Die Frisur sitzt nicht? Aber da gibt es doch Tricks!
Früher war Haare waschen sehr kompliziert. Man musste das Wasser auf dem Herd erwärmen und zum Waschen gab es nur einfache Seife. Die ließ sich schwer verteilen und schlecht ausspülen und nach dem Trocknen wirkten die Haare stumpf. Um sie zum Glänzen zu bringen, haben sich unsere Großmütter und Urgroßmütter verschiedene Hausmittel ausgedacht.
Shampoo-Tee für die Haare
Eine Handvoll Kamillenblüten mit kochendem Wasser übergießen und zehn Minuten ziehen lassen. Danach den Sud durch ein feines Sieb laufen lassen. Einen Teelöffel Honig und einen Schuss Essig dazugeben. Sobald dieser Spezial-Tee nicht mehr heiß ist, könnt ihr ihn ins nasse Haar einmassieren. 15 Minuten einwirken lassen und dann gründlich ausspülen!
Das radioMikro Testergebnis: Die Haare glänzen und leuchten goldfarben. Sie riechen nach Kamille, aber leider auch furchtbar nach Essig! Vielleicht sollte man statt des Essigs besser einen Schuss Zitronensaft nehmen...
Schaumfestiger aus der Brauerei
Nach dem Waschen einen viertel Liter Bier in den Haaren verteilen. Nicht ausspülen!
Das radioMikro Testergebnis: Funktioniert tatsächlich wie eine starker Schaumfestiger: Die Haare fliegen nicht so, sind kräftiger und liegen füllig um den Kopf herum. Locken können in Form geknetet werden und sind stabiler. ABER: Mit diesem Schaumfestiger kannst du höchstens irgendwohin gehen, wo es sowieso schon stinkt. Denn du riechst wie eine wandelnde Bierflasche, irgendwie säuerlich. Nach ein paar Stunden wird es besser, aber es geht nicht richtig weg.
Kuh sei Dank: eine Milch-Pflegespülung
Ein Viertel Liter Vollmilch in den gewaschenen Haaren verteilen und 15 Minuten einwirken lassen. Dann gründlich ausspülen.
Das radioMikro Testergebnis: Das Haar wird weich und glänzt schön. Es riecht nicht nach Milch! Aber was passiert mit Milch, die über Nacht nicht im Kühlschrank war? Sie wird sauer...
Für besonders Mutige: Pflegepackung aus Eiern und Bier
Zwei Eier schaumig rühren und etwas Bier dazugeben. In die gewaschenen Haare einmassieren und eine halbe Stunde einwirken lassen. Dabei am besten warm halten, indem du die Haare in einen Handtuch-Turban wickelst. Gründlich ausspülen!
Das radioMikro Testergebnis: In der halben Stunde Einwirkzeit verkleben und verklumpen die Haare. Es bilden sich kleine weiße Kügelchen – das ist das gestockte Ei. Das ganze ist sehr schwierig wieder auszuspülen! Das Haar sieht struppig aus und riecht furchtbar stark nach Eiern und Bier! Das Haar ist füllig und es glänzt und es ist irgendwie fest: Man kann es frisieren und es behält die gewünschte Form. Aber der Geruch! Es riecht nach faulen Eiern und altem Bier. Das kannst du dir und deinen Mitmenschen auf keinen Fall antun!
radioMikro Gesamtergebnis:
Die Sachen haben tatsächlich alle funktioniert! Aber man muss sich schon fragen, wie unsere Großeltern das mit dem Geruch ausgehalten haben. Vielleicht haben sie ganze Parfum-Flaschen an ihre Haare gekippt? Auf jeden Fall haben sich die Forscher eine ganze Menge dabei gedacht, moderne Pflegeprodukte zu entwickeln.