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Download & Podcast: radioTexte - Bayern 2 © Monacensia Literaturarchiv und Bibliothek München
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Die Lesungen in Bayern 2. Literatur im Ohr. Die Bibliothek zum Hören. Tipps zum Weiterlesen. Klassiker, neue Bücher, Romane, Briefe, Manuskripte – exklusiv, das alles in den radioTexten. Erfundene und wahre Geschichten, kommentiert von den Autoren, gelesen von den Autoren selbst oder von namhaften Schauspielern, wie Ulrike Kriener, Lisa Wagner, Gert Heidenreich, Axel Milberg und anderen.

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Bayern 2 - radioTexte am Dienstag |
Sendezeit: dienstags um 21.05 Uhr
 
Bayern 2 - radioTexte am Donnerstag |
Sendezeit: donnerstags um 21.05 Uhr
 
Bayern 2 - radioTexte - Das offene Buch |
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Podcast-Aktualisierung:
dienstags, donnerstags und sonntags

radioTexte / Leopardi: "Dialoge" und nemo - das Ratespiel - 25.07.2017
Giacomo Leopardi sah der Nichtigkeit des Menschen ins Auge und fand doch in der dichterischen Erkenntnis über sie Trost. In seinen Dialogen lässt er darüber die Natur mit einem Isländer oder einen Kobold mit dem Gnom reden. Giacomo Leopardi sah der Nichtigkeit des Menschen ins Auge und fand doch in der dichterischen Erkenntnis über sie Trost. In seinen neben den Essays und Gedichten eher weniger beachteten Dialogen lässt der Dichterphilosoph die Natur und einen Isländer oder einen Kobold und den Gnom eben darüber ins Gespräch kommen. Redaktion und Moderation: Antonio Pellegrino
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[Audio]-Infos Datum: 25.07.2017
Länge: 00:00:00
Größe: 49.42 MB
radioTexte / C. Baudelaire: Wein und Haschisch - 18.07.2017
Berauscht euch! - schleuderte Charles Baudelaire Mitte des 19. Jahrhunderts der Pariser Gesellschaft entgegen. Ein Appell gegen Rationalismus, Ökonomisierung und Anpassung. Bis heute Provokation und Inspiration gleichermaßen. Wein und Haschisch sind Wohltäter des Menschen: Charles Baudelaire schrieb nicht nur über solche Weisheiten, er lebte sie. Für den Dandy und Dichter war der Rausch Erlöser von irdischem Leid, Hebel für künstlerische Inspiration und Pfad in künstliche Paradiese. Auch in Essays wie „Wein und Haschisch“, „Auswahl tröstlicher Maximen über die Liebe“ ergründet Baudelaire die verheißungsvolle Wirkung von Alkohol, Drogen, Musik und Sexualität – und warnt vor deren Abusus. Redaktion und Moderation: Antonio Pellegrino
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[Audio]-Infos Datum: 18.07.2017
Länge: 00:54:00
Größe: 49.45 MB
radioTexte / M. Politycki: Schrecklich schön und weit und wild - 11.07.2017
Wochentrip oder Weltumrundung? Pauschal- oder Backpacker-Reise, Länderabhaken oder Last Minute? Wir reisen und reisen und reisen. Warum? Was denken wir dabei? Matthias Politycki, Schriftsteller und leidenschaftlicher Reisender, über Reiselust, Erlebnisse und Erfahrungen, Tops und Flops.
Autorenlesung. Redaktion und Gespräch: Antonio Pellegrino
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[Audio]-Infos Datum: 11.07.2017
Länge: 00:54:12
Größe: 49.63 MB
Das offene Buch: Die besten Texte aus Klagenfurt und Bachmann-Preisträger Ferdinand Schmalz - 09.07.2017
Vierzehn Autoren lasen und rangen in Klagenfurt um den Ingeborg-Bachmann-Preis. Mit seiner abgrundtief schwarzen, gleichwohl anrührenden Groteske gewann der 32 Jahre junge, längst preisgekrönte Dramatiker Ferdinand Schmalz den Bachmann-Preis 2017. Mit seiner Geschichte „mein lieblingstier heißt winter“ reagierte Schmalz auf unseren unnatürlichen Umgang mit dem Tod und entwarf einen ebenso unnatürlichen, grotesken Todesplan.John Wrays Babuschka-Story, aus der sich wenigstens fünf Binnengeschichten schälen, handelt von einem schreibenden Geschwister-Paar, von Vögeln, von einem legendären Ornithologen und flirrt zwischen Genres und Stilmitteln. Wray erhielt den neuen Deutschlandfunk-Preis. Diese und andere „beste Texte“ aus Klagenfurt vom Ringen um den Bachmann-Preis im Offenen Buch. Moderation. Cornelia Zetzsche
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[Audio]-Infos Datum: 09.07.2017
Länge: 00:29:02
Größe: 26.59 MB
radioTexte / Henry David Thoreau: Ktaadn - 04.07.2017
Henry David Thoreaus Buch über den Aufstieg auf den Berg Ktaadn ist Abenteuerbericht, naturphilosophischer Essay und Pamphlet in einem. Reflexion darüber, wie die Erfahrung von Natur immer auch eine Selbsterfahrung ist. xxx
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[Audio]-Infos Datum: 04.07.2017
Länge: 00:54:09
Größe: 49.58 MB
radioTexte / Henry D. Thoreau: Wilde Früchte - 27.06.2017
Zum 200. Geburtstag des amerikanischen Schriftsteller Henry David Thoreau
Er verbrachte fast sein ganzes Leben an einem abgeschiedenen Fleckchen in Massachusetts und doch ist er bis heute weltweit präsent: Umweltschützer, Aktivisten und Anarchisten beziehen sich auf Henry David Thoreau, den Einsiedler, Nonkonformist und Philosoph des 19. Jahrhunderts, der mit "Walden" und "Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat" amerikanische Literaturgeschichte schrieb. Mit seinen Ideen gilt Thoreau heute zu Recht als der amerikanische Vordenker der Umweltbewegung, die heute auf präsidialer Ebene verpönt ja geradezu in die Enge getrieben wird. Seine Beobachtungen haben nichts an aktueller Brisanz verloren.
Sein Spätwerk "Wilde Früchte" ist zugleich kenntnisreiche Studie und umfangreiche Liebeserklärung an die heimische Natur. Es liest Heiko Ruprecht. Redaktion und Moderation: Antonio Pellegrino
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[Audio]-Infos Datum: 27.06.2017
Länge: 00:54:10
Größe: 49.59 MB
Das offene Buch: Der große Unbekannte - Ror Wolf zum 85. - 25.06.2017
Seit über 50 Jahren brilliert der Schriftsteller und Collagist Ror Wolf mit seinen Expeditionen ins Innere der Welt und seinem unverwechselbaren Ton. Nun wird der große Unbekannte der deutschsprachigen Literatur 85 Jahre alt. Zeit zu feiern! - „Pilzer und Pelzer“, „Die heiße Luft der Spiele“, „Die Gefährlichkeit der großen Ebene“. Schon diese Titel aus der Fülle seiner Bücher zeigen: Ror Wolf ist ein Ausnahmeschriftsteller. Seine Balladen, Fußball-Hörspiele, Text-Bild-Ton-Collagen, seine grotesk-komischen Einblicke in die Wirklichkeit sind einzigartig. Seine apokalyptischen Szenarien sind gemacht aus Alltag und Phantasie, Erfahrung und Halluzination, Poesie und Musik und vor allem: aus Sprache! „Ich setze aufs Wort“, sagt der Autor, Fußball- und Jazz-Fan Ror Wolf. Cornelia Zetzsche besucht ihn in seiner „Wirklichkeitsfabrik“ vor seinem 85. Geburtstag.
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[Audio]-Infos Datum: 25.06.2017
Länge: 00:29:50
Größe: 27.32 MB
radioTexte / ARD-Themenwoche "Woran glaubst?" - Navid Kermanis "Ungläubiges Staunen - Über das Christentum" - 13.06.2017
Deutschlands bekanntester Orientalist staunt über christliche Kunst: In seiner Essay-Sammlung "Ungläubiges Staunen - über das Christentum" schildert der in Deutschland aufgewachsene Schriftsteller Navid Kermani, der u.a. mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet wurde, seine Eindrücke von Gemälden, Skulpturen, religiösen Objekten und Mosaiken in katholischen Kirchen zwischen Köln und Rom, gibt Deutungsmöglichkeiten, sucht religiöse Motive in anderen Glaubensrichtungen und setzt sie in Beziehung zueinander. Es lesen Thomas Loibl und Peter Weiß.
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[Audio]-Infos Datum: 13.06.2017
Länge: 00:54:07
Größe: 49.55 MB
radioTexte / Michail Bulgakow: Meister und Margarita (2/2) - 08.06.2017
Der Meister aus dem Titel taucht erst nach einem Drittel der Handlung auf, er wird gefangen gehalten und verfasst einen Roman über Jesus vor Pontius Pilatus. Währenddessen langweilt sich seine frühere Geliebte Margarita. Doch dann wird für den Teufelsball noch eine Ballkönigin gebraucht. Und Margarita weiß, worauf sie sich einlässt, als sie mit Luzifer persönlich handelt. Der nächstliegende Besen wird lebendig und seine neue Besitzerin in die Moskauer Nacht entführt.
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[Audio]-Infos Datum: 08.06.2017
Länge: 00:54:19
Größe: 49.73 MB
radioTexte / Der Glaube an Reinkarnation und Wiedergeburt - 06.06.2017
Nach dem alten indischen Gesetz des Karma, worauf die Wiederverkörperungsidee basiert, drängt das wahre Selbst immer zu einer neuen Existenz. In seiner politischen Schrift „Politeia“ beschreibt Platon, wie die Seelen aufgrund ihrer individuellen Lebensführung in die Unterwelt verbannt und gereinigt oder an einen himmlischen Ort versetzt werden. Nach tausend Jahren werden sie zur „Spindel der Ananke“ (Notwendigkeit) geführt, die die Gestirne in Bewegung hält. Dort werden die Seelen von den Moiren, den Schicksalsgöttinnen, beaufsichtigt, und sie können sich für ein neues Lebensmodell entscheiden, das sie in Zukunft verwirklichen wollen. Auf diesem können sie erneut in den Kreis der Inkarnation zurückfinden. Eine menschliche Seele kann in ein tierisches Leben übergehen, ein Tier, das früher ein Mensch war, kann wiederum zum Menschen werden. “Sind wir nur einmal auf Erden?“, fragt der Künstler und Philosoph Hans Torwesten in seiner gleichnamigen Abhandlung. “ Welche Rolle spielt der Reinkarnationsgedanke in der Neuzeit in den Weltreligionen und in den unterschiedlichen spirituellen Richtungen? Ist die menschliche Seele unsterblich? Gibt es eine Existenz vor und nach unserem Dasein? Redaktion und Moderation: Antonio Pellegrino
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[Audio]-Infos Datum: 06.06.2017
Länge: 00:53:56
Größe: 49.39 MB
Fahrrad-Geschichten (2/2) - 05.06.2017
Fahrrad-Geschichten - Shenja Lacher liest David Coventry Als Karl von Drais, der adelige Forstbeamte, 1817 erstmals vor aller Öffentlichkeit seine Draisine erprobte und von Mannheim nach Schwetzingen fuhr – noch ohne Pedale -, da ahnte niemand, welchen Siegeszug sein Reitpferd-Ersatz weltweit antreten würde. Heute ist das Fahrrad für Millionen Menschen das wichtigste Gefährt und ein großes Freiheitsgefühl, denn Radfahren heißt mobil sein - im Rausch der Geschwindigkeit. Das erste Fahrrad ist den meisten präsent. Viele Fahrrad-Episoden sind Kindheitserinnerungen, auch die Geschichten von Büchner-Preisträger Martin Mosebach. Und Uwe Dick gräbt sich gleich danach in der ersten Lesefolge lautmalend per Fahrrad durch den Großstadtstau. – Am Pfingstmontag erinnert David Coventry aus Neuseeland in „Die unsichtbare Meile“ an die Tour de France 1928, als erstmals Neuseeländer und Australier antraten. Shenja Lacher liest aus Coventrys neuem preisgekröntem Roman. - In drei Etappen an zwei Tagen feiert „Das offene Buch“ den 200. Geburtstag des Fahrrads. Moderation: Cornelia Zetzsche.
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[Audio]-Infos Datum: 05.06.2017
Länge: 00:29:40
Größe: 27.17 MB
radioTexte / Michail Bulgakow: Meister und Margarita (1/2) - 01.06.2017
Michail Bulgakows „Meister und Margarita“ ist ein Buch, das über 20 Jahre brauchte bis zur Veröffentlichung und mehr als weitere 20 sowie den Untergang der UdSSR, um das Kultbuch zu werden, das es für viele heute ist. Der Roman ist ein Moskauer Hexensabbat um Literaten, Künstler, Politiker, Genossen und des Teufels Spießgesellen. In der Karwoche taucht der schwarze Magier Voland in Moskau auf, begleitet von einem großen sprechenden Kater, und beginnt die Stadt auf den Kopf zu stellen.
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[Audio]-Infos Datum: 01.06.2017
Länge: 00:53:59
Größe: 49.44 MB
radioTexte / E. T. Seton: Das Manifest des roten Mannes (2/2) - 23.05.2017
Als weißer Mann inmitten von Indianern, offen für ihre Kultur und beeindruckt von ihren Prinzipien. Ernest Thompson Seton war einer der Ersten, der den Ureinwohnern Amerikas Respekt zollte und ihnen ein Denkmal setzte. Der Untergang der amerikanischen Ureinwohner, die Ausrottung durch den weißen Mann, die Diskriminierung und Missachtung ihrer Kultur und Lebensweise gehören zu den dunklen Kapiteln der amerikanischen Geschichte. Mit Ideologien vom Fortschritt und vom Pioniergeist, mit Biologismen und Rassismen wurden Mitte des 19. Jahrhunderts unvorstellbare Gräueltaten gegen die Indianer gerechtfertigt. Einer derjenigen, die dagegen Einspruch erhoben, war der britisch-kanadische Autor und Maler Ernest Thompson Seton (1860-1946). Er konnte direkt miterleben, wie die glorifizierte Pionierzeit zur Vernichtung der Lebensgrundlagen und der Kultur eines großen Teils der nordamerikanischen Indianer führte. Ernest Thompson Seton war einer der Ersten, der den Ureinwohnern Amerikas Respekt zollte und ihnen mit dem „Manifest des roten Mannes“ ein Denkmal setzte.
Redaktion und Moderation: Antonio Pellegrino
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[Audio]-Infos Datum: 23.05.2017
Länge: 00:53:40
Größe: 49.14 MB
Das offene Buch: Luiz Ruffato - "Teilansicht der Nacht" - 14.05.2017
Eine Familie zwischen Hoffnung und Stillstand, „Paradies“ und Militärdiktatur in Brasiliens finsterer Zeit der 70er Jahre. Tragikomisch, atemraubend, expressiv und politisch sind die Milieuschilderungen des preisgekrönten Erzählers Luiz Ruffato. Experimentell, stakkatoartig, manchmal nur in Wortfetzen, dennoch detailgenau, beschreibt er Menschen der unteren Mittelschicht und der Arbeiterklasse, aus der er selber kommt und der er seinen Zyklus „Vorläufige Hölle“ widmete. „Teilansicht der Nacht“, der dritte Band – wieder von Michael Kegler souverän übersetzt – sammelt Geschichten aus Cataguases, Ruffatos Herkunftsort in Minas Gerais. Schonungslose und doch zärtliche Porträts und Episoden zur Zeit der finsteren Militärdiktatur, auf die der Titel anspielt. Die Figuren sind Arbeiter, Migranten und Arme, manche schon bekannt aus den früheren Bänden, wieder mit ihren Sorgen und Träumen, mit Alkohol und Gewalt als Dauerproblem. Schauspieler Shenja Lacher liest die Skizze einer Familie, die im Sommer 72 voll Elan und mit hochfliegenden Plänen in eine bessere Gegend zieht, nach „Paraíso“. Das Umsiedelungsprojekt folgt den Fortschrittsparolen der Militärs, aber die Familie wird nie da landen, wohin sie wollte. Moderation und Redaktion: Cornelia Zetzsche.

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[Audio]-Infos Datum: 14.05.2017
Länge: 00:29:49
Größe: 68.25 MB
radioTexte / E. T. Seton: Das Manifest des roten Mannes (1/2) - 09.05.2017
Als weißer Mann inmitten von Indianern, offen für ihre Kultur und beeindruckt von ihren Prinzipien. Ernest Thompson Seton war einer der Ersten, der den Ureinwohnern Amerikas Respekt zollte und ihnen ein Denkmal setzte. "Einige der hervorragenden Eigenschaften des Indianers sind: seine Entschlossenheit, sein Humor, seine Weisheit", so der Schriftsteller und Maler Ernest Thompson Seton, der als weißer Mann inmitten von Indianern lebte und von den moralischen Prinzipien des Roten Mannes beeindruckt war. Sein wichtigstes Werk "The Gospel oft he Redman" – Das Manifest des Roten Mannes - wurde nach kritischer Überprüfung durch amerikanische Wissenschaftler und Vertreter der amerikanischen Ureinwohner 1935 veröffentlicht. Durch eigene Beobachtung und längeres Leben bei den Indianern lernte Seton deren Alltag, Geschichte und Religion kennen. In seinem Buch beschreibt er die wichtigsten Prinzipien, die Denken und Handel der Indianer bestimmen. Mit seiner anthropologischen Recherche setzte der Mitbegründer der amerikanischen Pfadfinderbewegung - angefangen bei den Entstehungsmythen der Welt, über Religion, Ethik, Ehe, Kindererziehung bis zu den Alltagsritualen - den Indianern, deren Kultur und Existenzgrundlagen immer noch bedroht werden, ein Denkmal. (1.Folge – Die 2. Folge hören Sie am 16.5.2017)
Redaktion und Moderation: Antonio Pellegrino .
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[Audio]-Infos Datum: 09.05.2017
Länge: 00:53:51
Größe: 123.29 MB
Das offene Buch: "Höre mich!" - Psalmen literarisch (3/3) - 07.05.2017
„herr /höre mich, wenn du kannst/ auf mein gedicht hast du nicht gehört/ war es zu fein für deine lakaien?/ so daß sie dich mit ihrem lärm daran gehindert haben/ zuzuhören?“. So beginnt Said, der Münchner Dichter und Exilant aus Teheran, sein Gebet zu Gott, oder besser: sein Zwiegespräch mit Gott auf Augenhöhe, ein kummervoll-wütender Psalm gegen das Unrecht in der Welt. – Büchner-Preisträger Arnold Stadler schickt in seiner höchst vergnüglichen Geschichte einen Grabredner in die Heimat, mit Navi, anders findet er die Heimat nicht mehr und den Dorffriedhof, auf dem er einst mit den Grabinschriften Lesen lernte. Zwei von sechs exklusiven Texten, die renommierte Schriftsteller wie Arnold Stadler, Said, Feridun Zaimoglu, Sibylle Lewitscharoff, Gila Lustiger und Uwe Kolbe für Bayern 2 schrieben, als Antwort auf den Psalter. Moderation: Cornelia Zetzsche.

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[Audio]-Infos Datum: 07.05.2017
Länge: 00:29:50
Größe: 68.30 MB
radioTexte / Gerhard Polt: Vom Muspilli bis zur "Weißen Rose" - 02.05.2017
Die Bayern sind besonders, sagt schon die frühe Geschichtsschreibung. Ihre Literatur auch. Die radioTexte laden ein zu einer Reise durch 1000 Jahre Bayerische Literatur. Und grautulieren Gerhard Polt zum 75. Geburtstag. Die Bayern sind besonders, so kann man es schon in der frühen Geschichtsschreibung bei Aventin oder Venancius Fortunatus lesen. Ihre Literatur auch. Die radioTexte laden ein zu einer Reise durch 1000 Jahre Bayerische Literatur mit den Schauspielern Gisela Schneeberger und Gerhard Polt, die mit großem Vergnügen diese literarische Crème Bavaroise servieren. Übrigens: am 7. Mai feiert der bayerische Sprachkünstler seinen 75. Geburtstag. Wir gratulieren herzlich: Carissimo Gert: Tanti Auguri!
Redaktion und Moderation: Antonio Pellegrino

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[Audio]-Infos Datum: 02.05.2017
Länge: 00:53:58
Größe: 123.53 MB
Das offene Buch: "Höre mich!" (2/3) - 30.04.2017
Ist die Bibel als Sprachkunstwerk literarisch zu lesen? Das war eine der Fragen, die am Donnerstagabend in St. Matthäus München von sechs namhaften Schriftstellern diskutiert wurde. „Die Luther-Bibel ist keine Bibel, sondern eine Übersetzung! Luther ist der virtuoseste Übersetzer ins Deutsche, aber es ist eine Übersetzung, kein Original“, erinnerte der Büchner-Preisträger und katholische Theologe Arnold Stadler. „Mich begeistert, als Nicht-Christin, dieser Stil. Ich lese es als literarischen Text“, bekannte Gila Lustiger, die jüdische Erzählerin aus Paris. „Die Bibel wird interessanter, je stärker man in ihr wurmisiert. Die große Gewalt der Bibel geht davon aus, dass zwischen den Sätzen ein Abgrund lodert. Deshalb habe ich immer etwas Zahnweh, wenn ich höre, dass das alles Literatur ist. Die Literatur fordert niemals dazu auf, ändere dein Leben, aber die Bibel tut es in höchstem Maße!“ mahnte die Büchner-Preisträgerin Sibylle Lewitscharoff, eine Stimme im spannenden Autoren-Gespräch mit Landesbischof Bedford-Strohm, dem Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland. Das Herzstück des Psalmenabends in St. Matthäus München aber waren ihre exklusiven Autoren-Texte zum Psalter. Zu hören in drei Lesefolgen. Im 2. Teil erzählt Feridun Zaimoglu in einem Poem von bedrohten Christen im Orient, und Sibylle Lewitscharoff reagiert auf Rachepsalmen wie Psalm 140, der den Feinden „feurige Kohlen“ an den Hals wünscht. Landesbischof Bedford-Strohm bilanziert den großen Psalmen-Abend: „Das ging ans Herz“. Moderation: Cornelia Zetzsche.
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[Audio]-Infos Datum: 30.04.2017
Länge: 00:29:35
Größe: 67.73 MB
radioTexte / Charlotte Perkins Gilman: Die gelbe Tapete - 27.04.2017
„Es gibt eine sich wiederholende Stelle, wo sich das Muster wie ein gebrochenes Genick krümmt und wo mich zwei herausquellende Glupschaugen verkehrt herum anstarren. Ihr unverfrorenes und unverwandtes Glotzen macht mich richtig wütend. Rauf und runter und seitwärts kriechen sie, und diese absurden, starren Augen sind überall ...“ Heute würde man von vielleicht von Burn out sprechen. Oder schlicht von postnataler Depression. Das Baby ist da, die Mutter ist nicht glücklich. Der Patientin wird Ruhe verordnet, eine Liegekur im Zimmer mit der gelben Tapete im neuen Landhaus.
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[Audio]-Infos Datum: 27.04.2017
Länge: 00:53:50
Größe: 123.23 MB
"Höre mich!" - Psalmen literarisch (1/3) - 23.04.2017
Eigentlich wollte Gila Lustiger mit Psalm 23 beginnen: „Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln“, wollte also Schutz und Hoffnung spiegeln. Aber dann führte sie die Lektüre der Psalmen doch immer wieder zu Verfolgung und zu Flehen in der Not. Die Geschichte, die sie am Ende schrieb ist eine Erinnerung an Psalmen, die sie als Kind in der Synagoge hörte und Jiskor, ein Totengebet für den Vater, Arno Lustiger, und andere Holocaust-Überlebende. - Uwe Kolbe liest in Psalm 107 Stufen seiner eigenen Lebensgeschichte und schlüpft in die Rolle eines Mönchs. - Uwe Kolbe und Gila Lustiger bilden den Auftakt bei „Höre mich!“: Sechs prominente Schriftsteller/Innen antworten auf das Buch der Psalmen und zeigen Bezüge zur Gegenwart. Die Büchner-Preisträgern Sibylle Lewitscharoff und Arnold Stadler etwa, Feridun Zaimoglu, der deutsche Spracherneuerer türkischer Herkunft, die Dichter Uwe Kolbe und Said und Gila Lustiger, die deutsch-jüdischen Erzählerin aus Paris. Sechs Autoren in drei Lesungen des Offenen Buchs und beim großen Psalmen-Abend am 27. April in St. Matthäus München. Mit Live-Musik und Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm. Moderation: Cornelia Zetzsche
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[Audio]-Infos Datum: 23.04.2017
Länge: 00:29:49
Größe: 68.28 MB
radiotexte / Yuval Noah Harari: Homo Deus (3/3) - 18.04.2017
Der Mensch ist Homo Deus: gottgleich, mächtig, schöpferisch und bald sogar dazu fähig, den Tod abzuschaffen. Aber auf dem Weg dorthin hat er Technologien und künstliche Intelligenzen erfunden, die ihn bald übertreffen werden, sagt der Historiker Yuval Noah Harari. Werden sie ihn auch abschaffen? "Religionen haben sich schon immer an den Bedürfnissen und Wünschen der Menschen ausgerichtet. Sie haben versprochen, dass Gott ihnen hilft, Unsterblichkeit zu erlangen. Nun verspricht man den Menschen dasselbe, aber mit Hilfe von Gentechnik und moderner Maschinen. Ich glaube also nicht, dass Religion verschwindet. Es wird einfach eine neue Form geben: eine Art Daten-Religion. Sie basiert auf Technologie und nicht auf dem Glauben an himmlische Wesen. Der spannendste Ort für die Religion im 21. Jahrhundert ist nicht der Nahe Osten. Es ist das Silicon Valley", so der israelische Historiker Yuval Noah Harari im Gespräch mit Antonio Pellegrino. Was geschieht also mit dem Homo sapiens, der bis jetzt als die höhere Form des Lebens, als Krönung der Schöpfung galt? Hat er nun ausgedient? Wie werden ihn die politischen und wirtschaftlichen Systemen behandeln? Wird er noch in der Lage sein, seinen Lebensraum human zu gestalten?

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[Audio]-Infos Datum: 18.04.2017
Länge: 00:54:11
Größe: 124.03 MB
Das offene Buch: Niroz Malek: "Der Spaziergänger von Aleppo" (2/2) - 17.04.2017
Trotz Krieg, Angst und Tod, lebt der Schriftsteller Niroz Malek bis heute in seiner Geburtsstadt Aleppo. Die Orte der Kindheit, die Plätze freudiger Erlebnisse sind verwüstet, die Stadt ist eine Ruine, der Tod ein täglicher Schatten. Checkpoints machen ihm den Weg in den Park Café unzugänglich. Das Telefonat mit der Nachbarin endet mit einer Explosion und einer heißen Wolke aus Feuer. Baumstämme mit den Signaturen von Liebenden sind nur noch Brennholz für Elende und Arme. Angstträume überschatten die Tage. Trauergäste beklagen einen Toten – der den Namen des Erzählers trägt. Der Krieg katapultiert ihn und seine Umgebung „in eine Welt des Todes“. Aber seine Stadt zu verlassen hieße für ihn, ohne Seele zu leben. Niroz Malek erzählt mit poetischer Bildkraft von Zerstörung und Angst und zugleich ist sein Buch ein großartiges Zeugnis von Liebe und Menschlichkeit. André Jung liest eindringlich, aber pathosfrei Miniaturen von Niroz Malek. Moderation: Cornelia Zetzsche.
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[Audio]-Infos Datum: 17.04.2017
Länge: 00:29:50
Größe: 68.31 MB
radioTexte / Yuval Noah Harari: Homo Deus (2/3) - 11.04.2017
Der Mensch ist Homo Deus: gottgleich, mächtig, schöpferisch und bald sogar dazu fähig, den Tod abzuschaffen. Aber auf dem Weg dorthin hat er Technologien und künstliche Intelligenzen erfunden, die ihn bald übertreffen werden, sagt der Historiker Yuval Noah Harari. Werden sie ihn auch abschaffen? „Das große Ziel im 21. Jahrhundert wird sein, Menschen zu Göttern zu machen. Und das meine ich wörtlich. Wir sind dabei, uns göttliche Fähigkeiten anzueignen. Wenn in der Bibel beschrieben wird, dass Gott die Macht hat, Tiere, Pflanzen und Menschen nach seinen Wünschen zu erschaffen, dann versuchen wir nun diese Macht zu erlangen, mit Biotechnologie, der Gentechnik und künstlicher Intelligenz“ , so der israelische Historiker und Autor des Buches "Homo Deus- Eine Geschichte von Morgen" Yuval Noah Harari, der in seiner Prophetie mögliche Zukunftsszenarien entwirft, in denen der Mensch als gottähnliche Instanz sein Dasein verändern wird. Mit Yuval Noah Harari und Antonio Pellegrino. Lesung: Christian Baumann.
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[Audio]-Infos Datum: 11.04.2017
Länge: 00:53:59
Größe: 123.58 MB
radioTexte / Yuval Noah Harari: Homo Deus (1/3) - 04.04.2017
In seiner Geschichte von Morgen „Homo Deus – Die nächste Stufe der Evolution“ beschäftigt sich Yuval Noah Harari mit unserer Zukunft. Was wird mit uns und unserem Planeten passieren, wenn die neuen Technologien den Menschen gottähnliche – schöpferische ebenso wie zerstörerische - Fähigkeiten verleihen ? Was sind die Ziele der Zukunft? Glück? Göttlichkeit? Unsterblichkeit? Im Gespräch mit Antonio Pellegrino und anhand von Textauszügen erläutert der israelische Historiker Vor- und Nachteile der neuen Technologien. Mit Christian Baumann, Johannes Hitzelberger und Peter Weiß.

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[Audio]-Infos Datum: 04.04.2017
Länge: 00:53:57
Größe: 49.40 MB
Das offene Buch: Antanas Škema - Ein Litauer in Amerika - 02.04.2017
„Das weiße Leintuch“. Sprachmächtig schildert Antanas Škema, selbst einst ein Emigrant in den USA, Leben und innere Welten des litauischen Exilanten Antanas Garšva: „Der Aufzug fährt nach oben, der Aufzug fährt nach unten. Nicht alle Erinnerungen kamen zurück. Der Frühlingsschnee geschmolzen. Doch dann tauchte der starke Wunsch auf, das feuchte Atmen, die Akazien, die Nachtigall, die uralten Zeichen zurückzuholen. Ich muss von vorn anfangen“. Mit diesen Gedanken streift Antanas Garšva durch New York, ein gebrochener Held, verwundet von den Zeichen der Zeit, der seine Geschichte und die seines Landes im Exil mit sich trägt: Verfolgung und Deportation unter Stalin und Nazi-Deutschland, das Leben als „Displaced Person“, später als Exilant in den USA, gestrandet als Liftboy in einem New Yorker Hotel. Es liest: Johannes Silberschneider. Moderation: Cornelia Zetzsche.
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[Audio]-Infos Datum: 02.04.2017
Länge: 00:29:33
Größe: 27.06 MB
radioTexte / Axel Hacke: Pigmentveränderungen und nemo - 28.03.2017
Hypochonder sind anstrengend, aber auch sehr kreativ. Das zeigt Axel Hacke in "Pigmentveränderungen bei Perlewitz". Im Anschluss versuchen die nemo-Fahnder komplizierte literarische Fälle zu lösen. Als er morgens beim rasieren einen braunen Pigmentfleck über der rechten Oberlippe entdeckt gerät Perlewitz in Panik, ruft den Notarzt, lässt sich in einer Klinik untersuchen. "Pigmentveränderungen bei Perlewitz" ist der Titel der skurrilen Geschichte von Axel Hacke, die Helmut Stange liest. Danach versuchen die nemo-Fahnder schwierige literarische Fälle zu lösen. Mit von der Partie sind Elisabeth Tworek, Andreas Trojan, Bruno Jonas und Antonio Pellegrino.
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[Audio]-Infos Datum: 28.03.2017
Länge: 00:54:01
Größe: 49.46 MB
radioTexte / C. Hell: Eiserner Wolf im barocken Labyrinth - 21.03.2017
Eiserner Wolf im barocken Labyrinth - Das Labyrinth der Altstadt von Vilnius vereint verwinkelte Gassen und großzügige Plätze, unzählige Kirchen und zahlreiche Paläste - Zeugnisse einer bewegten Vergangenheit. In seinen Streifzügen durch die Traumstadt der Großfürsten Gediminas, der Legende nach uneinnehmbar wie ein eiserner Wolf, erinnert der österreichische Autor Cornelius Hell an die wechselvolle Geschichte der Hauptstadt von Litauen, dem diesjährigen Gastland auf der Leipziger Buchmesse, wo es heißt: Labas Litauen!
Antonio Pellegrino im Gespräch mit dem begeisterten Vilnius-Flaneur Cornelius Hell (Veni, vidi, Vilnius), dessen Essays Siemen Rühaak liest.
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[Audio]-Infos Datum: 21.03.2017
Länge: 00:53:36
Größe: 49.08 MB
"Wortspiele 17" - Die besten Texte und der Bayern2-Wortspielepreis - 19.03.2017
„Bianca ist 17. Blaue Haare, Springerstiefel, neu auf dem Sonnenhof, wo sie Sozialstunden ableisten soll. Wie Alice im Wunderland rutscht sie durch einen Tunnel in diesen Mikrokosmos wundersamer Figuren, ‚marsig und nice‘ allesamt. Aber richtig schräg wird es, als Sydney Seapunk auf den Plan tritt und sich entführen lassen möchte, für den guten Zweck und seine Vision vom besseren Leben. Ohne missionarischen Gestus erzählt Andreas Stichmann von einer Mission des Guten. So vergnügt und originell, so einfühlsam und gewitzt schreibt selten einer über verlorene Utopien, einsame Glücksucher und Betreutes Wohnen als Schelmenroman.“ Mit diesen Worten kürte die Jury den neuen Bayern 2 – Wortspiele-Preisträger Andreas Stichmann und seine Lesung aus seinem neuen Roman „Die Entführung des Optimisten Sydney Seapunk“. Andreas Sichtmann ist zu Gast in Bayern 2, „Das offene Buch“ sendet Auszüge der besten Texte von „Wortspiele 17“, dem Festival Junger Literatur. Mit Nadja Schlüter, Martin Becker, Benjamin Lebert, Philipp Winkler, Nina Bußmann und Andreas Stichmann. Moderation. Cornelia Zetzsche.
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[Audio]-Infos Datum: 19.03.2017
Länge: 00:32:01
Größe: 29.32 MB
radioTexte / Zelda Fitzgerald: Unsere Leinwandkönigin - 16.03.2017
Eigensinnig und eigenständig sind die jungen Frauen, die bei Zelda Fitzgerald im Mittelpunkt stehen. Standbein, Spielbein, so tanzen sie durch die goldenen 20er. Eine Zeit, in der Frauen sich einen Menge Spielraum nehmen konnten – wenn sie bereit waren, den Preis dafür zu zahlen. Zelda Fitzgerald zum Beispiel, die mit 19 Jahren Scott F. Fitzgerald geheiratet hatte und mit ihm ein mondänes Leben in den USA und Europa führte. Sie schrieb Texte im jazzigen Rhythmus der Epoche – und veröffentlichte sie unter dem Namen ihres Mannes.
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[Audio]-Infos Datum: 16.03.2017
Länge: 00:53:59
Größe: 49.44 MB
radioTexte / Georg S. Troller: Unterwegs ...(2/2) - 14.03.2017
Louis Ferdinand Céline, Edith Piaf, Picasso, Brigitte Bardot: Internationale Prominente passten in sein Beuteschema, aber auch den Helden des Alltags schenkte der Reporter und Filmemacher Georg Stefan Troller seine Aufmerksamkeit und verewigte sie in seinen Filmen und gesellschaftlichen Reportagen. Im Gespräch mit Antonio Pellegrino spricht der 95jährige aus Wien stammende Autor und Journalist über seine Begegnungen, seine Erfolge und Niederlagen.
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[Audio]-Infos Datum: 14.03.2017
Länge: 00:53:54
Größe: 49.36 MB
Das offene Buch: "salam Yamen" - "Lieber Said" - ein Dialog (2/2) - 12.03.2017
Seit gut zwei Jahren lebt der syrische Dichter Yamen Hussein, Mitte 30, als "Writer in Exile" und Gast des deutschen PEN in München. Vor über 50 Jahren kam Said als Student aus Teheran, strandete in München, blieb als Exilant und wurde Schriftsteller. Drei Monate schrieben sich Said und Yamen Hussein Briefe und Gedichte, ohne einander zu kennen. Das Ergebnis ist ein poetischer Dialog, übersetzt von Leila Chammaa und Kenan Khadaj, angeregt vom PEN, dem Literaturhaus München und Bayern 2. Am 9.März sahen sich die beiden Dichter zum ersten Mal, auf der Bühne des Literaturhauses. Ein Abend voller Poesie, eine berührende Begegnung im ausverkauften Saal, Nachdenken über Heimatverlust und Exil, über die Schönheit als Energiequelle und Homs als Stadt des Humors. "Kunst und Kultur werden den Schmerz überdauern". Lesung mit Said, Yamen Hussein und Paul Herwig. Live-Musik: Roman Bunka (Oud), Moderation: Cornelia Zetzsche.
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[Audio]-Infos Datum: 12.03.2017
Länge: 00:29:39
Größe: 27.15 MB
radioTexte / Marguerite Duras: Der Liebhaber - 09.03.2017
Auf der Fähre nach Saigon trifft das weiße Mädchen den schüchternen Chinesen. Die beiden verfallen einander, und die Veröffentlichung von "Der Liebhaber", ganz offenbar ein autobiographisch gefärbtes Buch, löste 1984 einen Skandal aus. Der Roman um eine schockierende Beziehung und eine verzweifelte Kindheit wurde ein in zahlreiche Sprachen übersetzter Bestseller - und Duras mit dem Prix Goncourt ausgezeichnet.
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[Audio]-Infos Datum: 09.03.2017
Länge: 00:54:05
Größe: 49.52 MB
radioTexte / Georg S. Troller: Unterwegs ...(1/2) - 07.03.2017
Abenteuer eines Jahrhunderts
"Herr Troller, Sie können ja aus Paris mit einem französischen Akzent berichten oder zur Not einem amerikanischen. Aber doch nicht mit einem wienerischen!" Diesen Satz hörte der 1921 in Wien geborene Pelzhändlersohn nach dem Zweiten Weltkrieg als angehender Journalist in Paris nicht selten. Da Georg Stefan Troller auf die Aufträge mehrerer Sender angewiesen war, musste er sich den Wiener Tonfall "schleunigst abschminken". Seitdem sei seine Sprache so neutral wie das "vielbewunderte Burgtheaterdeutsch" geworden, erinnert sich der Filmemacher und Autor in seinen kürzlich erschienen Memoiren "Unterwegs auf vielen Straßen", aus denen er für die radioTexte am Dienstag die spannendsten, skurrilsten und dramatischsten Passagen liest und im Gespräch mit Antonio Pellegrino kommentiert.
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[Audio]-Infos Datum: 07.03.2017
Länge: 00:53:46
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Das offene Buch: "salam Yamen" - "Lieber Said" - ein Dialog (1/2) - 05.03.2017
Sie leben in einer Stadt und kennen sich nicht. Der eine ist halb so alt wie der andere, aber beiden gemeinsam ist die Ankunft in der Fremde. Yamen Hussein, Mitte dreißig, floh 2013 aus Syrien und kam 2014 über den Libanon und die Türkei nach Deutschland. Der Dichter Said, 70, stammt aus Teheran, wollte 1965 in München studieren und blieb „als flüchtling, seit beinah fünfzig jahren“, wie er schreibt. In der deutschen Sprache fand er sein Zuhause. „salam yamen, sei du herzlich willkommen in deutschland, im territorium der deutschen sprache, deiner eigentlichen gastgeberin“, begrüßt Said den Dichter und Journalisten Yamen Hussein, der hofft auf Rückkehr und antwortet: „Ich habe Angst, Du zu werden“, das heißt: ein Flüchtling ein Leben lang. Zwei Dichter, zwei Generationen, zwei Lebensläufe, ein Dialog in Briefen und Gedichten, vor der ersten Begegnung am 9. März im Literaturhaus München. Lesung: Said, Yamen Hussein und der Schauspieler Paul Herwig. Live Musik: Roman Bunka (Oud). Moderation: Cornelia Zetzsche. Eine Kooperation des BR/ Bayern 2 mit dem PEN/ „Writer in Exile“ und dem Literaturhaus München
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[Audio]-Infos Datum: 05.03.2017
Länge: 00:29:37
Größe: 27.12 MB
radioTexte / Früher war die Zukunft ... (3/3) - 21.02.2017
Wie und wo wollen wir leben? Wie sieht die ideale Stadt aus? Und der optimale Arbeitsplatz? Mit diesen Fragen beschäftigen wir uns im dritten Teil unserer Reihe „Früher war die Zukunft“ mit Utopien aus unterschiedlichen Jahrhunderten. Der amerikanische Journalist und Sozialreformer Edward Bellamy wurde 1850 in Chicopee/Massachusetts geboren. Sein bekanntester Roman „Rückblick aus dem Jahr 2000 auf das Jahr 1887“ ist eine Zukunftsvision, die dazu beitragen soll, in eine bessere Welt zu gelangen. Held der Geschichte ist Julian West, ein reicher junger Mann aus Boston. Er leidet an Schlaflosigkeit. Deswegen lässt es sich von einem Arzt hypnotisieren und sucht Ruhe in einem schalldichten, unterirdischen Schlafzimmer seines Hauses.
Kurz nach dessen Erscheinen im Jahr 1888 wurde Bellamys Buch ein Bestseller. Im ganzen Land wurden über 150 Bellamy-Clubs gegründet, die ein Ziel verfolgten: die Verwirklichung der im Roman beschriebenen idealen Gesellschaft. Im Jahr 2000 soll es „industrielle Republiken“ geben, die wie ein globaler Bundesstaat kooperieren und dadurch jedem Bürger eine gesicherte Existenz garantieren.

„Die Erben des Untergangs“ heißt Oskar Maria Grafs Roman, in dem er eine Zukunftsvision über das Verhältnis von Mensch und Natur entwirft. Als Utopist versuchte sich der 1894 in Berg am Starnberger See geborene Schriftsteller noch mitten im Zweiten Weltkrieg. 1949 erschien ein Roman mit dem Titel „Die Eroberung der Welt“. Nach mehreren Überarbeitungen kam zehn Jahre später eine endgültige Fassung heraus: „Die Erben des Untergangs. Roman einer Zukunft“. Oskar Maria Grafs Zukunftsvision ist radikal und optimistisch zugleich.
Redaktion und Moderation: Antonio Pellegrino
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[Audio]-Infos Datum: 21.02.2017
Länge: 00:31:59
Größe: 29.29 MB
radioTexte / Früher war die Zukunft ... (2/3) - 14.02.2017
Louis Sébastien Mercier wurde 1740 in Paris geboren und ist 1814 dort gestorben. Seine 1771 erschienene Utopie „Das Jahr 2440“ dient der schonungslosen Kritik an den Zuständen, die unter dem Regime Ludwigs XV. herrschten. In dem vorgestellten Ausschnitt erwacht der Erzähler aus einem fast siebenhundertjährigen Schlaf, versucht, sich in seiner Geburtsstadt zurecht zu finden, sich angemessen zu kleiden, nach dem gültigen Modekanon. Merciers Kritik richtet sich gegen die unnatürliche und gesundheitsschädliche Mode des vorrevolutionären Zeitalters. Noch kritischer und leidenschaftlicher ist sein Plädoyer für eine menschlichere Justiz.
Der 1835 in Langar/Nottinghamshire geborene Schriftsteller Samuel Butler studierte zunächst in Cambridge, wanderte später nach Neuseeland aus. Sein Roman „Erewhon oder Jenseits der Berge“ erschien 1872. Erewhon ist ein Anagramm des Wortes nowhere- nirgendwo und ist der Name eines fiktiven Landes. Butler spart nicht mit Kritik an den fragwürdigen Werten seiner Zeitgenossen, die er zur Wahrhaftigkeit aufruft. Er nimmt Stellung zu wichtigen Themenkomplexen wie Krankheiten, Verbrechen und Moral, Religion und Handel sowie den blinden Glauben an Fortschritt und Technik. Mit seinen Gedanken zur Geburtenreglung greift Butler die von ihm verhasste elterliche Erziehung an. Redaktion und Moderation: Antonio Pellegrino.

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[Audio]-Infos Datum: 14.02.2017
Länge: 00:54:02
Größe: 49.48 MB
Das offene Buch: Kultautor César Aira und der Maler Rugendas - 12.02.2017
Argentiniens Star-Autor César Aira erzählt, auf den Spuren des Augsburger Malers Johann Moritz Rugendas in Argentinien, "Eine Episode im Leben des Reisemalers". Rugendas ist 35 Jahre alt, als er 1837 zum ersten Mal Lateinamerika bereist, zusammen mit dem älteren Freund und Bewunderer Alexander von Humboldt. Er soll den Universalgelehrten und Naturforscher begleiten und seine Entdeckungen illustrieren. Der Maler dokumentiert in Mexiko, Chile, Argentinien rotblühende Mimosen, exotische Tiere und mächtige Schneeberge, Lebensweisen und Indianer-Überfälle. Und das sind nicht die einzigen Gefahren, die Rugendas zu meistern hat. César Aira zieht alle Register, wenn er einen realen Unfall dramatisiert und Rugendas in einen elektrisierten Reiter verwandelt. Immer sprühen Airas Geschichten vor überbordender Phantasie und eleganter Ironie. Opulentes Fabulieren ist seine Sache nicht, eher Lakonie, sprachliche Präzision auf kleinem Raum und Zuspitzungen ins Groteske. Über 90 Bücher hat er geschrieben, wer sie kennt, von Patti Smith bis Kollegen wie Mario Vargas Llosa, rühmt Airas literarische Raffinesse. Schauspieler Nico Holonics liest aus César Airas kurzem Roman „Eine Episode im Leben des Reisemalers“. Moderation: Cornelia Zetzsche.
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[Audio]-Infos Datum: 12.02.2017
Länge: 00:29:38
Größe: 27.14 MB
radioTexte / Früher war die Zukunft ... (1/3) - 07.02.2017
Was ist ein guter Staat? Und eine gerechte Gesellschaft? „Vom besten Zustandes des Staates und der neuen Insel Utopia“ träumte der englische Staatsmann Thomas Morus. Sein Klassiker „Utopia“ beeinflusste Generationen von Schriftstellern und Sinnsuchern. Von Karl May bis Edward Bellamy. In der Reihe „Früher war die Zukunft…“ werden Utopien aus verschiedenen Jahrhunderten vorgestellt und kommentiert. In der heutigen Folge geht es um Karl Mays "Sitara" und um die Zukunftsvision von Savinien Cyrano de Bergerac "Mondstaaten und Sonnenreiche". Redaktion und Moderation: Antonio Pellegrino.
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[Audio]-Infos Datum: 07.02.2017
Länge: 00:37:03
Größe: 33.92 MB
Das offene Buch: Gino Chiellino - Eine Kindheit in Kalabrien - 05.02.2017
Als die Padres im August 1957 in den armen Süden Italiens reisen, mit ihren wehenden Soutanen und ihren breiten Hüten, da sind sie unterwegs wie Menschenfänger. Für ihre Schulen und ihren Orden suchen sie begabte Buben, die sonst kaum Aussicht auf Bildung haben. Rusco, zehn Jahre alt, Sohn einer Weberin und eines Landwirts, ist einer von ihnen. Er wird ausgewählt, reist in den Norden und zahlt einen hohen Preis für die Chance auf Bildung. Gino Chiellino selbst ist 1946 in einem Dorf Kalabriens als Arme-Leute-Kind geboren. Das katholische Internat in Neapel brachte die frühe Trennung von der Familie und ein Leben als einsames Kind, im Dialog mit Gott. Das Studium führte ihn nach Rom, dann ging er nach Deutschland. Seit Jahren lebt er in Augsburg, ein Pionier interkultureller Kunst und Bildung, ein Literat und Literaturwissenschaftler zwischen Italien und Deutschland. In „Der Engelfotograf. Eine Kindheit in Kalabrien“ verarbeitet er Erinnerungen. Der Schauspieler Johannes Silberschneider liest aus dem bewegenden, autobiographisch grundierten Roman. Gino Chiellino erzählt, wie es ist, die italienische Kindheit auf Deutsch zu beschreiben. Moderation: Cornelia Zetzsche
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[Audio]-Infos Datum: 05.02.2017
Länge: 00:29:38
Größe: 27.14 MB
radioTexte / A. de Tocqueville: Demokratie in Amerika (3/4) - 24.01.2017
In seinem zweibändigen Werk, erschienen zwischen 1835 und 1840, wägt der französische Staatsdenker zwischen Vorteilen und Mängeln, Errungenschaften und Verlusten der heraufkommenden Demokratie ab, von deren Sieg über alle übrigen politischen Formen er fest überzeugt war, obwohl er der Aristokratie angehörte. „Ich war ihr nahe genug, um sie gut zu kennen, und stand ihr genügend fern, um sie ohne Leidenschaft beurteilen zu können. Da ich selbst dem alten Adel meines Landes angehörte, hasste oder beneidete ich sie nicht und liebte sie auch nicht mehr besonders, als sie zerstört wurde“, notierte er in seinen berühmten Betrachtungen über die politischen und gesellschaftlichen Zustände in den Vereinigten Staaten, die ihn tief beeindruckten und ihn zu verklärenden und widersprüchlichen Urteilen veranlassten. Dennoch trug er mit seinen positiven, zum Teil schwärmerischen Schilderungen zur Entstehung des amerikanischen Mythos bei. „In Amerika ist die Demokratie ihren eigenen Triebkräften überlassen. Sie bewegt sich natürlich und frei. Die Reichen stören die demokratische Entfaltung nicht.“ Amerika lasse sich aus dem Geist der Freiheit und dem Geist der Religion erklären, lauten einige seiner heute durchaus anfechtbaren Thesen. Religion und Reichtum, religiöse Glaubenslehre und Liebe zum Wohlstand, Christentum und Kirche – welchen Einfluss übten sie damals auf die amerikanische Gesellschaft aus? Es liest Axel Milberg. Regie und Redaktion: Antonio Pellegrino.
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[Audio]-Infos Datum: 24.01.2017
Länge: 00:54:13
Größe: 49.64 MB
radioTexte / A. de Tocqueville: Demokratie in Amerika (2/4) - 17.01.2017
In seinem zweibändigen Werk „De la démocratie en Amérique“ beschreibt der Spross eines altnormannischen Adelsgeschlechts Alexis de Tocqueville die demokratische sowie und bürgerliche Gesellschaftsordnung während der zweiten Amtsperiode von Präsident Andrew Jackson. Einem, nach dem Urteil vieler Historiker, “politischen Taschenspieler, Selfmademan neuen Stils, Freund der aufsteigenden Kapitalisten, jedoch einem Politiker, der in seiner direkten und ungehobelten Art die Sehnsucht der kleinen Leute nach mehr Gerechtigkeit verkörperte und progressive Ziele verfolgte. Aber mit Blick auf Jacksons Administration stellt der französische Gelehrte fest, dass die Qualität der amerikanischen Staatsmänner sich in den letzten Jahrzehnten sehr zum Nachteil entwickelt habe. In dieser Folge beschreibt der Gast aus Frankreich die amerikanische Bevölkerung, die dortige Gesellschaftsstruktur beschreibt und welche Unterschiede er zwischen dem Alten und dem Neuen Kontinent herausfindet.
Mit Axel Milberg. Redaktion und Moderation: Antonio Pellegrino
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[Audio]-Infos Datum: 17.01.2017
Länge: 00:53:58
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A. de Tocqueville: Demokratie in Amerika (1/4) - 10.01.2017
Er prägte den Begriff der „Tyrannei der Mehrheit“, beschrieb die Amerikaner als ein „Volk von Händlern, das sich mit Politik beschäftigt, wenn die Geschäfte ihnen die Zeit dafür lassen“: Alexis de Tocqueville. Mit seiner Werk „Über die Demokratie in Amerika“ aus dem Jahr 1835 schrieb der französische Aristokrat die meist diskutierte Studie über die Vereinigten Staaten. Angesichts der jüngsten politischen Ereignisse scheinen seine Thesen aktueller denn je zu sein. Es liest Axel Milberg. Redaktion und Moderation: Antonio Pellegrino
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[Audio]-Infos Datum: 10.01.2017
Länge: 00:53:45
Größe: 49.21 MB
radioTexte / Arthur Conan Doyle: Der blaue Karfunkel - 22.12.2016
"Holmes nahm den Hut in die Hand und betrachtete ihn mit dem eigentümlichen, nach innen gerichteten Blick, der für ihn charakteristisch war. Er ist vielleicht weniger aufschlussreich, als er sein könnte‘, sagte er, 'aber trotzdem liefert er einige eindeutige Hinweise sowie ein paar andere, die zumindest sehr wahrscheinliche Schlussfolgerungen gestatten. Dass der Träger des Huts ein intellektueller Mensch ist, fällt natürlich sofort ins Auge."
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[Audio]-Infos Datum: 22.12.2016
Länge: 00:54:22
Größe: 49.78 MB
radioTexte / Heimito von Doderer: Die Strudlhofstiege - 15.12.2016
15 Jahre werden erzählt. Zahlreiche Personen beschrieben. Eine klar auszumachende Handlung gibt es nicht. Dafür lange Sätze, elaborierte Gedankenwindungen, viel zur Metaebene von Seiten eines klugen, etwas kauzigen, aber nicht selbst in Erscheinung tretenden Erzählers. Das Ganze erschienen zu einer Zeit, als karger Nachkriegsminimalismus die Literatur dominierte. Noch dazu erst, als der Verfasser - mit Mitte 50 - kaum noch damit rechnen konnte, irgendwann als bedeutender Schriftsteller zu gelten. Doch für die "Strudlhofstiege" wurde er gefeiert und zum neuesten Wiener Klassiker erklärt
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[Audio]-Infos Datum: 15.12.2016
Länge: 00:54:20
Größe: 49.75 MB
Das offene Buch: Amanda Lee Koe - "Flamingo Valley”, Singapur - 11.12.2016
Ling Ko Mui war mal ein „heißer Feger“, nun ist sie alt, gebrechlich und ein wenig wirr im Kopf. Aber Deddy Haikel erinnert sich noch gut an früher, als er in Ling Ko Mui verliebt war und sie zum Tanzen ausführte, heimlich, denn einen Malaien als Freund ihrer Tochter duldeten die chinesischen Eltern nicht. Auch das Harmonie-Gesetz, mit dem in Singapur das multiethnische Zusammenleben geregelt werden soll, kann solchen Standesdünkel nicht verhindern. Nun, nach vielen Jahren, begegnen sie sich wieder, auf der Pflegestation von „Flamingo Valley“. Zwei alte Menschen, aufs einfühlsamste beschrieben von der 29jährigen Amanda Lee Koe. Eine von vierzehn Erzählungen im Band „Ministerium für öffentliche Erregung“, Geschichten von ungewöhnlichen Beziehungen, verpassten Lieben, ungelebten Leben, gescheiterten Lebensentwürfen. Wolfgang Maria Bauer liest „Flamingo Valley“. Im Gespräch: Amanda Lee Koe. Moderation: Cornelia Zetzsche
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[Audio]-Infos Datum: 11.12.2016
Länge: 00:29:51
Größe: 27.33 MB
radioTexte / Raymond Queneau: Stilübungen - 01.12.2016
Eine winzige Szene in einem Bus, ohne Spannung, ohne Pointe - Raymond Queneau, der französische Schriftsteller, schrieb über 100 stilistische Variationen zu diesem Mini-Inhalt. Mal reimt er, mal ruft er, mal ist er sachlich, mal ordinär, malt macht Komödie, mal Klappentext, mal lässt er die Vokaler weg. Er springt durch die Genres und durch die Perspektiven. Form follows function? Von wegen! Die Form ist alles, der Inhalt nichts. Mit Katja Bürkle, Burchard Dabinnus, Oliver Nägele und Franz Pätzold. Regie: Irene Schuck. Redaktion und Moderation: Judith Heitkamp.
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[Audio]-Infos Datum: 01.12.2016
Länge: 00:54:21
Größe: 49.76 MB
radioTexte / Michael Schulte: Eine Kindheit in Damaskus - 15.11.2016
Als Michael Schulte in jungen Jahren in Damaskus ankam, war Syrien erst seit wenigen Jahren, genauer seit 1946, unabhängig geworden. Unter Präsident Adib asch-Schischakli und dessen Nachfolger Schukri al-Quwatli sollte Michael Schultes Stiefvater "Colonel Heigl", wie der ehemalige hochrangige deutsche Offizier genannt wurde, die noch junge syrische Republik dabei unterstützen, eine Armee aufzubauen. In seinen Erinnerungen "Eine Kindheit in Damaskus" schildert der 1941 in München geborene Schriftsteller seine Eindrücke in der syrischen Hauptstadt, beschreibt seine Erlebnisse im strengen Schulalltag. Es liest Andreas Wimberger. Redaktion: Antonio Pellegrino
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[Audio]-Infos Datum: 15.11.2016
Länge: 00:54:10
Größe: 49.61 MB
Das offene Buch: "Winterreise". Eine west-östliche Begegnung - 13.11.2016
„Fremd bin ich eingezogen / Fremd zieh ich wieder aus / Der Mai war mir gewogen / Mit manchem Blumenstrauß“, so beginnt Schuberts berühmte „Winterreise“ mit Versen von Wilhelm Müller: „Ich kann zu meiner Reisen / Nicht wählen mit der Zeit; Muß selbst den Weg mir weisen / In dieser Dunkelheit“, dichtete Müller in einer Zeit des Umbruchs, der Repression und des Krieges. Er selbst war Soldat und starb – wie Schubert – früh, mit nur 32 Jahren. Das Literaturfest München wagt nun den Dialog der deutschen Romantik mit Texten des Syrers Yamen Hussein, der aus Homs floh. Seine Winterreise führte zu Fuß durch Schneestürme in den Libanon. Seine Gedichte erzählen von Flucht, Abschied und Erinnerungen: „Vertraue nicht fremden Städten, sie sind das Exil … Sei stolz auf Dein Herumirren belle wie ein wütender Hund“. Franz Pätzold, Yamen Hussein und Burchard Darbinnus lesen Gedichte zur Musik der syrischen Musiker Ehab Abou Fakhar und Abathar Kmash und ihres marokkanischen Freundes Mohcine Ramdan. Moderation: Cornelia Zetzsche
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[Audio]-Infos Datum: 13.11.2016
Länge: 00:31:41
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radioTexte / Wilhelm Hauff: Das kalte Herz (2/2) - 10.11.2016
Hauff greift konkrete gesellschaftliche Fragen seiner Zeit auf und verwendet eine Sprache, die schon fast nach Realismus klingt. Der Reiz der Märchenform lag für den Romantiker Hauff darin, dass auch in dieser so gegenwartsnahen Szenerie ein Zauberwesen auftreten kann. Und die Moral von der Geschichte: "Es ist doch besser, zufrieden zu sein mit wenigem, als Gold und Güter zu haben und ein kaltes Herz“.

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[Audio]-Infos Datum: 10.11.2016
Länge: 00:55:34
Größe: 50.88 MB
radioTexte / Saul Friedländer: Wohin die Erinnerung führt - 08.11.2016
"In Prag war ich Pavel, bei meiner Ankunft in Frankreich Paul, Paul-Henri-Marie Ferland im Internat, Shaul nach meiner Ankunft in Israel, dann wieder Saul in Frankreich und schließlich Saul, ein Kompromiss zwischen Paul und Shaul", schreibt der 1938 in Prag geborene "Historiker des Holocaust" Saul Friedländer in seinen vor kurzem erschienenen Memoiren "Wohin die Erinnerung führt". Darin lässt der preisgekrönte Publizist die wichtigsten Stationen seines Lebens Revue passieren: die Flucht nach Frankreich, seine "Lehrjahre" in Israel, das Leben in der Schweiz, in den Vereinigten Staaten und seinen Aufenthalt in Berlin. Er schildert die Umstände, die zum "Historikerstreit" geführt haben und erläutert sein neues Verhältnis zu seiner persönlichen "deutschen Frage".

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[Audio]-Infos Datum: 08.11.2016
Länge: 00:54:14
Größe: 49.66 MB
radioTexte / Wilhelm Hauff: Das kalte Herz (1/2) - 03.11.2016
Wilhelm Hauffs Märchen vom kalten Herzen lässt sich auf viele Arten lesen - auch als Metapher auf ein Wirtschaftssystem im Umbruch. Wer sich dem Kapitalismus des "Holländer-Michels" verschreibt, dem winkt Rendite im großen Stil - aber sein warmes Herz muss er dafür hergeben und damit seine Menschlichkeit. Doch immerhin hat der Holländer-Michel einen cleveren Gegenspieler, das Glasmännlein, an das Peter sich in seiner Not wendet …

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[Audio]-Infos Datum: 03.11.2016
Länge: 00:54:09
Größe: 49.59 MB
radioTexte / Michael Ende: Die Vollmondlegende - 01.11.2016
Ein weiser Einsiedler lebt in einer Höhle, als ihm eines Tages ein wilder, furchtloser Räuber begegnet. Der Eremit beschließt, dem Gesetzlosen Anstand und Moral beizubringen und ihn zu seinem Vertrauten zu machen. Doch bald werden die Rollen vertauscht. Der ungläubige Rebell befreit den Einsiedler aus seinem starren Gedankenkorsett. Aus dieser schicksalhaften Begegnung entsteht ein inniges, freundschaftliches Verhältnis, das das Leben dieser Menschen grundlegend verändert.
In der "Vollmondlegende", einem Märchen für Erwachsene, verbindet der Autor von „Momo“ und dem Weltbestseller „Die unendliche Geschichte“ aber auch von Theaterstücken, Opernlibretti und Gedichten religiöse Elemente mit ethisch-philosophischen Erkenntnissen, die seine poetologische Grundhaltung widerspiegeln.
Redaktion und Moderation: Antonio Pellegrino

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[Audio]-Infos Datum: 01.11.2016
Länge: 00:29:47
Größe: 27.28 MB
radioTexte / Ödön von Horváth: Der ewige Spießer (3/3) - 20.10.2016
1937 veröffentlichte Horváth in Amsterdam ein Buch, das die Nazis schon bald verboten, das in einem sehr viel schwereren Ton als der ewige Spießer erneut eine Bestandsaufnahme macht: Wohin entwickelt sich die Gesellschaft? Und während bei einem Alfons Kobler wenigstens ab und zu so etwas wie Herz aufblitzt, ist ein paar Jahre später das Recht des Stärkeren bereits die ausschlaggebende Kategorie. Horváth schildert das an den Erlebnissen eines einigermaßen liberal denken Lehrers. Jugend ohne Gott, heißt dieses Werk, und Gott darf im weitesten Sinne verstanden werden, als Wegweiser zwischen Gut und Böse.
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[Audio]-Infos Datum: 20.10.2016
Länge: 00:54:15
Größe: 49.67 MB
Das offene Buch: Shenja Lacher liest aus Mano Bouzamours "Samir, genannt Sam” - F&NL (5/5) - 16.10.2016
„Samir, genannt Sam“ ist happy. Er hat das Aufnahmegespräch fürs Gymnasium geschafft und fährt nun mit seinem großen Bruder und dessen Kumpel Soussi auf dem Motorrad Richtung Eisdiele. Aber wie soll die Integration des Jungen marokkanischer Herkunft in den Niederlanden gelingen, wenn die Eltern nicht mal die Sprache des Landes verstehen, und der Bruder nachts eine geheimnisvolle Tasche im Aquarium versteckt?! Mit viel Witz und Schwung erzählt Mano Bouzamour von den Hürden eines jugendlichen Migrantenlebens, und Schauspieler Shenja Lacher liest den Beginn des Romans mit entsprechender Verve und Leichtigkeit. "Das offene Buch" präsentiert die Ehrengäste der Frankfurter Buchmesse, „Flandern und die Niederlande“ mit fünf Lesungen: sonntags auf Bayern 2 und dienstags "Afterwork" im Literaturhaus München mit Live-Musik. Moderation: Cornelia Zetzsche.

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[Audio]-Infos Datum: 16.10.2016
Länge: 00:29:57
Größe: 27.42 MB
radioTexte / Ödön von Horváth: Der ewige Spießer (2/3) - 13.10.2016
Horváths Definition: "Der Spießer ist bekanntlich ein hypochondrischer Egoist, und so trachtet er danach, sich überall feige anzupassen und jede neue Formulierung der Idee zu verfälschen, indem er sie sich aneignet." Christian Lerch hat für die klassische Lesung Horváths Beobachtungen auf der Schwelle eines Epochenwechsels eingelesen. Und siehe da – sie sind immer noch aktuell.
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[Audio]-Infos Datum: 13.10.2016
Länge: 00:53:56
Größe: 49.39 MB
radioTexte / Ödön von Horváth: Der ewige Spießer - 06.10.2016
"Herr Kobler wird Paneuropäer" heißt der umfangreichste Abschnitt aus Horváths Roman "Der ewige Spießer", der 1929 spielt. Paneuropäer sein, ist gerade (vielleicht?) schick, aber Nationalist sein (vielleicht?) doch noch mehr. Kobler geht mit der Zeit, in der Wahl seiner Mittel ist er anpassungsfähig. Außerdem irgendwie treuherzig, opportunistisch, und dabei trägt er doch das Herz am rechten Fleck. Findet er. So wie die Leute, die er unterwegs trifft, alle auf der Flucht vor dem wirtschaftlichen Abstieg, geschwätzig, hypochondrisch, egoistisch.
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[Audio]-Infos Datum: 06.10.2016
Länge: 00:54:14
Größe: 49.66 MB
radioTexte / Elfriede Jelinek auf Fleißers Spuren - 03.10.2016
60 ihrer 72 Lebensjahre lebte Marieluise Fleißer in Ingolstadt, dort spielen ihre meisten Stücke, dort leben ihre literarischen Figuren: Kleinbürger, tief verwurzelt in der Kraft der bayerischen Sprache. „Abenteuer aus dem Englischen Garten“, eine Erzählung von 1925, führt nach München. Aber auch diese Geschichte handelt von „kleinen Leuten“, von zwei Gestrandeten in der Großstadt, von ihrer Sprachlosigkeit und dem „Kriegszustand“ der Geschlechter. Von Anfang an liegt etwas Unheilvolles in der Begegnung der zwei jungen Leute und Fleißers „Abenteuer aus dem Englischen Garten“, das für Elfriede Jelinek zum Ausgangspunkt ihrer Hommage an die Fleißer wird. „Kein einziges Abenteuer mehr aus dem Englischen Garten“ heißt Jelineks Version, in der sie beschreibt, wie Marieluise Fleißer den idyllischen Englischen Garten zum „Unort“ macht, „in dem die Menschen nicht das Sagen haben, weil sie sich gar nicht mehr auskennen, nicht einmal in ihrer eigenen Sprache. Exklusiv für die „radioTexte“ schrieb und liest Literaturnobel-Preisträgerin Elfriede Jelinek „Kein einziges Abenteuer im Englischen Garten“ und erweist sich mit Themen wie Sprachmacht und Ohnmacht und mit ihrer Technik des Wiederholens und rhythmischen Schreibens, wieder einmal als literarische Enkelin der Fleißer. Moderation: Cornelia Zetzsche.
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[Audio]-Infos Datum: 03.10.2016
Länge: 00:29:47
Größe: 27.28 MB
Das offene Buch: Thomas Loibl liest aus Yves Petrys "In Paradisum” - F & NL (3/5) - 02.10.2016
Zu den aufsehenerregenden, preisgekrönten niederländischen Büchern in diesem Jahr gehört der Roman "In Paradisum" des Belgiers Yves Petry. Eine Kannibalismus-Geschichte vor realem Hintergrund. 2001 hatte der Computertechniker Armin Meiwes den Siemens-Angestellten Brandes "auf Verlangen" getötet, wie er sagte, und Teile der Leiche gegessen. Yves Petry macht aus dem „Kannibalen von Rotenburg“ eine Romanfigur, fiktionalisiert das Geschehen, erzählt Lebensgeschichten der beiden Männer und entwirft ein faszinierendes, fast unblutiges Kammerspiel. Eine Herausforderung für den Schauspieler Thomas Loibl im dritten Teil der Lesereihe „Flandern & die Niederlande“, mit der „Das offene Buch“ die Ehrengäste der Frankfurter Buchmesse begrüßt. Mit fünf Lesungen. Live-Musik und Schauspielstar-Besetzung. Sonntags auf Bayern 2, dienstags im Literaturhaus München.
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[Audio]-Infos Datum: 02.10.2016
Länge: 00:29:57
Größe: 27.43 MB
radioTexte / Victor Hugo: Der letzte Tag eines Verurteilten (2/2) - 29.09.2016
Victor Hugo (1802-1885), französischer Nationaldichter, scheute er keine Konflikte. Als er als junger Mann in Paris die letzten Vorbereitungen zu einer öffentlichen Hinrichtung erlebt hatte, die er wie eine Generalprobe für ein schauerliches Amüsement des Pöbels empfand, nahm er den Kampf gegen die Todesstrafe auf. Umgehend, so wird erzählt, begann er ein neues Buch, das unter dem Titel "Der letzte Tag eines Verurteilten" erscheinen sollte und das mit dem Gefangenen auf die näher rückende Tötung blickt. Den genauen Grund des harten Urteils erfährt der Leser nicht - viel aber darüber, wieviel Verdrängung für eine Gesellschaft nötig ist, die solche Strafen exekutiert. Dabei galten Galgen und Guillotine, 40 Jahre nach der französischen Revolution, der Justiz und der Philosophie ja als übliche Instrumente. Es liest Wolfgang Hinze, Regie Axel Wostry. Redaktion und Moderation: Judith Heitkamp.
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[Audio]-Infos Datum: 29.09.2016
Länge: 00:54:32
Größe: 49.94 MB
radioTexte / Victor Hugo: Der letzte Tag eines Verurteilten (1/2) - 22.09.2016
Victor Hugo (1802-1885), französischer Nationaldichter, scheute er keine Konflikte. Als er als junger Mann in Paris die letzten Vorbereitungen zu einer öffentlichen Hinrichtung erlebt hatte, die er wie eine Generalprobe für ein schauerliches Amüsement des Pöbels empfand, nahm er den Kampf gegen die Todesstrafe auf. Umgehend, so wird erzählt, begann er ein neues Buch, das unter dem Titel "Der letzte Tag eines Verurteilten" erscheinen sollte und das mit dem Gefangenen auf die näher rückende Tötung blickt. Den genauen Grund des harten Urteils erfährt der Leser nicht - viel aber darüber, wieviel Verdrängung für eine Gesellschaft nötig ist, die solche Strafen exekutiert. Dabei galten Galgen und Guillotine, 40 Jahre nach der französischen Revolution, der Justiz und der Philosophie ja als übliche Instrumente. Es liest Wolfgang Hinze, Regie Axel Wostry. Redaktion und Moderation: Judith Heitkamp.
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[Audio]-Infos Datum: 22.09.2016
Länge: 00:54:30
Größe: 49.90 MB
radioTexte / Wovor fürchtet ihr euch? - 20.09.2016
In der von Matthias Jügler herausgegebenen Anthologie "Wie wir leben wollen" beschäftigen sich junge und erfahrenen Autorinnen und Autoren mit der sogenannten "Flüchtlingskrise" und stellen Begriffe wie Heimat, Fremde und Identität auf den Prüfstand, geben Auskunft über ihre alltäglichen Erfahrungen in der Fremde oder ihren Umgang mit Migranten. Lesungen und Gespräch mit Matthias Jügler. (WH vom 14.06.2016)
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[Audio]-Infos Datum: 20.09.2016
Länge: 00:54:16
Größe: 49.69 MB
radioTexte / Franziska zu Reventlow: Herrn Dames Aufzeichnungen (3/3) - 15.09.2016
Die Autorin war selbst eine der Hauptfiguren der Schwabinger Bohème, lebte kosmisch, dionysisch, hetärisch oder was sonst gerade en goût war, und meist von der Hand in den Mund. Typisch Reventlow - die sich im Roman Susanna nennt - mit ihrer Geradlinigkeit war sie für die Herren Denker immer etwas irritierend.
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[Audio]-Infos Datum: 15.09.2016
Länge: 00:54:18
Größe: 49.72 MB
radioTexte / Plutarch: Wer ist klüger ? (2/2) - 13.09.2016
Der Mensch und das liebe Vieh - auch Jahrtausende nach Plutarchs Schriften sind diese Fragen immer noch aktuell: Haben Tiere Verstand? Und darf man dann Tiere überhaupt essen? In seinen "Moralia" beschäftigt sich der zu seinen Lebzeiten prominente Denker und Rhetoriker aus Böotien mit dem Verhältnis zwischen Mensch und Tier, dem angemessenen und gerechten Umgang mit unseren Mitgeschöpfen. Im zweiten Teil unserer Reihe "Wer ist klüger?" hören wir Plutarchs Einsichten "Über das Fleischessen" und einen satirischen Dialog zwischen Odysseus und Gryllos, einem von Zauberin Kirke in ein Schwein verwandelten Gefährten - ein antiker "Sketch" Plutarchs. Es lesen: Martin Umbach, Friedrich Schloffer, Marina Marosch, Thomas Loibl und Heiko Ruprecht. Moderation: Antonio Pellegrino

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[Audio]-Infos Datum: 13.09.2016
Länge: 00:54:09
Größe: 49.58 MB
Das offene Buch: Hilfäää, Luft! - Der Poet Uwe Dick - 11.09.2016
Uwe Dick steht für Denk- und Spottlust, für Sprach- und Bildkraft. Seine Wortschöpfungen bringen die Dinge auf den Punkt, seine Poesie ist Wortklang, Sprachmusik und gesellschaftspolitische Attacke. Auch wenn er fernab des Getriebes in Niederperlesreuth wohnt, ist er hellwach der Welt zugewandt. Im Offenen Buch liest er „aerophonische Variationen“. Es geht um die Luft und das Atmen, um Wind, Sturm, Stille, Echo und eigentlich – wie immer bei Uwe Dick – um das ganze Welttheater. „ Zu erwarten ist Sprache, nicht Schreibe“, sagt er über seine Land-, See- und Luftschaften, deren erstes aerodynamisches Gesetz lautet: A Nulla hod oiwei Angst, daß bei eam duchziagd“. Uwe Dick, 1942 in Schongau geboren, heute im Bayerischen Wald zu Hause. Ein Bürgerrechtler „Im Namen des Baumes / und seines eingeborenen Sohnes, / des Buntspechts“. Moderation: Cornelia Zetzsche.
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[Audio]-Infos Datum: 11.09.2016
Länge: 00:29:54
Größe: 27.37 MB
radioTexte / Franziska zu Reventlow: Herrn Dames Aufzeichnungen (2/3) - 08.09.2016
Der Kreis der Kosmiker und der Kreis um den Dichter Stefan George, die im Roman und eine Zeitlang auch in Reventlows Leben im Mittelpunkt standen, bleiben zerstritten zurück."Die Aufzeichnungen des Herrn Dame" ist eine Abrechnung mit krausen Ideen, die von der lebenslustigen Gräfin aber wohl nie ganz ernst genommen wurden. Mit viel Sinn für Ironie porträtiert sie merkwürdige Rituale und Protagonisten. Stefan George, Karl Wolfskehl, Ludwig Klages, Franz Hessel und viele andere durften sich - unter anderen Namen, aber doch klar erkennbar - beim Lesen wiederbegegnen.
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[Audio]-Infos Datum: 08.09.2016
Länge: 00:54:28
Größe: 49.87 MB
radioTexte / Plutarch: Wer ist klüger? (1/2) - 06.09.2016
Wer ist klüger? Land- oder Wassertiere? Darf man Tiere töten? Wer lebt gesünder? Fleischfresser, Vegetarier, Veganer oder Frutarier?
Bereits vor 2000 Jahren beschäftigte sich Plutarch mit diesen Fragen und kam zu erstaunlichen Ergebnissen, die aus heutiger Sicht nichts an Aktualität eingebüßt haben.
Mit Thomas Birnstiel, Werner Härtl und Stefan Merki. Redaktion und Moderation: Antonio Pellegrino

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[Audio]-Infos Datum: 06.09.2016
Länge: 00:54:19
Größe: 49.74 MB
Das offene Buch: Fridolin Schley und "Die Ungesichter" - Eine Flucht aus Somalia (2/2) - 04.09.2016
"Ist das Europa?" fragt Amal, die nach einer atemberaubenden Flucht aus Somalia in Kiew strandet, verhaftet, gedemütigt, ein halbes Jahr festgehalten, bis sie es in die Slowakei und nach Deutschland schafft. Ein monatelanger Leidensweg durch Schnee und Kälte, Städte und Wälder, per Auto und zu Fuß, gehetzt von Polizisten und Hunden. Fünfzehn Jahre jung war Amal, als Islamisten ihr Dorf stürmen, den Vater töteten, die Tochter verschleppten und missbrauchten. Amal konnte fliehen. Heute, mit 20, lebt sie in Bayern und möchte Krankenschwester werden. Der Münchner Autor Fridolin Schley traf die Somalierin und schrieb ihre Geschichte auf, in einer einzigartigen Erzählung. Sibylle Canonica vom Residenztheater liest aus "Die Ungesichter". Moderation: Cornelia Zetzsche.
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[Audio]-Infos Datum: 04.09.2016
Länge: 00:29:29
Größe: 27.00 MB
Das offene Buch: Fridolin Schley und "Die Ungesichter" - Eine Flucht aus Somalia (1/2) - 04.09.2016
Als Islamisten ihr Dorf besetzen, den Vater ermorden und sie in einem Lager gefangen halten, weiß Amal, sie muss fliehen. Ihre Mutter verkauft Haus und Hof, um den Schlepper bezahlen zu können. Über Abu Dhabi, Kiew, Bratislava und Wien, mit dem Flugzeug, in Autos und Lieferwagen, tagelang zu Fuß durch Schnee und Kälte, Städte und Wälder führt die Flucht nach Deutschland, ein monatelanger Leidensweg in den Jahren 2009/10. Heute ist sie 20 Jahre alt und Krankenschwester werden. - Der Münchner Schriftsteller Fridolin Schley begegnete Amal und machte aus ihrer Geschichte eine bewegte und bewegende literarische Erzählung. Eindrucksvoll ist die Lesung der preisgekrönten Film- und Theater-Schauspielerin Sibylle Canonica, eine Mischung aus Empathie, Zurückhaltung und Dringlichkeit. Im Studio: Fridolin Schley. Moderation: Cornelia Zetzsche.
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[Audio]-Infos Datum: 04.09.2016
Länge: 00:29:57
Größe: 27.43 MB
radioTexte / Franziska zu Reventlow: Herrn Dames Aufzeichnungen (1/3) - 01.09.2016
Kein Ort, sondern ein Zustand: so das bekannte Urteil der Franziska zu Reventlow über das Schwabing der Jahrhundertwende. "Wahnmoching" hat sie es in ihrem Roman genannt. Dort berichtet der Erzähler, der treuherzige Herr Dame, wie er diesem Zustand verfiel und ihn schließlich verwirrt wieder verließ.
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[Audio]-Infos Datum: 01.09.2016
Länge: 00:53:33
Größe: 49.03 MB
radioTexte / Vom Kampf zum Spiel (3/3) - 30.08.2016
In der dritten und letzten Folge der Reihe "Vom Kampf zum Spiel - Vom antiken Olympia bis ins 21. Jahrhundert" geht es um Leistung und Leidenschaft, Macht und Moneten, Skandale und Superlative. Im Gespräch mit Antonio Pellegrino erklärt Wolfgang Behringer, Historiker an der Universität des Saarlandes und Autor des gleichnamigen Buchs, warum der Sport eine eminent wichtige Rolle in unserer Gesellschaft spielt.
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[Audio]-Infos Datum: 30.08.2016
Länge: 00:54:18
Größe: 49.72 MB
Vom Kampf zum Spiel 2/3 - 23.08.2016
In seiner Kulturgeschichte des Sports beschreibt Wolfgang Behringer die Anfänge der olympischen Spiele, erläutert deren historische Bedeutung sowie ihren Stellenwert im 21. Jahrhundert. Da unter den beliebtesten Sportarten vor allem in Deutschland König Fußball die meisten Untertanen zählt, bleibt Wolfgang Behringer am Ball und beschäftigt sich mit der Entwicklung dieses Massensports. Moderation: Antonio Pellegrino
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[Audio]-Infos Datum: 23.08.2016
Länge: 00:53:36
Größe: 49.09 MB
radioTexte / Vom Kampf zum Spiel (1/3) - 16.08.2016
776 v. Chr. fanden in Olympia die panhellenischen Spiele statt. Der Erfolg war überwältigend, bis sie 393 n. Chr. verboten wurden. Erst 1500 Jahre danach wurden sie wieder zugelassen und sind heute fester Bestandteil unserer Erlebnisgesellschaft, in der sportliche Aktivitäten, körperliche Leistungen und die Jagd nach Rekordergebnissen und Superlativen einen hohen Stellenwert haben. In seiner Kulturgeschichte des Sports beschreibt Wolfgang Behringer die wichtigsten Etappen - vom antiken Olympia bis ins 21. Jahrhundert - der populären Sportarten sowie die Niederlagen und Skandale, die die Karriere vieler Sportidole begleitet haben. Studiogast: Wolfgang Behringer. Moderation: Antonio Pellegrino

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[Audio]-Infos Datum: 16.08.2016
Länge: 00:54:16
Größe: 49.69 MB
radioTexte / Jakob Philipp Fallmerayer: Der Berg Athos - 15.08.2016
Für die "Augsburger Allgemeine Zeitung" schrieb der Orientalist Jakob Philipp Fallmerayer unter dem Titel "Fragmente aus dem Orient" seine Reiseeindrücke in Griechenland und Kleinasien, aus denen die Schilderung des heiligen Berges Athos entnommen ist.
Generationen haben das Goldene Horn, die versunkenen Griechenstädte Kleinasiens, die thessalische Ebene mit seinen Augen zu sehen versucht. Fallmerayers inzwischen selbst wieder historisch gewordene Darstellungen von unberührter südlicher Landschaft, von scheinbar rückständigen und doch so lebensklugen mediterranen Menschen sind über ihren dokumentarischen Wert hinaus literarische Kunstwerke eigener Prägung.
Es lesen Wolf Euba und Jörg Hube. Moderation: Antonio Pellegrino
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[Audio]-Infos Datum: 15.08.2016
Länge: 00:29:39
Größe: 27.15 MB
radioTexte / Erich Kästner: Der Herr aus Glas (4/4) - 09.08.2016
Der vierte und letzte Teil unserer Lesereihe aus dem Band „Der Herr aus Glas“ beleuchtet im Besonderen die Biografie der Dresdner Schriftstellerlegende. In an sich selbst gerichteten Briefen oder auch in den Erzählungen "Mama bringt die Wäsche" oder "Paula vorm Haus" finden sich viele interessante autobiografische Bezüge, die Sven Hanuschek, der Herausgeber von "Der Herr aus Glas" im Gespräch mit Gundula Iblher näher erläutert. Lesung mit Nico Holonics

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[Audio]-Infos Datum: 09.08.2016
Länge: 00:53:04
Größe: 48.59 MB
radioTexte / Johann Wolfgang von Goethe: Novelle - 04.08.2016
Ein Werk, das die Eigenheiten einer ganzen Gattung definierte: die "unerhörte Begebenheit", um die es laut Goethe in einer Novelle gehen muss. Konkret begegnet den Protagonisten auf einem Spazierritt zunächst ein entflohener Tiger und dann auch noch ein Löwe. Was tun? Goethe wäre nicht Goethe, wenn dabei nicht auch noch eine Moral abfallen würde. Es liest Margrit Carls. Regie Irene Schuck. Redaktion und Moderation: Judith Heitkamp.
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[Audio]-Infos Datum: 04.08.2016
Länge: 00:54:03
Größe: 49.49 MB
radioTexte / Erich Kästner: Der Herr aus Glas (3/4) - 02.08.2016
Wir lesen seine Geschichten als Kinder ebenso gern wie als Erwachsene - Erich Kästner, der Volksschriftsteller schlechthin. Was bislang wenig bekannt ist: Der 1899 in Dresden geborene Autor publizierte jahrzehntelang Kurzprosa in verschiedenen Zeitschriften und Tageszeitungen - und experimentierte dabei mit Genres und Stil. Die 42 bemerkenswertesten Erzählungen Kästners hat Sven Hanuschek nun herausgegeben. Im dritten Teil unserer Lesereihe aus "Der Herr aus Glas" geht es sozialkritisch zur Sache. Mit Nico Holonics
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[Audio]-Infos Datum: 02.08.2016
Länge: 00:53:38
Größe: 49.11 MB
Das offene Buch: Najet Adouani - "Meerwüste" - 31.07.2016
"So oft ich davonflieg, weit fort,/ weil sich ein Unheil anbahnt in meinem Land, zwinkert ein Stern/ seiner Erwählten am Himmel zu", dichtet Najet Adouani und wünscht sich die Augen eines Falken, die Flügel einer Taube, eine Kehle aus Messing. – Die Dichterin stammt aus Tunesien, schrieb für Freiheit, Frieden und die Rechte unterdrückter Frauen. Sie sei „im Schleier der Poesie geboren“ und könne nicht wegsehen, sagt Najet Adouani, eine mutige Intellektuelle, die zur Zielscheibe islamistischer Kräfte wurde - trotz des Arabischen Frühlings. Als Salafisten ihre Wohnung verwüsteten und sie bedrohten, verließ sie ihr Land. Jetzt hofft sie auf Asyl, aber dem deutschen Innenminister gilt Tunesien als sicheres Herkunftsland. „Meerwüste“ heißt ihr erster Gedichtband auf Deutsch. Es liest: Wiebke Puls/ Kammerspiele München. Studiogast: Najet Adouani. Moderation: Cornelia Zetzsche.

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[Audio]-Infos Datum: 31.07.2016
Länge: 00:29:53
Größe: 27.36 MB
radioTexte / Raymond Queneau: Stilübungen - 28.07.2016
Eine winzige Szene in einem Bus, ohne Spannung, ohne Pointe - Raymond Queneau, der französische Schriftsteller, schrieb über 100 stilistische Variationen zu diesem Mini-Inhalt. Mal reimt er, mal ruft er, mal ist er sachlich, mal ordinär, malt macht Komödie, mal Klappentext, mal lässt er die Vokaler weg. Er springt durch die Genres und durch die Perspektiven. Form follows function? Von wegen! Die Form ist alles, der Inhalt nichts. Mit Katja Bürkle, Burchard Dabinnus, Oliver Nägele und Franz Pätzold. Regie: Irene Schuck. Redaktion und Moderation: Judith Heitkamp.

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[Audio]-Infos Datum: 28.07.2016
Länge: 00:54:25
Größe: 49.83 MB
radioTexte / Erich Kästner: Der Herr aus Glas (2/4) - 26.07.2016
Die zweite Folge der Lesereihe aus "Der Herr aus Glas", den 42 schönsten Erzählungen des Dresdner Vielschreibers, präsentiert das ganze Können des Satirikers Erich Kästner. Sie bezeugen die große Vielseitigkeit, die Experimentierfreude des scheinbar so vertrauten Geschichtenerzählers, der sich beispielsweise in der mehrteiligen Kurzgeschichte "Die Reisen des Amfortas Kluge" keinerlei Scheu zeigt vor wilden Albernheiten, Blödeleien und Ausflügen in die Science-Fiction. Lesung mit Nico Holonics, kommentiert von Professor Sven Hanuschek, Herausgeber des Erzählungsbands "Der Herr aus Glas"

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[Audio]-Infos Datum: 26.07.2016
Länge: 00:54:28
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radioTexte / Giovanni Boccaccio: Il Decamerone (3/3) - 20.08.2015
Florenz, in der Mitte des 14. Jahrhunderts: Zehn Adelige - sieben Frauen und drei Männer - verlassen die Stadt. Sie fliehen vor dem "Schwarzen Tod", vor der unbarmherzig wütenden Pest. Sie beziehen ein Haus auf dem Land, um das massenhafte Sterben hinter den Stadtmauern zu vergessen; sie wollen Leben, Genuss und Freude feiern. Und sie beginnen zu erzählen, jeder zehn Geschichten, Tag für Tag, zehnmal Flucht und zehnmal Trotz gegen den Tod. Das ist der Rahmen für eines der großen Bücher der Weltliteratur: Giovanni Boccaccios "Il Decamerone" - zu Deutsch "das Zehntagewerk". Eine Aufnahme mit Gustl Weishappl. Redaktion und Moderation: Judith Heitkamp.
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[Audio]-Infos Datum: 20.08.2015
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