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Osterspiel Oarscheim
Stand: 18.04.2011
Wer sich den Bauch schon vollgeschlagen hat mit Ostereiern, Schokolade und Frühstücksspeck, der kann mit den hartgekochten Eiern auch noch was anderes anfangen: "Oarscheim" heißt ein bairisches Osterspiel. Eierrollen oder Eierkullern könnte man es übersetzt nennen.
Beim Oarscheim müssen Ostereier über eine schräge Bahn kullern. Am besten steckst du dafür zwei Rechen an ihren Zacken ineinander, so dass die Stiele parallel zueinander verlaufen, und stellst das Ganze auf den Boden. So ergibt sich automatisch eine schräge Kullerbahn. Du kannst auch zwei Besenstiele nehmen und sie auf einer Seite auf einen Hocker legen. Aber Vorsicht! Wenn die Bahn zu steil wird, gehen die Eier gleich kaputt!
Am besten spielst du draußen im Gras, da ist der Boden weich genug. Bei schlechtem Wetter geht's auch auf der Terrasse oder in der Wohnung – allerdings musst du da unbedingt Decken unterlegen, damit's nicht gleich nach der ersten Runde Eiersalat gibt!
Der erste Spieler kullert sein Ei die Bahn herunter, lässt es dann in der Wiese liegen und legt ein Geldstück drauf. Der Reihe nach ist jeder mal dran. Wer mit seinem Ei Geldstücke von anderen Eiern herunterrempelt, darf die Münzen einsammeln. Der Eierbesitzer muss dann neue Münzen nachlegen.
Gewonnen hat – na klar - wer am Ende am meisten Cents hat. Oder bei besonders wilden Spielern: wer am Schluss als Einziger ein heiles Ei übrig hat. Und wenn alle Eier angedätscht sind – na, dann musst du dir doch noch mal den Bauch vollschlagen!
Katrin Stadler
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