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Schneebälle zum Essen
Stand: 19.01.2013
von radioMikro-Reporterin Kristina Richter
Eine Schneeballschlacht im Sommer? Dazu sind diese Kugeln viel zu schade! Im Sommer wie im Winter sind diese runden mit Puderzucker bestreuten Schneebälle aus der Gegend rund um Rothenburg ob der Tauber beliebt! Früher – vor etwa 400 Jahren – wurde das Gebäck zu Hochzeiten und anderen feierlichen Anlässen serviert. Die Menschen schenkten sich gegenseitig Pakete mit den Kugeln. Der Vorteil ist, dass sie lange haltbar sind.
Heute gibt es kaum einen Touristen, der nicht in den knusprigen Schneeball beißt und feststellt: Lecker! Es gibt 25 Sorten, Füllungen und Glasuren - der klassische Schneeball ist mit Puderzucker bestreut. Und weil das Gebäck aussieht, wie ein großer, runder, weißer Schneeball, heißt es eben auch so.
Wer so schnell nicht nach Rothenburg ob der Tauber kommt und das Gebäck gerne selbst mal probieren möchte, für den gibt es hier das Rezept. Ein bisschen Geduld und Fingerspitzengefühl braucht man, um die Kugeln zu formen. Am besten lässt du dir von einem Erwachsenen beim Frittieren der Schneebälle helfen.
Und so wird’s gemacht:
Als erstes wird der Mürbteig hergestellt: Eier und Zucker dafür schaumig schlagen. Anschließend die Sahne langsam unterarbeiten. Jetzt das Mehl, die abgeriebene Zitronenschale und Salz zugeben und unterrühren. Der Teig sollte glatt sein und keine Klümpchen haben.
Danach rollst du Kugeln aus dem Teig. Auf einem Brett kannst Du ein bisschen Mehl streuen und die Kugel dann zu einer Teigplatte (Durchmesser etwa 15 cm) ausrollen.
Jetzt wird der Teig in Streifen geschnitten: Mit einem Teigrädchen (oder auch einem Pizzaroller) schneidest du nebeneinander Streifen in die Teigplatte, jeweils etwa einen Zentimeter breit. Der Rand der Platte (auch ein Zentimeter breit) muss aber unbedingt ganz bleiben!
Nun wird es etwas kompliziert: Wir formen ein Teigknäuel. Dazu hebt man jeden zweiten Streifen der Teigplatte an. Die anderen Streifen hängen nach unten. Dann formt man daraus eine lockere Kugel.
Man legt dieses Teiggebilde in eine Suppenkelle, klappt eine zweite darüber (oder eine durchlöcherte Schöpfkelle) - falls man keine Schneeballzange hat - und gibt sie vorsichtig in das 180 Grad heiße Fett. Im Fett müssen die Schneebälle etwa vier Minuten goldbraun backen.
Dann hebt man die Kugel aus dem Fett, lässt sie auf Küchenpapier abtropfen und legt den Schneeball auf ein Gitter zum weiteren Abtropfen. Noch warm bestreut man ihn ringsum mit Puderzucker.
Geschafft! Guten Appetit!
Kristina Richter
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