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hoerbuch
 

Beethoven - Sinfonie Nr. 9 (Markus Vanhoefer)

Stand: 28.12.2010


Beethoven - Sinfonie Nr. 9 (c) Igel Genius
Ein merkwürdiger Mieter kommt da ins Haus von Sophias Familie. Schon als sein wertvoller Flügel das Treppenhaus hinaufgetragen wird, brüllt er die Umzugshelfer unbeherrscht an. Sophias Mutter erzählt in der Küche die unmöglichsten Geschichten über diesen Kauz. Später kann Sophia selbst miterleben, wie der neue Mieter splitterfasernackt und laut krächzend in seiner Wohnung kalte Waschungen durchführt. Jeder kann ihn durchs Fenster sehen! Und trotzdem: Sophia findet diesen launischen alten Mann irgendwie ganz sympathisch, jedenfalls bringt er Leben ins Haus.

Der neue Mieter ist kein anderer als Ludwig van Beethoven. Er ist 53 Jahre alt, fast taub und sehr verbittert, als er 1823 in das Haus Zur schönen Sklavin in Wien zieht. Zusammen mit seinem Neffen Karl, den Sophie wirklich sehr nett findet und der – aber halt, jetzt geht ja schon alles durcheinander.

Kein Wunder, bei einer Geschichte die "wie ein verworrenes Knäuel aus verschiedenen Wollresten" ist und "aus vielen einzelnen, eigentlich unzusammenhängenden Fäden besteht, die trotzdem ineinander verknotet sind". So führt der Erzähler jedenfalls seine Geschichte von der Entstehung der 9. Sinfonie ein und dann entwirrt er dieses Wollknäuel Schritt für Schritt in vielen kleinen kurzweiligen Szenen. Am Ende erhält man ein einprägsames Bild von jener längst vergangenen Zeit in Wien, als Ludwig van Beethoven die verrückte Idee hatte einen Jubelchor mit einer Hymne an die Freude im letzten Satz seiner Sinfonie einzusetzen. In Rückblenden ist auch der Mann zu hören, der die Verse zu dieser Hymne geschrieben hat: Friedrich Schiller.

Infos zum Hörbuch
Ludwig van Beethoven – Sinfonie Nr. 9
Ein musikalisches Hörspiel von Markus Vanhoefer
Aus der Reihe: Starke Stücke für Kinder
Sprecher: Stefan Wilkening, Stefan Merki u.v.a.
2 CDs
Igel Records, 2010
Co-Produktion mit dem Bayerischen Rundfunk
Ab zehn Jahren
Besonders gut kann man sich in Sophie hineinversetzen: Sie ist zwölf Jahre alt und genauso schlecht zu bändigen wie ihre störrischen Locken. Sophie will wissen, was um sie herum passiert und warum es passiert. Und da trifft es sich gut, dass Beethovens Neffe ihr ein Buch von diesem Schiller leiht: Die Räuber. Aber was für verwirrende Sätze dieser Schiller schreibt! Genauso verwirrend und mächtig wie Beethovens Sinfonie Nr. 9, die Sophie bei der Uraufführung im Theater am Kärntnertore zu hören bekommt. Beide – Schiller und Beethoven – singen ein Loblied auf die Freiheit. Und Freiheit, so viel versteht Sophie, ist "das zu machen, wozu dir dein Herz rät." - Zu Sophies Zeit ein unheimlicher und bezaubernder Gedanke zugleich.

Markus Vanhoefers Hörspiel schafft eine atmosphärische Dichte, die es erlaubt sich in Beethovens Zeit wirklich hineinzuversetzen. Die auftretenden Figuren sind äußerst lebendig, die Erläuterungen des Erzählers unterhalten und vertiefen das Geschehen und der gezielte Einsatz von Musik und Geräuschen macht das Ganze zu einem echten Hörerlebnis.
Auf einer zweiten CD kann man die wichtigsten Stellen von Beethovens Sinfonie Nr. 9 noch einmal nachhören.


Silke Wolfrum

 
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