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Alle neun Landesrundfunkanstalten liefern
den Gemeinschaftsprogrammen der ARD zu. Das garantiert, dass im
Mittagsmagazin stets nur Reporter zu Wort kommen, die ihrer
Berichtsregion eng verbunden sind. Egal, ob Elbehochwasser im Osten,
Werftenkrise im Norden oder Lawinen im Süden – die
Berichterstattung ist ebenso ausführlich wie seriös
und immer ganz nah dran.
Metropole Berlin
Mitten im Herzen
Berlins, aber in kritischer Distanz zur Politik befindet sich das Hauptstadtstudio der ARD. Erfahrene Korrespondenten, von den
Landesrundfunkanstalten entsandt, liefern Magazinbeiträge und
erläutern in Schaltgesprächen die
Hintergründe zu bundespolitischen Entscheidungen. Am Mittag
sind Regierungsfraktionen und Parteien meist noch am Diskutieren.
Deshalb sind "Schalten" in laufende Pressekonferenzen während
des Mittagsmagazins die Regel. Oft sind die Beiträge aus
Berlin Aufmacher der Sendung.
Bis zuletzt warten Reporter
dort auf brandaktuelle Aussagen, um den Inhalt ihres Films
auf den letzten Stand zu bringen. Was die Produktionsmannschaft ins
Schwitzen bringt - wenn Beiträge erst eine Minute vor
Ausstrahlung fertig sind – kommt dem
Informationsbedürfnis des Zuschauers zugute.
Ein weltweit einzigartiges Korrespondenten-Netz
Ein deutscher Papst in
Rom war für die ARD Anlass, ein eigenes Büro
für die Vatikan-Berichterstattung einzurichten. Denn
plötzlich war das Interesse für das, was hinter den
dicken Mauern des Apostolischen Palastes geschah, enorm.
Ähnlich in Teheran, als das Mullah-Regime sich anschickte,
nach der Atombombe zu greifen. Seither ist die ARD im Iran
ständig präsent und kann auf Krisen rasch reagieren.
In gut zwei Dutzend Ländern hat die ARD Studios
und Büros, zumeist schon seit Jahrzehnten. Es gibt keine anderen Sender, die über ähnlich bedeutende Korrespondenten-Netze verfügen. Seit das Nachrichtengeschäft zum
24-Stunden-Job geworden ist, ist das ein großer Vorteil. Denn
jeder Auslandskorrespondent lebt meist für Jahre in seinem
Berichtsgebiet. Er arbeitet mit einheimischen Fachleuten zusammen
– und er muss sich nicht erst umständlich einfliegen
lassen, wenn sich irgendwo eine Krise zusammen braut. Differenzierte
Zwischentöne zeichnen seine Berichterstattung aus,
Schwarz-Weiß-Malerei gibt es nicht,
„Häppchen-Journalismus“ ist
verpönt.