Alpträume

Warum träumen wir schlecht?

Schlafendes Mädchen (c) Stockbyte
Wenn der Hirnstamm seine Signale sendet, werden überall im Gehirn Erinnerungen abgerufen und laufen dann als Traum wie ein Film vor unserem inneren Auge ab. Das können schöne Erinnerungen sein, aber auch schlimme, zum Beispiel die Bilder aus einem Horrorfilm. Ohne dass wir irgendeinen Einfluss darauf haben kombiniert unsere Phantasie diese Erinnerungen zu neuen Szenen. Dann träumen wir zum Beispiel, dass uns das Monster aus einem Film durch die eigene Nachbarschaft verfolgt.

Von Alpträumen bekommen wir meistens noch größere Angst als von Horrorfilmen. Das liegt daran, dass nachts Teile des Gehirns besonders stark arbeiten, die für die Gefühle zuständig sind, die sogenannten Mandelkerne. Besonders großen Einfluss auf unsere Träume haben deshalb die Gefühle, die wir direkt vor dem Schlafen haben. Wer also schlecht gelaunt oder ängstlich ins Bett geht, dem kann es besonders leicht passieren, dass er schlecht träumt.

Warum heißt der Alptraum Alptraum?

Zusammengekauertes Mädchen (c) Getty Images
Alpträume haben natürlich nichts mit den Alpen zu tun. Sondern mit Phantasie und Zauberwesen. Auch, was ihren Namen angeht. Im Mittelalter dachten die Menschen, schlechte Träume würden von Elfen gemacht. Man dachte, wenn man schlecht träumt, sitzt eine Elfe auf der Brust und bläst einem einen schlechten Traum ein. Elfen hießen damals noch "Elben" oder "Alben". Heute wissen wir natürlich: Schuld an den Alpträumen sind keine kleinen fiesen Elfen, sondern unser Gehirn. Aber schlimm sind sie trotzdem. Man kann übrigens "Alptraum" oder "Albtraum" schreiben – beides ist richtig.

Was man gegen Alpträume tun kann

Mädchen schläft (c) dpa
Das Wichtigste: nicht ängstlich ins Bett gehen, sonst nimmt man die Angst direkt mit in den Schlaf. Dann haben es Monster und Gespenster besonders leicht, sich den Weg in unsere Träume zu bahnen. Also keine Horrorfilme am Abend. Und wenn man doch Angst hat, sollte man mit den Eltern darüber reden, bevor man ins Bett geht.

Eine besonders wirksame Methode gegen Alpträume ist das Klarträumen. Das heißt, dass man im Traum merkt, dass man träumt. Wenn man sich das bewusst gemacht hat, kann man den eigenen Traum beeinflussen, denn Träume entstehen ja in unserer eigenen Phantasie. Man muss sich also sagen: "Hey, das ist ein Traum, Gespenster gibt es nicht und ich kann das Ende selbst bestimmen." Dann kann man zum Beispiel wegfliegen oder ein Monster, das einen verfolgt, in eine Maus verwandeln. Klarträumen ist allerdings gar nicht so einfach.

Es kann auch schon helfen, einen Alptraum am nächsten Tag aufzuschreiben und ihm ein neues Ende zu geben: dass man zum Beispiel vor einem Gespenst nicht mehr wegläuft, sondern ihm das weiße Bettlaken vom Kopf zieht. Das liest man sich dann immer wieder durch und trainiert dadurch sein Gehirn. Das nächste Mal, wenn man den Alptraum hat, erinnert sich das Gehirn an das neue Ende – und aus dem Alptraum wird ein schöner oder lustiger Traum.

Alpträume?! Kennt leider (fast) jeder! Hier kannst du einige Tipps von Kindern nachhören, was ihnen gegen die schlimmen Träume hilft.

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