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Verbraucherzentralen und immer mehr Internet-User kennen das Problem: E-Mail-Konten-Besitzer bekommen kostenlose Angebote, zum Beispiel für mehr Speicherplatz - angeblich als Geschenk. Doch dann kommt die böse Überraschung: Rechnung und Mahnung flattern ins Haus, obwohl man eigentlich nichts bestellt hat. Eine Kündigung ist schwierig. Die Firma web.de wurde bereits 2009 auf Unterlassung verklagt - vergeblich.
"Man bekommt es quasi als ein Geschenk, und ein Geschenk kostet nichts", weiß Anneke Voß von der Verbraucherzentrale Hamburg. "Bloß in diesem Fall ist es anders. Das kann man ganz klein grau auf grau am unteren Rand lesen. Auch der Text ist oft nicht so klar formuliert, dass es dem Verbraucher auffällt." Das Kleingedruckte also: 30 Tage Free Mail kostenlos, allerdings nur bei Angabe der Bankdaten. Bei GMX und web.de kommt das vor - beide sind Tochterfirmen der 1&1 Internet AG. Die sagt, seit dem Urteil 2009 sei das kein Thema mehr. Sollte es dennoch vorkommen, solle man sich mit 1&1 in Verbindung setzen.
Doch das ist gar nicht so einfach. Wenn es um die Kündigung geht, ist die Kontaktaufnahme so gut wie unmöglich. Per Email kommt meist nur eine formlose Rückmail mit dem Text: "auf diese Mail keine Antwort". Adressen sind nicht zu finden, klagen die Kunden - und die kostenpflichtige Telefonnummer ist immer besetzt. Auch auf Briefe keine Antwort - nur Geldforderungen. Der Rat der Verbraucherzentrale: Anwalt einschalten!
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