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ARD Mittagsmagazin
Herzmaschine
MFI-Diagnosegerät (c) MiMa

Neues Gerät zur Früherkennung von Kardio-Erkrankungen

Jährlich sterben in Deutschland rund 110.000 Menschen an Herzrhythmusstörungen. Am Klinikum Ludwigshafen steht jetzt das weltweit erst dritte Herzdiagnosesystem "Magnet-Feld-Imaging", kurz MFI. Die Maschine hat rund eine Million Euro gekostet und verspricht eine bessere Diagnose zur Früherkennung von Herzerkrankungen.


Das Gerät misst mit Hilfe von Sensoren das Biomagnetfeld, das durch den Herzschlag erzeugt wird.Störungen können damit besser diagnostiziert werden als mit den herkömmlichen Methoden wie EKG oder Ultraschall. Mit dieser neuartigen Untersuchungsform wird es möglich, Patienten mit einem hohen Risiko für den plötzlichen Herztod frühzeitig zu ermitteln, erklären die Mediziner. Die Identifikation von Risikopatienten ist deutlich gestiegen. Lag die Vorhersehbarkeit für lebensbedrohliche Rythmusstörungen bisher zwischen 20 und 30 Prozent, so sind nun rund 50 Prozent der Fälle rechtzeitig erkennbar geworden, berichten die Ärzte. Zudem ermöglicht das Gerät wertvolle Zusatzinformationen hinsichtlich der Implantation eines Defibrillators.
Die Untersuchung dauert drei bis fünf Minuten und ist mit keinerlei Gefahr für den Patienten verbunden. Doch noch ist die MFI-Methode keine Kassenleistung. Die Kosten von rund 250 Euro müssen Patienten aus eigener Tasche bezahlen.

Ansprechpartner: Zentrum für Herzrhythmusstörungen, Klinikum der Stadt Ludwigshafen, 67063 Ludwigshafen, Bremserstraße 79, Tel. 0621/503-4018, e-mail: mk@klilu.de



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