mann, die Diskriminierung und Missachtung ihrer Kultur und Lebensweise gehören zu den dunklen Kapiteln der amerikanischen Geschichte. Mit Ideologien vom Fortschritt und vom Pioniergeist, mit Biologismen und Rassismen wurden Mitte des 19. Jahrhunderts unvorstellbare Gräueltaten gegen die Indianer gerechtfertigt. Einer derjenigen, die dagegen Einspruch erhoben, war der britisch-kanadische Autor und Maler Ernest Thompson Seton (1860-1946). Er konnte direkt miterleben, wie die glorifizierte Pionierzeit zur Vernichtung der Lebensgrundlagen und der Kultur eines großen Teils der nordamerikanischen Indianer führte. Ernest Thompson Seton war einer der Ersten, der den Ureinwohnern Amerikas Respekt zollte und ihnen mit dem „Manifest des roten Mannes“ ein Denkmal setzte.
Redaktion und Moderation: Antonio Pellegrino
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[Audio]-Infos Datum: 23.05.2017
Länge: 00:53:40
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Das offene Buch: Luiz Ruffato - "Teilansicht der Nacht" - 14.05.2017
Eine Familie zwischen Hoffnung und Stillstand, „Paradies“ und Militärdiktatur in Brasiliens finsterer Zeit der 70er Jahre. Tragikomisch, atemraubend, expressiv und politisch sind die Milieuschilderungen des preisgekrönten Erzählers Luiz Ruffato. Experimentell, stakkatoartig, manchmal nur in Wortfetzen, dennoch detailgenau, beschreibt er Menschen der unteren Mittelschicht und der Arbeiterklasse, aus der er selber kommt und der er seinen Zyklus „Vorläufige Hölle“ widmete. „Teilansicht der Nacht“, der dritte Band – wieder von Michael Kegler souverän übersetzt – sammelt Geschichten aus Cataguases, Ruffatos Herkunftsort in Minas Gerais. Schonungslose und doch zärtliche Porträts und Episoden zur Zeit der finsteren Militärdiktatur, auf die der Titel anspielt. Die Figuren sind Arbeiter, Migranten und Arme, manche schon bekannt aus den früheren Bänden, wieder mit ihren Sorgen und Träumen, mit Alkohol und Gewalt als Dauerproblem. Schauspieler Shenja Lacher liest die Skizze einer Familie, die im Sommer 72 voll Elan und mit hochfliegenden Plänen in eine bessere Gegend zieht, nach „Paraíso“. Das Umsiedelungsprojekt folgt den Fortschrittsparolen der Militärs, aber die Familie wird nie da landen, wohin sie wollte. Moderation und Redaktion: Cornelia Zetzsche.

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[Audio]-Infos Datum: 14.05.2017
Länge: 00:29:49
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radioTexte / E. T. Seton: Das Manifest des roten Mannes (1/2) - 09.05.2017
Als weißer Mann inmitten von Indianern, offen für ihre Kultur und beeindruckt von ihren Prinzipien. Ernest Thompson Seton war einer der Ersten, der den Ureinwohnern Amerikas Respekt zollte und ihnen ein Denkmal setzte. "Einige der hervorragenden Eigenschaften des Indianers sind: seine Entschlossenheit, sein Humor, seine Weisheit", so der Schriftsteller und Maler Ernest Thompson Seton, der als weißer Mann inmitten von Indianern lebte und von den moralischen Prinzipien des Roten Mannes beeindruckt war. Sein wichtigstes Werk "The Gospel oft he Redman" – Das Manifest des Roten Mannes - wurde nach kritischer Überprüfung durch amerikanische Wissenschaftler und Vertreter der amerikanischen Ureinwohner 1935 veröffentlicht. Durch eigene Beobachtung und längeres Leben bei den Indianern lernte Seton deren Alltag, Geschichte und Religion kennen. In seinem Buch beschreibt er die wichtigsten Prinzipien, die Denken und Handel der Indianer bestimmen. Mit seiner anthropologischen Recherche setzte der Mitbegründer der amerikanischen Pfadfinderbewegung - angefangen bei den Entstehungsmythen der Welt, über Religion, Ethik, Ehe, Kindererziehung bis zu den Alltagsritualen - den Indianern, deren Kultur und Existenzgrundlagen immer noch bedroht werden, ein Denkmal. (1.Folge – Die 2. Folge hören Sie am 16.5.2017)
Redaktion und Moderation: Antonio Pellegrino .
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[Audio]-Infos Datum: 09.05.2017
Länge: 00:53:51
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Das offene Buch: "Höre mich!" - Psalmen literarisch (3/3) - 07.05.2017
„herr /höre mich, wenn du kannst/ auf mein gedicht hast du nicht gehört/ war es zu fein für deine lakaien?/ so daß sie dich mit ihrem lärm daran gehindert haben/ zuzuhören?“. So beginnt Said, der Münchner Dichter und Exilant aus Teheran, sein Gebet zu Gott, oder besser: sein Zwiegespräch mit Gott auf Augenhöhe, ein kummervoll-wütender Psalm gegen das Unrecht in der Welt. – Büchner-Preisträger Arnold Stadler schickt in seiner höchst vergnüglichen Geschichte einen Grabredner in die Heimat, mit Navi, anders findet er die Heimat nicht mehr und den Dorffriedhof, auf dem er einst mit den Grabinschriften Lesen lernte. Zwei von sechs exklusiven Texten, die renommierte Schriftsteller wie Arnold Stadler, Said, Feridun Zaimoglu, Sibylle Lewitscharoff, Gila Lustiger und Uwe Kolbe für Bayern 2 schrieben, als Antwort auf den Psalter. Moderation: Cornelia Zetzsche.

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[Audio]-Infos Datum: 07.05.2017
Länge: 00:29:50
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radioTexte / Gerhard Polt: Vom Muspilli bis zur "Weißen Rose" - 02.05.2017
Die Bayern sind besonders, sagt schon die frühe Geschichtsschreibung. Ihre Literatur auch. Die radioTexte laden ein zu einer Reise durch 1000 Jahre Bayerische Literatur. Und grautulieren Gerhard Polt zum 75. Geburtstag. Die Bayern sind besonders, so kann man es schon in der frühen Geschichtsschreibung bei Aventin oder Venancius Fortunatus lesen. Ihre Literatur auch. Die radioTexte laden ein zu einer Reise durch 1000 Jahre Bayerische Literatur mit den Schauspielern Gisela Schneeberger und Gerhard Polt, die mit großem Vergnügen diese literarische Crème Bavaroise servieren. Übrigens: am 7. Mai feiert der bayerische Sprachkünstler seinen 75. Geburtstag. Wir gratulieren herzlich: Carissimo Gert: Tanti Auguri!
Redaktion und Moderation: Antonio Pellegrino

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[Audio]-Infos Datum: 02.05.2017
Länge: 00:53:58
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radioTexte / Charlotte Perkins Gilman: Die gelbe Tapete - 27.04.2017
„Es gibt eine sich wiederholende Stelle, wo sich das Muster wie ein gebrochenes Genick krümmt und wo mich zwei herausquellende Glupschaugen verkehrt herum anstarren. Ihr unverfrorenes und unverwandtes Glotzen macht mich richtig wütend. Rauf und runter und seitwärts kriechen sie, und diese absurden, starren Augen sind überall ...“ Heute würde man von vielleicht von Burn out sprechen. Oder schlicht von postnataler Depression. Das Baby ist da, die Mutter ist nicht glücklich. Der Patientin wird Ruhe verordnet, eine Liegekur im Zimmer mit der gelben Tapete im neuen Landhaus.
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[Audio]-Infos Datum: 27.04.2017
Länge: 00:53:50
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"Höre mich!" - Psalmen literarisch (1/3) - 23.04.2017
Eigentlich wollte Gila Lustiger mit Psalm 23 beginnen: „Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln“, wollte also Schutz und Hoffnung spiegeln. Aber dann führte sie die Lektüre der Psalmen doch immer wieder zu Verfolgung und zu Flehen in der Not. Die Geschichte, die sie am Ende schrieb ist eine Erinnerung an Psalmen, die sie als Kind in der Synagoge hörte und Jiskor, ein Totengebet für den Vater, Arno Lustiger, und andere Holocaust-Überlebende. - Uwe Kolbe liest in Psalm 107 Stufen seiner eigenen Lebensgeschichte und schlüpft in die Rolle eines Mönchs. - Uwe Kolbe und Gila Lustiger bilden den Auftakt bei „Höre mich!“: Sechs prominente Schriftsteller/Innen antworten auf das Buch der Psalmen und zeigen Bezüge zur Gegenwart. Die Büchner-Preisträgern Sibylle Lewitscharoff und Arnold Stadler etwa, Feridun Zaimoglu, der deutsche Spracherneuerer türkischer Herkunft, die Dichter Uwe Kolbe und Said und Gila Lustiger, die deutsch-jüdischen Erzählerin aus Paris. Sechs Autoren in drei Lesungen des Offenen Buchs und beim großen Psalmen-Abend am 27. April in St. Matthäus München. Mit Live-Musik und Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm. Moderation: Cornelia Zetzsche
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[Audio]-Infos Datum: 23.04.2017
Länge: 00:29:49
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radiotexte / Yuval Noah Harari: Homo Deus (3/3) - 18.04.2017
Der Mensch ist Homo Deus: gottgleich, mächtig, schöpferisch und bald sogar dazu fähig, den Tod abzuschaffen. Aber auf dem Weg dorthin hat er Technologien und künstliche Intelligenzen erfunden, die ihn bald übertreffen werden, sagt der Historiker Yuval Noah Harari. Werden sie ihn auch abschaffen? "Religionen haben sich schon immer an den Bedürfnissen und Wünschen der Menschen ausgerichtet. Sie haben versprochen, dass Gott ihnen hilft, Unsterblichkeit zu erlangen. Nun verspricht man den Menschen dasselbe, aber mit Hilfe von Gentechnik und moderner Maschinen. Ich glaube also nicht, dass Religion verschwindet. Es wird einfach eine neue Form geben: eine Art Daten-Religion. Sie basiert auf Technologie und nicht auf dem Glauben an himmlische Wesen. Der spannendste Ort für die Religion im 21. Jahrhundert ist nicht der Nahe Osten. Es ist das Silicon Valley", so der israelische Historiker Yuval Noah Harari im Gespräch mit Antonio Pellegrino. Was geschieht also mit dem Homo sapiens, der bis jetzt als die höhere Form des Lebens, als Krönung der Schöpfung galt? Hat er nun ausgedient? Wie werden ihn die politischen und wirtschaftlichen Systemen behandeln? Wird er noch in der Lage sein, seinen Lebensraum human zu gestalten?

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[Audio]-Infos Datum: 18.04.2017
Länge: 00:54:11
Größe: 124.03 MB
Das offene Buch: Niroz Malek: "Der Spaziergänger von Aleppo" (2/2) - 17.04.2017
Trotz Krieg, Angst und Tod, lebt der Schriftsteller Niroz Malek bis heute in seiner Geburtsstadt Aleppo. Die Orte der Kindheit, die Plätze freudiger Erlebnisse sind verwüstet, die Stadt ist eine Ruine, der Tod ein täglicher Schatten. Checkpoints machen ihm den Weg in den Park Café unzugänglich. Das Telefonat mit der Nachbarin endet mit einer Explosion und einer heißen Wolke aus Feuer. Baumstämme mit den Signaturen von Liebenden sind nur noch Brennholz für Elende und Arme. Angstträume überschatten die Tage. Trauergäste beklagen einen Toten – der den Namen des Erzählers trägt. Der Krieg katapultiert ihn und seine Umgebung „in eine Welt des Todes“. Aber seine Stadt zu verlassen hieße für ihn, ohne Seele zu leben. Niroz Malek erzählt mit poetischer Bildkraft von Zerstörung und Angst und zugleich ist sein Buch ein großartiges Zeugnis von Liebe und Menschlichkeit. André Jung liest eindringlich, aber pathosfrei Miniaturen von Niroz Malek. Moderation: Cornelia Zetzsche.
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[Audio]-Infos Datum: 17.04.2017
Länge: 00:29:50
Größe: 68.31 MB
radioTexte / Yuval Noah Harari: Homo Deus (2/3) - 11.04.2017
Der Mensch ist Homo Deus: gottgleich, mächtig, schöpferisch und bald sogar dazu fähig, den Tod abzuschaffen. Aber auf dem Weg dorthin hat er Technologien und künstliche Intelligenzen erfunden, die ihn bald übertreffen werden, sagt der Historiker Yuval Noah Harari. Werden sie ihn auch abschaffen? „Das große Ziel im 21. Jahrhundert wird sein, Menschen zu Göttern zu machen. Und das meine ich wörtlich. Wir sind dabei, uns göttliche Fähigkeiten anzueignen. Wenn in der Bibel beschrieben wird, dass Gott die Macht hat, Tiere, Pflanzen und Menschen nach seinen Wünschen zu erschaffen, dann versuchen wir nun diese Macht zu erlangen, mit Biotechnologie, der Gentechnik und künstlicher Intelligenz“ , so der israelische Historiker und Autor des Buches "Homo Deus- Eine Geschichte von Morgen" Yuval Noah Harari, der in seiner Prophetie mögliche Zukunftsszenarien entwirft, in denen der Mensch als gottähnliche Instanz sein Dasein verändern wird. Mit Yuval Noah Harari und Antonio Pellegrino. Lesung: Christian Baumann.
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[Audio]-Infos Datum: 11.04.2017
Länge: 00:53:59
Größe: 123.58 MB
radioTexte / Yuval Noah Harari: Homo Deus (1/3) - 04.04.2017
In seiner Geschichte von Morgen „Homo Deus – Die nächste Stufe der Evolution“ beschäftigt sich Yuval Noah Harari mit unserer Zukunft. Was wird mit uns und unserem Planeten passieren, wenn die neuen Technologien den Menschen gottähnliche – schöpferische ebenso wie zerstörerische - Fähigkeiten verleihen ? Was sind die Ziele der Zukunft? Glück? Göttlichkeit? Unsterblichkeit? Im Gespräch mit Antonio Pellegrino und anhand von Textauszügen erläutert der israelische Historiker Vor- und Nachteile der neuen Technologien. Mit Christian Baumann, Johannes Hitzelberger und Peter Weiß.

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[Audio]-Infos Datum: 04.04.2017
Länge: 00:53:57
Größe: 49.40 MB
Das offene Buch: Antanas Škema - Ein Litauer in Amerika - 02.04.2017
„Das weiße Leintuch“. Sprachmächtig schildert Antanas Škema, selbst einst ein Emigrant in den USA, Leben und innere Welten des litauischen Exilanten Antanas Garšva: „Der Aufzug fährt nach oben, der Aufzug fährt nach unten. Nicht alle Erinnerungen kamen zurück. Der Frühlingsschnee geschmolzen. Doch dann tauchte der starke Wunsch auf, das feuchte Atmen, die Akazien, die Nachtigall, die uralten Zeichen zurückzuholen. Ich muss von vorn anfangen“. Mit diesen Gedanken streift Antanas Garšva durch New York, ein gebrochener Held, verwundet von den Zeichen der Zeit, der seine Geschichte und die seines Landes im Exil mit sich trägt: Verfolgung und Deportation unter Stalin und Nazi-Deutschland, das Leben als „Displaced Person“, später als Exilant in den USA, gestrandet als Liftboy in einem New Yorker Hotel. Es liest: Johannes Silberschneider. Moderation: Cornelia Zetzsche.
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[Audio]-Infos Datum: 02.04.2017
Länge: 00:29:33
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radioTexte / Axel Hacke: Pigmentveränderungen und nemo - 28.03.2017
Hypochonder sind anstrengend, aber auch sehr kreativ. Das zeigt Axel Hacke in "Pigmentveränderungen bei Perlewitz". Im Anschluss versuchen die nemo-Fahnder komplizierte literarische Fälle zu lösen. Als er morgens beim rasieren einen braunen Pigmentfleck über der rechten Oberlippe entdeckt gerät Perlewitz in Panik, ruft den Notarzt, lässt sich in einer Klinik untersuchen. "Pigmentveränderungen bei Perlewitz" ist der Titel der skurrilen Geschichte von Axel Hacke, die Helmut Stange liest. Danach versuchen die nemo-Fahnder schwierige literarische Fälle zu lösen. Mit von der Partie sind Elisabeth Tworek, Andreas Trojan, Bruno Jonas und Antonio Pellegrino.
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[Audio]-Infos Datum: 28.03.2017
Länge: 00:54:01
Größe: 49.46 MB
radioTexte / C. Hell: Eiserner Wolf im barocken Labyrinth - 21.03.2017
Eiserner Wolf im barocken Labyrinth - Das Labyrinth der Altstadt von Vilnius vereint verwinkelte Gassen und großzügige Plätze, unzählige Kirchen und zahlreiche Paläste - Zeugnisse einer bewegten Vergangenheit. In seinen Streifzügen durch die Traumstadt der Großfürsten Gediminas, der Legende nach uneinnehmbar wie ein eiserner Wolf, erinnert der österreichische Autor Cornelius Hell an die wechselvolle Geschichte der Hauptstadt von Litauen, dem diesjährigen Gastland auf der Leipziger Buchmesse, wo es heißt: Labas Litauen!
Antonio Pellegrino im Gespräch mit dem begeisterten Vilnius-Flaneur Cornelius Hell (Veni, vidi, Vilnius), dessen Essays Siemen Rühaak liest.
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[Audio]-Infos Datum: 21.03.2017
Länge: 00:53:36
Größe: 49.08 MB
"Wortspiele 17" - Die besten Texte und der Bayern2-Wortspielepreis - 19.03.2017
„Bianca ist 17. Blaue Haare, Springerstiefel, neu auf dem Sonnenhof, wo sie Sozialstunden ableisten soll. Wie Alice im Wunderland rutscht sie durch einen Tunnel in diesen Mikrokosmos wundersamer Figuren, ‚marsig und nice‘ allesamt. Aber richtig schräg wird es, als Sydney Seapunk auf den Plan tritt und sich entführen lassen möchte, für den guten Zweck und seine Vision vom besseren Leben. Ohne missionarischen Gestus erzählt Andreas Stichmann von einer Mission des Guten. So vergnügt und originell, so einfühlsam und gewitzt schreibt selten einer über verlorene Utopien, einsame Glücksucher und Betreutes Wohnen als Schelmenroman.“ Mit diesen Worten kürte die Jury den neuen Bayern 2 – Wortspiele-Preisträger Andreas Stichmann und seine Lesung aus seinem neuen Roman „Die Entführung des Optimisten Sydney Seapunk“. Andreas Sichtmann ist zu Gast in Bayern 2, „Das offene Buch“ sendet Auszüge der besten Texte von „Wortspiele 17“, dem Festival Junger Literatur. Mit Nadja Schlüter, Martin Becker, Benjamin Lebert, Philipp Winkler, Nina Bußmann und Andreas Stichmann. Moderation. Cornelia Zetzsche.
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[Audio]-Infos Datum: 19.03.2017
Länge: 00:32:01
Größe: 29.32 MB
radioTexte / Zelda Fitzgerald: Unsere Leinwandkönigin - 16.03.2017
Eigensinnig und eigenständig sind die jungen Frauen, die bei Zelda Fitzgerald im Mittelpunkt stehen. Standbein, Spielbein, so tanzen sie durch die goldenen 20er. Eine Zeit, in der Frauen sich einen Menge Spielraum nehmen konnten – wenn sie bereit waren, den Preis dafür zu zahlen. Zelda Fitzgerald zum Beispiel, die mit 19 Jahren Scott F. Fitzgerald geheiratet hatte und mit ihm ein mondänes Leben in den USA und Europa führte. Sie schrieb Texte im jazzigen Rhythmus der Epoche – und veröffentlichte sie unter dem Namen ihres Mannes.
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[Audio]-Infos Datum: 16.03.2017
Länge: 00:53:59
Größe: 49.44 MB
radioTexte / Georg S. Troller: Unterwegs ...(2/2) - 14.03.2017
Louis Ferdinand Céline, Edith Piaf, Picasso, Brigitte Bardot: Internationale Prominente passten in sein Beuteschema, aber auch den Helden des Alltags schenkte der Reporter und Filmemacher Georg Stefan Troller seine Aufmerksamkeit und verewigte sie in seinen Filmen und gesellschaftlichen Reportagen. Im Gespräch mit Antonio Pellegrino spricht der 95jährige aus Wien stammende Autor und Journalist über seine Begegnungen, seine Erfolge und Niederlagen.
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[Audio]-Infos Datum: 14.03.2017
Länge: 00:53:54
Größe: 49.36 MB
Das offene Buch: "salam Yamen" - "Lieber Said" - ein Dialog (2/2) - 12.03.2017
Seit gut zwei Jahren lebt der syrische Dichter Yamen Hussein, Mitte 30, als "Writer in Exile" und Gast des deutschen PEN in München. Vor über 50 Jahren kam Said als Student aus Teheran, strandete in München, blieb als Exilant und wurde Schriftsteller. Drei Monate schrieben sich Said und Yamen Hussein Briefe und Gedichte, ohne einander zu kennen. Das Ergebnis ist ein poetischer Dialog, übersetzt von Leila Chammaa und Kenan Khadaj, angeregt vom PEN, dem Literaturhaus München und Bayern 2. Am 9.März sahen sich die beiden Dichter zum ersten Mal, auf der Bühne des Literaturhauses. Ein Abend voller Poesie, eine berührende Begegnung im ausverkauften Saal, Nachdenken über Heimatverlust und Exil, über die Schönheit als Energiequelle und Homs als Stadt des Humors. "Kunst und Kultur werden den Schmerz überdauern". Lesung mit Said, Yamen Hussein und Paul Herwig. Live-Musik: Roman Bunka (Oud), Moderation: Cornelia Zetzsche.
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[Audio]-Infos Datum: 12.03.2017
Länge: 00:29:39
Größe: 27.15 MB
radioTexte / Marguerite Duras: Der Liebhaber - 09.03.2017
Auf der Fähre nach Saigon trifft das weiße Mädchen den schüchternen Chinesen. Die beiden verfallen einander, und die Veröffentlichung von "Der Liebhaber", ganz offenbar ein autobiographisch gefärbtes Buch, löste 1984 einen Skandal aus. Der Roman um eine schockierende Beziehung und eine verzweifelte Kindheit wurde ein in zahlreiche Sprachen übersetzter Bestseller - und Duras mit dem Prix Goncourt ausgezeichnet.
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[Audio]-Infos Datum: 09.03.2017
Länge: 00:54:05
Größe: 49.52 MB
radioTexte / Georg S. Troller: Unterwegs ...(1/2) - 07.03.2017
Abenteuer eines Jahrhunderts
"Herr Troller, Sie können ja aus Paris mit einem französischen Akzent berichten oder zur Not einem amerikanischen. Aber doch nicht mit einem wienerischen!" Diesen Satz hörte der 1921 in Wien geborene Pelzhändlersohn nach dem Zweiten Weltkrieg als angehender Journalist in Paris nicht selten. Da Georg Stefan Troller auf die Aufträge mehrerer Sender angewiesen war, musste er sich den Wiener Tonfall "schleunigst abschminken". Seitdem sei seine Sprache so neutral wie das "vielbewunderte Burgtheaterdeutsch" geworden, erinnert sich der Filmemacher und Autor in seinen kürzlich erschienen Memoiren "Unterwegs auf vielen Straßen", aus denen er für die radioTexte am Dienstag die spannendsten, skurrilsten und dramatischsten Passagen liest und im Gespräch mit Antonio Pellegrino kommentiert.
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[Audio]-Infos Datum: 07.03.2017
Länge: 00:53:46
Größe: 49.24 MB
Das offene Buch: "salam Yamen" - "Lieber Said" - ein Dialog (1/2) - 05.03.2017
Sie leben in einer Stadt und kennen sich nicht. Der eine ist halb so alt wie der andere, aber beiden gemeinsam ist die Ankunft in der Fremde. Yamen Hussein, Mitte dreißig, floh 2013 aus Syrien und kam 2014 über den Libanon und die Türkei nach Deutschland. Der Dichter Said, 70, stammt aus Teheran, wollte 1965 in München studieren und blieb „als flüchtling, seit beinah fünfzig jahren“, wie er schreibt. In der deutschen Sprache fand er sein Zuhause. „salam yamen, sei du herzlich willkommen in deutschland, im territorium der deutschen sprache, deiner eigentlichen gastgeberin“, begrüßt Said den Dichter und Journalisten Yamen Hussein, der hofft auf Rückkehr und antwortet: „Ich habe Angst, Du zu werden“, das heißt: ein Flüchtling ein Leben lang. Zwei Dichter, zwei Generationen, zwei Lebensläufe, ein Dialog in Briefen und Gedichten, vor der ersten Begegnung am 9. März im Literaturhaus München. Lesung: Said, Yamen Hussein und der Schauspieler Paul Herwig. Live Musik: Roman Bunka (Oud). Moderation: Cornelia Zetzsche. Eine Kooperation des BR/ Bayern 2 mit dem PEN/ „Writer in Exile“ und dem Literaturhaus München
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[Audio]-Infos Datum: 05.03.2017
Länge: 00:29:37
Größe: 27.12 MB
radioTexte / Früher war die Zukunft ... (3/3) - 21.02.2017
Wie und wo wollen wir leben? Wie sieht die ideale Stadt aus? Und der optimale Arbeitsplatz? Mit diesen Fragen beschäftigen wir uns im dritten Teil unserer Reihe „Früher war die Zukunft“ mit Utopien aus unterschiedlichen Jahrhunderten. Der amerikanische Journalist und Sozialreformer Edward Bellamy wurde 1850 in Chicopee/Massachusetts geboren. Sein bekanntester Roman „Rückblick aus dem Jahr 2000 auf das Jahr 1887“ ist eine Zukunftsvision, die dazu beitragen soll, in eine bessere Welt zu gelangen. Held der Geschichte ist Julian West, ein reicher junger Mann aus Boston. Er leidet an Schlaflosigkeit. Deswegen lässt es sich von einem Arzt hypnotisieren und sucht Ruhe in einem schalldichten, unterirdischen Schlafzimmer seines Hauses.
Kurz nach dessen Erscheinen im Jahr 1888 wurde Bellamys Buch ein Bestseller. Im ganzen Land wurden über 150 Bellamy-Clubs gegründet, die ein Ziel verfolgten: die Verwirklichung der im Roman beschriebenen idealen Gesellschaft. Im Jahr 2000 soll es „industrielle Republiken“ geben, die wie ein globaler Bundesstaat kooperieren und dadurch jedem Bürger eine gesicherte Existenz garantieren.

„Die Erben des Untergangs“ heißt Oskar Maria Grafs Roman, in dem er eine Zukunftsvision über das Verhältnis von Mensch und Natur entwirft. Als Utopist versuchte sich der 1894 in Berg am Starnberger See geborene Schriftsteller noch mitten im Zweiten Weltkrieg. 1949 erschien ein Roman mit dem Titel „Die Eroberung der Welt“. Nach mehreren Überarbeitungen kam zehn Jahre später eine endgültige Fassung heraus: „Die Erben des Untergangs. Roman einer Zukunft“. Oskar Maria Grafs Zukunftsvision ist radikal und optimistisch zugleich.
Redaktion und Moderation: Antonio Pellegrino
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[Audio]-Infos Datum: 21.02.2017
Länge: 00:31:59
Größe: 29.29 MB
radioTexte / Früher war die Zukunft ... (2/3) - 14.02.2017
Louis Sébastien Mercier wurde 1740 in Paris geboren und ist 1814 dort gestorben. Seine 1771 erschienene Utopie „Das Jahr 2440“ dient der schonungslosen Kritik an den Zuständen, die unter dem Regime Ludwigs XV. herrschten. In dem vorgestellten Ausschnitt erwacht der Erzähler aus einem fast siebenhundertjährigen Schlaf, versucht, sich in seiner Geburtsstadt zurecht zu finden, sich angemessen zu kleiden, nach dem gültigen Modekanon. Merciers Kritik richtet sich gegen die unnatürliche und gesundheitsschädliche Mode des vorrevolutionären Zeitalters. Noch kritischer und leidenschaftlicher ist sein Plädoyer für eine menschlichere Justiz.
Der 1835 in Langar/Nottinghamshire geborene Schriftsteller Samuel Butler studierte zunächst in Cambridge, wanderte später nach Neuseeland aus. Sein Roman „Erewhon oder Jenseits der Berge“ erschien 1872. Erewhon ist ein Anagramm des Wortes nowhere- nirgendwo und ist der Name eines fiktiven Landes. Butler spart nicht mit Kritik an den fragwürdigen Werten seiner Zeitgenossen, die er zur Wahrhaftigkeit aufruft. Er nimmt Stellung zu wichtigen Themenkomplexen wie Krankheiten, Verbrechen und Moral, Religion und Handel sowie den blinden Glauben an Fortschritt und Technik. Mit seinen Gedanken zur Geburtenreglung greift Butler die von ihm verhasste elterliche Erziehung an. Redaktion und Moderation: Antonio Pellegrino.

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[Audio]-Infos Datum: 14.02.2017
Länge: 00:54:02
Größe: 49.48 MB
Das offene Buch: Kultautor César Aira und der Maler Rugendas - 12.02.2017
Argentiniens Star-Autor César Aira erzählt, auf den Spuren des Augsburger Malers Johann Moritz Rugendas in Argentinien, "Eine Episode im Leben des Reisemalers". Rugendas ist 35 Jahre alt, als er 1837 zum ersten Mal Lateinamerika bereist, zusammen mit dem älteren Freund und Bewunderer Alexander von Humboldt. Er soll den Universalgelehrten und Naturforscher begleiten und seine Entdeckungen illustrieren. Der Maler dokumentiert in Mexiko, Chile, Argentinien rotblühende Mimosen, exotische Tiere und mächtige Schneeberge, Lebensweisen und Indianer-Überfälle. Und das sind nicht die einzigen Gefahren, die Rugendas zu meistern hat. César Aira zieht alle Register, wenn er einen realen Unfall dramatisiert und Rugendas in einen elektrisierten Reiter verwandelt. Immer sprühen Airas Geschichten vor überbordender Phantasie und eleganter Ironie. Opulentes Fabulieren ist seine Sache nicht, eher Lakonie, sprachliche Präzision auf kleinem Raum und Zuspitzungen ins Groteske. Über 90 Bücher hat er geschrieben, wer sie kennt, von Patti Smith bis Kollegen wie Mario Vargas Llosa, rühmt Airas literarische Raffinesse. Schauspieler Nico Holonics liest aus César Airas kurzem Roman „Eine Episode im Leben des Reisemalers“. Moderation: Cornelia Zetzsche.
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[Audio]-Infos Datum: 12.02.2017
Länge: 00:29:38
Größe: 27.14 MB
radioTexte / Früher war die Zukunft ... (1/3) - 07.02.2017
Was ist ein guter Staat? Und eine gerechte Gesellschaft? „Vom besten Zustandes des Staates und der neuen Insel Utopia“ träumte der englische Staatsmann Thomas Morus. Sein Klassiker „Utopia“ beeinflusste Generationen von Schriftstellern und Sinnsuchern. Von Karl May bis Edward Bellamy. In der Reihe „Früher war die Zukunft…“ werden Utopien aus verschiedenen Jahrhunderten vorgestellt und kommentiert. In der heutigen Folge geht es um Karl Mays "Sitara" und um die Zukunftsvision von Savinien Cyrano de Bergerac "Mondstaaten und Sonnenreiche". Redaktion und Moderation: Antonio Pellegrino.
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[Audio]-Infos Datum: 07.02.2017
Länge: 00:37:03
Größe: 33.92 MB
Das offene Buch: Gino Chiellino - Eine Kindheit in Kalabrien - 05.02.2017
Als die Padres im August 1957 in den armen Süden Italiens reisen, mit ihren wehenden Soutanen und ihren breiten Hüten, da sind sie unterwegs wie Menschenfänger. Für ihre Schulen und ihren Orden suchen sie begabte Buben, die sonst kaum Aussicht auf Bildung haben. Rusco, zehn Jahre alt, Sohn einer Weberin und eines Landwirts, ist einer von ihnen. Er wird ausgewählt, reist in den Norden und zahlt einen hohen Preis für die Chance auf Bildung. Gino Chiellino selbst ist 1946 in einem Dorf Kalabriens als Arme-Leute-Kind geboren. Das katholische Internat in Neapel brachte die frühe Trennung von der Familie und ein Leben als einsames Kind, im Dialog mit Gott. Das Studium führte ihn nach Rom, dann ging er nach Deutschland. Seit Jahren lebt er in Augsburg, ein Pionier interkultureller Kunst und Bildung, ein Literat und Literaturwissenschaftler zwischen Italien und Deutschland. In „Der Engelfotograf. Eine Kindheit in Kalabrien“ verarbeitet er Erinnerungen. Der Schauspieler Johannes Silberschneider liest aus dem bewegenden, autobiographisch grundierten Roman. Gino Chiellino erzählt, wie es ist, die italienische Kindheit auf Deutsch zu beschreiben. Moderation: Cornelia Zetzsche
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[Audio]-Infos Datum: 05.02.2017
Länge: 00:29:38
Größe: 27.14 MB
radioTexte / A. de Tocqueville: Demokratie in Amerika (3/4) - 24.01.2017
In seinem zweibändigen Werk, erschienen zwischen 1835 und 1840, wägt der französische Staatsdenker zwischen Vorteilen und Mängeln, Errungenschaften und Verlusten der heraufkommenden Demokratie ab, von deren Sieg über alle übrigen politischen Formen er fest überzeugt war, obwohl er der Aristokratie angehörte. „Ich war ihr nahe genug, um sie gut zu kennen, und stand ihr genügend fern, um sie ohne Leidenschaft beurteilen zu können. Da ich selbst dem alten Adel meines Landes angehörte, hasste oder beneidete ich sie nicht und liebte sie auch nicht mehr besonders, als sie zerstört wurde“, notierte er in seinen berühmten Betrachtungen über die politischen und gesellschaftlichen Zustände in den Vereinigten Staaten, die ihn tief beeindruckten und ihn zu verklärenden und widersprüchlichen Urteilen veranlassten. Dennoch trug er mit seinen positiven, zum Teil schwärmerischen Schilderungen zur Entstehung des amerikanischen Mythos bei. „In Amerika ist die Demokratie ihren eigenen Triebkräften überlassen. Sie bewegt sich natürlich und frei. Die Reichen stören die demokratische Entfaltung nicht.“ Amerika lasse sich aus dem Geist der Freiheit und dem Geist der Religion erklären, lauten einige seiner heute durchaus anfechtbaren Thesen. Religion und Reichtum, religiöse Glaubenslehre und Liebe zum Wohlstand, Christentum und Kirche – welchen Einfluss übten sie damals auf die amerikanische Gesellschaft aus? Es liest Axel Milberg. Regie und Redaktion: Antonio Pellegrino.
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[Audio]-Infos Datum: 24.01.2017
Länge: 00:54:13
Größe: 49.64 MB
radioTexte / A. de Tocqueville: Demokratie in Amerika (2/4) - 17.01.2017
In seinem zweibändigen Werk „De la démocratie en Amérique“ beschreibt der Spross eines altnormannischen Adelsgeschlechts Alexis de Tocqueville die demokratische sowie und bürgerliche Gesellschaftsordnung während der zweiten Amtsperiode von Präsident Andrew Jackson. Einem, nach dem Urteil vieler Historiker, “politischen Taschenspieler, Selfmademan neuen Stils, Freund der aufsteigenden Kapitalisten, jedoch einem Politiker, der in seiner direkten und ungehobelten Art die Sehnsucht der kleinen Leute nach mehr Gerechtigkeit verkörperte und progressive Ziele verfolgte. Aber mit Blick auf Jacksons Administration stellt der französische Gelehrte fest, dass die Qualität der amerikanischen Staatsmänner sich in den letzten Jahrzehnten sehr zum Nachteil entwickelt habe. In dieser Folge beschreibt der Gast aus Frankreich die amerikanische Bevölkerung, die dortige Gesellschaftsstruktur beschreibt und welche Unterschiede er zwischen dem Alten und dem Neuen Kontinent herausfindet.
Mit Axel Milberg. Redaktion und Moderation: Antonio Pellegrino
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[Audio]-Infos Datum: 17.01.2017
Länge: 00:53:58
Größe: 49.41 MB
A. de Tocqueville: Demokratie in Amerika (1/4) - 10.01.2017
Er prägte den Begriff der „Tyrannei der Mehrheit“, beschrieb die Amerikaner als ein „Volk von Händlern, das sich mit Politik beschäftigt, wenn die Geschäfte ihnen die Zeit dafür lassen“: Alexis de Tocqueville. Mit seiner Werk „Über die Demokratie in Amerika“ aus dem Jahr 1835 schrieb der französische Aristokrat die meist diskutierte Studie über die Vereinigten Staaten. Angesichts der jüngsten politischen Ereignisse scheinen seine Thesen aktueller denn je zu sein. Es liest Axel Milberg. Redaktion und Moderation: Antonio Pellegrino
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[Audio]-Infos Datum: 10.01.2017
Länge: 00:53:45
Größe: 49.21 MB
radioTexte / Arthur Conan Doyle: Der blaue Karfunkel - 22.12.2016
"Holmes nahm den Hut in die Hand und betrachtete ihn mit dem eigentümlichen, nach innen gerichteten Blick, der für ihn charakteristisch war. Er ist vielleicht weniger aufschlussreich, als er sein könnte‘, sagte er, 'aber trotzdem liefert er einige eindeutige Hinweise sowie ein paar andere, die zumindest sehr wahrscheinliche Schlussfolgerungen gestatten. Dass der Träger des Huts ein intellektueller Mensch ist, fällt natürlich sofort ins Auge."
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[Audio]-Infos Datum: 22.12.2016
Länge: 00:54:22
Größe: 49.78 MB
radioTexte / Heimito von Doderer: Die Strudlhofstiege - 15.12.2016
15 Jahre werden erzählt. Zahlreiche Personen beschrieben. Eine klar auszumachende Handlung gibt es nicht. Dafür lange Sätze, elaborierte Gedankenwindungen, viel zur Metaebene von Seiten eines klugen, etwas kauzigen, aber nicht selbst in Erscheinung tretenden Erzählers. Das Ganze erschienen zu einer Zeit, als karger Nachkriegsminimalismus die Literatur dominierte. Noch dazu erst, als der Verfasser - mit Mitte 50 - kaum noch damit rechnen konnte, irgendwann als bedeutender Schriftsteller zu gelten. Doch für die "Strudlhofstiege" wurde er gefeiert und zum neuesten Wiener Klassiker erklärt
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[Audio]-Infos Datum: 15.12.2016
Länge: 00:54:20
Größe: 49.75 MB
Das offene Buch: Amanda Lee Koe - "Flamingo Valley”, Singapur - 11.12.2016
Ling Ko Mui war mal ein „heißer Feger“, nun ist sie alt, gebrechlich und ein wenig wirr im Kopf. Aber Deddy Haikel erinnert sich noch gut an früher, als er in Ling Ko Mui verliebt war und sie zum Tanzen ausführte, heimlich, denn einen Malaien als Freund ihrer Tochter duldeten die chinesischen Eltern nicht. Auch das Harmonie-Gesetz, mit dem in Singapur das multiethnische Zusammenleben geregelt werden soll, kann solchen Standesdünkel nicht verhindern. Nun, nach vielen Jahren, begegnen sie sich wieder, auf der Pflegestation von „Flamingo Valley“. Zwei alte Menschen, aufs einfühlsamste beschrieben von der 29jährigen Amanda Lee Koe. Eine von vierzehn Erzählungen im Band „Ministerium für öffentliche Erregung“, Geschichten von ungewöhnlichen Beziehungen, verpassten Lieben, ungelebten Leben, gescheiterten Lebensentwürfen. Wolfgang Maria Bauer liest „Flamingo Valley“. Im Gespräch: Amanda Lee Koe. Moderation: Cornelia Zetzsche
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[Audio]-Infos Datum: 11.12.2016
Länge: 00:29:51
Größe: 27.33 MB
radioTexte / Raymond Queneau: Stilübungen - 01.12.2016
Eine winzige Szene in einem Bus, ohne Spannung, ohne Pointe - Raymond Queneau, der französische Schriftsteller, schrieb über 100 stilistische Variationen zu diesem Mini-Inhalt. Mal reimt er, mal ruft er, mal ist er sachlich, mal ordinär, malt macht Komödie, mal Klappentext, mal lässt er die Vokaler weg. Er springt durch die Genres und durch die Perspektiven. Form follows function? Von wegen! Die Form ist alles, der Inhalt nichts. Mit Katja Bürkle, Burchard Dabinnus, Oliver Nägele und Franz Pätzold. Regie: Irene Schuck. Redaktion und Moderation: Judith Heitkamp.
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[Audio]-Infos Datum: 01.12.2016
Länge: 00:54:21
Größe: 49.76 MB
radioTexte / Giovanni Boccaccio: Il Decamerone (3/3) - 20.08.2015
Florenz, in der Mitte des 14. Jahrhunderts: Zehn Adelige - sieben Frauen und drei Männer - verlassen die Stadt. Sie fliehen vor dem "Schwarzen Tod", vor der unbarmherzig wütenden Pest. Sie beziehen ein Haus auf dem Land, um das massenhafte Sterben hinter den Stadtmauern zu vergessen; sie wollen Leben, Genuss und Freude feiern. Und sie beginnen zu erzählen, jeder zehn Geschichten, Tag für Tag, zehnmal Flucht und zehnmal Trotz gegen den Tod. Das ist der Rahmen für eines der großen Bücher der Weltliteratur: Giovanni Boccaccios "Il Decamerone" - zu Deutsch "das Zehntagewerk". Eine Aufnahme mit Gustl Weishappl. Redaktion und Moderation: Judith Heitkamp.
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[Audio]-Infos Datum: 20.08.2015
Länge: 00:54:04
Größe: 49.51 MB
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