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Kino-Tipps - Für jeden Geschmack

Stand: 02.05.2012


Spy Kids – Alle Zeit der Welt (in 4D)

Spy Kids (c) Senator
So richtig glücklich sind die Geschwister Rebecca und Cecil nicht. Ihr Vater hat eigentlich nur noch Zeit für seine Fernsehshow und ihre Stiefmutter scheint Geheimnisse zu haben. Kein Wunder, schließlich ist sie – Geheimagentin! Weil Stiefmutter Marissa vor kurzem ein Baby bekommen hat, hat sie ihren Spionagejob aber vorübergehend an den Nagel gehängt. Doch dann bedroht der Superschurke Timekeeper die Menschheit. Er will den Menschen die Zeit stehlen, indem er sie so lange beschleunigt, bis sie abgelaufen ist. Als Rebecca und Cecil durch Timekeepers fiese Kumpane in Gefahr geraten, muss Mama Marissa ihr Geheimnis lüften. Mit Highspeed-Flugkapseln und in Begleitung des sprechenden Roboterhundes Argonaut schickt sie die beiden Kinder ins Agentenhauptquartier.

Dort wartet schon die nächste Überraschung: die Spy-Kids-Abteilung – eine Abteilung für spionierende Kinder. Sie wurde zwar länger nicht benutzt, aber Rebecca und Cecil sind sofort Feuer und Flamme. Schließlich gibt es dort coole Geheimagentenanzüge und Spionagezubehör wie den Hammer-Handschuh, mit dem man Wände zum Einstürzen bringen kann. So ausgestattet sind die Geschwister bereit, ihrer Stiefmutter beizustehen – im Kampf gegen den Bösewicht.

Infos zum Film:
Spy Kids – Alle Zeit der Welt
Senator
Filmstart: 3. Mai 2012
Ab sieben Jahren
"Spy Kids – Alle Zeit der Welt" ist ein sehr witziger Agentenfilm in 4D. Ja, richtig gelesen, in 4D. Man kann den Film nämlich nicht nur sehen – in 3D – und hören, sondern auch riechen! Dafür gibt es eine Karte mit Nummern drauf, an denen man rubbeln muss. Der Duft passt dann zu den Sachen, die gerade im Bild zu sehen sind. Meistens riecht es zwar nach Kaugummi (oder Pups), aber Spaß macht diese "vierte Dimension" trotzdem. Vor allem die lustigen Agentenutensilien und der Roboterhund machen Lust darauf, auch mal als Agentenkind in Aktion zu treten. Und eine gute Botschaft hat der Film auch: Eltern, verbringt mehr Zeit mit euren Kindern! Irgendwann ist es dafür nämlich zu spät.

Olga-Louise Dommel


Kinotrenner (c) Getty Images/BR








Krieg der Knöpfe

Krieg der Knöpfe (c) Delphi Filmverleih
Es herrscht Krieg. Der Zweite Weltkrieg. Aber davon merken die Kinder in Longeverne nicht viel. Noch nicht. Hier, auf dem Land, irgendwo in Frankreich, toben sie durch die Wälder und über die Felder und haben ihre eigenen Probleme. Sie wurden nämlich beleidigt. Von den Jungs aus dem Nachbardorf Velrans. "Schlappschwänze" haben die zu ihnen gesagt und das ist für die Longeverner so ungefähr das Schlimmste, was man sagen kann. Da gibt es nur eins: Krieg! Sagt Lebrac, der Anführer.

Mit Holzschwertern, Steinschleudern und blanken Fäusten gehen die Jungen aufeinander los. Mal gewinnen die einen, mal die anderen. Bis eines Tages Lebrac die geniale Idee hat, den gefangenen Gegnern die Knöpfe abzuschneiden. Danach muss der (gefangene) Feind mit offener oder sogar ohne Hose nach Hause gehen. Der "Krieg der Knöpfe" hat begonnen – und er wird erst enden, "wenn alle aus Velrans nackte Hintern haben!" So lautet Lebracs Plan.

Infos zum Film:
Der Krieg der Knöpfe
Delphi Filmverleih GmbH
Kinostart: 12.04.2012
ab 9 Jahre
"Der Krieg der Knöpfe" ist ein berühmtes Buch. Es wurde im Jahr 1912 von dem Franzosen Louis Pergaud geschrieben. Es gibt auch schon eine Verfilmung. Sie wurde 1961 in Schwarz-Weiß gedreht und ist heute ein Kultfilm. Trotz des traurigen Hintergrunds ist der Film sehr lustig und charmant, was vor allem an den tollen Schauspielern liegt. Sie machen "Krieg der Knöpfe" zu einem der besten Kinderfilme seit Jahren.

Olga-Louise Dommel









Die Piraten! Ein Haufen merkwürdiger Typen

Die Piraten! Ein Haufen merkwürdiger Typen (c) Sony Pictures
Er ist der Schrecken der Meere, hat einen prächtigen, lockigen Bart und möchte so gern einmal in seinem Leben Pirat des Jahres werden: der Piratenkapitän. Leider besteht seine Mannschaft aus einem Haufen merkwürdiger Typen, für die es nichts Tolleres gibt als den Schinken-Abend, an dem alle Schinken essen... Kein Wunder, dass diese Truppe beim Entern nicht gerade erfolgreich ist: ein Geisterschiff, eine Schulklasse auf Klassenfahrt und ein Schiff mit Leprakranken ist ihre magere Ausbeute. Von dem ersehnten großen Schatz, den man braucht, wenn man Pirat des Jahres werden will, keine Spur.

Piratenkapitäns einziger Trost ist Dodo Polly, das Maskottchen der Crew. Dass ausgerechnet Polly der endlosen Pechsträhne ein Ende setzen könnte, erfährt der Piratenkapitän von keinem Geringeren als Forscher Charles Darwin. Als er dessen Expeditionsschiff entert, stellt Darwin fest, dass die Dodos gar nicht ausgestorben sind, wie zuvor vermutet. Polly ist der lebende Beweis und damit die wissenschaftliche Entdeckung des Jahrhunderts! Er will sie bei der jährlichen Forschungsmesse präsentieren. Polly wäre die sichere Siegerin des Hauptpreises. Bei dem Wort "Preis" spitzt der Piratenkapitän die Ohren. Hätte er damit nicht endlich die Chance, am Piratenwettbewerb teilzunehmen?
Sein Entschluss steht fest: Auf nach London, das Forschungsmessedings gewinnen und ab zur Pirat-des-Jahres-Wahl. Allerdings ist London ein gefährliches Pflaster für Piraten. Dort regiert Königin Viktoria. Sie ist der Todfeind aller Piraten ...

Infos zum Film
Die Piraten! Ein Haufen merkwürdiger Typen
Sony Pictures & Aardman Studios
Kinostart: 29.03.2012
ab 7 Jahren
"Die Piraten! Ein Haufen merkwürdiger Typen" heißt dieses Piratenabenteuer der besonderen Art. Der Film ist rasant und lustig und wohl der erste Piratenfilm, der mit Knetfiguren gedreht wurde. Und zwar von den Aardman-Studios, das sind die Macher von "Shaun, das Schaf" und "Wallace und Gromit". Figuren, Schiff und Häuser sind alle bis ins kleinste Detail liebevoll geknetet. Das Meer und manche Effekte wurden am Computer gemacht und beides so genial miteinander verbunden, dass man es gar nicht sieht. Ein großer Spaß für alle ab sieben Jahren.

Olga-Louise Dommel


Kinotrenner (c) Getty Images/BR








Das Haus der Krokodile

Das Haus der Krokodile (c) Constantin Film
Das "Haus der Krokodile" ist nicht etwa das Krokodilhaus im Zoo oder im Aquarium, sondern eine mysteriöse alte Villa. In der wohnt seit kurzem der elfjährige Viktor mit seinen Eltern und seinen beiden Schwestern. Das Haus gehört Viktors Onkel und es ist vollgestopft mit alten Möbeln und ausgestopften Tieren. Darunter auch ein kleines Krokodil. Als Viktor eines Nachmittags allein zu Hause ist, sieht er im Spiegel eine dunkle Gestalt hinter sich vorbeihuschen. Klarer Fall: ein Einbrecher. Aber niemand glaubt Viktor. Also macht er sich allein auf die Suche nach dem unheimlichen Unbekannten. Dabei entdeckt er ein altes Tagebuch. Es gehörte seiner Cousine Cäcilie, die mit elf Jahren unter ungeklärten Umständen gestorben ist. Dunkle Geheimnisse umgeben das Haus der Krokodile und Viktor will sie lüften ...

Infos zum Film
Das Haus der Krokodile
Filmstart: 22.03.2012
Constantin Film
Ab acht Jahren
"Das Haus der Krokodile" ist die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Helmut Ballot. Wenn Viktor allein Haus, Keller und Dachboden durchsucht und durch offene Fenster in Nachbarswohnungen klettert, dann ist das ganz schön spannend und manchmal auch ziemlich unheimlich. Überraschend ist das Ende der Geschichte, das hier natürlich nicht verraten wird. Wer sich gern ein paar wohlige Schauer über den Rücken jagen lässt und mindestens acht Jahre alt ist, der ist hier richtig – im "Haus der Krokodile".

Olga-Louise Dommel


Kinotrenner (c) Getty Images/BR








The Liverpool Goalie oder: Wie man die Schulzeit überlebt!

The Liverpool Goali (c) drei-freunde Filmverleih
Cool und selbstbewusst, eine echte Sportskanone und bei allen beliebt – so ist Jo. Allerdings nur in seinen Träumen. In Wirklichkeit ist er eher das genaue Gegenteil: Beim Fußballspielen hat Jo Angst vor dem Ball. Sein Mitschüler Tom Erik unterdrückt ihn und lässt sich von Jo die Hausaufgaben machen. Und auch Jos übervorsichtige Mutter schafft es immer wieder, den armen Kerl in peinliche Situationen zu bringen. Ja, man hat's nicht leicht als 13-Jähriger. Immerhin: In Mathe ist Jo ein absolutes As.

Als Mari neu in die Klasse kommt, ist Jo sofort Feuer und Flamme. Sie ist nämlich nicht nur hübsch, sondern auch supergut in Mathe! Und ziemlich cool ist sie außerdem. "Lieber ein blaues Auge, als die Selbstachtung verlieren", findet Mari und stellt Jo vor ein großes Problem: Wie kann er es schaffen, sich von Tom Erik nicht mehr alles gefallen zu lassen? Schließlich ist Tom Erik größer, stärker und viel gemeiner als Jo. Tut man nicht, was er will, findet man sich schon mal mit dem Rucksack am Kleiderhaken hängend wieder ...

Infos zum Film
The Liverpool Goalie oder: Wie man die Schulzeit überlebt!
ab 9 Jahre
Filmstart: 15.03.2012
drei-freunde Filmverleih
"The Liverpool Goalie oder: Wie man die Schulzeit überlebt!" ist ein witziger und turbulenter Spielfilm aus Norwegen. Er hat schon viele Preise auf Filmfestivals gewonnen. Kein Wunder, die Geschichte ist nah dran am Kinder-Leben. Sie sind die Hauptpersonen und ihre Erlebnisse werden mit viel Witz erzählt. Jo hat zum Beispiel eine blühende – und mitunter recht düstere – Fantasie. Wenn er auf der Ersatzbank sitzt und sich fürchtet, dass er gleich eingewechselt wird, stellt er sich vor, wie er als Torwart den Ball fängt, sich alle Spieler auf ihn stürzen und er stirbt, weil er von der Last erdrückt wird. Oder wenn er sich mit Mari verabreden möchte, malt er sich erst aus, wie sie ihn abweist, dann wie sie ja sagt und am Ende macht er gar nichts, weil er sich nicht traut, sie anzusprechen.

"The Liverpool Goalie" heißt übrigens übersetzt "der Torwart von Liverpool". Er ist auf einer Sammelkarte, auf die alle Schüler aus Jos Klasse ganz wild sind. Zu welcher aufregenden Aktion diese Karte Jo veranlasst, erfährst du im Kino.

Olga-Louise Dommel

Kinotrenner (c) Getty Images/BR








Kleiner starker Panda

Kleiner starker Panda (c)  NFP
Manchu ist ein ganz besonderer kleiner Pandabär. Von seinen Vorfahren, lauter Geister-Pandabären, wird er ausgewählt, die Pandas zu retten. Denn die Geister können in die Zukunft sehen und da sehen sie eine riesige Flutwelle auf das Land der Pandas zukommen. Alle Bären müssten sterben, wenn die Geister keinen "Auserwählten" fänden, der die Pandas rettet. Deswegen statten sie das Panda-Kind Manchu mit vielen Ideen und großem Mut aus. Er soll seine Familie retten. Manchu findet dann auch den richtigen Ort für die Pandas hoch oben in den Bergen. Dort könnten sie überleben, denn da könnte das Wasser nicht hinkommen. Doch die anderen Pandas wollen zunächst nicht mitgehen. Manchu und seine neuen Freunde Konfuzius und das Leopardenkind Jung Fu müssen schon ein wenig nachhelfen ...

Infos zum Film
Kleiner starker Panda
NFP Film
Filmstart: 23. Februar 2012
Ab fünf Jahren
Der Film ist ein ruhiger und lustiger Film, für Kinder zwischen 5 und 8 Jahren sehr geeignet. Nur die Leopardenmutter ist etwas böse, denn sie möchte die Pandas am liebsten fressen. Der Zeichentrickfilm ist ganz klassisch und schön gezeichnet. Ein bisschen erinnert er an einen alten Disney-Film. Josephine (7 Jahre) hat den Film schon vor dem Kinostart gesehen und sagt:

"Das ist ein Film, der irgendwie anders ist als jeder andere. Er ist einfach viel schöner als jeder andere Zeichentrickfilm. Weil er erstens so gut gemalt wurde und zweitens waren die Stimmen so richtig prächtig sozusagen."

Kinotrenner (c) Getty Images/BR








Hugo Cabret

Hugo Cabret (c) Paramount Pictures
Paris im Jahre 1931. In einem riesengroßen Bahnhof lebt der Waisenjunge Hugo, versteckt hinter den Wänden des alten Gemäuers. Er ist immer auf der Hut vor dem misstrauischen Stationsvorsteher, der ihn am liebsten in ein Waisenhaus bringen würde. Hugo kümmert sich um die Bahnhofsuhren, auch um die große, die ganz oben im Turm tickt. Sein Vater war nämlich Uhrmacher. Das einzige, was Hugo von ihm geblieben ist, ist eine mechanische Figur, eine Art aufziehbarer Roboter, der schreiben kann. Hugo repariert sie liebevoll – mit Ersatzteilen, die er aus einem Spielwarenladen stibitzt. Hugo hofft auf eine Nachricht von seinem Vater, wenn die Figur eines Tages schreiben sollte.

Alles was dafür noch fehlt, ist ein herzförmiger Schlüssel – um sie aufzuziehen. Als Hugo das abenteuerlustige Mädchen Isabelle kennenlernt, stellt sich heraus, dass sie den passenden Schlüssel an einem Band um den Hals trägt. Aber warum? Und was hat Isabelles Onkel Georges, der übrigens der Besitzer des Spielwarenladens ist, mit der ganzen Sache zu tun?

"Hugo Cabret" ist die Verfilmung des Buches "Die Entdeckung des Hugo Cabret", das der amerikanische Kinder- und Jugendbuchautor Brian Selznick geschrieben hat. Gedreht hat den Film der berühmte Regisseur Martin Scorsese. Normalerweise macht er Gangsterfilme für Erwachsene. "Hugo Cabret" ist sein erster Kinderfilm. Und der ist ihm ziemlich gut gelungen. Die Geschichte ist spannend, die Ausstattung und die Kulisse – zum Beispiel der Bahnhof und die vielen Uhren – sehen großartig aus, es gibt aufregende Kamerafahrten und vor allem die beiden Schauspieler, die Hugo und Isabelle spielen, sind wirklich wunderbar.

Infos zum Film
Hugo Cabret
Paramount Pictures
Filmstart: 9. Februar 2012
Ab neun Jahren
Die Nachricht des mechanischen Menschen führt die beiden Kinder schließlich auf die Spuren eines berühmten Filmemachers und zu den Anfängen des Kinos – als die Filme noch schwarz-weiß waren und es noch keinen Ton gab. Das Tolle: Man sieht Ausschnitte aus diesen alten Filmen und erfährt auch, wie vor einhundert Jahren Filme gedreht wurden. "Hugo Cabret" ist vieles in einem: ein spannender Abenteuerfilm mit großartigen Bildern, aber auch ein Film über das Kino und den Sinn des Lebens. Für alle Filmfans ab neun Jahren.


Olga-Louise Dommel


Kinotrenner (c) Getty Images/BR








 
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