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Gleichzeitig sollen die Chancen genetischer Untersuchungen genützt werden können. Allerdings nur unter klar definierten Bedingungen. Bei Menschen mit Krebserkrankungen werden etwa zusätzliche Tests gemacht. An Kliniken sind sie wichtig für weitere Behandlungsschritte. Doch auch im Internet gibt es Angebote, die einen vermeintlichen Blick in die Zukunft versprechen. Problematisch, so erklären Ärzte, sei dabei, dass den betroffenen die Ergebnisse ohne persönliches Beratungsgespräch quasi frei Haus geliefert werden. Der User von Internetangeboten wird mit möglichen Krankheitsrisiken allein gelassen. Gentechnikdiagnosen können aber ohne professionelle Betreuung fatale Folgen haben. Klinikexperten sprechen von einem "Gesunde-Kranke-Effekt": "Menschen, die glauben, ein genetisches Risiko zu tragen und dann später auch sicher an einer Erkrankung leiden zu müssen, reagieren vollkommen falsch. Das hat beispielsweise im Bereich von Brustkrebs Ende der 90er Jahre dazu geführt, dass sich viele Frauen vorsorglich Brüste amputieren ließen." Fazit: Gendiagnosik via Internet ist zwar für die Anbieter lukrativ, für die User aber nicht nur teuer, sondern möglicherweise sogar gefährlich.
Dem neuen Gendiagnostikgesetz zufolge dürfen Arbeitgeber und Versicherungen von Bewerbern und Kunden grundsätzlich keine Gentests verlangen. Ausnahmen gelten nur für Versicherungssummen ab 300.000 Euro.
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Bundesgesundheitsministerium: Informationen