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Download & Podcast: radioTexte - Bayern 2 © Monacensia Literaturarchiv und Bibliothek München
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Die Lesungen in Bayern 2. Literatur im Ohr. Die Bibliothek zum Hören. Tipps zum Weiterlesen. Klassiker, neue Bücher, Romane, Briefe, Manuskripte – exklusiv, das alles in den radioTexten. Erfundene und wahre Geschichten, kommentiert von den Autoren, gelesen von den Autoren selbst oder von namhaften Schauspielern, wie Ulrike Kriener, Lisa Wagner, Gert Heidenreich, Axel Milberg und anderen.

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radioTexte / Früher war die Zukunft ... (3/3) - 21.02.2017
Wie und wo wollen wir leben? Wie sieht die ideale Stadt aus? Und der optimale Arbeitsplatz? Mit diesen Fragen beschäftigen wir uns im dritten Teil unserer Reihe „Früher war die Zukunft“ mit Utopien aus unterschiedlichen Jahrhunderten. Der amerikanische Journalist und Sozialreformer Edward Bellamy wurde 1850 in Chicopee/Massachusetts geboren. Sein bekanntester Roman „Rückblick aus dem Jahr 2000 auf das Jahr 1887“ ist eine Zukunftsvision, die dazu beitragen soll, in eine bessere Welt zu gelangen. Held der Geschichte ist Julian West, ein reicher junger Mann aus Boston. Er leidet an Schlaflosigkeit. Deswegen lässt es sich von einem Arzt hypnotisieren und sucht Ruhe in einem schalldichten, unterirdischen Schlafzimmer seines Hauses.
Kurz nach dessen Erscheinen im Jahr 1888 wurde Bellamys Buch ein Bestseller. Im ganzen Land wurden über 150 Bellamy-Clubs gegründet, die ein Ziel verfolgten: die Verwirklichung der im Roman beschriebenen idealen Gesellschaft. Im Jahr 2000 soll es „industrielle Republiken“ geben, die wie ein globaler Bundesstaat kooperieren und dadurch jedem Bürger eine gesicherte Existenz garantieren.

„Die Erben des Untergangs“ heißt Oskar Maria Grafs Roman, in dem er eine Zukunftsvision über das Verhältnis von Mensch und Natur entwirft. Als Utopist versuchte sich der 1894 in Berg am Starnberger See geborene Schriftsteller noch mitten im Zweiten Weltkrieg. 1949 erschien ein Roman mit dem Titel „Die Eroberung der Welt“. Nach mehreren Überarbeitungen kam zehn Jahre später eine endgültige Fassung heraus: „Die Erben des Untergangs. Roman einer Zukunft“. Oskar Maria Grafs Zukunftsvision ist radikal und optimistisch zugleich.
Redaktion und Moderation: Antonio Pellegrino
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[Audio]-Infos Datum: 21.02.2017
Länge: 00:31:59
Größe: 29.29 MB
Das offene Buch: Terézia Mora und der Marathonmann - 19.02.2017
Seit Terézia Mora 1999 den Bachmann-Preis gewann und mit dem Erzählband „Seltsame Materie“ als Schriftstellerin debütierte, ist sie eine wichtige Stimme im deutschsprachigen Literaturleben. Vor allem aber ist sie bekannt für opulente Romane wie „Der einzige Mann auf dem Kontinent“ und „Das Ungeheuer“, die ersten zwei Bücher einer Trilogie über den IT-Experten Dariusz Kopp. Nun überraschte sie mit zehn Erzählungen, die 2015 entstanden und gerade mit dem Bremer Literaturpreis ausgezeichnet wurden: „Die Liebe unter Aliens“. Eine der schönsten Erzählungen dieses Bandes ist die vom Marathonmann, der eines Tages beraubt wird und zu seinem letzten Lauf antritt. Der Schauspieler Franz Pätzold liest „Fisch schwimmt, Vogel fliegt“. Und Terézia Mora erzählt von ihrer Herkunft, einem ungarischen Dorf, von ihre literarischen Figuren und davon, wie sie den Marathonmann fand. Moderation: Cornelia Zetzsche.
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[Audio]-Infos Datum: 19.02.2017
Länge: 00:29:35
Größe: 27.09 MB
radioTexte / H. G. Wells: Krieg der Welten (6/7) - 16.02.2017
Dies ist ein Buch, das Geschichte geschrieben hat: H. G. Wells "Krieg der Welten". Ein Roman, der über 100 Jahre alt ist und bis heute Leser, Autoren und Filmemacher bewegt. Die so beängstigende wie plausible Frage: Was ist, wenn die Erde von überlegenen Außerirdischen angegriffen wird, denen die ganze schöne menschliche Zivilisation völlig egal ist? Diese Marsianer haben eigene Interessen und brutalste Mittel, um sie durchzusetzen - und genau das tun sie bei Wells auch. In der klassischen Lesung auf Bayern 2 tobt ab Januar der Krieg der Welten - gelesen von Star-Sprecher Andreas Fröhlich, in der Neu-Übersetzung von Lutz-W. Wolff.

Eine merkwürdige Raumkapsel ist der erste Vorbote dieser Invasion vom Mars. Im idyllischen Surrey erregt sie zunächst Neugier und Spott - bald aber erweist sie sich als tödlich, und Panik und Entsetzen greifen um sich. Die Feinde vom roten Planeten greifen mit dreibeinigen Kampfmaschinen Großbritannien an, um die rohstoff- und wasserreiche Erde zu erobern. Irdisches Militär ist machtlos gegen diesen Gegner, wie sich bald herausstellt. Flucht, Verwüstung, Apokalypse, schlimmste Alpträume werden wahr, rücksichtslos kämpft - fast - jeder gegen jeden um das Überleben.
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[Audio]-Infos Datum: 16.02.2017
Länge: 00:53:58
Größe: 49.42 MB
radioTexte / Früher war die Zukunft ... (2/3) - 14.02.2017
Louis Sébastien Mercier wurde 1740 in Paris geboren und ist 1814 dort gestorben. Seine 1771 erschienene Utopie „Das Jahr 2440“ dient der schonungslosen Kritik an den Zuständen, die unter dem Regime Ludwigs XV. herrschten. In dem vorgestellten Ausschnitt erwacht der Erzähler aus einem fast siebenhundertjährigen Schlaf, versucht, sich in seiner Geburtsstadt zurecht zu finden, sich angemessen zu kleiden, nach dem gültigen Modekanon. Merciers Kritik richtet sich gegen die unnatürliche und gesundheitsschädliche Mode des vorrevolutionären Zeitalters. Noch kritischer und leidenschaftlicher ist sein Plädoyer für eine menschlichere Justiz.
Der 1835 in Langar/Nottinghamshire geborene Schriftsteller Samuel Butler studierte zunächst in Cambridge, wanderte später nach Neuseeland aus. Sein Roman „Erewhon oder Jenseits der Berge“ erschien 1872. Erewhon ist ein Anagramm des Wortes nowhere- nirgendwo und ist der Name eines fiktiven Landes. Butler spart nicht mit Kritik an den fragwürdigen Werten seiner Zeitgenossen, die er zur Wahrhaftigkeit aufruft. Er nimmt Stellung zu wichtigen Themenkomplexen wie Krankheiten, Verbrechen und Moral, Religion und Handel sowie den blinden Glauben an Fortschritt und Technik. Mit seinen Gedanken zur Geburtenreglung greift Butler die von ihm verhasste elterliche Erziehung an. Redaktion und Moderation: Antonio Pellegrino.

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[Audio]-Infos Datum: 14.02.2017
Länge: 00:54:02
Größe: 49.48 MB
Das offene Buch: Kultautor César Aira und der Maler Rugendas - 12.02.2017
Argentiniens Star-Autor César Aira erzählt, auf den Spuren des Augsburger Malers Johann Moritz Rugendas in Argentinien, "Eine Episode im Leben des Reisemalers". Rugendas ist 35 Jahre alt, als er 1837 zum ersten Mal Lateinamerika bereist, zusammen mit dem älteren Freund und Bewunderer Alexander von Humboldt. Er soll den Universalgelehrten und Naturforscher begleiten und seine Entdeckungen illustrieren. Der Maler dokumentiert in Mexiko, Chile, Argentinien rotblühende Mimosen, exotische Tiere und mächtige Schneeberge, Lebensweisen und Indianer-Überfälle. Und das sind nicht die einzigen Gefahren, die Rugendas zu meistern hat. César Aira zieht alle Register, wenn er einen realen Unfall dramatisiert und Rugendas in einen elektrisierten Reiter verwandelt. Immer sprühen Airas Geschichten vor überbordender Phantasie und eleganter Ironie. Opulentes Fabulieren ist seine Sache nicht, eher Lakonie, sprachliche Präzision auf kleinem Raum und Zuspitzungen ins Groteske. Über 90 Bücher hat er geschrieben, wer sie kennt, von Patti Smith bis Kollegen wie Mario Vargas Llosa, rühmt Airas literarische Raffinesse. Schauspieler Nico Holonics liest aus César Airas kurzem Roman „Eine Episode im Leben des Reisemalers“. Moderation: Cornelia Zetzsche.
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[Audio]-Infos Datum: 12.02.2017
Länge: 00:29:38
Größe: 27.14 MB
radioTexte / Früher war die Zukunft ... (1/3) - 07.02.2017
Was ist ein guter Staat? Und eine gerechte Gesellschaft? „Vom besten Zustandes des Staates und der neuen Insel Utopia“ träumte der englische Staatsmann Thomas Morus. Sein Klassiker „Utopia“ beeinflusste Generationen von Schriftstellern und Sinnsuchern. Von Karl May bis Edward Bellamy. In der Reihe „Früher war die Zukunft…“ werden Utopien aus verschiedenen Jahrhunderten vorgestellt und kommentiert. In der heutigen Folge geht es um Karl Mays "Sitara" und um die Zukunftsvision von Savinien Cyrano de Bergerac "Mondstaaten und Sonnenreiche". Redaktion und Moderation: Antonio Pellegrino.
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[Audio]-Infos Datum: 07.02.2017
Länge: 00:37:03
Größe: 33.92 MB
Das offene Buch: Gino Chiellino - Eine Kindheit in Kalabrien - 05.02.2017
Als die Padres im August 1957 in den armen Süden Italiens reisen, mit ihren wehenden Soutanen und ihren breiten Hüten, da sind sie unterwegs wie Menschenfänger. Für ihre Schulen und ihren Orden suchen sie begabte Buben, die sonst kaum Aussicht auf Bildung haben. Rusco, zehn Jahre alt, Sohn einer Weberin und eines Landwirts, ist einer von ihnen. Er wird ausgewählt, reist in den Norden und zahlt einen hohen Preis für die Chance auf Bildung. Gino Chiellino selbst ist 1946 in einem Dorf Kalabriens als Arme-Leute-Kind geboren. Das katholische Internat in Neapel brachte die frühe Trennung von der Familie und ein Leben als einsames Kind, im Dialog mit Gott. Das Studium führte ihn nach Rom, dann ging er nach Deutschland. Seit Jahren lebt er in Augsburg, ein Pionier interkultureller Kunst und Bildung, ein Literat und Literaturwissenschaftler zwischen Italien und Deutschland. In „Der Engelfotograf. Eine Kindheit in Kalabrien“ verarbeitet er Erinnerungen. Der Schauspieler Johannes Silberschneider liest aus dem bewegenden, autobiographisch grundierten Roman. Gino Chiellino erzählt, wie es ist, die italienische Kindheit auf Deutsch zu beschreiben. Moderation: Cornelia Zetzsche
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[Audio]-Infos Datum: 05.02.2017
Länge: 00:29:38
Größe: 27.14 MB
radioTexte / A. de Tocqueville: Demokratie in Amerika (3/4) - 24.01.2017
In seinem zweibändigen Werk, erschienen zwischen 1835 und 1840, wägt der französische Staatsdenker zwischen Vorteilen und Mängeln, Errungenschaften und Verlusten der heraufkommenden Demokratie ab, von deren Sieg über alle übrigen politischen Formen er fest überzeugt war, obwohl er der Aristokratie angehörte. „Ich war ihr nahe genug, um sie gut zu kennen, und stand ihr genügend fern, um sie ohne Leidenschaft beurteilen zu können. Da ich selbst dem alten Adel meines Landes angehörte, hasste oder beneidete ich sie nicht und liebte sie auch nicht mehr besonders, als sie zerstört wurde“, notierte er in seinen berühmten Betrachtungen über die politischen und gesellschaftlichen Zustände in den Vereinigten Staaten, die ihn tief beeindruckten und ihn zu verklärenden und widersprüchlichen Urteilen veranlassten. Dennoch trug er mit seinen positiven, zum Teil schwärmerischen Schilderungen zur Entstehung des amerikanischen Mythos bei. „In Amerika ist die Demokratie ihren eigenen Triebkräften überlassen. Sie bewegt sich natürlich und frei. Die Reichen stören die demokratische Entfaltung nicht.“ Amerika lasse sich aus dem Geist der Freiheit und dem Geist der Religion erklären, lauten einige seiner heute durchaus anfechtbaren Thesen. Religion und Reichtum, religiöse Glaubenslehre und Liebe zum Wohlstand, Christentum und Kirche – welchen Einfluss übten sie damals auf die amerikanische Gesellschaft aus? Es liest Axel Milberg. Regie und Redaktion: Antonio Pellegrino.
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[Audio]-Infos Datum: 24.01.2017
Länge: 00:54:13
Größe: 49.64 MB
radioTexte / A. de Tocqueville: Demokratie in Amerika (2/4) - 17.01.2017
In seinem zweibändigen Werk „De la démocratie en Amérique“ beschreibt der Spross eines altnormannischen Adelsgeschlechts Alexis de Tocqueville die demokratische sowie und bürgerliche Gesellschaftsordnung während der zweiten Amtsperiode von Präsident Andrew Jackson. Einem, nach dem Urteil vieler Historiker, “politischen Taschenspieler, Selfmademan neuen Stils, Freund der aufsteigenden Kapitalisten, jedoch einem Politiker, der in seiner direkten und ungehobelten Art die Sehnsucht der kleinen Leute nach mehr Gerechtigkeit verkörperte und progressive Ziele verfolgte. Aber mit Blick auf Jacksons Administration stellt der französische Gelehrte fest, dass die Qualität der amerikanischen Staatsmänner sich in den letzten Jahrzehnten sehr zum Nachteil entwickelt habe. In dieser Folge beschreibt der Gast aus Frankreich die amerikanische Bevölkerung, die dortige Gesellschaftsstruktur beschreibt und welche Unterschiede er zwischen dem Alten und dem Neuen Kontinent herausfindet.
Mit Axel Milberg. Redaktion und Moderation: Antonio Pellegrino
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[Audio]-Infos Datum: 17.01.2017
Länge: 00:53:58
Größe: 49.41 MB
A. de Tocqueville: Demokratie in Amerika (1/4) - 10.01.2017
Er prägte den Begriff der „Tyrannei der Mehrheit“, beschrieb die Amerikaner als ein „Volk von Händlern, das sich mit Politik beschäftigt, wenn die Geschäfte ihnen die Zeit dafür lassen“: Alexis de Tocqueville. Mit seiner Werk „Über die Demokratie in Amerika“ aus dem Jahr 1835 schrieb der französische Aristokrat die meist diskutierte Studie über die Vereinigten Staaten. Angesichts der jüngsten politischen Ereignisse scheinen seine Thesen aktueller denn je zu sein. Es liest Axel Milberg. Redaktion und Moderation: Antonio Pellegrino
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[Audio]-Infos Datum: 10.01.2017
Länge: 00:53:45
Größe: 49.21 MB
radioTexte / Arthur Conan Doyle: Der blaue Karfunkel - 22.12.2016
"Holmes nahm den Hut in die Hand und betrachtete ihn mit dem eigentümlichen, nach innen gerichteten Blick, der für ihn charakteristisch war. Er ist vielleicht weniger aufschlussreich, als er sein könnte‘, sagte er, 'aber trotzdem liefert er einige eindeutige Hinweise sowie ein paar andere, die zumindest sehr wahrscheinliche Schlussfolgerungen gestatten. Dass der Träger des Huts ein intellektueller Mensch ist, fällt natürlich sofort ins Auge."
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[Audio]-Infos Datum: 22.12.2016
Länge: 00:54:22
Größe: 49.78 MB
radioTexte / Heimito von Doderer: Die Strudlhofstiege - 15.12.2016
15 Jahre werden erzählt. Zahlreiche Personen beschrieben. Eine klar auszumachende Handlung gibt es nicht. Dafür lange Sätze, elaborierte Gedankenwindungen, viel zur Metaebene von Seiten eines klugen, etwas kauzigen, aber nicht selbst in Erscheinung tretenden Erzählers. Das Ganze erschienen zu einer Zeit, als karger Nachkriegsminimalismus die Literatur dominierte. Noch dazu erst, als der Verfasser - mit Mitte 50 - kaum noch damit rechnen konnte, irgendwann als bedeutender Schriftsteller zu gelten. Doch für die "Strudlhofstiege" wurde er gefeiert und zum neuesten Wiener Klassiker erklärt
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[Audio]-Infos Datum: 15.12.2016
Länge: 00:54:20
Größe: 49.75 MB
Das offene Buch: Amanda Lee Koe - "Flamingo Valley”, Singapur - 11.12.2016
Ling Ko Mui war mal ein „heißer Feger“, nun ist sie alt, gebrechlich und ein wenig wirr im Kopf. Aber Deddy Haikel erinnert sich noch gut an früher, als er in Ling Ko Mui verliebt war und sie zum Tanzen ausführte, heimlich, denn einen Malaien als Freund ihrer Tochter duldeten die chinesischen Eltern nicht. Auch das Harmonie-Gesetz, mit dem in Singapur das multiethnische Zusammenleben geregelt werden soll, kann solchen Standesdünkel nicht verhindern. Nun, nach vielen Jahren, begegnen sie sich wieder, auf der Pflegestation von „Flamingo Valley“. Zwei alte Menschen, aufs einfühlsamste beschrieben von der 29jährigen Amanda Lee Koe. Eine von vierzehn Erzählungen im Band „Ministerium für öffentliche Erregung“, Geschichten von ungewöhnlichen Beziehungen, verpassten Lieben, ungelebten Leben, gescheiterten Lebensentwürfen. Wolfgang Maria Bauer liest „Flamingo Valley“. Im Gespräch: Amanda Lee Koe. Moderation: Cornelia Zetzsche
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[Audio]-Infos Datum: 11.12.2016
Länge: 00:29:51
Größe: 27.33 MB
radioTexte / Raymond Queneau: Stilübungen - 01.12.2016
Eine winzige Szene in einem Bus, ohne Spannung, ohne Pointe - Raymond Queneau, der französische Schriftsteller, schrieb über 100 stilistische Variationen zu diesem Mini-Inhalt. Mal reimt er, mal ruft er, mal ist er sachlich, mal ordinär, malt macht Komödie, mal Klappentext, mal lässt er die Vokaler weg. Er springt durch die Genres und durch die Perspektiven. Form follows function? Von wegen! Die Form ist alles, der Inhalt nichts. Mit Katja Bürkle, Burchard Dabinnus, Oliver Nägele und Franz Pätzold. Regie: Irene Schuck. Redaktion und Moderation: Judith Heitkamp.
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[Audio]-Infos Datum: 01.12.2016
Länge: 00:54:21
Größe: 49.76 MB
radioTexte / Balzac: Presse? Unrat! Journalisten: Unflat! - 22.11.2016
In seiner erstmals ins Deutsche übersetzten Tirade zieht der französische Bestsellerautor und Verfechter des Urheberrechts Honoré de Balzac über die Pariser Journaille
zu Felde, beschimpft Zeitungsmacher und Kritiker als Opportunisten und prinzipienlose Ignoranten

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[Audio]-Infos Datum: 22.11.2016
Länge: 00:54:01
Größe: 49.47 MB
radioTexte / Michael Schulte: Eine Kindheit in Damaskus - 15.11.2016
Als Michael Schulte in jungen Jahren in Damaskus ankam, war Syrien erst seit wenigen Jahren, genauer seit 1946, unabhängig geworden. Unter Präsident Adib asch-Schischakli und dessen Nachfolger Schukri al-Quwatli sollte Michael Schultes Stiefvater "Colonel Heigl", wie der ehemalige hochrangige deutsche Offizier genannt wurde, die noch junge syrische Republik dabei unterstützen, eine Armee aufzubauen. In seinen Erinnerungen "Eine Kindheit in Damaskus" schildert der 1941 in München geborene Schriftsteller seine Eindrücke in der syrischen Hauptstadt, beschreibt seine Erlebnisse im strengen Schulalltag. Es liest Andreas Wimberger. Redaktion: Antonio Pellegrino
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[Audio]-Infos Datum: 15.11.2016
Länge: 00:54:10
Größe: 49.61 MB
Das offene Buch: "Winterreise". Eine west-östliche Begegnung - 13.11.2016
„Fremd bin ich eingezogen / Fremd zieh ich wieder aus / Der Mai war mir gewogen / Mit manchem Blumenstrauß“, so beginnt Schuberts berühmte „Winterreise“ mit Versen von Wilhelm Müller: „Ich kann zu meiner Reisen / Nicht wählen mit der Zeit; Muß selbst den Weg mir weisen / In dieser Dunkelheit“, dichtete Müller in einer Zeit des Umbruchs, der Repression und des Krieges. Er selbst war Soldat und starb – wie Schubert – früh, mit nur 32 Jahren. Das Literaturfest München wagt nun den Dialog der deutschen Romantik mit Texten des Syrers Yamen Hussein, der aus Homs floh. Seine Winterreise führte zu Fuß durch Schneestürme in den Libanon. Seine Gedichte erzählen von Flucht, Abschied und Erinnerungen: „Vertraue nicht fremden Städten, sie sind das Exil … Sei stolz auf Dein Herumirren belle wie ein wütender Hund“. Franz Pätzold, Yamen Hussein und Burchard Darbinnus lesen Gedichte zur Musik der syrischen Musiker Ehab Abou Fakhar und Abathar Kmash und ihres marokkanischen Freundes Mohcine Ramdan. Moderation: Cornelia Zetzsche
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[Audio]-Infos Datum: 13.11.2016
Länge: 00:31:41
Größe: 29.02 MB
radioTexte / Wilhelm Hauff: Das kalte Herz (2/2) - 10.11.2016
Hauff greift konkrete gesellschaftliche Fragen seiner Zeit auf und verwendet eine Sprache, die schon fast nach Realismus klingt. Der Reiz der Märchenform lag für den Romantiker Hauff darin, dass auch in dieser so gegenwartsnahen Szenerie ein Zauberwesen auftreten kann. Und die Moral von der Geschichte: "Es ist doch besser, zufrieden zu sein mit wenigem, als Gold und Güter zu haben und ein kaltes Herz“.

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[Audio]-Infos Datum: 10.11.2016
Länge: 00:55:34
Größe: 50.88 MB
radioTexte / Saul Friedländer: Wohin die Erinnerung führt - 08.11.2016
"In Prag war ich Pavel, bei meiner Ankunft in Frankreich Paul, Paul-Henri-Marie Ferland im Internat, Shaul nach meiner Ankunft in Israel, dann wieder Saul in Frankreich und schließlich Saul, ein Kompromiss zwischen Paul und Shaul", schreibt der 1938 in Prag geborene "Historiker des Holocaust" Saul Friedländer in seinen vor kurzem erschienenen Memoiren "Wohin die Erinnerung führt". Darin lässt der preisgekrönte Publizist die wichtigsten Stationen seines Lebens Revue passieren: die Flucht nach Frankreich, seine "Lehrjahre" in Israel, das Leben in der Schweiz, in den Vereinigten Staaten und seinen Aufenthalt in Berlin. Er schildert die Umstände, die zum "Historikerstreit" geführt haben und erläutert sein neues Verhältnis zu seiner persönlichen "deutschen Frage".

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[Audio]-Infos Datum: 08.11.2016
Länge: 00:54:14
Größe: 49.66 MB
radioTexte / Wilhelm Hauff: Das kalte Herz (1/2) - 03.11.2016
Wilhelm Hauffs Märchen vom kalten Herzen lässt sich auf viele Arten lesen - auch als Metapher auf ein Wirtschaftssystem im Umbruch. Wer sich dem Kapitalismus des "Holländer-Michels" verschreibt, dem winkt Rendite im großen Stil - aber sein warmes Herz muss er dafür hergeben und damit seine Menschlichkeit. Doch immerhin hat der Holländer-Michel einen cleveren Gegenspieler, das Glasmännlein, an das Peter sich in seiner Not wendet …

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[Audio]-Infos Datum: 03.11.2016
Länge: 00:54:09
Größe: 49.59 MB
radioTexte / Michael Ende: Die Vollmondlegende - 01.11.2016
Ein weiser Einsiedler lebt in einer Höhle, als ihm eines Tages ein wilder, furchtloser Räuber begegnet. Der Eremit beschließt, dem Gesetzlosen Anstand und Moral beizubringen und ihn zu seinem Vertrauten zu machen. Doch bald werden die Rollen vertauscht. Der ungläubige Rebell befreit den Einsiedler aus seinem starren Gedankenkorsett. Aus dieser schicksalhaften Begegnung entsteht ein inniges, freundschaftliches Verhältnis, das das Leben dieser Menschen grundlegend verändert.
In der "Vollmondlegende", einem Märchen für Erwachsene, verbindet der Autor von „Momo“ und dem Weltbestseller „Die unendliche Geschichte“ aber auch von Theaterstücken, Opernlibretti und Gedichten religiöse Elemente mit ethisch-philosophischen Erkenntnissen, die seine poetologische Grundhaltung widerspiegeln.
Redaktion und Moderation: Antonio Pellegrino

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[Audio]-Infos Datum: 01.11.2016
Länge: 00:29:47
Größe: 27.28 MB
radioTexte / Ödön von Horváth: Der ewige Spießer (3/3) - 20.10.2016
1937 veröffentlichte Horváth in Amsterdam ein Buch, das die Nazis schon bald verboten, das in einem sehr viel schwereren Ton als der ewige Spießer erneut eine Bestandsaufnahme macht: Wohin entwickelt sich die Gesellschaft? Und während bei einem Alfons Kobler wenigstens ab und zu so etwas wie Herz aufblitzt, ist ein paar Jahre später das Recht des Stärkeren bereits die ausschlaggebende Kategorie. Horváth schildert das an den Erlebnissen eines einigermaßen liberal denken Lehrers. Jugend ohne Gott, heißt dieses Werk, und Gott darf im weitesten Sinne verstanden werden, als Wegweiser zwischen Gut und Böse.
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[Audio]-Infos Datum: 20.10.2016
Länge: 00:54:15
Größe: 49.67 MB
Das offene Buch: Shenja Lacher liest aus Mano Bouzamours "Samir, genannt Sam” - F&NL (5/5) - 16.10.2016
„Samir, genannt Sam“ ist happy. Er hat das Aufnahmegespräch fürs Gymnasium geschafft und fährt nun mit seinem großen Bruder und dessen Kumpel Soussi auf dem Motorrad Richtung Eisdiele. Aber wie soll die Integration des Jungen marokkanischer Herkunft in den Niederlanden gelingen, wenn die Eltern nicht mal die Sprache des Landes verstehen, und der Bruder nachts eine geheimnisvolle Tasche im Aquarium versteckt?! Mit viel Witz und Schwung erzählt Mano Bouzamour von den Hürden eines jugendlichen Migrantenlebens, und Schauspieler Shenja Lacher liest den Beginn des Romans mit entsprechender Verve und Leichtigkeit. "Das offene Buch" präsentiert die Ehrengäste der Frankfurter Buchmesse, „Flandern und die Niederlande“ mit fünf Lesungen: sonntags auf Bayern 2 und dienstags "Afterwork" im Literaturhaus München mit Live-Musik. Moderation: Cornelia Zetzsche.

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[Audio]-Infos Datum: 16.10.2016
Länge: 00:29:57
Größe: 27.42 MB
radioTexte / Ödön von Horváth: Der ewige Spießer (2/3) - 13.10.2016
Horváths Definition: "Der Spießer ist bekanntlich ein hypochondrischer Egoist, und so trachtet er danach, sich überall feige anzupassen und jede neue Formulierung der Idee zu verfälschen, indem er sie sich aneignet." Christian Lerch hat für die klassische Lesung Horváths Beobachtungen auf der Schwelle eines Epochenwechsels eingelesen. Und siehe da – sie sind immer noch aktuell.
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[Audio]-Infos Datum: 13.10.2016
Länge: 00:53:56
Größe: 49.39 MB
radioTexte / Ödön von Horváth: Der ewige Spießer - 06.10.2016
"Herr Kobler wird Paneuropäer" heißt der umfangreichste Abschnitt aus Horváths Roman "Der ewige Spießer", der 1929 spielt. Paneuropäer sein, ist gerade (vielleicht?) schick, aber Nationalist sein (vielleicht?) doch noch mehr. Kobler geht mit der Zeit, in der Wahl seiner Mittel ist er anpassungsfähig. Außerdem irgendwie treuherzig, opportunistisch, und dabei trägt er doch das Herz am rechten Fleck. Findet er. So wie die Leute, die er unterwegs trifft, alle auf der Flucht vor dem wirtschaftlichen Abstieg, geschwätzig, hypochondrisch, egoistisch.
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[Audio]-Infos Datum: 06.10.2016
Länge: 00:54:14
Größe: 49.66 MB
radioTexte / Elfriede Jelinek auf Fleißers Spuren - 03.10.2016
60 ihrer 72 Lebensjahre lebte Marieluise Fleißer in Ingolstadt, dort spielen ihre meisten Stücke, dort leben ihre literarischen Figuren: Kleinbürger, tief verwurzelt in der Kraft der bayerischen Sprache. „Abenteuer aus dem Englischen Garten“, eine Erzählung von 1925, führt nach München. Aber auch diese Geschichte handelt von „kleinen Leuten“, von zwei Gestrandeten in der Großstadt, von ihrer Sprachlosigkeit und dem „Kriegszustand“ der Geschlechter. Von Anfang an liegt etwas Unheilvolles in der Begegnung der zwei jungen Leute und Fleißers „Abenteuer aus dem Englischen Garten“, das für Elfriede Jelinek zum Ausgangspunkt ihrer Hommage an die Fleißer wird. „Kein einziges Abenteuer mehr aus dem Englischen Garten“ heißt Jelineks Version, in der sie beschreibt, wie Marieluise Fleißer den idyllischen Englischen Garten zum „Unort“ macht, „in dem die Menschen nicht das Sagen haben, weil sie sich gar nicht mehr auskennen, nicht einmal in ihrer eigenen Sprache. Exklusiv für die „radioTexte“ schrieb und liest Literaturnobel-Preisträgerin Elfriede Jelinek „Kein einziges Abenteuer im Englischen Garten“ und erweist sich mit Themen wie Sprachmacht und Ohnmacht und mit ihrer Technik des Wiederholens und rhythmischen Schreibens, wieder einmal als literarische Enkelin der Fleißer. Moderation: Cornelia Zetzsche.
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[Audio]-Infos Datum: 03.10.2016
Länge: 00:29:47
Größe: 27.28 MB
Das offene Buch: Thomas Loibl liest aus Yves Petrys "In Paradisum” - F & NL (3/5) - 02.10.2016
Zu den aufsehenerregenden, preisgekrönten niederländischen Büchern in diesem Jahr gehört der Roman "In Paradisum" des Belgiers Yves Petry. Eine Kannibalismus-Geschichte vor realem Hintergrund. 2001 hatte der Computertechniker Armin Meiwes den Siemens-Angestellten Brandes "auf Verlangen" getötet, wie er sagte, und Teile der Leiche gegessen. Yves Petry macht aus dem „Kannibalen von Rotenburg“ eine Romanfigur, fiktionalisiert das Geschehen, erzählt Lebensgeschichten der beiden Männer und entwirft ein faszinierendes, fast unblutiges Kammerspiel. Eine Herausforderung für den Schauspieler Thomas Loibl im dritten Teil der Lesereihe „Flandern & die Niederlande“, mit der „Das offene Buch“ die Ehrengäste der Frankfurter Buchmesse begrüßt. Mit fünf Lesungen. Live-Musik und Schauspielstar-Besetzung. Sonntags auf Bayern 2, dienstags im Literaturhaus München.
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[Audio]-Infos Datum: 02.10.2016
Länge: 00:29:57
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radioTexte / Victor Hugo: Der letzte Tag eines Verurteilten (2/2) - 29.09.2016
Victor Hugo (1802-1885), französischer Nationaldichter, scheute er keine Konflikte. Als er als junger Mann in Paris die letzten Vorbereitungen zu einer öffentlichen Hinrichtung erlebt hatte, die er wie eine Generalprobe für ein schauerliches Amüsement des Pöbels empfand, nahm er den Kampf gegen die Todesstrafe auf. Umgehend, so wird erzählt, begann er ein neues Buch, das unter dem Titel "Der letzte Tag eines Verurteilten" erscheinen sollte und das mit dem Gefangenen auf die näher rückende Tötung blickt. Den genauen Grund des harten Urteils erfährt der Leser nicht - viel aber darüber, wieviel Verdrängung für eine Gesellschaft nötig ist, die solche Strafen exekutiert. Dabei galten Galgen und Guillotine, 40 Jahre nach der französischen Revolution, der Justiz und der Philosophie ja als übliche Instrumente. Es liest Wolfgang Hinze, Regie Axel Wostry. Redaktion und Moderation: Judith Heitkamp.
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[Audio]-Infos Datum: 29.09.2016
Länge: 00:54:32
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radioTexte / Victor Hugo: Der letzte Tag eines Verurteilten (1/2) - 22.09.2016
Victor Hugo (1802-1885), französischer Nationaldichter, scheute er keine Konflikte. Als er als junger Mann in Paris die letzten Vorbereitungen zu einer öffentlichen Hinrichtung erlebt hatte, die er wie eine Generalprobe für ein schauerliches Amüsement des Pöbels empfand, nahm er den Kampf gegen die Todesstrafe auf. Umgehend, so wird erzählt, begann er ein neues Buch, das unter dem Titel "Der letzte Tag eines Verurteilten" erscheinen sollte und das mit dem Gefangenen auf die näher rückende Tötung blickt. Den genauen Grund des harten Urteils erfährt der Leser nicht - viel aber darüber, wieviel Verdrängung für eine Gesellschaft nötig ist, die solche Strafen exekutiert. Dabei galten Galgen und Guillotine, 40 Jahre nach der französischen Revolution, der Justiz und der Philosophie ja als übliche Instrumente. Es liest Wolfgang Hinze, Regie Axel Wostry. Redaktion und Moderation: Judith Heitkamp.
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[Audio]-Infos Datum: 22.09.2016
Länge: 00:54:30
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radioTexte / Wovor fürchtet ihr euch? - 20.09.2016
In der von Matthias Jügler herausgegebenen Anthologie "Wie wir leben wollen" beschäftigen sich junge und erfahrenen Autorinnen und Autoren mit der sogenannten "Flüchtlingskrise" und stellen Begriffe wie Heimat, Fremde und Identität auf den Prüfstand, geben Auskunft über ihre alltäglichen Erfahrungen in der Fremde oder ihren Umgang mit Migranten. Lesungen und Gespräch mit Matthias Jügler. (WH vom 14.06.2016)
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[Audio]-Infos Datum: 20.09.2016
Länge: 00:54:16
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radioTexte / Franziska zu Reventlow: Herrn Dames Aufzeichnungen (3/3) - 15.09.2016
Die Autorin war selbst eine der Hauptfiguren der Schwabinger Bohème, lebte kosmisch, dionysisch, hetärisch oder was sonst gerade en goût war, und meist von der Hand in den Mund. Typisch Reventlow - die sich im Roman Susanna nennt - mit ihrer Geradlinigkeit war sie für die Herren Denker immer etwas irritierend.
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[Audio]-Infos Datum: 15.09.2016
Länge: 00:54:18
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radioTexte / Plutarch: Wer ist klüger ? (2/2) - 13.09.2016
Der Mensch und das liebe Vieh - auch Jahrtausende nach Plutarchs Schriften sind diese Fragen immer noch aktuell: Haben Tiere Verstand? Und darf man dann Tiere überhaupt essen? In seinen "Moralia" beschäftigt sich der zu seinen Lebzeiten prominente Denker und Rhetoriker aus Böotien mit dem Verhältnis zwischen Mensch und Tier, dem angemessenen und gerechten Umgang mit unseren Mitgeschöpfen. Im zweiten Teil unserer Reihe "Wer ist klüger?" hören wir Plutarchs Einsichten "Über das Fleischessen" und einen satirischen Dialog zwischen Odysseus und Gryllos, einem von Zauberin Kirke in ein Schwein verwandelten Gefährten - ein antiker "Sketch" Plutarchs. Es lesen: Martin Umbach, Friedrich Schloffer, Marina Marosch, Thomas Loibl und Heiko Ruprecht. Moderation: Antonio Pellegrino

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[Audio]-Infos Datum: 13.09.2016
Länge: 00:54:09
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Das offene Buch: Hilfäää, Luft! - Der Poet Uwe Dick - 11.09.2016
Uwe Dick steht für Denk- und Spottlust, für Sprach- und Bildkraft. Seine Wortschöpfungen bringen die Dinge auf den Punkt, seine Poesie ist Wortklang, Sprachmusik und gesellschaftspolitische Attacke. Auch wenn er fernab des Getriebes in Niederperlesreuth wohnt, ist er hellwach der Welt zugewandt. Im Offenen Buch liest er „aerophonische Variationen“. Es geht um die Luft und das Atmen, um Wind, Sturm, Stille, Echo und eigentlich – wie immer bei Uwe Dick – um das ganze Welttheater. „ Zu erwarten ist Sprache, nicht Schreibe“, sagt er über seine Land-, See- und Luftschaften, deren erstes aerodynamisches Gesetz lautet: A Nulla hod oiwei Angst, daß bei eam duchziagd“. Uwe Dick, 1942 in Schongau geboren, heute im Bayerischen Wald zu Hause. Ein Bürgerrechtler „Im Namen des Baumes / und seines eingeborenen Sohnes, / des Buntspechts“. Moderation: Cornelia Zetzsche.
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[Audio]-Infos Datum: 11.09.2016
Länge: 00:29:54
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radioTexte / Franziska zu Reventlow: Herrn Dames Aufzeichnungen (2/3) - 08.09.2016
Der Kreis der Kosmiker und der Kreis um den Dichter Stefan George, die im Roman und eine Zeitlang auch in Reventlows Leben im Mittelpunkt standen, bleiben zerstritten zurück."Die Aufzeichnungen des Herrn Dame" ist eine Abrechnung mit krausen Ideen, die von der lebenslustigen Gräfin aber wohl nie ganz ernst genommen wurden. Mit viel Sinn für Ironie porträtiert sie merkwürdige Rituale und Protagonisten. Stefan George, Karl Wolfskehl, Ludwig Klages, Franz Hessel und viele andere durften sich - unter anderen Namen, aber doch klar erkennbar - beim Lesen wiederbegegnen.
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[Audio]-Infos Datum: 08.09.2016
Länge: 00:54:28
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radioTexte / Plutarch: Wer ist klüger? (1/2) - 06.09.2016
Wer ist klüger? Land- oder Wassertiere? Darf man Tiere töten? Wer lebt gesünder? Fleischfresser, Vegetarier, Veganer oder Frutarier?
Bereits vor 2000 Jahren beschäftigte sich Plutarch mit diesen Fragen und kam zu erstaunlichen Ergebnissen, die aus heutiger Sicht nichts an Aktualität eingebüßt haben.
Mit Thomas Birnstiel, Werner Härtl und Stefan Merki. Redaktion und Moderation: Antonio Pellegrino

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[Audio]-Infos Datum: 06.09.2016
Länge: 00:54:19
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Das offene Buch: Fridolin Schley und "Die Ungesichter" - Eine Flucht aus Somalia (2/2) - 04.09.2016
"Ist das Europa?" fragt Amal, die nach einer atemberaubenden Flucht aus Somalia in Kiew strandet, verhaftet, gedemütigt, ein halbes Jahr festgehalten, bis sie es in die Slowakei und nach Deutschland schafft. Ein monatelanger Leidensweg durch Schnee und Kälte, Städte und Wälder, per Auto und zu Fuß, gehetzt von Polizisten und Hunden. Fünfzehn Jahre jung war Amal, als Islamisten ihr Dorf stürmen, den Vater töteten, die Tochter verschleppten und missbrauchten. Amal konnte fliehen. Heute, mit 20, lebt sie in Bayern und möchte Krankenschwester werden. Der Münchner Autor Fridolin Schley traf die Somalierin und schrieb ihre Geschichte auf, in einer einzigartigen Erzählung. Sibylle Canonica vom Residenztheater liest aus "Die Ungesichter". Moderation: Cornelia Zetzsche.
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[Audio]-Infos Datum: 04.09.2016
Länge: 00:29:29
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Das offene Buch: Fridolin Schley und "Die Ungesichter" - Eine Flucht aus Somalia (1/2) - 04.09.2016
Als Islamisten ihr Dorf besetzen, den Vater ermorden und sie in einem Lager gefangen halten, weiß Amal, sie muss fliehen. Ihre Mutter verkauft Haus und Hof, um den Schlepper bezahlen zu können. Über Abu Dhabi, Kiew, Bratislava und Wien, mit dem Flugzeug, in Autos und Lieferwagen, tagelang zu Fuß durch Schnee und Kälte, Städte und Wälder führt die Flucht nach Deutschland, ein monatelanger Leidensweg in den Jahren 2009/10. Heute ist sie 20 Jahre alt und Krankenschwester werden. - Der Münchner Schriftsteller Fridolin Schley begegnete Amal und machte aus ihrer Geschichte eine bewegte und bewegende literarische Erzählung. Eindrucksvoll ist die Lesung der preisgekrönten Film- und Theater-Schauspielerin Sibylle Canonica, eine Mischung aus Empathie, Zurückhaltung und Dringlichkeit. Im Studio: Fridolin Schley. Moderation: Cornelia Zetzsche.
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[Audio]-Infos Datum: 04.09.2016
Länge: 00:29:57
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radioTexte / Franziska zu Reventlow: Herrn Dames Aufzeichnungen (1/3) - 01.09.2016
Kein Ort, sondern ein Zustand: so das bekannte Urteil der Franziska zu Reventlow über das Schwabing der Jahrhundertwende. "Wahnmoching" hat sie es in ihrem Roman genannt. Dort berichtet der Erzähler, der treuherzige Herr Dame, wie er diesem Zustand verfiel und ihn schließlich verwirrt wieder verließ.
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[Audio]-Infos Datum: 01.09.2016
Länge: 00:53:33
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radioTexte / Vom Kampf zum Spiel (3/3) - 30.08.2016
In der dritten und letzten Folge der Reihe "Vom Kampf zum Spiel - Vom antiken Olympia bis ins 21. Jahrhundert" geht es um Leistung und Leidenschaft, Macht und Moneten, Skandale und Superlative. Im Gespräch mit Antonio Pellegrino erklärt Wolfgang Behringer, Historiker an der Universität des Saarlandes und Autor des gleichnamigen Buchs, warum der Sport eine eminent wichtige Rolle in unserer Gesellschaft spielt.
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[Audio]-Infos Datum: 30.08.2016
Länge: 00:54:18
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Vom Kampf zum Spiel 2/3 - 23.08.2016
In seiner Kulturgeschichte des Sports beschreibt Wolfgang Behringer die Anfänge der olympischen Spiele, erläutert deren historische Bedeutung sowie ihren Stellenwert im 21. Jahrhundert. Da unter den beliebtesten Sportarten vor allem in Deutschland König Fußball die meisten Untertanen zählt, bleibt Wolfgang Behringer am Ball und beschäftigt sich mit der Entwicklung dieses Massensports. Moderation: Antonio Pellegrino
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[Audio]-Infos Datum: 23.08.2016
Länge: 00:53:36
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radioTexte / Vom Kampf zum Spiel (1/3) - 16.08.2016
776 v. Chr. fanden in Olympia die panhellenischen Spiele statt. Der Erfolg war überwältigend, bis sie 393 n. Chr. verboten wurden. Erst 1500 Jahre danach wurden sie wieder zugelassen und sind heute fester Bestandteil unserer Erlebnisgesellschaft, in der sportliche Aktivitäten, körperliche Leistungen und die Jagd nach Rekordergebnissen und Superlativen einen hohen Stellenwert haben. In seiner Kulturgeschichte des Sports beschreibt Wolfgang Behringer die wichtigsten Etappen - vom antiken Olympia bis ins 21. Jahrhundert - der populären Sportarten sowie die Niederlagen und Skandale, die die Karriere vieler Sportidole begleitet haben. Studiogast: Wolfgang Behringer. Moderation: Antonio Pellegrino

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[Audio]-Infos Datum: 16.08.2016
Länge: 00:54:16
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radioTexte / Jakob Philipp Fallmerayer: Der Berg Athos - 15.08.2016
Für die "Augsburger Allgemeine Zeitung" schrieb der Orientalist Jakob Philipp Fallmerayer unter dem Titel "Fragmente aus dem Orient" seine Reiseeindrücke in Griechenland und Kleinasien, aus denen die Schilderung des heiligen Berges Athos entnommen ist.
Generationen haben das Goldene Horn, die versunkenen Griechenstädte Kleinasiens, die thessalische Ebene mit seinen Augen zu sehen versucht. Fallmerayers inzwischen selbst wieder historisch gewordene Darstellungen von unberührter südlicher Landschaft, von scheinbar rückständigen und doch so lebensklugen mediterranen Menschen sind über ihren dokumentarischen Wert hinaus literarische Kunstwerke eigener Prägung.
Es lesen Wolf Euba und Jörg Hube. Moderation: Antonio Pellegrino
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[Audio]-Infos Datum: 15.08.2016
Länge: 00:29:39
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radioTexte / Erich Kästner: Der Herr aus Glas (4/4) - 09.08.2016
Der vierte und letzte Teil unserer Lesereihe aus dem Band „Der Herr aus Glas“ beleuchtet im Besonderen die Biografie der Dresdner Schriftstellerlegende. In an sich selbst gerichteten Briefen oder auch in den Erzählungen "Mama bringt die Wäsche" oder "Paula vorm Haus" finden sich viele interessante autobiografische Bezüge, die Sven Hanuschek, der Herausgeber von "Der Herr aus Glas" im Gespräch mit Gundula Iblher näher erläutert. Lesung mit Nico Holonics

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[Audio]-Infos Datum: 09.08.2016
Länge: 00:53:04
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radioTexte / Johann Wolfgang von Goethe: Novelle - 04.08.2016
Ein Werk, das die Eigenheiten einer ganzen Gattung definierte: die "unerhörte Begebenheit", um die es laut Goethe in einer Novelle gehen muss. Konkret begegnet den Protagonisten auf einem Spazierritt zunächst ein entflohener Tiger und dann auch noch ein Löwe. Was tun? Goethe wäre nicht Goethe, wenn dabei nicht auch noch eine Moral abfallen würde. Es liest Margrit Carls. Regie Irene Schuck. Redaktion und Moderation: Judith Heitkamp.
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[Audio]-Infos Datum: 04.08.2016
Länge: 00:54:03
Größe: 49.49 MB
radioTexte / Erich Kästner: Der Herr aus Glas (3/4) - 02.08.2016
Wir lesen seine Geschichten als Kinder ebenso gern wie als Erwachsene - Erich Kästner, der Volksschriftsteller schlechthin. Was bislang wenig bekannt ist: Der 1899 in Dresden geborene Autor publizierte jahrzehntelang Kurzprosa in verschiedenen Zeitschriften und Tageszeitungen - und experimentierte dabei mit Genres und Stil. Die 42 bemerkenswertesten Erzählungen Kästners hat Sven Hanuschek nun herausgegeben. Im dritten Teil unserer Lesereihe aus "Der Herr aus Glas" geht es sozialkritisch zur Sache. Mit Nico Holonics
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[Audio]-Infos Datum: 02.08.2016
Länge: 00:53:38
Größe: 49.11 MB
Das offene Buch: Najet Adouani - "Meerwüste" - 31.07.2016
"So oft ich davonflieg, weit fort,/ weil sich ein Unheil anbahnt in meinem Land, zwinkert ein Stern/ seiner Erwählten am Himmel zu", dichtet Najet Adouani und wünscht sich die Augen eines Falken, die Flügel einer Taube, eine Kehle aus Messing. – Die Dichterin stammt aus Tunesien, schrieb für Freiheit, Frieden und die Rechte unterdrückter Frauen. Sie sei „im Schleier der Poesie geboren“ und könne nicht wegsehen, sagt Najet Adouani, eine mutige Intellektuelle, die zur Zielscheibe islamistischer Kräfte wurde - trotz des Arabischen Frühlings. Als Salafisten ihre Wohnung verwüsteten und sie bedrohten, verließ sie ihr Land. Jetzt hofft sie auf Asyl, aber dem deutschen Innenminister gilt Tunesien als sicheres Herkunftsland. „Meerwüste“ heißt ihr erster Gedichtband auf Deutsch. Es liest: Wiebke Puls/ Kammerspiele München. Studiogast: Najet Adouani. Moderation: Cornelia Zetzsche.

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[Audio]-Infos Datum: 31.07.2016
Länge: 00:29:53
Größe: 27.36 MB
radioTexte / Raymond Queneau: Stilübungen - 28.07.2016
Eine winzige Szene in einem Bus, ohne Spannung, ohne Pointe - Raymond Queneau, der französische Schriftsteller, schrieb über 100 stilistische Variationen zu diesem Mini-Inhalt. Mal reimt er, mal ruft er, mal ist er sachlich, mal ordinär, malt macht Komödie, mal Klappentext, mal lässt er die Vokaler weg. Er springt durch die Genres und durch die Perspektiven. Form follows function? Von wegen! Die Form ist alles, der Inhalt nichts. Mit Katja Bürkle, Burchard Dabinnus, Oliver Nägele und Franz Pätzold. Regie: Irene Schuck. Redaktion und Moderation: Judith Heitkamp.

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[Audio]-Infos Datum: 28.07.2016
Länge: 00:54:25
Größe: 49.83 MB
radioTexte / Erich Kästner: Der Herr aus Glas (2/4) - 26.07.2016
Die zweite Folge der Lesereihe aus "Der Herr aus Glas", den 42 schönsten Erzählungen des Dresdner Vielschreibers, präsentiert das ganze Können des Satirikers Erich Kästner. Sie bezeugen die große Vielseitigkeit, die Experimentierfreude des scheinbar so vertrauten Geschichtenerzählers, der sich beispielsweise in der mehrteiligen Kurzgeschichte "Die Reisen des Amfortas Kluge" keinerlei Scheu zeigt vor wilden Albernheiten, Blödeleien und Ausflügen in die Science-Fiction. Lesung mit Nico Holonics, kommentiert von Professor Sven Hanuschek, Herausgeber des Erzählungsbands "Der Herr aus Glas"

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[Audio]-Infos Datum: 26.07.2016
Länge: 00:54:28
Größe: 49.87 MB
radioTexte / Anton von Perfall: Leibl malt den Jäger - 21.07.2016
Leibls Bild „Der Jäger“, ein Ganzkörper-Porträt am Seeufer mit liegendem Hund. In einer Erzählung hat Perfall seine Erinnerung an die Entstehung dieses Gemäldes festgehalten – und auch an seine erste Begegnung mit dem vollendeten Werk, die Jahre später stattfand, in der Berliner Nationalgalerie. Ein Bild vom Jäger und vom Jagen entwarf der Autor dann selbst in einer Sammlung mit Erzählungen. Und auch in dieser Ausgabe der klassischen Lesung spielen nicht nur Farben und Staffelei in eine Rolle, sondern vor allem Jägerlatein, Hirschgeweihe, Jagdgewehre. Die radioTexte am Donnerstag auf der Pirsch, mit Texten von Anton von Perfall und Oskar Maria Graf. Gelesen von Jörg Hube, Gustl Bayrhammer und Wolf Euba. Redaktion und Moderation: Judith Heitkamp.
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[Audio]-Infos Datum: 21.07.2016
Länge: 00:55:01
Größe: 50.38 MB
radioTexte / Erich Kästner: Der Herr aus Glas 1/4 - 19.07.2016
Bevor er in jedem deutschen Buchregal stand, experimentierte der fleißige Feuilletonist in den frühen Zwanziger Jahren vor allem in seiner Kurzprosa. In "Der Herr aus Glas" sind 42 Erzählungen des noch jungen Erich Kästner von Sven Hanuschek neu herausgegeben worden. Sie werfen ein anderes Licht auf diesen scheinbar gänzlich bekannten Klassiker der deutschen Literatur. Nico Holonics liest ausgewählte Erzählungen aus "Der Herr aus Glas", die Sven Hanuschek im Studio kommentiert. Gestatten, der wilde Kästner!
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[Audio]-Infos Datum: 19.07.2016
Länge: 00:54:21
Größe: 49.76 MB
radioTexte / Ludwig Wilhelm in Bayern: Der Jagdgast - 14.07.2016
Ludwig Wilhelm, Herzog in Bayern (1884 – 1968), war ein erfahrener Jäger und begabter Erzähler, und wenn er vom preußischen Jagdgast berichtet, der – wie nicht anders zu erwarten - zum Jagd-Erfolg getragen werden muss, dann natürlich mit Spaß am Spott. Heutige Nichtjäger erfahren Interessantes über die Aufgaben eines Leibjägers, die eher mit Thermoskanne und Butterbrot zu tun haben als mit Kimme und Korn. In diesen Jagd-und-Jäger-radioTexten außerdem mehr über Auerhahnpirsch und Fuchsjagd. Unabsehbare Folgen kann es zum Beispiel haben, den Fuchs gleich vom Sofa aus, durch Fenster, zu schießen ... Die klassische Lesung auf der Pirsch, mit Texten von Herzog Ludwig Wilhelm in Bayern, Ludwig Ganghofer und Arthur Schubart, gelesen von Udo Wachtveitl und Peter Pius Irl. Redaktion und Moderation: Judith Heitkamp.
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[Audio]-Infos Datum: 14.07.2016
Länge: 00:53:53
Größe: 49.34 MB
radioTexte / Cees Nooteboom: Reisen zu Hieronymus Bosch - 12.07.2016
Auf den Spuren eines Genies: Zu seiner Kunst hat sich Hieronymus Bosch nie geäußert. Er hat gemalt. Wie hat er wohl gedacht, dieser Meister der frühen Neuzeit? Eine von vielen Fragen, denen sich ein Landsmann, Cees Nooteboom, in seiner neuesten Veröffentlichung widmet: "Reisen zu Hieronymus Bosch. Eine düstere Vorahnung". Anlässlich des 500. Todestags von Hieronymus Bosch reiste der Schriftsteller sieben Gemälden hinterher, nach Lissabon, Gent, Rotterdam, Madrid und 's-Hertogenbosch, und versuchte, sich auf sehr persönliche und respektvolle Weise einzulassen auf das bis heute große Rätsel Hieronymus Bosch. Live-Mitschnitt der Lesung von und mit Cees Nooteboom in den Münchner Kammerspielen.
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[Audio]-Infos Datum: 12.07.2016
Länge: 00:54:24
Größe: 49.81 MB
radioTexte / Henry James: Longstaffs Heirat - 07.07.2016
Diana und Agatha sind ein gegensätzliches Freundinnenpaar: die eine strahlend schön und wohlhabend, die andere unscheinbar und mittellos. Die beiden jungen Amerikanerinnen reisen zusammen durch Europa, um Städte und Kunstwerke zu besichtigen. Dort lernen sie einen gewissen Longstaff kennen, der sowohl Agathas wie auch Dianas Vorstellungen vom Leben schmerzhaft durcheinander bringen wird … Die Anziehungskraft Europas spielt in fast allen Texten des Amerikaners und Wahleuropäers Henry James (1843 - 1916) eine große Rolle. Sie bleibt bestehen, obwohl seine Figuren auch enttäuschende Erfahrungen machen müssen. Ein inspirierender Autor zu Brexit-Zeiten! Zu hören in der klassischen Lesung ist der Schauspieler Wolfgang Pregler. Redaktion und Moderation: Judith Heitkamp.
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[Audio]-Infos Datum: 07.07.2016
Länge: 00:54:25
Größe: 49.83 MB
Die besten Texte aus Klagenfurt 2016 - 03.07.2016
40 Jahre alt, aber noch immer Kult: Seit 1977 wird bei den "Tagen der deutschsprachigen Literatur" um den Bachmann-Preis gerungen. Der einzige Literaturpreis, bei dem die Jury nicht im stillen Kämmerlein entscheidet, sondern direkt vor den Autoren/innen, dem Publikum und vor den Fernsehkameras diskutiert. Cornelia Zetzsche berichtet live aus dem ORF-Studio in Klagenfurt. Sie stellt die besten Texte und die diesjährige Gewinnerin vor: die in Berlin lebende britische Autorin Sharon Dodua Otoo.
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[Audio]-Infos Datum: 03.07.2016
Länge: 00:29:49
Größe: 27.30 MB
radioTexte / Henry James: Vier Begegnungen - 30.06.2016
Henry James, dessen Todestag sich in diesem Jahr zum 100. Mal jährte, verbrachte einen Großteil seines Lebens auf dem alten Kontinent.
Er erzählt die Geschichte von Caroline Spencer aus Grimwinter in Neuengland, deren Herzenswunsch es ist, einmal im Leben eine Europareise zu machen.
Mit ihm werfen wir kurze Blicke auf eine Reise und ein Schicksal, das sich ganz anders entwickelt als vermutet.
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[Audio]-Infos Datum: 30.06.2016
Länge: 00:54:21
Größe: 49.77 MB
radioTexte / Ilijas Shansugirow: Das Lied von Kulager (3/3) - 16.06.2016
„Das Lied von Kulager“ berichtet von einem edlen und pfeilschnellen Pferd, das Opfer eines feigen Übeltäters wird. Eine traurige Geschichte, die in Kasachstan schon lange erzählt wird und die im letzten Jahrhundert von dem Schriftsteller Ilijas Shansugirow in Verse gefasst wurde. Das Werk wurde unter Stalin umgehend verboten und weitgehend vernichtet, erst Jahrzehnte später konnte es erneut veröffentlicht werden. Jetzt hat der Schriftsteller und Sprecher Gert Heidenreich dieses Epos in deutscher Sprache nachgedichtet und gemeinsam mit Antonio Pellegrino von den radioTexten eine Lesung mit Musik daraus gemacht. Letzter von drei Teilen.
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[Audio]-Infos Datum: 16.06.2016
Länge: 00:54:00
Größe: 49.44 MB
radioTexte / Ilijas Shansugirow: Das Lied von Kulager (2/3) - 09.06.2016
„Das Lied von Kulager“ berichtet von einem edlen und pfeilschnellen Pferd, das Opfer eines feigen Übeltäters wird. Eine traurige Geschichte, die in Kasachstan schon lange erzählt wird und die im letzten Jahrhundert von dem Schriftsteller Ilijas Shansugirow in Verse gefasst wurde. Das Werk wurde unter Stalin umgehend verboten und weitgehend vernichtet, erst Jahrzehnte später konnte es erneut veröffentlicht werden. Jetzt hat der Schriftsteller und Sprecher Gert Heidenreich dieses Epos in deutscher Sprache nachgedichtet und gemeinsam mit Antonio Pellegrino von den radioTexten eine Lesung mit Musik daraus gemacht. Zweiter von drei Teilen.


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[Audio]-Infos Datum: 09.06.2016
Länge: 00:54:20
Größe: 49.76 MB
radioTexte / "Ich war glücklich, ob es regnete oder nicht" - 07.06.2016
In ihren Lebenserinnerungen mit dem Titel "Ich war glücklich, ob es regnete oder nicht" erzählt Else Sohn-Rethel ihre Familiengeschichte, die gleichzeitig die Geschichte einer der wichtigsten Künstlerdynastien des 19. Jahrhunderts ist. Irina Wanka liest ausgewählte Passagen aus Else Sohn-Rethels Biografie, die von dem Schriftsteller und Herausgeber der Memoiren Hans Pleschinski kommentiert werden.
Redaktion und Moderation: Antonio Pellegrino
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[Audio]-Infos Datum: 07.06.2016
Länge: 00:54:17
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Das offene Buch: Saša Stanišic - "Fallensteller" - 05.06.2016
"Vor dem Fest" hieß der preisgekrönte Roman von Saša Stanišic vor zwei Jahren, bizarre Geschichten eines Dorfes in der Uckermark mit unvergesslichen Figuren. Manchen begegnet man jetzt wieder im neuen Erzählband: "Fallensteller". In Ullis Garage, der Ersatz-Dorfkneipe, steht plötzlich ein Fremder: Knollennase, schwarzer Mantel, hoher Kragen. Unheimlich ist er, ein Rattenfänger und Zauberer. Mit ihm weht für die Bäckersfrau Angela Zieschke frischer Wind in den Provinz-Alltag. Eifersucht liegt in der Luft. Und Rätsel. Denn der "Fallensteller" spricht in Reimen! - Auch die neuen Geschichten von Saša Stanišic sind irgendwo zwischen Alltag und Märchen, Stillstand und Auflösung, Melancholie, Hoffnung und Komik verortet. Saša Stanišic, 1978 geboren in Visegrád, kam mit vierzehn Jahren nach Deutschland, hat am Literaturinstitut Leipzig studiert und lebt in Hamburg. Seit seinem preisgekrönten Erstling „Wie der Soldat das Grammophon repariert“ von 2006, beweist Saša Stanišic sein Talent. Auch im neuen Erzählband "Fallensteller". Es liest: der Schauspieler Shenja Lacher. Im Studio: Saša Stanišic. Moderation: Cornelia Zetzsche.
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[Audio]-Infos Datum: 05.06.2016
Länge: 00:29:55
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radioTexte / Ilijas Shansugirow: Das Lied von Kulager (1/3) - 02.06.2016
„Das Lied von Kulager“ berichtet von einem edlen und pfeilschnellen Pferd, das Opfer eines feigen Übeltäters wird. Eine traurige Geschichte, die in Kasachstan schon lange erzählt wird und die im letzten Jahrhundert von dem Schriftsteller Ilijas Shansugirow in Verse gefasst wurde. Das Werk wurde unter Stalin umgehend verboten und weitgehend vernichtet, erst Jahrzehnte später konnte es erneut veröffentlicht werden. Jetzt hat der Schriftsteller und Sprecher Gert Heidenreich dieses Epos in deutscher Sprache nachgedichtet und gemeinsam mit Antonio Pellegrino von den radioTexten eine Lesung mit Musik daraus gemacht. Erster von drei Teilen.
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[Audio]-Infos Datum: 02.06.2016
Länge: 00:54:28
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radioTexte / Catania: Dagmar Nicks sizilianische Eindrücke - 26.05.2016
Dagmar Nicks sizilianische Eindrücke: In poetischen Bildern beschreibt Dagmar Nick die Naturschönheiten der mythischen, sagenumwobenen Isola Bella und die heillose Vitalität der Sizilianer. Autorenlesung
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[Audio]-Infos Datum: 26.05.2016
Länge: 00:29:40
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radioTexte / Max von der Grün: Ein Kumpel als Dichter - 24.05.2016
Nach seiner Rückkehr aus der amerikanischen Gefangenschaft war der 1926 in Bayreuth geborene Schriftsteller im Baugewerbe tätig, arbeitete 13 Jahre lang im Ruhrgebiet unter Tage, verfasste mehrere Romane und engagierte sich für Kinder und Jugendliche
In seinen Erinnerungen beschreibt Max von der Grün die Städte und die Landschaft, die ihn in seiner Kindheit und Jugend beeindruckt haben. Sein Weg, den er in dieser Sendung verfolgt, führt zu Richard Wagner und Jean Paul. Er besucht die Plassenburg mit ihrem Zinnfigurenmuseum, fährt weiter nach Kronach. Seine Wiederbegegnung mit der alten Heimat endet in Neumarkt, Himmelkron und Bad Berneck.
Autorenlesung. Redaktion und Moderation: Antonio Pellegrino
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[Audio]-Infos Datum: 24.05.2016
Länge: 00:54:19
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radioTexte / Amalie Skram: Professor Hieronimis - 19.05.2016
Else Kant ist Malerin und in schlechtem gesundheitlichen Zustand. Sie wird von Depressionen gequält, schläft kaum, mit ihrem Werk geht es nicht voran. Ende des 19. Jahrhunderts ist es dennoch kein einfacher Schritt, sich freiwillig „für ein paar Tage“ in eine psychiatrische Klinik zu begeben. Doch selbstbewusst und unterstützt von ihrem Mann wendet Else sich tatsächlich an Professor Hieronimus, der als Koryphäe gilt. Als sich die Tore der Anstalt hinter ihr schließen, endet die Selbstbestimmung allerdings – und ein Alptraum beginnt. Katja Bürkle liest einen Auszug aus dem Roman "Professor Hieronimus" von Amalie Skram (1846 – 1905), die in diesem Buch eigene Erfahrungen mit der Psychatrie der Jahrhundertwende verarbeitete. Regie: Irene Schuck. Redaktion: Judith Heitkamp.
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[Audio]-Infos Datum: 19.05.2016
Länge: 00:54:23
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radioTexte / Hildegard von Bingen: Das Buch Scivias - 17.05.2016
Hildegard von Bingen schrieb als Visionärin, Naturkundige, Ärztin und Schriftstellerin nicht nur Kirchengeschichte. Ihre starken Visionsbilder und die Deutungen schrieb die Zeitgenossin Kaiser Babarossas und des heiligen Bernhard von Clairvaux in ihrem ersten Buch "Scivias: Wisse die Wege" nieder, das ihr Hauptwerk werden und ihren Ruhm begründen sollte. Aus diesem sowie aus ihrem dritten "Buch von den göttlichen Werken" liest Helga Roloff in den radioTexten am Dienstag die entscheidenden Passagen. Redaktion und Moderation: Antonio Pellegrino
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[Audio]-Infos Datum: 17.05.2016
Länge: 00:54:22
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Das offene Buch: "Die Ungesichter". Eine Flucht aus Somalia (2/2) - 16.05.2016
"Ist das Europa?" fragt Amal, die nach einer atemberaubenden Flucht aus Somalia in Kiew strandet, verhaftet, gedemütigt, ein halbes Jahr festgehalten, bis sie es in die Slowakei und nach Deutschland schafft. Ein monatelanger Leidensweg durch Schnee und Kälte, Städte und Wälder, per Auto und zu Fuß, gehetzt von Polizisten und Hunden. Fünfzehn Jahre jung war Amal, als Islamisten ihr Dorf stürmen, den Vater töteten, die Tochter verschleppten und missbrauchten. Amal konnte fliehen. Heute, mit 20, lebt sie in Bayern und möchte Krankenschwester werden. Der Münchner Autor Fridolin Schley traf die Somalierin und schrieb ihre Geschichte auf, in einer einzigartigen Erzählung. Sibylle Canonica vom Residenztheater liest aus "Die Ungesichter". Moderation: Cornelia Zetzsche.

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[Audio]-Infos Datum: 16.05.2016
Länge: 00:29:43
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Das offene Buch: "Die Ungesichter". Eine Flucht aus Somalia (1/2) - 15.05.2016
15 Jahre jung ist Amal, als Islamisten ihr Dorf besetzen, den Vater ermorden und sie in einem Lager gefangen halten. Amal kann fliehen. Ihre Mutter verkauft Haus und Hof, um den Schlepper zu bezahlen. Über Abu Dhabi, Kiew, Bratislava und Wien, mit dem Flugzeug, in Autos und Lieferwagen, tagelang zu Fuß durch Schnee und Kälte, Städte und Wälder führt die Flucht nach Deutschland, ein monatelanger Leidensweg 2009/10. Heute ist sie 20 Jahre alt und möchte in Deutschland Krankenschwester werden. - Der Münchner Schriftsteller Fridolin Schley gewann ihr Vertrauen und machte aus Amals Geschichte eine bewegte und bewegende literarische Erzählung; rastlos, getrieben wie die flüchtende Somalierin selbst; Eindrucksvoll findet die preisgekrönte Schauspielerin Sibylle Canonica in ihrer Lesung die Balance aus Empathie, Zurückhaltung und Dringlichkeit. Im Studio: Fridolin Schley. Moderation: Cornelia Zetzsche.
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[Audio]-Infos Datum: 15.05.2016
Länge: 00:29:55
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radioTexte / Rund um die Erde zieh' ich einen Gürtel (5/5) - 10.05.2016
Ein Kelchglas aus Venedig, ein Schatz aus Afrika und ein Hausiererkoffer: Vorhang auf für die letzte Folge unserer fünfteiligen Serie "Rund um die Erde zieh' ich einen Gürtel", in der uns Neil MacGregor anhand von ausgewählten Objekten Shakespeares ruhelose Welt näher bringt. Mit Hörerrätsel. Redaktion und Moderation: Antonio Pellegrino
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[Audio]-Infos Datum: 10.05.2016
Länge: 00:54:17
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radioTexte / Rund um die Erde zieh‘ ich einen Gürtel 4/5 - 03.05.2016
„Vor 400 Jahren, am 23. April 1616, starb der berühmte Dramatiker, Lyriker und Schauspieler im Alter von 52 Jahren im beschaulichen Örtchen Stratford-upon-Avon. Bis heute zählen William Shakespeares Komödien und Tragödien zu den am meisten aufgeführten und verfilmten Bühnenstücken der Weltliteratur. In der vierten Folge unserer Shakespeare-Serie erzählt Neil MacGregor, der ehemalige Direktor des British Museum, von der engen Verbindung zwischen Magie, Wissenschaft und Politik in der Elisabethanischen Epoche, von magischen Spiegeln, schottischen Hexen und verzauberten Schiffen. Aber auch von den zahlreichen politischen Rankespielen, Verschwörungen und blutigen Attentaten. Inszenierte Lesung mit acht Schauspielern und Musik. Mit Hörerrätsel und Gewinnspiel: „Shakespeare wie er uns gefällt“. Redaktion und Moderation: Antonio Pellegrino


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[Audio]-Infos Datum: 03.05.2016
Länge: 00:54:13
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radioTexte / Miguel de Cervantes: Die Irrfahrten - 28.04.2016
Piraten, Seeunglücke, Hexen, Flucht, Folter, Gefangenschaft,– in diesem Monumentalwerk kommt alles vor, was den Leser fesselt. Auch wenn der Don Quichotte heute das bekanntere Buch ist - Miguel de Cervantes hielt „Die Irrfahrten von Persiles und Sigismunda“ für sein bestes Werk. Es war auch sein letztes, er beendete es drei Tage vor seinem Tod. In der klassischen Lesung trägt Stefan Merki von den Münchner Kammerspielen ein Abenteuer aus diesen Irrfahrten vor. Wir begleiten einen Pilgertrupp auf dem beschwerlichen Weg nach Rom. Da bricht ein ermordeter Jüngling im Gebüsch vor den Augen der Wanderer zusammen, da bekommen sie ein neugeborenes Baby in die Arme gedrückt, da versteckt sich eine halbnackte Schöne in einem hohlen Baum und fleht um Rettung … Regie: Bernhard Jugel. Übersetzung: Petra Strien. Redaktion: Judith Heitkamp.
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[Audio]-Infos Datum: 28.04.2016
Länge: 00:54:25
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radioTexte / Rund um die Erde zieh' ich einen Gürtel (3/5) und nemo - 26.04.2016
Der berühmteste Museumsdirektor der Welt erzählt vom bekanntesten Handschuhmachersohn der Welt: William Shakespeare, der vor 400 Jahren verstarb. Neil MacGregor, bis Ende letzten Jahres Direktor des British Museum und nun Gründungsintendant des Humboldt-Forums, führt uns anhand von zwanzig musealen Objekten zurück in die Ära Shakespeares, in eine Welt im Umbruch. Vorhang auf für eine weitere Folge unserer fünfteiligen Serie, die dieses Mal zeigt, was eine simple Wollmütze mit Krawall und Coriolanus zu tun hat. Danach: nemo - das literarische Ratespiel mit Gast-Detektivin Kerstin Specht
Redaktion und Moderation: Antonio Pellegrino
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[Audio]-Infos Datum: 26.04.2016
Länge: 00:54:10
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Das offene Buch: Georgi Gospodinov - "8 Minuten und 19 Sekunden" - 24.04.2016
Was tun, wenn der Sonnenuntergang zum Weltuntergang wird und nur noch "8 Minuten und 19 Sekunden" bleiben? Der bulgarische Schriftsteller Georgi Gospodinov fragte sich das ausgerechnet in der idyllischen Schweiz und machte aus seinen düster-absurden Überlegungen eine beunruhigende Geschichte. "Einen Vater adoptieren", will ein Waisenjunge in Sofia in einer zweiten Erzählung, und seine Suche treibt seltsame Blüten. Georgi Gospodinovs neue Erzählungen sind, wie die Romane zuvor, grundiert von Trauer, Melancholie und Ironie, von Erinnerung und Empathie. Elegant balanciert der Erzähler, Dramatiker und Librettist auf der Grenze von Realität und Absurdem, Phantastik und Apokalypse. Der Schauspieler Johannes Silberschneider liest aus Gospodinovs neuem Erzählband, und der Autor erzählt vom Leben in Bulgarien, von Europa und vom Waisenhaus in seiner Nachbarschaft. Moderation: Cornelia Zetzsche.
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[Audio]-Infos Datum: 24.04.2016
Länge: 00:29:55
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radioTexte / Rund um die Erde zieh‘ ich einen Gürtel 2/5 - 19.04.2016
Neil MacGregor, ehemaliger Direktor des British Museum und nun Gründungsintendant des Humboldt-Forums, zeigt uns anhand von zwanzig Objekten Shakespeares ruheloses Universum und den Aufstieg des genialen Theatermanns in einer Welt im Umbruch. Vorhang auf für die fünfteilige Shakespeare-Serie, eine inszenierte Lesung mit acht Schauspielern und viel Musik zum 400. Todestag des englischen Dichters und Dramatikers.
Heute mit folgenden Objekten: "Kampfausrüstung Heinrich V", "Porträt der Tudordynastie", "Stoßdegen und Dolch vom Ufer der Themse".
Redaktion und Moderation: Antonio Pellegrino
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[Audio]-Infos Datum: 19.04.2016
Länge: 00:54:16
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Das offene Buch: Georgi Gospodinov - "Vor dem Hotel Bulgaria" - 17.04.2016
Ein Mann hofft in Sofia auf ein Wiedersehen mit seiner finnischen Jugendliebe, und die Wartezeit löst eine Kette von Erinnerungen aus. "Vor dem Hotel Bulgaria" ist eine der meisterhaften, anrührenden Erzählungen aus dem neuen Band von Georgi Gospodinov, der auf den absurden Alltag Bulgariens mit absurden Szenarien reagiert, mit Geschichten von süßem Schmerz, Melancholie und Ironie, Erinnerung und Empathie. Gospodinov sitzt im Café, hört anderen zu und stiehlt ihre Geschichten, denn "Schriftsteller sind Menschen, die in den Geschichten anderer leben". Der für ihn typische Sound, wenn es denn einen gebe, komme von seiner Großmutter, die ihm als Kind Legenden aus der Bibel erzählte, sagt Gospodinov im Studio. Der Alltag in Bulgarien heute schaffe das Gefühl von Vergeblichkeit, das alle seine Figuren bestimmt. Der Schauspieler Johannes Silberschneider liest an zwei Sonntagen Geschichten aus Georgi Gospodinovs neuem Erzählband, und der Autor erzählt, wie es zu "Vor dem Hotel Bulgaria" kam, und weshalb wir ein "Europa der Empathie" brauchen. Moderation: Cornelia Zetzsche.
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[Audio]-Infos Datum: 17.04.2016
Länge: 00:29:53
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radioTexte / Stefan Zweig: Buchmendel - 14.04.2016
Stefan Zweigs Erzählung Buchmendel entstand 1929. Auch sie kreist schon um sein späteres Lebensthema, die Welt von gestern. So heißt auch seine - erst nach seinem Tod erschienene - Autobiographie. Gemeint ist die Vorkriegszeit mit ihrer Lebensart und ihrem Tempo. Verkörpert wird sie von jenem Buchmagier, Jakob Mendel, der dieser klassischen Lesung den Titel verleiht. Es liest Tobias Lelle. Regie: Axel Wostry. Redaktion: Judith Heitkamp.
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[Audio]-Infos Datum: 14.04.2016
Länge: 00:54:22
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radioTexte / Rund um die Erde zieh‘ ich einen Gürtel 1/5 - 12.04.2016
Neil MacGregor, ehemaliger Direktor des British Museum und nun Gründungsintendant des Humboldt-Forums, zeigt uns anhand von zwanzig Objekten Shakespeares ruheloses Universum und den Aufstieg des genialen Theatermanns in einer Welt im Umbruch. Vorhang auf für die fünfteilige Shakespeare-Serie, eine inszenierte Lesung mit acht Schauspielern und viel Musik zum 400. Todestag des englischen Dichters und Dramatikers.
Redaktion und Moderation: Antonio Pellegrino
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[Audio]-Infos Datum: 12.04.2016
Länge: 00:54:07
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radioTexte / Gabriele Reuter: Aus guter Familie (2/2) - 31.03.2016
Liebe selbstlos, niemals voller Lust … Gabriele Reuter schrieb die Leidensgeschichte einer höheren Tochter im Kaiserreich – und traf den Nerv ihrer Leserinnen. Agathe Heidling, die Hauptfigur des Romans, versucht, allen widersprüchlichen Zuschreibungen an die weibliche Rolle gerecht zu werden und geht dabei zugrunde. Dem Roman gelang das Kunststück, den Leserinnen das gesellschaftlich Perfide des Frauenideals der Zeit sichtbar zu machen. "Aus guter Familie" wurde ein Bestseller. "Ein Klage- und Kampfruf, ein meisterliches Stück Kulturgeschichte und, wie absichtslos nebenher, die ergreifendste Dichtung", schrieb Victor Klemperer. Laura Maire liest in zwei Folgen Auszüge aus dem Roman von 1895. Regie: Irene Schuck. Redaktion und Moderation: Judith Heitkamp.
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[Audio]-Infos Datum: 31.03.2016
Länge: 00:54:28
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radioTexte / G.K. Chesterton: "Eine Falle für Logiker" (2/2) - 29.03.2016
Er war Zeitungskolumnist und Pamphletist, Biograph und Romancier, dieser oft mit Monokel, Stockdegen, Hütchen und Zigarre ausgestattete Hüne, der hierzulande nur durch seine "Father-Brown"-Kriminalfälle bekannt ist. Gilbert Keith Chesterton war aber auch ein erfolgreicher Essayist mit enormem Facettenreichtum - schrieb er doch über aktuelle literarische und politische Debatten ebenso wie über die Philosophie, das Leben und die katholische Kirche, zu der er 1922 konvertierte. Aus seinen "Betrachtungen über die Orthodoxie" und "Wenn ich nur eine einzige Predigt halten könnte" senden die radioTexte die wichtigsten Aufsätze. Zusammenstellung und Moderation: Antonio Pellegrino
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[Audio]-Infos Datum: 29.03.2016
Länge: 00:54:14
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radioTexte / Gabriele Reuter: Aus guter Familie (1/2) - 24.03.2016
Liebe selbstlos, niemals voller Lust … Gabriele Reuter schrieb die Leidensgeschichte einer höheren Tochter im Kaiserreich – und traf den Nerv ihrer Leserinnen. Agathe Heidling, die Hauptfigur des Romans, versucht, allen widersprüchlichen Zuschreibungen an die weibliche Rolle gerecht zu werden und geht dabei zugrunde. Dem Roman gelang das Kunststück, den Leserinnen das gesellschaftlich Perfide des Frauenideals der Zeit sichtbar zu machen. "Aus guter Familie" wurde ein Bestseller. "Ein Klage- und Kampfruf, ein meisterliches Stück Kulturgeschichte und, wie absichtslos nebenher, die ergreifendste Dichtung", schrieb Victor Klemperer. Laura Maire liest in zwei Folgen Auszüge aus dem Roman von 1895. Regie: Irene Schuck. Redaktion und Moderation: Judith Heitkamp.
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[Audio]-Infos Datum: 24.03.2016
Länge: 00:54:21
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radioTexte / G.K. Chesterton : Eine Falle für Logiker (1/2) - 22.03.2016
Er war Zeitungskolumnist und Pamphletist, Biograph und Romancier, dieser oft mit Monokel, Stockdegen, Hütchen und Zigarre ausgestattete Hüne, der hierzulande nur durch seine "Father-Brown"- Kriminalfälle bekannt ist. Gilbert Keith Chesterton war aber auch ein erfolgreicher Essayist mit enormen Kenntnissen - schrieb er doch über aktuelle literarische und politische Debatten ebenso wie über die Philosophie, das Leben und die katholische Kirche, zu der er 1922 konvertierte. In zwei Folgen stellen die radioTexte die klügsten Gedanken und Bekenntnisse dieses brillanten Essayisten und Entertainers, der gerne und laut über seine eigenen Witze lachte, vor. Mit Wolf Euba. Moderation: Antonio Pellegrino
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[Audio]-Infos Datum: 22.03.2016
Länge: 00:54:21
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radioTexte / Wolfgang Koeppen: Tauben im Gras (4/4) - 17.03.2016
Opfer, Täter, Mitläufer, Alliierte - dem Untergang entronnen, dennoch Objekte des Zufalls, verbunden durch unsichtbare Fäden, hoffnungs- und angstvoll, im Aufbruch und müde. Figuren eines Tages und einer Stadt, München nämlich, kurz nach der Währungsreform, die Wolfgang Koeppen in "Tauben im Gras" begleitet. Von Perspektive zu Perspektive springend, entwirft er den Chor einer Stadt und eines Seelenzustands. Vierter Teil unserer vierteiligen Lesung mit Achim Höppner. Regie: Oliver Boeck. Moderation und Redaktion: Judith Heitkamp.
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[Audio]-Infos Datum: 17.03.2016
Länge: 00:54:25
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Die Besten des Festivals "Wortspiele" und die Gewinnerin - 13.03.2016
Katharina Winkler wurde am letzten Abend der "Wortspiele 16", dem Festival Junger Literatur in München mit dem Bayern 2 - Wortspiele - Preis ausgezeichnet. "Mit großem Einfühlungsvermögen und poetischem Gespür schildert die Österreicherin in Berlin beispielhaft das Leben der jungen Kurdin und durchwirkt eine wahre Geschichte mit Metaphern und Motiven dieser fremden, nur scheinbar fernen Kultur", schrieb die Jury. 17 Autoren/Innen waren vom 9.-11.März in den Münchner Club Ampere gekommen und lasen dort an drei Abenden aus ihren neuen Büchern. Mit dabei: Viele Debütanten wie Pierre Jarawan, der Münchner Poetry Slammer libanesischer Herkunft und seine deutsch-libanesische Familiengeschichte "Am Ende bleiben die Zedern"; der Theater- und Hörspielautor Der vom Publikum gekürte Tagessieger des zweiten Abends, Björn Bicker, und seine "Urban Prayers" aus verschiedensten Religionsgemeinschaften in München. Und der Tagessieger vom Freitagabend, Thomas von Steinäcker, las den Abschiedsmonolog einer 350jährigen Schildkröte und ihre letzten Weisheiten, eine fantastische Episode nur aus seinem apokalyptischen Zukunftsroman. Das Offene Buch sendet diese Autorenlesungen und begrüßt die Bayern 2 - Preisträgerin Katharina Winkler, die sich auf 2000 Euro Preisgeld und einen Monat Aufenthalt in der Feuchtwanger-Villa Aurora freuen darf. Moderation: Cornelia Zetzsche.

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[Audio]-Infos Datum: 13.03.2016
Länge: 00:29:55
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radioTexte / Wolfgang Koeppen: Tauben im Gras (3/4) - 10.03.2016
Opfer, Täter, Mitläufer, Alliierte - dem Untergang entronnen, dennoch Objekte des Zufalls, verbunden durch unsichtbare Fäden, hoffnungs- und angstvoll, im Aufbruch und müde. Figuren eines Tages und einer Stadt, München nämlich, kurz nach der Währungsreform, die Wolfgang Koeppen in "Tauben im Gras" begleitet. Von Perspektive zu Perspektive springend, entwirft er den Chor einer Stadt und eines Seelenzustands. Dritter Teil unserer vierteiligen Lesung mit Achim Höppner. Regie: Oliver Boeck. Moderation und Redaktion: Judith Heitkamp.
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[Audio]-Infos Datum: 10.03.2016
Länge: 00:54:26
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Das offene Buch: Moses Rosenkranz: "Jugend" (2/2) - 06.03.2016
Moses Rosenkranz, kein deutscher, aber ein deutschsprachiger Dichter, 1904 in der Bukowina geboren, im Kronland der Donaumonarchie, erzählt von seiner "Jugend": "Ich sah die Schule als einen Übungsplatz unserer Gehirne gegen die Natur an. Aber waren wir selber nicht auch Natur? War was wir so nannten nicht auch unser eigenstes Wesen und Schicksal? Lernten wir also gegen uns selber an?" So beginnt der zweite Band seiner Erinnerungen. Edmund, der sich Moses nannte, war das siebte von neun Kindern eines Bauern im Dorf Berhometh am Pruth. Ein Arme-Leute-Kind und Dichter im Vielvölkerkosmos der Bukowina. Anders als die Bildungsbürger Rose Ausländer und Paul Celan, schildert Moses Rosenkranz das Leben "von unten", die Armut und das Nachtasyl, die Zerstörung des elterlichen Hofes im Krieg, die ständige Suche nach Arbeit, die Odyssee durch den "federleicht blutig zerhackten Raum der alten Monarchie", die damals unterging, die Wanderjahre in Krakau, Triest, Bukarest, München, Straßburg und anderswo. Ein Fremder überall, der sich mit Chuzpe durchs Leben schlug in diesem vom Ersten Weltkrieg gezeichneten Europa. Und ein Dichter trotz allem. "Jugend. Fragment einer Autobiographie": die komplette Lesung mit Nikolaus Paryla gibt es auch als Hörbuch, eine Kooperation von Bayern 2 mit dem Rimbaud Verlag. Ausschnitte in "radioTexte - Das offene Buch", Moderation: Cornelia Zetzsche.
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[Audio]-Infos Datum: 06.03.2016
Länge: 00:29:49
Größe: 27.30 MB
radioTexte / Wolfgang Koeppen: Tauben im Gras (2/4) - 03.03.2016
Opfer, Täter, Mitläufer, Alliierte - dem Untergang entronnen, dennoch Objekte des Zufalls, verbunden durch unsichtbare Fäden, hoffnungs- und angstvoll, im Aufbruch und müde. Figuren eines Tages und einer Stadt, München nämlich, kurz nach der Währungsreform, die Wolfgang Koeppen in "Tauben im Gras" begleitet. Von Perspektive zu Perspektive springend, entwirft er den Chor einer Stadt und eines Seelenzustands. Zweiter Teil unserer vierteiligen Lesung mit Achim Höppner. Regie: Oliver Boeck. Moderation und Redaktion: Judith Heitkamp.
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[Audio]-Infos Datum: 03.03.2016
Länge: 00:54:12
Größe: 49.63 MB
Das offene Buch: Moses Rosenkranz: "Jugend" (1/2) - 28.02.2016
Moses Rosenkranz, kein deutscher, aber ein deutschsprachiger Dichter, 1904 in der Bukowina geboren, im Kronland der Donaumonarchie, erzählt von seiner "Jugend":
"Ich sah die Schule als einen Übungsplatz unserer Gehirne gegen die Natur an. Aber waren wir selber nicht auch Natur? War was wir so nannten nicht auch unser eigenstes Wesen und Schicksal? Lernten wir also gegen uns selber an?" So beginnt der zweite Band seiner Erinnerungen. Edmund, der sich Moses nannte, war das siebte von neun Kindern eines Bauern im Dorf Berhometh am Pruth. Ein Arme-Leute-Kind und Dichter im Vielvölkerkosmos der Bukowina. Anders als die Bildungsbürger Rose Ausländer und Paul Celan, schildert Moses Rosenkranz das Leben "von unten", die Armut und das Nachtasyl, die Zerstörung des elterlichen Hofes im Krieg, die ständige Suche nach Arbeit, die Odyssee durch den "federleicht blutig zerhackten Raum der alten Monarchie", die damals unterging, die Wanderjahre in Krakau, Triest, Bukarest, München, Straßburg und anderswo. Ein Fremder überall, der sich mit Chuzpe durchs Leben schlug in diesem vom Ersten Weltkrieg gezeichneten Europa. Und ein Dichter trotz allem. "Jugend. Fragment einer Autobiographie": die komplette Lesung mit Nikolaus Paryla gibt es auch als Hörbuch, eine Kooperation von Bayern 2 mit dem Rimbaud Verlag. Ausschnitte in "radioTexte - Das offene Buch", Moderation: Cornelia Zetzsche.
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[Audio]-Infos Datum: 28.02.2016
Länge: 00:29:51
Größe: 27.34 MB
radioTexte / Wolfgang Koeppen: Tauben im Gras (1/4) - 25.02.2016
Opfer, Täter, Mitläufer, Alliierte - dem Untergang entronnen, dennoch Objekte des Zufalls, verbunden durch unsichtbare Fäden, hoffnungs- und angstvoll, im Aufbruch und müde. Figuren eines Tages und einer Stadt, München nämlich, kurz nach der Währungsreform, die Wolfgang Koeppen in "Tauben im Gras" begleitet. Von Perspektive zu Perspektive springend, entwirft er den Chor einer Stadt und eines Seelenzustands. Erster Teil unserer vierteiligen Lesung mit Achim Höppner. Regie: Oliver Boeck. Moderation und Redaktion: Judith Heitkamp.
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[Audio]-Infos Datum: 25.02.2016
Länge: 00:54:08
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radioTexte / Giovanni Boccaccio: Il Decamerone (3/3) - 20.08.2015
Florenz, in der Mitte des 14. Jahrhunderts: Zehn Adelige - sieben Frauen und drei Männer - verlassen die Stadt. Sie fliehen vor dem "Schwarzen Tod", vor der unbarmherzig wütenden Pest. Sie beziehen ein Haus auf dem Land, um das massenhafte Sterben hinter den Stadtmauern zu vergessen; sie wollen Leben, Genuss und Freude feiern. Und sie beginnen zu erzählen, jeder zehn Geschichten, Tag für Tag, zehnmal Flucht und zehnmal Trotz gegen den Tod. Das ist der Rahmen für eines der großen Bücher der Weltliteratur: Giovanni Boccaccios "Il Decamerone" - zu Deutsch "das Zehntagewerk". Eine Aufnahme mit Gustl Weishappl. Redaktion und Moderation: Judith Heitkamp.
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[Audio]-Infos Datum: 20.08.2015
Länge: 00:54:04
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