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13.03.2010


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Oktoberfest



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Oktoberfest-Bilanz 2009 Die Wiesn mit den zwei Gesichtern

Es hätte eine Rekord-Wiesn werden können: 16 Tage sonniger Herbst, so lautet die meteorologische Bilanz der Wiesn. Doch Terrordrohungen und die Wirtschaftskrise machten den Veranstaltern einen Strich durch die Rechnung: Rund 5,7 Millionen Gäste kamen laut Schätzungen zum Oktoberfest.

Stand: 04.10.2009

Wiesn 2009 - Rückblick

Es war eine rekordverdächtige Wiesn - in der ersten Woche. Witterungsbedingt strömten bis zum zweiten Wiesnwochenende rund 3,3 Millionen Menschen aufs Oktoberfest und tranken ebenso viele Mass Bier, trotz Wirtschaftskrise! Gemessen am Wetter hätte der Trend anhalten müssen. Sogar das Rekordergebnis von 1985 mit 7,1 Millionen Gästen wäre greifbar gewesen.

Wäre! Wenn es nicht die Terrorvideos von Al-Kaida gegeben hätte. Ab dem zweiten Wiesn-Montag verwandelte sich die Festwiese in einem Hochsicherheitstrakt. Über 700 uniformierte Polizisten - mehr als doppelt soviel als sonst - kontrollierten alles und jeden, sämtliche Zufahrten wurden blockiert. Die Stimmung blieb zwar ruhig, doch viele Besucher ließen sich anscheinend doch abschrecken, dem "Weiter so" der Wiesnwirte zum Trotz.

111 Ochsen, 6,5 Millionen Mass Bier

Entsprechend mager fällt das Ergebnis heuer aus. Nur 5,7 Millionen Gäste besuchten die Wiesn 2009, so lautet die Schätzung des Münchner Tourismusamtes. Somit konnte die anvisierte Sechs-Millionen-Marke nicht erreicht werden. Getrunken wurden 6,5 Millionen Mass Bier, verspeist wurden 111 Ochsen. 2008 waren es sechs Millionen Besucher gewesen, die knapp ebenso viel Wiesnbier getrunken hatten.

Wiesn-Hit: Zwei Sieger!

Bis zum Ende des Oktoberfests konnte kein eindeutiger Sieger ermittelt werden. "Das geht ab" von Frauenarzt und Many Marc und "Zehn Meter geh" von Chris Böttcher teilen sich laut Festleitung den ersten Platz in der Publikumsgunst.

"Glückliche Wiesn"

Insgesamt gesehen sei der Besucheransturm aber trotz "erschwerender Umstände" mit mehreren Millionen Gästen wieder "gigantisch gewesen", sagte Oberbürgermeister Chrstian Ude. "Alles in allem eine glückliche Wiesn", lautet seine Bilanz.

Auf der Suche nach dem verlorenen Diamanten

Wie üblich, wurden auch dieses Jahr im Wiesn-Fundbüro mehrere hundert Geldbörsen, Handys, Autoschlüssel und Kleidungsstücke - insgesamt wurden 4.100 Fundstücke abgegeben. Auch Krücken, Brillen und ein Hörgerät vermissen mal wieder ihre Besitzer. Nachdem letztes Jahr ein paar Skistiefel und eine Taucherbrille auf der Wiesn liegen gelassen wurden, meldet das Fundbüro als diesjähriges Kuriosum zwei rot-weiß gestreifte Metallpfosten. Ebenso interessant ist aber auch, was nicht abgegeben wurde. Ein Verzweifelter war auf der Suche nach einem verlorenen Diamanten. Ihm konnte - wenig verwunderlich - nicht geholfen werden.

Wiesn mit Rekordanzapfen

Das 176. Oktoberfest in München hatte am 19. September begonnen. Einen Spitzenwert konnte die ansonsten rekordarme Wiesn aber trotzdem vermelden: Oberbürgermeister Christian Ude hatte zur Eröffnung das erste Fass mit zwei Schlägen angezapft. Damit stellte er seine Rekorde aus den Jahren 2005 und 2008 ein. Am 4. Oktober endete die Wiesn 2009, um 23.00 Uhr gingen die Lichter aus. Das nächste Oktoberfest findet vom 18. September bis zum 3. Oktober 2010 statt, ein ganz besonderes: Dann gibt es das Fest seit 200 Jahren.

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Weniger Besucher, gleich viel Bier: Abbaut wird! Traumwetter, aber Wirtschaftskrise und Terrorangst! Auf die Wiesn 2009 kamen weniger Menschen als im Vorjahr. Genau 5,7 Millionen waren es. Die tranken 6,5 Millionen Maß Bier. Aber Zahlen sind nicht alles, wie Hüseyin Ince beweist. Er warf für die radioWelt einen anderen Blick auf das größte Volksfest der Welt.  

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