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Bakterien – Viele Gute und ein paar Bösewichte

Stand: 05.02.2016


Streptomyces (c) mauritius images
Streptomyceten - unsere Recycling-Spezialisten in der Erde.



Manche sind kugelig, manche sehen aus wie Stäbchen und sie sind kleiner als winzige Staubkörner. 4.000 bis 5.000 Arten von Bakterien leben auf unserer Erde – die wir kennen. In Wirklichkeit sollen es noch viel mehr sein. Darunter gibt es echte Bösewichte, die Salmonellen zum Beispiel, und Bakterien, die schlimme Krankheiten wie Tetanus und Cholera auslösen. Aber nur etwa jede 100. Art kann dem Menschen auch gefährlich werden. Die meisten sind total friedlebend und sogar nützlich für uns.

Bakterien als Müllabfuhr und Recycler

Richtig viele Bakterien gibt es in der Erde – bis zu einer Milliarde in einem Gramm. Viele sind so eine Art Recycling-Spezialisten. Tote Pflanzen, Blätter und Insekten – all das essen Bakterien von den Streptomyceten auf. Und dabei entsteht Humus und wichtige Nährstoffe für die lebenden Pflanzen. Die können dadurch erst so richtig gut wachsen. Und ganz nebenbei machen die Bakterien übrigens auch die bestimmte Geruchsnote der Erde.

Lactobacillus (c) mauritius images
Gestatten, Lactobacillus bulgarii! Vielleicht hast du den Namen dieses Milchsäurebakteriums schon mal auf deinem Joghurtbecher gelesen.



Helden des Geschmacks

Richtig nützlich können Bakterien in Lebensmitteln sein. Natürlich nicht alle. Salmonellen in Eiern sind zum Beispiel nicht gut und machen krank. Aber viele Milchsäurebakterien erledigen einen wichtigen Job in Käse, Quark und Joghurt. Sie machen die Milch erst richtig dickflüssig und bringen Geschmack in den Joghurt. Also entweder ein bisschen säuerlich oder doch mild. Normalerweise sind die Bakterien schon beim Melken in der Milch.

Damit der Joghurt aber auch genauso schmeckt und dick ist, wie man will, suchen Leute von Molkereien inzwischen ganz genau aus, welche Typen dieser Bakterien ins Joghurt kommen und fügen welche hinzu. Werden die Joghurts nicht erhitzt, damit sie besonders lange haltbar sind, leben die Bakterien im Joghurt weiter, bis wir sie essen. Klingt eklig, ist aber ungefährlich. Manche Bakterien sollen sogar besonders gesund sein.

E. coli (c) mauritius images
Eklig oder nicht, das ist hier die Frage: Die orangeroten hier sind Escherichia coli, also Darmbakterien. Die haben wir alle im Darm und die meisten davon sind harmlos.



Helden der Verteidigung

In unserem Körper leben sowieso schon viele verschiedene gute Bakterien. Auf der Haut, in der Nase und vor allem im Darm. Die Wohngemeinschaft aus Bakterien und anderen Organismen nennt man da Darmflora. Und die helfen wie Faecalibacterium prausnitzii bei der Verdauung. Und bei der Verteidigung. Durch sie wird unser Immunsystem richtig trainiert und kann besser "gut" von "böse" unterscheiden. Und so manche Bösewichter schaffen es dank der Bakterien nicht, sich im Darm auszubreiten. Denn wo viele gute Bakterien wohnen, bleibt einfach kein Platz und keine Nahrung für die bösen. Natürlich klappt das nicht immer. Zum Beispiel wenn viele Salmonellen auf einmal runtergeschluckt werden oder gerade weniger Bakterien im Darm fit sind.

Auch wenn Bakterien oft gut sind, sind es eben nicht alle. Und manche gute werden auch gefährlich, nur weil sie einfach dort hin kommen, wo sie normalerweise nicht leben. Hände waschen ist deswegen also trotzdem wichtig. Übrigens nicht nur gegen Bakterien, sondern auch gegen Viren und viele andere Bösewichter.


Silke Schmidt-Thrö


 
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