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ARD Mittagsmagazin
Spielwarenmesse NÜrnberg
Spielwarenmesse (c) MiMa

Das größte Spielzimmer der Welt

Sind in Zeiten von "Facebook", "Twitter" und "I-Phone" Spielzeugartikel für Kinder und damit auch für Händler noch von Bedeutung? Offensichtlich ja. Denn vom 4. bis 9. Februar präsentieren 2.625 Aussteller aus 64 Ländern ihre Neuheiten und Produktprogramme auf der weltweit größten Spielwarenmesse in Nürnberg. Die Branche trotzt der Wirtschaftskrise.


Wissen wird dieses Jahr groß geschrieben auf der "International Toy Fair" in Franken. Mit dem Sonderthema "Baby’s World" baut die Messe ihr Angebot in diesem Jahr deutlich aus.
Messeneuheit
Zum ersten Mal findet im Rahmen der Spielwarenmesse ein Kongress statt, der sich vor allem an Hersteller und Händler richtet. Hier sollen zukünftige Branchenentwicklungen diskutiert werden. Ein weiteres zentrales Thema auf dem internationalen Spielwarenkongress wird dabei die Spielzeugsicherheit darstellen.

Trend
Knapp 400 Aussteller führen in diesem Jahr auch Babyartikel in ihrem Programm. Damit sollen zusätzliche Umsatzchancen erschlossen werden. Eine weitere Premiere: zum ersten Mal ist ein Autohersteller auf der Spielwarenmesse zu finden. Audi präsentiert eine Auswahl hochwertiger Modellautos und Kinderspielzeuge rund ums Thema Automobil.
Nur Fachpublikum
Im letzten Jahr kamen mehr als 75.000 Fachbesucher aus aller Welt zur Spielwarenmesse um aus rund einer Million Produkten ihr Sortiment zusammenzustellen. Auch dieses Jahr wird sie eine einzigartige Vielfalt erwarten: "Die Aussteller reisen mit spannenden Neuheiten an. 23 Highlights sind bereits im Rennen um den ToyAward 2010, den Neuheitenpreis der Spielwarenmesse. Darunter sind ein lasergesteuertes Auto, das die Wand hochfahren kann, Sprintfahrzeuge, interaktive Vorlesebücher, eine Modepuppe mit eingebauter Videokamera und verrückte Jo-Jos", sagt Ernst Kick, Vorstandsvorsitzender der Spielwarenmesse. Das garantiere viel Spielspaß – oft hochtechnisch aber auch immer öfter nachhaltig und umweltbewusst, versichert Kick.
Spielspaß trotz Krise

Doch wird in den deutschen Kinderzimmern überhaupt noch gespielt? Entgegen dem wirtschaftlichen Trend ist der Umsatz für Spielwaren in Deutschland im Jahr 2009 um fünf Prozent auf rund 2,41 Milliarden Euro gestiegen. Es wird weiter von einem Wachstum ausgegangen, da sich die wirtschaftliche Lage der Konsumenten in diesem Jahr verbessern soll. Ernst Kick zeigt sich zuversichtlich, dass sich der klassische Spielwarenmarkt in diesem Jahr weiter positiv entwickelt. "Gespielt wird immer, denn jeder Mensch spielt gern, auch wenn es nicht immer jeder zugibt. Die Spielwaren müssen es nur schaffen, den Spielgeist zu wecken. Dafür brauchen wir immer wieder neue, faszinierende Spielideen."

 



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