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Prokofjew - Peter und der Wolf (Cornelia Ferstl)

Stand: 03.10.2011


Prokofjew: Peter und der Wolf (c) Igel Records
Wie erzählt man eine Geschichte, die (fast) jedes Kind kennt, ohne dass alle Zuhörer gleich in Gähnen verfallen? Du weißt schon, jene Geschichte vom kleinen Peter, der trotz eines Verbots Haus und Garten des Großvaters verlässt, um mit seinem kleinen Freund, dem Vogel, den grauen, unheimlichen, verfressenen Wolf zu fangen ... Cornelia Ferstl erzählt in ihrem musikalischen Hörspiel über das Musikstück, indem sie erzählt, was garantiert keiner weiß.

Und da kommen dann ganz verwunderliche, aber wahre Begebenheiten aus dem Moskau des Jahres 1936 ans Tageslicht: Nämlich, dass der russische Komponist Sergej Prokofjew besessen war vom Schachspielen und vom Pflanzen beobachten. Dass er schroff, bissig und unhöflich sein konnte und an allen möglichen und unmöglichen Stellen gerne mal sein Markenzeichen, einen Schal, liegen ließ. Stefan Wilkening verkörpert im Hörspiel eindrücklich diesen muffigen Komponisten. Und wir erfahren noch mehr höchst Erstaunliches: Prokofjew hatte weder Lust auf ein Musikstück, das Kindern gefallen könnte, geschweige denn eine gute Idee! Es ist der Einfall der aufdringlichen, forschen Leiterin des Moskauer Kindertheaters, Natalja Saz. Sie überredet den weltberühmten Komponisten zu diesem Märchen über Menschen und Instrumente und schlägt ihm jede Menge "Zutaten" für die Geschichte vor.

Infos zum Hörbuch
Sergej Prokofjew - Peter und der Wolf
Ein musikalisches Hörspiel von Cornelia Ferstl
Aus der Reihe: Starke Stücke für Kinder
Sprecher: Stefan Wilkening, Lisa Wagner u.v.a.
2 CDs
Igel Records, 2011
Co-Produktion mit dem Bayerischen Rundfunk
Ab zehn Jahren
Außerdem lernen wir die beiden Söhne des Komponisten kennen, die übrigens nicht gerade Fans von Papa Sergejs Musik sind. Ja, sie wirken manchmal richtig genervt, weil sich Papa immer zurückzieht zum Komponieren und dann muss es mucksmäuschenstill sein. Florian Decker und Benedikt Lückenhaus schlüpfen in die Rollen der Brüder. Die beiden sind auch Papas Versuchskaninchen, wenn es darum geht, die Wirkung des neuen Musikmärchens zu testen. Und: wir wissen endlich, welche Menschen hinter der "Ente", also der Oboe wirklich stecken und hinter dem "Großvater", also dem Fagott.

Übrigens "Peter und der Wolf" hieß das Stück ursprünglich gar nicht, sondern es hatte den politisch-wirksamen Titel "Der Pionier Petja". Schließlich herrschte damals, als "Petja" komponiert wurde, in der Sowjetunion noch Diktator Stalin. Er bestimmte, welche Musik gespielt werden durfte und welche nicht. Und wer nicht nach Stalins Pfeife tanzte, den bestrafte er hart. Darum spielt in diesem Hörspiel über "Pionier Petja" die Politik eine große Rolle. So lernt man nicht nur die fantastische Musik von Sergej Porkofjew näher kennen, sondern taucht ein in die Vergangenheit einer einstmals real existierenden Welt, der Welt der sozialistischen Diktatur.


Sylvia Schreiber


 
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