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Download & Podcast: Hörspiel Pool - Bayern 2 © Daniel Kluge
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Jede Zeit ist Hörspielzeit. Der Hörspiel Pool bietet Produktionen des Bayerischen Rundfunks zum Herunterladen.

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Hörspiel Pool

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Kathrin Röggla: Lärmkrieg - 13.04.2014
Mit Eva Brunner, Kirsten Hartung, Martin Molitor, Henning Bochert, Ulrich Peltzer, Hanns Zischler, Dorothee Metz, Jürgen Wink, Matthias Breitenbach, Nele Rosetz, Jan Uplegger / Komposition: Bo Wiget / Regie: Leopold von Verschuer / BR 2014 / Länge: 53'05 // Großbaustellen wie der Ausbau des Frankfurter Flughafens: Es gibt sehr unterschiedliche Sichtweisen darauf, und die verschiedenen Versionen werden jeweils mit äußerster Vehemenz vorgetragen. Ein Verkehrsinfrastrukturwahnsinn, der den Geist der Finanzkrise in sich trägt, sagen die einen. Ein Wachstumsmotor und somit Wohltat für die Allgemeinheit, sagen die anderen. Kathrin Röggla untersucht in ihrem neuen Hörspiel eine Gesellschaft der Betroffenen und findet sich unversehens in einem Krieg mit verhärteten Fronten wieder, einem Lärmkrieg, deren Linien jedoch asymmetrisch verlaufen. Für sie ist der Protest gegen den Frankfurter Flughafen exemplarisch für das, was in ganz Deutschland geschieht: Schließlich hat der Wutbürger überall die Bühne betreten. „Wir sind hier, wir sind laut, weil Fraport uns die Ruhe klaut!“, skandiert er unter anderem. Röggla hat mit Neubetroffenen gesprochen – die sich sorgfältig von den Altbetroffenen unterscheiden –, die nur noch in der Zivilgesellschaft ihre Handlungsmöglichkeit sehen und demokratiemüde und ernüchtert bis entsetzt über das Vorgehen „ihrer“ Partei sich nicht mehr vertreten fühlen. Doch wer sind die Protagonisten überhaupt, die auf die Barrikaden gehen? Verhinderungspersönlichkeiten? Opfer?
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[Audio]-Infos Datum: 13.04.2014
Länge: 00:53:11
Größe: 48.70 MB
Eran Schaerf: FM-Scenario - Benutzerinnen Montagen aus dem Online-Studio (1/2) - 11.04.2014
Eine Kooperation von: BR Hörspiel und Medienkunst; A Production e. V., Berlin; HartwareMedien- KunstVerein, Dortmund; Haus der Kulturen der Welt, Berlin; Les Complices*, Zürich; Museum für Konkrete Kunst, Ingolstadt; ZKM, Karlsruhe. Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes. / Mit: Pauline Boudry, Peter Veit, Samuel Streiff, Franziska Ball / Montage: cut, im bild, Transmedia-Figaro, Curation compilation, drawn person, Jean / Realisation: Eran Schaerf / BR 2014 / Länge: 20'38 // FM-Scenario - Die Stimme des Hörers ist ein intermediales Projekt, das sich über die Website, Sendungen, Ausstellungen und Publikationen realisiert. Seit Januar 2013 ist "FM-Scenario.net" online. Das öffentlich zugängliche Online-Studio bietet Benutzerinnen an, Fragmente aus Eran Schaerfs Hörspielarbeit zu neuen Erzählungen zusammenzustellen. Eine Auswahl von acht englisch- und deutschsprachigen Benutzerinnen-Montagen aus dem Online-Studio bildet den Kern dieser Sendung. Sie wurden zusammengestellt von Transmedia-Figaro, bastian_996, still searching,cut 1, Curation compilation, drawn person, im bild und Jean. Kennzeichnend für diese Erzählungen ist ihre Kombinatorik, die sich die Kombinatorik vorhandener Medienlandschaften aneignet, um Begriffe wie 'aktuell', 'live', oder 'Ereignis' in Frage zu stellen. Um die Kombinatorik des Radios und das mit ihr einhergehende Montageprinzip der Wirklichkeit zu verstehen, genügt es, zwei aufeinander folgende Nachrichtensendungen zu hören. Bei der zweiten Sendung kommt bald das Gefühl auf, einen Teil davon in der Sendung davor bereits gehört zu haben. Die wiederholte Meldung aktualisiert die erste, stellt zugleich das besprochene Ereignis in den Kontext anderer Meldungen und - je nach Tageszeit - anderer Sendungen. Folgte am Vormittag auf die Nachricht eine Verkehrsinfo, so ist es abends eher ein Konzert. Der Reihenfolge von Sendungen liegt ein abstrakter Montagebegriff zugrunde, da sie in Unkenntnis ihres konkreten Inhalts festgelegt werden - sie sind Programm. Da der Veröffentlichungskontext einer Meldung Teil der Meldung ist, nehmen Programmleiter an der Autorschaft jedes gesendeten Inhalts teil. Diesen Montagebegriff, der mit Programmgestaltung zusammenfällt und jede Autorin eine Co-Autorin werden lässt, führt das Projekt "FM-Scenario" wieder auf. Wenn Hörerinnen auf "FM-Scenario.net" Fragmente aus unterschiedlichen (fiktiven) Sendungen in eine Reihenfolge setzen, sind sie Programmgestalterinnen. Eran Schaerf geht es dabei um das narrative Potential, das in der Kombination von Sendeformaten und in der Co-Autorschaft voneinander unbekannten Autorinnen und Hörerinnen liegt. Die dabei entstehenden Montagen können als Radioerzählungen bezeichnet werden. Nicht weil sie von dem fiktiven Radiosender "Die Stimme des Hörers" erzählen oder von einem weniger fiktiven Sender wie dem Bayerischen Rundfunk gesendet werden, sondern weil der Montagebegriff des Radios diesen Erzählungen immanent ist. Nach "FM-Scenario" heißt Radiohören nicht diese oder jene Sendung hören, sondern über Sendungen hinaus und in andere hinein hören.
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[Audio]-Infos Datum: 11.04.2014
Länge: 00:20:44
Größe: 18.99 MB
Eran Schaerf: FM-Scenario - Benutzerinnen Montagen aus dem Online-Studio (2/2) - 11.04.2014
Eine Kooperation von: BR Hörspiel und Medienkunst; A Production e. V., Berlin; HartwareMedien- KunstVerein, Dortmund; Haus der Kulturen der Welt, Berlin; Les Complices*, Zürich; Museum für Konkrete Kunst, Ingolstadt; ZKM, Karlsruhe. Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes. / Mit: Samuel Streiff / Montage: Bastian_996 / Realisation: Eran Schaerf / BR 2014 / Länge: 17'30 // FM-Scenario - Die Stimme des Hörers ist ein intermediales Projekt, das sich über die Website, Sendungen, Ausstellungen und Publikationen realisiert. Seit Januar 2013 ist "FM-Scenario.net" online. Das öffentlich zugängliche Online-Studio bietet Benutzerinnen an, Fragmente aus Eran Schaerfs Hörspielarbeit zu neuen Erzählungen zusammenzustellen. Kennzeichnend für diese Erzählungen ist ihre Kombinatorik, die sich die Kombinatorik vorhandener Medienlandschaften aneignet, um Begriffe wie 'aktuell', 'live', oder 'Ereignis' in Frage zu stellen. Um die Kombinatorik des Radios und das mit ihr einhergehende Montageprinzip der Wirklichkeit zu verstehen, genügt es, zwei aufeinander folgende Nachrichtensendungen zu hören. Bei der zweiten Sendung kommt bald das Gefühl auf, einen Teil davon in der Sendung davor bereits gehört zu haben. Die wiederholte Meldung aktualisiert die erste, stellt zugleich das besprochene Ereignis in den Kontext anderer Meldungen und - je nach Tageszeit - anderer Sendungen. Folgte am Vormittag auf die Nachricht eine Verkehrsinfo, so ist es abends eher ein Konzert. Der Reihenfolge von Sendungen liegt ein abstrakter Montagebegriff zugrunde, da sie in Unkenntnis ihres konkreten Inhalts festgelegt werden - sie sind Programm. Da der Veröffentlichungskontext einer Meldung Teil der Meldung ist, nehmen Programmleiter an der Autorschaft jedes gesendeten Inhalts teil. Diesen Montagebegriff, der mit Programmgestaltung zusammenfällt und jede Autorin eine Co-Autorin werden lässt, führt das Projekt "FM-Scenario" wieder auf. Wenn Hörerinnen auf "FM-Scenario.net" Fragmente aus unterschiedlichen (fiktiven) Sendungen in eine Reihenfolge setzen, sind sie Programmgestalterinnen. Eran Schaerf geht es dabei um das narrative Potential, das in der Kombination von Sendeformaten und in der Co-Autorschaft voneinander unbekannten Autorinnen und Hörerinnen liegt. Die dabei entstehenden Montagen können als Radioerzählungen bezeichnet werden. Nicht weil sie von dem fiktiven Radiosender "Die Stimme des Hörers" erzählen oder von einem weniger fiktiven Sender wie dem Bayerischen Rundfunk gesendet werden, sondern weil der Montagebegriff des Radios diesen Erzählungen immanent ist. Nach "FM-Scenario" heißt Radiohören nicht diese oder jene Sendung hören, sondern über Sendungen hinaus und in andere hinein hören. Kern dieser Sendung ist eine von der Nutzerin Bastian_996 im Online-Studio von FM-Scenario auf www.fm-scenario.net erstellte Audio-Montage. Sie diente Eran Schaerf als Skript für die Ausstellung FM-Scenario: Armchair – Attention – Life Signal bei Les Complices* in Zürich (10.4.-10.5.2014).
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[Audio]-Infos Datum: 11.04.2014
Länge: 00:17:36
Größe: 16.12 MB
Karl Bruckmaier (Hg.): Auf dem Dach der Welt: Frei nach Alexander Kluge - 04.04.2014
Mitwirkende und Realisation: Sven-Åke Johansson, Alexander Kluge, Michaela Melián, Greie Gut Fraktion, Peter Brötzmann & Otomo Yoshihide, David Grubbs, Maja S. K. Ratkje & POING, Zwanie Jonson & Maurice Summen, Sophie Rois, alva noto, Elliott Sharp, Andrea Neumann und Helge Schneider / BR/intermedium rec. 2012 / Länge: 62'02 // So wie sich oft in Kluges Texten mehrere Welten begegnen können, so reiben sich auch in dieser als Tribut konzipierten Sendung unterschiedlichste Musiken und Musiker aneinander - die jedoch eines gemeinsam haben: ein originäres Interesse an der Arbeit Alexander Kluges, dessen fünf Jahrzehnte währende Präsenz in Literatur, Fernsehen und Film ihre Spuren hinterlassen hat. David Grubbs etwa hat an der Uni Seminare über Kluges Fernsehbeiträge besucht, Maurice Summen und Gudrun Gut können wie alle seit den 80er Jahren in der Bundesrepublik Herangewachsenen gar nicht anders, als von der Ästhetik der nächtlichen DTCP-Überfälle auf das Privatfernsehen geprägt zu sein, Michaela Melián hat bereits künstlerisch zu Kluge gearbeitet, Helge Schneider gibt für Kluge gern den Eulenspiegel im TV und wenn Sophie Rois sagt, mit dem Mann verbinde sie eine Liebesgeschichte, dann wird das in ihrem Beitrag zu "Auf dem Dach der Welt" wohl auch zu hören sein.
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[Audio]-Infos Datum: 04.04.2014
Länge: 01:02:09
Größe: 56.90 MB
Hermann Broch: Die Schlafwandler - 1903: Esch oder die Anarchie (4/4) - 30.03.2014
Manfred Zapatka, Werner Wölbern, Bernhard Schütz, Sabine Orleans, Caroline Ebner, Thomas Loibl, Thiemo Schwarz, Stephan Zinner, Samuel Finzi, Stefan Wilkening, Thiemo Schwarz, Stefan Wilkening / Bearbeitung und Regie: Klaus Buhlert / BR/HR 2008 / Länge: 55´29 // Der Kölner Buchhalter Esch, der entlassen wurde, sorgt sich um den "Buchungsfehler in dieser Welt". Er will aufsteigen. In seiner Sehnsucht nach Orientierung bewegt er sich aber nur ziellos und schlafwandelnd zwischen Wertesystemen und irrationalen Ideen, ohne sich selbst in seiner Gleichgültigkeit wahrzunehmen. Zunehmend kommt ihm die Realität seiner kleinbürgerlichen Existenz abhanden: Er nimmt vorübergehend eine Stelle in Mannheim an, verstrickt sich in gewaltsame Gewerkschafts- und Arbeitskämpfe, beteiligt sich – zurück in Köln – an einem dubiosen Theaterunternehmen, das Damenringkämpfe organisiert, will nach Amerika auswandern und heiratet Mutter Hentjen, eine ältere Gastwirtin. Er wittert eine Weltverschwörung und imaginiert ein Attentat an ihrem vermeintlichen Kopf, dem Industriellen Bertrand. In seinem Roman, der 1931 erschien, zeichnet Hermann Broch in zum Teil grotesken Situationen das Bild eines ‚modernen’ Charakters, seiner Individualität ausgeliefert, die ihn orientierungslos und innerlich leer zurücklässt.
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[Audio]-Infos Datum: 30.03.2014
Länge: 00:55:35
Größe: 50.90 MB
Josef Anton Riedl/Michael Lentz: größer minus größer - Lautkomposition aus Collagen von Herta Müller - 28.03.2014
Mit Michael Hirsch, Michael Lentz / Realisation: Michael Lentz/Josef Anton Riedl / BR 2014 / Länge: 40`51 // Anders als in Riedls früheren Lautkompositionen überwiegt in "größer minus größer" die improvisatorische Ausgestaltung des ausgewählten Materials. Unter der Regie von Josef Anton Riedl und Michael Lentz modulierten die beiden Sprecher Michael Hirsch und Michael Lentz bislang unveröffentlichte Collagen-Gedichte von Herta Müller artikulatorisch in Lautgedichte: Einzelne Wörter, Sätze und ganze Gedichte wurden zerdehnt, extrem beschleunigt, in Silben und Einzellaute ,zerpflückt‘, in Vokal- und Konsonantenreihen zerlegt, zu rhythmischen Figuren gruppiert, semantisch und phonetisch variiert, gestottert, repetiert, neu kombiniert. Vorgegeben waren jeweils bestimmte Haltungen, Affekte, rhythmische Muster und anzuzielende Vorstellungen der klanglichen Realisation wie zum Beispiel: „singend“, ohne zu singen; mit ganz tiefer Stimme; mit der Stimme eine Geschichte erzählen; so schnell wie möglich; so langsam wie möglich; auf einer Stimmtonhöhe; dialogisch; die Zeilen abtasten, ohne sie vorzulesen; den anderen überbietend; den anderen begleitend; flüstern; ohne Stimmton; fast nicht hörbar; mit permanent wechselnder Stimmtonhöhe. Die jahrzehntelangen Erfahrungen der Sprecher in der Aufführung von Riedls Lautgedichten und Lautkompositionen wirkten auf die solchermaßen gelenkten Improvisationen maßgebend ein, es bildeten sich für Riedl stilbildende Strukturen, Rhythmen und Reihungen heraus. Auf diese Weise entstanden Soli, Duette und – durch die Überlagerung auch unterschiedlicher Duett-Versionen – Quartette, teils auf der Grundlage desselben simultan artikulierten Collagen-Gedichts, teils wurden zwei oder mehrere verschiedene Gedichte auf die beschriebenen Weisen in einer Sequenz gesprochen. Die Aufnahmen für größer minus größer sind vom 06. bis zum 10. Oktober 2013 im Haus von Josef Anton Riedl in Murnau entstanden und Ende November von Lentz, nach gemeinsamen Strukturvorgaben von ihm und Riedl im Bayerischen Rundfunk zur vorliegenden Lautkomposition verarbeitet worden.
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[Audio]-Infos Datum: 28.03.2014
Länge: 00:40:57
Größe: 37.50 MB
Hermann Broch: Die Schlafwandler - 1903: Esch oder die Anarchie (3/4) - 23.03.2014
Manfred Zapatka, Werner Wölbern, Bernhard Schütz, Sabine Orleans, Caroline Ebner, Thomas Loibl, Stephan Zinner, Samuel Finzi, Jens Harzer, Stephan Bissmeier, Thiemo Schwarz, Steffen Scheumann / Bearbeitung und Regie: Klaus Buhlert / BR/HR 2008 / Länge: 54:39 // Der Kölner Buchhalter Esch, der entlassen wurde, sorgt sich um den "Buchungsfehler in dieser Welt". Er will aufsteigen. In seiner Sehnsucht nach Orientierung bewegt er sich aber nur ziellos und schlafwandelnd zwischen Wertesystemen und irrationalen Ideen, ohne sich selbst in seiner Gleichgültigkeit wahrzunehmen. Zunehmend kommt ihm die Realität seiner kleinbürgerlichen Existenz abhanden: Er nimmt vorübergehend eine Stelle in Mannheim an, verstrickt sich in gewaltsame Gewerkschafts- und Arbeitskämpfe, beteiligt sich – zurück in Köln – an einem dubiosen Theaterunternehmen, das Damenringkämpfe organisiert, will nach Amerika auswandern und heiratet Mutter Hentjen, eine ältere Gastwirtin. Er wittert eine Weltverschwörung und imaginiert ein Attentat an ihrem vermeintlichen Kopf, dem Industriellen Bertrand. In seinem Roman, der 1931 erschien, zeichnet Hermann Broch in zum Teil grotesken Situationen das Bild eines ‚modernen’ Charakters, seiner Individualität ausgeliefert, die ihn orientierungslos und innerlich leer zurücklässt.
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[Audio]-Infos Datum: 23.03.2014
Länge: 00:54:45
Größe: 50.13 MB
Hermann Broch: Die Schlafwandler - 1903: Esch oder die Anarchie (2/4) - 16.03.2014
Mit Manfred Zapatka, Werner Wölbern, Bernhard Schütz, Sabine Orleans, Caroline Ebner, Thiemo Schwarz, Rainer Galke, Samuel Finzi, Jens Harzer, Stefan Wilkening, Stephan Bissmeier, Linda Olsansky / Bearbeitung und Regie: Klaus Buhlert / BR/HR 2008 / Länge: 54'41 // Der Kölner Buchhalter Esch, der entlassen wurde, sorgt sich um den "Buchungsfehler in dieser Welt". Er will aufsteigen. In seiner Sehnsucht nach Orientierung bewegt er sich aber nur ziellos und schlafwandelnd zwischen Wertesystemen und irrationalen Ideen, ohne sich selbst in seiner Gleichgültigkeit wahrzunehmen. Zunehmend kommt ihm die Realität seiner kleinbürgerlichen Existenz abhanden: Er nimmt vorübergehend eine Stelle in Mannheim an, verstrickt sich in gewaltsame Gewerkschafts- und Arbeitskämpfe, beteiligt sich – zurück in Köln – an einem dubiosen Theaterunternehmen, das Damenringkämpfe organisiert, will nach Amerika auswandern und heiratet Mutter Hentjen, eine ältere Gastwirtin. Er wittert eine Weltverschwörung und imaginiert ein Attentat an ihrem vermeintlichen Kopf, dem Industriellen Bertrand. In seinem Roman, der 1931 erschien, zeichnet Hermann Broch in zum Teil grotesken Situationen das Bild eines ‚modernen’ Charakters, seiner Individualität ausgeliefert, die ihn orientierungslos und innerlich leer zurücklässt.
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[Audio]-Infos Datum: 16.03.2014
Länge: 00:54:48
Größe: 50.17 MB
Hermann Broch: Die Schlafwandler - 1903: Esch oder die Anarchie (1/4) - 09.03.2014
Mit Manfred Zapatka, Werner Wölbern, Bernhard Schütz, Sabine Orleans, Caroline Ebner, Thomas Loibl, Thiemo Schwarz, Stephan Zinner, Rainer Galke, Samuel Finzi, Jens Harzer, Stefan Wilkening / Bearbeitung und Regie: Klaus Buhlert / BR/HR 2008 / Länge: 56'04 // Der Kölner Buchhalter Esch, der entlassen wurde, sorgt sich um den "Buchungsfehler in dieser Welt". Er will aufsteigen. In seiner Sehnsucht nach Orientierung bewegt er sich aber nur ziellos und schlafwandelnd zwischen Wertesystemen und irrationalen Ideen, ohne sich selbst in seiner Gleichgültigkeit wahrzunehmen. Zunehmend kommt ihm die Realität seiner kleinbürgerlichen Existenz abhanden: Er nimmt vorübergehend eine Stelle in Mannheim an, verstrickt sich in gewaltsame Gewerkschafts- und Arbeitskämpfe, beteiligt sich – zurück in Köln – an einem dubiosen Theaterunternehmen, das Damenringkämpfe organisiert, will nach Amerika auswandern und heiratet Mutter Hentjen, eine ältere Gastwirtin. Er wittert eine Weltverschwörung und imaginiert ein Attentat an ihrem vermeintlichen Kopf, dem Industriellen Bertrand. In seinem Roman, der 1931 erschien, zeichnet Hermann Broch in zum Teil grotesken Situationen das Bild eines ‚modernen’ Charakters, seiner Individualität ausgeliefert, die ihn orientierungslos und innerlich leer zurücklässt.
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[Audio]-Infos Datum: 09.03.2014
Länge: 00:56:10
Größe: 51.43 MB
Björn Bicker: Urban Prayers - 02.03.2014
Mit Wiebke Puls, Steven Scharf und Edmund Telgenkämper / Komposition: Pollyester / Realisation: Björn Bicker / BR 2014 / Länge: 53'29 // Es spricht der Chor der gläubigen Bürger. Doch kaum fängt einer an zu reden, da fällt ihm der andere schon ins Wort. Der Chor findet keine gemeinsame Sprache und doch ist es ein Chor, der ein Gegenüber kennt: die Ungläubigen. Globalisierung, Migration und der gleichzeitige Verlust religiöser Bindungen haben aus unseren Städten Orte der religiösen und weltanschaulichen Vielheit gemacht. Muslime, Buddhisten, Hindus und Juden sowie christliche Glaubensgemeinschaften aus der ganzen Welt – Pfingstler, Evangelikale, Katholiken, Protestanten und Orthodoxe – machen unsere Städte zu religiösen Megacities. Welche Sprache versteht ihr Gott? Welche Kirchen, Gebetsräume, Tempel besuchen sie? Glauben die Menschen, dass ihr Glaube Privatsache ist? Glauben die Menschen, dass ihr Glaube politisch ist? Glauben die Menschen an die Freiheit der Anderen? Glauben die Menschen an eine bessere Welt? Wie beeinflussen sie das soziale und politische Leben der Stadt? Welche Erwartungen haben die Gläubigen an Demokratie und Rechtsstaat? Welche Erwartungen hat der Staat an sie? Aus einer langen Recherche im religiösen Leben Münchens ist ein Text entstanden, der für die Vielstimmigkeit des urbanen, religiösen Lebens einen ebenso poetischen wie politischen Resonanzraum geschaffen hat.
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[Audio]-Infos Datum: 02.03.2014
Länge: 00:53:36
Größe: 49.08 MB
Ludwig Thoma: Waldfrieden - 21.02.2014
Mit Michl Lang, Franz Fröhlich, Hans Stadtmüller, Paula Braend / Regie: Olf Fischer / BR 1955 // Zwei alte Freunde treffen sich in einer Jagdhütte. Xaver hat eine "Feine" geheiratet, die Freund-Freundschaft von Korbi und Xaver hat daran gelitten. Für Korbi ist Xaver ein "Lappdierl". Korbi geht und Xaver zu seinem "feinen Mausi". Die alte Männerfreundschaft ist zerbrochen.
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[Audio]-Infos Datum: 21.02.2014
Länge: 00:26:12
Größe: 24.00 MB
Hermann Broch: Die Schlafwandler - 1888: Pasenow oder die Romantik (3/3) - 16.02.2014
Mit Jürgen Hentsch, Wolfram Koch, Werner Wölbern, Jürgen Holtz, Luise Deschauer, Linda Olsansky, Christin König / Bearbeitung und Regie: Klaus Buhlert / BR 2007 / Länge: 53:14 // Zentrale Figur im ersten Roman ist der junge Leutnant Joachim von Pasenow, Sohn eines wohlhabenden Gutsbesitzers, der aufgrund seiner militärischen Laufbahn in Berlin lebt. Dort beginnt Joachim eine Liaison mit der böhmischen Prostituierten Ruzena und bricht damit die standesgemäßen Übereinkünfte und elterlichen Erwartungen. Diese Überschreitung begeht Pasenow nicht aus einer bewusst rebellierenden Haltung heraus, sondern aus einer unbewussten, schlafwandlerischen Suche nach Lebenssinn. Joachim Pasenows Bruder Helmuth, der als Erstgeborener das elterliche Gut leitete, kommt in einem Duell ums Leben. Der alte Pasenow, ein gefürchteter Despot, verliert über den Tod des Bruders den Verstand und konfrontiert Joachim mit schweren Vorwürfen. Bestimmt von einem starken Gefühl der Desintegration und außerdem beeinflusst von der Ermunterung Bertrands, fügt sich Joachim den Hochzeitsplänen des Vaters und hält um die Hand der jungen Adligen Elisabeth Baddensen an. In Elisabeth sieht Joachim die Werte und traditionelle Religiosität seiner eigenen Herkunft verkörpert und durch eine Ehe mit ihr die endgültige Rückkehr in den Schoß des Vertrauten besiegelt.
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[Audio]-Infos Datum: 16.02.2014
Länge: 00:56:33
Größe: 51.78 MB
Hermann Broch: Die Schlafwandler - 1888: Pasenow oder die Romantik (2/3) - 09.02.2014
Mit Jürgen Hentsch, Wolfram Koch, Werner Wölbern, Jürgen Holtz, Christin König / Bearbeitung und Regie: Klaus Buhlert / BR 2007 / Länge: 56:23 // Zentrale Figur im ersten Roman ist der junge Leutnant Joachim von Pasenow, Sohn eines wohlhabenden Gutsbesitzers, der aufgrund seiner militärischen Laufbahn in Berlin lebt. Dort beginnt Joachim eine Liaison mit der böhmischen Prostituierten Ruzena und bricht damit die standesgemäßen Übereinkünfte und elterlichen Erwartungen. Diese Überschreitung begeht Pasenow nicht aus einer bewusst rebellierenden Haltung heraus, sondern aus einer unbewussten, schlafwandlerischen Suche nach Lebenssinn. Joachim Pasenows Bruder Helmuth, der als Erstgeborener das elterliche Gut leitete, kommt in einem Duell ums Leben. Der alte Pasenow, ein gefürchteter Despot, verliert über den Tod des Bruders den Verstand und konfrontiert Joachim mit schweren Vorwürfen.
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[Audio]-Infos Datum: 09.02.2014
Länge: 00:56:36
Größe: 51.82 MB
Elfriede Jelinek: Die Schutzbefohlenen - 08.02.2014
Mit Jonas Minthe, Matthias Haase, Bettina Lieder, Christoph Jöde, Janina Sachau / Regie: Leonhard Koppelmann / BR/ORF 2014 / Länge: 79'42 // Obwohl sie in jüngster Zeit überall präsent sind, die Bilder von Flüchtlingsmengen, die sich auf Booten drängen und die Festung Europa zu erobern suchen, oder von aufbegehrenden Asylbewerbern in deutschen Städten, die auf öffentlichen Plätzen in den Hungerstreik treten; Stimmen haben diese Menschen selten. "Wir sind gekommen, doch wir sind gar nicht da", sagt der Chor in Elfriede Jelineks Die Schutzbefohlenen. Anders in Jelineks Text: Hier meldet sich ein Chor aus Flüchtlingen und Asylsuchenden in einer lautstarken Litanei zu Wort und wird doch ungehört bleiben von den Angerufenen. Geschrieben als Reaktion auf jüngste Asylproteste in Wien, wo eine Gruppe von Flüchtlingen die Votivkirche besetzte, und später durch Zusatztexte zur Flüchtlingssituation auf Lampedusa erweitert, überführt Elfriede Jelinek in Die Schutzbefohlenen das Tagespolitische ins uralte Menschheitsdrama von Flucht und Abweisung: Die nur puzzleartig aufscheinenden aktuellen Ereignisse verweben sich mit anderen Texten und Diskursen, unter anderem mit Die Schutzflehenden des Aischylos. Aus den Schutzflehenden in der ältesten bekannten griechischen Tragödie werden aber vor dem Hintergrund von aufgeklärter westlicher Welt und vermeintlich allgemein gültigen humanistischen Werten die Schutzbefohlenen: also diejenigen, denen man verpflichtet ist, Schutz zu geben. Und es wird die Verweigerung dieses Schutzes nicht weniger als zum Verrat am Menschenrechtsgedanken selbst. Es ist nicht zuletzt die Entlarvung solchen Verrats, um den es im Chor der Schutzbefohlenen geht, in den sich auch andere Perspektiven mengen. In die Stimmen der Schutzsuchenden nisten sich die der Gegner und die von Ausnahmeerscheinungen, denen aus politischer Gefälligkeit oder einfach nur wegen ihrer Prominenz Sonderbehandlung zuteilwird.
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[Audio]-Infos Datum: 08.02.2014
Länge: 01:19:48
Größe: 73.07 MB
Hermann Broch: Die Schlafwandler - 1888: Pasenow oder die Romantik (1/3) - 02.02.2014
Mit Jürgen Hentsch, Wolfram Koch, Werner Wölbern, Jürgen Holtz, Luise Deschauer, Linda Olsansky / Bearbeitung und Regie: Klaus Buhlert / BR 2007 / Länge: 53'22 // Brochs erstes großes literarisches Werk entstand im Zeitraum zwischen 1928-31. Untergliedert in die Jahre 1888, 1903 und 1918 gewährt die Trilogie Einblicke in drei zeitliche und gesellschaftliche Etappen in Deutschland. Von der ausklingenden 'Romantik' des späten 19. Jahrhunderts über die 'Anarchie' zur sogenannten 'Sachlichkeit' der Nachkriegsepoche verhandelt sie in diesem geschichtlichen Querschnittspanorama den 'Zerfall der Werte'. Zentrale Figur im ersten Roman ist der junge Leutnant Joachim von Pasenow, Sohn eines wohlhabenden Gutsbesitzers, der aufgrund seiner militärischen Laufbahn in Berlin lebt. Dort beginnt Joachim eine Liaison mit der böhmischen Prostituierten Ruzena und bricht damit die standesgemäßen Übereinkünfte und elterlichen Erwartungen. Diese Überschreitung begeht Pasenow nicht aus einer bewusst rebellierenden Haltung heraus, sondern aus einer unbewussten, schlafwandlerischen Suche nach Lebenssinn.
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[Audio]-Infos Datum: 02.02.2014
Länge: 00:56:29
Größe: 51.72 MB
Arno Schmidt: Nobodaddy's Kinder - Brand's Haide - 01.02.2014
Mit Ulrich Wildgruber, Juliane Köhler, Jacqueline Macaulay / Bearbeitung und Regie: Klaus Buhlert / BR 1998 / Länge 71'20 // In dem 1951 entstandenen Prosatext Brand's Haide kehrt der Soldat Schmidt aus der Kriegsgefangenschaft zurück. In Blakenhof, in der Lüneburger Heide, versucht er, sein Leben neu einzurichten. Der Heimkehrer besitzt nur die Kleidung, die er am Leibe trägt, und einige Bücher. Liebevoll gedenkt er der Gaben der Engländer: einer Rasierklinge und Seife. Schmidt konzentriert sich auf ein großes Projekt, eine Biografie des romantischen Schriftstellers Fouqué, dessen Werk er schändlich vernachlässigt sieht. Brand's Haide ist der Name eines düsteren Waldreviers im Hohen Fläming in Brandenburg, das der Knabe Fouqué oft durchqueren musste. Schmidt überträgt den Namen auf die Wälder um Blakenhof. Schmidt wird in eine Baracke eingewiesen, in der die Mädchen Lore und Grete hausen. Er verliebt sich in Lore, die seine Liebe erwidert, ihn jedoch verlässt, um einen ungeliebten, aber wohlhabenden Mann in Mexiko zu heiraten. Der Protagonist bleibt in ebenso selbst verschuldeter wie gewählter Einsamkeit zurück: "Als junger Mensch: 16 war ich, bin ich aus Eurem Verein ausgetreten."
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[Audio]-Infos Datum: 01.02.2014
Länge: 01:11:23
Größe: 65.36 MB
Arno Schmidt: Nobodaddy's Kinder - Aus dem Leben eines Fauns - 25.01.2014
Mit Ulrich Wildgruber / Bearbeitung und Regie: Klaus Buhlert / BR 1998 / Länge: 86'40 // Aus dem Leben eines Fauns, 1952/53 entstanden, schildert das Leben des kleinen Beamten Düring in der Lüneburger Heide während der NS-Zeit. Seine Haltung beschreibt er so: "Nur schade, dass ich, ein Sehender, das Blinde-Kuh-Spiel werde mitmachen müssen." Düring führt ein Doppelleben: Ehe, Beruf, Familie und Politik werden nur pro forma wahrgenommen. Dürings eigentliches Leben spielt sich zum einen in der Phantasie und in der Lektüre ab, zum anderen in einer Hütte im Schilfwald, die ein Deserteur aus der Napoleonischen Armee 1813 errichtet hat. Der Wind, der Mond, die Heidelandschaft, die Romantiker bilden eine Gegenwelt, die vom Nationalsozialismus nicht erfasst werden kann. Dürings Versuch, die Existenz des desertierten Fauns nachzuleben, scheitert.
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[Audio]-Infos Datum: 25.01.2014
Länge: 01:26:45
Größe: 79.43 MB
Arno Schmidt: Nobodaddy's Kinder - Schwarze Spiegel - 18.01.2014
Mit Corinna Harfouch, Ulrich Wildgruber / Bearbeitung: Klaus Buhlert/Herbert Kapfer / Komposition und Regie: Klaus Buhlert / BR 1997 / Länge: 86'03 // Schmidt erschienen die frühen fünfziger Jahre wie eine Zwischenkriegszeit, ein kurzes Atemholen vor dem Dritten Weltkrieg. "Atombomben und Bakterien hatten ganze Arbeit geleistet." Der utopische Prosatext Schwarze Spiegel wurde erstmals 1951 publiziert. Arno Schmidt legte den als Niederschrift eines namenlosen Ich-Erzählers konzipierten Text in die nahe Zukunft, in den Zeitraum vom 1. Mai 1960 bis Ende August 1961. Fünf Jahre nach einem atomaren Krieg bewegt sich der Erzähler, der sich für den einzigen Überlebenden hält, mit dem Fahrrad über zerbröckelte Straßen in der Lüneburger Heide. Das Experiment Mensch, analysiert er, ist gescheitert. Mit der Brechstange in der Hand und mit zwei umgehängten Waffen fühlt er sich als Herr der Welt. Doch er lebt mit der ständigen Angst, anderen Menschen zu begegnen.
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[Audio]-Infos Datum: 18.01.2014
Länge: 01:26:08
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Herta Müller: Zeit ist ein spitzer Kreis - 12.01.2014
Mit Herta Müller, Michael Lentz / Realisation: Michael Lentz / BR 2014 Länge: 24'33 // 39 neue, unveröffentlichte Text-Bild-Collagen von Herta Müller bilden das Ausgangsmaterial des Hörstücks. "Ich muss auch da in Kürzestform immer etwas erzählen", so die Autorin über ihre Collagen: "Der Rhythmus der Sätze muss da sein. Man muss es laut lesen können, ohne mit der Zunge zu stolpern. Und ich muss das Bild der Sätze im Kopf gesehen haben, um sie auf ihre Plausibilität zu prüfen. Das ist mit den Collagen genauso wie in der Prosa." Die bedrückende Atmosphäre, die Müllers Romane bestimmen, verdichtet sich in den Collagen auf surreale Weise. Das Hörstück zeichnet den Weg einer Bedrohung nach, der sich ein Ich ausgesetzt sieht. Jemand muss es verleumdet haben, das weiß schon der Wind, über den wiederholt gesagt wird, er sei so frisch wie Milch, so alt wie Lehm. Die Kräfte arbeiten im Verborgenen. Kaum aber wird es Tag, wird der, der aufrecht "Ich" sagt, abgeholt. Eine Fahrt, wohin? Ein Verhör. Und vermeintliche Freiheit. Die Bedrohung ist nun überall. Die Akteure der Hörcollage sind zwei Stimmen und die Stille. Die Stimmen erzählen, und die Stille schweigt nicht: Auch das Nichtgesagte kann gehört werden. Es haust in den Stimmen und färbt die Wörter.
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[Audio]-Infos Datum: 12.01.2014
Länge: 00:24:39
Größe: 22.58 MB
Die Wörter aus den Schubladen - Herta Müller im Gespräch mit Herbert Kapfer - 12.01.2014
BR 2014
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[Audio]-Infos Datum: 12.01.2014
Länge: 00:19:24
Größe: 17.77 MB
James Joyce: Dubliner (12/12) Die Toten (3/3) - 06.01.2014
Mit Bibiana Beglau, Thomas Thieme / Übersetzung aus dem Englischen: Dieter E. Zimmer / Bearbeitung und Regie: Ulrich Lampen / BR 2012 / Länge: 29:47 // Die Erzählung Die Toten zählt zu den wichtigsten Texten von James Joyce. Sie trägt starke autobiografische Züge. Ein Familienfest dient als Kulisse menschlicher Begegnungen, vor der Einsamkeit, Ängste, Selbstzweifel und Sehnsüchte der Einzelnen zum Vorschein kommen. Nach dem Fest spazieren Gabriel und seine Frau Gretta ein Stück am Quay entlang. Gabriel erinnert sich an all die schönen Augenblicke mit seiner Frau und freut sich darauf, mit ihr alleine zu sein. Doch als es endlich soweit ist, wechselt Grettas Stimmung, sie wird nachdenklich, beginnt zu weinen und erzählt zögerlich, was sie bedrückt: Sie denkt an ihre Jugendliebe, Michael Furey, der, als sie von Dublin wegzog, schwer erkrankt in einer Winternacht vor ihrem Haus erschien, um sich von ihr zu verabschieden. Da sie wusste, dass er an Schwindsucht litt, schickte sie ihn nach Hause. Kurz darauf starb er und Gretta gibt sich die Schuld an seinem Tod. Die Art, wie Gretta ihm diese Geschichte erzählt, lässt Gabriel ahnen, dass sie immer nur diesen Jungen, der mit siebzehn Jahren gestorben war, geliebt hat, dass er selbst nur ein Ersatz war und der Tote Gretta immer näher stand als er selbst. Doch die Erzählung hat – anders als alle anderen Dubliner-Erzählungen – einen positiven Ausgang. Gabriel empfindet Liebe und Mitgefühl für seine Frau. Er fasst den Entschluss, mit ihr zu ihrer Familie und ihren Ursprüngen in den Westen Irlands zu reisen und schläft daraufhin versöhnt ein. Die Toten endet mit dem berühmten Satz: „Langsam schwand seine Seele, während er den Schnee still durch das All fallen hörte und still fiel er, der Herabkunft ihrer letzten Stunde gleich, auf alle Lebenden und Toten.“
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[Audio]-Infos Datum: 06.01.2014
Länge: 00:29:53
Größe: 27.36 MB
James Joyce: Dubliner (11/12) Die Toten (2/3) - 05.01.2014
Mit Karin Anselm, Bibiana Beglau, Peter Fricke, Sylvester Groth, Paul Herwig, Brigitte Hobmeier, Thomas Thieme / Übersetzung aus dem Englischen: Dieter E. Zimmer / Bearbeitung und Regie: Ulrich Lampen / BR 2012 / Länge: 46'54 // Nach Tanz und Klaviervorspiel von Mary Jane auf dem Ball der Schwestern Morkan setzt sich die Gesellschaft zu Tisch. Einzig Miss Ivors bricht auf, mit der Entschuldigung dringend nach Hause zu müssen. Nach Tanz und Klaviervorspiel von Mary Jane auf dem Ball der Schwestern Morkan setzt sich die Gesellschaft zu Tisch. Einzig Miss Ivors bricht auf, mit der Entschuldigung dringend nach Hause zu müssen. Darüber grübelnd, ob er den plötzlichen Aufbruch von Miss Ivors zu verantworten hat, wird Gabriel aufgefordert, die Gans anzuschneiden, was ihn ablenkt. Nachdem Nachtisch und Obst serviert wurden, kehrt Ruhe ein. Es ist Zeit für Gabriels Rede, die eine liebevolle Lobeshymne auf seine Tanten und ein voller Erfolg ist. Der Ball nähert sich seinem Ende und die Leute brechen nach und nach auf. Die Letzten, die sich verabschieden, sind Gabriel, seine Frau Gretta, der Tenor Mr. D’Arcey und Miss O’Callaghan. Da keine Droschke mehr aufzutreiben ist, beschließen sie gemeinsam ein Stück den Quay entlang zu spazieren.
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[Audio]-Infos Datum: 05.01.2014
Länge: 00:46:59
Größe: 43.03 MB
James Joyce: Dubliner (10/12) Die Toten (1/3) - 04.01.2014
Mit Karin Anselm, Bibiana Beglau, Peter Fricke, Sylvester Groth, Paul Herwig, Brigitte Hobmeier, Thomas Thieme / Übersetzung aus dem Englischen: Dieter E. Zimmer / Bearbeitung und Regie: Ulrich Lampen / BR 2012 /Länge: 39'53 // Die Toten ist die umfangreichste Erzählung und der Schwerpunkt des Erzählzyklus Dubliner. In vielen äußerst detailliert beschriebenen Stimmungsumschwüngen erfahren die Figuren, wie dünn und brüchig der freundschaftliche Firnis ihrer unausgeloteten Beziehungen wirklich ist. Gabriel Conroy und seine Frau sind lang erwartete Gäste auf dem jährlichen Ball der Schwestern Morkan. Gabriel ist der Lieblingsneffe von Miss Kate und Miss Julia. Die beiden Tanten fühlen sich durch seine Anwesenheit geschmeichelt und beruhigt. Gabriel hingegen betritt das Geschehen mit gemischten Gefühlen, lässt keinen Fettnapf aus und wird schließlich unsicher, ob seine Rede, die er für den Abend vorbereitet hat, angemessen ist. Bei einer Quadrille wird er von Miss Ivors, einer alten Bekannten aus Schulzeiten, wegen einer literarischen Spalte für den Daily Express zur Rede gestellt. Sie bezeichnet ihn als Westbriten und stellt ihn vor den anderen Gästen bloß. Gabriel würde am liebsten das Haus verlassen und in der verschneiten Winterlandschaft spazieren gehen.
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[Audio]-Infos Datum: 04.01.2014
Länge: 00:39:59
Größe: 36.61 MB
James Joyce: Dubliner (9/12) Gnade - 03.01.2014
Mit Peter Fricke, Sylvester Groth, Thomas Thieme / Übersetzung aus dem Englischen: Dieter E. Zimmer / Bearbeitung und Regie: Ulrich Lampen / BR 2012 /Länge: 54'47 // In völlig verschmutzter Kleidung, betrunken und ohnmächtig - so findet Mr. Power seinen Freund Mr. Kernan in einer Kneipe vor. Er erfährt, dass sein Freund die Treppe heruntergefallen ist. Mr. Kernan bekommt ein Glas Wasser ins Gesicht, ein Glas Branntwein eingeflößt und wird von Mr. Power nach Hause gebracht. Dort erwartet Mrs. Kernan schon ihren Mann, bedankt sich bei Mr. Power, bedauert das versoffene Geld und beklagt sich über das Verhalten ihres Ehegatten. Mr. Power verspricht daraufhin, seinen Freund wieder auf die rechte Bahn zu bringen. Zwei Abende später steht Mr. Power in Begleitung zweier weiterer Freunde vor der Tür. Sie wollen Mr. Kernan besuchen und haben einen Plan entwickelt, der an sein Gewissen appellieren und ihn von seinem unrühmlichen Lebenswandel abbringen soll. Diese Erzählung ist lesbar als irische Parodie auf Dantes Göttliche Komödie mit den drei Teilen Hölle, Purgatorium und Paradies.
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[Audio]-Infos Datum: 03.01.2014
Länge: 00:54:52
Größe: 50.25 MB
James Joyce: Dubliner (8/12) Eine Mutter - 02.01.2014
Mit Karin Anselm, Brigitte Hobmeier / Übersetzung aus dem Englischen: Dieter E. Zimmer / Bearbeitung und Regie: Ulrich Lampen / BR 2012 / Länge: 32'32 // Der Konzertsaal ist bis auf den letzten Platz gefüllt, das Publikum wird langsam ungeduldig und fordert lärmend den Beginn der Veranstaltung, die Künstler sind hinter der Bühne versammelt und warten in nervöser Anspannung auf ihren Auftritt - doch die Pianistin weigert sich, die Begleitung zu spielen. Nachdem Mrs. Kearney dem Auftritt ihrer Tochter Kathleen in den Antient Concert Rooms als Klavierbegleitung für vier Konzerte zugestimmt, die Organisatoren in jeder Hinsicht unterstützt und sich selbst in Unkosten gestürzt hat, muss sie feststellen, dass die ersten beiden Konzerte kein Erfolg waren. Es traten schlechte Künstler auf, die Veranstaltung wurde von Leuten mit Freikarten besucht. Das dritte Konzert wurde abgesagt, woraufhin Mrs. Kearney vergeblich versucht, die Gage ihrer Tochter zu erhalten. Das vierte und letzte Konzert, für das wesentlich mehr geworben wurde und bei dem die bekannten und guten Künstler auftreten, ist schließlich sehr gut besucht. Mrs. Kearney sieht nur noch eine Chance, die Rechte ihrer Tochter zu wahren: Auftrittsverweigerung.
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[Audio]-Infos Datum: 02.01.2014
Länge: 00:32:37
Größe: 29.88 MB
James Joyce: Dubliner (7/12) Efeutag im Sitzungszimmer - 01.01.2014
Mit Peter Fricke, Sylvester Groth, Thomas Thieme / Übersetzung aus dem Englischen: Dieter E. Zimmer / Bearbeitung und Regie: Ulrich Lampen / BR 2012 / Länge: 38'10 // Wahlkampf in Dublin: Graue Stimmung im Sitzungszimmer von Mr. Tierney. Hier haben sich die Wahlkampfhelfer des Stadtratskandidaten nach und nach versammelt. Mehr oder weniger erfolgreich waren sie unterwegs, um Stimmen für Mr. Tierney einzuholen. Bisher haben sie ihre Arbeit unentgeltlich erledigt und müssen auch weiterhin auf den ihnen versprochenen Lohn warten. Einzig eine Spende mehrerer Flaschen Stout belohnt die Mühen ihres Tages. Der Alkohol feuert die Gespräche zwischen den Männern an: über Politik, den Wahlkampf und seine Kandidaten, sowie die Ideale Irlands. Es entspinnt sich eine Diskussion über König Edward VII. sowie Charles Stewart Parnell, einen der prägenden Anführer der sogenannten Home-Rule-Bewegung, mit dem Ziel einer autonomen irischen Selbstverwaltung innerhalb des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Irland. Wirkt die Auseinandersetzung mit einstigen politischen Visionen für Irland zunächst nur als Pflichtübung der Männer, deren äußeres Zeichen die Efeublätter an ihren Revers zum Gedenken an den Todestag des Nationalhelden sind, so scheint im Laufe ihrer Gespräch doch auch die Ahnung von politischen Wirkungsmöglichkeiten auf.
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[Audio]-Infos Datum: 01.01.2014
Länge: 00:38:16
Größe: 35.04 MB
Klaus Reichert: Ein Ergänzungsparallelogramm, das nicht fortgeführt wird - 31.12.2013
Klaus Reichert (Joyce-Herausgeber) im Gespräch mit Katarina Agathos
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[Audio]-Infos Datum: 31.12.2013
Länge: 00:47:00
Größe: 43.03 MB
James Joyce: Dubliner (6/12): Ein betrüblicher Fall - 31.12.2013
Mit Sylvester Groth, Brigitte Hobmeier, Thomas Thieme / Übersetzung aus dem Englischen: Dieter E. Zimmer / Bearbeitung und Regie: Ulrich Lampen / BR 2012 / Länge: 28'38 // Der allein lebende Bankangestellte Mr. Duffy lernt die in ihrer Ehe vereinsamende Kapitänsgattin Mrs. Sinico und deren Tochter bei einem Besuch in der Oper kennen. Nach einer weiteren zufälligen Begegnung in einem Konzert beginnen die beiden, sich nur zu zweit zu treffen. Mr. Duffy, der sonst keine Freunde hat und ein geregeltes, eintöniges Leben führt, besteht darauf, dass Mrs. Sinico ihn zu sich nach Hause einlädt – er hasst Heimlichtuerei. Mrs. Sinicos Ehemann, Kapitän auf einem Frachter von Holland nach Irland, begrüßt Mr. Duffys Besuche. Er denkt, der Herr könnte der zukünftige Schwiegersohn werden. Die platonische Beziehung zwischen Mr. Duffy und Mrs. Sinico wird immer enger, doch als sie einmal seine Hand zärtlich ergreift, zieht sich Mr. Duffy zurück und beendet den Kontakt. Vier Jahre später liest er von ihrem Tod in der Zeitung. In die Erstarrung des geregelten Alltags brechen lang zurück gedrängte Gefühle ein, Mr. Duffy wird sich ihrer und seiner Einsamkeit bewusst und denkt über seinen Kontaktabbruch nach.
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[Audio]-Infos Datum: 31.12.2013
Länge: 00:28:44
Größe: 26.32 MB
James Joyce: Dubliner (5/12): Entsprechungen/Erde - 30.12.2013
Mit Christian Friedel, Sylvester Groth, Paul Herwig, Nico Holonics,Thomas Thieme, Bibiana Beglau / Übersetzung aus dem Englischen: Dieter E. Zimmer / Bearbeitung und Regie: Ulrich Lampen / BR 2012 / Länge: 49'21 // Selbstmitleid, Alkoholsucht, Ausweglosigkeit. Das Leben des Protagonisten Farrington in der Erzählung Entsprechungen ist ein Scheitern auf ganzer Linie. Seine Arbeit in einem Büro erledigt er unkonzentriert, er wird vom Chef gerügt, reagiert unverschämt und muss sich öffentlich entschuldigen. Gedemütigt versteigert er seine Uhr im Pfandhaus, um für ein nächtliches Gelage Geld zu bekommen. Im feucht-fröhlichen Kreise seiner Freunde eskaliert die Situation. Als Farrington nachts nach Hause kommt, reagiert er seine Frustration damit ab, seinen Sohn brutal zu verprügeln. Die Geschichte Erde spielt an Allerheiligen. Maria, die in einer Waschanstalt arbeitet, besucht ihren Ziehsohn Joe und seine Familie. Voller Vorfreude kauft sie Kuchen und hofft auf ein nettes Zusammensein. Dass sie einen Teil der Mitbringsel in der Trambahn liegen lässt, wirft einen Schatten auf den Abend. Doch Joe und seine Frau haben gute Laune, die Kinder sind fröhlich, es wird viel über vergangene Zeiten geredet. Unterschwellig ist jedoch eine Atmosphäre der Sprachlosigkeit und der alles beherrschenden Konvention spürbar. Als die Kinder Maria einen Streich spielen und sie mit verbundenen Augen in feuchte Erde aus dem Garten fassen lassen, herrscht „einige Sekunden lang Schweigen … dann gab es viel Hin und Her und Geflüster“.
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[Audio]-Infos Datum: 30.12.2013
Länge: 00:49:27
Größe: 45.27 MB
James Joyce: Dubliner (4/12): Eine kleine Wolke - 29.12.2013
Mit Sylvester Groth, Brigitte Hobmeier, Thomas Thieme / Übersetzung aus dem Englischen: Dieter E. Zimmer / Bearbeitung und Regie: Ulrich Lampen / BR 2012 / Länge: 37'18 // Die Begegnung mit einem alten Schulfreund in einem teuren Lokal, das er normalerweise nicht besuchen würde, bringt Little Chandler, einen Büroangestellten dazu, sein Leben zu überdenken. Ignatius Gallaher, der früher immer in Geldschwierigkeiten gesteckt, zu viel und zu oft getrunken und liederlichen Umgang gepflegt hat, besucht seine Heimatstadt Dublin nach acht Jahren wieder als erfolgreicher Journalist bei der Londoner Presse. Little Chandler hingegen ist in Dublin geblieben, verheiratet, hat einen Sohn und arbeitet in einem Büro. Er liebt Gedichte und würde auch gerne selbst welche schreiben, aber zu mehr als dem Wunsch und einigen Überlegungen hat er es bisher noch nicht gebracht. Das Gespräch mit seinem alten Freund erweckt Neid auf dessen Karriere, zeigt aber auch die Möglichkeiten eines anderen Lebens auf. Je länger Little Chandler den Geschichten von der weiten Welt und dem Leben in Paris und London lauscht, desto mehr fühlt er sich in seinem „eigenen nüchternen unkünstlerischen Leben“ gefangen und verspürt den Drang, dagegen aufzubegehren.
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[Audio]-Infos Datum: 29.12.2013
Länge: 00:37:24
Größe: 34.25 MB
Ulrich Lampen: Inszenierung als Spiel mit Strukturen, nicht mit Charakteren - 29.12.2013
Ulrich Lampen (Dubliner-Regisseur) im Gespräch mit Annegret Arnold
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[Audio]-Infos Datum: 29.12.2013
Länge: 00:13:56
Größe: 12.77 MB
James Joyce: Dubliner (3/12): Zwei Kavaliere/Die Pension - 28.12.2013
Mit Paul Herwig, Sylvester Groth, Karin Anselm, Florian Fischer, Brigitte Hobmeier / / Übersetzung aus dem Englischen: Dieter E. Zimmer / Bearbeitung und Regie: Ulrich Lampen / BR 2012 / Länge: 49'15 // In Zwei Kavaliere sind es zwei junge Männer, die die Lähmung der Stadt Dublin personifizieren. Der intelligente und redegewandte Lenehan ist mittel- und arbeitslos, der langsam denkende Corley ist selbstzufrieden und prahlt damit, dass er seine Geliebte – ein Dienstmädchen, das ihn mit Zigaretten versorgt und seine Trambahnfahrten bezahlt – zu überreden imstande sei, für ihn ihre Herrschaft zu bestehlen. Lenehan ist skeptisch, doch am Ende des Tages steht Corley als Sieger da. Obwohl schon über die Affäre zwischen einem jungen Gast und Polly, der Tochter des Hauses geredet wird, wartet Mrs. Mooney in der Erzählung Die Pension genau so lange, bis die Zeichen daraufhin deuten, dass es zwischen den beiden Verliebten körperliche Annäherungen gegeben hat. Dann bestellt sie den Herrn zu sich, um ihm die Zusage zur Hochzeit mit ihrer Tochter abzuringen. Die erzählte Zeit sind etwa 20 Minuten, Joyce erzählt in ihnen aber eine ganze Sitten- und Kulturgeschichte.
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[Audio]-Infos Datum: 28.12.2013
Länge: 00:49:20
Größe: 45.18 MB
James Joyce: Dubliner (2/12): Arabia/Eveline/Nach dem Rennen - 27.12.2013
Mit Karin Anselm, Peter Fricke, Nico Holonics, Brigitte Hobmeier, Thomas Thieme, Florian Fischer, Christian Friedel, Paul Herwig, Nico Holonics / Übersetzung aus dem Englischen: Dieter E. Zimmer / Bearbeitung und Regie: Ulrich Lampen / BR 2012 / Länge: 47'44 // In der Erzählung Arabia steht der titelgebende orientalische Basar Araby für alles Ferne, Unbekannte, vor allem für den Ich-Erzähler, der sich an der Schwelle zum Erwachsenwerden befindet. An diesem geheimnisvoll klingenden Ort erhofft er den Schlüssel zum Herzen seiner Auserwählten zu finden. Lange schon ist er heimlich verliebt in die Schwester seines Freundes. Schließlich ist sie es, die ihn anspricht. Sie liebe den Basar, sei aber selbst diese Woche verhindert. Er verspricht für sie dort hinzugehen und ihr etwas mitzubringen. Doch als er endlich auf dem Markt angekommen ist, packen die Verkäufer gerade ihre Stände zusammen. Auch in der Erzählung Eveline geht es um den Abbruch eines Aufbruchs. Eveline will zusammen mit ihrem Geliebten Frank ein neues Leben in Buenos Aires beginnen. Doch als sie in Dublin am Quay steht, ist sie hin- und hergerissen zwischen dem Abenteuer der Selbstbestimmung und ihrem gewohnten Leben mit einem gewalttätigen Vater und dem Alltag als Verkäuferin. Im letzten Moment fehlt es ihr an Mut, sich von ihrem Elternhaus zu lösen: statt mit auf das Schiff zu gehen, klammert sie sich am Eisengitter auf den Landungsbrücken fest. Die Erzählung Nach dem Rennen beginnt mit einem Wagenrennen und endet in der geschlossenen Kajüte des Segelbootes, in welcher der naive Jimmy, der sich mit geschäftstüchtigen kontinentalen Europäern eingelassen hat, sein Geld verliert. Joyce spielt hier virtuos mit der Dynamik seines Textes, mit Be- und Entschleunigung der Erzählung.
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[Audio]-Infos Datum: 27.12.2013
Länge: 00:47:50
Größe: 43.80 MB
James Joyce: Dubliner (1/12): Die Schwestern/Eine Begegnung - 26.12.2013
Mit Karin Anselm, Peter Fricke, Christian Friedel, Paul Herwig / Übersetzung aus dem Englischen: Dieter E. Zimmer / Bearbeitung und Regie: Ulrich Lampen / BR 2012 / Länge: 46'46 // In der ersten Kurzgeschichte mit dem Titel Die Schwestern stirbt der Pater James Flynn infolge des dritten Schlaganfalls. „Jeden Abend, wenn ich zu dem Fenster hinaufsah, sagte ich leise das Wort Paralyse vor mich hin“, schreibt der Ich-Erzähler, ein junger Freund des Paters. Der Pater stirbt geistig verwirrt, was eine Folge der Schlaganfälle sein kann, es wird jedoch auch angedeutet, dass er psychisch krank war. Im Mittelpunkt der zweiten Kurzgeschichte Eine Begegnung stehen die ambivalenten Gefühle eines Jungen, der sich voller Faszination und Abscheu zugleich von den Ansichten und der Stimme eines vermutlich pädophilen Mannes fesseln lässt. Zwei Schulkameraden schwänzen gemeinsam den Unterricht, um einen Ausflug zu machen. Sie treffen auf einen Mann, der die beiden in ein Gespräch verwickelt, das die Themen Sexualität und Gewalt umkreist. Die Jungen reagieren auf unterschiedliche Weise: während der eine Desinteresse zeigt und mit dem Vorwand, eine Katze zu jagen, leicht der Situation entkommt, kann sich der andere nur schwer losreißen, obwohl der Kern des Gesprächs für ihn unverständlich bleibt.
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[Audio]-Infos Datum: 26.12.2013
Länge: 00:46:52
Größe: 42.92 MB
Hartmut Geerken: hexenring - 20.12.2013
Mit Hartmut Geerken, Famoudou Don Moye / Realisation: Hartmut Geerken / BR 1994 / Länge 70'15 // technik isoliert das gesellige wesen mensch, obwohl sie kommunikation verspricht, sogar globale. zum beispiel so: einer sitzt in seinem zimmer & schaltet das radio an. er hört eine stimme. er kann einen dialog versuchen, aber die stimme aus dem lautsprecher kümmert das nicht. er kann gegen das radio anschreien, aber die stimme aus dem lautsprecher bleibt sachlich oder freundlich oder leise oder unverbindlich oder angenehm. oder: einer in seiner stube nimmt den telefonhörer ab & wählt eine nummer, auf der anderen seite des planeten meldet sich eine stimme. ein dialog entsteht. die beiden kommunikationsmedien radio & telefon werden in ‚hexenring‘ vernetzt. das radio steht mit bestimmten hörern (autoren, musiker, künstler, freunde) per telefon in kontakt, d.h. hörer können in das geschehen dieses hörspiels eingreifen, hörer im sendebereich können sogar auf das gehörte reagieren. bestimmte hörer haben demokratischen anteil daran, was überhaupt während der sendezeit dieses hörspiels gehört & gespielt wird. die kommunikation über die hilfsmittel radio & telefon wird nicht leicht & ungebunden sein wie etwa mit einem leiblichen partner, sondern eher roboterartig, aus der vereinzelung heraus. während der gesamten dauer des hörspiels spielen/sprechen famadou don moye (art ensemble of chicago) & hartmut geerken unabhängig von den telefonanrufen im hörspielstudio. moye & geerken haben die möglichkeit, auf die ankommenden telefonanrufe zu reagieren. eine regiemäßige ordnung der hörerbeiträge ist nicht beabsichtigt. die hörerbeiträge organisieren sich selbst in dissipativen strukturen. ein offenes ungleichgewichtiges system drängt vorwärts. “ein hexenring ist in der mykologie die kreisförmige anordnung höherer pilze. treten keine hindernisse auf, wachsen die fruchtkörper in kreisen, die inneren teile des systems sterben ab, die äußeren wachsen kreisförmig weiter.” "hexenring" wurde 1994 mit dem Karl-Sczuka-Preis für Hörspiel als Radiokunst ausgezeichnet.
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[Audio]-Infos Datum: 20.12.2013
Länge: 01:10:10
Größe: 64.24 MB
Dietmar Dath/Mareike Maage: Antilopenverlobung - 13.12.2013
Mit Cathleen Gawlich, Eva Verena Müller, Marc Hosemann, Andreas Grothgar, Frank Genser, Edda Fischer, Sigrid Burkholder, Jörg Hartmann und Stephanie Eidt / Realisation: Leonhard Koppelmann / BR 2013 / Länge: 65'06 // "Das Tier schaut uns an und wir stehen nackt vor ihm. Und vielleicht fängt das Denken an genau dieser Stelle an" konstatierte Jacques Derrida nicht nur für das Verhältnis zu seiner Katze, sondern für eine mögliche Beziehung zwischen Tier und Mensch, bei der der Blick des Tieres zum produktiven Spiegel für menschliche Selbsterkenntnis wird. Ein Vorgang, der Mut und Fähigkeit zum erwidernden Blick voraussetzt, aber nicht selbstverständlich ist, könnte der Mensch ja vor dem zurückschrecken, was er da im Spiegel erblickt. Jedenfalls kommen die beiden lesbischen Antilopen Mava und Nora zu diesem Schluss, als sie Torben Pfeiffer einen Abschiedsgruß mit nach Hause geben. Er ist zusammen mit seiner Kollegin Andrea Sturm von einer Stiftung beauftragt worden, das Forschungsprojekt der Panlinguistin Jutta Villinger zu begutachten, das darin besteht, die menschliche Sprache zur Grundlage der tierischen Kommunikation zu machen. Mit Hilfe eines neu entwickelten Computerprogramms haben die Tiere im von Jutta Villinger betreuten und von der Stiftung subventionierten Forschungspark zwar Worte gelernt, sie sprechen aber doch ihre jeweils eigene Sprache. Missverständnisse sind also unvermeidlich, vor allem die zwischen Mensch und Tier, weil es eben nicht reicht, dieselbe Sprache zu sprechen. Entgegen der Meinung von Jutta Villinger „alles lebt ein bisschen, und alles spricht ein bisschen, der Rest ist nur eine Frage der angemessenen Verstärker“, scheint Torben Pfeiffer, ein Kritiker des Projektes, längst zu wissen, dass man ohnehin nicht versteht, was man sich gegenseitig sagt, und dass erst einmal das Zuhören Forschungsaufgabe genug wäre. So hat sich auch die langjährige Mitarbeiterin Silke aus dem Projekt verabschiedet, weil sie es verurteilt, die Sprache als Machtinstrument und Mittel der Gefangennahme der Tiere zu gebrauchen. Die Antilopenverlobung zeigt auf sprachspielerische, unterhaltsame und politische Art ein Szenario, in dem das tierische Miteinander dem menschlichen ein Stück weit voraus ist. Am Ende, so scheint es, haben nämlich die beiden Antilopen Mava und Nora im liebenden Blick auf den Anderen und ganz unabhängig von irgendeinem sprachgestützten Ritus ihre Verlobung längst vollzogen.
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[Audio]-Infos Datum: 13.12.2013
Länge: 01:05:12
Größe: 59.70 MB
Bruno Latour: Kosmokoloss - 06.12.2013
Mit Wolfgang Pregler, Gabriel Raab, Marie Seiser, Kathrin von Steinburg, Steven Scharf, Helmut Stange, Hans Kremer, Wolfgang Hinze, Stefan Hunstein und Sylvana Krappatsch / / Aus dem Französischen von Margit Rosen / Bearbeitung: Margit Rosen / Regie: Ulrich Lampen / BR/ZKM 2013 / Länge: 64'03 // Die Bewohner der Erde schlafen ruhig, denn sie haben nicht die geringste Vorstellung von dem Planeten, auf dem sie sich befinden. Sie begreifen nicht, wie sehr das, was sie für den festen Rahmen ihrer Existenz halten, ins Taumeln geraten ist. Sie weigern sich, in Erwägung zu ziehen, dass ihre Art, die Erde zu bewohnen zu einer ökologischen Krise geführt hat, die vielleicht nur ein kleiner Teil der Menschheit überleben wird. Kosmokoloss. Eine Tragikomödie über das Klima und den Erdball zielt auf diese Kluft zwischen der Größe dieser Krise und der Fähigkeit der Menschen, sie wahrzunehmen, zu fühlen und zu verstehen. Es ist dieser historische Moment der Unsicherheit, in dem sich in einem imaginären Theaterzelt Personen und Ideen aus der politischen Gegenwart und Geschichte sowie Figuren aus der griechischen Mythologie, der heiligen Schrift und der romantischen Literatur versammeln. Die Kontroverse entfaltet sich, als die Erdbewohner aus ihren Träumen erwachen und sich schwerfällig auf den Weg zu einer Baustelle machen, wo sich der Umriss einer riesigen Arche gegen den Himmel abzeichnet: Gab es nicht immer feuchte Sommer und milde Winter? Oder haben wir die Rückkopplungsmechanismen der Erdoberfläche unwiderruflich destabilisiert und Gaia wird uns ertränken wie die Kätzchen? Wie sollen wir mit den Monstern umgehen, die wir erschaffen haben? Was ist das Maß aller Dinge, wenn wir es nicht mehr sind? Wie können wir abgesicherte wissenschaftliche Fakten produzieren? Warum schließt sich die wissenschaftliche Debatte nicht? Sollen wir auch ohne absolute Gewissheit handeln? Rasch entsteht auf der Bühne des Theaters die Welt des „Anthropozän“, einer Welt, die von einer Spezies beschädigt wurde, deren profanes Ende durch bunte PowerPoint-Präsentationen verkündet wird. Kosmokoloss ist das erste Theaterstück des französischen Philosophen und Anthropologen Bruno Latour, der sich seit vielen Jahren der Problematik der politischen Ökologie widmet. Auf der Suche nach einer neuen Eloquenz des Politischen ist das Theater eine mögliche Form, die dem Missverhältnis zwischen der Bedeutung der aktuellen Ereignisse und dem engen Repertoire der Empfindungen und Gefühle, mit denen wir auf sie reagieren, begegnet. Die französische Originalversion entstand 2011 in Zusammenarbeit mit Frédérique Ait-Touati und Chloé Latour im Rahmen des Forschungsprojektes Gaia Global Circus.
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[Audio]-Infos Datum: 06.12.2013
Länge: 01:05:42
Größe: 60.16 MB
Michael Lentz: Hiddensea - 22.11.2013
Mit Michael Lentz, Sophia Siebert, Valeri Scherstjanoi / Komposition: Gunnar Geisse / Realisation: Michael Lentz / BR 2013 / Länge: 72'37 // Eine Hymne auf/an Hiddensee. Eine Wanderung durch und mit Stimmen. Eine Neuerfindung bis zur Wiedererkennbarkeit. Eine erfundene Dokumentation. Eine Sozialstudie. Ein akustisches Märchen. Ein Gesang auf die Schönheit. Merkwürdige Fische wollen nicht verzehrt werden. Bäume stehen hier anders. Das Meer. Hier ist es. Der weltberühmte Hiddenseer Hase („Hahase“) gibt die Haken/Sprünge vor. Hiddensea ist der unwiderrufliche Beweis, dass Ahlbeck nicht auf Hiddensee liegt. Ahlbeck kommt trotzdem vor in diesem Hörspiel. Als Deutschland. Used Om. In Ahlbeck gibt es Sonnenbrillen mit sehr dunklen Gläsern. Der sehr vielen leibigen Leute wegen, die sich am Strand robben und keinen Fuß ins Wasser setzen und einfach immer weiter essen. In Ahlbeck hören die Leute nicht mehr auf zu reden. Hiddensea trägt der Rede Rechnung. Auf Hiddensee redet kein Mensch. Hiddensee hat kein Peenemünde. Hiddensee ist die Zukunft. Der frische Wind und einige Gespräche wurden auf Hiddensee aufgenommen. Siebert weiß da bestens Bescheid. Peenemünde spricht Peenemünde. Lenz war in Ahlbeck. Lentz und Scherstjanoi können viele lautpoetische Lieder davon singen, Hiddenseer Luftoden. Geisse spürt den Fischen, den Stimmen und der Hiddenseer Atmosphäre nach. Zuhause, im Studio von Lentz, wird sich dann erinnert.
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[Audio]-Infos Datum: 22.11.2013
Länge: 01:12:43
Größe: 66.59 MB
ARD Radio Tatort: Robert Hültner: Wasser bis zum Hals - 13.11.2013
Mit Florian Karlheim, Brigitte Hobmeier, Michael A. Grimm, Robert Giggenbach, Richard Oehmann, Jügen Tonkel, Alexander Duda, Winfried Frey, Wowo Habdank, Susanne Schroeder, Gisela Schneeberger, Stephan Zinner, Gabriel Ascanio-Hecker, Sigi Zimmerschied, Martin Feifel, Christian Buse, Wolfram Kunkel, Rainer Haustein, Friedrich Schloffer, Heinz Peter, Matthias Ransberg, Mira Dietl / Komposition: zeitblom / Regie: Ulrich Lampen / BR 2013 / Länge: 53'59 // Ausnahmezustand in Bruck am Inn: Wie in jedem Frühjahr schwillt der Fluss an, droht die Stadt zu überfluten. Verstimmung und Ratlosigkeit herrschen auch in der örtlichen Polizeiinspektion. Denn es bahnt sich Ärger an, da Kollege Richard Veitl vor einigen Tagen bei einer harmlosen Verkehrskontrolle urplötzlich ausrastete und vom Opfer deshalb angezeigt wurde. Auch an Nannis Kiosk brodelt die Gerüchteküche. Doch mehr noch als die Spekulation um Richards Probleme beschäftigt die Brucker die Frage, ob der Inn-Damm dem vorausgesagten Hochwasser standhält. Gemeindearbeiter Harti wehrt zwar vehement alle Befürchtungen ab, doch dann zucken Blitze vom Himmel, ohrenbetäubendes Donnergrollen folgt. Eine Flutwelle ungeahnten Ausmaßes bahnt sich ihren Weg durch die idyllische Kleinstadt. Die Wassermassen hinterlassen nicht nur erhebliche Schäden, überschwemmte Keller, Schlamm und Geröll, sie spülen auch entsetzliche Überraschungen ans Tageslicht. Neben Nazirelikten, wie Mutterkreuzen, Stahlhelmen und Uniformresten: eine Leiche. Die herbeigerufene Kripo gibt sich zu deren Identität zunächst auffallend bedeckt. Dann aber lässt es sich nicht mehr verheimlichen: Das Opfer war ein V-Mann, der in Sachen Drogenhandel und Geldwäsche in der „Fischermühle“, einer zwielichtigen Spelunke vor den Toren der Stadt, ermittelte. Obwohl Senta und Rudi Hinweise finden, dass der Mord in direkter Umgebung der Kneipe geschehen sein muss, lässt sich dem Besitzer der Spelunke nichts nachweisen. Nur Richard scheint mehr zu wissen. Und hat Rudi nicht bemerkt, wie in sich gekehrt Senta in letzter Zeit wirkt? Wie steht sie eigentlich mittlerweile zu Richard?
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[Audio]-Infos Datum: 13.11.2013
Länge: 00:54:05
Größe: 49.53 MB
Arno Böhler, Norbert Lang, l'ocelle mare: Das Timbre des Denkens - 18.10.2013
Live-Studioperformance vom 18.10.2013 mit dem Philosophen Arno Böhler, dem Musiker l'ocelle mare und Norbert Lang. Konzeption: Norbert Lang. Produktion BR Hörspiel und Medienkunst 2013.
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[Audio]-Infos Datum: 18.10.2013
Länge: 00:48:26
Größe: 44.36 MB
Rainald Goetz: Johann Holtrop - 12.10.2013
Mit Rainald Goetz / Realistion: Leonhard Koppelmann / BR 2013 / Länge: 78'46 // Ein Chef stürzt ab. "Johann Hotrop" erzählt die Geschichte eines Chefs aus Deutschland in den Nullerjahren. Der charismatische, schnelle, erfolgreiche Vorstandsvorsitzende Dr. Johann Holtrop, 48, seit drei Jahren Herr über 80.000 Mitarbeiter und einen Jahresumsatz von fast 20 Milliarden weltweit, ist aus der Boomzeit der späten 90er Jahre noch ganz gut in die neuen, turbulenten, wirtschaftlich schwierigeren Zeiten gekommen. Die Handlung setzt ein im November 2001 und erzählt in drei Teilen, wie im Laufe der Nullerjahre aus Egomanie und mit den Widerständen wachsender Weltmissachtung, der Verachtung der Arbeit, der Menschen, der Gegenwart und des Rechts, ganz langsam und für Holtrop selber nie richtig klar erkennbar, ein totaler Absturz ins wirtschaftliche Aus, das persönliche Desaster und das gesellschaftliche Nichts wird, so abgrundtief und endgültig, wie sein früherer Aufstieg unwiderstehlich, glorios und plötzlich gewesen war. Das war Ihr Leben, Johann Holtrop! Was sagen Sie dazu?
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[Audio]-Infos Datum: 12.10.2013
Länge: 01:50:09
Größe: 100.85 MB
Inga Helfrich: Ich Wir Ihr Sie - 15.09.2013
Mit Laura Maire, Ulla Geiger, Bibiana Beglau, Stefan Merki, Benedict Lückenhaus, Florian Decker / Realisation: Inga Helfrich / BR 2013 / Länge: 51'36 // Jeder hatte mal einen, jeder kann (schlecht) über sie mitreden, keine Berufsgruppe scheint besser be- und verkannt: Lehrer stehen von vornherein unter Generalverdacht. Als Beamtenstatusnutznießer mit zu viel Ferienzeit und Sicherheit. Als fantasielose Lehrplandurchpeitscher. Als staatlich genormte Routinemenschen. Dabei kann ihre Bedeutung für unsere Gesellschaft gar nicht hoch genug eingeschätzt werden: Lehrer sind buchstäblich Grundausbilder, Trainer im Basiscamp für die Zukunft, sie liefern unseren Kindern das Rüstzeug fürs Leben. „Das oberste Bildungsziel ist der mündige Mensch“, so steht es in den Schulordnungen. Das große Ideal: Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir … Die Realität sieht leider anders aus. Nicht etwa, weil die Lehrer alle so katastrophal wären, sondern weil der „Apparat Schule“ so viel Angst, Konkurrenz und Druck erzeugt. Ausgerechnet der Ort, an dem die Generation Zukunft das Denken lernen soll, erscheint in seinen Strukturen bürokratischer und rückständiger als jeder andere Betrieb. Die vier Lehrer, die in Ich Wir Ihr Sie zu Wort kommen, geben Einblick nicht nur in das Schulsystem, sondern auch in ihr Seelenleben: Was Schule mit einem macht. Welche Ängste und Reflexe sie erzeugt. Aus Interviews mit gut einem Dutzend Lehrern und Lehrerinnen hat Inga Helfrich vier Prototypen herausgeschält. Da ist die Junge, der es wichtig ist, von den Schülern gemocht zu werden. Dann die Mittvierzigerin, die sich als „Alleinunternehmerin“ fühlt und manchmal schier verzweifelt an der Kluft zwischen Anspruch und Pflicht-Wirklichkeit. Die 62-Jährige wiederum, die schon immer „was mit Kindern machen“ wollte, zieht den Job jetzt „professionell“ durch bis zur Rente. Und der Alt-68er, dem das Ideal vom „pädagogischen Eros“ noch nicht abhandengekommen ist, hat nach all den Jahren im Beruf noch immer ein „mulmiges Gefühl“, wenn er morgens in die Schule radelt. Sie alle erzählen von Selbstzweifeln, Deformationen, Ticks. Von Träumen – sofern sie noch welche haben – und den Zumutungen des Systems. Von der Herausforderung, Lehrer zu sein. Vom oft betriebsblinden Dahinstrampeln. Von dem Dreieck, das Lehrer, Schüler und Eltern bilden. Ein Dreieck, das im besseren Fall eine Zweckgemeinschaft, im schlimmeren Fall eine Zwangsgemeinschaft sein kann, in der immer die anderen Schuld an den Missständen haben. Und doch blitzt in den Aussagen der Lehrer immer wieder Hoffnung auf: in der Reflektion der eigenen Rolle, im Annehmen von Verantwortung, in der Suche nach Solidarität.
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[Audio]-Infos Datum: 15.09.2013
Länge: 00:51:39
Größe: 47.30 MB
Eran Schaerf: FM-Scenario - Vielleicht-Identität - Darstellerlose Aufführung - 13.09.2013
Eine Kooperation von: BR Hörspiel und Medienkunst; A Production e. V., Berlin; Hartware MedienKunstVerein, Dortmund; Haus der Kulturen der Welt, Berlin; Les Complices, Zürich; Museum für Konkrete Kunst, Ingolstadt; ZKM, Karlsruhe; Kulturstiftung des Bundes / Realisation: Eran Schaerf / Montage: Peter Steckroth / BR 2013 / Länge: 58'09 // FM-Scenario - Die Stimme des Hörers ist ein intermediales Projekt, das sich über die Website, Sendungen, Ausstellungen und Publikationen realisiert. Im Englischen wird die Bühne im Theater gewöhnlich vom Standpunkt des Zuschauers beschrieben, im Französischen vom Standpunkt des Schauspielers. Wenn beide Beschreibungskonventionen im Spiel sind, wie im fm-scenario, entsteht ein Konflikt: „Der Bühnenraum kann nicht dargestellt werden – er entsteht“, sagt Peter Steckroth am Ende eines Interviews mit Eran Schaerf, das so begann: Auf der Website fm-scenario.net bist du mit über 200 Audiofragmenten konfrontiert. Daraus hast du 27 gewählt und dieses Hörspiel zusammengestellt. Wie bist du bei der Auswahl vorgegangen? - Zuerst einmal chaotisch. Ich ließ mich treiben und verbrachte Stunden beim Hören. Dann ergab sich der Zufall, dass ich auf Module stieß, die ich bereits gehört hatte. So begann ich mich mit dem einen oder anderen Modul anzufreunden. Mich trieb der Gedanke an, dass die Kombination von Modulen nicht nur den Charakter einer möglichen Narration versprach, sondern ich mich plötzlich selbst in der unvorhersehbaren aktiven Rolle wiederfand, als Hörer und Sprecher zugleich. - Hatte diese Hörer-Sprecher-Rolle Einfluss darauf, wie du dir ein Thema vorgenommen hast? - Ein Thema wäre eine Sackgasse. Die Sprache der fm-scenario-Module funktioniert eher über Verweise, wie die Orientierung in einer Stadt über Merkmale. Du wirst nach deiner Identität gefragt, deinem Aufenthaltsort oder ob du „in der Sendung wohnen“ möchtest. - Stadt, Bühne, Sendung ... Beim Zuhören wandert man in deiner Montage durch Räume und Standpunkte. Kann man von einem Ort des Geschehens sprechen? - Ich denke da an die Bühne im Französischen und Englischen und höre die Module aus zwei unterschiedlichen Perspektiven. Das lässt den Wechsel von Kartografie über Verortung zu Identitätsfragen zu. Der Raumwechsel ist das Geschehen. Wenn auf die Ullsteinhaus-Reportage Larissa Reissners, die die Mechanismen der Illustrierten offenlegt, ein nicht darstellbarer Raum folgt, entsteht ein Verhältnis zwischen der Raumkonstruktion in Illustrierten und dem Raum des Hörers. Ist die Illustrierte die Bühne, oder steht der Hörer ebenfalls darauf?
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[Audio]-Infos Datum: 13.09.2013
Länge: 00:58:13
Größe: 53.30 MB
Andreas Ammer: GOTT - 30.08.2013
Mit Katharina Franck, Andreas Ammer, Carl-Ludwig Reichert / Komposition:Console / NU / Karl Ivar Refseth / Regie: Andreas Ammer / BR 2013 / Länge: 53'57 // Philosophische Forschungen haben Ende des vorvergangenen Jahrhunderts ergeben, dass Gott gestorben sein könnte. Wer aber tot ist und wer ehemals berühmt und mächtig war, dem gebührt als letztes noch ein Eintrag im Lexikon. Und so geschah es zu der Zeit auch mit Gott, dem vormals Allmächtigen. Das mächtigste, das größte jemals erschienene Lexikon des Abendlandes aber ist die Allgemeine Encyclopädie der Wissenschaften und Künste von Johann Samuel Ersch und Johann Gottfried Gruber: ein ‚Riesen- und Ehrenwerk teutscher Gründlichkeit und teutschen Fleißes‘: Ihr Vorsatz war selbst fast göttlichen Ausmaßes: ‚Unsere Enzyklopädie soll alle Fächer des menschlichen Wissens und Könnens vollständig umfassen.‘ Über sieben Jahrzehnte lang schrieben derart über 400 Wissenschaftler an dem ‚Riesen- und Ehrenwerk‘, bevor die Unternehmung 1889 nach 168 Teilbänden mit dem Schlagwort ‚Phyxius‘ endgültig für immer unvollendet eingestellt wurde. (Andreas Ammer) In einer der vielen Bibliotheken, die dieses zumeist staubverfangene Mammutwerk stolz und ungelesen auf vielen sich biegenden Regalbrettern im Lesesaal führen, ist Andreas Ammer Anfang des 21. Jahrhunderts dergestalt „Gott“ in Gestalt des 84-seitigen diesbezüglichen Lexikoneintrages am Ende des 75. Teilbandes der Enzyklopädie („GOSA-GRAAF“) erschienen. Der Text des Lexikoneintrages „Gott“ aus dem Ersch/Gruber bildet die Grundlage für das Hörspiel GOTT, das jenes versunkene Wissen um das verstorbene Wesen in einen unendlichen Trauermarsch formiert, zu dem Console, NU und der Vibraphonist Karl Ivar Refseth die Musik geliefert haben. Oder wie der Autor der Enzyklopädie es unmiss- aber nicht ganz leicht verständlich formuliert: "Gott ist, was er ist, für die allgemeine Menschenvernunft, die in aller Wissenschaft, auch in der theologischen, wenn sie echter Art ist, das Wort führen muß, er ist, sagen wir, das, was er ist, nur dadurch, daß er ..."
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[Audio]-Infos Datum: 30.08.2013
Länge: 00:53:33
Größe: 49.03 MB
Schuldt: Deutschland aufsagen, Deutschland nachsagen - 23.08.2013
Mit Gabor Altorjay, Louis Jean Bouchard, Dorothee Brodowsky, Daniel Brücher, Ernst Brücher, Katharina Brücher, Nikolaus Brücher, Christoph Caskel, Margarita de Delas u.a. / Realisation: Schuldt / Autorenproduktion 1970 // "Deutschland aufsagen, Deutschland nachsagen ist 1970 entstanden. Der Titel ist langatmig aber wahrheitsliebend: kein Wort ist von mir, alles abgeschrieben : Stellenanzeigen, Speisekarte, Schlagertexte, Wetterbericht für Nordseefischer, Preisliste vom Friseur, Ladennamen... Das Hörspiel ist primitiv. So musste es auch sein. Hätte ich nach Schönheit und ästhetischem Rang gestrebt, wäre etwas Anderes daraus geworden: perfekter, voll gedröhnt mit Raffinessen wie Echo Nachhall Mischung Musik. Irreführender Glanz hätte sich über den heiseren Stacheldraht der Stimmen gelegt. Das wollte ich nicht." (Schuldt)
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[Audio]-Infos Datum: 23.08.2013
Länge: 00:37:29
Größe: 34.33 MB
Virginia Woolf: Orlando. Eine Biographie (6/6) - 18.08.2013
Aus dem Englischen von Gaby Hartel / Mit Georgia Stahl, Vera Weisbrod, Wiebke Puls, Paul Herwig, Fabian Gröver, Hans Kremer / Bearbeitung: Gaby Hartel / Komposition: Ulrike Haage / Regie: Katja Langenbach / BR 2013/ Länge: 52'07// "Ich will die Biographie über Nacht revolutionieren!" notierte sich Virginia Woolf spät im Jahr 1927 euphorisch ins Tagebuch und der Funke war gezündet. Begeistert stürzte sie sich in das "Projekt Orlando", das zum "Rückgrat ihres Herbstes" wurde, ein Buch, das sie leichthändig "vor dem Abendessen schreiben" konnte. Es machte ihr unendlich viel Spaß! Den Lesern übrigens auch, wie die Verkaufszahlen der ersten drei Wochen zeigten, die selbst die kühnsten Erwartungen übertrafen. Orlando war von Anfang an Legende. Was die energetische Dynamik anging, war dieses Buch ein Glücksfall für Woolf. Zwar floss bei dieser Autorin immer Privates mit Beruflichem zusammen, doch jetzt war sie angefeuert von der engen Beziehung, Begeisterung und Liebe zu einer schillernden Abenteurerin, der adeligen Vita Sackville-West. Als schönsten Liebesbrief der Literaturgeschichte hat man Orlando bezeichnet. Und sicher: Sackville-West stand ihrer Freundin in vielem Modell für diese Fantasie. Fakten wurden mit Fiktivem vermischt, zu symbolischen Szenen verdichtet, mit Goldstaub überzogen. Trotzdem greift die Beschreibung vom Liebesbrief zu kurz. Denn vor allem gelang es Woolf hier unaufgeregt und verspielt, gesellschaftspolitisch und kulturhistorisch relevante Themen aufzugreifen. Die Stellung der Frau, die Aggression des Empire, die rückwirkende Deutung von Geschichte aus machtpolitischen Gründen. Alles, was Virginia Woolf als Denkerin ausmacht, finden wir hier. Scheinbar Unverrückbares wird funkelnd und satirisch zugleich demontiert: Stand, Status, Geschlecht und Geschichtsschreibung, Macht, Posen und Konventionen. Besonders viel Sorgfalt verwendet Woolf auf die Darstellung der Relativität von Zeit und Begebenheit. Neben ihrer Begeisterung für Sackville-Wests Person, behandelt Orlando eine weitere Leidenschaft Woolfs: ihre Liebe zur Biographie als Genre. Als Leserin verschlang sie diese Bücher und reflektierte in ihren Notizen über die Form. Woher kam der oft anmaßende, allwissende Ton der Autoren? Woher der Glaube, die Figur so gut fassen zu können? Wieso erfahren wir oft mehr über Zeit und Moral des Biographen, als über die Person, die zur Debatte steht? Wieso erstickte oft eine buchhalterische Sprache jedes Gefühl für einen Menschen, der vor langer Zeit sehr lebendig war. Und, ganz zentral: wer legt eigentlich fest, dass Phantasie und Dichtung in einer Biographie nichts zu suchen haben. Woolf selbst gibt in Orlando vielen Positionen eine Stimme.
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[Audio]-Infos Datum: 18.08.2013
Länge: 00:52:14
Größe: 47.83 MB
Virginia Woolf: Orlando. Eine Biographie (5/6) - 11.08.2013
Aus dem Englischen von Gaby Hartel / Georgia Stahl, Vera Weisbrod, Wiebke Puls, Paul Herwig, Michaela Steiger, Fabian Gröver / Bearbeitung: Gaby Hartel / Komposition: Ulrike Haage / Regie: Katja Langenbach / BR 2013/ Länge: 47'20 // "Ich will die Biographie über Nacht revolutionieren!" notierte sich Virginia Woolf spät im Jahr 1927 euphorisch ins Tagebuch und der Funke war gezündet. Begeistert stürzte sie sich in das "Projekt Orlando", das zum "Rückgrat ihres Herbstes" wurde, ein Buch, das sie leichthändig "vor dem Abendessen schreiben" konnte. Es machte ihr unendlich viel Spaß! Den Lesern übrigens auch, wie die Verkaufszahlen der ersten drei Wochen zeigten, die selbst die kühnsten Erwartungen übertrafen. Orlando war von Anfang an Legende. Was die energetische Dynamik anging, war dieses Buch ein Glücksfall für Woolf. Zwar floss bei dieser Autorin immer Privates mit Beruflichem zusammen, doch jetzt war sie angefeuert von der engen Beziehung, Begeisterung und Liebe zu einer schillernden Abenteurerin, der adeligen Vita Sackville-West. Als schönsten Liebesbrief der Literaturgeschichte hat man Orlando bezeichnet. Und sicher: Sackville-West stand ihrer Freundin in vielem Modell für diese Fantasie. Fakten wurden mit Fiktivem vermischt, zu symbolischen Szenen verdichtet, mit Goldstaub überzogen. Trotzdem greift die Beschreibung vom Liebesbrief zu kurz. Denn vor allem gelang es Woolf hier unaufgeregt und verspielt, gesellschaftspolitisch und kulturhistorisch relevante Themen aufzugreifen. Die Stellung der Frau, die Aggression des Empire, die rückwirkende Deutung von Geschichte aus machtpolitischen Gründen. Alles, was Virginia Woolf als Denkerin ausmacht, finden wir hier. Scheinbar Unverrückbares wird funkelnd und satirisch zugleich demontiert: Stand, Status, Geschlecht und Geschichtsschreibung, Macht, Posen und Konventionen. Besonders viel Sorgfalt verwendet Woolf auf die Darstellung der Relativität von Zeit und Begebenheit. Neben ihrer Begeisterung für Sackville-Wests Person, behandelt Orlando eine weitere Leidenschaft Woolfs: ihre Liebe zur Biographie als Genre. Als Leserin verschlang sie diese Bücher und reflektierte in ihren Notizen über die Form. Woher kam der oft anmaßende, allwissende Ton der Autoren? Woher der Glaube, die Figur so gut fassen zu können? Wieso erfahren wir oft mehr über Zeit und Moral des Biographen, als über die Person, die zur Debatte steht? Wieso erstickte oft eine buchhalterische Sprache jedes Gefühl für einen Menschen, der vor langer Zeit sehr lebendig war. Und, ganz zentral: wer legt eigentlich fest, dass Phantasie und Dichtung in einer Biographie nichts zu suchen haben. Woolf selbst gibt in Orlando vielen Positionen eine Stimme.
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[Audio]-Infos Datum: 11.08.2013
Länge: 00:47:27
Größe: 43.45 MB
Virginia Woolf: Orlando. Eine Biographie (4/6) - 04.08.2013
Aus dem Englischen von Gaby Hartel / Mit Georgia Stahl, Vera Weisbrod, Wiebke Puls, Paul Herwig, Brigitte Hobmeier, Michaela Steiger, Fabian Gröver, Hans Kremer / Bearbeitung: Gaby Hartel / Komposition: Ulrike Haage / Regie: Katja Langenbach / BR 2013/ Länge: 49'37 // "Ich will die Biographie über Nacht revolutionieren!" notierte sich Virginia Woolf spät im Jahr 1927 euphorisch ins Tagebuch und der Funke war gezündet. Begeistert stürzte sie sich in das "Projekt Orlando", das zum "Rückgrat ihres Herbstes" wurde, ein Buch, das sie leichthändig "vor dem Abendessen schreiben" konnte. Es machte ihr unendlich viel Spaß! Den Lesern übrigens auch, wie die Verkaufszahlen der ersten drei Wochen zeigten, die selbst die kühnsten Erwartungen übertrafen. Orlando war von Anfang an Legende. Was die energetische Dynamik anging, war dieses Buch ein Glücksfall für Woolf. Zwar floss bei dieser Autorin immer Privates mit Beruflichem zusammen, doch jetzt war sie angefeuert von der engen Beziehung, Begeisterung und Liebe zu einer schillernden Abenteurerin, der adeligen Vita Sackville-West. Als schönsten Liebesbrief der Literaturgeschichte hat man Orlando bezeichnet. Und sicher: Sackville-West stand ihrer Freundin in vielem Modell für diese Fantasie. Fakten wurden mit Fiktivem vermischt, zu symbolischen Szenen verdichtet, mit Goldstaub überzogen. Trotzdem greift die Beschreibung vom Liebesbrief zu kurz. Denn vor allem gelang es Woolf hier unaufgeregt und verspielt, gesellschaftspolitisch und kulturhistorisch relevante Themen aufzugreifen. Die Stellung der Frau, die Aggression des Empire, die rückwirkende Deutung von Geschichte aus machtpolitischen Gründen. Alles, was Virginia Woolf als Denkerin ausmacht, finden wir hier. Scheinbar Unverrückbares wird funkelnd und satirisch zugleich demontiert: Stand, Status, Geschlecht und Geschichtsschreibung, Macht, Posen und Konventionen. Besonders viel Sorgfalt verwendet Woolf auf die Darstellung der Relativität von Zeit und Begebenheit. Neben ihrer Begeisterung für Sackville-Wests Person, behandelt Orlando eine weitere Leidenschaft Woolfs: ihre Liebe zur Biographie als Genre. Als Leserin verschlang sie diese Bücher und reflektierte in ihren Notizen über die Form. Woher kam der oft anmaßende, allwissende Ton der Autoren? Woher der Glaube, die Figur so gut fassen zu können? Wieso erfahren wir oft mehr über Zeit und Moral des Biographen, als über die Person, die zur Debatte steht? Wieso erstickte oft eine buchhalterische Sprache jedes Gefühl für einen Menschen, der vor langer Zeit sehr lebendig war. Und, ganz zentral: wer legt eigentlich fest, dass Phantasie und Dichtung in einer Biographie nichts zu suchen haben. Woolf selbst gibt in Orlando vielen Positionen eine Stimme.
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[Audio]-Infos Datum: 04.08.2013
Länge: 00:49:44
Größe: 45.53 MB
Virginia Woolf: Orlando. Eine Biographie (3/6) - 28.07.2013
Aus dem Englischen von Gaby Hartel / Mit Gabriel Raab, Georgia Stahl, Vera Weisbrod, Wiebke Puls, Paul Herwig, Brigitte Hobmeier, Michaela Steiger, Fabian Gröver, Hans Kremer / Bearbeitung: Gaby Hartel / Komposition: Ulrike Haage / Regie: Katja Langenbach / BR 2013/ Länge: 47'28 // "Ich will die Biographie über Nacht revolutionieren!" notierte sich Virginia Woolf spät im Jahr 1927 euphorisch ins Tagebuch und der Funke war gezündet. Begeistert stürzte sie sich in das "Projekt Orlando", das zum "Rückgrat ihres Herbstes" wurde, ein Buch, das sie leichthändig "vor dem Abendessen schreiben" konnte. Es machte ihr unendlich viel Spaß! Den Lesern übrigens auch, wie die Verkaufszahlen der ersten drei Wochen zeigten, die selbst die kühnsten Erwartungen übertrafen. Orlando war von Anfang an Legende. Was die energetische Dynamik anging, war dieses Buch ein Glücksfall für Woolf. Zwar floss bei dieser Autorin immer Privates mit Beruflichem zusammen, doch jetzt war sie angefeuert von der engen Beziehung, Begeisterung und Liebe zu einer schillernden Abenteurerin, der adeligen Vita Sackville-West. Als schönsten Liebesbrief der Literaturgeschichte hat man Orlando bezeichnet. Und sicher: Sackville-West stand ihrer Freundin in vielem Modell für diese Fantasie. Fakten wurden mit Fiktivem vermischt, zu symbolischen Szenen verdichtet, mit Goldstaub überzogen. Trotzdem greift die Beschreibung vom Liebesbrief zu kurz. Denn vor allem gelang es Woolf hier unaufgeregt und verspielt, gesellschaftspolitisch und kulturhistorisch relevante Themen aufzugreifen. Die Stellung der Frau, die Aggression des Empire, die rückwirkende Deutung von Geschichte aus machtpolitischen Gründen. Alles, was Virginia Woolf als Denkerin ausmacht, finden wir hier. Scheinbar Unverrückbares wird funkelnd und satirisch zugleich demontiert: Stand, Status, Geschlecht und Geschichtsschreibung, Macht, Posen und Konventionen. Besonders viel Sorgfalt verwendet Woolf auf die Darstellung der Relativität von Zeit und Begebenheit. Neben ihrer Begeisterung für Sackville-Wests Person, behandelt Orlando eine weitere Leidenschaft Woolfs: ihre Liebe zur Biographie als Genre. Als Leserin verschlang sie diese Bücher und reflektierte in ihren Notizen über die Form. Woher kam der oft anmaßende, allwissende Ton der Autoren? Woher der Glaube, die Figur so gut fassen zu können? Wieso erfahren wir oft mehr über Zeit und Moral des Biographen, als über die Person, die zur Debatte steht? Wieso erstickte oft eine buchhalterische Sprache jedes Gefühl für einen Menschen, der vor langer Zeit sehr lebendig war. Und, ganz zentral: wer legt eigentlich fest, dass Phantasie und Dichtung in einer Biographie nichts zu suchen haben. Woolf selbst gibt in Orlando vielen Positionen eine Stimme.
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[Audio]-Infos Datum: 28.07.2013
Länge: 00:47:33
Größe: 43.55 MB
Virginia Woolf: Orlando. Eine Biographie (2/6) - 21.07.2013
Aus dem Englischen von Gaby Hartel / Mit Gabriel Raab, Vera Weisbrod, Wiebke Puls, Paul Herwig, Brigitte Hobmeier, Michaela Steiger, Fabian Gröver, Hans Kremer / Bearbeitung: Gaby Hartel / Komposition: Ulrike Haage / Regie: Katja Langenbach / BR 2013 / Länge: 48'58 // "Ich will die Biographie über Nacht revolutionieren!" notierte sich Virginia Woolf spät im Jahr 1927 euphorisch ins Tagebuch und der Funke war gezündet. Begeistert stürzte sie sich in das "Projekt Orlando", das zum "Rückgrat ihres Herbstes" wurde, ein Buch, das sie leichthändig "vor dem Abendessen schreiben" konnte. Es machte ihr unendlich viel Spaß! Den Lesern übrigens auch, wie die Verkaufszahlen der ersten drei Wochen zeigten, die selbst die kühnsten Erwartungen übertrafen. Orlando war von Anfang an Legende. Was die energetische Dynamik anging, war dieses Buch ein Glücksfall für Woolf. Zwar floss bei dieser Autorin immer Privates mit Beruflichem zusammen, doch jetzt war sie angefeuert von der engen Beziehung, Begeisterung und Liebe zu einer schillernden Abenteurerin, der adeligen Vita Sackville-West. Als schönsten Liebesbrief der Literaturgeschichte hat man Orlando bezeichnet. Und sicher: Sackville-West stand ihrer Freundin in vielem Modell für diese Fantasie. Fakten wurden mit Fiktivem vermischt, zu symbolischen Szenen verdichtet, mit Goldstaub überzogen. Trotzdem greift die Beschreibung vom Liebesbrief zu kurz. Denn vor allem gelang es Woolf hier unaufgeregt und verspielt, gesellschaftspolitisch und kulturhistorisch relevante Themen aufzugreifen. Die Stellung der Frau, die Aggression des Empire, die rückwirkende Deutung von Geschichte aus machtpolitischen Gründen. Alles, was Virginia Woolf als Denkerin ausmacht, finden wir hier. Scheinbar Unverrückbares wird funkelnd und satirisch zugleich demontiert: Stand, Status, Geschlecht und Geschichtsschreibung, Macht, Posen und Konventionen. Besonders viel Sorgfalt verwendet Woolf auf die Darstellung der Relativität von Zeit und Begebenheit. Neben ihrer Begeisterung für Sackville-Wests Person, behandelt Orlando eine weitere Leidenschaft Woolfs: ihre Liebe zur Biographie als Genre. Als Leserin verschlang sie diese Bücher und reflektierte in ihren Notizen über die Form. Woher kam der oft anmaßende, allwissende Ton der Autoren? Woher der Glaube, die Figur so gut fassen zu können? Wieso erfahren wir oft mehr über Zeit und Moral des Biographen, als über die Person, die zur Debatte steht? Wieso erstickte oft eine buchhalterische Sprache jedes Gefühl für einen Menschen, der vor langer Zeit sehr lebendig war. Und, ganz zentral: wer legt eigentlich fest, dass Phantasie und Dichtung in einer Biographie nichts zu suchen haben. Woolf selbst gibt in Orlando vielen Positionen eine Stimme.
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[Audio]-Infos Datum: 21.07.2013
Länge: 00:49:04
Größe: 44.93 MB
Sung Hwan Kim: Howl bowel owl - 19.07.2013
Mit: Yoonjin Kim, David Michael DiGregorio, Sung Hwan Kim, Kim Geum Hwa / Komposition und Realisation:Sung Hwan Kim/David Michael DiGregorio / BR 2013/ Länge: 33'58 // "Howl bowel owl" ist das zweite Hörspiel, das der koreanische Künstler Sung Hwan Kim zusammen mit dem Musiker David Michael DiGregorio alias dogr für den BR produziert hat. Es handelt von Erinnerungen, Träumen, Mythen und deren Transformation in Sprache und musikalische Formen. // Typisch für die intermedialen Arbeiten Sung Hwan Kims, die oft in Zusammenarbeit mit dem Musiker David Michael DiGregorio alias dogr entstehen, ist es, unterschiedliche Kunstgattungen und Medien – Performance, Video, Zeichnung, Installation und Hörspiel – miteinander zu verbinden, und dabei jeden Schritt der Erstellung eines Werkes selbst zu vollziehen: als Regisseur, Cutter, Darsteller, Komponist, Erzähler und Autor. Am Anfang eines Prozesses, der ein neues Werk entstehen lässt, können ein Wort, eine Geschichte, eine Erfahrung, ein Gedanke stehen. Fast immer gibt es Bezüge zu früheren Arbeiten, z.B. werden Ton- oder Bildaufnahmen zum Ausgangspunkt für neue Werke. Für sein zweites für den BR produziertes Hörstück Howl bowel Owl, nennt Sung Nachahmung, Wiederholung, Reim und Rhythmus als konzeptionelle Stilmittel und bezieht sich u. a. auf Gedichte Rainer Maria Rilkes, namentlich auf Übung am Klavier, Zehnte Elegie sowie Leichen-Wäsche. Zu der Beschäftigung mit Rilke kam er vor einigen Jahren durch die Lektüre der Poetik des Raums des Philosophen Gaston Bachelard. Zentral für Bachelards Poetik ist das Bild des Erinnerungsraums im menschlichen Bewußtsein. Mit Rilke teilt Sung das Interesse für Träume, Geschichten, Mythen und für deren Transformation in Sprache und Form. / Mit Yoonjin Kim, David Michael DiGreforio, Sung Hwan Kim, Kim Geum Hwa / Komposition und Realisation:Sung Hwan Kim/David Michael DiGregorio / BR 2013
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[Audio]-Infos Datum: 19.07.2013
Länge: 00:33:58
Größe: 31.10 MB
Virginia Woolf: Orlando. Eine Biographie (1/6) - 14.07.2013
Aus dem Englischen von Gaby Hartel / Mit Gabriel Raab, Vera Weisbrod, Wiebke Puls, Paul Herwig, Brigitte Hobmeier / Bearbeitung: Gaby Hartel / Komposition: Ulrike Haage / Regie: Katja Langenbach / BR 2013 / Länge: 50'37 // "Ich will die Biographie über Nacht revolutionieren!" notierte sich Virginia Woolf spät im Jahr 1927 euphorisch ins Tagebuch und der Funke war gezündet. Begeistert stürzte sie sich in das "Projekt Orlando", das zum "Rückgrat ihres Herbstes" wurde, ein Buch, das sie leichthändig "vor dem Abendessen schreiben" konnte. Es machte ihr unendlich viel Spaß! Den Lesern übrigens auch, wie die Verkaufszahlen der ersten drei Wochen zeigten, die selbst die kühnsten Erwartungen übertrafen. Orlando war von Anfang an Legende. Was die energetische Dynamik anging, war dieses Buch ein Glücksfall für Woolf. Zwar floss bei dieser Autorin immer Privates mit Beruflichem zusammen, doch jetzt war sie angefeuert von der engen Beziehung, Begeisterung und Liebe zu einer schillernden Abenteurerin, der adeligen Vita Sackville-West. Als schönsten Liebesbrief der Literaturgeschichte hat man Orlando bezeichnet. Und sicher: Sackville-West stand ihrer Freundin in vielem Modell für diese Fantasie. Fakten wurden mit Fiktivem vermischt, zu symbolischen Szenen verdichtet, mit Goldstaub überzogen. Trotzdem greift die Beschreibung vom Liebesbrief zu kurz. Denn vor allem gelang es Woolf hier unaufgeregt und verspielt, gesellschaftspolitisch und kulturhistorisch relevante Themen aufzugreifen. Die Stellung der Frau, die Aggression des Empire, die rückwirkende Deutung von Geschichte aus machtpolitischen Gründen. Alles, was Virginia Woolf als Denkerin ausmacht, finden wir hier. Scheinbar Unverrückbares wird funkelnd und satirisch zugleich demontiert: Stand, Status, Geschlecht und Geschichtsschreibung, Macht, Posen und Konventionen. Besonders viel Sorgfalt verwendet Woolf auf die Darstellung der Relativität von Zeit und Begebenheit. Neben ihrer Begeisterung für Sackville-Wests Person, behandelt Orlando eine weitere Leidenschaft Woolfs: ihre Liebe zur Biographie als Genre. Als Leserin verschlang sie diese Bücher und reflektierte in ihren Notizen über die Form. Woher kam der oft anmaßende, allwissende Ton der Autoren? Woher der Glaube, die Figur so gut fassen zu können? Wieso erfahren wir oft mehr über Zeit und Moral des Biographen, als über die Person, die zur Debatte steht? Wieso erstickte oft eine buchhalterische Sprache jedes Gefühl für einen Menschen, der vor langer Zeit sehr lebendig war. Und, ganz zentral: wer legt eigentlich fest, dass Phantasie und Dichtung in einer Biographie nichts zu suchen haben. Woolf selbst gibt in Orlando vielen Positionen eine Stimme. //
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[Audio]-Infos Datum: 14.07.2013
Länge: 00:50:43
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Elfriede Jelinek: Rechnitz - 12.07.2013
Mit Isabelle Menke, Stefan Wilkening, Elfriede Jelinek / Bearbeitung und Regie: Leonhard Koppelmann/ BR 2011/ Länge: 55'57 // Am 24. März 1945, dem Samstag vor Palmsonntag, treffen in Rechnitz etwa 200 vornehmlich jüdische Gefangene ein, die aufgrund ihres Erschöpfungs- oder Krankheitszustandes nicht mehr zu Zwangsarbeiten herangezogen werden können. Auf dem nahegelegenen Schloss Rechnitz veranstalten Graf Ivan von Batthyány und seine Frau Margit, geborene Thyssen-Bornemisza, an diesem Abend ein Gefolgschaftsfest für die örtlichen Nazi-Führung. Gegen 23 Uhr rekrutiert der Ortsgruppenleiter Franz Podezin eine 14- oder 15-köpfige Gruppe unter den Festteilnehmern zur Liquidierung der arbeitsunfähigen Gefangenen. Kaum zwei Stunden ist die Gruppe vom Fest abwesend, dann kehrt sie von ihrer Tat zurück und feiert mit den anderen Gästen bis in die frühen Morgenstunden weiter. Keine vier Tage später wird Rechnitz von der Roten Armee eingenommen. Von den Teilnehmern an der Massenhinrichtung werden später lediglich zwei zu einer kurzen Haftstrafe verurteilt, alle anderen können sich entweder durch Flucht einer Verurteilung entziehen, oder werden, wie der Graf und die Gräfin, niemals belangt. Bis heute sind die Überreste der Ermordeten verschwunden. //
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[Audio]-Infos Datum: 12.07.2013
Länge: 00:55:57
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"Das wichtigste beim Schreiben ist der natürliche Redefluss." Virginia Woolfs Roman Orlando und sein Weg ins Hörspiel - 12.07.2013
Katarina Agathos im Gespräch mit Gaby Hartel / BR 2013
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[Audio]-Infos Datum: 12.07.2013
Länge: 00:46:14
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Raoul Schrott: Erste Erde Epos - Erste Materie - 29.06.2013
Mit Ulrich Noethen, Samuel Finzi, Axel Milberg / Regie: Michael Farin / BR 2013/ Länge: 70'22 // Während das Modell zentraler europäischer Weltschöpfungsmythen von einer Dramaturgie geprägt ist, in der der Mensch sich im Gegenüber zu seinen Göttern situiert, und innerhalb derer alles festgehalten wurde, was über die Welt gesagt werden konnte, geht es Raoul Schrott darum, die Frage nach der humanen Tragweite unseres Wissens von der Welt und ihrer Entstehung zu stellen. Dabei können Poesie und Bilderreichtum der Dichtung das anschaulich und emotional erfahrbar machen, wovon die Wissenschaft in abstrakter Terminologie redet. Neujahrsmorgen auf einem Berggipfel in der Atacama. Drei Astronomen, einer von ihnen ein Deutscher, der von Meteoriten erzählt und dem seltsamen Klang, der sich manchmal rings um einen ausbreitet, wenn sie am Himmel verglühen. Ihre bröckelige Kohle stellt die erste Materie dar, die im glühenden Sonnennebel entstand, winzige Rubine und Olivine darin. Aus ihnen hat unsere Erde sich zusammengeballt; sie sind das Älteste, was wir in die Hand nehmen und betasten können, das erste Greifbare vom Anbeginn des Universums. Über dieses Konkrete hinaus waren Meteoriten seit je mit Symbolik beladen: ob im Mittelalter, wo ein im Elsaß einschlagender Meteorit Kaiser Maximilian als Zeichen des Krieges und Dürer als Stern der Melencolia erschien, oder in den 60er Jahren, als ein in Mexiko niedergehender Feuerball als Warnung intergalaktischer Völker vor der Mondlandung gedeutet wurde. Es ist die Suche nach diesen beiden Meteoriten, von der dieser deutsche Astronom erzählt, vom Anfang der Welt und von seiner kleinen Tochter, der er einen dieser kleinen schwarzen Brocken mitbringen will. //
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[Audio]-Infos Datum: 29.06.2013
Länge: 01:10:31
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"Unsichtbare Astronomie, Radiostrahlung, zerstrahlende Materie" - Mit Raoul Schrott und Torsten Enßlin - 29.06.2013
Raoul Schrott im Gespräch mit dem Astrophysiker Torsten Enßlin
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[Audio]-Infos Datum: 29.06.2013
Länge: 00:39:53
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Jan St. Werner: miscontinuum - 28.06.2013
Mit Kathy Alberici und Taigen Kawabe / Libretto: Markus Popp / Komposition und Realisation: Jan St. Werner / BR/Kunstverein München 2013/ Länge: 45'56 // Elektronische Oper von Jan St. Werner nach dem Libretto von Markus Popp. Mit den Musikern Kathy Alberici und Taigen Kawabe. Mitschnitt aus dem k.m Kunstverein München vom 18. Juni 2013. Ununterbrochen rinnt die Zeit: das Vorher wird zum Nachher, das Jetzt zur abgeschlossenen Vergangenheit. Doch es gibt Augenblicke, in denen die Zeit ihre Fließrichtung zu verlieren scheint. Plötzlich steht sie still und rast zugleich, sie dehnt sich in alle Richtungen aus, bleibt offen und veränderlich. Dieser Zustand der verdichteten Zeitwahrnehmung ist der Ausgangs- und Endpunkt von miscontinuum, das im Rahmen der von Jan St. Werner konzipierten vierteiligen Veranstaltungsreihe Das Asymmetrische Studio im Kunstverein München e.V. uraufgeführt wird. Der Protagonist des Stückes tritt aus seinem alltäglichen Leben heraus und erkennt, dass er – von der Linearität der Zeit befreit – nicht nur die Gegenwart, sondern auch seine eigene Vergangenheit verändern und modulieren kann. Vor ihm eröffnet sich ein Feld unendlicher Möglichkeiten, ein Zeit-Raum, in dem sich Klänge, Worte und Bilder neu verknüpfen und wechselseitig kommentieren. Und so, wie stets in der Schwebe bleibt, ob dieser Zustand tatsächlich nur eine Sekunde oder ein ganzes Leben andauern kann, bleibt auch bis kurz vor der Uraufführung im Kunstverein München offen, wie lange das Stück letztlich dauern soll. Indem miscontinuum aus kleinsten Fragmenten besteht, die je nach Aufführungskontext variiert und neu zusammengesetzt werden können, entsteht ein zeitlich flexibler, multisensueller Wahrnehmungsraum: Abstrakte, unendlich variierte Muster erscheinen als Projektionen auf den Wänden des Kunstvereins, elektroakustische Klänge und Geräusche fluktuieren frei im Raum umher, verdichten sich zeitweise zu mikroskopischen Fragmenten, um sich schließlich wieder auszudehnen und ins Unermessliche anzuwachsen. Dabei oszillieren die Kompositionen zwischen den Kategorien Rhythmus und Harmonie, zwischen Krach und Struktur; sie gleichen einer Öffnung, durch die man einen Zeit-Raum betreten kann, in dem die Hörer gänzlich vom Klang umfangen und durchdrungen werden. Musikalische Bezüge und Assoziationen sind unter anderem bei der Spektralen und Konkreten Musik zu finden. Menschliche Stimmen haben keine erzählerische Funktion, sondern werden wie Instrumente eingesetzt. Dennoch besitzt miscontinuum wie in einer klassischen Oper ein Libretto, wenn dieses auch nicht gesungen, sondern vorgelesen wird. So findet in dieser dekonstruierten Idee der Oper, wie auch in der daraus entstehenden radiophonen Neukomposition von miscontinuum nicht das Pompöse und Monumentale einen Raum, sondern die Konzentration und Reduktion auf den momentanen Ausbruch aus dem Kontinuum der Zeit. //
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[Audio]-Infos Datum: 28.06.2013
Länge: 00:46:04
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"Antigravitation, Expansion, dunkle Energie" - Mit Raoul Schrott und Gerhard Börner - 22.06.2013
Raoul Schrott im Gespräch mit dem Astrophysiker Gerhard Börner vom Max-Planck-Institut.
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[Audio]-Infos Datum: 22.06.2013
Länge: 00:48:21
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Raoul Schrott: Erste Erde Epos - Erste Sonnen - 22.06.2013
Mit Samuel Finzi / Regie: Michael Farin / BR 2013/ Länge: 57'01 // In dem auf 21 Teile angelegten Epos soll die Verbindung von alten Mythen, Diskurs der Naturwissenschaften, Dialogen mit Wissenschaftlern und subjektiven Reisebeschreibungen des Autors ein vielschichtiges Netz aus Perspektiven auf die Erde und unser Wissen von ihr ergeben, in dem die poetische Spracharbeit zum Mittel für die Stiftung von besonderen Weltbeziehungen wird. Silvesternacht in Chile. Drei Männer warten darauf, dass sie von einem Berggipfel der Atacamawüste abgeholt werden. Einer von ihnen, ein aus Taiwan stammender Astronom, zieht Bilanz, erzählt von den politischen Konflikten, die sein Leben bestimmt haben, der Liebe, die er auf der anderen Seite der Meerenge verloren hat. Er tut dies, indem er über explodierende Sonnen spricht, wie sie erstmals im 11. Jahrhundert in China vermeldet wurden, und von einem Sternenwärter und Wächter der Zeit, der Zeit seines Lebens das Aufglühen von gleich zwei Supernovae beobachtete und festhielt. Wie diese beiden ‚Gaststerne‘ deuten, welche die ewige Ordnung des Kosmos durcheinanderbringen? Verheißen sie Krieg oder das Sprudeln von süßweinigen Quellen und die Sichtung eines Phoenix? Heute sehen wir Sonnen als Kernreaktoren, in denen all die einzelnen chemischen Elemente gebildet werden, aus denen unsere Welt besteht; und erklären die Explosion einer Sonne zum Auslöser für die Bildung unseres Sonnensystems. Doch wo ist unser Ort? Und wo wäre ein Gott? Fassbar von der Welt – ob von unserer privaten oder dem Kosmos – sind stets nur Bruchstücke und Spuren. Es ist wie mit den hunderttausenden von Trümmern des Asteroidengürtels. Fragmente des Anbeginns unseres Sonnensystems, werden sie uns jedoch nur über die Worte, Namen, Figuren begreiflich, mit denen wir sie benennen – gleich den 27 Monden des Uranus, die nach Shakespeares Theaterrollen getauft wurden und den Kratern der Saturnmonde, die Namen aus der Aeneis, dem Rolandslied, der Artussage und Tausendundeiner Nacht tragen. //
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[Audio]-Infos Datum: 22.06.2013
Länge: 00:57:09
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Eran Schaerf: fm-scenario - szenischer Alltag - Geschlecht - Rotkäppchen - Realitätswettlauf - 21.06.2013
Eine Kooperation von: BR Hörspiel und Medienkunst; A Production e. V., Berlin; Hartware MedienKunstVerein, Dortmund; Haus der Kulturen der Welt, Berlin; Les Complices, Zürich; Museum für Konkrete Kunst, Ingolstadt; ZKM, Karlsruhe; Kulturstiftung des Bundes / Realisation: Eran Schaerf / Montage: Margit Rosen / BR 2013/ Länge: 36'23 // FM-Scenario - Die Stimme des Hörers ist ein intermediales Projekt, das sich über die Website, Sendungen, Ausstellungen und Publikationen realisiert. FM-Scenario - Realitätswettlauf wurde von Margit Rosen, Kuratorin am ZKM Karlsruhe, zusammengestellt. Das Hörspiel bildet gleichzeitig den Ausgangspunkt für Eran Schaerfs Ausstellung im ZKM, Karlsruhe (22. Juni bis 4. August 2013). Eine Hörerin (kann auch ein Hörer sein) loggt sich bei der Stimme des Hörers ein – einem Radiosender für Höreranrufe, der von einem automatischen Moderator betrieben wird. Um die Registrierung erfolgreich abzuschließen, fehlt dem Programm noch die Angabe zum Geschlecht. „Zeit überschritten“, meldet das Programm, „Sie haben sich weder mit männlichem noch mit weiblichem Geschlecht registriert. Wollen Sie für ein neutrales Objekt gehalten werden? Ja. Nein. Weiter.“ Lange kann der automatische Moderator auf die Angabe nicht warten – wir sind auf Sendung und auf Sendung gilt: pausenlos. Die Angabe aber lässt auf sich warten. Dass jemand länger als soundso viele Sekunden brauchen würde, um das eigene Geschlecht anzugeben, war bei der Programmierung des Moderators offenbar nicht vorgesehen. Ihm bleibt nichts anderes übrig, als auf Sendersuche zu gehen. So wurde er für den Fall programmiert, dass sich kein Hörer meldet: er sucht den Empfangsbereich nach Sendungen ab und sendet sie mit. Das ist zwar illegal, aber in der Fiktion noch gestattet. Es folgen Nachrichten (Charaktertrainer des BND sagt vor Gericht aus), Anrufe weiterer Hörer (Überprüfen Sie Ihren Zugriff auf die Welt) oder das Gespräch zwischen Mutter und Kind (Mama, warum hast du mich als Rotkäppchen verkleidet?). Würde der Moderator verstehen, was er zur Sendung bringt, würde er auch verstehen, dass Geschlecht keine Sache der Angabe ist, sondern Aufführung von Rollen. Gelegentlich handelt es sich dabei um eine publikumslose Aufführung. Die Welt ist vielleicht eine Bühne, doch für so manche Aufführung werden die Eintrittskarten nie gedruckt (das würden der Charaktertrainer und Rotkäppchens Mutter auch gar nicht wollen). Der Moderator versteht nicht die Welt, die er zu moderieren programmiert wurde. Das ermöglicht ihm, seine Macht über die Hörerin 126 auszuüben, die ihn samt seiner Geschlechtskategorien los zu werden versucht. Dazu kann er nur sagen: dafür bin ich nicht programmiert. Während Die Stimme des Hörers eine Fiktion bleibt, in der die Montage der Wirklichkeit durch die Massenmedien wiederaufgeführt wird, bietet das Online-Studio fm-scenario.net Nutzerinnen die Möglichkeit, narrativer Module aus Eran Schaerfs Hörspielarbeit zu ihrer eigenen Version der Stimme des Hörers zusammenzustellen. //
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[Audio]-Infos Datum: 21.06.2013
Länge: 00:36:31
Größe: 33.44 MB
Raoul Schrott: Erste Erde Epos - Erstes Licht - 15.06.2013
Mit Axel Milberg, Ulrich Noethen, Sibylle Canonica / Regie: Michael Farin / BR 2013/ Länge: 63'36 // Erste Erde Epos ist der Versuch eines modernen Epos in einer Zeit, in der aufgrund immenser Wissensbestände, unzähliger Forschungsdisziplinen und des Verlusts klarer religiöser Ankerpunkte die Gattung "Epos" unmöglich scheint. Silvester in Chile. In den Bergen der Atacama haben 3 Astronomen der Europäischen Südsternwarte - ein Neuseeländer, ein Taiwanese und ein Deutscher - einen Monitor aufgebaut. Probeaufnahmen sollen zeigen, ob sich der Gipfel, auf dem sie lagern, als Standort für ein Observatorium eignet. Gebaut werden soll das bislang weltgrößte Spiegelteleskop, seine Kuppel größer als ein Dom, um nach erdähnlichen Planeten zu suchen, die dunkle Materie zu erforschen, die ältesten Sonnen zu identifizieren und erstes Licht aufzufangen - jenes Licht, das 380.000 121 Jahre nach dem Urknall erstmals die glühend sich ausdehnende Gaswolke des Universums durchdrang. Derart wird der Weltraum sondiert; die Falschfarbenbilder des Teleskops illustrieren aber auch unsere urmenschlichen Ideen eines Anfangs. Und das Scheitern all unserer Vorstellungen von Raum und Zeit. Naturwissenschaft steht so Poesie und Mythos gegenüber. In diesem Fall ist es die Weltschöpfungsgeschichte der neuseeländischen Maori als letztem, um 1880 entstandenen Mythos vom Ursprung unseres Kosmos. In ihm geht es ebenso um das erste Licht – wie es sich im Phosphoriszieren der Glühwürmchen erhalten hat, die in den unterirdischen Höhlen von Waitomo ihre Sternbilder im Dunkel aufleuchten lassen. //
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[Audio]-Infos Datum: 15.06.2013
Länge: 01:03:45
Größe: 58.37 MB
Trost und Trotz - Raoul Schrott über sein Epos Erste Erde - 14.06.2013
"Nie zuvor gab es so viel an Wissen über den Menschen und das Universum - doch je mehr Daten und Details angehäuft werden, desto weniger verstehen wir im Grunde. Wir wissen zwar, dass die alten Mythen nicht mehr stimmig sind - eine andere Geschichte, die uns und die Welt erklärt, gibt es jedoch nicht." (Raoul Schrott ) / Montage: Michael Farin / BR/SWR 2013
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[Audio]-Infos Datum: 14.06.2013
Länge: 00:35:26
Größe: 32.44 MB
Thomas Palzer: Ministerium des Innern - 09.06.2013
Mit Knut Cordsen, Eva Gosciejewicz, Paul Herwig, Stefan Merki, Philipp Moog, Thorsten Nindel, Heiko Ruprecht / Regie: Ulrich Lampen / BR 2003 / Länge: 54'33 // Im Ministerium des Innern tut sich was. Das Radio läuft, Beethoven spielt bei Aldi und irgendwo kann man täglich eine Million gewinnen. Eine Aufführung des ganz Alltäglichen findet in Thomas Palzers Sprechstück statt. Dafür lässt der Autor das beobachtende und erzählende Ich in einer Vielzahl von Stimmen für sich sprechen. Eine Aufführung des ganz Alltäglichen findet in Thomas Palzers Sprechstück statt. Dafür lässt der Autor das beobachtende und erzählende Ich in einer Vielzahl von Stimmen für sich sprechen. Mit der Methode der Bricolage entsteht eine Sprachkomposition für den Dativ, Narrativ, Perspektiv, Subjektiv, Imperativ. Musik ohne Musik. Der Komponist: das Selbst, die Komposition: das Ich. "Wie finde ich meine Erinnerungen wieder?" ist die an die Ichs gestellte Frage. Beim Hantieren mit vorgefundenen Materialien, mit Gedächtnisspuren, Beobachtungen, Wahrnehmungen und Erinnerungen an Wahrnehmungen führen Antworten sowohl mitten in deutsche Feuilletondebatten wie in deutsche Amtsstuben. //
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[Audio]-Infos Datum: 09.06.2013
Länge: 00:54:40
Größe: 50.06 MB
Elfriede Jelinek: Die Straße. Die Stadt. Der Überfall. (2/2) - 20.05.2013
Mit Barbara Nüsse, Bettina Engelhardt, Tanja Schleiff, Andreas Grothgar, Robert Dölle, Susanne Tremper / Regie: Leonhard Koppelmann / BR 2013 / Länge: 54'28 // Wer in München durch die Maximilianstraße flaniert, begegnet ausgestelltem Luxus, Selbstinszenierung und einer Welt der Mode, die sich selbst zu feiern weiß. Es herrscht das Diktat des schönen Scheins, das Schimmern der Fassaden, deren vorgebliche Einmaligkeit heute jedoch oft nur noch ein Abglanz vergangener Zeiten ist. Identitätsstiftende Originale wie der Modezar Rudolph Mooshammer sind verschwunden - auch wenn er in Jelineks Text als Untoter sein Unwesen treibt - und wurden abgelöst von global agierenden Labels, geleitet von Designern, die längst nicht mehr sie selbst sind. Ein Zersetzungsprozess hat begonnen, der auch den Einzelnen erfasst, und vielleicht ist ja sogar die Stadt, in der die Straße liegt, bloß eine Schimäre – obwohl sie nach eigener Auskunft leuchtet. Elfriede Jelinek flaniert in Die Straße. Die Stadt. Der Überfall. durch das Münchner Passagenwerk und verwebt Schilderungen der Modemeile, Anspielungen auf Geschichte und aktuelle Ereignisse der Stadt sowie zahlreiche mythologische Motive zu einem Text, in dessen stimmlicher und akustischer Vielschichtigkeit nicht zuletzt immer wieder die Stimme der Autorin aufzutauchen scheint. //
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[Audio]-Infos Datum: 20.05.2013
Länge: 00:54:36
Größe: 50.00 MB
Elfriede Jelinek: Die Straße. Die Stadt. Der Überfall. (1/2) - 19.05.2013
Mit Johannes Silberschneider, Barbara Nüsse, Bettina Engelhardt, Tanja Schleiff, Andreas Grothgar, Robert Dölle / Regie: Leonhard Koppelmann / BR 2013/ Länge: 54'28 // Wer in München durch die Maximilianstraße flaniert, begegnet ausgestelltem Luxus, Selbstinszenierung und einer Welt der Mode, die sich selbst zu feiern weiß. Es herrscht das Diktat des schönen Scheins, das Schimmern der Fassaden, deren vorgebliche Einmaligkeit heute jedoch oft nur noch ein Abglanz vergangener Zeiten ist. // Identitätsstiftende Originale wie der Modezar Rudolph Mooshammer sind verschwunden - auch wenn er in Jelineks Text als Untoter sein Unwesen treibt - und wurden abgelöst von global agierenden Labels, geleitet von Designern, die längst nicht mehr sie selbst sind. Ein Zersetzungsprozess hat begonnen, der auch den Einzelnen erfasst, und vielleicht ist ja sogar die Stadt, in der die Straße liegt, bloß eine Schimäre – obwohl sie nach eigener Auskunft leuchtet. Elfriede Jelinek flaniert in Die Straße. Die Stadt. Der Überfall. durch das Münchner Passagenwerk und verwebt Schilderungen der Modemeile, Anspielungen auf Geschichte und aktuelle Ereignisse der Stadt sowie zahlreiche mythologische Motive zu einem Text, in dessen stimmlicher und akustischer Vielschichtigkeit nicht zuletzt immer wieder die Stimme der Autorin aufzutauchen scheint. /
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[Audio]-Infos Datum: 19.05.2013
Länge: 00:54:36
Größe: 50.00 MB
Ingeborg Lüscher/Peter Moritz Pickshaus: Auressio - 10.05.2013
Mit Franz Rueb, Katja Bürkle, Ingeborg Lüscher / Komposition: Dirk Leyers / Bearbeitung und Regie: Nikolai von Koslowski / BR 2010 / Länge: 51'31 // Auressio - so heißt der Ort im Tessin, in dessen Nähe der Schweizer Einsiedler Armand Schulthess gelebt hat. Die junge Künstlerin Ingeborg Lüscher erlebt Schulthess wie ein scheues Tier, als sie erstmalig sein Terrain erkundet. Auf dem Steilgelände seines Areals verknotet Schulthess Zweige zu Geländern und baut aus Sperrmüll, Baumstämmen und Altreifen abenteuerliche Stege und Aussichtspunkte. Dazwischen hängt er Hunderte von Schrifttafeln und Gegenstände in die Bäume seines Kastanienwalds und offeriert dem unerbetenen Besucher sein enzyklopädisches Wissen, genauer, ein einzigartiges Ordnungssystem des Weltwissens in einer Art Freiluft-Enzyklopädie. Als Schulthess 1972 starb, wurde sein wildwuchernder Garten des Wissens plattgewalzt. Mit Peter Moritz Pickshaus suchte Lüscher im Jahr 2007 noch einmal das Areal auf, wo sich einst der Wunderwald des Armand Schulthess befand. Das Hörspiel Auressio fokussiert die Begegnung zwischen ihr und Schulthess. //
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[Audio]-Infos Datum: 10.05.2013
Länge: 00:51:40
Größe: 47.31 MB
Arthur Schnitzler: Fräulein Else - 03.05.2013
Mit Elisabeth Bergner / Regie: Heinz-Günter Stamm / BR (Aufzeichnung am 28.10.1949 im Lessingtheater Nürnberg)// Ein Eilbrief reißt die 19jährige Else, Tochter eines jüdischen Advokaten in Wien, aus der beschaulichen Ruhe eines Kurortes in den italienischen Dolomiten. Sie soll den Kunsthändler Dorsday, der sich gerade im selben Kurort aufhält, um ein kurzfristiges Darlehen von dreißigtausend Gulden bitten. Elses Vater ist in Bedrängnis. Ihm wird vorgeworfen, Gelder unterschlagen zu haben, und nun droht ihm neben Bankrott und gesellschaftlichem Skandal auch die Inhaftierung. Dorsday willigt dem Wechsel unter einer Bedingung ein: er will Else unbekleidet betrachten dürfen. Angewidert verschiebt diese die Entscheidung auf den nächsten Abend. In der Zwischenzeit treffen jedoch neue Nachrichten ein: plötzlich werden fünfzigtausend Gulden benötigt. Else sieht sich gezwungen, auf die Forderungen Dorsdays einzugehen und begibt sich, nur mit einem schwarzen Abendmantel bekleidet, auf die Suche nach ihm. Arthur Schnitzlers Roman Fräulein Else von 1924 gilt nach dem 1922 erschienenen Ulysses von James Joyce als das erste deutsche Beispiel eines konsequent präsentierten inneren Monologes. //
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[Audio]-Infos Datum: 03.05.2013
Länge: 01:08:08
Größe: 62.39 MB
Peter Weiss: Abschied von den Eltern (6/6) - 26.04.2013
Mit Robert Stadlober / Komposition: The Notwist / Regie: Karl Bruckmaier / BR 2013/ Länge: 53'00 // Der Tod der Eltern wird für den Erzähler in Peter Weiss' autobiografischer Prosa Auslöser zur Auseinandersetzung mit dem eigenen Ich. // Abschied von den Eltern, erstmals 1961 erschienen, handelt von dem Zauber und den Abgründen der Kindheit, von den schmerzhaften Prozessen des Wachsens, der unausweichlichen Loslösung von Vater und Mutter, der Suche nach Sprunghaft und dennoch kunstvoll gewebt, mit einer gleichermaßen soghaften wie präzisen Sprache breitet Weiss ein Netz aus Momentaufnahmen aus und entwirft eine Ausdeutung seiner Vergangenheit, die in seine Entwicklung zum Künstler mündet. Der Erzähler berichtet von der frühen Kindheit und den ersten prägenden Eindrücken seiner Heimatstadt, schildert die sublimen Machtspiele unter Kindern und seine ersten sexuellen Erfahrungen. Er berichtet von Friederle, dem Nachbarsjungen, der ihn beständig drangsaliert und darüber, wie ausgeschlossen er sich nicht nur gegenüber Gleichaltrigen, sondern auch innerhalb seiner Familie fühlt. Die Beziehungslosigkeit der autoritären Eltern und ihre unantastbare Dominanz erzeugen für ihn den Eindruck als Fremder unter Fremden zu leben und den Wunsch nach Wärme und Zugehörigkeit. Als die geliebte Schwester Margit stirbt, beginnt für ihn die allmähliche Auflösung seiner Familie, die begleitet wird durch die lange Flucht vor den Nationalsozialisten ins schwedische Exil über London und Prag. Schließlich führt die Möglichkeit, eigene Ausdrucksformen in Malerei und Literatur zu finden, zu freiheitlicher Selbstbestimmung und innerer Unabhängigkeit. Eine Entwicklung, der seine Eltern durch eine Lehre im Warenhaus vergeblich versuchen, entgegen zu wirken. „Und die Unruhe, die jetzt begonnen hatte, ließ sich nicht mehr eindämmen, nach Wochen und Monaten langsamer innerer Veränderungen, nach Rückfällen in Schwäche und Mutlosigkeit, nahm ich Abschied von den Eltern.“ Abschied von den Eltern erscheint als erster Teil einer autobiografischen Künstlerprosa, die in Fluchtpunkt (1962) ihre Fortsetzung findet. Obwohl Peter Weiss immer sehr nah an seinen persönlichen Erfahrungen bleibt, bekommen seine Schilderungen etwas entwicklungspsychologisch Allgemeingültiges. Gleichzeitig schafft er durch die differenzierte Beschreibung des Einflusses von Familie auf das Individuum auch eine kritische Betrachtung des konservativen Bürgertums Mitte des 20. Jahrhunderts, wodurch seine Erzählung zu einem wichtigen Werk für die Jugendprotestbewegung von 1968 wurde. Die Stimmung der hier ungekürzten Audiofassung der Erzählung wird auch durch den Sound der Independent Band „The Notwist“ zur Geltung gebracht. Grundlage für die musikalischen Intermezzi sind acht Collagen, die Peter Weiss 1962 zu Abschied von den Eltern angefertigt hat, um die Geschichte mit anderen Mitteln noch einmal zu erzählen. //
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[Audio]-Infos Datum: 26.04.2013
Länge: 00:53:08
Größe: 48.66 MB
Peter Weiss: Abschied von den Eltern (5/6) - 26.04.2013
Mit Robert Stadlober / Komposition: The Notwist / Regie: Karl Bruckmaier / BR 2013/ Länge: 50'13 // Der Tod der Eltern wird für den Erzähler in Peter Weiss' autobiografischer Prosa Auslöser zur Auseinandersetzung mit dem eigenen Ich. // Abschied von den Eltern, erstmals 1961 erschienen, handelt von dem Zauber und den Abgründen der Kindheit, von den schmerzhaften Prozessen des Wachsens, der unausweichlichen Loslösung von Vater und Mutter, der Suche nach einem eigenen Leben. Sprunghaft und dennoch kunstvoll gewebt, mit einer gleichermaßen soghaften wie präzisen Sprache breitet Weiss ein Netz aus Momentaufnahmen aus und entwirft eine Ausdeutung seiner Vergangenheit, die in seine Entwicklung zum Künstler mündet. Der Erzähler berichtet von der frühen Kindheit und den ersten prägenden Eindrücken seiner Heimatstadt, schildert die sublimen Machtspiele unter Kindern und seine ersten sexuellen Erfahrungen. Er berichtet von Friederle, dem Nachbarsjungen, der ihn beständig drangsaliert und darüber, wie ausgeschlossen er sich nicht nur gegenüber Gleichaltrigen, sondern auch innerhalb seiner Familie fühlt. Die Beziehungslosigkeit der autoritären Eltern und ihre unantastbare Dominanz erzeugen für ihn den Eindruck als Fremder unter Fremden zu leben und den Wunsch nach Wärme und Zugehörigkeit. Als die geliebte Schwester Margit stirbt, beginnt für ihn die allmähliche Auflösung seiner Familie, die begleitet wird durch die lange Flucht vor den Nationalsozialisten ins schwedische Exil über London und Prag. Schließlich führt die Möglichkeit, eigene Ausdrucksformen in Malerei und Literatur zu finden, zu freiheitlicher Selbstbestimmung und innerer Unabhängigkeit. Eine Entwicklung, der seine Eltern durch eine Lehre im Warenhaus vergeblich versuchen, entgegen zu wirken. „Und die Unruhe, die jetzt begonnen hatte, ließ sich nicht mehr eindämmen, nach Wochen und Monaten langsamer innerer Veränderungen, nach Rückfällen in Schwäche und Mutlosigkeit, nahm ich Abschied von den Eltern.“ Abschied von den Eltern erscheint als erster Teil einer autobiografischen Künstlerprosa, die in Fluchtpunkt (1962) ihre Fortsetzung findet. Obwohl Peter Weiss immer sehr nah an seinen persönlichen Erfahrungen bleibt, bekommen seine Schilderungen etwas entwicklungspsychologisch Allgemeingültiges. Gleichzeitig schafft er durch die differenzierte Beschreibung des Einflusses von Familie auf das Individuum auch eine kritische Betrachtung des konservativen Bürgertums Mitte des 20. Jahrhunderts, wodurch seine Erzählung zu einem wichtigen Werk für die Jugendprotestbewegung von 1968 wurde. Die Stimmung der hier ungekürzten Audiofassung der Erzählung wird auch durch den Sound der Independent Band „The Notwist“ zur Geltung gebracht. Grundlage für die musikalischen Intermezzi sind acht Collagen, die Peter Weiss 1962 zu Abschied von den Eltern angefertigt hat, um die Geschichte mit anderen Mitteln noch einmal zu erzählen. //
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[Audio]-Infos Datum: 26.04.2013
Länge: 00:50:22
Größe: 46.12 MB
Peter Weiss: Abschied von den Eltern (4/6) - 19.04.2013
Mit Robert Stadlober / Komposition: The Notwist / Regie: Karl Bruckmaier / BR 2013 / Länge: 49'50 // Der Tod der Eltern wird für den Erzähler in Peter Weiss' autobiografischer Prosa Auslöser zur Auseinandersetzung mit dem eigenen Ich. // Abschied von den Eltern, erstmals 1961 erschienen, handelt von dem Zauber und den Abgründen der Kindheit, von den schmerzhaften Prozessen des Wachsens, der unausweichlichen Loslösung von Vater und Mutter, der Suche nach einem eigenen Leben. Sprunghaft und dennoch kunstvoll gewebt, mit einer gleichermaßen soghaften wie präzisen Sprache breitet Weiss ein Netz aus Momentaufnahmen aus und entwirft eine Ausdeutung seiner Vergangenheit, die in seine Entwicklung zum Künstler mündet. Der Erzähler berichtet von der frühen Kindheit und den ersten prägenden Eindrücken seiner Heimatstadt, schildert die sublimen Machtspiele unter Kindern und seine ersten sexuellen Erfahrungen. Er berichtet von Friederle, dem Nachbarsjungen, der ihn beständig drangsaliert und darüber, wie ausgeschlossen er sich nicht nur gegenüber Gleichaltrigen, sondern auch innerhalb seiner Familie fühlt. Die Beziehungslosigkeit der autoritären Eltern und ihre unantastbare Dominanz erzeugen für ihn den Eindruck als Fremder unter Fremden zu leben und den Wunsch nach Wärme und Zugehörigkeit. Als die geliebte Schwester Margit stirbt, beginnt für ihn die allmähliche Auflösung seiner Familie, die begleitet wird durch die lange Flucht vor den Nationalsozialisten ins schwedische Exil über London und Prag. Schließlich führt die Möglichkeit, eigene Ausdrucksformen in Malerei und Literatur zu finden, zu freiheitlicher Selbstbestimmung und innerer Unabhängigkeit. Eine Entwicklung, der seine Eltern durch eine Lehre im Warenhaus vergeblich versuchen, entgegen zu wirken. „Und die Unruhe, die jetzt begonnen hatte, ließ sich nicht mehr eindämmen, nach Wochen und Monaten langsamer innerer Veränderungen, nach Rückfällen in Schwäche und Mutlosigkeit, nahm ich Abschied von den Eltern.“ Abschied von den Eltern erscheint als erster Teil einer autobiografischen Künstlerprosa, die in Fluchtpunkt (1962) ihre Fortsetzung findet. Obwohl Peter Weiss immer sehr nah an seinen persönlichen Erfahrungen bleibt, bekommen seine Schilderungen etwas entwicklungspsychologisch Allgemeingültiges. Gleichzeitig schafft er durch die differenzierte Beschreibung des Einflusses von Familie auf das Individuum auch eine kritische Betrachtung des konservativen Bürgertums Mitte des 20. Jahrhunderts, wodurch seine Erzählung zu einem wichtigen Werk für die Jugendprotestbewegung von 1968 wurde. Die Stimmung der hier ungekürzten Audiofassung der Erzählung wird auch durch den Sound der Independent Band „The Notwist“ zur Geltung gebracht. Grundlage für die musikalischen Intermezzi sind acht Collagen, die Peter Weiss 1962 zu Abschied von den Eltern angefertigt hat, um die Geschichte mit anderen Mitteln noch einmal zu erzählen. //
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[Audio]-Infos Datum: 19.04.2013
Länge: 00:49:59
Größe: 45.76 MB
Peter Weiss: Abschied von den Eltern (3/6) - 19.04.2013
Mit Robert Stadlober / Komposition: The Notwist / Regie: Karl Bruckmaier / BR 2013 / Länge: 48'14 // Der Tod der Eltern wird für den Erzähler in Peter Weiss' autobiografischer Prosa Auslöser zur Auseinandersetzung mit dem eigenen Ich. // Abschied von den Eltern, erstmals 1961 erschienen, handelt von dem Zauber und den Abgründen der Kindheit, von den schmerzhaften Prozessen des Wachsens, der unausweichlichen Loslösung von Vater und Mutter, der Suche nach einem eigenen Leben. Sprunghaft und dennoch kunstvoll gewebt, mit einer gleichermaßen soghaften wie präzisen Sprache breitet Weiss ein Netz aus Momentaufnahmen aus und entwirft eine Ausdeutung seiner Vergangenheit, die in seine Entwicklung zum Künstler mündet. Der Erzähler berichtet von der frühen Kindheit und den ersten prägenden Eindrücken seiner Heimatstadt, schildert die sublimen Machtspiele unter Kindern und seine ersten sexuellen Erfahrungen. Er berichtet von Friederle, dem Nachbarsjungen, der ihn beständig drangsaliert und darüber, wie ausgeschlossen er sich nicht nur gegenüber Gleichaltrigen, sondern auch innerhalb seiner Familie fühlt. Die Beziehungslosigkeit der autoritären Eltern und ihre unantastbare Dominanz erzeugen für ihn den Eindruck als Fremder unter Fremden zu leben und den Wunsch nach Wärme und Zugehörigkeit. Als die geliebte Schwester Margit stirbt, beginnt für ihn die allmähliche Auflösung seiner Familie, die begleitet wird durch die lange Flucht vor den Nationalsozialisten ins schwedische Exil über London und Prag. Schließlich führt die Möglichkeit, eigene Ausdrucksformen in Malerei und Literatur zu finden, zu freiheitlicher Selbstbestimmung und innerer Unabhängigkeit. Eine Entwicklung, der seine Eltern durch eine Lehre im Warenhaus vergeblich versuchen, entgegen zu wirken. „Und die Unruhe, die jetzt begonnen hatte, ließ sich nicht mehr eindämmen, nach Wochen und Monaten langsamer innerer Veränderungen, nach Rückfällen in Schwäche und Mutlosigkeit, nahm ich Abschied von den Eltern.“ Abschied von den Eltern erscheint als erster Teil einer autobiografischen Künstlerprosa, die in Fluchtpunkt (1962) ihre Fortsetzung findet. Obwohl Peter Weiss immer sehr nah an seinen persönlichen Erfahrungen bleibt, bekommen seine Schilderungen etwas entwicklungspsychologisch Allgemeingültiges. Gleichzeitig schafft er durch die differenzierte Beschreibung des Einflusses von Familie auf das Individuum auch eine kritische Betrachtung des konservativen Bürgertums Mitte des 20. Jahrhunderts, wodurch seine Erzählung zu einem wichtigen Werk für die Jugendprotestbewegung von 1968 wurde. Die Stimmung der hier ungekürzten Audiofassung der Erzählung wird auch durch den Sound der Independent Band „The Notwist“ zur Geltung gebracht. Grundlage für die musikalischen Intermezzi sind acht Collagen, die Peter Weiss 1962 zu Abschied von den Eltern angefertigt hat, um die Geschichte mit anderen Mitteln noch einmal zu erzählen. //
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[Audio]-Infos Datum: 19.04.2013
Länge: 00:48:23
Größe: 44.30 MB
Peter Weiss: Abschied von den Eltern (2/6) - 12.04.2013
Mit Robert Stadlober / Komposition: The Notwist / Regie: Karl Bruckmaier / BR 2013 / Länge: 44'27 // Der Tod der Eltern wird für den Erzähler in Peter Weiss' autobiografischer Prosa Auslöser zur Auseinandersetzung mit dem eigenen Ich. // Abschied von den Eltern, erstmals 1961 erschienen, handelt von dem Zauber und den Abgründen der Kindheit, von den schmerzhaften Prozessen des Wachsens, der unausweichlichen Loslösung von Vater und Mutter, der Suche nach einem eigenen Leben. Sprunghaft und dennoch kunstvoll gewebt, mit einer gleichermaßen soghaften wie präzisen Sprache breitet Weiss ein Netz aus Momentaufnahmen aus und entwirft eine Ausdeutung seiner Vergangenheit, die in seine Entwicklung zum Künstler mündet. Der Erzähler berichtet von der frühen Kindheit und den ersten prägenden Eindrücken seiner Heimatstadt, schildert die sublimen Machtspiele unter Kindern und seine ersten sexuellen Erfahrungen. Er berichtet von Friederle, dem Nachbarsjungen, der ihn beständig drangsaliert und darüber, wie ausgeschlossen er sich nicht nur gegenüber Gleichaltrigen, sondern auch innerhalb seiner Familie fühlt. Die Beziehungslosigkeit der autoritären Eltern und ihre unantastbare Dominanz erzeugen für ihn den Eindruck als Fremder unter Fremden zu leben und den Wunsch nach Wärme und Zugehörigkeit. Als die geliebte Schwester Margit stirbt, beginnt für ihn die allmähliche Auflösung seiner Familie, die begleitet wird durch die lange Flucht vor den Nationalsozialisten ins schwedische Exil über London und Prag. Schließlich führt die Möglichkeit, eigene Ausdrucksformen in Malerei und Literatur zu finden, zu freiheitlicher Selbstbestimmung und innerer Unabhängigkeit. Eine Entwicklung, der seine Eltern durch eine Lehre im Warenhaus vergeblich versuchen, entgegen zu wirken. „Und die Unruhe, die jetzt begonnen hatte, ließ sich nicht mehr eindämmen, nach Wochen und Monaten langsamer innerer Veränderungen, nach Rückfällen in Schwäche und Mutlosigkeit, nahm ich Abschied von den Eltern.“ Abschied von den Eltern erscheint als erster Teil einer autobiografischen Künstlerprosa, die in Fluchtpunkt (1962) ihre Fortsetzung findet. Obwohl Peter Weiss immer sehr nah an seinen persönlichen Erfahrungen bleibt, bekommen seine Schilderungen etwas entwicklungspsychologisch Allgemeingültiges. Gleichzeitig schafft er durch die differenzierte Beschreibung des Einflusses von Familie auf das Individuum auch eine kritische Betrachtung des konservativen Bürgertums Mitte des 20. Jahrhunderts, wodurch seine Erzählung zu einem wichtigen Werk für die Jugendprotestbewegung von 1968 wurde. Die Stimmung der hier ungekürzten Audiofassung der Erzählung wird auch durch den Sound der Independent Band „The Notwist“ zur Geltung gebracht. Grundlage für die musikalischen Intermezzi sind acht Collagen, die Peter Weiss 1962 zu Abschied von den Eltern angefertigt hat, um die Geschichte mit anderen Mitteln noch einmal zu erzählen. / Mit Robert Stadlober / Komposition: The Notwist / Regie: Karl Bruckmaier / BR 2013
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[Audio]-Infos Datum: 12.04.2013
Länge: 00:44:36
Größe: 40.84 MB
Peter Weiss: Abschied von den Eltern (1/6) - 12.04.2013
Mit Robert Stadlober / Komposition: The Notwist / Regie: Karl Bruckmaier / BR 2013 / Länge: 49'34 // Der Tod der Eltern wird für den Erzähler in Peter Weiss' autobiografischer Prosa Auslöser zur Auseinandersetzung mit dem eigenen Ich. // Abschied von den Eltern, erstmals 1961 erschienen, handelt von dem Zauber und den Abgründen der Kindheit, von den schmerzhaften Prozessen des Wachsens, der unausweichlichen Loslösung von Vater und Mutter, der Suche nach einem eigenen Leben. Sprunghaft und dennoch kunstvoll gewebt, mit einer gleichermaßen soghaften wie präzisen Sprache breitet Weiss ein Netz aus Momentaufnahmen aus und entwirft eine Ausdeutung seiner Vergangenheit, die in seine Entwicklung zum Künstler mündet. Der Erzähler berichtet von der frühen Kindheit und den ersten prägenden Eindrücken seiner Heimatstadt, schildert die sublimen Machtspiele unter Kindern und seine ersten sexuellen Erfahrungen. Er berichtet von Friederle, dem Nachbarsjungen, der ihn beständig drangsaliert und darüber, wie ausgeschlossen er sich nicht nur gegenüber Gleichaltrigen, sondern auch innerhalb seiner Familie fühlt. Die Beziehungslosigkeit der autoritären Eltern und ihre unantastbare Dominanz erzeugen für ihn den Eindruck als Fremder unter Fremden zu leben und den Wunsch nach Wärme und Zugehörigkeit. Als die geliebte Schwester Margit stirbt, beginnt für ihn die allmähliche Auflösung seiner Familie, die begleitet wird durch die lange Flucht vor den Nationalsozialisten ins schwedische Exil über London und Prag. Schließlich führt die Möglichkeit, eigene Ausdrucksformen in Malerei und Literatur zu finden, zu freiheitlicher Selbstbestimmung und innerer Unabhängigkeit. Eine Entwicklung, der seine Eltern durch eine Lehre im Warenhaus vergeblich versuchen, entgegen zu wirken. „Und die Unruhe, die jetzt begonnen hatte, ließ sich nicht mehr eindämmen, nach Wochen und Monaten langsamer innerer Veränderungen, nach Rückfällen in Schwäche und Mutlosigkeit, nahm ich Abschied von den Eltern.“ Abschied von den Eltern erscheint als erster Teil einer autobiografischen Künstlerprosa, die in Fluchtpunkt (1962) ihre Fortsetzung findet. Obwohl Peter Weiss immer sehr nah an seinen persönlichen Erfahrungen bleibt, bekommen seine Schilderungen etwas entwicklungspsychologisch Allgemeingültiges. Gleichzeitig schafft er durch die differenzierte Beschreibung des Einflusses von Familie auf das Individuum auch eine kritische Betrachtung des konservativen Bürgertums Mitte des 20. Jahrhunderts, wodurch seine Erzählung zu einem wichtigen Werk für die Jugendprotestbewegung von 1968 wurde. Die Stimmung der hier ungekürzten Audiofassung der Erzählung wird auch durch den Sound der Independent Band „The Notwist“ zur Geltung gebracht. Grundlage für die musikalischen Intermezzi sind acht Collagen, die Peter Weiss 1962 zu Abschied von den Eltern angefertigt hat, um die Geschichte mit anderen Mitteln noch einmal zu erzählen. //
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[Audio]-Infos Datum: 12.04.2013
Länge: 00:49:43
Größe: 45.52 MB
Klaus Buhlert: Walter Ruttmann Weekend Remix - production memory Remix - 05.04.2013
Mit Klaus Buhlert / BR 1998 // Walter Ruttmann hatte nach den Erfahrungen mit seinen Filmen Berlin - Die Sinfonie der Großstadt (1927) und Melodie der Welt (1929/1930) ganz bewusst nach Möglichkeiten gesucht, einen Hörfilm als Beitrag für das Radio zu produzieren. "Alles Hörbare der Welt wird Material”, schrieb er 1929 in einem Manifest. Töne und Klänge sollten für sich allein stehen und wurden für Weekend als zufällige und gewollte Elemente auf der Tonspur eines Lichttonfilms aufgenommen. Erstmals wurde damit eine künstlerische Radioproduktion realisiert, deren Material montiert und nach rhythmischen, musikalischen Prinzipien gestaltet werden konnte. "Mir ist diese Geschichte sehr wertvoll, ich möchte sie in den Strängen von Ruttmann, auch mit den Geräuschen von Ruttmann erzählen, ich möchte ein paar Räume aufmachen und sie mit meiner Arbeit der letzten Jahre als Hommage an Ruttmann umarbeiten und habe dazu Musiken und Hörspielsequenzen aus meiner Arbeit der letzten Jahre eingeflochten. Aus einem monophonen Ruttmann-Take der 30er Jahre entsteht dann plötzlich ein Raum der 90er." (Klaus Buhlert)
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[Audio]-Infos Datum: 05.04.2013
Länge: 00:10:34
Größe: 9.69 MB
Michaela Melián: Föhrenwald - 29.03.2013
Komposition: Michaela Melián und Carl Oesterhelt / Realisation: Michaela Melián / BR 2005 / Länge: 55'12 // Michaela Melián erzählt in "Föhrenwald" die wechselvolle Geschichte der gleichnamigen, 1937 in den Isarauen gebauten Mustersiedlung. Ein Panorama setzt sich in Gang: Der Adolf-Hitler-Platz wird zum Independence Platz, wird zum Kolping-Platz, die Siedlung aber bleibt die gleiche.Die 1937 in den Isarauen gebaute Mustersiedlung Föhrenwald hat eine wechselvolle Geschichte, die sich in der Benennung ihrer Strassen und Plätze abbildet. //
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[Audio]-Infos Datum: 29.03.2013
Länge: 00:55:31
Größe: 50.84 MB
Jörg Albrecht: Hell of Fame - 24.03.2013
Mit Sebastian Weber, Jule Ronstedt, Ferdinand Schmidt-Modrow, Wiebke Puls, Ilona Grandke, Oliver Mallison, Martin Umbach, Johannes Zinner, Claudia-Sophie Jelinek / Komposition: Jakob Suske / Regie: Bernadette Sonnenbichler / BR 2013 / Länge: 54'08 // Den Forever 27-Club hat er nicht mehr geschafft, aber 31 ist auch noch früh: Der Autor Jörg Albrecht ist gestorben, und ein Feature widmet sich diesem kurzen, abgebrochenen Leben. Freunde und Kollegen des Verstorbenen treten auf und ab. Lieblingsfilme werden anzitiert, Schnipsel aus Leben und Werk ineinander geblendet, Verschwörungstheorien über den Tod gestrickt. War es die Arbeit, die ihn umgebracht hat, oder der Versuch, ein möglichst gutes Leben zu führen? Wer weiß besser darüber Bescheid: der Literaturwissenschaftler, die Agentin oder die Wahrsagerin? Und muß man den Toten überhaupt nachrufen, um sie zum Reden zu bringen? Mit Hell Of Fame schreibt Jörg Albrecht einen Nachruf auf sich selbst. Was anfangs wie die Chronik eines einzelnen Lebens aussieht, gleitet ab, überschlägt sich, wird zur Darstellung einer global ausgeweiteten urban-medialen Sphäre, in der die Bilder so stark geworden sind, dass sie die Subjekte, die sie abbilden sollen, längst abgedrängt haben. Aber wohin? Dorthin, wo man, aus Feigheit davor, über ordentliche Honorare zu streiten, mit dem Kurator nur Kaffee trinkt? Ist das Problem, dass niemand mehr hinter die Bilder schauen kann, oder dass es kein kohärentes Bild mehr gibt? Auch im aufpolierten Image des Autors, den niemand versteht, blitzt schon genug auf, zum Beispiel eine Vielzahl prekärer Existenzen in dieser einen Existenz. Immer wieder fragt der Nachruf auch, was ein Nachruf überhaupt sein kann, wenn er schon seit Monaten, manchmal Jahren oder gar Jahrzehnten fertig in der Schublade liegt. Oder, andersrum gefragt: Wenn die Bilder, die man erfüllen will, das Leben schon danach abtasten, was nach dem Tod davon bleibt, was heißt es dann noch, zu leben? Hat die Möglichkeit, dass alles „larger than life“ sein kann, endgültig ausgedient? Oder müssen wir überhaupt aufhören, über Leben zu sprechen und eher eine andere Kategorie finden für das, was wir tun, jeden Tag? //
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[Audio]-Infos Datum: 24.03.2013
Länge: 00:54:14
Größe: 49.66 MB
Jan St. Werner: transaxélectroacoustique - 22.03.2013
Konzert mit Jan St. Werner/Black Manual (Valdir Jovenal, Juninho Quebradeira, Leo Leandro) im k.m Kunstverein München am 18. März 2013. "Der Ort, an dem getanzt wird", "Haus der Initiation", oder "Versammlung" – dem Wort Candomblé werden zahlreiche Bedeutungen zugesprochen. Zuallererst ist Candomblé jedoch eine Religion, die sich verbreitete, als afrikanische Sklaven, vor allem der Ethnie der Yoruba, nach Brasilien verschleppt wurden. Eine Religion, die bis in die 1970er Jahre in Brasilien verboten war, die von der katholischen Kirche lange Zeit als Teufelswerk verurteilt wurde, auch oder gerade weil sie Elemente des Katholizismus integriert. Zugleich ist Candomblé tief im Profanen verwurzelt – eine weltliche Religion, die in ihrer Wirkung auf das Außerweltliche zielt, das Transzendente aufrufen will, in der die Grenze zwischen Ritus und Alltag zwar existiert, aber nicht fest fixiert ist. Man könnte auch sagen: Candomblé ist ein multimediales Kunstwerk, das aus Tänzen, Musik, besonderem Essen und rituellen Gesten besteht; eine Form der Zusammenkunft und Gemeinschaft, eine Kraft und Dynamik (axé), die vermehrt werden möchte, gerade auch durch die Atabaques – rituelle Fasstrommeln – die "sprechen" können (a fala dos atabaques) und über eigene Kräfte verfügen. Jan St. Werners abstrakte Soundgebilde übersetzten die Candomblé-Musiker direkt in ihre musikalische Sprache, lernten sie auswendig und generierten daraus eigene Texturen. Nach einer ersten gemeinsamen Performance, die mehr als vier Stunden dauerte, finden die Musiker als Black Manual nun ein zweites Mal im Rahmen der vierteiligen, von Jan St. Werner konzipierten Veranstaltungsreihe Das Asymmetrische Studio im Kunstverein München e.V. zusammen: In den Räumen des Kunstvereins, wie auch in der daraus entstehenden radiophonen Ursendung, zerfließen die Grenzen zwischen Weltlichem und Außerweltlichem, verbinden sich Dynamiken der Lautsprecherkompositionen mit der live gespielten Instrumentalmusik, bäumen sich Klänge auf, zerfließen Rhythmen zu Geräuschen und lassen dabei mit den improvisatorischen Mitteln einer Live-Performance zwischen Konzert, Soundinstallation und Zeremonie Material für ein Radiostück entstehen. / Konzeption und Realisation: Jan St. Werner/Black Manual / BR/Kunstverein München 2013
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[Audio]-Infos Datum: 22.03.2013
Länge: 00:50:57
Größe: 46.66 MB
Ernst Horn: Walter Ruttmann Weekend Remix - Sympathie für Schulze Remix - 15.03.2013
Weekend von Walter Ruttmann (1887-1941) ist eine Pionierleistung aus den frühen Tagen des Rundfunks. In einer 11 Minuten 10 Sekunden langen Collage von Worten, Musikfetzen und Klängen präsentierte der Filmemacher und Medienkünstler Walter Ruttmann am 13. Juni 1930 eine avantgardistische und radikal innovative Radioarbeit: ein akustisches Bild einer Berliner Wochenend-Stadtlandschaft. 68 Jahre nach der Entstehung des Originals lud die Redaktion Hörspiel und Medienkunst internationale Künstler zu Walter Ruttmann Weekend Remix-Versionen für den Bayerischen Rundfunk ein. "Je öfter ich das angehört habe, desto mehr kam da ein naiver fröhlicher zukunftsfreudiger Charme raus, ein spielerischer Futurismus, dem ich mich nicht entziehen konnte. Ich machte also keine harten Schnitte, die Ruttmann verwendet hat, sondern hab in meinen Samples kleine Szenen mit weichen Blenden zusammengefasst." (Ernst Horn) / BR 1998
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[Audio]-Infos Datum: 15.03.2013
Länge: 00:11:21
Größe: 10.41 MB
Michael Lentz: Klinik - 08.03.2013
Mit Michael Lentz, Sophia Siebert / Komposition: Ernst Horn / Regie: Michael Lentz / BR 2008 / Länge: 69'18 // Ein Mann rasiert sich. Das Telefon läutet. Eine Frau teilt ihm mit, etwas im Briefkasten hinterlegt zu haben. Sie scheint sich verwählt zu haben. Die Frau ruft wieder an. Sie gibt vor, den Mann zu kennen. Immer wieder ruft sie an, meistens ganz früh am Morgen, wenn der Mann noch schläft. Warum hat er sein Handy nicht ausgeschaltet? Die Frau erzählt von sich. Er hört ihr zu. Sie sagt, sie liebe ihn. Und sie sagt, sie sei seit Wochen in der Psychiatrie. Von sich erzählt der Mann ihr nichts. Sie scheint auch nicht wirklich etwas von ihm wissen zu wollen. Eine Art Phasenverschiebung kommt in Gang. Ruft die Frau einmal nicht an, fehlt sie ihm. Wer nutzt wen aus? Die Verzweiflung der Frau scheint von Tag zu Tag zuzunehmen, immer merkwürdigere Dinge erzählt sie. Sie wird zudringlich, er möchte sie sich vom Leib halten, aber nicht ihre Stimme. Unfreiwillig wird der Mann zum Mitwisser bedrohlicher Vorgänge. Unfreiwillig? Und die Verschwörung, von der die Frau erzählt, die sie so eindringlich vor Augen stellt, wenn nun doch etwas daran wäre? Eines Tages bekommt der Mann tatsächlich einen Brief. Wenig später ein Paket. Die Sache nimmt Konturen an. Und sollte so schnell wie möglich beendet werden. //
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[Audio]-Infos Datum: 08.03.2013
Länge: 01:09:27
Größe: 63.59 MB
Ulrike Haage: alles, aber anders - 12 Miniaturen über Eva Hesse - 01.03.2013
Mit Anna Lena Zühlke, Cristin König, Ingo Hülsmann, Myra Davies / Realisation: Ulrike Haage / BR 2009 / Länge: 53'47 // Eva Hesse zählt heute zu den wichtigsten bildenden Künstlerinnen des zwanzigsten Jahrhunderts. Geboren 1936 in Hamburg, gestorben 1970 in New York: ihr kurzes, intensives Leben ist von so vielen traumatischen Erlebnissen geprägt, das es mehrere Biografien ausfüllen könnte. Im Alter von zwei Jahren wird sie mit ihrer Schwester Helen auf dem Bahnhof Altona von den Eltern getrennt, die Emigration der jüdischen Familie gelingt nur, da die Eltern die Töchter alleine vorschicken und für Monate in einem niederländischen Kinderheim unterbringen. Später wird die Familie in New York wieder vereint. Die Mutter, die ihre eigenen Eltern im Holocaust verliert, kommt mit der neuen Lebenssituation im fremden Land nicht klar und springt von einem Hochhaus, als Eva zehn Jahre alt ist. „Mein Vater war Strafverteidiger und meine Mutter war die schönste Frau der Welt. Sie sah aus wie Ingrid Bergmann, und sie war depressiv“ schreibt Eva Hesse später über ihre Familie. Ihr Vater heiratet wieder. Mit der Stiefmutter wird Eva Hesse zeit ihres Lebens nicht warm. Nach der Schule beginnt sie ein Studium der Grafik, wirft dieses aber hin, da es ihr mit zu vielen Normen behaftet scheint. Sie beschließt, Künstlerin zu werden, da es das einzige zu schein scheint, das ihr leicht fällt. „Vielleicht stellen Worte die beste Möglichkeit zu kommunizieren dar, aber ich war nicht in der Lage das zu erreichen. Ich habe mehr Praxis im Visuellen. Ich weiß mehr darüber, und ich habe mehr Vertrauen zum Visuellen. Aber ich würde das alles gerne mit Worten erreichen“ schrieb Eva Hesse in eines ihrer Tagebücher. Anfang der sechziger Jahre erhält sie wesentliche Impulse durch die Arbeit von Marcel Duchamp. Doch bald verfolgt sie einen eigenständigen künstlerischen Ansatz: „Nicht-Kunst, nicht assoziativ, nicht anthropomorph, nicht geometrisch, nicht Nichts. Alles, aber anders, als Vision von einem ganz anderen Referenzpunkt.“ Sie wendet sich Objekten und Skulpturen zu, experimentiert mit Stoffen, Latex, Seilen, Polyesterharz, Fiberglas und mit sich zersetzenden Materialien. Sie lebt für ihre Kunst und versucht mithilfe ihrer Kunst am Leben zu bleiben. Als ihr mit 33 Jahren ein Gehirntumor diagnostiziert wird, und sie sich operieren lassen muss, arbeitet sie weiter. 1970 stirbt sie, gerade mal 34 Jahre alt. Ihr Verhältnis zum Schreiben ist trotz ihrer Selbstzweifel ausgeprägt vorhanden. Es erscheint in Form von Notizen, Listen, Stichwortsammlungen, Aufzählungen und nicht zuletzt in Form von Titeln, die sie ihren Werken gibt. Textgrundlage des Hörspiels bildet eine Auswahl unkommentierter Zitate aus ihren Aufzeichnungen und Interviews. Die Produktion folgt den Grundgedanken und der Materialbesessenheit Eva Hesses und transformiert die Sinnlichkeit ihrer Skulpturen und ihrer Materialien unmittelbar ins Akustische. //
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[Audio]-Infos Datum: 01.03.2013
Länge: 00:53:55
Größe: 49.37 MB
Eran Schaerf: fm-scenario - Sendesprache - verdeckte Operation - Ansage - Fehler - 22.02.2013
Eine Kooperation von: BR Hörspiel und Medienkunst; A Production e. V., Berlin; Hartware MedienKunstVerein, Dortmund; Haus der Kulturen der Welt, Berlin; Les Complices, Zürich; Museum für Konkrete Kunst, Ingolstadt; ZKM, Karlsruhe; Kulturstiftung des Bundes / Realisation: Eran Schaerf / Montage: Inke Arns / BR 2013 / Länge: 42'43 // FM-Scenario ist ein intermediales Projekt von Eran Schaerf, das das Internet als Produktionsort nutzt, um Inhalte für weitere Medien - konkret: Radiosendung, Ausstellung und Publikation - zu generieren.// Die Montage FM-Scenario - Sendesprache - verdeckte Operation - Ansage - Fehler der Kuratorin Inke Arns bildet gleichzeitig den Ausgangspunkt der FM-Scenario Ausstellung im Hartware MedienKunstVerein (16.2.-1.4.2013). „Bekannt für seine Höreranrufe, die von einem automatischen Moderator moderiert werden, bietet Die Stimme des Hörers seinen Hörern die Möglichkeit, eigene Nachrichten zu generieren. Wer sich dafür noch auf der einen oder anderen Pressekonferenz informieren will, aber keinen Presseausweis besitzt, kann sich durch eine Programmfunktion namens Maske einen Zugangscode erstellen und unbemerkt dabei sein. ‚Es handelt sich um eine Art Radio-Ticker des Bürgerjournalismus’, sagt ein Sprecher des Verbands Europäischer Nachrichtenagenturen, der nicht genannt werden möchte. ‚Das ist in Zeiten der Krise der Nachrichtenmedien durchaus sinnvoll. Fragwürdig ist jedoch, dass Die Stimme des Hörers keinerlei Hierarchie zwischen Informationsquellen anstrebt. Hörer werden Berichterstatter und umgekehrt – jeder hat Zugang zu dem Cloud Server des Senders, kann sich dort bedienen, eigene Berichte verfassen und ist bereits während seiner Suche auf Sendung.’“Das hört sich wie Demokratie an. Sie scheitert spätestens, wenn sie Programm wird und von dem automatischen Moderator eine Stimme erhält: „Ich verstehe Sie nicht. Sie sprechen in einem unbekannten Format. Sie haben das Format Nachrichten eingestellt und sprechen von sich. Oder wollten Sie eine private Nachricht verfassen?“ Während Die Stimme des Hörers eine Fiktion bleibt, in der die Montage der Wirklichkeit durch die Massenmedien wiederaufgeführt wird, bietet das Online-Studio fm-scenario.net Nutzerinnen die Möglichkeit, narrativer Module aus Eran Schaerfs Hörspielarbeit zu ihrer eigenen Version der Stimme des Hörers zusammenzustellen. //
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[Audio]-Infos Datum: 22.02.2013
Länge: 00:42:51
Größe: 39.24 MB
Die Quellen sprechen. Teil 4: Polen September 1939 - Juli 1941 - 16.02.2013
Mit Bibiana Beglau, Matthias Brandt und den Zeitzeugen Bea Green, Helga Verleger, Natan Grossmann, Marcel Reich-Ranicki, Salo Wolf / Bearbeitet von Klaus-Peter Friedrich / Mitarbeit: Andrea Löw / Skript Höredition: Michael Farin / Regie: Ulrich Gerhardt BR Hörspiel und Medienkunst in Zusammenarbeit mit dem Institut für Zeitgeschichte/Edition 'Judenverfolgung 1933 - 1945‘, 2013 / Länge: 112'08 // Die Quellen sprechen. Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945. Eine dokumentarische Höredition. Nirgendwo in Europa lebten so viele Juden wie in Polen; an die zwei Millionen von ihnen fielen nach dem Einmarsch der Wehrmacht am 1. September 1939 unter deutsche Herrschaft. Fünf Jahre später lebten nur noch 10 Prozent von ihnen. Der vierte Teil konzentriert sich auf die antijüdische Politik der Deutschen in den besetzten polnischen Gebieten vom Kriegsbeginn 1939 bis zum Einmarsch in die Sowjetunion im Sommer 1941. Die Quellen berichten von den Umsiedlungs- und Deportationsvorhaben, der aggressiven Propaganda und den erweiterten, kriegsbedingten Freiräumen der Machthaber; sie dokumentieren die Verzweiflung der polnischen Juden, die ambivalente Rolle der Judenräte und die Zustände in den überfüllten Ghettos. Einen Tag vor dem Abschluss des deutsch-sowjetischen Nichtangriffspakts hatte Hitler am 22. August 1939 auf dem Obersalzberg seinen Generälen gegenüber verkündet: „Vernichtung Polens im Vordergrund. Ziel ist die Beseitigung der lebendigen Kräfte, nicht die Erreichung einer bestimmten Linie. [...] Herz verschließen gegen Mitleid. Brutales Vorgehen. 80 Millionen Menschen müssen ihr Recht bekommen.“ Nachdem sich im Oktober 1939 die letzten polnischen Truppen ergeben hatten, wurde Polen zwischen Deutschland und der Sowjetunion aufgeteilt. Die westlichen Provinzen wurden dem Deutschen Reich zugeschlagen. Das restliche besetzte Areal, das „Generalgouvernement“, sollte als Reservoir billiger Arbeitskräfte dienen, in das man „unerwünschte Elemente“ abschieben konnte. Dort lebten 12 Millionen Menschen, darunter etwa 1,5 Millionen Juden. In Polen zögerten die Besatzer nicht lange mit der Anordnung, die im Reich erst im September 1941 eingeführt wurde: die Kennzeichnung der jüdischen Bevölkerung. Die Bildung der ersten Ghettos wurde noch Ende 1939 befohlen. Im Warschauer Ghetto drängten sich ungefähr 445.000 Menschen auf vier Quadratkilometern zusammen. Etwa ein Viertel der Bewohner verhungerte oder starb an Typhus, Tuberkulose oder Schwindsucht. Das Massensterben begann bereits lange vor dem Einmarsch der Erschießungskommandos nach Ostpolen und dem Angriff auf die Sowjetunion im Juni 1941. //
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[Audio]-Infos Datum: 16.02.2013
Länge: 01:52:16
Größe: 102.80 MB
Die Quellen sprechen. Zeitzeugen: Helga Verleger und Henny Brenner - 11.02.2013
Zusammenstellung: Kirsten Böttcher / BR 2013 // An der dokumentarischen Höredition "Die Quellen sprechen. Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933 - 1945" beteiligten sich viele Holocaust-Überlebende. Sie gaben Opferdokumenten ihre Stimme. Während der Aufnahmen zur Höredition führte Regisseur Ulrich Gerhardt auch Gespräche mit den Zeitzeugen, bei denen sie von ihren eigenen Erfahrungen berichteten. Eine Auswahl der Gespräche wird in drei Sendeterminen auf Bayern 2 vorgestellt, sämtliche Gespräche finden sich auf der Webseite die-quellen-sprechen.de
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[Audio]-Infos Datum: 11.02.2013
Länge: 00:53:56
Größe: 49.39 MB
Die Quellen sprechen. Teil 3: Deutsches Reich und Protektorat September 1939 - September 1941 - 09.02.2013
Mit Bibiana Beglau, Matthias Brandt und den Zeitzeugen Helga Hošková-Weissová, Ruth Klüger, Arno Hamburger, Walter Joelsen, Pavel Stránský / Bearbeitet von Andrea Löw / Skript Höredition: Katarina Agathos / Regie: Ulrich Gerhardt BR Hörspiel und Medienkunst in Zusammenarbeit mit dem Institut für Zeitgeschichte/Edition 'Judenverfolgung 1933 - 1945‘, 2013 / Länge: 112'46 // Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945. Eine dokumentarische Höredition. Mit Kriegsbeginn am 1. September 1939 verschlechterte sich die Lage der Juden drastisch. Gesellschaftlich isoliert, systematisch enteignet und mit rigiden Einreisebestimmungen möglicher Zielländer konfrontiert, scheiterten die meisten Emigrationsbemühungen der deutschen, österreichischen und tschechischen Juden. Die nationalsozialistische Politik ging von einer forcierten Auswanderung und Drangsalierung der jüdischen Bevölkerung zum Massenmord über. Die ausgewählten Quellen dokumentieren die frühen Versuche der deutschen Behörden, die Juden an die Randzonen ihres Machtgebietes zu deportieren und belegen die antijüdische Politik im sogenannten Protektorat Böhmen und Mähren. Es wurden vor allem Maßnahmen ergriffen, die bereits im Altreich und in Österreich erprobt waren. Die Regierung des besetzten Landes kooperierte. Seit Juni 1939 galten auch hier die „Nürnberger Gesetze“. Von Oktober 1939 an wurden in fünf Transporten etwa 5.000 Juden aus Wien, Mährisch-Ostrau und Kattowitz in das Gebiet um Nisko am San bei Lublin im deutsch besetzten Teil Polens verschleppt. Doch sowohl der Plan, die Juden ins polnische Generalgouvernement abzuschieben, als auch das Projekt, die europäischen Juden nach Madagaskar zu deportieren, scheiterten. Die Grundidee aber, alle Juden innerhalb des deutschen Einflussgebiets in eine abgelegene Region zu sperren, ließ die Planer nicht mehr los. Mit dem Angriff auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 war ein Wendepunkt erreicht: Es wurde ein Vernichtungskrieg. Mit der Berechtigung des Sicherheitsdienstes, „Exekutivmaßnahmen“ treffen zu können, mit dem „Kriegsgerichtsbarkeitserlass“ und dem späteren Befehl Heydrichs, sämtliche jüdische Kriegsgefangene zu erschießen, wurde im besetzten Gebiet ein rechtsfreier Raum geschaffen. Wochen später wurden Massenerschießungen an jüdischen Männern, Frauen und Kindern verübt. In dieser Phase stimmte Hitler der Kennzeichnungspflicht der Juden zu: Seit September 1941 mussten alle deutschen und im Protektorat lebenden Juden, die über sechs Jahre alt waren, einen gelben Stern tragen. //
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[Audio]-Infos Datum: 09.02.2013
Länge: 01:52:55
Größe: 103.39 MB
Die Quellen sprechen. Zeitzeugen : Abba Naor und Walter Joelsen - 04.02.2013
Zusammenstellung: Kirsten Böttcher / BR 2013 An der dokumentarischen Höredition "Die Quellen sprechen. Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933 - 1945" beteiligten sich viele Holocaust-Überlebende. Sie gaben Opferdokumenten ihre Stimme. Während der Aufnahmen zur Höredition führte Regisseur Ulrich Gerhardt auch Gespräche mit den Zeitzeugen, bei denen sie von ihren eigenen Erfahrungen berichteten. Eine Auswahl der Gespräche wird in drei Sendeterminen auf Bayern 2 vorgestellt, sämtliche Gespräche finden sich auf der Webseite die-quellen-sprechen.de
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[Audio]-Infos Datum: 04.02.2013
Länge: 00:51:30
Größe: 47.16 MB
Die Quellen sprechen. Teil 2: Deutsches Reich 1938-August 1939 - 02.02.2013
Mit Bibiana Beglau, Matthias Brandt und den Zeitzeugen Henny Brenner, Inge Lammel, Abba Naor, Ari Rath, Uri Siegel / Bearbeitet von Susanne Heim / Skript Höredition: Susanne Heim / Regie: Ulrich Gerhardt BR Hörspiel und Medienkunst in Zusammenarbeit mit dem Institut für Zeitgeschichte/Edition 'Judenverfolgung 1933 - 1945‘, 2013 / Länge: 105'22 // Die Quellen sprechen. Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945. Eine dokumentarische Höredition. In der immer aggressiveren antijüdischen Politik im Deutschen Reich setzt der Novemberpogrom 1938 die entscheidende Zäsur vor dem Beginn der Deportationen. Die sich anschließende, enthemmte "Arisierung" und die radikalere Vertreibungspolitik gegen die jüdische Bevölkerung gehen Hand in Hand mit dem NS-Rüstungsplan und der Expansion des Deutschen Reichs. In den zwanzig Monaten zwischen Januar 1938 und dem 31. August 1939 annektierte Deutschland im März Österreich, im Oktober das Sudetenland. Im März 1939 "übergab" Litauen das Memelland an die NS-Regierung. Eine Woche zuvor war die Wehrmacht in Prag einmarschiert, am 1. September fiel sie in Polen ein. In seiner Reichstagsrede vom 30. Januar 1939 gab Hitler dem „internationalen Finanzjudentum“ die Schuld an einem möglichen neuen Weltkrieg und fügte an, dass das Ergebnis „die Vernichtung der jüdischen Rasse in Europa“ sein werde. Einen konkreten Plan zum Genozid hatte er aber noch nicht. Doch tauchten in den Zeitungen vermehrt Begriffe auf wie „endgültige Lösung der Judenfrage“. Spätestens seit dem Novemberpogrom herrschte für Juden in Deutschland Lebensgefahr. Im Jahr 1938 verfünffachte sich die Zahl der Flüchtlinge: Aus dem Altreich emigrierten etwa 40.000 Juden und an die 60.000 aus Österreich. Allerdings wurden sie nirgendwo mit offenen Armen empfangen. Dokumente des 2. Teils u. a.: ein Tagebuchauszug eines jüdischen Wiener Arztes, der den von den Österreichern bejubelten Einmarsch der Deutschen am 11. März 1938 beschreibt und von Hetzjagden auf jüdische Geschäfte berichtet, die „liquidiert“ oder „arisiert“ werden; Eichmanns Brief an seinen Vorgesetzten Hagen über seine Methoden, die österreichischen Juden zur Auswanderung zu zwingen; ausländische Presseberichte, die internationale Proteste gegen die Massenverhaftungen in Deutschland fordern; Heydrichs Fernschreiben zur Durchführung des Novemberpogroms; Bittbrief eines Vaters an eine Londoner Hilfsorganisation um einen Kindertransportplatz für seine Tochter; ein anonymer Bericht, der das Flüchtlingschaos an den deutschen Grenzen schildert. //
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[Audio]-Infos Datum: 02.02.2013
Länge: 01:45:31
Größe: 96.60 MB
Die Quellen sprechen. Zeitzeugen: Ursula Beyrodt und Salo Wolf - 28.01.2013
Zusammenstellung: Kirsten Böttcher / BR 2013 An der dokumentarischen Höredition "Die Quellen sprechen. Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933 - 1945" beteiligten sich viele Holocaust-Überlebende. Sie gaben Opferdokumenten ihre Stimme. Während der Aufnahmen zur Höredition führte Regisseur Ulrich Gerhardt auch Gespräche mit den Zeitzeugen, bei denen sie von ihren eigenen Erfahrungen berichteten. Eine Auswahl der Gespräche wird in drei Sendeterminen auf Bayern 2 vorgestellt, sämtliche Gespräche finden sich auf der Webseite die-quellen-sprechen.de Eine Auswahl der Gespräche wird in drei Sendeterminen auf Bayern 2 vorgestellt, sämtliche Gespräche finden sich auf der Webseite die-quellen-sprechen.de
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[Audio]-Infos Datum: 28.01.2013
Länge: 00:49:54
Größe: 45.70 MB
Die Quellen sprechen. Teil 1: Deutsches Reich 1933-1937 - 26.01.2013
Mit Bibiana Beglau, Matthias Brandt und den Zeitzeugen Ursula Beyrodt, Henry G. Brandt, Ernst Grube, Anita Lasker-Wallfisch, Max Mannheimer / Bearbeitet von Wolf Gruner / Skript Höredition: Katarina Agathos/Michael Farin / Regie: Ulrich Gerhardt / BR Hörspiel und Medienkunst in Zusammenarbeit mit dem Institut für Zeitgeschichte/ Edition 'Judenverfolgung 1933 - 1945‘, 2013 / Länge: 101'59 // Die Quellen sprechen. Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945. Eine dokumentarische Höredition. Der erste Teil der Höredition dokumentiert chronologisch die deutsche Judenpolitik bis 1937. Dreißig historische Schriftstücke zeugen davon, wie die deutschen Juden mit allen Mitteln – durch neu geschaffene Verordnungen oder durch rohe Gewalt – drangsaliert, entrechtet und aus ihrer Heimat vertrieben wurden. Die Masse der Bevölkerung reagierte darauf passiv. Fünf jüdische Überlebende des Holocaust sowie zwei Schauspieler geben den historischen Dokumenten ihre Stimme. Sie berichten von den Massenentlassungen jüdischer Beamter, von reichsweiten antijüdischen Boykotts, von Misshandlungen im ersten offiziellen KZ in Dachau, und von der Verdrängung der Juden aus dem öffentlichen Dienst, den Schulen, aus der Wirtschaft und von der Entrechtung mittels der Durchsetzung des „Arierparagraphen“ und der „Nürnberger Gesetze“. Als Goebbels Ende 1937 die „Beseitigung“ der Juden aus dem deutschen Kulturleben verkündete, hatten mehr als 125.000 Juden Deutschland verlassen. //
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[Audio]-Infos Datum: 26.01.2013
Länge: 01:42:08
Größe: 93.51 MB
to rococo rot: Walter Ruttmann Weekend Remix - Berlin 98 Version - 18.01.2013
BR 1998 // Länge: 10'06 // Die einzige Hörspielarbeit des Filmemachers Walter Ruttmann, entstanden 1930, schrieb Rundfunkgeschichte: Weekend. In diesem 'Tonfilm ohne Bilder' zeichnet Ruttmann mit Geräuschen und Satzfetzen das akustische Bild eines Großstadtwochenendes. Die Produktion, die den Charakter eines Sampling avant la lettre hat, galt lange als verschollen. Erst 1978 wurde in New York eine Kopie entdeckt. 20 Jahre später diente Ruttmanns O-Ton-Collage als Vorlage für das Projekt Walter Ruttmann Weekend Remix. Sechs Musiker und DJs konfrontierten den Hörspielklassiker mit den Möglichkeiten und Methoden von Mix und Remix. Die 11-Minuten-Länge des historischen Originals war dabei die einzige Vorgabe. Jede Remixversion eröffnet eine neue ästhetische Perspektive und macht Hörspiel gelegentlich auch tanzbar. "Laut des Schnittplans ist Weekend ja sehr musikalisch geschnitten, mit verschiedenen Taktmassen, beim Freitagabend zum Beispiel, wo die ganze Freitagsarbeits- und Maschinenwelt nach ¼ Noten, nach 1/16 Noten geschnitten ist und das haben wir grob beachtet, für heute gings eher darum, rauszufinden und zu hören, wie heute ein Wochenende in Tönen funktioniert, so als unser Leitfaden."( to rococo rot) /
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[Audio]-Infos Datum: 18.01.2013
Länge: 00:10:18
Größe: 9.44 MB
Julian Doepp: Fotos vom guten Leben - 13.01.2013
Mit Tom Schilling, Maria Magdalena Wardzinska, Axel Werner, Mathilde Bundschuh, Jeremy Mockridge, Susanne Hoss, Janna Horstmann / Komposition: Matthias Grübel / Regie: Julian Doepp / BR 2013 / Länge: 55'42 // Jeder will Teil einer Geschichte sein. Aram, erfolgloser Fotograf in Neukölln, erzählt von einem falschen Frühling. Von Elena, seiner Jugendliebe, die seit der Schulzeit mit seinem besten Freund zusammen ist. Und vom Jahr der Krise, als Elena ihren Job verliert und der Freund beim Frühstück im Café mit ihr Schluss macht. Was tun, wenn die Erfolgsgeschichte stockt? Aram will Elena helfen – und zugleich herausfinden, was es mit dem guten Leben auf sich hat. Mit den Leuten, die immer schon wissen, wo es lang geht. Wie die Schüler im Park vor seinem Haus, deren Rituale Aram beobachtet. Bis sie ihn plötzlich ansprechen. Oder wie der alternde Filmproduzent, der eines Tages bei Elena anruft. Auf einem Gutshof tief in der Uckermark soll sie für ihn arbeiten. Doch Elena versagt. Und Aram macht sich auf den Weg, sie zu retten. "Fotos vom guten Leben" kreist um die Panik in der Großstadt, um Zweifel und versagende Selbstbilder. Momentaufnahmen des prekären Alltags werden zum Material für Arams Suche nach einer Erzählung, die nur ihm gehört. So realistisch wie märchenhaft, so sprunghaft wie intensiv, folgt das Hörspiel seinem Versuch, Liebe und Selbst neu zu erfinden – als Entwicklungsroman zwischen Kammerspiel und Cinemascope, zwischen Abgesang und Mutprobe. //
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[Audio]-Infos Datum: 13.01.2013
Länge: 00:55:50
Größe: 51.13 MB
Robert Musil: Der Mann ohne Eigenschaften. Remix (20/20) - 04.01.2013
Mit Manfred Zapatka, Ulrich Matthes, Susanne Wolff, Wolf Bachofner, Ulli Maier, Angela Winkler, Josef Bierbichler, Ignaz Kirchner, Wolfgang Hübsch, Sunnyi Melles, Achim Buch, Nadine Geyersbach, Michael Rotschopf, Peter Fricke, Dorothee Hartinger, Jens Wawrczeck, Gottfried Breitfuß, Oliver Stern, Felix von Manteuffel / Konzept: Katarina Agathos, Herbert Kapfer / Skript: Katarina Agathos, Klaus Buhlert, Herbert Kapfer / Regie: Klaus Buhlert / Wissenschaftliche Beratung: Walter Fanta / BR 2004 / Länge: 50'14 // 20 Stunden Weltliteratur. Die sich weit verzweigende Handlung, immer wieder von essayistischen Exkursen unterbrochen, ist in der österreichisch-ungarischen k.u.k. Monarchie kurz vor dem ersten Weltkrieg angesiedelt. Der Zugriff auf das gesamte Mann ohne Eigenschaften-Konvolut, das sich aus Veröffentlichungen, aus Druckfahnen und Entwürfen in unterschiedlichen Textstufen zusammensetzte, aber auch Musils essayistische und vielstimmige Erzählweise und die Unabgeschlossenheit des Romans führten zu der Überlegung Hör- und Gedankenspiele zu produzieren und eine auditive Erzählform mit inszenierten Textpassagen und nacherzählenden bzw. reflexiven Originaltonsequenzen zu entwickeln. //
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[Audio]-Infos Datum: 04.01.2013
Länge: 00:50:34
Größe: 34.76 MB
Robert Musil: Der Mann ohne Eigenschaften. Remix (19/20) - 04.01.2013
Mit Manfred Zapatka, Ulrich Matthes, Susanne Wolff, Wolf Bachofner, Ulli Maier, Angela Winkler, Josef Bierbichler, Ignaz Kirchner, Wolfgang Hübsch, Sunnyi Melles, Achim Buch, Nadine Geyersbach, Michael Rotschopf, Peter Fricke, Dorothee Hartinger, Jens Wawrczeck, Gottfried Breitfuß, Oliver Stern, Felix von Manteuffel / Konzept: Katarina Agathos, Herbert Kapfer / Skript: Katarina Agathos, Klaus Buhlert, Herbert Kapfer / Regie: Klaus Buhlert / Wissenschaftliche Beratung: Walter Fanta / BR 2004 / Länge: 59'41 // 20 Stunden Weltliteratur. Die sich weit verzweigende Handlung, immer wieder von essayistischen Exkursen unterbrochen, ist in der österreichisch-ungarischen k.u.k. Monarchie kurz vor dem ersten Weltkrieg angesiedelt. Der Zugriff auf das gesamte Mann ohne Eigenschaften-Konvolut, das sich aus Veröffentlichungen, aus Druckfahnen und Entwürfen in unterschiedlichen Textstufen zusammensetzte, aber auch Musils essayistische und vielstimmige Erzählweise und die Unabgeschlossenheit des Romans führten zu der Überlegung Hör- und Gedankenspiele zu produzieren und eine auditive Erzählform mit inszenierten Textpassagen und nacherzählenden bzw. reflexiven Originaltonsequenzen zu entwickeln. //
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[Audio]-Infos Datum: 04.01.2013
Länge: 01:01:50
Größe: 42.50 MB
Robert Musil: Der Mann ohne Eigenschaften. Remix (18/20) - 04.01.2013
Mit Manfred Zapatka, Ulrich Matthes, Susanne Wolff, Wolf Bachofner, Ulli Maier, Angela Winkler, Josef Bierbichler, Ignaz Kirchner, Wolfgang Hübsch, Sunnyi Melles, Achim Buch, Nadine Geyersbach, Michael Rotschopf, Peter Fricke, Dorothee Hartinger, Jens Wawrczeck, Gottfried Breitfuß, Oliver Stern, Felix von Manteuffel / Konzept: Katarina Agathos, Herbert Kapfer / Skript: Katarina Agathos, Klaus Buhlert, Herbert Kapfer / Regie: Klaus Buhlert / Wissenschaftliche Beratung: Walter Fanta / BR 2004 / Länge: 57'05 // 20 Stunden Weltliteratur. Die sich weit verzweigende Handlung, immer wieder von essayistischen Exkursen unterbrochen, ist in der österreichisch-ungarischen k.u.k. Monarchie kurz vor dem ersten Weltkrieg angesiedelt. 20 Stunden Weltliteratur. Die sich weit verzweigende Handlung, immer wieder von essayistischen Exkursen unterbrochen, ist in der österreichisch-ungarischen k.u.k. Monarchie kurz vor dem ersten Weltkrieg angesiedelt. Der Zugriff auf das gesamte Mann ohne Eigenschaften-Konvolut, das sich aus Veröffentlichungen, aus Druckfahnen und Entwürfen in unterschiedlichen Textstufen zusammensetzte, aber auch Musils essayistische und vielstimmige Erzählweise und die Unabgeschlossenheit des Romans führten zu der Überlegung Hör- und Gedankenspiele zu produzieren und eine auditive Erzählform mit inszenierten Textpassagen und nacherzählenden bzw. reflexiven Originaltonsequenzen zu entwickeln. //
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[Audio]-Infos Datum: 04.01.2013
Länge: 00:57:25
Größe: 39.47 MB
Robert Musil: Der Mann ohne Eigenschaften. Remix (17/20) - 04.01.2013
Mit Manfred Zapatka, Ulrich Matthes, Susanne Wolff, Wolf Bachofner, Ulli Maier, Angela Winkler, Josef Bierbichler, Ignaz Kirchner, Wolfgang Hübsch, Sunnyi Melles, Achim Buch, Nadine Geyersbach, Michael Rotschopf, Peter Fricke, Dorothee Hartinger, Jens Wawrczeck, Gottfried Breitfuß, Oliver Stern, Felix von Manteuffel / Konzept: Katarina Agathos, Herbert Kapfer / Skript: Katarina Agathos, Klaus Buhlert, Herbert Kapfer / Regie: Klaus Buhlert / Wissenschaftliche Beratung: Walter Fanta / BR 2004 Länge: 59'54 // 20 Stunden Weltliteratur. Die sich weit verzweigende Handlung, immer wieder von essayistischen Exkursen unterbrochen, ist in der österreichisch-ungarischen k.u.k. Monarchie kurz vor dem ersten Weltkrieg angesiedelt. Der Zugriff auf das gesamte Mann ohne Eigenschaften-Konvolut, das sich aus Veröffentlichungen, aus Druckfahnen und Entwürfen in unterschiedlichen Textstufen zusammensetzte, aber auch Musils essayistische und vielstimmige Erzählweise und die Unabgeschlossenheit des Romans führten zu der Überlegung Hör- und Gedankenspiele zu produzieren und eine auditive Erzählform mit inszenierten Textpassagen und nacherzählenden bzw. reflexiven Originaltonsequenzen zu entwickeln. //
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[Audio]-Infos Datum: 04.01.2013
Länge: 01:05:24
Größe: 44.94 MB
Robert Musil: Der Mann ohne Eigenschaften. Remix (16/20) - 04.01.2013
Mit Manfred Zapatka, Ulrich Matthes, Susanne Wolff, Wolf Bachofner, Ulli Maier, Angela Winkler, Josef Bierbichler, Ignaz Kirchner, Wolfgang Hübsch, Sunnyi Melles, Achim Buch, Nadine Geyersbach, Michael Rotschopf, Peter Fricke, Dorothee Hartinger, Jens Wawrczeck, Gottfried Breitfuß, Oliver Stern, Felix von Manteuffel / Konzept: Katarina Agathos, Herbert Kapfer / Skript: Katarina Agathos, Klaus Buhlert, Herbert Kapfer / Regie: Klaus Buhlert / Wissenschaftliche Beratung: Walter Fanta / BR 2004 Länge: 58'51 // 20 Stunden Weltliteratur. Die sich weit verzweigende Handlung, immer wieder von essayistischen Exkursen unterbrochen, ist in der österreichisch-ungarischen k.u.k. Monarchie kurz vor dem ersten Weltkrieg angesiedelt. Der Zugriff auf das gesamte Mann ohne Eigenschaften-Konvolut, das sich aus Veröffentlichungen, aus Druckfahnen und Entwürfen in unterschiedlichen Textstufen zusammensetzte, aber auch Musils essayistische und vielstimmige Erzählweise und die Unabgeschlossenheit des Romans führten zu der Überlegung Hör- und Gedankenspiele zu produzieren und eine auditive Erzählform mit inszenierten Textpassagen und nacherzählenden bzw. reflexiven Originaltonsequenzen zu entwickeln. //
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[Audio]-Infos Datum: 04.01.2013
Länge: 00:59:11
Größe: 40.67 MB
Robert Musil: Der Mann ohne Eigenschaften. Remix (15/20) - 04.01.2013
Mit Manfred Zapatka, Ulrich Matthes, Susanne Wolff, Wolf Bachofner, Ulli Maier, Angela Winkler, Josef Bierbichler, Ignaz Kirchner, Wolfgang Hübsch, Sunnyi Melles, Achim Buch, Nadine Geyersbach, Michael Rotschopf, Peter Fricke, Dorothee Hartinger, Jens Wawrczeck, Gottfried Breitfuß, Oliver Stern, Felix von Manteuffel / Konzept: Katarina Agathos, Herbert Kapfer / Skript: Katarina Agathos, Klaus Buhlert, Herbert Kapfer / Regie: Klaus Buhlert / Wissenschaftliche Beratung: Walter Fanta / BR 2004 / Länge: 58'21 // 200420 Stunden Weltliteratur. Die sich weit verzweigende Handlung, immer wieder von essayistischen Exkursen unterbrochen, ist in der österreichisch-ungarischen k.u.k. Monarchie kurz vor dem ersten Weltkrieg angesiedelt. Der Zugriff auf das gesamte Mann ohne Eigenschaften-Konvolut, das sich aus Veröffentlichungen, aus Druckfahnen und Entwürfen in unterschiedlichen Textstufen zusammensetzte, aber auch Musils essayistische und vielstimmige Erzählweise und die Unabgeschlossenheit des Romans führten zu der Überlegung Hör- und Gedankenspiele zu produzieren und eine auditive Erzählform mit inszenierten Textpassagen und nacherzählenden bzw. reflexiven Originaltonsequenzen zu entwickeln. //
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[Audio]-Infos Datum: 04.01.2013
Länge: 00:58:40
Größe: 40.33 MB
Robert Musil: Der Mann ohne Eigenschaften. Remix (14/20) - 04.01.2013
Mit Manfred Zapatka, Ulrich Matthes, Susanne Wolff, Wolf Bachofner, Ulli Maier, Angela Winkler, Josef Bierbichler, Ignaz Kirchner, Wolfgang Hübsch, Sunnyi Melles, Achim Buch, Nadine Geyersbach, Michael Rotschopf, Peter Fricke, Dorothee Hartinger, Jens Wawrczeck, Gottfried Breitfuß, Oliver Stern, Felix von Manteuffel / Konzept: Katarina Agathos, Herbert Kapfer / Skript: Katarina Agathos, Klaus Buhlert, Herbert Kapfer / Regie: Klaus Buhlert / Wissenschaftliche Beratung: Walter Fanta / BR 2004 / Länge: 58'33 // 20 Stunden Weltliteratur. Die sich weit verzweigende Handlung, immer wieder von essayistischen Exkursen unterbrochen, ist in der österreichisch-ungarischen k.u.k. Monarchie kurz vor dem ersten Weltkrieg angesiedelt. Der Zugriff auf das gesamte Mann ohne Eigenschaften-Konvolut, das sich aus Veröffentlichungen, aus Druckfahnen und Entwürfen in unterschiedlichen Textstufen zusammensetzte, aber auch Musils essayistische und vielstimmige Erzählweise und die Unabgeschlossenheit des Romans führten zu der Überlegung Hör- und Gedankenspiele zu produzieren und eine auditive Erzählform mit inszenierten Textpassagen und nacherzählenden bzw. reflexiven Originaltonsequenzen zu entwickeln. //
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[Audio]-Infos Datum: 04.01.2013
Länge: 00:58:53
Größe: 40.47 MB
Robert Musil: Der Mann ohne Eigenschaften. Remix (13/20) - 04.01.2013
Mit Manfred Zapatka, Ulrich Matthes, Susanne Wolff, Wolf Bachofner, Ulli Maier, Angela Winkler, Josef Bierbichler, Ignaz Kirchner, Wolfgang Hübsch, Sunnyi Melles, Achim Buch, Nadine Geyersbach, Michael Rotschopf, Peter Fricke, Dorothee Hartinger, Jens Wawrczeck, Gottfried Breitfuß, Oliver Stern, Felix von Manteuffel / Konzept: Katarina Agathos, Herbert Kapfer / Skript: Katarina Agathos, Klaus Buhlert, Herbert Kapfer / Regie: Klaus Buhlert / Wissenschaftliche Beratung: Walter Fanta / BR 2004 / Länge: 59'45 // 20 Stunden Weltliteratur. Die sich weit verzweigende Handlung, immer wieder von essayistischen Exkursen unterbrochen, ist in der österreichisch-ungarischen k.u.k. Monarchie kurz vor dem ersten Weltkrieg angesiedelt. Der Zugriff auf das gesamte Mann ohne Eigenschaften-Konvolut, das sich aus Veröffentlichungen, aus Druckfahnen und Entwürfen in unterschiedlichen Textstufen zusammensetzte, aber auch Musils essayistische und vielstimmige Erzählweise und die Unabgeschlossenheit des Romans führten zu der Überlegung Hör- und Gedankenspiele zu produzieren und eine auditive Erzählform mit inszenierten Textpassagen und nacherzählenden bzw. reflexiven Originaltonsequenzen zu entwickeln. //
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[Audio]-Infos Datum: 04.01.2013
Länge: 01:05:36
Größe: 45.09 MB
Robert Musil: Der Mann ohne Eigenschaften. Remix (12/20) - 04.01.2013
Mit Manfred Zapatka, Ulrich Matthes, Susanne Wolff, Wolf Bachofner, Ulli Maier, Angela Winkler, Josef Bierbichler, Ignaz Kirchner, Wolfgang Hübsch, Sunnyi Melles, Achim Buch, Nadine Geyersbach, Michael Rotschopf, Peter Fricke, Dorothee Hartinger, Jens Wawrczeck, Gottfried Breitfuß, Oliver Stern, Felix von Manteuffel / Konzept: Katarina Agathos, Herbert Kapfer / Skript: Katarina Agathos, Klaus Buhlert, Herbert Kapfer / Regie: Klaus Buhlert / Wissenschaftliche Beratung: Walter Fanta / BR 2004 / Länge: 59'52 // 20 Stunden Weltliteratur. Die sich weit verzweigende Handlung, immer wieder von essayistischen Exkursen unterbrochen, ist in der österreichisch-ungarischen k.u.k. Monarchie kurz vor dem ersten Weltkrieg angesiedelt. Der Zugriff auf das gesamte Mann ohne Eigenschaften-Konvolut, das sich aus Veröffentlichungen, aus Druckfahnen und Entwürfen in unterschiedlichen Textstufen zusammensetzte, aber auch Musils essayistische und vielstimmige Erzählweise und die Unabgeschlossenheit des Romans führten zu der Überlegung Hör- und Gedankenspiele zu produzieren und eine auditive Erzählform mit inszenierten Textpassagen und nacherzählenden bzw. reflexiven Originaltonsequenzen zu entwickeln. //
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[Audio]-Infos Datum: 04.01.2013
Länge: 01:12:54
Größe: 50.11 MB
Robert Musil: Der Mann ohne Eigenschaften. Remix (11/20) - 04.01.2013
Mit Manfred Zapatka, Ulrich Matthes, Susanne Wolff, Wolf Bachofner, Ulli Maier, Angela Winkler, Josef Bierbichler, Ignaz Kirchner, Wolfgang Hübsch, Sunnyi Melles, Achim Buch, Nadine Geyersbach, Michael Rotschopf, Peter Fricke, Dorothee Hartinger, Jens Wawrczeck, Gottfried Breitfuß, Oliver Stern, Felix von Manteuffel / Konzept: Katarina Agathos, Herbert Kapfer / Skript: Katarina Agathos, Klaus Buhlert, Herbert Kapfer / Regie: Klaus Buhlert / Wissenschaftliche Beratung: Walter Fanta / BR 2004 / Länge: 58'15 // 20 Stunden Weltliteratur. Die sich weit verzweigende Handlung, immer wieder von essayistischen Exkursen unterbrochen, ist in der österreichisch-ungarischen k.u.k. Monarchie kurz vor dem ersten Weltkrieg angesiedelt. Der Zugriff auf das gesamte Mann ohne Eigenschaften-Konvolut, das sich aus Veröffentlichungen, aus Druckfahnen und Entwürfen in unterschiedlichen Textstufen zusammensetzte, aber auch Musils essayistische und vielstimmige Erzählweise und die Unabgeschlossenheit des Romans führten zu der Überlegung Hör- und Gedankenspiele zu produzieren und eine auditive Erzählform mit inszenierten Textpassagen und nacherzählenden bzw. reflexiven Originaltonsequenzen zu entwickeln. //
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[Audio]-Infos Datum: 04.01.2013
Länge: 00:58:35
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Robert Musil: Der Mann ohne Eigenschaften. Remix (10/20) - 04.01.2013
Mit Manfred Zapatka, Ulrich Matthes, Susanne Wolff, Wolf Bachofner, Ulli Maier, Angela Winkler, Josef Bierbichler, Ignaz Kirchner, Wolfgang Hübsch, Sunnyi Melles, Achim Buch, Nadine Geyersbach, Michael Rotschopf, Peter Fricke, Dorothee Hartinger, Jens Wawrczeck, Gottfried Breitfuß, Oliver Stern, Felix von Manteuffel / Konzept: Katarina Agathos, Herbert Kapfer / Skript: Katarina Agathos, Klaus Buhlert, Herbert Kapfer / Regie: Klaus Buhlert / Wissenschaftliche Beratung: Walter Fanta / BR 2004 / Länge: 56'59 20 Stunden Weltliteratur. Die sich weit verzweigende Handlung, immer wieder von essayistischen Exkursen unterbrochen, ist in der österreichisch-ungarischen k.u.k. Monarchie kurz vor dem ersten Weltkrieg angesiedelt. Der Zugriff auf das gesamte Mann ohne Eigenschaften-Konvolut, das sich aus Veröffentlichungen, aus Druckfahnen und Entwürfen in unterschiedlichen Textstufen zusammensetzte, aber auch Musils essayistische und vielstimmige Erzählweise und die Unabgeschlossenheit des Romans führten zu der Überlegung Hör- und Gedankenspiele zu produzieren und eine auditive Erzählform mit inszenierten Textpassagen und nacherzählenden bzw. reflexiven Originaltonsequenzen zu entwickeln. //
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[Audio]-Infos Datum: 04.01.2013
Länge: 00:57:19
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Robert Musil: Der Mann ohne Eigenschaften. Remix (09/20) - 04.01.2013
Mit Manfred Zapatka, Ulrich Matthes, Susanne Wolff, Wolf Bachofner, Ulli Maier, Angela Winkler, Josef Bierbichler, Ignaz Kirchner, Wolfgang Hübsch, Sunnyi Melles, Achim Buch, Nadine Geyersbach, Michael Rotschopf, Peter Fricke, Dorothee Hartinger, Jens Wawrczeck, Gottfried Breitfuß, Oliver Stern, Felix von Manteuffel / Konzept: Katarina Agathos, Herbert Kapfer / Skript: Katarina Agathos, Klaus Buhlert, Herbert Kapfer / Regie: Klaus Buhlert / Wissenschaftliche Beratung: Walter Fanta / BR 2004 / Länge: 58'47 // 20 Stunden Weltliteratur. Die sich weit verzweigende Handlung, immer wieder von essayistischen Exkursen unterbrochen, ist in der österreichisch-ungarischen k.u.k. Monarchie kurz vor dem ersten Weltkrieg angesiedelt. Der Zugriff auf das gesamte Mann ohne Eigenschaften-Konvolut, das sich aus Veröffentlichungen, aus Druckfahnen und Entwürfen in unterschiedlichen Textstufen zusammensetzte, aber auch Musils essayistische und vielstimmige Erzählweise und die Unabgeschlossenheit des Romans führten zu der Überlegung Hör- und Gedankenspiele zu produzieren und eine auditive Erzählform mit inszenierten Textpassagen und nacherzählenden bzw. reflexiven Originaltonsequenzen zu entwickeln. //
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[Audio]-Infos Datum: 04.01.2013
Länge: 00:59:07
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Robert Musil: Der Mann ohne Eigenschaften. Remix (08/20) - 04.01.2013
Mit Manfred Zapatka, Ulrich Matthes, Susanne Wolff, Wolf Bachofner, Ulli Maier, Angela Winkler, Josef Bierbichler, Ignaz Kirchner, Wolfgang Hübsch, Sunnyi Melles, Achim Buch, Nadine Geyersbach, Michael Rotschopf, Peter Fricke, Dorothee Hartinger, Jens Wawrczeck, Gottfried Breitfuß, Oliver Stern, Felix von Manteuffel / Konzept: Katarina Agathos, Herbert Kapfer / Skript: Katarina Agathos, Klaus Buhlert, Herbert Kapfer / Regie: Klaus Buhlert / Wissenschaftliche Beratung: Walter Fanta / BR 2004 / Länge: 59'40 // 20 Stunden Weltliteratur. Die sich weit verzweigende Handlung, immer wieder von essayistischen Exkursen unterbrochen, ist in der österreichisch-ungarischen k.u.k. Monarchie kurz vor dem ersten Weltkrieg angesiedelt. Der Zugriff auf das gesamte Mann ohne Eigenschaften-Konvolut, das sich aus Veröffentlichungen, aus Druckfahnen und Entwürfen in unterschiedlichen Textstufen zusammensetzte, aber auch Musils essayistische und vielstimmige Erzählweise und die Unabgeschlossenheit des Romans führten zu der Überlegung Hör- und Gedankenspiele zu produzieren und eine auditive Erzählform mit inszenierten Textpassagen und nacherzählenden bzw. reflexiven Originaltonsequenzen zu entwickeln. //
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[Audio]-Infos Datum: 04.01.2013
Länge: 01:00:37
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Robert Musil: Der Mann ohne Eigenschaften. Remix (07/20) - 04.01.2013
Mit Manfred Zapatka, Ulrich Matthes, Susanne Wolff, Wolf Bachofner, Ulli Maier, Angela Winkler, Josef Bierbichler, Ignaz Kirchner, Wolfgang Hübsch, Sunnyi Melles, Achim Buch, Nadine Geyersbach, Michael Rotschopf, Peter Fricke, Dorothee Hartinger, Jens Wawrczeck, Gottfried Breitfuß, Oliver Stern, Felix von Manteuffel / Konzept: Katarina Agathos, Herbert Kapfer / Skript: Katarina Agathos, Klaus Buhlert, Herbert Kapfer / Regie: Klaus Buhlert / Wissenschaftliche Beratung: Walter Fanta / BR 2004 / Länge: 58'33 // 20 Stunden Weltliteratur. Die sich weit verzweigende Handlung, immer wieder von essayistischen Exkursen unterbrochen, ist in der österreichisch-ungarischen k.u.k. Monarchie kurz vor dem ersten Weltkrieg angesiedelt. Der Zugriff auf das gesamte Mann ohne Eigenschaften-Konvolut, das sich aus Veröffentlichungen, aus Druckfahnen und Entwürfen in unterschiedlichen Textstufen zusammensetzte, aber auch Musils essayistische und vielstimmige Erzählweise und die Unabgeschlossenheit des Romans führten zu der Überlegung Hör- und Gedankenspiele zu produzieren und eine auditive Erzählform mit inszenierten Textpassagen und nacherzählenden bzw. reflexiven Originaltonsequenzen zu entwickeln. //
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[Audio]-Infos Datum: 04.01.2013
Länge: 00:58:53
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Robert Musil: Der Mann ohne Eigenschaften. Remix (06/20) - 04.01.2013
Mit Manfred Zapatka, Ulrich Matthes, Susanne Wolff, Wolf Bachofner, Ulli Maier, Angela Winkler, Josef Bierbichler, Ignaz Kirchner, Wolfgang Hübsch, Sunnyi Melles, Achim Buch, Nadine Geyersbach, Michael Rotschopf, Peter Fricke, Dorothee Hartinger, Jens Wawrczeck, Gottfried Breitfuß, Oliver Stern, Felix von Manteuffel / Konzept: Katarina Agathos, Herbert Kapfer / Skript: Katarina Agathos, Klaus Buhlert, Herbert Kapfer / Regie: Klaus Buhlert / Wissenschaftliche Beratung: Walter Fanta / BR 2004 / Länge: 58'28 // 20 Stunden Weltliteratur. Die sich weit verzweigende Handlung, immer wieder von essayistischen Exkursen unterbrochen, ist in der österreichisch-ungarischen k.u.k. Monarchie kurz vor dem ersten Weltkrieg angesiedelt. Der Zugriff auf das gesamte Mann ohne Eigenschaften-Konvolut, das sich aus Veröffentlichungen, aus Druckfahnen und Entwürfen in unterschiedlichen Textstufen zusammensetzte, aber auch Musils essayistische und vielstimmige Erzählweise und die Unabgeschlossenheit des Romans führten zu der Überlegung Hör- und Gedankenspiele zu produzieren und eine auditive Erzählform mit inszenierten Textpassagen und nacherzählenden bzw. reflexiven Originaltonsequenzen zu entwickeln. //
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Länge: 00:58:48
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Robert Musil: Der Mann ohne Eigenschaften. Remix (05/20) - 04.01.2013
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[Audio]-Infos Datum: 04.01.2013
Länge: 00:56:37
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Robert Musil: Der Mann ohne Eigenschaften. Remix (04/20) - 04.01.2013
Mit Manfred Zapatka, Ulrich Matthes, Susanne Wolff, Wolf Bachofner, Ulli Maier, Angela Winkler, Josef Bierbichler, Ignaz Kirchner, Wolfgang Hübsch, Sunnyi Melles, Achim Buch, Nadine Geyersbach, Michael Rotschopf, Peter Fricke, Dorothee Hartinger, Jens Wawrczeck, Gottfried Breitfuß, Oliver Stern, Felix von Manteuffel / Konzept: Katarina Agathos, Herbert Kapfer / Skript: Katarina Agathos, Klaus Buhlert, Herbert Kapfer / Regie: Klaus Buhlert / Wissenschaftliche Beratung: Walter Fanta / BR 2004 / Länge: 57'11 // 20 Stunden Weltliteratur. Die sich weit verzweigende Handlung, immer wieder von essayistischen Exkursen unterbrochen, ist in der österreichisch-ungarischen k.u.k. Monarchie kurz vor dem ersten Weltkrieg angesiedelt. Der Zugriff auf das gesamte Mann ohne Eigenschaften-Konvolut, das sich aus Veröffentlichungen, aus Druckfahnen und Entwürfen in unterschiedlichen Textstufen zusammensetzte, aber auch Musils essayistische und vielstimmige Erzählweise und die Unabgeschlossenheit des Romans führten zu der Überlegung Hör- und Gedankenspiele zu produzieren und eine auditive Erzählform mit inszenierten Textpassagen und nacherzählenden bzw. reflexiven Originaltonsequenzen zu entwickeln. //
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[Audio]-Infos Datum: 04.01.2013
Länge: 00:57:31
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Robert Musil: Der Mann ohne Eigenschaften. Remix (03/20) - 04.01.2013
Mit Manfred Zapatka, Ulrich Matthes, Susanne Wolff, Wolf Bachofner, Ulli Maier, Angela Winkler, Josef Bierbichler, Ignaz Kirchner, Wolfgang Hübsch, Sunnyi Melles, Achim Buch, Nadine Geyersbach, Michael Rotschopf, Peter Fricke, Dorothee Hartinger, Jens Wawrczeck, Gottfried Breitfuß, Oliver Stern, Felix von Manteuffel / Konzept: Katarina Agathos, Herbert Kapfer / Skript: Katarina Agathos, Klaus Buhlert, Herbert Kapfer / Regie: Klaus Buhlert / Wissenschaftliche Beratung: Walter Fanta / BR 2004 / Länge: 56'09 // 20 Stunden Weltliteratur. Die sich weit verzweigende Handlung, immer wieder von essayistischen Exkursen unterbrochen, ist in der österreichisch-ungarischen k.u.k. Monarchie kurz vor dem ersten Weltkrieg angesiedelt. Der Zugriff auf das gesamte Mann ohne Eigenschaften-Konvolut, das sich aus Veröffentlichungen, aus Druckfahnen und Entwürfen in unterschiedlichen Textstufen zusammensetzte, aber auch Musils essayistische und vielstimmige Erzählweise und die Unabgeschlossenheit des Romans führten zu der Überlegung Hör- und Gedankenspiele zu produzieren und eine auditive Erzählform mit inszenierten Textpassagen und nacherzählenden bzw. reflexiven Originaltonsequenzen zu entwickeln. //
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[Audio]-Infos Datum: 04.01.2013
Länge: 00:56:29
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Robert Musil: Der Mann ohne Eigenschaften. Remix (02/20) - 04.01.2013
Mit Manfred Zapatka, Ulrich Matthes, Susanne Wolff, Wolf Bachofner, Ulli Maier, Angela Winkler, Josef Bierbichler, Ignaz Kirchner, Wolfgang Hübsch, Sunnyi Melles, Achim Buch, Nadine Geyersbach, Michael Rotschopf, Peter Fricke, Dorothee Hartinger, Jens Wawrczeck, Gottfried Breitfuß, Oliver Stern, Felix von Manteuffel / Konzept: Katarina Agathos, Herbert Kapfer / Skript: Katarina Agathos, Klaus Buhlert, Herbert Kapfer / Regie: Klaus Buhlert / Wissenschaftliche Beratung: Walter Fanta / BR 2004 / Länge: 52'19 // 20 Stunden Weltliteratur. Die sich weit verzweigende Handlung, immer wieder von essayistischen Exkursen unterbrochen, ist in der österreichisch-ungarischen k.u.k. Monarchie kurz vor dem ersten Weltkrieg angesiedelt. Der Zugriff auf das gesamte Mann ohne Eigenschaften-Konvolut, das sich aus Veröffentlichungen, aus Druckfahnen und Entwürfen in unterschiedlichen Textstufen zusammensetzte, aber auch Musils essayistische und vielstimmige Erzählweise und die Unabgeschlossenheit des Romans führten zu der Überlegung Hör- und Gedankenspiele zu produzieren und eine auditive Erzählform mit inszenierten Textpassagen und nacherzählenden bzw. reflexiven Originaltonsequenzen zu entwickeln. //
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[Audio]-Infos Datum: 04.01.2013
Länge: 00:52:38
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Robert Musil: Der Mann ohne Eigenschaften. Remix (01/20) - 04.01.2013
Mit Manfred Zapatka, Ulrich Matthes, Susanne Wolff, Wolf Bachofner, Ulli Maier, Angela Winkler, Josef Bierbichler, Ignaz Kirchner, Wolfgang Hübsch, Sunnyi Melles, Achim Buch, Nadine Geyersbach, Michael Rotschopf, Peter Fricke, Dorothee Hartinger, Jens Wawrczeck, Gottfried Breitfuß, Oliver Stern, Felix von Manteuffel / Konzept: Katarina Agathos, Herbert Kapfer / Skript: Katarina Agathos, Klaus Buhlert, Herbert Kapfer / Regie: Klaus Buhlert / Wissenschaftliche Beratung: Walter Fanta / BR 2004 / Länge: 56'08 // 20 Stunden Weltliteratur. Die sich weit verzweigende Handlung, immer wieder von essayistischen Exkursen unterbrochen, ist in der österreichisch-ungarischen k.u.k. Monarchie kurz vor dem ersten Weltkrieg angesiedelt. Der Zugriff auf das gesamte Mann ohne Eigenschaften-Konvolut, das sich aus Veröffentlichungen, aus Druckfahnen und Entwürfen in unterschiedlichen Textstufen zusammensetzte, aber auch Musils essayistische und vielstimmige Erzählweise und die Unabgeschlossenheit des Romans führten zu der Überlegung Hör- und Gedankenspiele zu produzieren und eine auditive Erzählform mit inszenierten Textpassagen und nacherzählenden bzw. reflexiven Originaltonsequenzen zu entwickeln. //
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[Audio]-Infos Datum: 04.01.2013
Länge: 00:56:28
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Alexander Kluge: Chronik der Gefühle - Der lange Marsch des Urvertrauens - 28.12.2012
Mit Alexander Kluge, Wolfgang Hinze, Ilja Richter, Hanns Zischler, Johannes Herrschmann, Peter Fricke, Christian Friedel, Monika Manz, Elfriede Jelinek, Romuald Karmakar, Christoph Englert / Musik: Woog Riots sowie Solisten des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks / Bearbeitung und Regie: Karl Bruckmaier / BR 2009 / Länge: 55'35 // In "Der lange Marsch des Urvertrauens" versammelt Kluge "Entscheidungen vor dem Hintergrund der gesamten Geschichte unseres Planeten, sucht ungenutzte Möglichkeiten zum Widerstand". Es geht um die "Zähigkeit, Vollständigkeit, Hartnäckigkeit und Leidenschaft der Suche." Aus der Anfangszeit des Kinos existiert eine Aufnahme von der öffentlichen elektrischen Hinrichtung eines Elefanten, der auf Coney Island drei Wärter getötet hatte. Dieses Material taucht bei Alexander Kluge immer wieder auf, als Erzählung, als Bild, als Film. Der für Kluge wichtigste Moment ist dabei der vertrauensvolle Blick des riesigen Tiers, das sich ruhig zu seiner Hinrichtung führen lässt.Marx nennt Ideologie das notwendige falsche Bewusstsein. Dazu gehört, dass wir Menschen als Säuglinge mit gläubigem Blick in die Wirklichkeit schauen und weil die Mutter zurückblickt, glauben wir, dass die Welt es gut mit uns meint. Das ist ein grundlegender Irrtum, von dem wir leben bis wir sterben. Unsere Welt meint es mit den Menschen nicht gut. Wir können diesen Irrtum aber nicht aufgeben. Freud nennt das das Urvertrauen. (Alexander Kluge) //
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[Audio]-Infos Datum: 28.12.2012
Länge: 00:55:45
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Alexander Kluge:Chronik der Gefühle - Lernprozesse mit tödlichem Ausgang - 21.12.2012
Mit Alexander Kluge, Wolfgang Hinze, Ilja Richter, Johannes Herrschmann, Nico Holonics, Peter Fricke, Helmut Stange, Monika Manz, Chorgemeinschaft Friese 2, Elfriede Jelinek, Heinz Tessun, Helmut Haase, Petra Schiessel, Wolfgang Beyer / Musik: Michaela Melián / Bearbeitung und Regie: Karl Bruckmaier / BR 2009 / Länge: 56'21 // Alexander Kluge sagt, die Lernprozesse seien eine Fortsetzung der Schlachtbeschreibung und eine Art Reinschrift seiner Science-Fiction-Filme Der große Verhau (1971) und Willi Tobler und der Untergang der 6. Flotte (1972). Die Verlagerung der Geschichte ins Weltall gepaart mit der dilettantischen Darstellung der Schlachten - fliegende Schrauben, Transistorteile und anderer Metallschrott vor selbstgebasteltem Sternenhimmel - bietet den vielleicht humorvollsten Zugang zu Kluges Katastrophen-Erzählungen. Die Ausbeutung sämtlicher Ressourcen und die Selbstzerstörung der Menschheit werden in den fremden Galaxien im Zeitraffer noch einmal durchgespielt. Das Ende bleibt gegen alle Voraussicht offen. FORTSCHRITT OPEN END im Westen der Galaxie. Lebenswille breitet sich aus, als die Erde untergeht. Wie kann der Schwarze Krieg vier Jahre dauern, wenn doch gleich am ersten Tag die Erde völlig zerstört wurde? Vier Veteranen aus Stalingrad, mehrfach gentechnisch erneuert, setzen sich in den Sektor Morgenröte ab, wo sie angesichts einer objektiv hoffnungslosen Lage auf bessere Zeiten warten. // Mit Alexander Kluge, Wolfgang Hinze, Ilja Richter, Johannes Herrschmann, Nico Holonics, Peter Fricke, Helmut Stange, Monika Manz, Chorgemeinschaft Friese 2, Elfriede Jelinek, Heinz Tessun, Helmut Haase, Petra Schiessel, Wolfgang Beyer / Musik: Michaela Melián / Bearbeitung und Regie: Karl Bruckmaier / BR 2009
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[Audio]-Infos Datum: 21.12.2012
Länge: 00:56:31
Größe: 51.75 MB
Valère Novarina: Dem unbekannten Gott - 15.12.2012
Mit Eva Brunner, Leopold von Verschuer, Tony de Mayer, Manuel Rösler / Übersetzung und Realisation: Leopold von Verschuer / BR 2011 / Länge: 79'23 // La Chair de l'homme / Das Fleisch des Menschen, 2005 erschienen, ist mit 525 Seiten das bislang umfangreichste dramatische Werk von Valère Novarina. Kapitel XXV - Au dieu inconnu / Dem unbekannten Gott besteht aus einer Aufzählung von dreihundertundelf Gottesdefinitionen. Ein nicht endender Versuch, das Unaussprechliche in Worte zu fassen, der an die Grenzen des Denk- und Formulierbaren führt und ein schillerndes Kaleidoskop freilegt. Die zitierten Autoren reichen von der Antike über die Kirchenväter und Mystiker aller Religionen zur Moderne, von erklärten Agnostikern zu bekannten wie unbekannten Zeitgenossen. In Zeiten der Neubesinnung auf Religiosität weist dieser Text weit hinaus über jede ideologische Engführung. Er stellt ein Abenteuer menschlichen Denkens und der Sprache dar. Aufgewachsen am Genfer See und in den Bergen, schreibt Novarina täglich seit 1958, veröffentlicht seit 1978 und wurde zu einer absolut singulären Stimme der Literatur und des Theaters in Frankreich. Sein Schreiben steht in seiner Unbedingtheit dem der Autoren der Art brut, Artaud und Jarry näher als jeder narrativen Konvention. Zirkus, Jahrmarkttheater, Mysterienspiel, Pinocchio und Louis de Funès, aber auch das japanische N?-Theater sind Referenzen, die er sich in seinen überschäumenden Sprachkunstwerken anverwandelt. Neologismen, verdrehte Grammatik, seitenlange Aufzählungen von Namen oder Ereignissen, Stehgreif- oder Kinderverse, Nachrichten im Stile von Tagesaktualitäten oder Schlachtenberichten, berufsspezifische Wendungen, Zitate quer durch die Geistesgeschichte, Politparolen, Werbesprüche – der gesamte Fundus der Sprache ist Gegenstand seines Schreibens, das die Vitalität des Sprechens jenseits bloßen Informationstransfers mobilisiert und ein Begreifen in anderen Tiefenschichten provoziert: ontologisches, welthaltiges Worttheater und vielstimmiger Roman théâtral. Für die Übersetzung von Dem unbekannten Gott recherchierte Leopold von Verschuer jede einzelne Originalquelle der Zitate und holt dafür so viele Stimmen wie zitierte Autoren vors Mikrofon. //
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[Audio]-Infos Datum: 15.12.2012
Länge: 01:19:33
Größe: 72.83 MB
Virginia Woolf: Jacobs Zimmer (4/4) - Griechenland, London - 08.12.2012
Mit Friedhelm Ptok, Britta Hammelstein, Wiebke Puls, Sylvana Krappatsch, Annette Paulmann, Johannes Zirner, Andrea Wenzl, Caroline Ebner, Oliver Losehand, Stefan Merki, Hans Kremer, Georgia Stahl / Aus dem Englischen von Gaby Hartel / Bearbeitung: Gaby Hartel / Komposition: Jakob Diehl / Regie: Katja Langenbach / BR 2012 / Länge: 53'47 // Eine Schriftstellerin um die Vierzig im Prozess, ihren scharfen Blick auf die Welt, deren Politik und innere Mechanik in erfahrungsnaher Literatur darzustellen. Eine untergehende Gesellschaftsform im England der (Vor-)Kriegszeit und ein junger Mann, der im Ersten Weltkrieg stirbt, noch bevor er seine Persönlichkeit voll entfalten konnte. Virginia Woolf, ihr Gegenstand und der Wunsch nach einem neuen, unmittelbaren Ausdruck: Das sind die äußeren Koordinaten des Romans Jacobs Zimmer, der 1922 erschien und ein wenig bekanntes Meisterwerk der Moderne ist. Aus der inneren Logik des Romans entsteht eine faszinierende literarische Erfahrung, eine multisensorische Folge von atmosphärischen Ausschnitten, kurzen Einblicken, vielstimmigen Einschätzungen, die lose chronologisch aneinandergereiht sind. Wir begegnen Jacob als Kleinkind am Strand, erhaschen Eindrücke aus seiner Schulzeit, seinem Studentenleben in Cambridge, sehen ihn durchs nächtliche London zu einer Geliebten gehen oder nach Griechenland reisen. Das Unerhörte daran: Jacob selbst spricht nie und genau das war Virginia Woolfs Schlag gegen die viktorianische Erzählkonvention, in der sie sozialisiert wurde, und deren autoritäre Vorgaben sie zeitlebens angriff. Ihre gelungene Romanerfindung arbeitet erstmals mit einer Art fotografischer Schnitttechnik und zeigt, dass Jacob durchaus da ist: heraufbeschworen, nicht aus der Aufzählung von charakterbestimmenden Fakten und gedrechselten Sätzen eines allwissenden Erzählers, sondern auf geisterhafte Weise in Facetten gespiegelt: in den Blicken, Gedanken- und Gesprächsfetzen seiner Umgebung. Es ist, als blättere man mit angehaltenem Atem durch das Fotoalbum eines Fremden. So stehen wir heutzutage im Leben, meinte Woolf, so erfahren wir die Welt: Wir gleiten durch eine Abfolge von symbolischen Räumen, durch sprechende Atmosphären, angerissene Szenen und Gesprächsfetzen, und wenn wir sie lesen lernen, verstehen wir vielleicht ein bisschen besser, wer wir sind. //
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[Audio]-Infos Datum: 08.12.2012
Länge: 00:53:55
Größe: 49.38 MB
Virginia Woolf: Jacobs Zimmer (3/4) - London - 08.12.2012
Mit Friedhelm Ptok, Britta Hammelstein, Wiebke Puls, Sylvana Krappatsch, Johannes Zirner, Dominik Kaschke, Michaela Steiger, Julia Loibl, Andrea Wenzl, Caroline Ebner, Sabine Kastius, Oliver Losehand, Stefan Merki, Hans Kremer, Georgia Stahl / Aus dem Englischen von Gaby Hartel / Bearbeitung: Gaby Hartel / Komposition: Jakob Diehl / Regie: Katja Langenbach / BR 2012 / Länge: 53'35 // Eine Schriftstellerin um die Vierzig im Prozess, ihren scharfen Blick auf die Welt, deren Politik und innere Mechanik in erfahrungsnaher Literatur darzustellen. Eine untergehende Gesellschaftsform im England der (Vor-)Kriegszeit und ein junger Mann, der im Ersten Weltkrieg stirbt, noch bevor er seine Persönlichkeit voll entfalten konnte. Virginia Woolf, ihr Gegenstand und der Wunsch nach einem neuen, unmittelbaren Ausdruck: Das sind die äußeren Koordinaten des Romans Jacobs Zimmer, der 1922 erschien und ein wenig bekanntes Meisterwerk der Moderne ist Aus der inneren Logik des Romans entsteht eine faszinierende literarische Erfahrung, eine multisensorische Folge von atmosphärischen Ausschnitten, kurzen Einblicken, vielstimmigen Einschätzungen, die lose chronologisch aneinandergereiht sind. Wir begegnen Jacob als Kleinkind am Strand, erhaschen Eindrücke aus seiner Schulzeit, seinem Studentenleben in Cambridge, sehen ihn durchs nächtliche London zu einer Geliebten gehen oder nach Griechenland reisen. Das Unerhörte daran: Jacob selbst spricht nie und genau das war Virginia Woolfs Schlag gegen die viktorianische Erzählkonvention, in der sie sozialisiert wurde, und deren autoritäre Vorgaben sie zeitlebens angriff. Ihre gelungene Romanerfindung arbeitet erstmals mit einer Art fotografischer Schnitttechnik und zeigt, dass Jacob durchaus da ist: heraufbeschworen, nicht aus der Aufzählung von charakterbestimmenden Fakten und gedrechselten Sätzen eines allwissenden Erzählers, sondern auf geisterhafte Weise in Facetten gespiegelt: in den Blicken, Gedanken- und Gesprächsfetzen seiner Umgebung. Es ist, als blättere man mit angehaltenem Atem durch das Fotoalbum eines Fremden. So stehen wir heutzutage im Leben, meinte Woolf, so erfahren wir die Welt: Wir gleiten durch eine Abfolge von symbolischen Räumen, durch sprechende Atmosphären, angerissene Szenen und Gesprächsfetzen, und wenn wir sie lesen lernen, verstehen wir vielleicht ein bisschen besser, wer wir sind. //
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[Audio]-Infos Datum: 08.12.2012
Länge: 00:53:43
Größe: 49.19 MB
Virginia Woolf: Jacobs Zimmer (2/4) - Cambridge und das Cornwall - 01.12.2012
Mit Friedhelm Ptok, Britta Hammelstein, Wiebke Puls, Sylvana Krappatsch, Johannes Zirner, Dominik Kaschke, Michaela Steiger, Julia Loibl, Andrea Wenzl, Caroline Ebner, Sabine Kastius, Oliver Losehand, Stefan Merki, Hans Kremer/ Aus dem Englischen von Gaby Hartel / Bearbeitung: Gaby Hartel / Komposition: Jakob Diehl / Regie: Katja Langenbach / BR 2012 / Länge: 54'17 // Eine Schriftstellerin um die Vierzig im Prozess, ihren scharfen Blick auf die Welt, deren Politik und innere Mechanik in erfahrungsnaher Literatur darzustellen. Eine untergehende Gesellschaftsform im England der (Vor-)Kriegszeit und ein junger Mann, der im Ersten Weltkrieg stirbt, noch bevor er seine Persönlichkeit voll entfalten konnte. Virginia Woolf, ihr Gegenstand und der Wunsch nach einem neuen, unmittelbaren Ausdruck: Das sind die äußeren Koordinaten des Romans Jacobs Zimmer, der 1922 erschien und ein wenig bekanntes Meisterwerk der Moderne ist. Aus der inneren Logik des Romans entsteht eine faszinierende literarische Erfahrung, eine multisensorische Folge von atmosphärischen Ausschnitten, kurzen Einblicken, vielstimmigen Einschätzungen, die lose chronologisch aneinandergereiht sind. Wir begegnen Jacob als Kleinkind am Strand, erhaschen Eindrücke aus seiner Schulzeit, seinem Studentenleben in Cambridge, sehen ihn durchs nächtliche London zu einer Geliebten gehen oder nach Griechenland reisen. Das Unerhörte daran: Jacob selbst spricht nie und genau das war Virginia Woolfs Schlag gegen die viktorianische Erzählkonvention, in der sie sozialisiert wurde, und deren autoritäre Vorgaben sie zeitlebens angriff. Ihre gelungene Romanerfindung arbeitet erstmals mit einer Art fotografischer Schnitttechnik und zeigt, dass Jacob durchaus da ist: heraufbeschworen, nicht aus der Aufzählung von charakterbestimmenden Fakten und gedrechselten Sätzen eines allwissenden Erzählers, sondern auf geisterhafte Weise in Facetten gespiegelt: in den Blicken, Gedanken- und Gesprächsfetzen seiner Umgebung. Es ist, als blättere man mit angehaltenem Atem durch das Fotoalbum eines Fremden. So stehen wir heutzutage im Leben, meinte Woolf, so erfahren wir die Welt: Wir gleiten durch eine Abfolge von symbolischen Räumen, durch sprechende Atmosphären, angerissene Szenen und Gesprächsfetzen, und wenn wir sie lesen lernen, verstehen wir vielleicht ein bisschen besser, wer wir sind. //
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[Audio]-Infos Datum: 01.12.2012
Länge: 00:54:25
Größe: 49.83 MB
Virginia Woolf: Jacobs Zimmer (1/4) - Scarborough und Cambridge - 01.12.2012
Mit Friedhelm Ptok, Britta Hammelstein, Wiebke Puls, Sylvana Krappatsch, Annette Paulmann, Benedikt Lückenhaus, Alexander Lückenhaus, Andrea Wenzl, Caroline Ebner, Sabine Kastius, Hans Kremer, Johannes Zirner, Stefan Merki / Aus dem Englischen von Gaby Hartel / Bearbeitung: Gaby Hartel / Komposition: Jakob Diehl / Regie: Katja Langenbach / BR 2012 / Länge: 52'09 // Eine Schriftstellerin um die Vierzig im Prozess, ihren scharfen Blick auf die Welt, deren Politik und innere Mechanik in erfahrungsnaher Literatur darzustellen.// Eine untergehende Gesellschaftsform im England der (Vor-)Kriegszeit und ein junger Mann, der im Ersten Weltkrieg stirbt, noch bevor er seine Persönlichkeit voll entfalten konnte. Virginia Woolf, ihr Gegenstand und der Wunsch nach einem neuen, unmittelbaren Ausdruck: Das sind die äußeren Koordinaten des Romans Jacobs Zimmer, der 1922 erschien und ein wenig bekanntes Meisterwerk der Moderne ist. Aus der inneren Logik des Romans entsteht eine faszinierende literarische Erfahrung, eine multisensorische Folge von atmosphärischen Ausschnitten, kurzen Einblicken, vielstimmigen Einschätzungen, die lose chronologisch aneinandergereiht sind. Wir begegnen Jacob als Kleinkind am Strand, erhaschen Eindrücke aus seiner Schulzeit, seinem Studentenleben in Cambridge, sehen ihn durchs nächtliche London zu einer Geliebten gehen oder nach Griechenland reisen. Das Unerhörte daran: Jacob selbst spricht nie und genau das war Virginia Woolfs Schlag gegen die viktorianische Erzählkonvention, in der sie sozialisiert wurde, und deren autoritäre Vorgaben sie zeitlebens angriff. Ihre gelungene Romanerfindung arbeitet erstmals mit einer Art fotografischer Schnitttechnik und zeigt, dass Jacob durchaus da ist: heraufbeschworen, nicht aus der Aufzählung von charakterbestimmenden Fakten und gedrechselten Sätzen eines allwissenden Erzählers, sondern auf geisterhafte Weise in Facetten gespiegelt: in den Blicken, Gedanken- und Gesprächsfetzen seiner Umgebung. Es ist, als blättere man mit angehaltenem Atem durch das Fotoalbum eines Fremden. So stehen wir heutzutage im Leben, meinte Woolf, so erfahren wir die Welt: Wir gleiten durch eine Abfolge von symbolischen Räumen, durch sprechende Atmosphären, angerissene Szenen und Gesprächsfetzen, und wenn wir sie lesen lernen, verstehen wir vielleicht ein bisschen besser, wer wir sind. //
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[Audio]-Infos Datum: 01.12.2012
Länge: 00:52:17
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Karl Bruckmaier: "Lieber ein alter Dämon als ein junger Gott" - John Giorno - 23.11.2012
Mit Werner Härtel, John Giorno / Manuskript und Regie: Karl Bruckmaier / BR 2012 / Länge: 60'41 // Mehr als ein halbes Jahrhundert hinkte die Dichtkunst hinter der Bildenden Kunst her, konstatierte einst John Giorno, und nahm die Aufholjagd selbst in die Hand. // Seit 1962 veröffentlicht er seine Texte in ungewohnten Formaten und in unerwartetem Umfeld: als Gemälde, als Sprüche auf Anrufbeantwortern, als Radiosendungen, als Langspielplatte, schließlich als Podcast. Inhaltlich und formal verbunden mit den Protagonisten der Beat Generation vernetzte er diese mit den aktuellsten Entwicklungen in New Yorks Kunstgetümmel und dem in den sechziger und siebziger Jahren entstehenden Rock-Underground. Seine "Dial-a-Poem"-Aktion für das Museum of Modern Art ist Legende; sein Label "Giorno Poetry System" war Plattform für unerwartete Kunstäußerungen quer durch alle Genres. Seit den achtziger Jahren nutzte er seine Reputation, um den Opfern von AIDS beizustehen und trotzdem eine offensive und sensuelle Lebenszugewandtheit zu propagieren. Im Mai 2012 nahm Karl Bruckmaier für den BR eine Lese-Performance von John Giorno auf und führte ein Gespräch mit ihm. //
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[Audio]-Infos Datum: 23.11.2012
Länge: 01:00:51
Größe: 55.72 MB
Robert Hültner: Der Stalker (ARD Radio Tatort) - 14.11.2012
Mit Brigitte Hobmeier, Florian Karlheim u.a. / Komposition: zeitblom / Regie: Ulrich Lampen / BR 2012 / Länge: 54'00 // Der Geschäftsmann Horst Lambert ist besorgt über anonyme Drohbriefe. Zunächst wiegeln die Polizeibeamten der Brucker Inspektion ab, doch als sein Auto in Brand steht, laufen die Ermittlungen an. Und dann kommt es im Hause Lambert zu einer Schießerei. //
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[Audio]-Infos Datum: 14.11.2012
Länge: 00:54:10
Größe: 49.60 MB
Dietmar Dath: Die Abschaffung der Arten. Shortcut - 10.11.2012
Dietmar Daths Roman Die Abschaffung der Arten aus dem Jahr 2008 ist ein Hybrid: Fabel, Science Fiction, utopischer Roman, postmodernes Gedankenexperiment, philosophisches Szenario.
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[Audio]-Infos Datum: 10.11.2012
Länge: 01:31:32
Größe: 83.80 MB
Alexander Kluge: Chronik der Gefühle - Lebensläufe - 02.11.2012
Mit Alexander Kluge, Wolfgang Hinze, Nico Holonics, Peter Fricke, Helmut Stange, Hannelore Hoger, Elfriede Jelinek, Elisabeth Agte, Luise Richter, Maria Pia Corvino, Elvira Reither, Dr. Luise Kampffmeyer, Rosemarie Dorn, Sigrid Fromm / Musik: Munk Sowie die Solisten des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks / Bearbeitung und Regie: Karl Bruckmaier / BR 2009 / Länge: 49'18 // Die Lebensläufe (1962) sind Alexander Kluges erste Prosaveröffentlichung. In der darin enthaltenen Erzählung Anita G. stiehlt eine junge Frau einen Pullover und flieht durch die bürokratisch-spießig-neubürgerliche Bundesrepublik. Kluges Verfilmung des Stoffes - Abschied von gestern - mit seiner Schwester Alexandra in der Hauptrolle, erhielt 1966 als erster deutscher Film nach dem Krieg den Silbernen Löwen in Venedig. Der Lebenslauf der Anita G. verläuft über die Bruchstelle von 1945. Geboren in Leipzig, in der Nazizeit als Jüdin vom Schulbesuch ausgeschlossen, die Eltern deportiert. Im Westen versucht sie mit aller Unbefangenheit ein neues Leben anzufangen, gerät aber immer wieder in Konflikt mit der jungen BRD. Die Menschen, denen Anita G. begegnet - der Richter, die Bewährungshelferin - sind geformt von ihrer gesellschaftlichen Funktion. Der 'Abschied von gestern' ist nicht von heute auf morgen zu haben. "Uns trennt von gestern kein Abgrund, sondern die veränderte Lage" steht zu Beginn des Filmes auf einem Zwischentitel. Und am Ende: "Jeder ist an allem schuld, aber wenn das jeder wüsste, hätten wir das Himmelreich auf Erden". //
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[Audio]-Infos Datum: 02.11.2012
Länge: 00:49:28
Größe: 45.29 MB
Alexander Kluge: Chronik der Gefühle - Massensterben in Venedig - 26.10.2012
Mit Alexander Kluge, Wolfgang Hinze, Johannes Herrschmann, Helmut Stange, Christian Friedel, Monika Manz, Maria Pia Corvino, Elvira Reither, Gudrun Skupin, Wolfgang Beyer / Musik: Bananafishbones sowie Solisten des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks / Bearbeitung und Regie: Karl Bruckmaier / BR 2009 / Länge: 56'51 // Es geht um Einzelkämpfer und ihren "Hunger nach Sinn". Wie entsteht Sinn? Laut Alexander Kluge nicht durch homogenisierte Nachrichten, sondern durch vermischte. Nicht durch Spannungsdramaturgien und durchgehende Handlungen, sondern durch eine "Auffächerung der Dramaturgien", der Mischung von "Facts & Fakes" (Titel einer Fernsehsendung Kluges) und der Produktion von "Erfahrungshorizonten" für das "Vorstellungsvermögen". Realismus ist für Kluge die Kenntnis von Zusammenhängen. Der Gebrauchswert ist eine "spielerische Kommunikation" im "wirklichen Medium der Erfahrung", dem Publikum. Eine Armada erstklassiger Individualisten in einer Zeit kollektiver Kämpfe. Man wird am besten für seine Tugenden bestraft. Ein Mann vom Verfassungsschutz schießt einem Minister in die Backe um auf Sicherheitslücken aufmerksam zu machen, Altersheim-Bewohner werden in Venedig zu Geiselnehmern und liefern sich einen Showdown mit der Polizei, eine reiche Frau flieht vor dem Dritten Reich über Paris nach New York. In der Liebe findet sie kein Glück. //
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[Audio]-Infos Datum: 26.10.2012
Länge: 00:57:02
Größe: 52.22 MB
Ergo Phizmiz: Conversations with Birds - 19.10.2012
Mit Juliane Meckert, Martha Moopette, Ergo Phizmiz u.a. / Komposition und Realisation: Ergo Phizmiz / BR 2012 / Länge: 46'02 // "If you want to learn to fly, first learn to whistle" - Conversations with Birds ist ein ornithologisches Mosaik über Klang und Sprache der Vögel als Tor zur Freiheit. Darüber, wie die Begegnung mit den Tieren, die fliegen können, Welten in Bewegung bringen und darüber wie in der Sehnsucht nach dem Fliegen immer schon seine Unmöglichkeit spürbar ist. Eine Vogelschar geht auf die Suche nach dem Geheimnis des Windes und wird dabei – wie der Wetterhahn – Opfer ihres fatalen Unterfangens. Der Autor Ergo Phizmiz erzählt von seinen Gesprächen mit einem verkrüppelten Wellensittich und, wie er in der Begegnung mit dem Vater des polnischen Schriftstellers Bruno Schulz die Sprache der Vögel erlernte. Für den britischen Maler Edward Lear (1812-88) und den amerikanischen Künstler Joseph Cornell (1903-72) werden Vögel Zentralgestalten ihres Werkes. Deren Verschwinden entlässt sie in eine traurige Einsamkeit. In der Oper "The Mourning Show" (wörtlich übersetzt: Die Trauer Show) entwickelt Phizmiz mit einer Vogelexpertin eine Poetik des ornithologischen Erzählens, das sich von der linearen Narration verabschiedet. Und eine Reise durch den Dschungel von Guyana führt den Autor zum versteckten Königreich der Mauersegler, das bisher nur wenige Menschen entdecken konnten. In phantastischen, bildhaft-poetischen Episoden, die auch manch lakonischer Grausamkeit nicht entbehren, verwebt Phizmiz literarische Topoi mit dokumentarischem und autobiografischem Material zu märchenhaften Geschichten. Es entspinnt sich ein Netz aus wiederkehrenden Motiven und rätselhaften Zusammenhängen, die einem sehr bekannt und zugleich äußerst befremdlich vorkommen. Mehrsprachig und in der Verbindung von experimentellem Sound und vorgefundenen Originaltönen entwickelt diese Komposition ein Eigenleben, das die Spur aufnimmt zur Vielfalt und Buntheit einer Welt der Vögel, der Freiheit und der Phantasie. //
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[Audio]-Infos Datum: 19.10.2012
Länge: 00:46:13
Größe: 42.31 MB
Thomas Harlan: Rosa - Die Reise nach Kulmhof (2/2) - 13.10.2012
Mit Sabine Kastius, Katja Amberger, Christiane Roßbach, Kornelia Boje, Stephan Rabow, Günther Maria Halmer / Komposition: Helga Pogatschar / Bearbeitung: Michael Farin / Regie: Bernhard Jugel / BR 2001 / Länge: 77'54 // In den sechziger Jahren stieß Thomas Harlan bei Recherchen über Kriegsverbrechen auf Gerüchte über das Dorf Kulmhof, an dem die Deutschen die Technologie des Massenmords erprobten. Sein 2000 erschienener Debütroman "Rosa"ist das Gegenteil einer Bilanz und alles andere als ein Fazit. Der zeitliche Rahmen erstreckt sich von 1942 bis 1993. Virtuos spielt Thomas Harlan darin mit verschiedenen Erzählebenen. Dokumente, Briefe, Phonoaufnahmen, Berichte und Verhörprotokolle geben in atemlosem Stakkato ungeheuerliche Geschehnisse preis. Eine Lichtung bei Kulmhof in Polen. Aus der schneeverwehten Ebene wölbt sich das Dach eines Erdhauses, ein Pferd ohne Schweif ist an den rauchenden, klapprigen Schornstein gebunden, der aus dem Boden ragt. In der Höhle hausen Rosa Peham und Józef Najman. Rosa ist die ehemalige Verlobte von Franz Maderholz, der Zahlmeister im Vernichtungslager Kulmhof war. Die Asche der Opfer füllt den Boden der Lichtung, die seit Kriegsende Rosas Heimstatt ist. Franz ist verschollen, Rosa hat sich 1948 mit Józef liiert. Auch ihm wird eine dunkle Vergangenheit nachgesagt. Jahrzehnte später erfahren ein Filmteam und ein Theologe aus alten Akten von den damaligen Ereignissen und spüren den Schicksalen der Beteiligten nach. //
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[Audio]-Infos Datum: 13.10.2012
Länge: 01:17:59
Größe: 71.40 MB
Thomas Harlan: Rosa - Die Reise nach Kulmhof (1/2) - 06.10.2012
Mit Sabine Kastius, Katja Amberger, Christiane Roßbach, Kornelia Boje, Stephan Rabow, Günther Maria Halmer / Komposition: Helga Pogatschar / Bearbeitung: Michael Farin / Regie: Bernhard Jugel / BR 2001 / Länge: 77'35 // In den sechziger Jahren stieß Thomas Harlan bei Recherchen über Kriegsverbrechen auf Gerüchte über das Dorf Kulmhof, an dem die Deutschen die Technologie des Massenmords erprobten. Sein 2000 erschienener Debütroman "Rosa" ist das Gegenteil einer Bilanz und alles andere als ein Fazit. Der zeitliche Rahmen erstreckt sich von 1942 bis 1993. Virtuos spielt Thomas Harlan darin mit verschiedenen Erzählebenen. Dokumente, Briefe, Phonoaufnahmen, Berichte und Verhörprotokolle geben in atemlosem Stakkato ungeheuerliche Geschehnisse preis. Eine Lichtung bei Kulmhof in Polen. Aus der schneeverwehten Ebene wölbt sich das Dach eines Erdhauses, ein Pferd ohne Schweif ist an den rauchenden, klapprigen Schornstein gebunden, der aus dem Boden ragt. In der Höhle hausen Rosa Peham und Józef Najman. Rosa ist die ehemalige Verlobte von Franz Maderholz, der Zahlmeister im Vernichtungslager Kulmhof war. Die Asche der Opfer füllt den Boden der Lichtung, die seit Kriegsende Rosas Heimstatt ist. Franz ist verschollen, Rosa hat sich 1948 mit Józef liiert. Auch ihm wird eine dunkle Vergangenheit nachgesagt. Jahrzehnte später erfahren ein Filmteam und ein Theologe aus alten Akten von den damaligen Ereignissen und spüren den Schicksalen der Beteiligten nach. //
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[Audio]-Infos Datum: 06.10.2012
Länge: 01:17:41
Größe: 71.13 MB
Uwe Dick: "Ich schreibe um mich selbst zu überraschen" - 23.09.2012
Uwe Dick (Autor) im Gespräch mit Katarina Agathos
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[Audio]-Infos Datum: 23.09.2012
Länge: 00:51:11
Größe: 46.87 MB
Jan Peters/Marie-Catherine Theiler: Zeitlochbohrversuche - 16.09.2012
Komposition: Pit Przygodda / Realisation: Jan Peters/Marie-Catherine Theiler / BR 2011 / Länge: 54'16 // Die beiden Filmemacher Marie-Catherine Theiler und Jan Peters erlebten die Schwangerschaft und Geburt ihres ersten Kindes als eine Zeitenwende, eine Entschleunigung setzte ein. Im Gegensatz dazu steigt nach der Geburt des zweiten Kindes die Zeitverflugsgeschwindigkeit und der Familienrhythmus gerät gänzlich aus dem Takt. Ihr Hörspiel dreht sich um die Herausforderungen, die zunehmende Beschleunigung im ohnehin chronisch hektischen Alltag in den Griff zu bekommen. Beide schreiben manisch Listen. To-do-Listen, um Aufgaben zu priorisieren und damit das Chaos im Vorfeld zu ordnen, Logbucheintragungen darüber, was am Tag passiert ist, um das Durcheinander im Nachhinein noch zu strukturieren. In einem Ping-Pong der Dialoge suchen die jungen Eltern Peters und Theiler nach Möglichkeiten, dem rasenden Stillstand zu entrinnen, in dem sich alle und alles zu befinden scheinen. Bei ihren Versuchen, Löcher in die Zeit zu bohren und anderen Selbstexperimenten treffen sie auf verschiedene Experten, unter anderem Chronobiologen, Neurowissenschaftler, Buddhisten und einen Tischtennisprofi. Zahlreiche Denkanstöße und unterschiedliche Ideen zur Zeitgewinnung und Effizienz werden auf ihre Praktikabilität überprüft, die von der 66-Sekunden-Minute, über Geschäftigkeitsquartett und Social Jetlag bis zur "Online-Lausung der 5000" reichen. //
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[Audio]-Infos Datum: 16.09.2012
Länge: 00:54:26
Größe: 49.85 MB
Tina Klopp: Erfolg! - 09.09.2012
Mit Jule Ronstedt, Sebastian Blomberg, Wolfgang Pregler / Komposition: Hendrik Meyer / Regie: Leonhard Koppelmann / BR 2012 / Länge: 54'00 // Alle wollen ihn, aber gleichzeitig haftet an ihm der schlechte Ruf des Charakterverderbers: Was ist Erfolg und wie erreicht man ihn? Warum ist Erfolg – messbar in Ruhm und Geld – so erstrebenswert und worüber reden die, die ihn haben, wenn sie unter sich sind? Ein Gespräch in trauter Runde. Ein Spitzenpolitiker, ein Weltstar und ein Topmanager treffen sich in einer Bar, um einander aus ihrem Leben an der Spitze der Gesellschaft zu erzählen. Ohne Rücksicht auf Wähler, Fans oder Kunden analysieren sie die Psychologien der Macht und demontieren die Rechtfertigungsstrategien der Erfolglosen. Denn unmoralisches Verhalten kritisieren kann jeder. Schwerer schon ist auszuhalten, dass am Ende der Erfolg doch immer denjenigen Recht gibt, die ihn erreicht haben. Mutiger als Kapitalismuskritik und die Klage über Werteverlust scheint da auf einmal das Lob von Anpassertum, Konsumismus und der schönen Oberfläche. Und letztlich sind Menschen, die in Ökosupermärkten einkaufen oder sich für die richtige Sache engagieren, vielleicht auch einfach nur die größeren Nervensägen. //
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[Audio]-Infos Datum: 09.09.2012
Länge: 00:54:10
Größe: 49.60 MB
Elfriede Jelinek: Sportchor - 02.09.2012
Mit Stefan Kaminski / Regie: Leonhard Koppelmann / BR 2006 / Länge: 54'25 // Sport braucht Sprache. Der Sportchor vereinigt die Stimmen, die immer und überall für die Massen berichten: Torwartdarsteller, Pressevertreter, Damenfußballerinnen. Alle sprechen vom Sport. Als Kommentar zur Fußball-Weltmeisterschaft lässt Elfriede Jelinek einen Sportchor auftreten, der alles ausplaudert. Was die Spieler nachts machen. Worüber sie reden dürfen. Warum sie ihren Körper zur Schau stellen. Welches Image sie wollen können. Die Presse ist immer dabei, man darf und soll ihr alles sagen. Über die biologische Wehrpflicht des Zuschauers, die Rebellion auf dem Rasen und den Anspruch auf die Frau. Über Bewegung und Stillstand, Krieg und Frieden. Doch die Unterschiede gehen ins Aus und verloren. Der Bildschirm zeigt es. "Wir passen nun mal nicht zu dem Bild, das sich die Medien von uns gemacht haben, aber jetzt passen wir schon." Mit ihrem Sportchor schließt Elfriede Jelinek an ihr 1998 uraufgeführtes "Sportstück" an. Der Chor, der in der griechischen Tragödie am Rande des Spielfelds steht, rückt ins Rampenlicht, und die Kommentare zum Spiel verselbständigen sich: Gesellschaftsspiel, Geschlechterspiel, Kriegsspiel, Medienspiel, Fußballspiel. "Mehr Menschen gehen nicht ins Auge." //
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[Audio]-Infos Datum: 02.09.2012
Länge: 00:54:35
Größe: 49.97 MB
Eran Schaerf: fm-scenario - where palms stand - mask - delay - 31.08.2012
Mit Samuel Streiff, Peter Veit, Achim Bogdahn / Realisation: Eran Schaerf / Montage: Valerie Smith / BR 2012 / Länge: 61'15 // FM-Scenario ist ein intermediales Projekt von Eran Schaerf, das das Internet als Produktionsort nutzt, um Inhalte für weitere Medien - konkret: Radiosendung, Ausstellung und Publikation - zu generieren.// Die Montage der Kuratorin Valerie Smith bildete 2012 das Ausgangsszenario für eine Installation im Haus der Kulturen der Welt. Angesiedelt in den Dolmetscherkabinen des Hauptkonferenzraums, einer Architektur, die Übersetzungsprozesse spiegelt, lässt sie die Grenzen zwischen Fakt und Fiktion, Sender und Empfänger, Nutzer und Autor verschwimmen. / Eine Kooperation von: BR Hörspiel und Medienkunst; A Production e. V., Berlin; HartwareMedienKunstVerein, Dortmund; Haus der Kulturen der Welt, Berlin; Les Complices, Zürich; Museum für Konkrete Kunst, Ingolstadt; ZKM, Karlsruhe; Kulturstiftung des Bundes //
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[Audio]-Infos Datum: 31.08.2012
Länge: 01:01:25
Größe: 56.24 MB
Alexander Kluge: Chronik der Gefühle - Unheimlichkeit der Zeit. Der Luftangriff auf Halberstadt - 24.08.2012
Mit Alexander Kluge, Wolfgang Hinze, Ilja Richter, Hanns Zischler, Johannes Herrschmann, Nico Holonics, Peter Fricke, Helmut Stange, Christian Friedel, Hannelore Hoger, Sandra Hüller, Monika Manz, Hans Magnus Enzensberger / Musik: Susanne Brokesch sowie Solisten des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks / Bearbeitung und Regie: Karl Bruckmaier / BR 2009 / Länge: 55'33 // Am 8. April 1945 wird Halberstadt durch alliierte Bomber fast vollständig zerstört. Zehn Meter neben dem 13-jährigen Alexander Kluge schlägt eine Sprengbombe ein. Seine dominierenden Gefühle in dieser Situation sind die Vorfreude, den Schulkameraden von der Bombe zu berichten und die Angst um die Scheidung der Eltern. Erst Mitte der Siebziger Jahre ist sein Abstand zu den Ereignissen groß genug, um davon zu erzählen. Seine Beschreibung stellt einen wichtigen Bezugspunkt in der Darstellung des Luftangriffs auf deutsche Städte und ihre Zivilbevölkerung dar. Laut Kluge sagt eine einfache Wiedergabe der Realität weniger denn je etwas über die Realität aus. "Es muss möglich sein, die Realität als die geschichtliche Fiktion, die sie ist, auch darzustellen". In diesem Sinne erzählt Kluge von der Zerstörung des Kinos Capitol, den luftschutzdienstverpflichteten Turmbeobachterinnen Frau Arnold und Frau Zacke und den Ausführungen des Bomber-Piloten Anderson: "'Die Ware musste runter auf die Stadt. Es sind ja teure Sachen. Man kann das praktisch auch nicht auf die Berge oder das freie Feld hinschmeißen, nachdem es mit viel Arbeitskraft zu Hause hergestellt ist.' – 'Sie konnten wenigstens einen Teil auf freies Feld werfen. Oder in einen Fluss.' – 'Diese wertvollen Bomben?'". //
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[Audio]-Infos Datum: 24.08.2012
Länge: 00:55:43
Größe: 51.02 MB
Alexander Kluge: Chronik der Gefühle - Unheimlichkeit der Zeit. Verschrottung durch Arbeit - 17.08.2012
Mit Alexander Kluge, Wolfgang Hinze, Ilja Richter, Helmut Stange, Hannelore Hoger, Joachim Geisthardt, Heinz Tessun, Klaus Plichta, Wolfgang Beyer, Erich Meyer, Siegfried Wieler, Hans-Joachim Klemm, Peter Nier, Reinhold Schuler, Wolfgang Braetsch / Musik: Elliott Sharp sowie Solisten des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks / Bearbeitung und Regie: Karl Bruckmaier / BR 2009 / Länge: 49'13 // Im bereits zerfallenden Dritten Reich wurde 1944 in der Nähe von Halberstadt eine Außenstelle des KZ Buchenwald eingerichtet. Neben einer Untertunnelung des Harzsandsteingebirges für Rüstungsproduktion wurde gezielt "Vernichtung durch Arbeit" betrieben. Während der gesamten Zeit seiner Existenz befanden sich über 7.000 Häftlinge im Lager. Ungefähr 2.000 Tote waren bis zur Befreiung des Lagers am 11. April 1945 zu verzeichnen. Über 2.500 Häftlinge starben auf dem "Todesmarsch", auf den die gehfähigen Häftlinge des Lagers am 9. April 1945 geschickt worden waren. 1949 wurden am Ort der Massengräber ein Mahnmal und Gedenktafeln eingeweiht, 1976 ein Museum. – Alexander Kluge ergänzt diese Fakten durch Beschreibungen des "unternehmerischen Umfelds": Organisation und Selbstversorgung des Lagers, Schikanen der SS- Wachführer, Verbesserungsvorschläge der Häftlinge, Führungsproblem der Wachtruppe, Protokoll der Auflösung und Zerstreuung, Denkmalsplanung zu DDR-Zeiten. //
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[Audio]-Infos Datum: 17.08.2012
Länge: 00:49:24
Größe: 45.23 MB
Kathrin Röggla/Leopold von Verschuer: publikumsberatung - 12.08.2012
Mit Leopold von Verschuer, Franz Tröger, Hanns Zischler, Silke Buchholz u.a. / Komposition: Franz Tröger / Regie: Leopold von Verschuer / BR 2011 / Länge: 54'25 // Der Referent der live im Radio übertragenen Hauptstadtkulturgespräche ist ab-, ein Ersatzreferent kurzfristig eingesprungen. Dieser nutzt seine Chance zu einem unaufhaltsam scheiternden Vortrag und verliert sofort den Faden. Seine Reflexionen mäandern von einem „auf den Hund gekommenen Katastrophenfilmgenre“ über „Angstschulden“, zur „Lust am Richten“, streifen das bislang viel zu wenig beachtete Thema „Stottern im Barock“ und gelangen schließlich zur Frage: Was ist eigentlich ein erfolgreicher Hörer? Der Redakteur des Abends bemüht sich in der Regie vergeblich um Steuerung, doch der Ersatzreferent lässt sich durch nichts abbringen. Auch nicht dadurch, dass sein Mikrofon irgendwann selbst zu sprechen beginnt und das Publikum im Sendesaal Einwände erhebt oder sogar den Saal verlässt. Das Reale bricht ein in die Fiktion und lässt Ebenen und Sinnzusammenhänge verschwimmen. Der Hörer wird von Anfang an in Orientierungsnot gebracht. Die publikumsberatung bedient sich aller Tricks des Fingierten, des Spiels im Spiel, und stellt nicht nur die Frage nach den Grenzen des Fiktiven, sondern mit ihrem Geflecht von Diskursschnipseln auch das Verhältnis von Sprache und dem, was sie bezeichnet, auf den Kopf. //
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[Audio]-Infos Datum: 12.08.2012
Länge: 00:54:35
Größe: 49.98 MB
Thomas von Steinaecker: Die Entstehung des Hörspiels "Umbach muss weg" - 05.08.2012
Regie: Bernadette Sonnenbichler / BR 2012 / Länge: 53'09 // Der Autor Thomas von Steinaecker führt ein Interview mit dem Synchronsprecher Martin Umbach. // Lebensstationen ziehen vorbei, das Scheitern als Schauspieler, der Neuanfang und rasante Aufstieg bei der Filmsynchronisation. Nach dem Gespräch ist für von Steinaecker klar, dass er bei seinem Hörspiel über Martin Umbach so authentisch wie möglich vorgehen möchte, am liebsten wäre ihm ein Hörspiel in Form eines fiktiven Features. Dafür erfindet er seine eigene Stellvertreterfigur: Nicole. An seiner Statt begibt nun sie sich auf weitere Recherche über Umbach. /
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[Audio]-Infos Datum: 05.08.2012
Länge: 00:53:19
Größe: 48.82 MB
Carl Einstein: Bebuquin oder die Dilettanten des Wunders (2/2) - 29.07.2012
Mit Ingo Hülsmann, Sven Lehmann / Komposition: Daniel Dickmeis / Regie: Ulrich Gerhardt / BR 2012 / Länge: 52'23 // Es sind dilettantische Wunder-Sucher, die Carl Einstein in seinem 1912 gedruckten "Anti-Roman" versammelt. // Ob im Café, im Bordell, im Zirkus oder im Kloster präsentieren die 19 Kapitel des Textes schlaglichtartig phantastische Szenen ohne klare Handlung oder eindeutige Charaktere. Vielmehr wird in einer energetischen Mischung aus Erzählung, Dialog, Lyrik, Pamphlet, Predigt oder Gebet die Überwindung von Vernunft, Gleichgewicht, Symmetrie und Einheit als Möglichkeit eines anderen Denkens und Befreiung der Empfindungen heraufbeschworen. Eine Idee, mit der sich Carl Einstein und die Künstlerkreise seiner Zeit vor der Folie einer Mechanisierung der Welt und des Verlustes spontaner Erfahrung identifizierten. Analog zur kubistischen Malerei provoziert der Text thematisch und formal andere Blicke auf die Welt, vermischt ohne Scheu zahlreiche Topoi aus Religion und Philosophie und rüttelt dabei auch an den Grenzen der Sprache: als explizite Sprachkritik, als Zitation oder Parodie naturwissenschaftlicher Diktion, religiöser Sprechformen, philosophischer Exkurse oder künstlerischer Traktate. Damit beeinflusste Einsteins Text Expressionisten und Dadaisten genauso, wie er für diese zur Reibungsfläche wurde. In der Hörspielproduktion des Bayerischen Rundfunks, die eine akustische Umsetzung des ungekürzten Erstdrucks von 1912 ist, erscheint das Sprachgeschehen der Vorlage als ein Pendeln zwischen zwei Stimmen, als zersetzende Dialogisierung, losgelöst von den ursprünglichen Dialogen, als lustvolle Inszenierung maßloser Gedankenspiele. //
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[Audio]-Infos Datum: 29.07.2012
Länge: 00:52:33
Größe: 48.12 MB
Carl Einstein: Bebuquin oder die Dilettanten des Wunders (1/2) - 22.07.2012
Mit Ingo Hülsmann, Sven Lehmann / Komposition: Daniel Dickmeis / Regie: Ulrich Gerhardt / BR 2012 / Länge: 51:07 // Es sind dilettantische Wunder-Sucher, die Carl Einstein in seinem 1912 gedruckten "Anti-Roman" versammelt. // Ob im Café, im Bordell, im Zirkus oder im Kloster präsentieren die 19 Kapitel des Textes schlaglichtartig phantastische Szenen ohne klare Handlung oder eindeutige Charaktere. Vielmehr wird in einer energetischen Mischung aus Erzählung, Dialog, Lyrik, Pamphlet, Predigt oder Gebet die Überwindung von Vernunft, Gleichgewicht, Symmetrie und Einheit als Möglichkeit eines anderen Denkens und Befreiung der Empfindungen heraufbeschworen. Eine Idee, mit der sich Carl Einstein und die Künstlerkreise seiner Zeit vor der Folie einer Mechanisierung der Welt und des Verlustes spontaner Erfahrung identifizierten. Analog zur kubistischen Malerei provoziert der Text thematisch und formal andere Blicke auf die Welt, vermischt ohne Scheu zahlreiche Topoi aus Religion und Philosophie und rüttelt dabei auch an den Grenzen der Sprache: als explizite Sprachkritik, als Zitation oder Parodie naturwissenschaftlicher Diktion, religiöser Sprechformen, philosophischer Exkurse oder künstlerischer Traktate. Damit beeinflusste Einsteins Text Expressionisten und Dadaisten genauso, wie er für diese zur Reibungsfläche wurde. In der Hörspielproduktion des Bayerischen Rundfunks, die eine akustische Umsetzung des ungekürzten Erstdrucks von 1912 ist, erscheint das Sprachgeschehen der Vorlage als ein Pendeln zwischen zwei Stimmen, als zersetzende Dialogisierung, losgelöst von den ursprünglichen Dialogen, als lustvolle Inszenierung maßloser Gedankenspiele. //
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[Audio]-Infos Datum: 22.07.2012
Länge: 00:51:16
Größe: 46.94 MB
Rudolf Herz: Der kalte Sommer 1912 - 20.07.2012
Mit Cornelia Meliàn, Sebastian Fuchs, Wolfram Winkel, Leo Gmelch, Markus Muench, 48nord (Ulrich Müller, Siegfried Rössert) / Realisation: 48nord / BR 2012 / Länge: 44'34 // 1912 verbrachte Marcel Duchamp einen kalten Sommer in München. Am 25. August schrieb er nach Hause: "Hier unaufhörlicher Regen, kalt." // Rudolf Herz erklärt die überlieferten Wetterdaten des meteorologischen Landesamtes zur Partitur, die in einer freien Interpretation von dem Duo 48nord hörbar gemacht wird. Die Phase künstlerischen Umbruchs und emotionaler Belastung in der Biographie Duchamps wird dabei aufgegriffen und der Spannungszustand zwischen abstrakt-objektivierender Technologie und individuellem Tun ausgehend von den Daten zu Lufttemperatur, Luftdruck, Wind, Bewölkung des Sommers 1912 gestaltet. 100 Tage, von 21. Juni bis Ende September 1912 war Duchamp in München, an dem Ort, den er später als „Schauplatz meiner totalen Befreiung“ beschreiben sollte. Eingemietet in der Wohnung eines Ingenieurs und technischen Zeichners bahnte sich unter dem Eindruck einer ganz unerwarteten und inspirierenden Begegnung mit der abstrakten Welt der Technik eine Wende im Werk des Künstlers an. Fortan suchte Duchamp jede persönliche Handschrift zu vermeiden, veranstaltete Experimente mit dem Zufall und entdeckte den Geist der Ironie. Gleichzeit war diese Zeit von einem Psychodrama überschattet. Vor seiner Abreise nach München hatte Duchamp sich in Gabriella Picabia, die Frau seines besten Freundes, verliebt und erfahren, dass diese Liebe unerwidert blieb. Die Phase künstlerischen Umbruchs und emotionaler Belastung in der Biographie Duchamps wird in „Der kalte Sommer 1912“ aufgegriffen. Tatsächlich herrschte in Bayern in diesen Monaten außergewöhnlich schlechtes Wetter, wie aus den überlieferten Unterlagen des meteorologischen Landesamtes hervorgeht. Rudolf Herz erklärte das spröde Zahlenwerk der Meteorologen zur Partitur, die in einer freien Interpretation von dem Duo 48nord hörbar gemacht wird. Hierbei wird der Spannungszustand zwischen abstrakt-objektivierender Technologie und individuellem Tun ausgehend von den Wetterdaten des Sommers 1912 gestaltet. Tempo, Melodie und Processing leiten sich von der Temperatur-, Niederschlag- und Luftdruckkurve ab und übernimmt deren formale Proportionen. Außerdem werden den Wochen, die Duchamp in München verbrachte, jeweils zwei Satzfragmente aus den Originalbegleittexten zu den Tabellen von 1912 zugeordnet, die die Wetterdaten interpretieren. //
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[Audio]-Infos Datum: 20.07.2012
Länge: 00:44:42
Größe: 40.93 MB
Alexander Kluge: Chronik der Gefühle - Unheimlichkeit der Zeit. Bilder aus meiner Heimatstadt - 13.07.2012
Mit Alexander Kluge, Wolfgang Hinze, Nico Holonics, Helmut Stange, Christian Friedel, Hannelore Hoger, Sandra Hüller sowie Maria Pia Corvino, Erich Meyer, Monika Winkler, Rosemarie Dorn, Dr. Luise Kampffmeyer, Ruth Pfosser, Jasmin Schätz / Musik: Asio Kids sowie Solisten des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks / Bearbeitung und Regie: Karl Bruckmaier / BR 2009 / Länge: 55'57 // "Nachrichten von den Gefühlen." Um Zusammenhang herzustellen, muss Zusammenhang aufgegeben werden. Die Geschichten in Unheimlichkeit der Zeit erschienen erstmals 1977. In 18 Heften sind Bruchstücke aus DDR-, Kriegs- und Vorkriegszeiten versammelt. Zur Zeit der Niederschrift lag Alexander Kluges Vater im Sterben. Kluge hält Erinnerungen an seine Vorfahren fest. Er beschreibt seine Heimatstadt Halberstadt. Der Vater "sitzt an seinem Schreibtisch mit Ausblick auf den Bismarckplatz, den er so sieht, wie er dort liegt, mit den modernisierten Blumenrabatten der DDR-Gartenverwaltung, abgeholzten Büschen usf., er kann aber, wie auf Knopfdruck, den Platz auch in der Gestalt sehen, die er in den dreißiger Jahren hatte, oder in der Gestalt von 1916." Den Abschied vom Vater beschreibt Kluge über den 'Zustand des Gartens': "Zwischen diesem Garten und den Händen, die ihn bearbeitet haben eine unüberwindliche Stufenfolge von zehn steinernen Treppenstufen, den Veranda-Vorbau herab, dann die verriegelte Wintergartentür. Ein Winter und das Frühjahr haben ausgereicht, die Büsche und Fliedersträucher über die Gartenpfade wachsen zu lassen. Der Steingarten ist, vom Herbst her, mit Zweigen bedeckt, die nie mehr (von seinen Lebzeiten her gesehen) abgeräumt werden." //
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[Audio]-Infos Datum: 13.07.2012
Länge: 00:56:07
Größe: 51.38 MB
Alexander Kluge: Chronik der Gefühle - Wie kann ich mich schützen? Was hält freiwillige Taten zusammen? - 06.07.2012
Mit Alexander Kluge, Ilja Richter, Peter Fricke, Christian Friedel, Sandra Hüller, Monika Manz, sowie Merit Bruckmaier, Fleming Bruckmaier, Jasmin Schätz, Moritz Ritzinger / Musik: Hummmel sowie die Solisten des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks / Regie: Karl Bruckmaier / BR 2009 / Länge: 52'00 // "Wir müssen uns orientieren. Worauf muss ich vertrauen? Was hält freiwillige Taten zusammen?" Die Grundlage des Erzählens ist Einfühlung. "Kinder haben einen Traktor in Fahrt gesetzt. Die Eltern wollen retten. Vera F. gelingt es, den Jüngsten wegzustoßen. Sie wird selbst tödlich verletzt." Kleine Schwarz-Weiß-Abbildungen – Zeitungsfotos und Comicbilder mit Bildunterschriften – stehen in Alexander Kluges Chronik der Gefühle gleichwertig neben anderen Geschichten. Menschen riskieren ihr Leben, handeln, ohne an die möglichen Konsequenzen zu denken. Auf einer Zeichnung ist ein Bär zu sehen, der sich ein Kind ins offene Maul hält, davor die verzweifelte Mutter, im Hintergrund der fliehende Vater. Ein glücklicher Ausgang ist nicht zu erkennen, wird aber von Kluge behauptet: "Während ihr Mann vor einer Bärin flieht, packt die an sich sonst ängstliche Gerlinde die Füße ihres Kindes. Nicht die Kraft, wohl aber ihr Aufschrei irritierte das Ungetüm derart, dass es die Beute fallen ließ und in den Büschen verschwand. Wenn ich einen Moment nachgedacht hätte, sagte Gerlinde später, hätte der Mut mich verlassen." In "Gefahr und größter Not" erscheinen mutige Taten, die ausschließlich um eines anderen willen geschehen, gefühlsmäßig selbstverständlich. Im Alltag sind sie seltene Glücksmomente. //
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[Audio]-Infos Datum: 06.07.2012
Länge: 00:52:10
Größe: 47.77 MB
Thomas Meinecke/Michaela Melián/David Moufang: Konvent - 29.06.2012
Text: Thomas Meinecke / Komposition: David Moufang / Bilder und Projektionen: Michaela Melián / BR/intermedium 2 2002 / Länge: 29'31 // Als textliches Ausgangsmaterial dienen die Protokolle eines Schriftstellertreffens aus dem Jahr 1964 im Literarischen Colloquium Westberlin, bei dem sich sechzehn jüngere Autoren mit arrivierteren, älteren Autoren darüber austauschten, welche erzählenden Formen ihnen als aktuell bzw. noch praktikabel erschienen. 'Konvent' lotet aus, was sich auch jenseits von herkömmlicher Syntax / Narrativität, als Geflecht, Textur, einen politischen Anspruch transportieren kann: in der sonisch generierten, visuell projizierten und verbal modulierten Erzählung. //
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[Audio]-Infos Datum: 29.06.2012
Länge: 00:29:41
Größe: 27.18 MB
Leonora Carrington/Ulrike Haage: Alle Vögel fliegen hoch, alle Schafe fliegen hoch, alle Engel fliegen hoch - 17.06.2012
Komposition und Realisation: Ulrike Haage / BR 2012 / Länge: 52'38 // In ihrer Erzählung Die Debütantin schickt die Surrealistin Leonora Carrington eine Hyäne auf einen Ball. Als einzige Tochter in einer wohlhabenden englischen Industriellenfamilie wie im goldenen Käfig aufgewachsen („Meine Mutter sah ich am Tag nur ein einziges Mal: wenn ich von meiner Gouvernante zum Tee geführt wurde“), mutet bereits Carringtons Kindheit und Jugend wie eine Gartenparty mit Hyänen an: Sie vertreibt sich die Langeweile mit Märchen, Gespenster- und Horrorgeschichten und den Erzählungen von Lewis Carroll. Schon als Kind beginnt sie selbst zu malen und zu erfinden. Nachdem sie von ihren Eltern am englischen Hof vorgestellt wurde, beschließt sie: „Ihr habt euren Spaß gehabt, jetzt werde ich den meinen besorgen“ und beginnt in London Kunst zu studieren. Durch ihre dreijährige, intensive Liebesbeziehung mit dem erheblich älteren Max Ernst kommt sie in Kontakt mit den Surrealisten im Paris der 30er Jahre. Auf der großen Surrealisten Ausstellung von 1938 ist sie 21jährig mit eigenen Werken vertreten. Bei Ausbruch des zweiten Weltkriegs wird sie von Max Ernst getrennt, was bei ihr vorübergehend eine Angstpsychose auslöst, die sie literarisch verarbeitet. Sie geht nach Mexiko, wo sie bis auf wenige Jahre, die sie in New York verbringt, bis zu ihrem Tod 2011 lebt und Gemälde und Skulpturen erschafft, die oft mystische Motive, Tier-Menschgestalten, Fabelwesen, manchmal auch Engel aufweisen. Neben ihrem großen bildnerischen Werk, hinterließ Leonora Carrington auch zahlreiche Erzählungen, Romane, Theaterstücke. Die Komponistin Ulrike Haage verwebt zwei Erzählungen Der Unscheinbare und Wie man ein Unternehmen gründet mit Motiven aus der Debütantin, englischen Abzählreimen und nonsens-Gedichten von Edward Lear, einem Zeitgenossen von Lewis Carroll, in ein Hörstück. Ein soundtrack, der Carringtons Welt akustisch wieder erstehen lässt, ein Soundtrack, in dem sich Harmonien und exzessive Atonalität ganz selbstverständlich durchdringen. Rhythmischer Sprech-Gesang, zarte Melodien, vorbeitrudelnde Akkorde, Elektronik, verwandeln die überbordenden short stories in lange songs und treiben die seltsamen Begebenheiten eines magischen Maskenballs und eines utopischen Picknicks vor sich her. //
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[Audio]-Infos Datum: 17.06.2012
Länge: 00:52:48
Größe: 48.36 MB
Georg Büchner: Dantons Tod - 15.06.2012
Mit Fritz Kortner, Elfriede Kuzmany, Bruno Hübner, Peter Lühr, Marianne Kehlau u.a. / Bearbeitung: Arnold Weiß-Rüthd / Komposition: Mark Lothar / Regie: Walter Ohm / BR 1948 // Ein Ausschnitt aus der Spätphase der Französischen Revolution - zehn Tage im März und April 1794 - in der sie in Diktatur und blutigen Despotismus umzuschlagen beginnt. // Ein Ausschnitt aus der Spätphase der Französischen Revolution - zehn Tage im März und April 1794 - in der sie in Diktatur und blutigen Despotismus umzuschlagen beginnt. Büchner selbst beurteilt die Vorgänge nicht unmittelbar. In der Gestalt Dantons schlägt sich jedoch seine Skepsis gegenüber dem Ideal des autonom handelnden Individuums nieder. Sein Protagonist bezeichnet die Geschichte als fatalistischen Prozess, der zu immer neuen Leiden führt und der scheinbar vorherbestimmt verläuft. "Puppen sind wir, von unbekannten Mächten am Draht gezogen." Das Drama entstand 1835, während Büchner wegen der Veröffentlichung seines Revolutionsaufrufes "Der hessische Landbote" steckbrieflich gesucht war. Unmittelbar nach Abschluss des Manuskripts konnte er nur durch schnelle Flucht der Verhaftung entgehen. //
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[Audio]-Infos Datum: 15.06.2012
Länge: 01:44:55
Größe: 96.07 MB
Georg Glasl / Sabine Reithmaier: Der Zitherspieler - 11.06.2012
Mit Mit Rainer Bock / Zither: Georg Glasl / Komposition: Georg Glasl/Peter Kiesewetter / Realisation: Georg Glasl/Arash Safaian/Cornel Franz / BR 2012 / Länge: 51'35 // Am 8. November 1939 versucht Georg Elser einen Anschlag auf Hitler, Göring und Goebbels. // Elser wird auf der Flucht festgenommen und am 9. April 1945 im KZ Dachau mit einem Genickschuss ermordet. Seine Familie erfährt nichts, erst 1950 wird er für tot erklärt. Elsers mutige Tat wurde erst verurteilt, dann jahrelang nicht verhandelt; sie wurde geleugnet, uminterpretiert und erst spät anerkannt. Da Elser sich weder in Briefen noch Tagebüchern zu seiner Tat geäußert hat, stützt sich das kollektive Gedächtnis auf nachträgliche Erinnerungen von Zeitzeugen, die erst Jahrzehnte später befragt wurden, und auf die Verhörprotokolle der Gestapo: Quellen, die zwar vorgeben, das zu berichten, was gewesen ist, die aber wenig Rückschlüsse auf die historische Figur zulassen und möglicherweise Verfälschungen enthalten. Wie im Leben bleibt Georg Elser im Hörspiel sprachlos. Seine Stimme übernimmt die Zither, jenes Instrument, das er von 1926 an bis zu seinem Tod spielte. Die Textcollage stützt sich auf Aussagen von Zeitzeugen. Zu Wort kommen unter anderen die Kellnerin Maria Strobl, die am 9. November im Bürgerbräukeller servierte, Ermittler, die Elser verhörten, Beamte, die über Entschädigungen für die Familie entschieden, oder die Mutter Elsers, die sich bis zu ihrem Tod 1960 gegen die Darstellung des Theologen Martin Niemöllers wehrt, ihr Sohn sei nur ein Werkzeug der Nazis gewesen. Widersprüche in den Darstellungen  bleiben bestehen, die Ereignisse wurden unterschiedlich wahrgenommen und bewertet. //
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[Audio]-Infos Datum: 11.06.2012
Länge: 00:51:46
Größe: 47.39 MB
Nikolai Vogel: Nach der Grenze - 03.06.2012
Mit Nikolai Vogel und Peter Veit / Realisation: Nikolai Vogel / BR 2011 / Länge: 49'26 // Grenzgänge in Zeiten ohne Grenze. Zusammen mit der Malerin Silke Markefka suchte Nikolai Vogel zwischen Juli 2008 und Juli 2009 ehemalige Grenzposten zwischen Deutschland und seinen neun Nachbarländern auf. Zwanzig Jahre nach dem Schengener Abkommen, in dem mehrere europäische Staaten die Aufgabe der Grenzkontrolle beschlossen haben, erforscht Vogel Stimmung, Atmosphäre und persönliche Wahrnehmung dieser Orte. Der Grenzverkehr, die Grenzkontrolle, der Grenzübergang sind prägende Eindrücke unserer Kindheit. Jenseits der Grenzen begann das andere Land, der Urlaub, oft eine andere Sprache und andere Währung. Was sind sie heute? Lebendige Orte, Orte des Nirgendwo, verlassene Plätze, Niemandsland? Sie verschwinden nach und nach, werden zurückgebaut oder verwahrlosen einfach, werden Ruinen. Überkommene Symbole für den Territorialstaat. Vogel hat mit verschiedensten analogen Aufzeichnungsgeräten die Grenzsituation akustisch festgehalten und seine Eindrücke in einem assoziativen Text beschrieben. Die dafür benutzten Bandmaschinen, Tonbandgeräte, Diktiergeräte und Kassettenrekorder stammen ebenfalls aus einer verschwindenden Epoche. Wie die Grenzen haben auch diese Aufzeichnungsgeräte die Zeit ihrer staatstragenden und amtlichen Bedeutung hinter sich. //
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[Audio]-Infos Datum: 03.06.2012
Länge: 00:49:36
Größe: 45.42 MB
Joseph Roth: Das Spinnennetz (2/2) - 28.05.2012
Mit Martin Carnevali, Norman Hacker, Lena Lauzemis, Bernd Moss, Steven Scharf, Thomas Thieme / Komposition: Jakob Diehl / Bearbeitung und Regie: Katja Langenbach / BR 2012 / Länge: 54'00 // Joseph Roths erster Roman "Das Spinnennetz" beschreibt den unaufhaltsamen Aufstieg der Faschisten im Deutschland der 20er Jahre. Als enttäuschter Kriegsheimkehrer findet sich der ehemalige Leutnant Theodor Lohse nicht mehr zurecht. Zerbrochen sind seine Träume vom militärischen Triumph und seine Hoffnungen auf eine herausragende gesellschaftliche Bedeutung. Stattdessen lebt er in ärmlichen Verhältnissen als Jurastudent und Hauslehrer bei einem reichen jüdischen Juwelier in Berlin. Sein Ehrgeiz treibt ihn schnell in die Arme einer rechtsradikalen Geheimorganisation, für die er zunächst als einer von vielen Spitzeln arbeitet. Endlich wieder einer klaren Führung verpflichtet, geht er über Leichen, um seine Aufgaben zu erfüllen, übereifrig, getrieben von der Angst vor der eigenen Unzulänglichkeit und Kleinheit. Morde und militärische Kameradschaftlichkeit, Denunziation, ideologiefreies Kalkül und Paktieren mit politischen Gegnern sowie die Heirat in den deutschen Adel verschaffen ihm in der Folge eine Machtposition. Doch trotz seines gesellschaftlichen Aufstiegs findet Theodor keine Ruhe und leidet unter Verfolgungswahn. Angst und Selbstzweifel dominieren ihn bis zum Schluss, er wird nicht erlöst von dem ihn ewig quälenden Ehrgeiz, unter dem eine große innere Leere liegt. Joseph Roth beschreibt mit Theodor Lohse und den ihn umgebenden Menschen die deutsche Identitätssuche nach dem 1. Weltkrieg. Theodor ist ein Mensch ohne Halt in einer Gesellschaft der radikalen Gegensätze zwischen Nationalsozialisten und Kommunisten, Bürgertum, Adel und Proletariat, Hunger und Überfluss, Militarismus und kultureller Avantgarde, Spitzelwesen und lautstarken nationalen Studentenbewegungen, Antisemitismus und aufkeimender Demokratie, zwischen Gewalttätigkeit und Amüsierlust, zwischen Fortschritt und Reaktion. In dieser verwirrenden, explosiven gesellschaftlichen Gemengelage glaubt Theodor letztlich an nichts und niemanden – außer an sich selbst und sein Emporkommen. Einzig entscheidend ist, auf der Seite der Gewinner zu stehen. So mausert sich Theodor Lohse zum wichtigen Funktionär im sich anbahnenden nationalsozialistischen Deutschland. Das Spinnennetz erschien als Fortsetzungsroman vom 7.Oktober bis 6. November 1923 in der Wiener Arbeiterzeitung und nahm damit die Ereignisse des Hitlerputsches, der sich nur wenige Tage nach dem letzen Abdruck ereignete, auf prophetische Weise vorweg. //
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[Audio]-Infos Datum: 28.05.2012
Länge: 00:54:10
Größe: 49.60 MB
Joseph Roth: Das Spinnennetz (1/2) - 27.05.2012
Mit Martin Carnevali, Norman Hacker, Lena Lauzemis, Bernd Moss, Steven Scharf, Thomas Thieme / Bearbeitung und Regie: Katja Langenbach / BR 2012 / Länge: 53'49 // Joseph Roths erster Roman Das Spinnennetz beschreibt den unaufhaltsamen Aufstieg der Faschisten im Deutschland der 20er Jahre. Als enttäuschter Kriegsheimkehrer findet sich der ehemalige Leutnant Theodor Lohse nicht mehr zurecht. Zerbrochen sind seine Träume vom militärischen Triumph und seine Hoffnungen auf eine herausragende gesellschaftliche Bedeutung. Stattdessen lebt er in ärmlichen Verhältnissen als Jurastudent und Hauslehrer bei einem reichen jüdischen Juwelier in Berlin. Sein Ehrgeiz treibt ihn schnell in die Arme einer rechtsradikalen Geheimorganisation, für die er zunächst als einer von vielen Spitzeln arbeitet. Endlich wieder einer klaren Führung verpflichtet, geht er über Leichen, um seine Aufgaben zu erfüllen, übereifrig, getrieben von der Angst vor der eigenen Unzulänglichkeit und Kleinheit. Morde und militärische Kameradschaftlichkeit, Denunziation, ideologiefreies Kalkül und Paktieren mit politischen Gegnern sowie die Heirat in den deutschen Adel verschaffen ihm in der Folge eine Machtposition. Doch trotz seines gesellschaftlichen Aufstiegs findet Theodor keine Ruhe und leidet unter Verfolgungswahn. Angst und Selbstzweifel dominieren ihn bis zum Schluss, er wird nicht erlöst von dem ihn ewig quälenden Ehrgeiz, unter dem eine große innere Leere liegt. Joseph Roth beschreibt mit Theodor Lohse und den ihn umgebenden Menschen die deutsche Identitätssuche nach dem 1. Weltkrieg. Theodor ist ein Mensch ohne Halt in einer Gesellschaft der radikalen Gegensätze zwischen Nationalsozialisten und Kommunisten, Bürgertum, Adel und Proletariat, Hunger und Überfluss, Militarismus und kultureller Avantgarde, Spitzelwesen und lautstarken nationalen Studentenbewegungen, Antisemitismus und aufkeimender Demokratie, zwischen Gewalttätigkeit und Amüsierlust, zwischen Fortschritt und Reaktion. In dieser verwirrenden, explosiven gesellschaftlichen Gemengelage glaubt Theodor letztlich an nichts und niemanden – außer an sich selbst und sein Emporkommen. Einzig entscheidend ist, auf der Seite der Gewinner zu stehen. So mausert sich Theodor Lohse zum wichtigen Funktionär im sich anbahnenden nationalsozialistischen Deutschland. Das Spinnennetz erschien als Fortsetzungsroman vom 7.Oktober bis 6. November 1923 in der Wiener Arbeiterzeitung und nahm damit die Ereignisse des Hitlerputsches, der sich nur wenige Tage nach dem letzen Abdruck ereignete, auf prophetische Weise vorweg. //
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[Audio]-Infos Datum: 27.05.2012
Länge: 00:53:59
Größe: 49.43 MB
Elfriede Jelinek: Kein Licht. - 18.05.2012
Mit Wolf-Dietrich Sprenger, Bettina Hoppe, Yoshie Shibahara / Regie: Leonhard Koppelmann / BR 2012 / Länge: 78'12 // Zwei Musiker (erste und zweite Geige), die wie die Band auf der Titanic weiterspielen, während das Schiff im Meer versinkt, versuchen in Elfriede Jelineks neuem Stück das Unfassbare zu fassen. Das Wasser ist an Land gekommen, eine gewaltige Flutwelle hat alles mit sich fortgerissen. Energie wurde geraubt: Eine Anlage ist ausgefallen oder hat sich automatisch abgeschaltet. Nur noch ohrenbetäubende Stille erfüllt die Luft, ein Lärm, der die Welt lautlos unter sich begräbt, jedes Gehör taub macht, einem kollektiven Tinnitus gleich. Etwas hat sich grundlegend verändert – aber was? Etwas, das der Mensch erschuf, hat sich unumkehrbar gegen ihn gewandt, und das Licht, das früher auf ihn schien, muss er nun selbst abstrahlen, bläulich leuchtend aus den Knochen seines Körpers. Ohne dass die Worte Fukushima oder Atomkraft fallen, ist Kein Licht. ein Geisterszenario nach dem Super-GAU, ein Beckett-haftes Endspiel, das abrechnet mit unserem bedingungslosen Glauben an die Beherrschbarkeit der Technik und in dem die Schreie der totgeschwiegenen Opfer gespenstisch widerhallen. //
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[Audio]-Infos Datum: 18.05.2012
Länge: 01:18:22
Größe: 71.75 MB
Thomas Harlan: Veit - 17.05.2012
Mit Thomas Thieme / Regie: Bernhard Jugel / BR 2011 / Länge: 55'15 // Der an seinen Vater, den Filmemacher Veit Harlan (Jud Süß) gerichtete Monolog, setzt sich in direkter Weise mit der Rolle seines Vaters im NS-Regime und der Frage der persönlichen Schuld auseinander. Bis zu seinem Tod am 16. Oktober 2010 in Berchtesgaden arbeitete der Schriftsteller und Filmemacher Thomas Harlan an seinem letzten Text mit dem Titel 'Veit'. "Sage, Vater, sage nicht, es könne niemand die Verantwortung für die Taten eines Dritten übernehmen, der selbst keine Verantwortung für seine Taten zu haben denkt. Es kann." Thomas Harlans Veit ist ein Vermächtnis. Nicht allein sein Leben betreffend. Unser aller. Harlan legt den Finger tief in die deutsche Wunde, es gibt längst kein Entkommen mehr. //
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[Audio]-Infos Datum: 17.05.2012
Länge: 00:55:25
Größe: 50.74 MB
Andreas Ammer/Gerhard Polt: Schliersee - 05.05.2012
Mit Gerhard Polt, Andreas Ammer, Marcus Huber / Musik: Console, Nu mit Landlergschwister und Kofelgschroa / Realisation: Andreas Ammer / BR 2012 / Länge: 45'47// Gerhard Polt lebt seit einigen Jahrzehnten am Schliersee und weiß deshalb, was man sah, als man früher im Badehaus durch das Astloch gesehen hat und wo hier der beste Whiskey gebrannt und das größte Schnitzel serviert wird. Lässt sich eine Landschaft erzählen? Kann man einen See vertonen? Und wieso redet Gerhard Polt, der sein Geld mit reden verdient, eigentlich so ungern? //
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[Audio]-Infos Datum: 05.05.2012
Länge: 00:45:23
Größe: 41.56 MB
Dieter Kühn/Martin Sperr: Lemsomd - 27.04.2012
Mit Therese Giehse / Übertragung ins Bayerische und Regie: Martin Sperr / BR 1973 / Länge: 45'37 // Therese Giehse mit dem Monolog einer alten Frau. Sie sitzt im Park des Altersheims auf der Bank und wird gesprächig. Sie offenbart ihre Enttäuschungen über das triste Leben im Altersheim, ihr grundsätzliches Misstrauen gegenüber ihrer Umwelt und reflektiert über gesellschaftliche Fehlentwicklungen. Die Rede der alten Frau auch ein Anreden gegen Einsamkeit, gegen die Ungewissheit der Zukunft und gegen die Angst vor dem Sterben. //
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[Audio]-Infos Datum: 27.04.2012
Länge: 00:45:47
Größe: 41.93 MB
Hartmut Geerken: fast nächte (Maßnahmen des Verschwindens: Eine Exil-Trilogie) - 20.04.2012
Mit Leo Bardischewski, Max Mannheimer, Hartmut Geerken, Heinz-Ludwig Friedlaender, Heinrich August Geerken / Realisation: Hartmut Geerken / BR 1992 / Länge: 76'00 // Nach ungesichteten Schriften aus dem Nachlass von Mynona. Man schreibt die Jahre 1941 bis 1945. Seit Jahren hat Salomo Friedlaender (1872-1946) alias Mynona seine Wohnung nicht mehr verlassen. Stuben-Arrest. Einen ganzen Winter verbringt er im Bett, weil das Heizmaterial fehlt. Aber die Hauptgründe der Isolation sind seine schlimme asthmatische Verfassung, die dauernde Gefahr der Deportation in ein Vernichtungslager im Osten und die verschlissene Kleidung, in der er nicht mehr unter die Leute will. Die knisternde Monotonie dieser 'Gefangenschaft' ist die eine Stimmung des Hörspiels. Die andere ist der Fasching. Kein richtiger Fasching, sondern ein verdrängter, eine groteske, brutale 'Fast Nacht'. So nämlich lautet der Titel einer seiner bitterbösen Geschichten, die im Hörspiel ungekürzt von einem ehemaligen Dachauer KZ-Häftling (Max Mannheimer) gelesen wird. Die Hörspielfassung der Geschichte wurde aus Aufzeichnungen aus dem Nachlass restituiert. In polaristischer Entsprechung zu dem Text 'Fast Nacht' liest ein unverbesserlicher 93jähriger Nazi, es ist der Vater des Autors, Namen von Häftlingen, Konzentrationslagern und Listen von Häftlingsnummern aus 'Kalendarium der Ereignisse im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau 1939-1945'. //
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[Audio]-Infos Datum: 20.04.2012
Länge: 01:16:08
Größe: 52.32 MB
Björn Bicker: Illegal - 20.04.2012
Mit Bernd Moss, Thomas Schmauser, Hilke Altefrohne, Tabea Bettin, Peter Fricke, René Dumont / Musik: Kamerakino / Realisation: Peter Kastenmüller/Michael Graessner/Björn Bicker / BR in Zusammenarbeit mit den Münchner Kammerspielen 2008 / Länge: 60'02 // Björn Bicker nimmt in seinem Hörspiel die Spur illegalisierter Menschen auf, die sich im Alltag zumeist tadellos verhalten, damit sie nicht erkannt und abgeschoben werden. // Was sie aus der ganzen Welt zu uns führt, ist die Unmöglichkeit aus ökonomischen wie politischen Gründen, im Heimatland länger ein menschenwürdiges Leben zu führen. Es handelt sich bei diesen Menschen und ihren Unterstützern um freie und kaum berechenbare Agenten heutiger, weltweiter Migrationsbewegungen. Sie wenden ein hohes Maß an Geld, Zeit, kreativer Energie und zähem Durchhaltevermögen auf, um hier ihren Traum vom besseren Leben verwirklichen zu können. Björn Bicker schrieb das Hörspiel 2008 unter dem Pseudonym Polle Wilbert. //
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[Audio]-Infos Datum: 20.04.2012
Länge: 01:02:50
Größe: 57.54 MB
Ulrike Ottinger: Unter Schnee (2/2) - 09.04.2012
Mit Hanns Zischler, Yumiko Tanaka, Yuko Takemichi, Beate Hundsdörfer, Dietmar Herriger, Yoko Tawada, Hiroomi Fukuzawa, Norio Takasugi, Yasutsugu Shichi, Sumio Suga / Komponistin und Interpretin für Shamisen: Yumiko Tanaka / Regie: Ulrike Ottinger / BR 2012 / Länge: 54'38 // Das Hörspiel erzählt die poetische Geschichte von Takeo und Mako, zweier Studenten, die ihre Neujahrsferien im Schneeland verbringen wollen. Auf ihrer beschwerlichen Reise durch Echigo gelangen sie in ein einsames Haus aus der Edo-Zeit. Da begegnen sie der wunderschönen Schneefrau und dem ebenso schönen Geist einer Füchsin. Yuki-Onna, die Schneefrau, verliebt sich in den hübschen, jungen Studenten Mako und raubt ihm mit ihrem Eishauch das Bewusstsein, um ihn in ihren Schneepalast zu entführen. Aber die schöne Füchsin, die den jungen Gelehrten Takeo begehrt, hat sich des bereits erstarrten Körpers Makos bedient, um sich in eine liebreizende Hofdame der Edo-Zeit zu verwandeln. Am nächsten Morgen beginnen Takeo und die Füchsin ihre Reise durch die Vergangenheit, wobei Ihnen die Gegenwart immer wieder begegnet. Dabei treffen sie Bauern, die ihre Dächer mit großen Schaufeln vom Schnee befreien und Frauen, die aus feinsten Flachsfäden lange Bahnen von Krepp weben. Sie hören Geschichten aus vergangenen Tagen und wohnen Ritualen bei, die in Echigo auch heute noch zur gelebten Tradition gehören. Aus gesammelten Originaltönen und der fiktiven Erzählung um das Paar aus der Edo-Zeit, musikalisch begleitet von Bambusflöten, japanischen Trommeln und dem Gesang zum Shamisen-Spiel Yumiko Tanakas, erschafft Ulrike Ottinger eine atmosphärisch dichte Montage. //
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[Audio]-Infos Datum: 09.04.2012
Länge: 00:54:47
Größe: 50.17 MB
Ulrike Ottinger: Unter Schnee (1/2) - 08.04.2012
Mit Hanns Zischler, Yumiko Tanaka, Yuko Takemichi, Beate Hundsdörfer, Dietmar Herriger, Yoko Tawada, Hiroomi Fukuzawa, Norio Takasugi, Yasutsugu Shichi, Sumio Suga / Komponistin und Interpretin für Shamisen: Yumiko Tanaka / Regie: Ulrike Ottinger / BR 2012 / Länge: 52'24 // Das Hörspiel erzählt die poetische Geschichte von Takeo und Mako, zweier Studenten, die ihre Neujahrsferien im Schneeland verbringen wollen. Auf ihrer beschwerlichen Reise durch Echigo gelangen sie in ein einsames Haus aus der Edo-Zeit. Da begegnen sie der wunderschönen Schneefrau und dem ebenso schönen Geist einer Füchsin. Yuki-Onna, die Schneefrau, verliebt sich in den hübschen, jungen Studenten Mako und raubt ihm mit ihrem Eishauch das Bewusstsein, um ihn in ihren Schneepalast zu entführen. Aber die schöne Füchsin, die den jungen Gelehrten Takeo begehrt, hat sich des bereits erstarrten Körpers Makos bedient, um sich in eine liebreizende Hofdame der Edo-Zeit zu verwandeln. Am nächsten Morgen beginnen Takeo und die Füchsin ihre Reise durch die Vergangenheit, wobei Ihnen die Gegenwart immer wieder begegnet. Dabei treffen sie Bauern, die ihre Dächer mit großen Schaufeln vom Schnee befreien und Frauen, die aus feinsten Flachsfäden lange Bahnen von Krepp weben. Sie hören Geschichten aus vergangenen Tagen und wohnen Ritualen bei, die in Echigo auch heute noch zur gelebten Tradition gehören. Aus gesammelten Originaltönen und der fiktiven Erzählung um das Paar aus der Edo-Zeit, musikalisch begleitet von Bambusflöten, japanischen Trommeln und dem Gesang zum Shamisen-Spiel Yumiko Tanakas, erschafft Ulrike Ottinger eine atmosphärisch dichte Montage. //
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[Audio]-Infos Datum: 08.04.2012
Länge: 00:52:34
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Alexander Kluge: Chronik der Gefühle - Verwilderte Selbstbehauptung - 30.03.2012
Mit Alexander Kluge, Wolfgang Hinze, Ilja Richter, Hanns Zischler, Nico Holonics, Peter Fricke, Helmut Stange, Christian Friedel, Hannelore Hoger, Sandra Hüller, Monika Manz, Joseph Vogl und Christoph Schlingensief / Musik: Lydia Daher sowie die Solisten des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks / Regie: Karl Bruckmaier / BR 2009 / Länge: 52'03 // Das Hörspiel folgt der Struktur der im Jahr 2000 bei Suhrkamp erschienen Chronik der Gefühle - Basisgeschichten und Lebensläufe. Jedem Teil steht ein Minutensong voran, in dem ein Kluge-Zitat zu Techno, Electro oder Pop verarbeitet wurde. "In uns sitzt ETWAS, das will spielen. Noch hält dieses ETWAS die strenge (und vertrauenswürdige) EINSICHT aus: wir Menschen seien in den Krallen der Vorgeschichte gefangen und der Weg zur Emanzipation führe durch alle Höllen der Vergangenheit. Dieses ETWAS gilt als 'verwildert'. Und es behauptet sich selbst." //
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[Audio]-Infos Datum: 30.03.2012
Länge: 00:52:14
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Alexander Kluge: Chronik der Gefühle - Schlachtbeschreibung - 23.03.2012
Mit Alexander Kluge, Wolfgang Hinze, Ilja Richter, Hanns Zischler, Johannes Herrschmann, Nico Holonics, Peter Fricke, Helmut Stange, Christian Friedel, Hannelore Hoger, Sandra Hüller, Monika Manz, Oskar Negt, sowie Peter Nier, Wolfgang Beyer, Wolfgang Braetsch, Maria Pia Corvino / Musik: Schorsch Kamerun sowie Solisten des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks / Bearbeitung und Regie: Karl Bruckmaier / BR 2009 Länge: 50'31// Die Geschichten in "Schlachtbeschreibung" (1964) beschreiben den organisatorischen Aufbau eines Unglücks: die Katastrophe der 6. Armee in der Schneewüste von Stalingrad. Folgende Einrichtungen und Sammlungen wurden benutzt: Institut für Zeitgeschichte, München; Bundesarchiv; Berichte von Rückkehrern; privat zur Verfügung gestellte Befragungen; Funksprüche und Aktenunterlagen. Die Aussagen der Praktiker (Offiziere, Soldaten, Ärzte) entsprechen authentischen Befragungen. Insofern können sie dokumentarisch belegt werden. Die Szenen werden dadurch nicht dokumentarischer. Wer in Stalingrad etwas sah, Aktenvermerke schrieb, Nachrichten durchgab, Quellen schuf, stützte sich auf das, was zwei Augen sehen können. Ein Unglück, das eine Maschinerie von 300.000 Menschen betrifft, ist so nicht zu erfassen. Von 300.000 Menschen, die unmittelbar beteiligt waren, gingen etwa 86.000 in Gefangenschaft, nur 5.000 kehrten nach Hause zurück. Sie wurden wenig befragt. In der Erstausgabe von Schlachtbeschreibung waren sämtliche historischen Namen abgekürzt, z. B. St. = Stalingrad, Hi. = Hitler. Dies war ein Versuch, zu einer Enthierarchisierung der Tatsachen zu gelangen. Wegen des zeitlichen Abstands habe ich inzwischen eine Reihe der Abkürzungen wieder geöffnet. Das Schlimmste an einem Unglück ist, dass es die Nachricht ohne Botschaft mit sich nimmt. (Alexander Kluge) //
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[Audio]-Infos Datum: 23.03.2012
Länge: 00:50:42
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Alexander Kluge: Chronik der Gefühle - Heidegger auf der Krim - 16.03.2012
Mit Alexander Kluge, Hanns Zischler und Helmut Stange / Musik: Lali Puna sowie Solisten des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks / Bearbeitung und Regie: Karl Bruckmaier / BR 2009 / Länge: 51'28 // "Das Denken und die Lebenspraxis." Suche nach Auswegen im erfundenen Ernstfall. Eine Gruppe von Universitätslehrern wird 1941, unmittelbar nach Einnahme der Krim, ins Frontgebiet geflogen. Ihre Aufgabe ist die Sicherung und Bestandserhaltung von Kulturgütern. Mit dabei ist der Philosoph Martin Heidegger: "Ich sehe die (fachmännisch sehr exakt hergestellte) Exekution, 2. Kompanie der Ohlendorfschen Einheit. Eine ordentlich angetretene Schlange von Menschen. In gewissen zeitlichen Abständen werden Gruppen von 12 bis 16 dieser Menschen auf Lastkraftwagen verladen und abtransportiert. Dies ist die Exekution. Die Hinrichtung selbst – wie ich höre, in einer Schlucht in etwa 13 km Entfernung – vollzieht sich nichtöffentlich. Dann ist die Abschreckungswirkung nicht gegeben, sage ich. Eine kleinwüchsige, dunkeläugige Frau hat eine Kinderhand in meine gelegt und ich habe zugegriffen. Das ist eine peinliche Lage. Zugleich hätte ich es als peinlich empfunden, das Kind einer Wache zu übergeben oder in die Schlange zurückzuführen." Heidegger betrachtet das ihm anvertraute Kind als "Übungsfall" und spielt die Möglichkeiten seiner Rettung in Gedanken durch. "Könnte der Gelehrte das Unmögliche sichern? Könnte er eingreifen?" //
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[Audio]-Infos Datum: 16.03.2012
Länge: 00:51:39
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Alexander Kluge: Chronik der Gefühle - Basisgeschichten - 09.03.2012
Mit Alexander Kluge, Wolfgang Hinze, Ilja Richter, Hanns Zischler, Johannes Herrschmann, Helmut Stange, Christian Friedel, Hannelore Hoger, Sandra Hüller / Musik: Die Türen / Bearbeitung und Regie: Karl Bruckmaier / BR 2009 / Länge: 54'10 // "Die Basisgeschichten handeln von Menschen, die nach ihrem Platz in der Welt suchen. Basis der Geschichten sind die zwischenmenschlichen Beziehungen. Die sind nicht immer leicht, sondern oft traurig, tragisch oder tödlich. Montaigne, Seneca und Heiner Müller vergleichen das Leben mit einer Schiffsreise. Wo sind Strandräuber zu vermuten? Wo gibt es Leuchtfeuer? Eine Errungenschaft der französischen Revolutionsarchitektur war der Entwurf eines Leuchtturms für Wanderer in der Wüste", schreibt Alexander Kluge. Menschen suchen nach ihrem Platz in der Welt. Wo finden sie Orientierung? Wem können sie vertrauen? Alexander Kluge setzt auf das Verhältnis zwischen Autor und Wirklichkeit: "Bücher, das ist für mich nicht das bedruckte Papier. Sie sind Landkarten menschlicher Erfahrung. Für mich selbst sind Bücher die Verbindung zu Autoren, zu deren Texten ich Vertrauen habe – zu Heiner Müller, Gottfried Benn, Ingeborg Bachmann, zu Proust, Joyce, Robert Musil, zu Kleist, Montaigne bis hin zu Ovid. Das ist wie ein zweites Gemeinwesen. In einer Zeit, in der wir nicht wissen, wie rissfest die Wirklichkeiten sind, sind Netzwerke über 2000 Jahre, wie sie die Bücher darstellen, kein Luxus, kein Freizeitbedarf, sondern notwendiges Überlebensmittel." //
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[Audio]-Infos Datum: 09.03.2012
Länge: 00:54:20
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Alexander Kluge: Chronik der Gefühle - Verfallserscheinungen der Macht - 02.03.2012
Mit Alexander Kluge, Wolfgang Hinze, Ilja Richter, Hanns Zischler, Nico Holonics, Peter Fricke, Helmut Stange, Christian Friedel, Hannelore Hoger, Monika Manz, Volker Schlöndorff / Musik: Abe Duque sowie Solisten des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks / Regie: Karl Bruckmaier / BR 2009 / Länge: 53'42 // Das Hörspiel folgt der Struktur der im Jahr 2000 bei Suhrkamp erschienen Chronik der Gefühle - Basisgeschichten und Lebensläufe. Jedem Teil steht ein Minutensong voran, in dem ein Kluge-Zitat zu Techno, Electro oder Pop verarbeitet wurde. "Was geschieht im Inneren der Menschen, wenn große Reiche zusammenbrechen? Lebensläufe verlaufen über solche Bruchstellen. Ein Staat stirbt ab, ein Gemeinwesen nicht." Kluges Motivation ist nicht Theodor W. Adornos Leitsatz "Es gibt kein richtiges Leben im falschen", sondern dessen weniger bekannte Aussage: "Man darf sich weder von der Macht der anderen noch von der eigenen Ohnmacht dumm machen lassen." //
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[Audio]-Infos Datum: 02.03.2012
Länge: 00:53:52
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Aischylos: Die Perser - 25.02.2012
Mit Hildegard Schmahl, Sylvana Krappatsch, Stefan Hunstein, Wolfgang Pregler, Nico Holonics u.a. / Aus dem Griechischen von Durs Grünbein / Regie: Johan Simons/Katja Langenbach / Musik: Carl Oesterhelt, Salewski, Mathis Mayr / BR/Münchner Kammerspiele 2011 / Länge: 97'26 // Aischylos greift acht Jahre nach der Schlacht bei Salamis 480 v. Chr., bei der er selbst dabei war, einen aktuellen Stoff auf. Die Perser ist das älteste Stück des klassisch-antiken Theaters und gilt als eines der ältesten der Welt. Außerordentlich ist Aischylos’ klug gewählte Perspektive, aus der Sicht des geschlagenen Gegners zu erzählen: Atossa, die Mutter des jungen Perserkönigs Xerxes, ahnt das Unglück. Zusammen mit dem Rat der Ältesten wartet sie vor dem Palast in Susa auf Nachrichten aus der Schlacht. Xerxes ist erneut gegen die Griechen in den Krieg gezogen. Mit der Nachricht eines Boten werden die Befürchtungen wahr. Er meldet den Untergang der mehr als 200 Schiffe umfassenden Flotte bei Salamis und die Niederlage des Heeres. Die Klage von Chor und Mutter mündet in eine Beschwörung des Geistes des Dareios, Vater und Vorgänger des Xerxes, der das Unglück als Strafe für Hybris, Machtstreben und Verblendung seines Sohnes deutet. Schließlich erscheint Xerxes, sich in Selbstanklage zerfleischend und zugleich die Ursache für die Katastrophe einem von außen auferlegten Schicksal zuschreibend. Eine generationenübergreifende Schmerzens- und Totenklage. //
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[Audio]-Infos Datum: 25.02.2012
Länge: 01:37:32
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Alexander Kluge: Chronik der Gefühle - Der Eigentümer und seine Zeit - 24.02.2012
Mit Alexander Kluge, Wolfgang Hinze, Ilja Richter, Hanns Zischler, Johannes Herrschmann, Nico Holonics, Christian Friedel, Hannelore Hoger, Sandra Hüller, Wim Wenders / Musik: David Grubbs sowie die Solisten des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks / Bearbeitung und Regie: Karl Bruckmaier / BR 2009 / Länge: 53'19 // "Menschen haben zweierlei Eigentum: ihre Lebenszeit, ihren Eigensinn. Davon handeln die folgenden Geschichten." Kann man ohne Hoffnung irgend etwas finden? Wie lassen sich 0,0001% der Lebenszeit darstellen, oder 500.000 DM Investition auf 1 g Körpergewicht? Es geht um Lebensgrundsätze am Schwarzen Freitag, Heiner Müller und die 'Gestalt des Arbeiters' und Götterdämmerung in Wien: Alexander Kluge lässt Wiens Gauleiter Baldur von Schirach im März 1945 – in aussichtsloser Lage und nachdem die Oper abgebrannt ist – das Orchester in verschiedenen Luftschutzkellern der Stadt Wagners Götterdämmerung weiterproben. Der Rundfunk Salzburg weigert sich, die aus ungleichen Fragmenten zusammengebaute Aufnahme zu übertragen und spielt bis zur Übergabe der Stadt nur noch Märsche. Vergessene Filmaufzeichnungen der Orchestergruppen tauchen Jahrzehnte später wieder auf und begeistern Mitarbeiter der Cahiers du Cinema. Kunst ist für Alexander Kluge das Finden eines Schatzes von solcher Ausdruckskraft, auch wenn er erfunden ist. Das Kapitel Götterdämmerung in Wien ist dem Dramatiker Heiner Müller gewidmet und wird mit einem Zitat Müllers zur "grausamen Schönheit einer Opernaufzeichnung" eingeleitet: "Was nicht gebrochen wird, kann nicht gerettet werden." //
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[Audio]-Infos Datum: 24.02.2012
Länge: 00:53:29
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Karl Bruckmaier: Alexander Kluge - ein Portrait - 18.02.2012
Mit Alexander Kluge, Gabriel Raab / Realisation: Karl Bruckmaier / BR 2012 / Länge: 73'23 // Mit dem Ich geht er knausrig um - Alexander Kluge, geb. 1932 in Halberstadt. Jurist, Autor, Filmemacher. Träger fast aller wichtigen Film- und Literaturpreise. Zeitgenosse. Sein Ich tritt meist hinter oder neben die Kamera, wendet sich einem Thema oder einem Gast zu, stellt Fragen. Kann Antworten kaum erwarten. Drängelt ein wenig. Nimmt sich wieder zurück. Ist aber nie im Bild, ist bloß stets im Bilde. Manchmal füllt das Ich eine halbe Seite in einem von Kluges umfangreichen Büchern, muss erzählen von kaputten Tretautos oder der englischen Verwandtschaft, um ein wenig Entspannung zu generieren, etwas Vertrauen zu schaffen, Nähe. Nicht, dass dieses Ich scheu wäre, im Gegenteil, kämpferisch und offensiv und hartnäckig kann es sein, fordernd – aber es ist nicht eitel. Das hat dieses Ich nicht nötig. Nun sind im Lauf der fünf Jahrzehnte, in denen Alexander Kluge das öffentliche Leben der Bundesrepublik ästhetisch wie politisch mit gestaltet hat, nicht wenige Versuche unternommen worden, diesem so präsenten und einflussreichen Ich ein klein wenig näher zu kommen. Und Kluge antwortet gern; er versteckt und ziert sich nicht, nicht in Interviews, in Filmen, nicht im Netz. Und doch hat man stets das Gefühl, dass da noch mehr sei – vielleicht liegt es daran, dass man Alexander Kluge so gerne zuhört, seiner weichen Stimme mit dem zarten Nachhall seiner Heimat Halberstadt, vielleicht liegt es an seiner Freundlichkeit und an seiner kaum zu bändigenden Neugier, die ansteckend wirkt. Der Regisseur und Autor Karl Bruckmaier hat seit 2009 immer wieder mit Alexander Kluge an inzwischen fast 16 Stunden Hörspiel nach Kluges Texten gearbeitet. Dabei wurden Gespräche über inhaltliche Details wie auch Kluges generelle Weltsicht integraler Bestandteil dieser vom BR produzierten Hörspiele. Aus dieser langsam gewachsenen Gesprächsbeziehung entstand die Idee, entlang kurzer autobiografischer Notizen aus Kluges Werk der gesamten Lebenslinie dieses Mannes zu folgen und Kluge zu ermöglichen, ein Selbstportrait von sich zu zeichnen aus Worten und Gefühlen – und dem Hörer die Möglichkeit zu geben, dieser gewinnenden Stimme ausgiebig zu lauschen, wenn sie sagt: "Ich". //
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[Audio]-Infos Datum: 18.02.2012
Länge: 01:13:33
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Katharina Franck: Nazaré - nicht die Stadt, die Frau - 12.02.2012
Mit Katharina Franck / Komposition: Nuno Rebelo / Regie: Katharina Franck / BR 2007 / Länge: 48'59 // Eine nicht ganz erfundene Biografie. Erlebte, recherchierte und erfundene Erinnerungen eines portugiesischen Dienstmädchens. //
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[Audio]-Infos Datum: 12.02.2012
Länge: 00:49:18
Größe: 33.89 MB
Andreas Ammer / Saam Schlamminger: Sehe Dich Istanbul, meine Augen geschlossen - 10.02.2012
Mit Feridun Zaimoglu, Sezer Duru, Ahmed Dogan, Sema Moritz, Süren Asatryan, Birol Topaloglu, Necati Tüfeng / Komposition und Realisation: Andreas Ammer/Saam Schlamminger / BR 2008 / Länge: 50'13 // Electric Field Recordings. Andreas Ammer und der in Istanbul geborene und in München lebende, iranischstämmige Musiker Saam Schlamminger haben sich mit ihren Aufnahmegeräten in die Straßen von Istanbul begeben. Sie haben Musiker getroffen, die Mitte der Welt gefunden und Material nach Hause gebracht, das fern jeder Weltmusik ist. Sie erzählen von Kindheitserinnerungen an die Stadt, vom Alltagsleben in Istanbul und von dem ständigen Geräuschbett, dem man sich nicht entziehen kann. Und sie trafen den türkischstämmigen Autor Feridun Zaimoglu, der ihnen die Geschichte einer großen Liebe in Istanbul erzählte. Ammer und Schlamminger bilden auf ihrer Reise durch Istanbul die Lärmkulisse der Stadt in ständiger Geräusch- und Musikbegleitung ab. Die Rhythmen Schlammingers mischen sich mit dem Plätschern der Wellen ans Ufer, dem Kreischen der Möwen, dem Stimmengewirr auf einem Marktplatz und entsprechen so akustisch der Atmosphäre der Stadt. //
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[Audio]-Infos Datum: 10.02.2012
Länge: 00:50:23
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Kathrin Röggla: die unvermeidlichen - 05.02.2012
Mit Philipp Hauß, Jürgen Wink, Eva Brunner, Felix von Manteuffel, Kirsten Hartung, Bettina Kurth / Realisation: Leopold von Verschuer / Komposition: Bo Wiget / BR 2012 / Länge: 48'59 // Simultanübersetzer. Eingepfercht in kleine Kabinen, abgeriegelt von den konferierenden Massen, einzig bestückt mit Kopfhörer, Mikrofon und Räuspertaste. "die finanzkrisenkonferenz, die atomendlagerkonferenz, die erneuerbaren energien, die migrationskonferenz, der klimawandel, die transitfrage, die defizitkonferenz, die sicherheitskonferenz, noch eine sicherheitskonferenz, eine weitere, eine bildungsnotstandskonferenz", alles in nur einer Woche, international und global, da kann schon mal ein Notstand entstehen, ein Verständigungsnotstand. Wenn in vielen Sprachen gesprochen und das Gesprochene verstanden werden und das Verstandene zu einem Konsens und der Konsens zu einem Ergebnis und das alles für alle immer und wieder verständlich sein muss… dann kommt man an ihnen einfach nicht vorbei: Simultanübersetzer. Sechs Dolmetscher sitzen über dem politischen Einigungsgeschehen, das sie begleiten, ja, erst möglich machen, oder folgen Entscheidungsträgern durch Flure zu sogenannten Hinterzimmergesprächen. In "die unvermeidlichen" spiegelt sich in den Flurgesprächen der Simultanübersetzer die Welt der Großen im Kleinen. Wo die Franzosen ganz gut mit den Engländern, wo die Russen einzelkämpferisch, aber integrativ und die Chinesen gefährlicherweise noch immer unterschätzt werden. Wo die Routine der Dauerkonferierenden zur Routine der Dauerübersetzenden wird. Sie alle träumen vom Triumphzug der kompromisslosen Einstimmigkeit über den ewigen Minimalkonsens. Von einer Konferenz der klaren Ansagen. Stattdessen verfolgen sie eine Konferenz der wachsenden Sprachlosigkeit. Das Fehlen der Sprache zersetzt nach und nach die Wahrnehmung der Übersetzenden… "kürzlich habe ich einmal gelesen, wie wir und die sicherheitsleute vom protokoll genannt werden … die unvermeidlichen!" //
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[Audio]-Infos Datum: 05.02.2012
Länge: 00:49:09
Größe: 45.00 MB
Michael Lentz: Die ganz genaue Erinnerung - 03.02.2012
Mit Uli Winters, Sophia Siebert, Axel Kühn, Michael Lentz / Komposition: Gunnar Geisse/Axel Kühn / Realisation: Michael Lentz / BR 2010 / Länge: 69'25 // Deutschland in den 70ern. Oder war es in den 80ern? Ein Unfall im Sägewerk. Ulis Lebensfreund ringt mit dem Tod: Cöppecus, eine Plastikfigur aus dem Kaugummiautomaten. Die ganz genaue Erinnerung gibt es nur in der Erinnerung. Die jedes Mal eine andere ist. Uli erzählt seine Geschichte. Aber ist es noch seine Geschichte? Und die Stimmung von damals? //
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[Audio]-Infos Datum: 03.02.2012
Länge: 01:09:44
Größe: 63.89 MB
Katrin Seybold/Michael Farin: Wagnis Weiße Rose: Ihr Geist lebt weiter - 29.01.2012
Mit den Zeugen Lieselotte Dreyfeldt-Hein, Gerda Freise, Valentin Freise, Traute Lafrenz-Page, Marie-Luise Schultze-Jahn, Jürgen Wittenstein sowie Katja Bürkle, Julia Loibl, Tobias Schormann / Komposition: zeitblom / Realisation: Katrin Seybold/Michael Farin / BR 2012 / Länge: 50'15 // Die Weiße Rose und deren Widerstand in der NS-Zeit werden häufig nur mit den Geschwistern Scholl gleichgesetzt, doch waren Menschen in ganz Deutschland aktiv. Bald nach dem Tod Christoph Probsts und der Geschwister Scholl blieben die Flugblätter in der Welt. Studenten am Münchner Chemischen Institut vervielfältigten sie, sie gingen von Hand zu Hand. Es folgten weitere Prozesse des Volksgerichtshofs, es gab Tote und Ende 1943 werfen die britischen Flugzeuge Hunderttausende des 6. Flugblatts über Deutschland ab. Die Flugblätter der Weißen Rose wurden zumeist, wo immer sie auch auftauchten, weiter gereicht, abgeschrieben, vervielfältigt, und es wurde begeistert darüber diskutiert. Warnungen von Eltern und Lehrern schlugen die Jugendlichen in den Wind. Traute Lafrenz-Page, die Freundin von Hans Scholl, brachte im November 1942 ein Flugblatt nach Hamburg und schickte mit der Post ein anderes nach. Hans Leipelt, Mitglied des Ulmer Freundeskreises und zum Tod verurteilt, brachte Ostern 1943 mit Marie-Luise Schultze-Jahn das sechste und letzte nach Hamburg. Im Dokumentarhörspiel Wagnis Weiße Rose kommen neben Briefen und Flugblättern, gelesen von jungen Schauspielern, vor allem diejenigen Zeugen zu Wort, die Flugblätter weiter verbreiteten, die Gestapohaft und Volksgerichtshof überstanden. Im Zusammenhang mit der Arbeit am Dokumentarfilm Die Widerständigen / Zeugen der Weißen Rose von Katrin Seybold wurden mit ihnen in den Jahren 2000 bis 2004 zahlreiche Interviews geführt. Es sind Erinnerungen der Beteiligten, nach 60 Jahren, es sind Mosaiksteine, Facetten des Widerstands der Weißen Rose aus heutiger Sicht. Alle Zeugen sprechen über ihre Gefühle, ihre Ängste und Taten, stellen den verlogenen Gestapoprotokollen, den widerwärtigen Anklageschriften, die wohlbehalten in unseren Archiven liegen, ihre Sicht der Dinge entgegen. Eine subjektive Sicht, die aber möglicherweise spannender und vorbildhafter ist, als die von Beschönigung, verantwortungslosem Wegschauen und Manipulation geprägten Berichte, mit denen die nachfolgende Generation aufgewachsen ist. Für ihren Mut und ihre Opferbereitschaft ernteten die meisten der Befragten nichts, bis heute bleibt die Anerkennung der breiten Öffentlichkeit versagt, fast niemand kennt ihre Namen – es sind bisher ungehörte Stimmen der Weißen Rose. //
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[Audio]-Infos Datum: 29.01.2012
Länge: 00:53:17
Größe: 48.79 MB
Katrin Seybold/Michael Farin: Wagnis Weiße Rose: Es lebe die Freiheit! - 22.01.2012
Mit den Zeugen Lilo Fürst-Ramdohr, Elisabeth Hartnagel, Hans Hirzel, Anneliese Knoop-Graf, Traute Lafrenz-Page, Franz J. Müller, Dieter Sasse, Erich Schmorell, Herta Siebler-Probst, Birgit Weiß-Huber, Jürgen Wittenstein, Susanne Zeller-Hirzel sowie Katja Bürkle, Julia Loibl, Tobias Schormann / Komposition: zeitblom / Realisation: Katrin Seybold/Michael Farin / BR 2012 / Länge: 51'10 // Ein Dokumentarhörspiel aus Briefen der jungen Widerstandskämpfer, Flugblättern der Weißen Rose und Erinnerungssplittern von Begleitern der Widerstandsarbeit der Münchner Studenten in den Kriegsjahren 1942/43. Gefährten, Freundinnen und Geschwister, darunter manche, die niemand vorher gefragt hat, sprechen über die Kerngruppe des Münchner Freundeskreises: über Alexander Schmorell, die Geschwister Scholl, Willi Graf, Christoph Probst und Professor Kurt Huber. Sie erzählen, wie sie Flugblattaktionen unterstützten, wie sie Gestapoverhöre und Volksgerichtshof überstanden. Durch ihre Aussagen wird klar, welche Wurzeln, welche Motive und welches Umfeld diese bedeutendste Widerstandsbewegung der Deutschen Studenten ausgemacht haben. Die Zeugen berichten von scheinbar Vergangenem und doch rufen ihre Berichte unausweichlich die Frage nach Gegenwärtigem hervor, nach unserem Verhalten heute. Die Interviews wurden im Zusammenhang mit der Arbeit am Dokumentarfilm Die Widerständigen / Zeugen der Weißen Rose von Katrin Seybold in den Jahren 2000 bis 2004 geführt. Wenn die Zeugen von damals heute sprechen, klingt es so, als erzählten sie Selbstverständliches, als hätte jeder so handeln können. Die Befragungen, 60 Jahre danach, eröffnen Facetten des Widerstands der Weißen Rose aus heutiger Sicht. Im Sommer 1942 tauchen in Süddeutschland Flugblätter der Weißen Rose auf. Sie prangern zum ersten Mal den Judenmord an, der „das fürchterlichste Verbrechen an der Würde des Menschen“ sei. Die Schriften rufen auf zu Widerstand und Sabotage, „ehe die letzten Städte ein Trümmerhaufen sind, gleich Köln“. Sie enthalten Maximen von Aristoteles, Augustinus, Lao-Tse, Goethe, Schiller und Novalis. Die Flugblätter enthalten auch Texte, die in den Leseabenden von Traute Lafrenz, der Freundin von Hans Scholl, eingebracht wurden, und Themen, die der Freundeskreis diskutierte. Sie sind die Widerspiegelung des Gedankenguts der Studenten und Schüler. Sie sind eine Großtat, in die Politik eingreifend, wie der Oberreichsanwalt Lautz beim Volksgerichtshof an den Reichsminister der Justiz, Dr. Thierack, schreibt: "Es handelt sich... wohl um den schwersten Fall hochverräterischer Flugblattpropaganda, der sich während des Krieges im Altreich ereignet hat." //
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[Audio]-Infos Datum: 22.01.2012
Länge: 00:54:20
Größe: 49.75 MB
mouse on mars: Abschaffung der Arten. Soundtrack - 13.01.2012
Realisation: Jan St. Werner/Andi Thoma / BR 2011 / Länge: 36'47 // Wie klingt das posthumanistische Zeitalter, in der die letzten noch lebenden Menschen "Minderlinge" heißen und intelligente Tiere um die Weltherrschaft ringen. Welche Musik verträgt überhaupt eine Techno-Fabel, dessen Protagonisten keine Musik kennen. Die Ära der Langeweile ist vorbei, Menschen gibt es fast keine mehr und die biologischen Arten sind abgeschafft. Dietmar Daths Roman Die Abschaffung der Arten spielt 500 Jahre in der Zukunft, nach "der Befreiung", in einer Welt, in der sprechende Tiere, den Übergang der Evolution von der Naturgeschichte zur gestalteten Geschichte geschafft haben. //
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[Audio]-Infos Datum: 13.01.2012
Länge: 00:36:57
Größe: 33.84 MB
Carl-Ludwig Reichert: "Ein Zaubernetz, gewoben aus Witz, Geist und Laune." - E.T.A. Hoffmann und seine Serapions-Brüder - 06.01.2012
Mit Tobias Lelle, Andreas Neumann, Sabine Kastius, Detlef Kügow, Martin Umbach / Realisation: Carl-Ludwig Reichert / BR 2006 / Länge: 54'50 // Der Essay von Carl-Ludwig Reichert beleuchtet Entstehung, Wirkung und Nachleben der Hoffmannschen Serapions-Brüder. //
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[Audio]-Infos Datum: 06.01.2012
Länge: 00:55:02
Größe: 50.39 MB
E.T.A. Hoffmann: Die Serapions-Brüder (12) - 06.01.2012
Bearbeitung, Komposition und Regie: Klaus Buhlert / BR 2006 / Länge: 58'10 // Zunächst sind es vier, später sechs Freunde, die sich als Serapions-Brüder bei abendlichen Treffen in einer Berliner Stadtwohnung ihre Erzählungen und Märchen vorlesen. E.T.A. Hoffmann wählte diese Rahmenhandlung für eine Sammlung von Texten, die er zwischen 1814 und 1821 schrieb. 12. Teil: Die Königsbraut //
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[Audio]-Infos Datum: 06.01.2012
Länge: 00:58:26
Größe: 53.50 MB
E.T.A. Hoffmann: Die Serapions-Brüder (11) - 30.12.2011
Bearbeitung, Komposition und Regie: Klaus Buhlert / BR 2006 / Länge: 58'15 // Zunächst sind es vier, später sechs Freunde, die sich als Serapions-Brüder bei abendlichen Treffen in einer Berliner Stadtwohnung ihre Erzählungen und Märchen vorlesen. E.T.A. Hoffmann wählte diese Rahmenhandlung für eine Sammlung von Texten, die er zwischen 1814 und 1821 schrieb. 11. Teil: Signor Formica - Fortsetzung //
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[Audio]-Infos Datum: 30.12.2011
Länge: 00:58:34
Größe: 53.63 MB
E.T.A. Hoffmann: Die Serapions-Brüder (10) - 30.12.2011
Bearbeitung, Komposition und Regie: Klaus Buhlert / BR 2006 / Länge: 58'02 // Zunächst sind es vier, später sechs Freunde, die sich als Serapions-Brüder bei abendlichen Treffen in einer Berliner Stadtwohnung ihre Erzählungen und Märchen vorlesen. E.T.A. Hoffmann wählte diese Rahmenhandlung für eine Sammlung von Texten, die er zwischen 1814 und 1821 schrieb. 8. Teil: Zunächst sind es vier, später sechs Freunde, die sich als Serapions-Brüder bei abendlichen Treffen in einer Berliner Stadtwohnung ihre Erzählungen und Märchen vorlesen. E.T.A. Hoffmann wählte diese Rahmenhandlung für eine Sammlung von Texten, die er zwischen 1814 und 1821 schrieb. 10. Teil: Signor Formica //
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[Audio]-Infos Datum: 30.12.2011
Länge: 00:58:13
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E.T.A. Hoffmann: Die Serapions-Brüder (9) - 23.12.2011
Bearbeitung, Komposition und Regie: Klaus Buhlert / BR 2006 / Länge: 57'58 // Zunächst sind es vier, später sechs Freunde, die sich als Serapions-Brüder bei abendlichen Treffen in einer Berliner Stadtwohnung ihre Erzählungen und Märchen vorlesen. E.T.A. Hoffmann wählte diese Rahmenhandlung für eine Sammlung von Texten, die er zwischen 1814 und 1821 schrieb. 9. Teil: Das Fräulein von Scuderi - Fortsetzung / Der Baron von B. //
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[Audio]-Infos Datum: 23.12.2011
Länge: 00:58:11
Größe: 53.28 MB
E.T.A. Hoffmann: Die Serapions-Brüder (8) - 23.12.2011
Bearbeitung, Komposition und Regie: Klaus Buhlert / BR 2006 / Länge: 57'46 // Zunächst sind es vier, später sechs Freunde, die sich als Serapions-Brüder bei abendlichen Treffen in einer Berliner Stadtwohnung ihre Erzählungen und Märchen vorlesen. E.T.A. Hoffmann wählte diese Rahmenhandlung für eine Sammlung von Texten, die er zwischen 1814 und 1821 schrieb. 8. Teil: Das Fräulein von Scuderi (Fortsetzung) //
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[Audio]-Infos Datum: 23.12.2011
Länge: 00:57:56
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E.T.A. Hoffmann: Die Serapions-Brüder (7) - 23.12.2011
Bearbeitung, Komposition und Regie: Klaus Buhlert / BR 2006 / Länge: 58'05 // Zunächst sind es vier, später sechs Freunde, die sich als Serapions-Brüder bei abendlichen Treffen in einer Berliner Stadtwohnung ihre Erzählungen und Märchen vorlesen. E.T.A. Hoffmann wählte diese Rahmenhandlung für eine Sammlung von Texten, die er zwischen 1814 und 1821 schrieb. 7. Teil: Nachricht aus dem Leben eines bekannten Mannes / Das Fräulein von Scuderi //
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[Audio]-Infos Datum: 23.12.2011
Länge: 00:58:16
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Das digital geborene Ich - Zu Jelineks "Neid. Privatroman" - 19.12.2011
Mit Eva Meyer, Elfriede Jelinek / BR 2011 / Länge: 50'10 // Neid kann Methode sein, wenn man es will. Und Jelinek will es. Sie will "ich" sagen in ihrem "Privatroman" und das bedeutet: Neid. Aber Achtung: Ihr Ich ist digital geboren. Born digital nennt man digital Entstandenes, das, wenn aus dem Netz genommen, für immer verloren ist. Archiviert hingegen und von Jelinek jedem Kapitel ihres Romans vorangestellt ist das Bild vom Neid, wie Hieronymus Bosch ihn als eine der sieben Todsünden auf eine Tischplatte gemalt hat. Er versetzt uns in eine Zeit, in der die Prozession der Kreaturen sich außerhalb aller historischen Kategorien bewegt. Wer da „ich“ sagt, will bestimmt nicht auf die Einheit seines Lebens in der Erinnerung abheben. Er stellt sein Ich in das Bild einer Kollektiverfahrung, für die selbst der Tod als die Grenze jeder individuellen Erfahrung keine Schranke darstellt. Überdies findet diese schrankenlose Kollektivierung des Privaten nicht in einem Printmedium statt. Sie wird im Internet einem Modernisierungsschub ausgesetzt. Kann schon sein, dass Jelinek damit ihre Haut zu Markte trägt, doch überbietet sie ihn auch und erfreut sich und uns einer neuen Freiheit: „Ein Buch hätten Sie zahlen müssen und eigens in den Papiermüll schmeißen, hier können Sie mich total rückstandslos entfernen, aaah! Ich fühle mich wie neugeboren, weil Sie mich ausgelöscht haben". Wollen Sie wissen, wie es weitergeht? Sie bekommen sogar „zwei Stück E.J. für eine“, wenn Jelinek den Unterschied zwischen Wollen und Können mit ihrem Joy- nein, Neidstick bearbeitet. Da glauben wir immer, wir wären ganz privat. Und dann stehen wir plötzlich inmitten der Öffentlichkeit. //
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[Audio]-Infos Datum: 19.12.2011
Länge: 00:50:19
Größe: 46.07 MB
E.T.A. Hoffmann: Die Serapions-Brüder (6) - 16.12.2011
Bearbeitung, Komposition und Regie: Klaus Buhlert / BR 2006 / Länge: 58'25 // Zunächst sind es vier, später sechs Freunde, die sich als Serapions-Brüder bei abendlichen Treffen in einer Berliner Stadtwohnung ihre Erzählungen und Märchen vorlesen. E.T.A. Hoffmann wählte diese Rahmenhandlung für eine Sammlung von Texten, die er zwischen 1814 und 1821 schrieb. 6. Teil: Eine Spukgeschichte / Die Automate //
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[Audio]-Infos Datum: 16.12.2011
Länge: 00:58:36
Größe: 53.66 MB
E.T.A. Hoffmann: Die Serapions-Brüder (5) - 15.12.2011
Bearbeitung, Komposition und Regie: Klaus Buhlert / BR 2006 / Länge: 58'10 // Zunächst sind es vier, später sechs Freunde, die sich als Serapions-Brüder bei abendlichen Treffen in einer Berliner Stadtwohnung ihre Erzählungen und Märchen vorlesen. E.T.A. Hoffmann wählte diese Rahmenhandlung für eine Sammlung von Texten, die er zwischen 1814 und 1821 schrieb. 5. Teil: Nussknacker und Mausekönig /
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[Audio]-Infos Datum: 15.12.2011
Länge: 00:58:30
Größe: 53.57 MB
E.T.A. Hoffmann: Die Serapions-Brüder (4) - 15.12.2011
Bearbeitung, Komposition und Regie: Klaus Buhlert / BR 2006 / Länge: 58'14 // Zunächst sind es vier, später sechs Freunde, die sich als Serapions-Brüder bei abendlichen Treffen in einer Berliner Stadtwohnung ihre Erzählungen und Märchen vorlesen. E.T.A. Hoffmann wählte diese Rahmenhandlung für eine Sammlung von Texten, die er zwischen 1814 und 1821 schrieb. 4. Teil: Die Bergwerke zu Falun / Nussknacker und Mausekönig //
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[Audio]-Infos Datum: 15.12.2011
Länge: 00:58:44
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E.T.A. Hoffmann: Die Serapions-Brüder (3) - 15.12.2011
Bearbeitung, Komposition und Regie: Klaus Buhlert / BR 2006 / Länge: 58'25 // Zunächst sind es vier, später sechs Freunde, die sich als Serapions-Brüder bei abendlichen Treffen in einer Berliner Stadtwohnung ihre Erzählungen und Märchen vorlesen. E.T.A. Hoffmann wählte diese Rahmenhandlung für eine Sammlung von Texten, die er zwischen 1814 und 1821 schrieb. 3. Teil: Der Artushof //
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[Audio]-Infos Datum: 15.12.2011
Länge: 00:58:47
Größe: 53.82 MB
E.T.A. Hoffmann: Die Serapions-Brüder (2) - 15.12.2011
Bearbeitung, Komposition und Regie: Klaus Buhlert / BR 2006 / Länge: 57'55 // Zunächst sind es vier, später sechs Freunde, die sich als Serapions-Brüder bei abendlichen Treffen in einer Berliner Stadtwohnung ihre Erzählungen und Märchen vorlesen. E.T.A. Hoffmann wählte diese Rahmenhandlung für eine Sammlung von Texten, die er zwischen 1814 und 1821 schrieb. 2. Teil: Rat Krespel - Fortsetzung //
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[Audio]-Infos Datum: 15.12.2011
Länge: 00:58:11
Größe: 53.28 MB
E.T.A. Hoffmann: Serapions-Brüder (1) - 15.12.2011
Bearbeitung, Komposition und Regie: Klaus Buhlert / BR 2006 / Länge: 57'30 // Zunächst sind es vier, später sechs Freunde, die sich als Serapions-Brüder bei abendlichen Treffen in einer Berliner Stadtwohnung ihre Erzählungen und Märchen vorlesen. E.T.A. Hoffmann wählte diese Rahmenhandlung für eine Sammlung von Texten, die er zwischen 1814 und 1821 schrieb. 1. Teil: Der Einsiedler Serapion / Rat Krespel //
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[Audio]-Infos Datum: 15.12.2011
Länge: 00:57:48
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Robert Hültner: Unter Verdacht (ARD Radio Tatort) - 14.12.2011
Mit: Florian Karlheim, Brigitte Hobmeier, Michael Grimm / Regie: Ulrich Lampen / BR 2011 / Länge: 53'57 // Kommissarin Pollinger muss schmerzlich erfahren, was es heißt, bei einem Verhör auf der anderen Seite zu sitzen. Die Kollegen in Bruck am Inn können gar nicht glauben, was ihnen da zu Ohren kommt. Senta Pollinger hat lange auf ihre Fortbildung warten müssen, aber jetzt sitzt sie endlich in dem Seminar für Kriminologie und Psychologie in Ainring und punktet bei ihrem Dozenten Dr. Platen. Als dieser sie am Wochenende zu einer kleinen Bergwanderung einlädt, sagt sie gerne zu. Doch als Platen am Montag nicht zum Seminar erscheint und niemand etwas zu seinem Verbleib sagen kann, wird ihr plötzlich mulmig: Ist sie diejenige, die ihn zuletzt gesehen hat? Aber so schnell lässt Senta sich nicht einschüchtern. Als Rudi nach Ainring fährt, um Senta abzuholen, ist längst klar, dass sie den Ort nicht eher verlässt, bis die Sache geklärt ist. Mit Gespür für die kleinen Ungereimtheiten machen sich die beiden in bewährtem Teamwork an die Arbeit.
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[Audio]-Infos Datum: 14.12.2011
Länge: 00:54:07
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Ania Mauruschat: "Bis in die Materie selbst hinein ist das WORT handelnd" - Valére Novarina im Porträt - 09.12.2011
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[Audio]-Infos Datum: 09.12.2011
Länge: 00:53:39
Größe: 49.12 MB
Elfriede Jelinek: Keine Anweisung, keine Auszahlung, kein Betrag, kein Betrug - Ein paar Anmerkungen zu "Neid" - 03.10.2011
Auf ihrer Website veröffentlichte die Jelinek diesen Text als eine Art Vorwort. Jelinek nennt Gründe für ihre Entscheidung, den Privatroman nicht als Buch zu veröffentlichen, sondern in einer flüchtigen Form im Netz anzubieten. "Dieser Text gehört mir, ob Sie wollen oder nicht, ich habe ihn an niemand verkauft, ich behalte ihn, aber Sie können ihn jederzeit haben, wenn Sie wollen und wann Sie wollen. Und noch nicht einmal geliehen. Er gehört ganz Ihnen, wenn Sie mögen. Und dann ist er wieder weg." / BR 2011
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[Audio]-Infos Datum: 03.10.2011
Länge: 00:13:58
Größe: 12.79 MB
Jelineks "Neid" als Hörspiel - Der Regisseur Karl Bruckmaier im Gespräch mit Herbert Kapfer - 03.10.2011
Fragen an Karl Bruckmaier, der u.a. auch die Jelinek-Hörspiele "Jackie" und "Bambiland" für den BR produzierte, zum Regiekonzept und zur Regiearbeit. / BR 2011
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[Audio]-Infos Datum: 03.10.2011
Länge: 00:10:58
Größe: 10.05 MB
Der Roman "Neid" in Jelineks Werk - Die Literaturkritikerin Sigrid Löffler im Gespräch mit Herbert Kapfer - 03.10.2011
In diesem Gespräch geht es um die Frage nach dem Stellenwert des Romans Neid im Kontext des erzählerischen Gesamtwerks von Jelinek. "Allein mittels Sprachkritik hat Elfriede Jelinek, wie der große Wiener Satiriker Karl Kraus, die Missstände aufgezeigt und vorgeführt, die sie empören: Denkfaulheit, gemütliche Bestialität, Machtmissbrauch und Barbarei", schrieb Sigrid Löffler in einem Essay nach dem Nobelpreis an Jelinek. / BR 2011
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[Audio]-Infos Datum: 03.10.2011
Länge: 00:34:10
Größe: 31.29 MB
Der Privatroman Neid - 36 Antworten von Elfriede Jelinek auf Fragen von Herbert Kapfer - 26.09.2011
Eine E-mail-Korrespondenz, die nach Abschluss von den beiden Beteiligten in getrennten Studios aufgezeichnet wurde. Warum schlug Elfriede Jelinek eine Hörspielfassung von Neid vor und nicht von dem Roman Die Kinder der Toten, der als ihr Hauptwerk gilt? Hat die Entscheidung, Neid nur im Internet und nicht als Buch zu veröffentlichen mit den öffentlichen Reaktionen auf die Auszeichnung mit dem Literatur-Nobelpreis zu tun? Als die ersten Kapitel online waren, war der Roman noch nicht abgeschlossen, war es ein Schreibexperiment mit offenem Ausgang? Über weite Erzählstrecken wirkt Neid wie in gesprochener Sprache formuliert, tatsächlich ist alles akribisch konstruiert, es hat ja wohl doch mehrere Fassungen gebraucht, um diesen zerstreuten, pseudo-pathologischen Eindruck zu erzeugen - wie lange hat Jelinek an Neid geschrieben, wie viele Fassungen gibt es? Neid vermittelt den Eindruck eines Höchstmaßes an narrativer Freiheit und Willkür. Dieser Text darf, wie er immer wieder zu erläutern nicht müde wird, ja eigentlich alles. Oder ist hier der Fragensteller einem Täuschungsmanöver der Autorin erlegen? Übt die Autorin bzw. die Erzählerin mit ihrer Willkür Macht aus? Der Begriff Privatroman suggeriert, der Text gehe niemanden etwas an, selber schuld, wer ihn liest oder darin rumschnüffelt. Der Leser/Hörer als Voyeur? Lust, Gier und Neid - das sind die Romane der Todsünden. Gibt es eine Fortsetzung der Todsünden-Serie? / BR 2011
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[Audio]-Infos Datum: 26.09.2011
Länge: 00:49:25
Größe: 45.25 MB
Björn Bicker: Egzon - 11.09.2011
Mit Julia Jentsch, Stefan Merki, Wiebke Puls, Walter Hess, Sabine Kastius, Peter Weiß, Caroline Ebner, Oliver Mallison / Komposition: Pollyester / Realisation: Björn Bicker / BR 2011 / Länge: 52'45 // Das Hörspiel Egzon nimmt die Spur einer Roma-Familie auf. Egzon spricht nicht mehr, seit er mit vier Jahren während des Krieges in einer brennenden Siedlung zurückgelassen wurde. Und doch ist er es, der von dem neuen Leben im Kosovo erzählt. Und dann sind da die Stimmen derer, die zurückbleiben: der Anwalt, die Sachbearbeiterin von der Ausländerbehörde, der Arzt, die Lehrerin, die Abschiebebeobachterin. Alle versuchen zu verstehen, zu erklären, zu rechtfertigen. Das Hörspiel verarbeitet Interviews und Dokumente, Fiktion und Realität zu einem vielstimmigen Mix. So wird das Thema Abschiebung zu einem Zerrspiegel privater wie politischer Moral. //
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[Audio]-Infos Datum: 11.09.2011
Länge: 00:52:55
Größe: 48.46 MB
Richard Huelsenbeck: Doctor Billig am Ende - 07.08.2011
Mit Hans-Peter Hallwachs, Jens Harzer, Natalija Yefimkina, Sven Lehmann, Ingo Hülsmann, Robert Gallinowski, Axel Werner, Martin Engler, Bernd Stempel, Gertie Honeck / Komposition: Gerd Bessler / Bearbeitung und Regie: Ulrich Gerhardt / BR 2011 / Länge: 57'31 // Billig blickt dem Leben ins Gesicht! Anders als so viele seines akademischen Standes schafft der unerhörte Dr. phil. sich ein Schicksal: Er entzieht sich dem bürgerlichen Spießertum, nur um am Ende an der organisierten Dummheit und Brutalität einer Gesellschaft des Krieges zu Grunde zu gehen. Auf einem Pferderennen begegnet Billig, Syndicus der Z.Y.N.K. mit unbefriedigten Sehnsüchten und Hang zum Abenteuer, der internationalen Kokotte Margot. Er gerät in einen Taumel erotischer Verzückung und in ein Milieu von Kriegsgewinnlern, Hehlern und Schiebern, denen Margot als Unternehmerin vorsteht. Er wird Margots Geliebter, Direktor eines spekulativen Großgeschäftes um rumänisches Getreide und lebt sein Leben plötzlich in halber Bewusstlosigkeit. Weil durch das offizielle Verbot von Handelsbeziehungen mit Rumänien das Projekt grandios scheitert und Billig mit einem Duell den letzten rettenden Geldgeber vergrault, lässt Margot ihren kleinen Billig fallen, nicht bevor sie seine letzten finanziellen Reserven eingefordert hat. Ein von Margot in Auftrag gegebener grausamer Mord weckt Billig auf, empört ihn maßlos und lässt ihn nun doch zum enthusiastischen Verteidiger von Moral und Gesetz werden. Am Ende, nach so vielen bedeutenden Erlebnissen und gestrandet als Obdachloser, hat Billig nicht nur seine Lebensstellung bei Z.Y.N.K. sondern auch den Glauben an den Menschen verloren. Einerseits als Roman gegen den Expressionismus geschrieben und bereits 1918 im Prospekt des Club Dada in Auszügen abgedruckt, steht Richard Huelsenbecks Roman Doctor Billig am Ende andererseits in einer literarischen Tradition der Satire, wie sie mit Autoren wie Heinrich Mann, Carl Sternheim oder Walter Mehring aufgerufen ist. Die satirische Zeichnung des Bürgers präsentiert sich bei Huelsenbeck als sprachgewaltige Groteske, voller Energie und Bilderreichtum, ergänzt von Illustrationen von Georg Grosz. Der realistische Ansatz kippt immer wieder um in phantastische Ausmalung und alptraumhafte Szenerien, in der der Schauplatz Berlin zum Mitspieler wird. Als der Roman 1921 im Verlag Kurt Wolff erschient, ist der Elan der Dada-Bewegung bereits abgeflaut und der Erste Weltkrieg seit drei Jahren zu Ende. Nicht zuletzt vor dieser Konstellation übersteigen der Fall Billigs und die Schilderungen der Kriegsgewinnler die konkrete historische Situation hin zur Darstellung einer abgründigen, skrupellos agierenden Gesellschaft des Kapitalismus, die aus heutiger Perspektive nichts an Aktualität verloren hat. //
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[Audio]-Infos Datum: 07.08.2011
Länge: 00:57:50
Größe: 52.96 MB
Thomas Meinecke/Move D: Lookalikes - 22.07.2011
Komposition und Realisation: Thomas Meinecke/Move D / BR 2011 / Länge: 62'16 // Doppelgänger von Elvis Presley, Greta Garbo, Justin Timberlake und Shakira betonen auf verschiedene Weisen ihre Ähnlichkeit mit diesen berühmten Namensträgern und machen sie produktiv. In der für Thomas Meinecke und Move D typischen Sampling-Methode inszeniert Lookalikes ein Spiel um (sexuelle) Identität. //
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[Audio]-Infos Datum: 22.07.2011
Länge: 01:02:35
Größe: 57.31 MB
Raoul Hausmann: HYLE - Ein Traumsein in Spanien - 16.07.2011
Mit Marijam Agischewa, Axel Milberg, Bernhard Schütz, Michele Tichawsky / Komposition: zeitblom / Bearbeitung und Regie: Michael Farin / BR 2007 / Länge: 78'22 // Am 28. März 1933 trifft Raoul Hausmann auf der Flucht aus Nazi-Deutschland mit Ehefrau und Geliebter auf der Baleareninsel Ibiza ein. Multiperspektivisch fluktuierend erzählt der Roman von diesem Traumsein in Spanien.
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[Audio]-Infos Datum: 16.07.2011
Länge: 01:18:41
Größe: 72.05 MB
Kalle Laar: Distar oder Phobophobia - 08.07.2011
Realisation: Kalle Laar / BR 2010 / Länge: 51'45 // Ein Fundstück: Distar - Die Stimme des Arztes, eine Schallplattenserie aus den 1950ern herausgegeben vom Verlag Dr. Edmund Banaschewski, fortgesetzt bis Anfang der 70er Jahre. // Ausgehend von Karl Jaspers' Vortrag über "Die Idee des Arztes" geht es um "Gesundheit und Zivilisation" und "Die ärztliche Verantwortung in unserer Zeit". Kalle Laar befragt in seinem Hörspiel diese Dokumente als tönendes Archiv der Idee des Heilens. //
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[Audio]-Infos Datum: 08.07.2011
Länge: 00:52:04
Größe: 47.68 MB
Ayako Mogi/Werner Penzel: Nomadomura, Awajishima, 800 km südlich. Aufzeichnungen nach einer Katastrophe - 01.07.2011
Von Kumi Aizawa, Samm Bennett, Haruna Ito, Io Lula Bennett-Ito, Shinobu Ito, Ben Matsuno, Nico Matsuno, Ayako Mogi, Yurie Nagashima, Hitomi Onishi, Takashi Serizawa u.a. / Aus dem Japanischen und Englischen von Tobias Limbach, Hiroko Limbach-Hashimoto, Alex Rühle, Midori Satsutani, Anja Straßberger, Marlene Weiss, Carl-Ludwig Reichert / Komposition: Misa Shimomura / Regie: Bernhard Jugel / BR 2011 / Länge: 56'10 // Nach der Atomkatastrophe in Fukushima am 11. März 2011 öffnen die in Japan lebenden Filmemacher Ayako Mogi und Werner Penzel 800 km südlich des Katastrophengebiets ein altes Schulhaus auf der Insel Awajishima für Flüchtlinge. Hier betreiben sie seit 2009 ein Kulturprojekt namens "Nomadomura", zu Deutsch "Nomadendorf". Die in Japan lebenden Filmemacher Ayako Mogi und Werner Penzel öffnen unter den Eindrücken der dreifachen Katastrophe mit einem Aufruf per Internet ein altes Schulhaus auf der Insel Awaji-Shima, 800 km südlich des Katastrophengebiets, für Flüchtlinge. Hier betreiben sie seit 2009 ein Kulturprojekt namens "Nomadomura", zu Deutsch "Nomadendorf". Ein Name, der plötzlich eine neue Bedeutung bekommt. //
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[Audio]-Infos Datum: 01.07.2011
Länge: 00:56:29
Größe: 51.72 MB
Norbert Lang: Die Perser als bimediale Inszenierung - 24.06.2011
Werkstattsendung zu "Aischylos: Die Perser" (Regie: Johan Simons, BR Hörspiel und Medienkunst/Münchner Kammerspiele 2011) / BR 2011
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[Audio]-Infos Datum: 24.06.2011
Länge: 00:47:31
Größe: 43.50 MB
Andreas Neumeister/Lali Puna: MYA - Über die Zukunft des Kapitalismus war alles bekannt - 10.06.2011
Mit Valerie Trebeljahr, Andreas Neumeister / Musik: Lali Puna (Christian Heiß/Valerie Trebeljahr/Markus Acher) / Realisation: Christian Heiß, Valerie Trebeljahr, Markus Acher, Andreas Neumeister / BR 2010 / Länge: 44'10 // jetzt damals danke nein das Zeitloch, in dem wir leben der Zeitraffer, mit dem wir leben der Zeittunnel, durch den hindurch wir uns im Zeitraffer innerhalb eines gefühlten Zeitlochs bewegen / Satellitenfotos zeigen die Tagseite der Erde als bunt leuchtende picture disc im All. Satellitenfotos zeigen die Nachtseite der Erde als schwarzes Loch in der Zeit. Das erste Jahrzehnt des fiebrig erwarteten neuen Jahrtausends war natürlich in einem gefühlten knappen Jahr vorbeigerast. In einem derart forcierten Tempo, dass sich wieder einmal grundgründlich und minutenlang innehaltend über den sich rasant wandelnden Zeitbegriff Gedanken gemacht werden musste, sollte und endlich in diesem eng gesteckten Zeitfenster auch durfte. Knappe Stunde unserer alten Zeitrechnung. Purer Luxus. Face. Facetime. Time. DDR for Double Data Rate. Der Beginn unseres guten alten Jahrtausends. A million years ago. Über die Kapitalisierung des Kapitalmarkts war alles bekannt. Archaische Suchmaschinen waren den meisten von uns erst seit kurzem ein vager Begriff. BYA für billion years ago. (All times are Central European Time. All times are UTC plus one.) //
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[Audio]-Infos Datum: 10.06.2011
Länge: 00:44:29
Größe: 40.74 MB
Eran Schaerf: Die ungeladene Zeugin (Folge #08) - 05.06.2011
Realisation: Eran Schaerf / Mit Achim Bogdahn / BR 2011
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[Audio]-Infos Datum: 05.06.2011
Länge: 00:01:04
Größe: 0.99 MB
Eran Schaerf: Die ungeladene Zeugin (Folge #15a) - 05.06.2011
Realistation: Eran Schaerf / Mit Achim Bogdahn / BR 2011
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[Audio]-Infos Datum: 05.06.2011
Länge: 00:02:16
Größe: 2.08 MB
Eran Schaerf: Die ungeladene Zeugin (Folge #07) - 05.06.2011
Realisation: Eran Schaerf / Mit Marina Marosch / BR 2011
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[Audio]-Infos Datum: 05.06.2011
Länge: 00:01:56
Größe: 1.78 MB
Eran Schaerf: Die ungeladene Zeugin (Folge #03) - 05.06.2011
Realisation: Eran Schaerf / Mit Peter Veit / BR 2011
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[Audio]-Infos Datum: 05.06.2011
Länge: 00:02:40
Größe: 2.45 MB
Eran Schaerf: Die ungeladene Zeugin (Folge #20) - 05.06.2011
Realisation: Eran Schaerf / Mit Achim Bogdahn / BR 2011
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[Audio]-Infos Datum: 05.06.2011
Länge: 00:01:10
Größe: 1.08 MB
Eran Schaerf: Die ungeladene Zeugin - 05.06.2011
Realisation: Eran Schaerf / Mit Marina Marosch, Achim Bogdahn, Silvie Sperlich, Peter Veit / BR 2011 / 42'10 // Einen israelischen Aktivisten als "Robin Hood der Westbank" zu bezeichnen, setzt lediglich jene israelische Politik fort, die die Zukunft der palästinensischen Territorien als Volksmärchen erzählt, sagt Rotkäppchen in einem Interview. Wer? Rotkäppchen, die Märchenfigur. Wann? Nachdem sie begonnen hat, außerhalb von Märchenformaten zu agieren. //
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[Audio]-Infos Datum: 05.06.2011
Länge: 00:42:28
Größe: 38.89 MB
Berlin(Frau)Sinfonie - 27.05.2011
Komposition: zeitblom / Realisation: Michael Farin/zeitblom / BR 2011 / Länge: 53'46 // Ob Zuckerfest oder der Tod des Vaters, ob quälende Einsamkeit in einer fremden unendlich großen Stadt oder glückliches Zusammensein mit Freunden, ob Disco-Nächte oder zerbrochene Familie: als Song ist alles anders. Im Herbst 2010 wurden in Berlin mittels Inseraten 19 junge Frauen für dieses Hörspielprojekt gesucht und gefunden. Die Teilnehmerinnen wurden für ein 20-minütiges Gespräch ins Tonstudio gebeten. Die Aussagen werden in Songstrukturen gebracht und von Popsänger(inne)n interpretiert. //
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[Audio]-Infos Datum: 27.05.2011
Länge: 00:53:46
Größe: 49.24 MB
Berlin(Frau)O-Ton - 20.05.2011
Komposition: zeitblom / Realisation: Michael Farin/zeitblom / BR 2011 / Länge: 52'39 // Im Herbst 2010 wurden in Berlin mittels Inseraten in Printmedien und mit Aushängen 19 junge Frauen für dieses Hörspielprojekt gesucht und gefunden. Die Teilnehmerinnen wurden für ein 20-minütiges Gespräch in ein Tonstudio gebeten. Von jeder Aufzeichnung wurde ein etwa 3 Minuten langer Originalton ausgewählt und mit Musik verwoben. Entstehen sollte ein Zeitbild, ein Abbild der Lebensrealität junger Frauen von heute. //
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[Audio]-Infos Datum: 20.05.2011
Länge: 00:52:39
Größe: 48.21 MB
Ferdinand Kriwet: Rotor - 13.05.2011
Sampling: Gunnar Geisse; Realisation: Michael Lentz / BR 2011 / Länge: 54'00 // In dem Hörspiel nach Ferdinand Kriwets 1961 erschienener Prosa Rotor wird der Titel zu einem ästhetischen Prinzip. Der Sprecher Michael Lentz rotiert und mit ihm der Zuhörer. Der gesamte Text wurde von Lentz als über dreistündige Lesung aufgenommen. Aus diesem Ton-Material wurde die Hörspielfassung realisiert. Es wurden weder Kürzungen vorgenommen noch fremde Sounds oder Soundeffekte verwendet, stattdessen wurde mit extremer Beschleunigung gearbeitet. Der gesamte Text wurde von Lentz als über dreistündige Lesung aufgenommen. Aus diesem Ton-Material wurde die Hörspielfassung realisiert. Es wurden weder Kürzungen vorgenommen noch fremde Sounds oder Soundeffekte verwendet, stattdessen wurde mit extremer Beschleunigung gearbeitet. //
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[Audio]-Infos Datum: 13.05.2011
Länge: 00:54:19
Größe: 49.74 MB
Wolfgang Müller: Wísk niwáhsen wísk nikahseriiè:take kanien'kéha wa'katéweienste oder Learning Mohawk in fifty-five Minutes - 06.05.2011
Mit Wolfgang Müller, Akwiratékha Martin, Claudia Urbschat-Mingues, David Nathan / Realisation: Wolfgang Müller / BR 2010 / Länge: 51'12 // Im Jahr 2002 begegnet Wolfgang Müller in Reykjavík Akwiratékha Martin. Sie entdecken dabei ihre gemeinsame Faszination für Nico, alias Christa Paeffgen, der in Lübbenau an der Spree aufgewachsenen Sängerin von Velvet Underground. // Akwiratékha besucht vier Jahre später Wolfgang Müller in Berlin-Kreuzberg. Zusammen radeln sie zu Nicos Grab - auf dem Friedhof der Namenlosen in einer Waldlichtung an der Havel. Drei Jahre darauf verabreden sie sich bei Akwiratékha in Kahnwa:ke Mohawk Territory, einer Siedlung am Südufer des St. Lorenz-Stroms gegenüber Montreal. Akwiratékha erwirbt ein elektrisches Harmonium und übersetzt Nicos Song I'll be your mirror auf Kanien'kéha - eine Sprache, die ca. zweitausend überwiegend ältere Menschen beherrschen. Und eine Sprache, die seit einigen Jahren wieder zunehmend jüngere Menschen erlernen. Die Selbstbezeichnung der Mohawk ist Kanien'kehá:ka. Die Sprache der Kanien'kehá:ka nennt sich Kanien'kéha. Mohawk lernen in 55 Minuten: Eine transatlantische Spiegelschule, die Raumsynergien erfahren lässt. //
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[Audio]-Infos Datum: 06.05.2011
Länge: 00:51:10
Größe: 46.85 MB
Kilian Leypold: Schwarzer Hund. Weißes Gras - 29.04.2011
Mit Vincent Leittersdorf, Maria Kwiatkowsky, Otto Mellies, Kathrin Wehlisch, Lars Rudolph, Julian Mehne, Andreas Leupold, Carl Heinz Choynski / Komposition: Tarwater / Regie: Kai Grehn / BR 2011 / Länge: 54'31 // Wo der Mensch Lebens- und Zivilisationsräume zerstört, zieht er Zäune hoch und zirkelt Todeszonen ab. Als sich am 26. April 1986 auf dem Gebiet der heutigen Ukraine der größte anzunehmende Unfall in einem Kernkraftwerk ereignet - Kernschmelze und Explosion im Block 4 des Reaktors von Tschernobyl - entsteht so eine Zone. //
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[Audio]-Infos Datum: 29.04.2011
Länge: 00:54:50
Größe: 50.21 MB
Saam Schlamminger: Aus der Heimat - 08.04.2011
Aus der Ferne, aus der Fremde: In einem Augenblick, der dafür bestimmt gewesen sein muss, entdeckt Saam eine Schellackplatte seines Urgroßvaters Karl Schlamminger. Die Platte trägt den Titel "Aus der Heimat". / BR 2010
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[Audio]-Infos Datum: 08.04.2011
Länge: 00:43:24
Größe: 39.74 MB
Michael Farin: Kunst und Schuld - 25.03.2011
Einführung zu Thomas Harlans Hörspielmonolog "Veit" / BR 2011
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[Audio]-Infos Datum: 25.03.2011
Länge: 00:09:10
Größe: 8.40 MB
Robert Hültner: Vanitas (ARD Radio Tatort) - 16.03.2011
Mit Brigitte Hobmeier, Florian Karlheim, Gisela Schneeberger u.a. / Komposition: zeitblom / Regie: Ulrich Lampen / BR 2011 / Länge: 53'56 // Ein Bauer aus dem Umland macht beim Pflügen eine ungewöhnliche Entdeckung. Die Beamten der Brucker Polizeiinspektion, denen er seinen Fund zeigt, sind ratlos: Handelt es sich bei dem uralten und verwitterten Objekt um Diebesgut?
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[Audio]-Infos Datum: 16.03.2011
Länge: 00:53:56
Größe: 49.39 MB
Franz Kafka: Der Process - Im Dom - 28.01.2011
Josef K. wird der Prozess gemacht. Er weiß nicht wofür, jemand muss ihn verleumdet haben. Die 12-teilige BR-Hörspielproduktion von Klaus Buhlert basiert auf Kafkas handschriftlichen Manuskripten und versteht sich als eine Auseinandersetzung mit dem Fragment gebliebenen Werk. Das Konzept, 16 files ohne eine eindeutige Reihenfolge anzubieten, entspricht dem der historisch-kritischen Ausgabe sämtlicher Handschriften, Drucke und Typoskripte zu Franz Kafkas fragmentarischem Werk Der Process, die Roland Reuß und Peter Staengle 1997 im Verlag Stroemfeld/Roter Stern publizierten. / Mit Manfred Zapatka, Rufus Beck, Corinna Harfouch, Samuel Finzi, Jeanette Spassova / Ton: Andreas Meinetsberger / Regie: Klaus Buhlert / BR 2010
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[Audio]-Infos Datum: 28.01.2011
Länge: 01:05:40
Größe: 60.13 MB
Franz Kafka: Der Process - Ende - 28.01.2011
Josef K. wird der Prozess gemacht. Er weiß nicht wofür, jemand muss ihn verleumdet haben. Die BR-Hörspielproduktion von Klaus Buhlert basiert auf Kafkas handschriftlichen Manuskripten und versteht sich als eine Auseinandersetzung mit dem Fragment gebliebenen Werk. Das Konzept, 16 files ohne eine eindeutige Reihenfolge anzubieten, entspricht dem der historisch-kritischen Ausgabe sämtlicher Handschriften, Drucke und Typoskripte zu Franz Kafkas fragmentarischem Werk Der Process, die Roland Reuß und Peter Staengle 1997 im Verlag Stroemfeld/Roter Stern publizierten. / Mit Thomas Thieme, Corinna Harfouch / Ton: Andreas Meinetsberger / Regie: Klaus Buhlert / BR 2010
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[Audio]-Infos Datum: 28.01.2011
Länge: 00:17:23
Größe: 15.93 MB
Franz Kafka: Der Process - Staatsanwalt - 21.01.2011
Josef K. wird der Prozess gemacht. Er weiß nicht wofür, jemand muss ihn verleumdet haben. Die BR-Hörspielproduktion von Klaus Buhlert basiert auf Kafkas handschriftlichen Manuskripten und versteht sich als eine Auseinandersetzung mit dem Fragment gebliebenen Werk. Das Konzept, 16 files ohne eine eindeutige Reihenfolge anzubieten, entspricht dem der historisch-kritischen Ausgabe sämtlicher Handschriften, Drucke und Typoskripte zu Franz Kafkas fragmentarischem Werk Der Process, die Roland Reuß und Peter Staengle 1997 im Verlag Stroemfeld/Roter Stern publizierten. / Mit Manfred Zapatka, Jeanette Spassova, Samuel Finzi / Ton: Andreas Meinetsberger / Regie: Klaus Buhlert / BR 2010
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[Audio]-Infos Datum: 21.01.2011
Länge: 00:16:42
Größe: 15.30 MB
Franz Kafka: Der Process - Das Haus - 21.01.2011
Josef K. wird der Prozess gemacht. Er weiß nicht wofür, jemand muss ihn verleumdet haben. Die BR-Hörspielproduktion von Klaus Buhlert basiert auf Kafkas handschriftlichen Manuskripten und versteht sich als eine Auseinandersetzung mit dem Fragment gebliebenen Werk. Das Konzept, 16 files ohne eine eindeutige Reihenfolge anzubieten, entspricht dem der historisch-kritischen Ausgabe sämtlicher Handschriften, Drucke und Typoskripte zu Franz Kafkas fragmentarischem Werk Der Process, die Roland Reuß und Peter Staengle 1997 im Verlag Stroemfeld/Roter Stern publizierten. / Mit Manfred Zapatka, Milan Peschel / Ton: Andreas Meinetsberger / Regie: Klaus Buhlert / BR 2010
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[Audio]-Infos Datum: 21.01.2011
Länge: 00:12:30
Größe: 11.46 MB
Franz Kafka: Der Process - Kaufmann Beck / Kündigung des Advokaten - 14.01.2011
Josef K. wird der Prozess gemacht. Er weiß nicht wofür, jemand muss ihn verleumdet haben. Die BR-Hörspielproduktion von Klaus Buhlert basiert auf Kafkas handschriftlichen Manuskripten und versteht sich als eine Auseinandersetzung mit dem Fragment gebliebenen Werk. Das Konzept, 16 files ohne eine eindeutige Reihenfolge anzubieten, entspricht dem der historisch-kritischen Ausgabe sämtlicher Handschriften, Drucke und Typoskripte zu Franz Kafkas fragmentarischem Werk Der Process, die Roland Reuß und Peter Staengle 1997 im Verlag Stroemfeld/Roter Stern publizierten. / Mit Manfred Zapatka, Corinna Harfouch, Samuel Finzi, Milan Peschel / Ton: Andreas Meinetsberger / Regie: Klaus Buhlert / BR 2010
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[Audio]-Infos Datum: 14.01.2011
Länge: 01:18:05
Größe: 71.49 MB
Franz Kafka: Der Process - Fahrt zur Mutter - 07.01.2011
Josef K. wird der Prozess gemacht. Er weiß nicht wofür, jemand muss ihn verleumdet haben. Die BR-Hörspielproduktion von Klaus Buhlert basiert auf Kafkas handschriftlichen Manuskripten und versteht sich als eine Auseinandersetzung mit dem Fragment gebliebenen Werk. Das Konzept, 16 files ohne eine eindeutige Reihenfolge anzubieten, entspricht dem der historisch-kritischen Ausgabe sämtlicher Handschriften, Drucke und Typoskripte zu Franz Kafkas fragmentarischem Werk Der Process, die Roland Reuß und Peter Staengle 1997 im Verlag Stroemfeld/Roter Stern publizierten. / Mit Jürgen Holtz, Jeanette Spassova, Samuel Finzi / Ton: Andreas Meinetsberger / Regie: Klaus Buhlert / BR 2010
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[Audio]-Infos Datum: 07.01.2011
Länge: 00:11:14
Größe: 10.30 MB
Franz Kafka: Der Process - Zu Elsa - 31.12.2010
Josef K. wird der Prozess gemacht. Er weiß nicht wofür, jemand muss ihn verleumdet haben. Die BR-Hörspielproduktion von Klaus Buhlert basiert auf Kafkas handschriftlichen Manuskripten und versteht sich als eine Auseinandersetzung mit dem Fragment gebliebenen Werk. Das Konzept, 16 files ohne eine eindeutige Reihenfolge anzubieten, entspricht dem der historisch-kritischen Ausgabe sämtlicher Handschriften, Drucke und Typoskripte zu Franz Kafkas fragmentarischem Werk Der Process, die Roland Reuß und Peter Staengle 1997 im Verlag Stroemfeld/Roter Stern publizierten. / Mit Samuel Finzi, Manfred Zapatka, Jeanette Spassova / Ton: Andreas Meinetsberger / Regie: Klaus Buhlert / BR 2010
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[Audio]-Infos Datum: 31.12.2010
Länge: 00:05:04
Größe: 4.64 MB
Franz Kafka: Der Process - Advokat/Fabrikant/Maler - 31.12.2010
Josef K. wird der Prozess gemacht. Er weiß nicht wofür, jemand muss ihn verleumdet haben. Die BR-Hörspielproduktion von Klaus Buhlert basiert auf Kafkas handschriftlichen Manuskripten und versteht sich als eine Auseinandersetzung mit dem Fragment gebliebenen Werk. Das Konzept, 16 files ohne eine eindeutige Reihenfolge anzubieten, entspricht dem der historisch-kritischen Ausgabe sämtlicher Handschriften, Drucke und Typoskripte zu Franz Kafkas fragmentarischem Werk Der Process, die Roland Reuß und Peter Staengle 1997 im Verlag Stroemfeld/Roter Stern publizierten. / Mit Manfred Zapatka, Rufus Beck, Samuel Finzi, Jeanette Spassova / Ton: Andreas Meinetsberger / Regie: Klaus Buhlert / BR 2010
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[Audio]-Infos Datum: 31.12.2010
Länge: 02:06:14
Größe: 115.57 MB
Franz Kafka: Der Process - Kampf mit Dir Stellv. - 31.12.2010
Josef K. wird der Prozess gemacht. Er weiß nicht wofür, jemand muss ihn verleumdet haben. Die BR-Hörspielproduktion von Klaus Buhlert basiert auf Kafkas handschriftlichen Manuskripten und versteht sich als eine Auseinandersetzung mit dem Fragment gebliebenen Werk. Das Konzept, 16 files ohne eine eindeutige Reihenfolge anzubieten, entspricht dem der historisch-kritischen Ausgabe sämtlicher Handschriften, Drucke und Typoskripte zu Franz Kafkas fragmentarischem Werk Der Process, die Roland Reuß und Peter Staengle 1997 im Verlag Stroemfeld/Roter Stern publizierten. / Mit Manfred Zapatka, Samuel Finzi / Ton: Andreas Meinetsberger / Regie: Klaus Buhlert / BR 2010
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[Audio]-Infos Datum: 31.12.2010
Länge: 00:13:50
Größe: 12.67 MB
Franz Kafka: Der Process - Als sie aus dem Teater traten - 31.12.2010
Josef K. wird der Prozess gemacht. Er weiß nicht wofür, jemand muss ihn verleumdet haben. Die BR-Hörspielproduktion von Klaus Buhlert basiert auf Kafkas handschriftlichen Manuskripten und versteht sich als eine Auseinandersetzung mit dem Fragment gebliebenen Werk. Das Konzept, 16 files ohne eine eindeutige Reihenfolge anzubieten, entspricht dem der historisch-kritischen Ausgabe sämtlicher Handschriften, Drucke und Typoskripte zu Franz Kafkas fragmentarischem Werk Der Process, die Roland Reuß und Peter Staengle 1997 im Verlag Stroemfeld/Roter Stern publizierten. / Mit Jürgen Holtz, Samuel Finzi / Ton: Andreas Meinetsberger / Regie: Klaus Buhlert / BR 2010
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[Audio]-Infos Datum: 31.12.2010
Länge: 00:03:42
Größe: 3.39 MB
Franz Kafka: Der Process - Der Onkel / Leni - 31.12.2010
Josef K. wird der Prozess gemacht. Er weiß nicht wofür, jemand muss ihn verleumdet haben. Die BR-Hörspielproduktion von Klaus Buhlert basiert auf Kafkas handschriftlichen Manuskripten und versteht sich als eine Auseinandersetzung mit dem Fragment gebliebenen Werk. Das Konzept, 16 files ohne eine eindeutige Reihenfolge anzubieten, entspricht dem der historisch-kritischen Ausgabe sämtlicher Handschriften, Drucke und Typoskripte zu Franz Kafkas fragmentarischem Werk Der Process, die Roland Reuß und Peter Staengle 1997 im Verlag Stroemfeld/Roter Stern publizierten. / Mit Manfred Zapatka, Jürgen Holtz, Corinna Harfouch, Samuel Finzi, Jeanette Spassova / Ton: Andreas Meinetsberger / Regie: Klaus Buhlert / BR 2010
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[Audio]-Infos Datum: 31.12.2010
Länge: 00:55:34
Größe: 50.89 MB
Franz Kafka: Der Process - Jemand musste Josef K. verläumdet haben - 27.12.2010
Josef K. wird der Prozess gemacht. Er weiß nicht wofür, jemand muss ihn verleumdet haben. Die BR-Hörspielproduktion von Klaus Buhlert basiert auf Kafkas handschriftlichen Manuskripten und versteht sich als eine Auseinandersetzung mit dem Fragment gebliebenen Werk. Das Konzept, 16 files ohne eine eindeutige Reihenfolge anzubieten, entspricht dem der historisch-kritischen Ausgabe sämtlicher Handschriften, Drucke und Typoskripte zu Franz Kafkas fragmentarischem Werk Der Process, die Roland Reuß und Peter Staengle 1997 im Verlag Stroemfeld/Roter Stern publizierten. / Mit Samuel Finzi, Corinna Harfouch, Jeanette Spassova, Thomas Thieme / Ton: Andreas Meinetsberger / Regie: Klaus Buhlert / BR 2010
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[Audio]-Infos Datum: 27.12.2010
Länge: 01:14:07
Größe: 67.86 MB
Franz Kafka: Der Process - B's Freundin - 24.12.2010
Josef K. wird der Prozess gemacht. Er weiß nicht wofür, jemand muss ihn verleumdet haben. Die BR-Hörspielproduktion von Klaus Buhlert basiert auf Kafkas handschriftlichen Manuskripten und versteht sich als eine Auseinandersetzung mit dem Fragment gebliebenen Werk. Das Konzept, 16 files ohne eine eindeutige Reihenfolge anzubieten, entspricht dem der historisch-kritischen Ausgabe sämtlicher Handschriften, Drucke und Typoskripte zu Franz Kafkas fragmentarischem Werk Der Process, die Roland Reuß und Peter Staengle 1997 im Verlag Stroemfeld/Roter Stern publizierten. / Mit Manfred Zapatka, Corinna Harfouch, Samuel Finzi, Rufus Beck / Ton: Andreas Meinetsberger / Regie: Klaus Buhlert / BR 2010
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[Audio]-Infos Datum: 24.12.2010
Länge: 00:21:23
Größe: 19.58 MB
Franz Kafka: Der Process - Im leeren Sitzungssaal - 24.12.2010
Josef K. wird der Prozess gemacht. Er weiß nicht wofür, jemand muss ihn verleumdet haben. Die BR-Hörspielproduktion von Klaus Buhlert basiert auf Kafkas handschriftlichen Manuskripten und versteht sich als eine Auseinandersetzung mit dem Fragment gebliebenen Werk. Das Konzept, 16 files ohne eine eindeutige Reihenfolge anzubieten, entspricht dem der historisch-kritischen Ausgabe sämtlicher Handschriften, Drucke und Typoskripte zu Franz Kafkas fragmentarischem Werk Der Process, die Roland Reuß und Peter Staengle 1997 im Verlag Stroemfeld/Roter Stern publizierten. / Mit Manfred Zapatka, Corinna Harfouch, Milan Peschel, Rufus Beck, Thomas Thieme / Ton: Andreas Meinetsberger / Regie: Klaus Buhlert / BR 2010
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[Audio]-Infos Datum: 24.12.2010
Länge: 01:01:21
Größe: 56.18 MB
Franz Kafka: Der Process - Erste Untersuchung - 24.12.2010
Josef K. wird der Prozess gemacht. Er weiß nicht wofür, jemand muss ihn verleumdet haben. Die BR-Hörspielproduktion von Klaus Buhlert basiert auf Kafkas handschriftlichen Manuskripten und versteht sich als eine Auseinandersetzung mit dem Fragment gebliebenen Werk. Das Konzept, 16 files ohne eine eindeutige Reihenfolge anzubieten, entspricht dem der historisch-kritischen Ausgabe sämtlicher Handschriften, Drucke und Typoskripte zu Franz Kafkas fragmentarischem Werk Der Process, die Roland Reuß und Peter Staengle 1997 im Verlag Stroemfeld/Roter Stern publizierten. / Mit Milan Peschel, Corinna Harfouch, Samuel Finzi, Manfred Zapatka / Ton: Andreas Meinetsberger / Regie: Klaus Buhlert / BR 2010
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[Audio]-Infos Datum: 24.12.2010
Länge: 00:40:42
Größe: 37.27 MB
Franz Kafka: Der Process - Der Prügler - 24.12.2010
Josef K. wird der Prozess gemacht. Er weiß nicht wofür, jemand muss ihn verleumdet haben. Die BR-Hörspielproduktion von Klaus Buhlert basiert auf Kafkas handschriftlichen Manuskripten und versteht sich als eine Auseinandersetzung mit dem Fragment gebliebenen Werk. Das Konzept, 16 files ohne eine eindeutige Reihenfolge anzubieten, entspricht dem der historisch-kritischen Ausgabe sämtlicher Handschriften, Drucke und Typoskripte zu Franz Kafkas fragmentarischem Werk Der Process, die Roland Reuß und Peter Staengle 1997 im Verlag Stroemfeld/Roter Stern publizierten. / Mit Thomas Thieme, Corinna Harfouch, Jeanette Spassova/ Ton: Andreas Meinetsberger / Regie: Klaus Buhlert / BR 2010
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[Audio]-Infos Datum: 24.12.2010
Länge: 00:19:55
Größe: 18.23 MB
Max Haushofer: Planetenfeuer - 17.12.2010
Max Haushofers einziger Roman Planetenfeuer, 1899 erstmals und einmalig erschienen, entwirft München im Jahr 1999: In Deutschland hat sich der Staatssozialismus seit 100 Jahren bewährt. / Mit Florian Fischer, Christian Lerch, Tobias Lelle, Caroline Ebner, Mogens von Gadow u.a. / Komposition: Christoph Nicolaus / Bearbeitung und Regie: Martin Otter / BR 2010
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[Audio]-Infos Datum: 17.12.2010
Länge: 01:23:37
Größe: 76.57 MB
Martin Otter: An des Daseins Grenzen. Max Haushofer - Dichter und Universalgelehrter - 10.12.2010
An des Daseins Grenzen ist eine Annäherung an den Dichter und Universalgelehrten Max Haushofer und dessen Werk in einer Collage aus persönlichen Gedanken, Briefen und bislang unentdeckten oder unbeachteten Dokumenten. die Martin Otter unter anderem im privaten Familienarchiv in der Nähe des Ammersees fand. / (BR 2010)
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[Audio]-Infos Datum: 10.12.2010
Länge: 00:54:57
Größe: 50.31 MB
Michaela Melián: Memory Loops Radio Play - 03.12.2010
Audio tracks on Sites of NS Terror in Munich, 1933-1945. This memory loop deals with the tales of two brothers. Their parents were involved in a Communist organisation; their mother was a Jew. Repression was just a question of time. / With Peter Brombacher, Caroline Ebner etc. /Realisation: Michaela Melián / A project by the Municipal Department of Arts and Culture of the City of Munich / 'Freie Kunst im öffentlichen Raum' in cooperation with the Bavarian Broadcasting Corporation / Radio Play and Media Art Deptartment 2010
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[Audio]-Infos Datum: 03.12.2010
Länge: 00:53:49
Größe: 49.29 MB
Robert Hültner: Unter sticht Ober (ARD Radio Tatort) - 19.11.2010
Was ist nur los in Bruck am Inn? Ein toter junger Bulgare im Auwald, eine Rattenplage an der Brucker Grundschule und eine türkische Putzfrau in Angst. Gibt es möglicherweise mehr als nur ein Verbrechen? Mit Florian Karlheim, Brigitte Hobmeier, Gisela Schneeberger u.a. / Komposition: zeitblom / Regie: Ulrich Lampen / BR 2010
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[Audio]-Infos Datum: 19.11.2010
Länge: 00:54:20
Größe: 49.75 MB
Steffen Kopetzky: Versammlung am Morgen - 12.11.2010
Die Redaktion Hörspiel und Medienkunst lud 17 zeitgenössische deutschsprachige Autorinnen und Autoren ein, sich dem Alltag der übernächsten Generation zu widmen und ein Bild von Deutschland und der Welt in rund 80 Jahren zu entwerfen. Herausgekommen sind individuelle Visionen, die über die nahe Zukunft spekulieren ohne Science-Fiction-Erwartungen im klassischen Sinne zu bedienen und ohne den Bezug zur Gegenwart zu verlieren. / BR 2010
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[Audio]-Infos Datum: 12.11.2010
Länge: 00:13:20
Größe: 12.21 MB
Thomas Kapielski: Kleine Ahnung von der Zukunft - 12.11.2010
Die Redaktion Hörspiel und Medienkunst lud 17 zeitgenössische deutschsprachige Autorinnen und Autoren ein, sich dem Alltag der übernächsten Generation zu widmen und ein Bild von Deutschland und der Welt in rund 80 Jahren zu entwerfen. Herausgekommen sind individuelle Visionen, die über die nahe Zukunft spekulieren ohne Science-Fiction-Erwartungen im klassischen Sinne zu bedienen und ohne den Bezug zur Gegenwart zu verlieren. / BR 2010
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[Audio]-Infos Datum: 12.11.2010
Länge: 00:17:53
Größe: 16.38 MB
Thomas Pletzinger: Death Valley. Disneyland. Death Valley - 12.11.2010
Die Redaktion Hörspiel und Medienkunst lud 17 zeitgenössische deutschsprachige Autorinnen und Autoren ein, sich dem Alltag der übernächsten Generation zu widmen und ein Bild von Deutschland und der Welt in rund 80 Jahren zu entwerfen. Herausgekommen sind individuelle Visionen, die über die nahe Zukunft spekulieren ohne Science-Fiction-Erwartungen im klassischen Sinne zu bedienen und ohne den Bezug zur Gegenwart zu verlieren. / BR 2010
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[Audio]-Infos Datum: 12.11.2010
Länge: 00:23:27
Größe: 21.47 MB
Felicia Zeller: Welt ohne Kabel - 12.11.2010
Die Redaktion Hörspiel und Medienkunst lud 17 zeitgenössische deutschsprachige Autorinnen und Autoren ein, sich dem Alltag der übernächsten Generation zu widmen und ein Bild von Deutschland und der Welt in rund 80 Jahren zu entwerfen. Herausgekommen sind individuelle Visionen, die über die nahe Zukunft spekulieren ohne Science-Fiction-Erwartungen im klassischen Sinne zu bedienen und ohne den Bezug zur Gegenwart zu verlieren. / BR 2010
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[Audio]-Infos Datum: 12.11.2010
Länge: 00:16:09
Größe: 14.79 MB
Andreas Neumeister: MYA über die Zukunft des Kapitalismus war alles bekannt / Kammerversion - 12.11.2010
Die Redaktion Hörspiel und Medienkunst lud 17 zeitgenössische deutschsprachige Autorinnen und Autoren ein, sich dem Alltag der übernächsten Generation zu widmen und ein Bild von Deutschland und der Welt in rund 80 Jahren zu entwerfen. Herausgekommen sind individuelle Visionen, die über die nahe Zukunft spekulieren ohne Science-Fiction-Erwartungen im klassischen Sinne zu bedienen und ohne den Bezug zur Gegenwart zu verlieren. / BR 2010
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[Audio]-Infos Datum: 12.11.2010
Länge: 00:20:14
Größe: 18.53 MB
Françoise Cactus: Killerschildkröten - 12.11.2010
Die Redaktion Hörspiel und Medienkunst lud 17 zeitgenössische deutschsprachige Autorinnen und Autoren ein, sich dem Alltag der übernächsten Generation zu widmen und ein Bild von Deutschland und der Welt in rund 80 Jahren zu entwerfen. Herausgekommen sind individuelle Visionen, die über die nahe Zukunft spekulieren ohne Science-Fiction-Erwartungen im klassischen Sinne zu bedienen und ohne den Bezug zur Gegenwart zu verlieren. / BR 2010
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[Audio]-Infos Datum: 12.11.2010
Länge: 00:14:52
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Jörg Albrecht: Green Teen Screen - 12.11.2010
Die Redaktion Hörspiel und Medienkunst lud 17 zeitgenössische deutschsprachige Autorinnen und Autoren ein, sich dem Alltag der übernächsten Generation zu widmen und ein Bild von Deutschland und der Welt in rund 80 Jahren zu entwerfen. Herausgekommen sind individuelle Visionen, die über die nahe Zukunft spekulieren ohne Science-Fiction-Erwartungen im klassischen Sinne zu bedienen und ohne den Bezug zur Gegenwart zu verlieren. / BR 2010
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[Audio]-Infos Datum: 12.11.2010
Länge: 00:17:05
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Schorsch Kamerun: Der Wind steht still - 12.11.2010
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[Audio]-Infos Datum: 12.11.2010
Länge: 00:09:22
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Annett Gröschner: Die Stadtführerin - 05.11.2010
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[Audio]-Infos Datum: 05.11.2010
Länge: 00:16:17
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Julia Zange: Agora - 05.11.2010
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[Audio]-Infos Datum: 05.11.2010
Länge: 00:11:03
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Kathrin Röggla: kinderkriegen - 05.11.2010
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[Audio]-Infos Datum: 05.11.2010
Länge: 00:12:09
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Georg M. Oswald: Sing - 05.11.2010
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[Audio]-Infos Datum: 05.11.2010
Länge: 00:16:16
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Thomas Palzer: Futur Perfekt - 05.11.2010
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[Audio]-Infos Datum: 05.11.2010
Länge: 00:06:35
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Emma Braslavsky: Die Technologie meines Todes - 05.11.2010
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[Audio]-Infos Datum: 05.11.2010
Länge: 00:11:18
Größe: 10.35 MB
Steffen Popp: Drei Zeugnisse aus dem Deutschen Archiv zum Verständnis des ersten Jahrhunderts - 05.11.2010
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[Audio]-Infos Datum: 05.11.2010
Länge: 00:14:31
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Raul Zelik: Marktwirtschaft 3.0 - 05.11.2010
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[Audio]-Infos Datum: 05.11.2010
Länge: 00:12:31
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Heike Geißler: Vom Verlassen der Welt - 05.11.2010
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[Audio]-Infos Datum: 05.11.2010
Länge: 00:11:32
Größe: 10.57 MB
Sung Hwan Kim/dogr: One from In the Room - 29.10.2010
Der in Korea aufgewachsene Künstler Sung Hwan Kim entwickelte eine Form des Erzählens, das Film, Video, Konzert, Zeichnung und Schreiben zusammen bringt um zu untersuchen, wie sich das Erzählen durch das Nebeneinanderstellen von unterschiedlichen Sprachen, Kulturen, Genres, Geschlechtern und Generationen verwandelt. / Mit Sung Hwan Kim, dogr, Byungjun Kwon / Realisation: Sung Hwan Kim/ David Michael DiGregorio / BR 2010
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[Audio]-Infos Datum: 29.10.2010
Länge: 00:43:58
Größe: 40.26 MB
Michaela Melián: Memory Loops (5/5) - 24.10.2010
Tonspuren zu Orten des NS-Terrors in München 1933-1945 - Pestalozzistraße Ettstraße Brienner Straße Mariannenbrücke - In dieser Stimmencollage kommt der politische Widerstand zu Wort. Widerständler aus allen Schichten, vom Arbeiter bis zum Studierenden: Nach der Machtübernahme 1933 wurden sie zuerst in sogenannte Schutzhaft genommen. Viele der Zeitzeugen durchwanderten gleich mehrere Gefängnisse im Münchner Raum: Ettstraße, Wittelsbacher Palais, Stadelheim, Dachau. Mit raffinierten, aber einfachen Mitteln arbeiteten sie illegal weiter gegen das Regime. Und die berüchtigte "Ettstraße" - die Polizeidirektion - war schon seit langem Ausgangspunkt für stadtweite Razzien gegen Homosexuelle. / BR Hörspiel und Medienkunst / Landeshauptstadt München/Kulturreferat 2010
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[Audio]-Infos Datum: 24.10.2010
Länge: 00:58:34
Größe: 53.63 MB
Michaela Melián: Memory Loops (4/5) - 17.10.2010
Tonspuren zu Orten des NS-Terrors in München 1933-1945 - Gärtnerplatz Marsstraße Promenadeplatz Prinzregentenstraße Eine Pianistin, die am 19. März 1933 noch ein Konzert mit dem damaligen Solo-Cellisten der Münchner Philharmoniker gegeben hat, bekommt Berufsverbot, eine Malerin darf ihren Künstlernamen nicht mehr verwenden, eine Kunstgalerie wird arisiert, "deutsches Kulturgut" beschlagnahmt: In diesem Memory Loop bündeln sich vielfältigste historische Materialien zu einer Stimmencollage, die den Situationen an Orten der Bildung, Kunst und Presse in der NS-Zeit nachspüren. / BR Hörspiel und Medienkunst / Landeshauptstadt München/Kulturreferat 2010
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[Audio]-Infos Datum: 17.10.2010
Länge: 00:57:26
Größe: 52.59 MB
Michaela Melián: Memory Loops (3/5) - 10.10.2010
Tonspuren zu Orten des NS-Terrors in München 1933-1945 - Ettstraße Maistraße Haar Hackerbrücke - Dieser Memory Loop lässt oft vergessene NS-Opfer zu Wort kommen und verortet ihre Stimmen an medizinischen Institutionen Münchens, die die Politik der 'Rassenhygiene' praktizierten. Die NS-Ideologie entschied, ob ein Mensch "lebensunwert" war und als Schädling galt und damit auf gleicher Stufe mit Wanzen oder Flöhen stand. Berichte zweier Münchner Sinti, ein Schriftwechsel zwischen der Heil- und Pflegeanstalt Eglfing-Haar mit Patienten-Angehörigen, die beunruhigt sind über das Verschwinden ihrer Verwandten sowie Erzählungen zwangssterilisierter Frauen und Männer. / BR Hörspiel und Medienkunst / Landeshauptstadt München/Kulturreferat 2010
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[Audio]-Infos Datum: 10.10.2010
Länge: 00:56:59
Größe: 52.17 MB
Michaela Melián: Memory Loops (2/5) - 03.10.2010
Tonspuren zu Orten des NS-Terrors in München 1933-1945 - Prinzregentenplatz Lindwurmstraße Hauptbahnhof Odeonsplatz - Zwei jüdische Münchner erzählen aus ihrer Kindheit. Wie ihre Ausgrenzung begann, von ihrem Vater, dessen Foto in unseren Geschichtsbüchern abgebildet ist und ihrem Leben in England. Die Kindertransporte retteten die Geschwister, es gelang ihnen ein Neuanfang. Sie haben sich gegen den NS-Terror behauptet. Dennoch bleibt München ihre verlorene Heimat. / BR Hörspiel und Medienkunst / Landeshauptstadt München/Kulturreferat 2010
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[Audio]-Infos Datum: 03.10.2010
Länge: 00:56:35
Größe: 51.82 MB
Michaela Melián: Memory Loops (1/5) - 26.09.2010
Tonspuren zu Orten des NS-Terrors in München 1933-1945 - Herzog-Max-Straße Herzog-Rudolf-Straße Antonienstraße Knorrstraße - Die Stimmencollage aus den Berichten zweier Brüder markiert wichtige Punkte und Strecken auf der Karte des NS-Terrors gegen Juden in München: das Rathaus, die Lindwurmstraße, von der Herzog-Max- zur Herzog-Rudolf-Straße, von der Knorrstraße nach Berg am Laim, vom Wittelsbacher Palais zum Hauptbahnhof Richtung Theresienstadt. Seit 1945 leben die Brüder wieder in München und sind bis heute in der Erinnerungspolitik aktiv engagiert. / BR Hörspiel und Medienkunst / Landeshauptstadt München/Kulturreferat 2010
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[Audio]-Infos Datum: 26.09.2010
Länge: 00:56:42
Größe: 51.92 MB
Julian Doepp: Ostsee - 12.09.2010
Halb akademische Detektivstory, halb Melodram aus dem vernetzten Alltag, erzählt Ostsee von den verwirrenden Wechselwirkungen zwischen Gefühlen in der virtuellen und der 'realen' Welt, zwischen Nähe und Information, Voyeurismus und Vertrauen. / Mit Tino Mewes, Katharina Rivilis, Tonio Arango, Bernhard Schütz, Manon Kahle / Komposition: tarwater / Realisation: Julian Doepp / BR 2010
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[Audio]-Infos Datum: 12.09.2010
Länge: 00:52:06
Größe: 47.70 MB
Vlada Maria: Fensterplatz - 10.09.2010
Sie kommen und gehen. Beobachten heimlich und auch offensichtlich. Mitfahrer des öffentlichen Nahverkehrs. Reisende im Untergrund. Ihre Gesichter spiegeln sich undeutlich in den nutzlosen Fenstern der U-Bahn. Dafür ist er also da, dieser Fensterplatz mit überflüssiger Aussicht. / Mit Miriam Strübel, Josef Simon, Holger Foest, Johannes Fast, Susanne Wolgemuth, Vlada Tcharyeva, Johannes Schaff / Realisation: Vlada Maria / BR 2010
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[Audio]-Infos Datum: 10.09.2010
Länge: 00:32:29
Größe: 29.74 MB
Kathrin Röggla: die alarmbereiten - 03.09.2010
In Redaktionssitzungen, den Talkformaten, Radio- und Fernsehsendungen, in Elternbeiräten, den Mitarbeiterbesprechungen und öffentlichen Sicherheitshinweisen - überall tönt der Katastrophensound. / Mit Dorothee Metz, Hanns Zischler, Achim Bogdahn, Imke Köhler, Susanne Affolter, Eva Brunner, Tony de Maeyer / Komposition: Bo Wiget / Regie: Leopold von Verschuer / BR 2009 In Tausenden von Überlegungen, kolportiertem Halbwissen, Paranoiaphantasien, aber auch Ablenkungsmodellen findet in die alarmbereiten eine Telefon-Beschwörung auf allen Ebenen des fernmündlichen Universums statt. / Mit Dorothee Metz, Hanns Zischler, Achim Bogdahn, Imke Köhler, Susanne Affolter, Eva Brunner, Tony de Maeyer / Komposition: Bo Wiget / Regie: Leopold von Verschuer / BR 2009
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[Audio]-Infos Datum: 03.09.2010
Länge: 00:54:48
Größe: 50.21 MB
Raymond Federman: Die Kadaver. Eine Fabel in 6 Bildern und einer Liste - 27.08.2010
Der Schriftsteller Raymond Federman denkt in seinem letzten Prosatext über das Sterben nach. Genauer: über das Leben nach dem Tod. Eine Antwort auf die Frage nach dem "Danach" wollte der Autor nicht geben. Vielmehr der Nachwelt das komischste Buch über den Tod hinterlassen. / Mit René Dumont, Oliver Nägele, Stefan Wilkening / Aus dem Amerikanischen von Gaby Hartel / Bearbeitung: Gaby Hartel / Komposition: zeitblom / Regie: Katja Langenbach / BR 2010
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[Audio]-Infos Datum: 27.08.2010
Länge: 00:55:01
Größe: 50.41 MB
Paul Wühr: Verirrhaus - 20.08.2010
Dieses Originalton-Hörspiel ist Teil einer Trilogie, die Paul Wühr für den Bayerischen Rundfunk realisierte. Verirrhaus verbindet Satzfragmente, Bruchstücke von Äußerungen, um aus der "Ökonomie des Sprechens auszubrechen" und um das Unausgesprochene, das, was zwischen - und hinter - dem Gesagten steht, hörbar zu machen. / Realisation: Paul Wühr / BR/WDR 1972
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[Audio]-Infos Datum: 20.08.2010
Länge: 00:51:52
Größe: 47.53 MB
Andreas Ammer & Console: "Have You Ever Heard Of Wilhelm Reich?" - 13.08.2010
In Andenken an das Universalgenie Wilhelm Reich (Psychiater, Kommunist, Sexualpolitiker) haben Ammer & Console aus geheimen Akten des FBI, aus Pop-Musik und obskuren Archiven erbitterte Tracks erschaffen. / Mit Stefan Kastner, Marcus Calvin, Judith Huber, Eva Löbau / Komposition und Realisation: Andreas Ammer/Martin Gretschmann / BR 2009 / Mit Stefan Kastner, Marcus Calvin, Judith Huber, Eva Löbau / Komposition und Realisation: Andreas Ammer/Martin Gretschmann / BR 2009
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[Audio]-Infos Datum: 13.08.2010
Länge: 00:57:43
Größe: 52.88 MB
Eran Schaerf: Heute ist Mittwoch der 10. Dezember - 06.08.2010
Zwei Minuten Stille im Radio, ihre Vorgeschichte und ihre Folgen. Vielleicht waren es auch drei Minuten, jedenfalls war es pünktlich 9 Uhr morgens und manche HörerInnen erwarteten die Nachrichten. Heute würden sie den Sender wechseln oder ins Netz gehen, aber es ist 1990 und in Deutschland gibt es gerade mal einen Privatsender und wenig im Netz. / Mit Peter Veit / Regie: Eran Schaerf / BR 2009
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[Audio]-Infos Datum: 06.08.2010
Länge: 00:45:28
Größe: 41.63 MB
phonofix: Du kannst nicht immer schimmern, mein Schatz! - 30.07.2010
Es gibt einen Schimmer, der uns verspricht, dass das 20. Jahrhundert endlich zu Ende ist. Der Schimmer einer Welt, die alle betreten können, wann immer sie wollen. Im always-on-Zustand ist Utopie lebendig wie nie. Um unser Wahrnehmungssystem in dieser world wide world dreht sich dieses Hörspiel. / Mit Anna Graenzer, Patrick Güldenberg, Janna Horstmann u.a. / Komposition: Matthias Grübel / Realisation: phonofix / BR 2009
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[Audio]-Infos Datum: 30.07.2010
Länge: 00:54:40
Größe: 50.09 MB
Thomas Meinecke/Move D: WORK - 23.07.2010
Im subkulturellen Jive bildete sich die Silbe work zunehmend zu einer Vokabel für selbstbestimmte, nicht selten sexuell dissidente Aktivitäten aus bis sie in der überwiegend queeren, zumeist lateinamerikanischen Subkultur der voguenden Ballsäle Spanish Harlems zu einem zentralen Terminus wurde. David Moufang und Thomas Meinecke haben sich durch das Repertoire dieser aufregenden Musik ge-arbeitet und aus unzähligen Samples, gepaart mit Aussagen einschlägig Involvierter, auch ihren eigenen Stimmen und Instrumenten, einen hypnotischen Mix produziert. / Mit Eric D. Clark, Thomas Meinecke, Move D / Komposition und Realisation: Move D / Thomas Meinecke / BR 2009
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[Audio]-Infos Datum: 23.07.2010
Länge: 00:51:39
Größe: 47.32 MB
Ulrich Bassenge: musaeum clausum - 16.07.2010
Als einer der letzten Menschen, die alles wussten notiert Sir Thomas Browne (1605-1682) in einem nachgelassenen Text die Desiderata eines imaginären Museums. Ein verschollenes Ovid-Gedicht ebenso wie ein - nie erschaffenes - Gemälde eines "Elefanten auf dem Hochseil - geritten von einem Neger-Zwerg". Zu Zeiten von Browne war der Graben zwischen Information und Wissen, eine Wunde unserer Tage, noch nicht aufgerissen. Ulrich Bassenge erforscht in seinem Hörspiel "musaeum clausum" den Verlust des universalen Wissens im Zeitalter des Internet. / Mit Michael Habeck und Matthew Rouse / Komposition und Realisation: Ulrich Bassenge / BR 2010
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[Audio]-Infos Datum: 16.07.2010
Länge: 00:47:02
Größe: 43.11 MB
Raymond Federman: Playtextplay II - 07.07.2010
Unter dem Titel 'Playtexts' fasst Federman die Sprachspiele, lautpoetischen Arbeiten und verschiedenen experimentellen und 'konkreten' Texte zusammen, die neben den großen Prosatexten entstanden sind. Mit Raymond Federman, Jon Sass (Tuba), Maceo Parker, Pee Wee Ellis, Fred Wesley / Realisation: Herbert Kapfer, Regina Moths / BR 1992
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[Audio]-Infos Datum: 07.07.2010
Länge: 00:14:35
Größe: 10.06 MB
Thomas Harlan: Rosa - Die Akte Rosa Peham - 02.07.2010
In den sechziger Jahren stieß Thomas Harlan bei Recherchen über Kriegsverbrechen auf Gerüchte über das Dorf Kulmhof, an dem die Deutschen die Technologie des Massenmords erprobten. Sein 2000 erschienener Debütroman Rosa ist das Gegenteil einer Bilanz und alles andere als ein Fazit. / Mit Manfred Zapatka, Heiko Raulin, Bernd Moss, Axel Milberg, Sophie von Kessel, Karin Anselm / Bearbeitung: Michael Farin Komposition: Helga Pogatschar / Regie: Bernhard Jugel / BR/WDR 2001
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[Audio]-Infos Datum: 02.07.2010
Länge: 01:18:51
Größe: 72.23 MB
Ludwig Thoma: Die Brautschau - 18.06.2010
Einakter in bayerischer Mundart - Der 30jährige Simmerl ist immer noch nicht verheiratet und deshalb der Hof auch noch nicht an ihn übergeben. Unabhängig voneinander haben die Eltern sich auf Brautschau begeben und ihre Kandidatin zur Begutachtung herbestellt - ausgerechnet am gleichen Tag. / Mit Franz Fröhlich, Thea Aichbichler, Albert Spenger u.a. / Regie: Olf Fischer / BR 1956
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[Audio]-Infos Datum: 18.06.2010
Länge: 00:17:53
Größe: 16.42 MB
Ludwig Thoma: Die Dachserin - 18.06.2010
verhandelt. Sie ist angeklagt, eine andere Frau beleidigt zu haben. Der Verteidiger der Angeklagten legt sich für sie ins Zeug: "Seien wir froh, dass unserem bayerischen Volk noch eine gesunde und derbe Kraft innewohnt". / Mit Franz Fröhlich, Thea Aichbichler, Albert Spenger u.a. / Regie: Olf Fischer / BR 1953 Der Verteidiger der Angeklagten legt sich für sie ins Zeug: "Seien wir froh, dass unserem bayerischen Volk noch eine gesunde und derbe Kraft innewohnt". / Mit Franz Fröhlich, Thea Aichbichler, Albert Spenger u.a. / Regie: Olf Fischer / BR 1953
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[Audio]-Infos Datum: 18.06.2010
Länge: 00:21:10
Größe: 19.42 MB
Thomas von Steinaecker: Herzrhythmusgeräusche - 04.06.2010
Richard Täubner hat eine unwahrscheinliche Begabung: sein phänomenales Gehör. Nur dieses ließ ihn den Krieg unbeschadet überstehen, nur dieses ließ ihn zum talentiertesten Ventilatorenhersteller in Bayern werden. Und auch sonst bestimmten vor allem seine Ohren sein Leben. / Mit Martin Umbach, Fred Maire, Gabriel Raab, Katja Bürkle u.a. / Komposition: Simon Stockhausen /Realisation: Bernadette Sonnenbichler/Thomas von Steinaecker / BR 2010
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[Audio]-Infos Datum: 04.06.2010
Länge: 00:57:19
Größe: 52.52 MB
Ulrike Haage: Die Stille hinter den Worten - 28.05.2010
Hörspielkomposition in neun Bildern. "Jeder Ton, jede Silbe, jedes Wort und jeder Name gleicht einer Anrufung, um den Raum des Schweigens mit einer spürbaren Präsenz zu füllen. Schemen des Realen, der Leidenschaft, des Todes. Nichts verschwindet spurlos. Nicht in den Rissen der Welt,nicht im Arkanum des Schweigens." / Mit Anna-Lena Zühlke (Stimme), Carlos Bica (Kontrabass), Ulrike Haage (präparierter Flügel, Elektronik, O-Töne) / Komposition und Realisation: Ulrike Haage / BR 2008
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[Audio]-Infos Datum: 28.05.2010
Länge: 00:41:53
Größe: 38.39 MB
Ludwig Thoma: Erster Klasse - 21.05.2010
Einakter in bayerischer Mundart - Ein Ministerialrat und zwei Bauern im Zug nach München. Die Bauern reißen zotige Sprüche und prahlen mit ihren Tricks Geschäfte zu machen. Die Stimmung kippt, als herauskommt, dass der Bauer in der Politik und dem Ministerialrat vorgesetzt ist. Mit Franz Fröhlich, Thea Aichbichler, Albert Spenger u.a. / Regie: Olf Fischer / BR 1955
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[Audio]-Infos Datum: 21.05.2010
Länge: 00:35:25
Größe: 32.47 MB
Ludwig Thoma: Gelähmte Schwingen - 21.05.2010
Einakter in bayerischer Mundart - Ein egozentrischer Dramatiker ist in Aufruhr. Sein neuestes Stück wird vom Publikum zerrissen. Es sei zu 'altmodisch'. Der Schwiegervater, auf dessen Kosten der Dichter lebt, kommt ins Haus. Er verlangt von ihm, dass er von jetzt an 'modern' dichte. Mit Franz Fröhlich, Thea Aichbichler, Albert Spenger u.a. / Regie: Olf Fischer / BR 1953
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[Audio]-Infos Datum: 21.05.2010
Länge: 00:18:01
Größe: 16.54 MB
Robert Lax: 21 pages - 14.05.2010
Die poetische Biographie eines der großen Unbekannten der neueren amerikanischen Literatur. 21 pages heißt deshalb 21 pages, weil das Manuskript aus 21 Manuskriptseiten bestand. Das ganze Buch habe ich in einer einzigen Nacht geschrieben, im Lichtkegel einer Taschenlampe, im Bett sitzend." / Mit Robert Lax / BR 1994/99
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[Audio]-Infos Datum: 14.05.2010
Länge: 01:07:07
Größe: 61.48 MB
Sigrid Hauff: is was - was is: Robert Lax - 07.05.2010
Porträt des amerikanischen Dichters Robert Lax. Einfachheit, Kontemplation, direkte Kommunikation, Konzentration auf das Existentielle und Essentielle, Einheit von Leben und Werk - diese Begriffe eignen sich für eine erste Annäherung an Robert Lax. / Mit Peter Fricke, Horst Raspe, Lorenz Meyboden / Regie: Herbert Kapfer / BR 1990
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[Audio]-Infos Datum: 07.05.2010
Länge: 00:52:19
Größe: 47.94 MB
Hartmut Geerken: bunker - 30.04.2010
bunker beschreibt einen chronobiologischen Selbstversuch: Der Autor unterzog sich 1986 einem Test, indem er sich vier Wochen lang in einem schallisolierten Bunker tief in einem Berg einem künstlichen Tag aussetzte. / Realisation: Hartmut Geerken / BR 1996
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[Audio]-Infos Datum: 30.04.2010
Länge: 01:06:19
Größe: 60.76 MB
Eva Meyer: Der Kriegstourist - 23.04.2010
Essay zu Hermann Brochs Roman "Hugenau oder die Sachlichkeit", der das Thema Einsamkeit durch Orientierungslosigkeit bzw. Verlust des eigenen Wertesystems variiert. Sind wir Schlafwandler, die nicht mehr wissen was sie tun? Was geschieht mit den im Wertzerfall freiwerdenden Kräften? / Mit Saskia Mallison, Christiane Roßbach / Realisation: Eva Meyer / BR 2009
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[Audio]-Infos Datum: 23.04.2010
Länge: 00:44:35
Größe: 40.86 MB
Ania Mauruschat: Das ABC des Bazon Brock - 16.04.2010
Eine Radio-Reise durch die Biografie von Bazon Brock anhand von Stichworten aus seinem Werk. Der Versuch des Portraits eines unfassbaren Mannes, der nach der Erfahrung von Krieg, Totalitarismus, Holocaust, Flucht und Schuld, gegen diesen erfahrenen Abgrund anzusprechen scheint. / Realisation: Ania Mauruschat / BR 2009
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[Audio]-Infos Datum: 16.04.2010
Länge: 00:52:30
Größe: 48.10 MB
Eran Schaerf: Nichts wie Jetzt - 09.04.2010
"Willkommen im Interface-Studio der zusammengeschlossenen Sendeanstalten. Hier können Sie Geschichten aus Ihrem Alltag aufführen und Sie sind live auf Sendung." / Mit Franziska Ball, Pauline Boudry, Peter Veit / Regie: Eran Schaerf / BR 2009
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[Audio]-Infos Datum: 09.04.2010
Länge: 00:37:21
Größe: 34.24 MB
Johann Gottfried Seume: Mein Leben - 01.04.2010
Kurz vor seinem Tod, 1810, beginnt Seume, sein Leben zu erzählen; mit den Worten "und nun" bricht er ab. Postum erscheint 1813 seine Autobiographie "Mein Leben". / BR 1994
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[Audio]-Infos Datum: 01.04.2010
Länge: 00:43:48
Größe: 40.14 MB
Jörg Drews: Wo man zu handeln aufhört, fängt man gewöhnlich an zu schreiben - 26.03.2010
Ein Essay zu Leben und Werk von Johann Gottfried Seume. / BR 1994
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[Audio]-Infos Datum: 26.03.2010
Länge: 00:58:54
Größe: 53.97 MB
Ingrid Caven/Pierre Henry: Schattenzonen - 19.03.2010
'Schattenzonen' ist eine Montage. Ein Potpourri aus dem Leben der Romanfigur Ingrid Caven, Erinnerungsbruchstücke aus 50 Jahren Deutschland. Die Basis für das Hörstück bildet Jean-Jacques Schuhls Roman 'Ingrid Caven', der mit dem Prix Goncourt 2000 ausgezeichnet wurde. / Literarische Vorlage: Jean-Jacques Schuhl / Aus dem Französischen von Uli Aumüller / Komposition: Pierre Henry / Arrangement: Ingrid Caven / Realisation: Ingrid Caven/Pierre Henry / BR/MaerzMusik/Berliner Festspiele 2003 Die Basis für das Hörstück bildet Jean-Jacques Schuhls Roman 'Ingrid Caven', der mit dem Prix Goncourt 2000 ausgezeichnet wurde. / Literarische Vorlage: Jean-Jacques Schuhl / Aus dem Französischen von Uli Aumüller / Komposition: Pierre Henry / Arrangement: Ingrid Caven / Realisation: Ingrid Caven/Pierre Henry / BR/MaerzMusik/Berliner Festspiele 2003
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[Audio]-Infos Datum: 19.03.2010
Länge: 01:11:39
Größe: 49.23 MB
Ernst Jandl: einführung in ein hörspielexperiment - 05.03.2010
Ernst Jandl gibt eine Einführung in sein radiophones Stück "das röcheln der mona lisa". Ohne erklärerischen Duktus, ohne auf Kosten des Hörspiels zu viel auszudeuten, gibt Jandl Einblicke in die Entstehung und die Kontexte der Produktion. / BR 1970
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[Audio]-Infos Datum: 05.03.2010
Länge: 00:15:22
Größe: 14.11 MB
Ernst Jandl: das röcheln der mona lisa - 05.03.2010
ein akustisches geschehen für stimme und apparaturen. Jandl sieht in seinem Hörspiel die "Skepsis gegenüber den Möglichkeiten der menschlichen Kommunikation schon damit angedeutet, dass es ja letzten Endes ein einziger Monolog ist und dass diese eine Stimme auch den Einzelnen in einer außerordentlich großen Abgeschlossenheit zeigt. / Realisation: Ernst Jandl / BR/HR/NDR 1970 und dass diese eine Stimme auch den Einzelnen in einer außerordentlich großen Abgeschlossenheit zeigt. / Realisation: Ernst Jandl / BR/HR/NDR 1970
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[Audio]-Infos Datum: 05.03.2010
Länge: 00:25:25
Größe: 23.32 MB
Albrecht Kunze: The Big Beat - 26.02.2010
Die Front-Show "The Big Beat". Es treten auf: Engel der Angst, Königinnen der Gemetzel, Hüterinnen des Melodrams mit Texten alter Girl-Group-Songs. Von Abhängigkeit und Schmerz, Tränen und Tod zum Soundtrack des Krieges in der Entfernung. "he hit me - and it felt like a kiss" Danach: Tanz der Luftwaffenhelferinnen an der Lagekarte. / Mit Viola Seiffe, Karolina Sauer, Claudia Splitt, Natalie Welch, Antje Schulz / Komposition und Realisation: Albrecht Kunze / BR 1995
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[Audio]-Infos Datum: 26.02.2010
Länge: 00:53:00
Größe: 36.44 MB
Albrecht Kunze: Slight Rushing Movements - 19.02.2010
Eine Stelle aus Stanley Kubrick's 'Full Metal Jacket' dient als Prolog für dieses Nachtstück über Todesangst und Töten, über die Furcht vor dem Verschwinden und der Unmöglichkeit stehenzubleiben. Es geht um Augenblicke, in denen Angst entsteht, um Momente, in denen diese Angst in das Bewußtsein tritt, um den Übertritt in die Welt, in der nicht mehr ein DJ mein Leben retten kann (so sehr ich mir das auch wünschte), und in der deswegen manche versuchen, gegen die Stille der Angst anzusingen (vielleicht als Erinnerung). / Mit Ruth Hoffmann, Amy Leverenz, Karolina Sauer, Werner Dickel, Matthias Lorenz / Komposition und Realisation: Albrecht Kunze / BR 1994
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[Audio]-Infos Datum: 19.02.2010
Länge: 00:52:48
Größe: 36.29 MB
Ernst Toller: Eine Jugend in Deutschland (Teil 3: Gefängnis) - 12.02.2010
Durch seinen Einsatz an der Front zum entschiedenen Kriegsgegner geworden, kämpft Toller in München an der Seite Kurt Eisners gegen die Verantwortlichen des Kriegs. 1933 erschien im Amsterdamer Exilverlag Querido "Eine Jugend in Deutschland", der autobiographische Roman des expressionistischen Autors Ernst Toller. / Mit Steven Scharf, Paul Herwig, Michael Tregor, Martin Carnevali, Andreas Bittl, Stefan Wilkening, Maximilian Brückner, André Jung, Oliver Losehand, Rudolf Waldemar Brem, Wolfgang Menardi, Oliver Mallison, Michael A Grimm, Andreas Bittl, Brigitte Hobmeier / Komposition: Jakob Diehl / Bearbeitung und Regie: Katja Langenbach / BR 2008
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[Audio]-Infos Datum: 12.02.2010
Länge: 00:57:33
Größe: 39.56 MB
Ernst Toller: Eine Jugend in Deutschland (Teil 2: Revolution) - 05.02.2010
An der Front lernte er den Krieg aus nächster Nähe kennen. Von den Grausamkeiten des Krieges und dem Massensterben erschüttert, schwindet der Enthusiasmus für den Kampf für das Vaterland schnell. 1933 erschien im Amsterdamer Exilverlag Querido "Eine Jugend in Deutschland", der autobiographische Roman des expressionistischen Autors Ernst Toller. / Mit Steven Scharf, Paul Herwig, Michael Tregor, Martin Carnevali, Andreas Bittl, Stefan Wilkening, Maximilian Brückner, André Jung, Oliver Losehand, Rudolf Waldemar Brem, Wolfgang Menardi, Oliver Mallison, Michael A Grimm, Andreas Bittl, Brigitte Hobmeier / Komposition: Jakob Diehl / Bearbeitung und Regie: Katja Langenbach / BR 2008
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[Audio]-Infos Datum: 05.02.2010
Länge: 00:57:36
Größe: 39.59 MB
Ernst Toller: Eine Jugend in Deutschland (Teil 1: Jugend) - 29.01.2010
Als er als Student in Frankreich den Ausbruch des Ersten Weltkrieges erlebt, reist der Patriot Ernst Toller nach Deutschland, meldet sich freiwillig als Soldat und wird Unteroffizier. 1933 erschien im Amsterdamer Exilverlag Querido "Eine Jugend in Deutschland", der autobiographische Roman des expressionistischen Autors Ernst Toller. / Mit Steven Scharf, Paul Herwig, Michael Tregor, Martin Carnevali, Andreas Bittl, Stefan Wilkening, Maximilian Brückner, André Jung, Oliver Losehand, Rudolf Waldemar Brem, Wolfgang Menardi, Oliver Mallison, Michael A Grimm, Andreas Bittl, Brigitte Hobmeier / Komposition: Jakob Diehl / Bearbeitung und Regie: Katja Langenbach / BR 2008
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[Audio]-Infos Datum: 29.01.2010
Länge: 00:57:34
Größe: 39.57 MB
Hans Platzgumer: Etwa 90 Grad - 22.01.2010
Es ist der 01.04.1909. 87 Grad 47 Minuten nördliche Breite. Commander Robert Peary, amerikanischer Held und Rassentheoretiker, bricht mit einer kleinen Polgruppe zur letzten Etappe auf dem Weg zum Nordpol auf. Er ist 53 Jahre alt und acht seiner Zehen sind erfroren. / Mit Rainer Bock, Mogens von Gadow, Paul Herwig / Komposition: HP. Stonji / Regie: Ulrich Lampen / BR 2008
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[Audio]-Infos Datum: 22.01.2010
Länge: 00:58:06
Größe: 39.94 MB
Kathrin Röggla: der tsunami-empfänger - 15.01.2010
"eine nachhilfestunde in sachen wirtschaft" hat der soziologe dirk baecker die finanzkrise genannt, als wären wir gemeinsam eifrige schüler und würden in einem riesigen weiterbildungsgebäude unterwegs sein. Und vielleicht sind wir das auch. Ein Finanzkrisenhörspiel. Mit Linda Olsansky, Eva Brunner, Tony de Maeyer, Martin Engler, Hanns Zischler, Simone Kabst, Dominik Glaubitz, Karena Lütge, Leopold von Verschuer / Komposition: Bo Wiget / Regie: Leopold von Verschuer / BR 2010
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[Audio]-Infos Datum: 15.01.2010
Länge: 00:54:27
Größe: 37.43 MB
Hartmut Geerken: nach else lasker-schülers tragödie ich&ich (fällt der vorhang in herzform) - 08.01.2010
Grundlage des Hörspiels ist ein Textkonstrukt aus den Regieanweisungen des Dramas "Ichundich" von Else Lasker-Schüler (1940 im Exil in Jerusalem entstanden), das als kaum aufführbar gilt. Eine "theatralische Tragödie", die jahrelang von den Nachlaßverwaltern unter Verschluß gehalten wurde. Eine Herausforderung also für das Hörspiel. Allerdings hat Geerken nicht den Originaltext als Grundlage gewählt, sondern aus den Regieanweisungen ein Textkonstrukt des Dramas geschaffen, das er mit Marschtritten und Fetzen aus Hitlerreden unterlegt. Das Stück, in dem Personen aus Goethes Faust unter anderem mit sinistren Gestalten des Dritten Reichs zusammentreffen, wird bei Geerken zu einem meditativen Sprachspiel mit fünf Sprecherinnen, die in einer ritualähnlichen Situation das Hörspiel improvisierend entwickeln und vorantreiben. / Mit Irmgard Först, Alice Franz, Ruth Hellberg, Margarete Gräf, Grete Wurm / Realisation: Hartmut Geerken / BR 1995
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[Audio]-Infos Datum: 08.01.2010
Länge: 01:10:11
Größe: 48.23 MB
Thomas Meinecke/Move D: Flugbegleiter - 01.01.2010
Der Flugbegleiter Karol gerät in den Bann der Queer Music, begeistert sich für die Ästhetik des Camp, die er mit seinen Kolleginnen und Kollegen in diversen Hotelzimmern der Welt auslotet. Move Ds zitatreiche Kompositionen begleiten den jet-settenden, musikbewegten Diskurs. / Mit Thomas Meinecke / Komposition: Move D / Realisation: Thomas Meinecke/Move D / BR 2004 Move Ds zitatreiche Kompositionen begleiten den jet-settenden, musikbewegten Diskurs. / Komposition: Move D / Realisation: Thomas Meinecke/Move D / BR 2004
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[Audio]-Infos Datum: 01.01.2010
Länge: 01:17:57
Größe: 53.56 MB
Julian Doepp: "zu wüten gegen ein stummes Ding" - Moby-Dick und das Radio - 11.12.2009
Wale sprechen nicht. Aus ihrem Körper dringt "keine Silbe, kein Knurren, Grunzen oder Brüllen", schreibt Herman Melville. Paradoxerweise hat Moby-Dick gerade akustisch Karriere gemacht. Eine Dokumentation über Moby-Dick im Radio. / Mit Eva Gosciejewicz, Andreas Neumann, Thomas Albus / Realisation: Julian Doepp / BR 2002
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[Audio]-Infos Datum: 11.12.2009
Länge: 00:54:13
Größe: 37.27 MB
Jörg Albrecht: Moon Tele Vision - 04.12.2009
Entlang der Weltraummythen des Pop erzählt Moon Tele Vision von einer Jugend im Outer Space der Musik, im zu Ende gehenden Zeitalter des Videoclips. Dabei entwickeln phonofix eine textliche und musikalische Komposition, eine Space Opera, die ebenso mit den Elementen der Science Fiction Serials spielt wie mit den Mitteln der Oper. / Mit Jörg Albrecht, Anna Graenzer, Patrick Güldenberg, Janna Horstmann, Steffen Klewar, Ulf Schmitt, Maryam Zaree / Komposition: phon°noir / Realisation: phonofix / BR 2008
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[Audio]-Infos Datum: 04.12.2009
Länge: 00:56:17
Größe: 38.69 MB
Robert Hültner: Dienstschluss (ARD Radio Tatort) - 27.11.2009
Alarm in Bruck am Inn: Am Rande der Altstadt schlagen Flammen aus einer Werkstatt. Der Besitzer kann nur noch tot geborgen werden. Vieles deutet darauf hin, dass er mit der rechten Szene zu tun hatte. Mit Brigitte Hobmeier, Florian Karlheim, Eisi Gulp u.a. / Komposition: zeitblom / Regie: Ulrich Lampen / BR 2009
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[Audio]-Infos Datum: 27.11.2009
Länge: 00:54:14
Größe: 37.28 MB
Josef Anton Riedl: c.e. oder conclamatum est - 20.11.2009
Für Sprecher und vier Klaviere auf einen Text von Hans Henny Jahnn, nach einer Idee von Herbert Kapfer. Wind keucht ums Haus. Vier Männer "im Regen so grau wie Schatten" nähern sich. Sie tragen schwarze Ölmäntel, das Wasser rinnt von ihren Hüten. Es ist das Ende der Niederschrift des Gustav Anias Horn, dem zweiten Teil der unvollendeten Roman-Trilogie Fluss ohne Ufer von Hans Henny Jahnn. Horn muss erkennen, dass sein gewaltsamer Tod unmittelbar bevorsteht. "Es ist das Wirkliche - die wirkliche Begegnung": Mit wachsender Hast kritzelt Horn seine letzten Zeilen. Ein Ich schreibt um sein Leben. Die 'Niederschrift' bricht ab, der Romanteil endet mit der Anmerkung: Am Schluß sind die Zeilen vollkommen unleserlich. Zudem ist das Heft offenbar mit Heftigkeit zugeschlagen und in ein Fach des Schreibtisches geschleudert worden, so daß die noch feuchte Tinte verschmiert wurde. Nur zwei Buchstaben stehen mit merkwürdiger Klarheit da, 'c.e.' Man kann sie zwanglos als die Abkürzung von 'conclamatum est' deuten. "conclamatum est" steht für die altrömische Totenklage. / Klavier: Jan-Philip Schulze, Ruschana Pamirova, Sebastian Berweck, Christian Schulte / Sprechen: Michael Lentz / musica viva/BR Hörspiel und Medienkunst 2009
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[Audio]-Infos Datum: 20.11.2009
Länge: 00:11:19
Größe: 7.81 MB
Andreas Ammer/FM Einheit: Lost & Found: Das Paradies - 13.11.2009
In Ammers und FM Einheits Oratorium wechselt der hohe Stil des Gedichts mit der Lautstärke moderner Musik. Die Handlung, die von nichts weniger als dem Schicksal der gesamten Menschheit spricht, erscheint hingegen heute so beiläufig wie eine surrealistische Soap-Opera.
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[Audio]-Infos Datum: 13.11.2009
Länge: 01:16:43
Größe: 52.71 MB
Günther Koch: Geisterspiel - 06.11.2009
"Es ist ein beklemmendes Gefühl..." mit diesen Worten beginnt Günther Koch am 26. Januar 2004 die Reportage des wohl ungewöhnlichsten Spiels der deutschen Fußballgeschichte. Ein Fußballspiel vor leeren Rängen, ein Geisterspiel. / Mit Günther Koch / Realisation: Helmut Böttiger/Bernhard Jugel/Günther Koch / BR 2005
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[Audio]-Infos Datum: 06.11.2009
Länge: 01:35:10
Größe: 65.39 MB
Ror Wolf/Jürgen Roth: Das langsame Erschlaffen der Kräfte - Ein Fußball-Hörstück in 6 Kapiteln - 30.10.2009
Ror Wolfs Fußballhörspiele aus den siebziger Jahren - montiert aus Originaltönen von Reportern, Experten, Fans - haben den Fußball für die Literatur und die Hörspielkunst entdeckt. Ein gutes Vierteljahrhundert später folgt eine abschließende Radio-Reise in die Gefilde dieses Sports. / Mit Günther Koch, Christian Brückner, Manfred Breuckmann, Rudi Michel / Regie: Ror Wolf/Jürgen Roth / BR 2006
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[Audio]-Infos Datum: 30.10.2009
Länge: 00:26:05
Größe: 17.95 MB
Jan Peters: Lost Tapes Found 1, 2, 3 - 23.10.2009
Mit viel Witz und (Selbst-)Ironie sucht Jan Peters in seinem unverhofft wiederentdeckten Bild-, Ton- und Textarchiv nach Antworten auf die großen (und kleinen) Lebensfragen. Dabei heraus kommen die drei 8-minütigen Videos "Lost Tapes Found 1, 2, 3". Das Hörspiel ist die Audio-Remix-Version dieser drei Videos. / Mit Jan Peters, Silke Fischer, Peter Ott, Stéphane Riethauser, Marie-Catherine Theiler / Komposition: Pit Przygodda / Realisation: Jan Peters / BR 2009
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[Audio]-Infos Datum: 23.10.2009
Länge: 00:24:26
Größe: 16.82 MB
Raymond Federman: Playtextplay I - 09.10.2009
Der amerikanische Dichter Raymond Federman trägt auf unnachahmliche Weise seine Gedichte vor, geschult am Jazz, musikalisch und spielerisch. Mit Raymond Federman, Jon Sass (Tuba), Maceo Parker, Pee Wee Ellis, Fred Wesley / Realisation: Herbert Kapfer, Regina Moths / BR 1992
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[Audio]-Infos Datum: 09.10.2009
Länge: 00:13:30
Größe: 9.31 MB
Katharina Franck: Das Signal wurde über Radio gegeben - 02.10.2009
Der Vorabend der portugiesischen "Nelkenrevolution", mit der die Armee die Salazar-Diktatur unblutig beendet: Gegen 22.45 Uhr am 24.04.1974 sendet Radio Clube Portugues "E Depois Do Adeus". Das Lied von Paulo de Carvalho ist ein erstes verschlüsseltes Signal für die aufständischen Truppen. Katharina Franck verbindet (O-Ton) aus der Radioreportage "O Dia 25 De Abril" - "Tagebuch der Revolution", von Pedro Laranjeira und eigene Erinnerungstexte zu einem Cut-Up zwischen Revolution und Stillstand. / Mit Katharina Franck, Mathias Mauersberger / Regie: Katharina Franck / BR 2007
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[Audio]-Infos Datum: 02.10.2009
Länge: 00:14:27
Größe: 9.97 MB
Eran Schaerf/Eva Meyer: Flashforward - 18.09.2009
Ein Programm konvertiert flashbacks in flashforwards. Zwischen Gedächtnis und Hoffnung hält es einen Platz frei und sucht dafür eine Stimme. Ist es ein Zeuge, ein Geschichtenerzähler, Berichterstatter, ihr gemeinsamer Programmierer oder eine im Rollenwechsel begriffene Figur? / Mit Elfriede Jelinek, Laurence Rickels, Hinrich Sachs, Inga Svala Thorsdottir, Suchan Kinoshita, Mitja Tusek / Regie: Eva Meyer/Eran Schaerf / BR 2004
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[Audio]-Infos Datum: 18.09.2009
Länge: 00:55:55
Größe: 38.44 MB
Peter Jacobi: Wo? - 11.09.2009
Herr Schaller und Herr Zug diskutieren über den Klang von Ortsnamen wie "Aalen", "Baden-Baden", "Fallingbostel" und "Eckernförde". Welchem gebührt der erste Platz? Schaller wirft Zug vor, er habe keine Prinzipien, weil er jeden Tag einem anderen Ortsnamen den Vorzug gibt. / Mit Jochen Busse, Thilo Prückner / Regie: Bernd Lau / BR 1989
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[Audio]-Infos Datum: 11.09.2009
Länge: 00:12:20
Größe: 11.30 MB
monochrom: Zukunftslektorat - 04.09.2009
Mit dem Thema Zukunft wird ästhetisch, kulturell, politisch, gesanglich und medial oft leichtfertig umgegangen. Dabei haben wir es doch nur von unseren Vergangenheiten geborgt. In sieben Episoden sprechen sie über die Zukunftsentwürfe aus den Bereichen Forschung, Schlager, Innenpolitik, Mittelstand, Volksmusikfachzeitschriften, Internetpräsenz und gesunder Menschenverstand, die ihnen dabei über den Weg laufen, um sie so zu verstehen, zu erklären und zu verbessern. / Mit Birge Tetzner, Frank Apunkt Schneider, Richard Wientze / Realisation: Frank Apunkt Schneider, Richard Wientze / BR 2004
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[Audio]-Infos Datum: 04.09.2009
Länge: 00:52:57
Größe: 36.40 MB
Katja Huber: Melonen - 28.08.2009
Abschied und Neubeginn, eine russische Familienidylle mit Hindernissen. "Julia wacht in Volgograd auf. Lena schnarcht. Anver wälzt sich im Bett. Noch klingelt kein Wecker. Es ist heiß. Großmutter flüstert: Melonen. Sag ihnen, dass du Melonen willst." / Mit Mira Partecke, Meriam Abbas, Stephan Zinner, Martin Butzke, Joche Striebeck u.a. / Komposition: iso 68 / Regie: Christiane Klenz / (BR 2004)
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[Audio]-Infos Datum: 28.08.2009
Länge: 00:54:51
Größe: 37.70 MB
Ulrich Gerhardt/Günther Heß: Übergang über die Beresina - 21.08.2009
Subjektives Porträt der deutschen Kriegsjahre 1941/42 als O-Ton-Collage aus 17 Schallplattenfolien des Amateur-Tontechnikers Jürgen Tradt, der als junger Soldat während des Fronturlaubs Tonaufnahmen herstellte. / Realisation: Ulrich Gerhardt / Günter Heß / BR 1993
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[Audio]-Infos Datum: 21.08.2009
Länge: 01:30:21
Größe: 82.72 MB
Kalle Laar: São Paulo Tracks - 14.08.2009
Das Projekt "Metropolis - portraits in sound and image of the major cities in the world" führte Kalle Laar gemeinsam mit dem Fotografen Michael Wesely im Frühjahr 2002 nach São Paulo. An ausgewählten Orten der 16-Millionen-Einwohner-Stadt stellten sie Stative für Kamera und Mikrofon auf. / Realisation: Kalle Laar / BR 2002
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[Audio]-Infos Datum: 14.08.2009
Länge: 00:23:55
Größe: 16.46 MB
Valeri Scherstjanoi: Heimkehrreime - 07.08.2009
Scherstjanoi will die Namen seiner Heimat (Prätlack, Nimmersatt, Pelludschen, Matzkutschen, Prosit, Tilsit) in den deutschen Wortschatz zurückholen. Heimgekehrt ist der Lautdichter Valeri Scherstjanoi ins nördliche Ostpreußen. Heimkehr und Kehrreim gehen in dieser Sendung eine poetische Verbindung ein. / Regie: Bernhard Jugel / BR 2004
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[Audio]-Infos Datum: 07.08.2009
Länge: 00:44:23
Größe: 30.51 MB
Tina Klopp: Mein Gelb ist dein Grün - 31.07.2009
Fünf Testpersonen haben die Aufgabe, ab sofort in ein anderes Leben zu schlüpfen. Sie kennen den anderen nicht. Sie bekommen nur eine Adresse, den Haustürschlüssel, ein paar wenige Daten und Handlungsanweisungen. Nur das Aufnahmegerät ist dabei. / Mit Georg Cadeggianini, Michael Weins, Hermann Bohlen u.a. / Realisation: Tina Klopp / BR 2008
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[Audio]-Infos Datum: 31.07.2009
Länge: 00:55:56
Größe: 38.44 MB
Françoise Cactus: Autobigophonie - 24.07.2009
Gut erfunden ist halb erlebt. Françoise Cactus erzählt, wie alles gewesen sein könnte: Dem Hörspiel liegt der comichaft absurde Text ihres gleichnamigen Buches zugrunde. Viele der über hundert kurzen Kapitel wurden in Songs umgewandelt. / Mit Françoise Cactus, Patrick Catani, Brezel Göring, Chris Immler, Felix Kubin, Beth Love, Gina d´Orio, Deborah Schamoni / Komposition: Brezel Göring / Regie/Realisation: Brezel Göring, Françoise Cactus / BR 2004
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[Audio]-Infos Datum: 24.07.2009
Länge: 00:59:29
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Britta Höper: Der König des westlichen Schwungs - 17.07.2009
Spade Cooley wurde Anfang der 1940er Jahre mit seinem Hit Shame on you zum Star. In den gut 35 Jahren seiner Karriere erlebte der selbsternannte King of Western Swing den Aufstieg und Fall auf besonders dramatische Weise. / Mit Peter Lohmeyer, April Hailer, Reiner Schöne, Frank Spilker, Laura Maire, Leoni Bassenge, Christian Friedel, Michael Habeck, Tim Seyfi, Wolfgang Pregler, Marion Breckwoldt, Hans Kremer, Fred Maire, Thorsten Nindel, Tommy Piper, Veronika Reichard, Undine Schmiedl, Anneke Schwabe, Kai Taschner, Irina Wanka, Stephan Zinner. / Radio Playboys: Ulrich Bassenge, Reinhard Bassenge, Jörn Bösel, Henning Eichler, Thomas Frömming, G-Rag, Ulrike Glinsböckel, Peter Holzapfel, Andre Huthmann / Komposition: Ulrich Bassenge / Regie: Leonhard Koppelmann / BR 2004 Spade Cooley wurde Anfang der 1940er Jahre mit seinem Hit Shame on you zum Star. In den gut 35 Jahren seiner Karriere erlebte der selbsternannte King of Western Swing den Aufstieg und Fall auf besonders dramatische Weise. In den Jahren des Ruhms strömten die Zuschauer in seine extravaganten Konzerte und seine eigene Fernsehshow erreichte 75% Marktanteil. Alkoholismus, Amphetamine und Paranoia führten zum Absturz und nach der Ermordung seiner Frau zu lebenslanger Haft. Britta Höpers Hörspiel ist Splattermovie, Melodram und Musical zugleich. Die Geschichte ist in einem mythischen Amerika angesiedelt, wissentlich schwankend zwischen Recherche, Nachdichtung und Klitterung. Die Protagonisten singen deutsch, sprechen deutsch und denken vermutlich deutsch. In freier Nachdichtung werden die großen Songs des Western Swing neu erfunden: Amphetamin Blues, Schäm Dich oder Leuchte Texas Mond lauten ihre Titel. Zur Sprache kommen die großen Themen Showgeschäft, Musik, Drogen, Spiel, Zeit, Prärie, Tod, Liebe, die auch die Themen großer Countrysongs sind. / Mit Peter Lohmeyer, April Hailer, Reiner Schöne, Frank Spilker, Laura Maire, Leoni Bassenge, Christian Friedel, Michael Habeck, Tim Seyfi, Wolfgang Pregler, Marion Breckwoldt, Hans Kremer, Fred Maire, Thorsten Nindel, Tommy Piper, Veronika Reichard, Undine Schmiedl, Anneke Schwabe, Kai Taschner, Irina Wanka, Stephan Zinner. / Radio Playboys: Ulrich Bassenge, Reinhard Bassenge, Jörn Bösel, Henning Eichler, Thomas Frömming, G-Rag, Ulrike Glinsböckel, Peter Holzapfel, Andre Huthmann / Komposition: Ulrich Bassenge / Regie: Leonhard Koppelmann / BR 2004
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[Audio]-Infos Datum: 17.07.2009
Länge: 01:20:00
Größe: 73.25 MB
Britta Höper: Kant und Laib - Warten für Anfänger (1-10) - 10.07.2009
Kant und Laib warten. Warum, wo und worauf ist nicht eindeutig zu klären. Klar ist lediglich, dass sie warten. Wie es sich anhört, wenn Zwei warten, während unklar bleibt, welche Position der eine im Warten des jeweils anderen einnimmt, wird in zehn Einzelszenen durchgespielt. / Mit Paul Herwig und Philipp Moog / Musikbearbeitung: Albert Pöschl / Regie: Annegret Arnold / BR 2005
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[Audio]-Infos Datum: 10.07.2009
Länge: 00:27:15
Größe: 18.75 MB
Scanner: Warhol's Surfaces - 03.07.2009
Die Komposition des Londoner Soundkünstlers Scanner nimmt Interviewmaterialien mit Andy Warhol aus den frühen 70er Jahren als Ausgangspunkt für einen Soundtrack. / Komposition: Robin Rimbaud (alias Scanner) / Realisation: Robin Rimbaud (alias Scanner), Barbara Schäfer / BR 2003
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[Audio]-Infos Datum: 03.07.2009
Länge: 01:00:17
Größe: 41.44 MB
Michael Farin: Der innere Turm - 26.06.2009
Dieses Hörspiel führt in die Welt vergangener Träume. Ein Kind, ein Fremder, ein Trunkener, ein Unbeteiligter setzen hypnotisch-magische Kindheitseindrücke frei. / Mit Alexandra Maetz, Tim Schlöder, Oliver Baierl, Alexej Sagerer / Regie: Bernhard Jugel / BR 1995
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[Audio]-Infos Datum: 26.06.2009
Länge: 00:29:06
Größe: 20.02 MB
Hendrik Lorenzen: Schaum - 19.06.2009
Obdachlose, Drogenabhängige und Bettler kommen zu Wort - aber nicht wie sonst: "Schaum" ist kein Sozialreport. Die Interviewten sprechen vielmehr über Politik und Philosophie, Geld und Stars, fremde Länder und ganz zentrale Dinge des Lebens. / Realisation: Hendrik Lorenzen / BR 1996
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[Audio]-Infos Datum: 19.06.2009
Länge: 00:22:31
Größe: 15.50 MB
Hendrik Lorenzen: Deutsch Südwest - 12.06.2009
Aus Berichten, Briefen und Tagebüchern von Missionaren, Farmersfrauen, Beamten und Soldaten aus der ehemaligen Kolonie Deutsch-Südwest Afrika entstand ein Hörspiel über den Beginn der Kolonisation. Deutsch-Namibier und deutschsprachige Namibier lesen die Textfragmente, kommentieren sie zuweilen, und der Autor zeichnet diese Konfrontation mit der Geschichte auf. / Komposition und Realisation: Hendrik Lorenzen / (BR 1998)
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[Audio]-Infos Datum: 12.06.2009
Länge: 01:07:47
Größe: 46.59 MB
Franz Kafka: In der Strafkolonie - 05.06.2009
Kafkas Erzählung entstand im Oktober 1914 unter dem Eindruck des beginnenden Ersten Weltkriegs und ging 1919 in Druck. Ein Forschungsreisender erhält die Einladung, an einer öffentlichen Exekution teilzunehmen, um einen Einblick in das Rechtssystem der Strafkolonie zu erhalten, die auf einer weit entfernten Insel gelegen ist. / Mit Peter Simonischek / Regie: Ulrich Gerhardt / BR 2007
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[Audio]-Infos Datum: 05.06.2009
Länge: 01:13:06
Größe: 50.23 MB
Carlfriedrich Claus/Ernst Horn/Bernhard Jugel: Basale Sprech-Operationsräume (Remix) - 29.05.2009
Ein Remix ist die erneute Abmischung einer bereits veröffentlichten Aufnahme. Ursprünglich von DJs entwickelt, um die Tanzqualitäten von Hits herausarbeiten bzw. zu verstärken, ist der Remix inzwischen ein eigenes künstlerisches Ausdrucksmittel zur Dekonstruktion und Rekonstruktion bereits vorhandenen akustischen Materials. Bei 'Basale Sprech-Operationsräume (Remix)' werden Arbeitsweisen der Popmusik auf ein experimentelles Hörspiel angewandt. Ausschnitte aus den Lautprozessen von Carlfriedrich Claus werden in Samples und Loops umgewandelt und so zum Ausgangspunkt musikalischer Prozesse, die aber immer vom Klangcharakter der Originalaufnahmen geprägt sind. Mund- und Klopfgeräusche werden rhythmisiert, transponiert, übereinandergeschichtet, verlängert, gestaucht. Aus einem realen Klangkontinuum wird ein virtuelles, aus Geräuschen entstehen Melodien, Lautpoesie mutiert zu Musik. So wird der Remix hier zum Mittel der Grenzüberschreitung zwischen akustischem Experiment und musikalischer Alltagserfahrung. / Komposition: Ernst Horn / Realisation: Bernhard Jugel/Ernst Horn / BR 1997
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[Audio]-Infos Datum: 29.05.2009
Länge: 00:18:16
Größe: 16.73 MB
Stefan Weigl: Marienplatz - 22.05.2009
Einmal Löwe, immer Löwe. Der Kioskpächter Rudi Aumiller, der am Münchner Marienplatz Fanartikel seines Lieblingsvereins verkaufte, hat sich vor wenigen Tagen umgebracht. Ehefrau Wally macht Inventur, eine Warenbestands-Inventur, die zur Lebens-Inventur wird. Zwischen Grillschürzen, Liga-Wimpeln und Retro-Schals rekapituliert die Witwe die wichtigsten Momente eines Ehelebens mit einem eingefleischten 'Sechzger'. / Regie: Renate Pittroff / BR 2006
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[Audio]-Infos Datum: 22.05.2009
Länge: 00:34:32
Größe: 23.76 MB
Wolfgang Müller: Séance Vocibus Avium - 15.05.2009
Wolfgang Müller analysiert die Sprache der Wissenschaftler, Entdecker und Forscher, die den Vogel und seine Umgebung begreifbar und anschaulich machen wollten und wollen. In einer Sprachséance werden Bilder von neuen, nie zuvor gesehenen Vögeln in fremden und vertrauten Biotopen kreiert. Die Vogelstimmen werden gestaltet durch Justus Köhnke, Annette Humpe, Frederik Schikowski, Frieder Butzmann, Hartmut Andryczuk, Max Müller, Nicholas Bussmann, Wolfgang Müller, Françoise Cactus, Brezel Göring, Khan, Namosh und Kristbjörg Kjeld. Dafür lösen sie ihre Identität als Musiker und Künstler auf und verwandeln sich in einen bestimmten, ausgestorbenen Vogel, den sie nun durch dessen Gesang verkörpern. Das Resultat ist weder Musik noch Klangkunst sondern bisher nie gehörte Lautpoesie. / Mit Claudia Urbschat-Mingues / Regie: Wolfgang Müller / BR 2008
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[Audio]-Infos Datum: 15.05.2009
Länge: 00:54:45
Größe: 37.64 MB
Limpe Fuchs: Pferd solo - 08.05.2009
Zwei Personen. Schritte auf Holz. Grillen. Entferntes Kindergeschrei. Holzknirschen. Dann: Gleichmäßige Ruderschläge, Sommer, Kahnfahren. Wer sind die beiden Menschen? Der eine bleibt aktiv am Rudern, der andere lässt angestaute Erlebnisse herausströmen. / Mit Alexej Sagerer / Realisation: Limpe Fuchs/Bernhard Jugel / BR 1992
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[Audio]-Infos Datum: 08.05.2009
Länge: 00:19:12
Größe: 13.22 MB
Limpe Fuchs: Caccia - 01.05.2009
Ein Picknick am Waldrand: Leute reden, essen, trinken. Im Wald: Stille, Vögel, Bach. Dann die Veränderung: Die Leute setzen sich in Bewegung. Mit Gewehren, Hunden. Rufe im Wald. Eine Hetzjagd beginnt. / Realisation: Limpe Fuchs / BR 1991
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[Audio]-Infos Datum: 01.05.2009
Länge: 00:22:12
Größe: 15.29 MB
Sascha Dickel: Bio-Nostalgie - 24.04.2009
Im Jahr 2072 hat die Menschheit ihre lästigen Körper zurückgelassen und existiert nur noch in Form von Datenströmen im Netz. Jeder kann jederzeit kopiert und überwacht werden, und reich ist, wer viel Speicherplatz besitzt. Der Science-Fiction-Monolog ist das Siegerstück im internationalen Autorenwettbewerb "what if", den der Bayerische Rundfunk und telepolis.de anlässlich des Informatikjahrs 2006 ausgeschrieben hatten. / Mit Stephan Bissmeier, Paul Herwig / Komposition: Jakob Diehl / Regie: Katja Langenbach / BR 2007
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[Audio]-Infos Datum: 24.04.2009
Länge: 00:41:32
Größe: 28.56 MB
Mathias Greffrath: Windows oder: Müssen wir uns Bill Gates als einen glücklichen Menschen vorstellen - 17.04.2009
Bill Gates steht im Mittelpunkt des Hörspielmonologs. Der Begründer von Microsoft stellt ein faszinierendes, aber auch irritierendes und beunruhigendes Phänomen unseres kapitalistischen Zeitalters dar. / Mit Tobias Lelle / Komposition: Martina Eisenreich / Regie: Bernadette Sonnenbichler / BR 2005 In Verwertung einiger biographischer Fakten wagt ein Schauspieler einen fiktiven Blick in das prozessorenhafte Denken eines Weltenschöpfers. Mathias Greffraths Monolog, der ursprünglich als Theatertext entstanden ist, folgt keiner linear narrativen Erzählweise, sondern besteht aus ineinander verschiebbaren, beweglichen Textbausteinen, die die dauernde gedankliche Vernetzung und Neu-Ordnung des Inputs und Outputs eines multitasking-fähigen Gehirns formal widerspiegeln. / Komposition: Martina Eisenreich / Regie: Bernadette Sonnenbichler / BR 2005
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[Audio]-Infos Datum: 17.04.2009
Länge: 00:54:45
Größe: 37.64 MB
Katja Huber: Hechtzeit - 10.04.2009
Lena und Julia, deutsche Austauschstudentinnen, flirten auf einer Geburtstagsparty mit russischen Jungs, die wie James Dean oder Zirkusdirektoren aussehen und Julia und Lena als Zeichen der Zuneigung einen riesigen Hecht schenken. / (Mit Mira Bartuschek, Melanie von Sass, Helga Fellerer, Maximilian Brückner, Tobias Vandieken / Komposition: iso68 / Regie: Christiane Klenz / BR 2002
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[Audio]-Infos Datum: 10.04.2009
Länge: 00:21:45
Größe: 14.98 MB
Ulrike Draesner: beziehungsmaschine - 03.04.2009
Eine Frau, in ihrem Zimmer, am Boden. Ihr Partner hat sich gerade von ihr getrennt. Das allmählich dunkel werdende Zimmer ist leer, bis auf einen leuchtenden roten Punkt: die beziehungsmaschine. / Mit Judith Hofmann, Kornelia Boje, Christoph Lindert / Regie: Bernhard Jugel / BR 1998
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[Audio]-Infos Datum: 03.04.2009
Länge: 00:15:19
Größe: 10.55 MB
Robert Hültner: Hexenjagd (ARD Radio Tatort) - 30.03.2009
In Bruck am Inn wird die 17-jährige Janina tot aufgefunden. Die Ermittlungen führen die Ortspolizisten Rudi Egger und Senta Pollinger in die dunkle Vergangenheit ihrer kleinen Stadt. Mit Brigitte Hobmeier, Florian Karlheim, Gisela Schneeberger, Eisi Gulp, Jörg Hube u.a. / Komposition: zeitblom / Regie: Ulrich Lampen / BR 2009
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[Audio]-Infos Datum: 30.03.2009
Länge: 00:54:10
Größe: 37.23 MB
Monika Weiß: Rising Sound - 27.03.2009
Rising Sound ist der Versuch, den Hörer diese Abschirmung erfahren zu lassen, um ihn in die Dichte Japans, insbesondere Tokios zu entführen: in die Menschenmassen, den Wohlstand, die Religion. All dies im sozialen Gefüge allgegenwärtig und niemals in Frage gestellt. Es ist der Versuch, das Aufeinandertreffen von Kulturen hörbar zu machen: das reibungslose Miteinander japanischer Tradition mit westlicher Moderne (so wie die Japaner sie verinnerlichen) sowie das Aufeinanderprallen der japanischen Einheit mit uns, die wir die westliche Moderne, der Westen sind. / Mit Udo Wachtveitl / Realisation: Monika Weiß / BR 1994
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[Audio]-Infos Datum: 27.03.2009
Länge: 00:31:54
Größe: 21.95 MB
Robert Hültner: Irmis Ehre (ARD Radio Tatort) - 20.03.2009
Am Flussufer der Kleinstadt Bruck am Inn liegt eine Leiche, die niemand zu kennen scheint, und die frisch verheiratete Irmi hat Alpträume... Mit Brigitte Hobmeier, Florian Karlheim, Gisela Schneeberger, Eisi Gulp, Jörg Hube u.a. / Komposition: zeitblom / Regie: Ulrich Lampen / BR 2008
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[Audio]-Infos Datum: 20.03.2009
Länge: 00:54:19
Größe: 37.33 MB
Thomas Meinecke/Move D: übersetzungen/translations - 13.03.2009
Thomas Meinecke buchstabierte, beziehungsweise sang das deutsche und englische Alphabet in allen zwölf Tönen der Tonleiter ein. Dieses Material wurde zu Wörtern zusammengesetzt. Ansatzpunkt der Produktion war der Wunsch, eine Arbeit zu erstellen, bei der nicht zuerst (und damit letzten Endes übergeordnet) ein Text existiert, sondern die eher abstrakte, serielle Narrativität der Musik als gleichberechtigt, eigentlich sogar tonangebend erscheint. Ausgezeichnet mit dem Karl-Sczuka-Preis 2008 für Hörspiel als Radiokunst. / Komposition/Realisation: Thomas Meinecke, Move D / BR 2007
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[Audio]-Infos Datum: 13.03.2009
Länge: 00:52:18
Größe: 35.96 MB
Raymond Federman: The voice in the closet - Englische Autorenlesung - 06.03.2009
"Mein Leben begann in einem Schrank!" So umschreibt Federman das zentrale Ereignis seines Lebens: Versteckt in einem Schrank entkommt er 1942 in Paris der drohenden Deportation. Doch es ist nicht eine Stimme, die in diesem Schrank spricht, es sind mehrere, einander ergänzende, sich widersprechende Stimmen, - es ist der Autor Raymond Federman, der die Geschichte seines Lebens sucht, umkreist und immer wieder neu erzählt. / BR 1990
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[Audio]-Infos Datum: 06.03.2009
Länge: 00:31:30
Größe: 21.67 MB
Dolores: Prima Leben Und Sparen - 27.02.2009
PLUS für Prima Leben Und Sparen: was Dolores vorschwebt ist ein Jet-Set-Dasein auf, notfalls, niedrigem Niveau. 'Dolores' ist ein gemeinsames Projekt der Brüder Robert und Ronald Lippok mit Andreas Neumeister. / Mit Evelyn Höhne, Andreas Neumeister, Computerstimme Victoria / Ton: Bernd Jestram, Bo Kondren / Komposition: Ronald und Robert Lippok / Realisation: Andreas Neumeister, Ronald Lippok, Robert Lippok / BR 1998
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[Audio]-Infos Datum: 27.02.2009
Länge: 00:34:15
Größe: 23.56 MB
Sigrid Hauff: Die Familien Friedlaender und Ruest im französischen Exil - 20.02.2009
Eine Dokumentation zur Hörspiel-Trilogie 'Maßnahmen des Verschwindens' - Das Exil veränderte die Existenz der miteinander verwandten Intellektuellen-Familien Friedlaender und Ruest radikal. Die Leiden der Emigrantenkinder, die aus ihrer natürlichen Entwicklung herausgerissen und 1941 in Frankreich interniert wurden, sind unvorstellbar und kaum bekannt.
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[Audio]-Infos Datum: 20.02.2009
Länge: 01:12:35
Größe: 49.88 MB
Hartmut Geerken: stöße gürs (Maßnahmen des Verschwindens: Eine Exiltrilogie) - 06.02.2009
Nach Aufzeichnungen des Zivilinternierten Heinz-Ludwig Friedlaender. Stöße von Postkarten und Briefen von Friedlaender, der 1939-1945 in mehr als 14 französischen Lagern interniert war, u.a. im berüchtigten Gurs. Dazu: Tonbandaufnahmen des Autors mit dem 73-jährigen Friedlaender aus dem Jahr 1986. Das Hörspiel vermittelt einerseits die Situation, in der sich deutsche Emigranten aus dem Dritten Reich in französischen Lagern befanden: in einem unentschiedenen Schwebezustand zwischen 'Schutzbefohlenen' und 'Kriegsgefangenen'. Andererseits wirft das Hörspiel aber auch ein Licht auf eine bis heute noch nicht geschriebene Geschichte der Kinder von deutschen Emigranten: Traumata eines von vornherein zum Scheitern verurteilten Lebens. / Mit Heinz-Ludwig Friedlaender (Zivilinternierter), Lorenz Meyboden (Zwischentexte) / Realisation: Hartmut Geerken / BR 1991
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[Audio]-Infos Datum: 06.02.2009
Länge: 01:07:29
Größe: 46.37 MB
Vorläufig definitiv? Die Macher des Radioexperiments "M.o.E. Remix" im Gespräch - 30.01.2009
Werkstattgespräch über "Der Mann ohne Eigenschaften. Remix" - "Vorläufig definitiv" ist eine Formulierung, die der Autor Robert Musil einer seiner Figuren im Roman Der Mann ohne Eigenschaften in den Mund legte. "Vorläufig definitiv" - so könnte auch die Arbeitsweise von Musil bezeichnet werden, die vom Prinzip Entwurf/Gegenentwurf gekennzeichnet war. Der Roman ist ein Klassiker der Moderne, aber auch Fragment. Der textkritisch digitalisierte literarische Nachlass Musils, die veröffentlichten Romanteile und Gespräche mit Musil-Forschern und Künstlern waren die Basis für das Projekt Der Mann ohne Eigenschaften. Remix, das als Audio- und Print-Version veröffentlicht und in Bayern2Radio urgesendet wurde. Die Komplexität und Dimension des Projekts erforderte eine intensive Zusammenarbeit und einen Diskussionsprozess der beteiligten Macher, der sich über den gesamten Zeitraum der Planung und Realisierung erstreckte. Vom Schreibexperiment zum Radioexperiment: Im Spannungsfeld zwischen Forschung und Kunst sollte eine Produktion entstehen mit dem Anspruch, erstmals auf wissenschaftlicher Grundlage Musils Schreibexperiment in seiner gesamten Dimension künstlerisch darzustellen. Zum Abschluss des Projekts stellen sich die Fragen: Vorläufig definitiv? Wurde die Produktion ihrem Anspruch gerecht? Kann Textkritik und Radiokunst in Einklang gebracht werden? Welche Bedeutung hat der Remix für die Musil-Rezeption? / Gesprächsteilnehmer: Katarina Agathos, Klaus Buhlert, Karl Corino, Walter Fanta, Herbert Kapfer / Moderation: Christoph Lindenmeyer / BR 2004
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[Audio]-Infos Datum: 30.01.2009
Länge: 00:56:23
Größe: 38.76 MB
Klaus Ramm: "das beginnt irgendwo hat kein ziel verläuft sich zieht kreise will nirgendwo ankommen & endet an einem beliebigen punkt" - 16.01.2009
"das beginnt irgendwo hat kein ziel verläuft sich zieht kreise will nirgendwo ankommen & endet an einem beliebigen punkt" - Hartmut Geerkens Wege in die Radiokunst und sein Verschwinden darin - Ein Radioessay - Anhand charakteristischer Produktionen und mit vielen Ausschnitten und Zitaten erläutert Klaus Ramm Konzepte und Arbeitsweisen des Hörspielmachers Geerken, insbesondere seine Neigung, als Person hinter dem akustischen Material und den zu dessen Organisation entworfenen Regeln zurückzutreten. / Mit Klaus Ramm, Hartmut Geerken / BR 1999
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[Audio]-Infos Datum: 16.01.2009
Länge: 00:58:59
Größe: 40.55 MB
Katharina Teichgräber: Über die Notwendigkeit, sich im Bett umzudrehen - 02.01.2009
Gespräch mit Alexander Kluge über einen ungedrehten Film zu Robert Musils "Der Mann ohne Eigenschaften" - Als heutiges Filmprojekt also eine Herausforderung! Und im Büro des Produzenten fällt natürlich sofort der Satz, Kino müsse Geschichten erzählen ... Dieser Ulrich! ... "hat keine Eigenschaften, und eine Handlung gibt es auch nicht, der Film hat keinen Anfang, kein Ende und einen Mittelteil schon gar nicht!" Der Glaube an den Erfolg läßt sich durch solche Argumente nicht erschüttern. / Mit Katarina Teichgräber, Alexander Kluge, Marianna Kiss, Stefan Gabanyi, Sophia Bieräugel / Realisation: Katharina Teichgräber / BR 2004
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[Audio]-Infos Datum: 02.01.2009
Länge: 00:58:00
Größe: 39.87 MB
Bernadette Sonnenbichler: Weltberühmt und ungelesen - Robert Musils Mann ohne Eigenschaften - 26.12.2008
Gespräche über Robert Musils "Der Mann ohne Eigenschaften" - Umfangreicher als die Bibel und dennoch Fragment geblieben, ziert das Buch unzählige Bücherregale nicht nur im deutschsprachigen Raum. Zur Hand genommen wird es jedoch wenig. Nur selten finden sich unerschrockene, eifrig-disziplinierte Leser, die Musil und seiner Hauptfigur Ulrich von der ersten bis zur letzten Seite - über zahllose essayistische Exkurse hinweg - folgen. / Mit Bernadette Sonnenbichler, Detlef Kügow / Realisation: Bernadette Sonnenbichler / BR 2004
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[Audio]-Infos Datum: 26.12.2008
Länge: 00:52:38
Größe: 36.18 MB
Thomas Kretschmer: Vom Romanfragment zum Remix - 12.12.2008
Werkstattbericht zu Robert Musils "Der Mann ohne Eigenschaften" / (BR 2004)
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[Audio]-Infos Datum: 12.12.2008
Länge: 00:58:28
Größe: 40.19 MB
Thomas Kretschmer: Ein Kraftfeld von Ideen und Ereignissen - 21.11.2008
Stimmen zu Robert Musils "Der Mann ohne Eigenschaften" - Musils Roman ist unter anderem bekannt durch seine Darstellung der Doppelmonarchie kurz vor dem Ersten Weltkrieg und beliebt wegen der Fülle von zitierfähigen Aphorismen. Gleichzeitig ist sein Platz im Kanon der Weltliteratur gerade wegen des fragmentarischen Charakters umstritten. Thomas Kretschmer hat in Gesprächen mit Literaturwissenschaftlern und Autoren Stimmen und Statements gesammelt, die sich mit der Ideenwelt von Musil auseinandersetzen. / Mit Thomas Kretschmer, Axel Wostry / Realisation: Thomas Kretschmer / BR 2004
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[Audio]-Infos Datum: 21.11.2008
Länge: 00:57:58
Größe: 39.85 MB
Walter Fanta: Musils M.o.E. als Thriller - 31.10.2008
Drehbuch-Lesung - Es wurde behauptet, Robert Musils Mann ohne Eigenschaften wäre kein echter Roman, er habe keine Geschichte. Die vorliegende Bearbeitung tritt den Gegenbeweis an. Sie stellt die spielfilmreife Handlung heraus, die der Roman trotz seines Essayismus erzählt. Das Romangeschehen von 1913-14 ist in die Gegenwart verpflanzt,"Kakanien" konsequent durch "Europa" ersetzt. Die Verwicklungen um eine - wirkliche oder eingebildete - europäische Identität rücken in die Mitte. / Mit Thomas Albus, Thorsten Nindel, Mogens von Gadow, Tim Seyfi, Trystan Pütter, Sebastian König, Barbara Novotny, Franziska Werner, Daniela Keckeis / Bearbeitung: Walter Fanta/Bernadette Sonnenbichler / Regie: Bernadette Sonnenbichler / BR 2004
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[Audio]-Infos Datum: 31.10.2008
Länge: 00:58:12
Größe: 40.01 MB
Walter Fanta: "Wenn ich auch mit dem Mann ohne Eigenschaften noch lange nicht fertig bin..." - 12.09.2008
Robert Musil und sein unvollendeter Roman - Die Manuskripte Musils eröffnen spannende Einblicke in eine Werkstätte des Schreibens. Es handelt sich um den in der Geschichte der Literatur wohl einmaligen, schier unglaublichen Fall, dass ein Autor ein Vierteljahrhundert nichts anderes tut als an einem einzigen Buch, der Enzyklopädie seiner Zeit, zu schreiben. Einmalig auch der Versuch, etwas, das sich normalerweise nur dem Auge des philologisch geschulten Betrachters erschließt, Hörern zugänglich zu machen. Wie aus der Realität Fiktion entsteht und wie der Autor grobe Handlungsentwürfe in zahlreichen Umformungsstufen zu ironisch und mythisch verdichteter reflexiver literarischer Prosa verwandelt, dies wird in der Tat hörbar gemacht. / Realisation: Annegret Arnold / (BR 2004)
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[Audio]-Infos Datum: 12.09.2008
Länge: 00:52:38
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Karl Corino: Schürflizenz für ins Grab mitgenommene Geheimnisse - 05.09.2008
Die Recherchen zur Biographie Robert Musils - Ein Biograph darf prinzipiell kein Erkenntnismittel verschmähen, selbst die Kriminalistik darf nicht zu kurz kommen. Die Quarzlampe kann die schwarzen Balken familiärer Zensur in bestimmten heiklen Dokumenten sichtbar machen, und wo Wissenschaft und Technik versagen, muss unter Umständen der Zufall weiterhelfen, der in Witwenmäntel eingenähte Manuskripte plötzlich wieder ans Tageslicht befördert. / Begleitsendung zu "Der Mann ohne Eigenschaften. Remix" / Realisation: Karl Corino / BR 2004
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[Audio]-Infos Datum: 05.09.2008
Länge: 00:58:37
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Thomas Meinecke: Texas Bohemia (3/3) - 29.08.2008
Texas Bohemia ist eine Hörspiel-Collage aus äußerst raren sprachlichen sowie musikalischen (sehr soulvollen, zumeist texas-böhmischen) Originaltönen, welche ich im heutigen Texas (März und April 1992) aufgezeichnet habe. Die über ihre Herkunft und ihren Alltag - mal im holsteinischen, mal im pfälzischen Idiom - sprechenden Texaner heißen Harold und Meta Pahl, Marge Mueller, Joseph Emanuel Knutzen und Ronny Sachs, Harvey Meiners und Edgar Heinsohn, sind im Alter zwischen 41 und 82 Jahren und verständigen sich täglich im sogenannten Texas-Deutschen. / Realisation: Thomas Meinecke / BR 1993
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[Audio]-Infos Datum: 29.08.2008
Länge: 00:20:21
Größe: 14.02 MB
Thomas Meinecke: Texas Bohemia (2/3) - 22.08.2008
Texas Bohemia ist eine Hörspiel-Collage aus äußerst raren sprachlichen sowie musikalischen (sehr soulvollen, zumeist texas-böhmischen) Originaltönen, welche ich im heutigen Texas (März und April 1992) aufgezeichnet habe. Die über ihre Herkunft und ihren Alltag - mal im holsteinischen, mal im pfälzischen Idiom - sprechenden Texaner heißen Harold und Meta Pahl, Marge Mueller, Joseph Emanuel Knutzen und Ronny Sachs, Harvey Meiners und Edgar Heinsohn, sind im Alter zwischen 41 und 82 Jahren und verständigen sich täglich im sogenannten Texas-Deutschen. / Realisation: Thomas Meinecke / BR 1993
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[Audio]-Infos Datum: 22.08.2008
Länge: 00:20:30
Größe: 14.12 MB
Thomas Meinecke: Texas Bohemia (1/3) - 15.08.2008
Texas Bohemia ist eine Hörspiel-Collage aus äußerst raren sprachlichen sowie musikalischen (sehr soulvollen, zumeist texas-böhmischen) Originaltönen, welche ich im heutigen Texas (März und April 1992) aufgezeichnet habe. Die über ihre Herkunft und ihren Alltag - mal im holsteinischen, mal im pfälzischen Idiom - sprechenden Texaner heißen Harold und Meta Pahl, Marge Mueller, Joseph Emanuel Knutzen und Ronny Sachs, Harvey Meiners und Edgar Heinsohn, sind im Alter zwischen 41 und 82 Jahren und verständigen sich täglich im sogenannten Texas-Deutschen. / Realisation: Thomas Meinecke / BR 1993
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[Audio]-Infos Datum: 15.08.2008
Länge: 00:20:25
Größe: 14.06 MB
Thomas von Steinaecker: Meine Tonbänder sind mein Widerstand - 08.08.2008
Aufnahme, Rückspultaste, Wiedergabe. Klaus Hofer ist einer, der sein Bandgerät immer dabei hat, der die Gegenwart mitschneidet und in die Vergangenheit zurückspult um herauszufinden, ob ihm etwas entgangen ist, ob er vielleicht etwas überhört hat - und wie alles in Wirklichkeit war: ein besessener Einzelgänger, für den es keine Grenze gibt zwischen Leben und Hörspiel. Das fiktive Feature feiert die Entdeckung des unbekannten Hörspiel-Pioniers Klaus Hofer, mit Ausschnitten aus seinen Hörstücken, dem Tontagebuch und seinem "Klanglexikon der Gefühle", Werke, die Hofer zu einer der großen Entdeckungen in der Geschichte des deutschen Hörspiels machen. / Mit Oliver Stritzel, Philipp Grimm, Christiane Rossbach, Wolfgang Pregler, Oliver Mallison, Hans Kremer, Peter Veit / Komposition: Samuel Schaab / Regie: Bernadette Sonnenbichler / BR 2007
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[Audio]-Infos Datum: 08.08.2008
Länge: 00:58:34
Größe: 40.26 MB
Hartmut Geerken: südwärts, südwärts (Maßnahmen des Verschwindens: Eine Exiltrilogie) - 01.08.2008
Hörspiel nach einer dokumentarischen Niederschrift von Anselm Ruest: Der deutsche Autor und Philosoph wird 1940 in Frankreich zusammen mit vielen anderen Leidensgenossen in einem Güterzug 'südwärts' deportiert. Seinem äußerst detaillierten Augenzeugen-Bericht nähert sich Hörspielmacher Hartmut Geerken mit fünfzig Jahren Abstand. / Sprecher: Peter Fricke / Realisation: Hartmut Geerken/Herbert Kapfer / BR 1989
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[Audio]-Infos Datum: 01.08.2008
Länge: 00:47:53
Größe: 32.92 MB
Michael Farin / Katrin Seybold: Lisa Fittko, Chicago 2000 - 25.07.2008
Lisa Fittko hat Walter Benjamin über die Pyrenäen geführt und später - unter Einsatz ihres Lebens - gemeinsam mit ihrem Mann, weit mehr als hundert anderen Verfolgten die Flucht vor den Nazis ermöglicht. Denn nachdem die Vichy-Regierung mit dem NS-Regime einen Auslieferungsvertrag für alle Emigranten geschlossen hatte, war Südfrankreich zur Menschenfalle geworden. Um wenigstens einige Intellektuelle und Künstler zu retten, hatten in die USA geflohene deutsche Sozialisten das 'Emergency Rescue Committee' gegründet. Über einen alten Schmugglerpfad schleusten sie Schriftsteller, Nazigegner, Reichstagsabgeordnete, Ärzte und viele andere nach Portbou, Spanien. Ende 1941 wird Lisa und Hans Fittko der Aufenthalt in der Grenzregion untersagt. Ihre Flucht nach Kuba gelingt, später sogar, allerdings erst 1948, die Einreise in die USA, nach Chicago. Im Jahre 2000 hat sich Lisa Fittko vor der Filmkamera in einem mehrstündigen Interview noch einmal schlaglichtartig all dessen erinnert. In dieser daraus eigens für das Radio produzierten O-Ton-Collage erzählt sie uneitel, anschaulich und bisweilen mit einem dem Leid abgetrotzten Humor von dem, was sie für das 'Selbstverständliche' hält: gegen die Nazi-Barbarei Widerstand zu leisten und Menschen zu retten. Auf dem Denkmal für die 'unbesungenen Helden' Hans und Lisa Fittko in Banyuls steht denn auch noch heute: "Es war das Selbstverständliche." Am 11. März 2005 ist Lisa Fittko in Chicago gestorben. / Interviews: Katrin Seybold/Catherine Stodolsky / Musik: Zeitblom / Realisation: Michael Farin / BR 2006
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[Audio]-Infos Datum: 25.07.2008
Länge: 00:54:42
Größe: 37.61 MB
Michaela Melián: Föhrenwald (engl. Version) - 17.07.2008
Adolf-Hitler-Platz, Independence Place, Kolping-Platz: The Föhrenwald Settlement is a crucible of german history in the war and post war periods. / Die wechselvolle Geschichte der 1937 gebauten Mustersiedlung Föhrenwald. / Übersetzerin/translator: Jacqueline Todd / Komponisten/composer: Michaela Melián und/and Carl Oesterhelt / Stimmen/voices: Julian Doepp, Sabine Gietzelt, Christina Hänsel, Jenny Holdaway, Jamie Knight, Thomas Meinecke, Stefan Merki, Barbara Schäfer, Florian Schairer, Moritz Vinken / Realisation: Michaela Melián / BR/kunstraum muenchen 2005
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[Audio]-Infos Datum: 17.07.2008
Länge: 00:59:59
Größe: 41.23 MB
Kathrin Röggla: ein anmaßungskatalog für herrn fichte - 11.07.2008
Nicht nur Fichtes Radioproduktionen basieren auf seinen spannend geführten Tonband-Interviews. Seine aus Gesprächen entstandenen Romane zeichnen ihn als Wegbereiter für die Anerkennung des Interviews als literarischer Form aus. Zum 20. Todestag von Hubert Fichte (1935-1986) produzierte der BR 2006 einen Essay von Kathrin Röggla. Darin setzt sich die österreichische Schriftstellerin mit Fichtes Einfluss auf ihr eigenes Schreiben und seinen literarischen Methoden auseinander. Der ursprünglich für das BR-Nachtstudio entstandene Text ist hier als Hörspiel realisiert. / Mit Stefan Merki / Regie: Barbara Schäfer / BR 2006
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[Audio]-Infos Datum: 11.07.2008
Länge: 00:34:52
Größe: 23.99 MB
Michael Lentz: Exit - 27.06.2008
Das Hörspiel als Erinnerungs- und Vergegenwärtigungsmaschine. Konrad Kellen erzählt. Ununterbrochen. Nach langem Erzählen der bemerkenswerte Satz: "Aber was könnte ich Ihnen denn erzählen?" Auslöser ist ein Besuch bei Konrad Katzenellenbogen (geb. 1913), der seit vielen Jahrzehnten unter dem Namen Konrad Kellen in Amerika (Pacific Palisades) lebt. 1933 ist Kellen aus Deutschland emigriert, 1935 gelangte er nach New York. Von 1941 bis 1943 war Kellen Privatsekretär von Thomas Mann. In dieser Zeit schrieb er u. a. das Manuskript von Joseph der Ernährer mit der Schreibmaschine ab und war für Thomas Mann osmotischer Gesprächspartner. Bis auf einen kurzen Besuch vor Jahrzehnten ist Kellen nicht mehr in Deutschland gewesen. Immer wieder die Frage "Was macht Deutschland?" Was sagt man da? / Mit Michael Lentz und Konrad Kellen / BR 2005
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[Audio]-Infos Datum: 27.06.2008
Länge: 00:54:17
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Eran Schaerf: Die Stimme des Hörers - 13.06.2008
"Hier ist die Stimme des Hörers, ein von einem automatisierten Moderator betriebener Rundfunksender für Höreranrufe." Eran Schaerfs Auseinandersetzung mit dem Radio fordert die Reflexion der eigenen Hörgewohnheiten heraus. In Eran Schaerfs Vision eines autonomen, computergesteuerten Talkradio-Senders, dessen Programm ausschließlich durch Höreranrufe bestimmt wird, ist nur eine Stimme zu hören. Ein automatischer Moderator erklärt die Funktionsweise des Programms und der zugrundeliegenden Software, wird zum Sprachrohr für Fehlermeldungen, Höreranrufe und Fremdprogramme. Die Unterscheidbarkeit von authentischem und fiktivem Material ist nicht mehr gegeben - Irritationen beim Hörer sind einkalkuliert. Zugleich schärft das Stück nachhaltig die Aufmerksamkeit für die allgegenwärtige mediale Inszenierung von Öffentlichkeit. / Mit Peter Veit / Regie: Eran Schaerf / BR/ZKM/intermedium2 2002
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[Audio]-Infos Datum: 13.06.2008
Länge: 00:40:27
Größe: 27.82 MB
Lauchstaedt/Meinecke/Palzer: Das jüngste Gericht - Hercule Perrier hat nie gelebt - 30.05.2008
Eine authentische Diskussion in volkstümlicher Reproduktion. Drei Personen, Berg Lauchstaedt, Thomas Meinecke und Thomas Palzer, unterhalten sich über den Sinn des Schreibens. Worüber soll aufgeklärt werden? Wozu und womit? Welche Rolle spielt dabei Peter Ustinov? Und wer spielt Versuchsperson eins? Eine Hausfrau? Wem hat Thomas Bernhard die Unterhose angezündet? Dem Bürgermeister von Wien? Agatha Christie? - Eine authentische Diskussion in volkstümlicher Reproduktion. / Von und mit Berg Lauchstaedt, Thomas Meinecke, Thomas Palzer / BR 1989
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[Audio]-Infos Datum: 30.05.2008
Länge: 00:24:52
Größe: 17.11 MB
Maria Volk: eschen junge zwei - 16.05.2008
Trotz abwechselnder gegenseitiger Ermahnungen hören Amy und Jorge nicht auf zu reden, und so versäumen sie den Schlaf ... Auch bei Amy geht die Herzspange auf. Liebe: Das hohe Lied. Ohne dass sie es bemerken, überkreuzen sich die beiden Geschichten an einem Band, an dessen Ende die Freiheit festgebunden ist. Das Band ist danach fest zwischen ihnen verspannt ... / Komposition: Ulrich Bassenge / Regie: Herbert Kapfer / BR 1990
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[Audio]-Infos Datum: 16.05.2008
Länge: 00:17:01
Größe: 11.73 MB
Andreas Ammer: Kaiser Wilhelm Overdrive - Original-Sound-Fragmente vom deutschen Weltkrieg 1914 - 02.05.2008
Der Kaiser Wilhelm Overdrive verarbeitet nur wirklich echte Töne, die fast ein Jahrhundert lang gespeichert wurden. - Krieg ist Klang, bis Hirne nichts als SOUND sind. Kammersänger Caruso und Kaiser Wilhelm schreien Schalltrichter an, damit ihre Befehle leben für alle Zeiten. Grammophone halten Wacht am Rhein. Das Rauschen der Apparate programmiert den nationalen Rausch. Für die Klang-Speicher werden Schlachten in Echtzeit simuliert. Niemand wird nachher sagen können, er habe nichts gehört. Und das Medium ist das Messer im Ohr der Massen - "HURRAH!" DEUTSCHLAND ECHTZEIT, Klangverarbeitung: Modernste Technologien tanzen in Vielspur auf dem Weltkrieg herum: Der Kaiser Wilhelm Overdrive koppelt sich in den akustischen Cyberspace zurück. Simultanhistorie. Phonographenphantasie. Soundstrukturalismus. / BR 1991
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[Audio]-Infos Datum: 02.05.2008
Länge: 00:20:41
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Ulrich Bassenge: fusion - 18.04.2008
Der Komponist und Autor Ulrich Bassenge sampelt in seiner Collage O-Ton-Material von den Auseinandersetzungen um den Bau der Wiederaufbereitungsanlage in Wackersdorf. Daraus entstehen futuristische pièces, die das Klangmaterial als Hörspiel 'wiederaufbereiten'. Dem Kompositionsprinzip der strukturalistischen Klanganalyse folgend, macht Bassenge den Rhythmus des atomaren Fortschritts hörbar, der Archetypen kriegerischer Auseinandersetzung birgt. / Realisation: Ulrich Bassenge / BR 1989
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[Audio]-Infos Datum: 18.04.2008
Länge: 00:10:33
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