|
|
Helden wie Opa und ich (Nina Weger)
Stand: 04.07.2012
Nick würde gerne als ganz normaler Junge in einer ganz normalen Familie aufwachsen. Aber Pustekuchen! Seine Mutter staubsaugt leidenschaftlich, sein Vater schießt mit dem Golfschläger Pralinen auf Bäume, seine Schwester Josefine hält sich für eine Indianerin und schläft nur im Tipi, seine Schwester Lola spricht seit drei Monaten mit niemanden mehr und von Tante Eurydike und Onkel Tristan reden wir lieber erst gar nicht.
Die beiden einzig Normalen in dieser Familie sind Nick selbst und sein Opa, Johannes Lasar, der Direktor der berühmten Lasar-Pralinenwerke. Daher hofft Nick auch, dass ihm sein Opa helfen wird, endlich einen Hund zu bekommen. Auf dem 50-jährigen Jubiläum der Pralinenfabrik will er ihn darum bitten. Da wird auch die ganze durchgeknallte Familie zusammenkommen und Nicks Vater soll zum neuen Direktor der Pralinenfabrik bestimmt werden. Seit Jahren fiebert Nicks Mutter diesem Moment schon entgegen!
Doch zu seinem großen Entsetzen erfährt Nick, dass sein Vater nicht – wie alle denken – mit Freuden Opas Direktorenjob übernehmen will, sondern Pralinen seit seiner Kindheit hasst. Auf der Jubiläumsfeier will er endlich mit der Wahrheit herausrücken. Das wird eine Katastrophe geben! Doch damit nicht genug: Auf der Fahrt zu Nicks Opa bleibt die Familie in einem Stau stecken. Ein Irrer, der sich für den lieben Gott hält, blockiert mit 130 Schafen die Autobahn. Und dieser Irrer ist kein anderer als: Nicks Opa! Jetzt bricht erst richtig das Chaos aus. Aber immerhin sind sich alle Familienmitglieder zum ersten Mal in ihrem Leben einig: Opa muss wieder normal werden. Die unmöglichsten Methoden werden ausgedacht und es gibt natürlich jede Menge Streit. Aber irgendwie kommt sich die Familie dabei auch immer näher und am Ende gibt es eine große Überraschung.
Verblüffende Ereignisse und ungeahnte Wendungen ziehen sich übrigens durch das ganze Buch. Nicks Leben ist einfach komisch und wie er davon berichtet, bringt einen immer wieder zum Lachen. Ganz nebenbei versteht man schließlich auch, warum sich Nicks Verwandtschaft so merkwürdig benimmt. Jedes Kapitel ist mit einer kleinen Zeichnung versehen und einer Überschrift, die schon mal neugierig macht. Insgesamt also: hervorragende 204 Seiten für verrückte und normale Kinder ab acht Jahren.
Silke Wolfrum
|
 |
|
|